DE2822116A1 - Terpolymeres von tetrafluoraethylen und aethylen sowie verfahrensherstellung desselben - Google Patents
Terpolymeres von tetrafluoraethylen und aethylen sowie verfahrensherstellung desselbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neue Terpolymere aus Tetrafluoräthylen
und ein Verfahren zur Herstellung derselben. Insbesondere betrifft die Erfindung neue Terpolymere
von Tetrafluoräthylen und Äthylen mit verbesserten Eigenschaften, welche hergestellt werden durch Copolymerisation
von Tetrafluoräthylen und Äthylen mit einer kleinen Menge eines spezifischen Fluorvinyläthers sowie ein Verfahren
zur Herstellung derselben.
Es ist bekannt, Copolymere von Tetrafluoräthylen und
Äthylen herzustellen, welche eine ausgezeichnete Chemikalienfestigkeit und eine ausgezeichnete thermische Stabilität
aufweisen sowie gute elektrische Eigenschaften. Hierzu copolymerisiert man Tetrafluoräthylen und Äthylen in
Anwesenheit eines Polymerisationsstarters. Die erhaltenen Copolymeren sind als Ausgangsmaterialien zur Herstellung
verschiedenster Formkörper geeignet sowie für Beschichtungen, für Beschichtungen elektrischer Drähte und für
korrosionsfeste Auskleidungen und dgl. Sie zeigen eine ausgezeichnete Schmelzverarbeitbarkeit.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Tetrafluoräthylen und Äthylen mit einer Hilfsmenge eines Vinylcomonomeren,
welches keine Telogenaktivität aufweist und zu Seitenketten mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen führt,
zu copolymerisieren, um die physikalischen Eigenschaften bei hoher Temperatur und insbesondere die
Zugfestigkeitseigenschaften bei hoher Temperatur zu verbessern Cjap. Patent Nr. 23671/1972,
US-PS 3 624 250 und GB-PS 1 292 643).
S09847/1040
Mit diesen Verfahren kann man verhindern, daß die Beschichtung
aus einem Copolymeren von Tetrafluoräthylen
und Äthylen auf einem Draht bei hoher Temperatur brüchig wird und schon bei geringer Beanspruchung zu Rissen führt.
und Äthylen auf einem Draht bei hoher Temperatur brüchig wird und schon bei geringer Beanspruchung zu Rissen führt.
Wenn man jedoch ein Vinyl-Comonomeres verwendet, welches
zu Seiten-Ketten mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen führt, so treten neben der vorteilhaften Verbesserung
der Zugfestigkeitseigenschaften bei hoher Temperatur
verschiedene Nachteile bei der industriellen Verfahrensdurchführung ein. Wenn man z. B. Tetrafluoräthylen und
Äthylen unter Zugabe eines Perfluorolefins der folgenden allgemeinen Formel copolymerisiert
der Zugfestigkeitseigenschaften bei hoher Temperatur
verschiedene Nachteile bei der industriellen Verfahrensdurchführung ein. Wenn man z. B. Tetrafluoräthylen und
Äthylen unter Zugabe eines Perfluorolefins der folgenden allgemeinen Formel copolymerisiert
CF2=CF-Rf , ζ. Β.
CF2=CF-C2F5 und CF2=CF-C4F9
CF2=CF-C2F5 und CF2=CF-C4F9
so ist die Reaktionsgeschwindigkeit der Copolymerisation äußerst gering. Wenn man ein Hydrofluorolefin oder einen
Vinylester, ζ. Β.
CH2=CH-CH2-CCCF3D2Oh oder
CH2=CH-O-C-CH3
CH2=CH-O-C-CH3
copolymerisiert, so erhält man ein Copolymeres mit einer geringeren Hitzefestigkeit. Wenn man z. B. einen Alterungs
test bei 230 0C durchführt und die Zeitspanne mißt, nach
der die Dehnung bei 23 0C im Vergleich zur ursprünglichen
Dehnung nur noch den halben Wert hat, so beobachtet man
eine Verringerung dieser Zeitspanne von 200 h auf 80 bis 100 h oder auch auf noch kürzere Zeiten, wenn man die
Seitenketten in das Copolymere aus Tetrafluoräthylen und Äthylen einführt.
eine Verringerung dieser Zeitspanne von 200 h auf 80 bis 100 h oder auch auf noch kürzere Zeiten, wenn man die
Seitenketten in das Copolymere aus Tetrafluoräthylen und Äthylen einführt.
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-A-
Bei der US-PS 3 624 250 und bei der GB-PS 1 292 643 werden als Vinylmonomere mit großen Seitenketten keine Vinylmonomeren
mit Mehrfachbindungen, sauren Gruppen oder Estergruppen der Seitenkette verwendet. Zum Beispiel werden
keine Vinylester, keine ungesättigten Carbonsäuren und keine Alkylester von ungesättigten Carbonsäuren verwendet.
Der Grund für die Vermeidung dieser Vinylmonomeren ist unklar. Es wird jedoch angenommen, daß dies aus Gründen der
geringeren Hitzealterungsfestigkeit usw. geschieht. Es ist schwierig, die Zugfestigkeitscharakteristika bei hoher
Temperatur zu verbessern, ohne bei Verwendung von Vinylacetat dieses in hohem Maße zu copolymerisieren. Man muß
daher eine geringe Hitzealterungsfestigkeit und schlechtere Zugkriecheigenschaften in Kauf nehmen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Terpolymere von Tetrafluoräthylen und Äthylen zu schaffen, welche ausgezeichnete
physikalische Eigenschaften und insbesondere verbesserte Zugeigenschaften bei hoher Temperatur aufweisen,
ohne daß die Zugkriecheigenschaften und die Hitzefestigkeit beeinträchtigt werden, selbst wenn man Fluorvinylather mit
Mehrfachbindungen und einer Estergruppe in der Seitenkette verwendet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch neue Terpolymere
von Tetrafluoräthylen und Äthylen gelöst, bei denen ein Molverhältnis von C2F. zu C2H. von 40:60 bis 60:40 vorliegt
und wobei 0,1 bis 10 MoI-I der Fluorvinyläther-Komponente der Formel
CF7=CF-O-(CF7) -COX
Ct
L· Xl
vorhanden sind, wobei X für F, OH, OR oder NR2R3 steht
1 2 3
und wobei R für eine C1 in-Alkylgruppe und R und R je-
i - lu .j
weils für ein Wasserstoffatom oder für R stehen und wobei
η eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet.
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-JBr-
Die anfängliche thermische Zersetzungstemperatur eines Terpolymeren von Tetrafluoräthylen und 0,25 MoI-I Vinylbenzoat
als dritter Komponente, gemessen durch Differential-Thermoanalyse beträgt 345 0C während die anfängliche thermische
Zersetzungstemperatur eines Copolymeren von Tetrafluoräthylen und Äthylen 355 0C beträgt. Das Terpolymere mit
0,4 MoI-I Vinylacetat als dritter Komponente führt zu einer beträchtlichen Verfärbung beim Formen. Auch ist der Effekt
der Verbesserung der mechanischen Festigkeit bei hoher Temperatur nicht hoch, und zwar selbst bei Einpolymerisierung
von etwa 1 Mol-% des Vinylesters.
Demgegenüber haben die erfindungsgemäßen Terpolymere eine
anfängliche thermische Zersetzungstemperatur von 355 0C
und somit die gleiche thermische Stabilität wie das Copolymere und es kommt beim Formen zu keinerlei Verfärbung.
Darüber hinaus ist die Zugfestigkeit bei hoher Temperatur wesentlich verbessert, wenn man nur etwa 0,5 MoI-I der
dritten Komponente einverleibt.
Die volumetrische Fließgeschwindigkeit, welche nachstehend
angegeben wird, kann folgendermaßen gemessen werden. 1 g einer Probe des Copolymeren wird durch eine Düse mit
einem Durchmesser von 1 mm und einer Länge von 2 mm unter einer Last von 30 kg/cm2 bei einer vorbestimmten
Temperatur extrudiert,wobei man ein Fließgeschwindigkeits-Testgerät
vom Koka-Typ verwendet. Das Volumen des Extrudats pro Zeiteinheit wird als volumetrische Fließgeschwindigkeit
definiert und die Einheit beträgt mm3/see. Die vorbestimmte
Temperatur kann in dem Temperaturbereich liegen, in dem das Äthylen-Tetrafluoräthylen-Copolymere in der Schmelze
verarbeitbar ist. Dieser Temperaturbereich liegt zwischen der Temperatur, bei der die Schmelze zu fließen beginnt
und der Temperatur, bei der die thermische Zersetzung beginnt. Vorzugsweise liegt die Meßtemperatur in der
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-Jr-
Nähe der Temperatur, bei der die Schmelze zu fließen beginnt, d. h. in der Nähe der Fließtemperatur.
Bei einem Äthylen-Tetrafluoräthylen-Copolymeren wird
die vorbestimmte Temperatur im Bereich von 260 - 360 0C
ausgewählt. Die Temperatur, bei der die volumetrische Fließgeschwindigkeit gemessen wird, liegt niedriger als
die Temperatur, bei der der Beginn der thermischen Zersetzung des Terpolymeren festgestellt wird. In den Beispielen
wird die volumetrische Schmelzfließgeschwindigkeit bei 300 0C gemessen.
Die Zugcharakteristika bei hoher Temperatur werden nach dem Dornwickeltest und dem Zugfestigkeitstest bei hoher
Temperatur festgestellt. Der Dornwickeltest wird folgendermaßen durchgeführt:
Eine Probenfolie mit rechteckiger Gestalt (Breite: 6,4 mm; Dicke: 1,3 - 0,1 mm; Länge: 127 mm) wird auf einen Dorn mit
einer Dicke von 6,4 mm gewickelt und beide Enden der Probe werden auf dem Dorn mittels Bolzen und Muttern fixiert.
Die Probe wird während 96 h bei einer spezifischen Temperatur gehalten. Es ist bekannt, daß bei einer Probe aus
einem Terpolymeren mit minderwertigen Dehnungs- und Festigkeitseigenschaften bei hoher Temperatur Risse ausgebildet
werden. Zum Beispiel bilden sich Risse bei 110 - 120 0C aus,
wenn die Probe aus einem Copolymeren von Tetrafluoräthylen und Äthylen besteht, während selbst bei Temperaturen oberhalb
200 0C keine Risse gebildet werden, wenn das erfindungsgemäße
Terpolymere eingesetzt wird. Der Dornwickeltest ist als Testverfahren zur Bestimmung der thermischen Spannungsrissbildung
von Polyäthylen bekannt. Einzelheiten dieses Testverfahrens sind in der Federal Specification LP 390C
beschrieben.
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Ferner wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Herstellung
eines neuen Terpolymeren aus Tetrafluoräthylen und Äthylen geschaffen-, welches 0,1 bis 10 Mol-% der
Fluorvinylätherkomponente enthält. Hierzu werden Tetrafluoräthylen und Äthylen mit einem Molverhältnis von
C„F4 zu C9H. von im wesentlichen mehr als 40/60 in
Gegenwart eines Polymerisationsstarters und einer kleinen Menge eines Fluorvinyläthers der Formel
CF9=CF-O(CF9V-COX
copolymerisiert.
copolymerisiert.
Die erfindungsgemäßen Terpolymeren aus Tetrafluoräthylen
und Äthylen haben eine verbesserte Zugfestigkeit und Dehnung bei hoher Temperatur, ohne daß die ausgezeichneten anderen
physikalischen Eigenschaften im wesentlichen beeinträchtigt sind. Demgemäß ist die Beschichtung eines Drahts mit dem
erfindungsgemäßen Terpolymeren bei hoher Temperatur nicht brüchig und erleidet auch bei Beanspruchungen keine
Rissbildung. Die neuen erfindungsgemäßen Terpolymeren haben eine volumetrische Fließgeschwindigkeit von 10 bis 500 m3/sec
und vorzugsweise 20 bis 300 mm3/see. Da die volumetrische
Fließgeschwindigkeit des Terpolymeren in diesem Bereich liegt, eignet sich das Terpolymere ausgezeichnet zur
Verarbeitung in der Schmelze, z. B. zum Extrudierformen oder Spritzgießen sowie ferner zum Backen bei der
Pulverbeschichtung und Dispersionsbeschichtung.
Die neuen Terpolymeren gemäß vorliegender Erfindung haben eine Fließtemperatur von mehr als 240 0C und vorzugsweise
250 bis 280 0C sowie einer Temperatur beginnender thermischer
Zersetzung von mehr als 310 0C und vorzugsweise 330 bis 370 0C. Demgemäß können die erfindungsgemäßen
Terpolymeren leicht in der Schmelze verarbeitet werden.
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Sie haben eine ausgezeichnete Hitzefestigkeit und darüber hinaus wesentlich verbesserte Zugeigenschaften bei hoher
Temperatur.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung der
Terpolymeren liegt das Molverhältnis von Tetrafluoräthylen
zu Äthylen im Monomergemisch vorzugsweise bei mehr als 2,35 und insbesondere bei mehr als 3. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform wird dieses Molverhältnis während
der Copolymerisation in dem genannten Bereich gehalten. Zum Beispiel kann man das anfängliche Einleitungsmolverhältnis
von C2F. zu C2H. in dem genannten Bereich
auswählen und danach kann man die Copolymerisation ausführen, indem man Tetrafluoräthylen und Äthylen in einer
Menge zuführt, welche dem Verbrauch der jeweiligen Monomeren entspricht. Demgemäß wird erfindungsgemäß das anfängliche
Einspeisungsmolverhältnis von C9F4 zu C7H. im Bereich
von 70/30 bis 90/10 und vorzugsweise im Bereich von 75/25 bis 85/15 ausgewählt.
Die Copolymerisation wird durchgeführt unter Zufuhr eines Gemisches von Tetrafluoräthylen und Äthylen mit einem
Molverhältnis von C2F4 zu C2H4 von 40/60 bis 60/40 und
vorzugsweise 45/55 bis 55/45. Dabei erhält man ein Terpolymeres mit einem Tetrafluoräthylengehalt von 40 bis
60 MoI-I und vorzugsweise 45 bis 55 MoI-I.
Die spezifischen Fluorvinyläther-Monomeren haben die
folgende allgemeine Formel:
CF7= CF-O-(CF7) -COX,
wobei η eine ganze Zahl von 1 bis 10 und vorzugsweise 2 bis bedeutet und wobei X für F, OH, OR1 oder NR2R3 und vorzugsweise
für F, OH oder OR steht und speziell für OR unter
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- ar -
dem Gesichtspunkt der leichten Zugänglichkeit und der leichten Copolymerisationsreaktion sowie der physikalischen
Eigenschaften des gebildeten Copolymeren.
In der genannten Formel bedeutet R eine geradkettige oder verzweigtkettige C1_in-Alkylgruppe und vorzugsweise
2 3
C1 C-Alkylgruppe und R und R stehen jeweils für Wasser-
C1 C-Alkylgruppe und R und R stehen jeweils für Wasser-
1
stoff oder für R .
stoff oder für R .
Die Synthesen dieser Fluorvinyläther sind beschrieben in der GB-PS 1 145 445 und der JA-PS 22327/1970. Im folgenden
seien einige typische Fluorvinyläther angegeben:
CF2=CFO(CF2D1-8COOCh3,
CF2=CFO(CF2D1-8COF,
CF2=CFO(CF2D1-8CONh2 und CF0=CFO(CF9D1 oCOOC-H..
CF2=CFO(CF2D1-8CONh2 und CF0=CFO(CF9D1 oCOOC-H..
Diese Fluorvinyläther können leicht nach Verfahren erhalten werden, welche in den ungeprüften japanischen Patentanmeldungen
78827/1977 und 105118/1977 beschrieben sind.
Bei der erfindungsgemäßen Copolymerisation ist es bevorzugt,
eine kleinere Menge des Fluorvinyläther-Monomeren im Bereich von 0,1 bis 10 MoI-I einzusetzen. Wenn die Menge
zu klein ist, so werden die mechanischen Eigenschaften des Copolymeren bei hohen Temperaturen nicht wesentlich
verbessert. Wenn andererseits die Menge zu groß ist, so ist die Copolymerisationsgeschwindigkeit für industrielle
Zwecke zu gering und die Zugkriecheigenschaften und die Hitzefestigkeit des gebildeten Terpolymeren sind schlechter
als beieinem Copolymeren ohne zusätzliche Komponente. Es ist bevorzugt, 0,3 bis 5 Mol-% des Fluorvinyläther-Monomeren
einzusetzen, um Terpolymere mit ausgezeichneten Eigenschaften industriell herzustellen.
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-KT-
Es ist bevorzugt, während der Copolymerisation das Fluorvinyläther-Monomere entsprechend dem Verbrauch desselben
zuzusetzen, so daß die Konzentration des Fluorvinyläther-Monomeren
konstant gehalten wird. Erfindungsgemäß wird eine kleine Menge der Fluorvinyläther-Komponente
in das Terpolymere eingebaut, vorzugsweise etwa 0,1 bis 10 MoI-I und speziell 0,3 bis 5 MoI-I. Es ist
somit bevorzugt, während der Copolymerisation 0,1 bis 10 MoI-I und vorzugsweise 0,3 bis 5 MoI-I des Fluorvinyläther-Monomeren
zusammen mit dem Tetrafluoräthylen und Äthylen einzusetzen, wobei man ein Terpolymeres aus Tetrafluoräthylen
und Äthylen erhält, welches 0,1 bis 10 MoI-I und vorzugsweise 0,3 bis 5 MoI-I der Fluorvinyläther-Komponente
aufweist. Der Gehalt an der Fluorvinyläther-Komponente in dem Terpolymeren wird aus der Differenz
zwischen der Menge des dem Reaktor zugeführten Monomeren und der Menge des nach der Copolymerisation zurückgewonnenen
Monomeren errechnet.
Wenn der Gehalt der Fluorvinyläther-Komponente in dem gebildeten Terpolymeren zu gering ist, so tritt der Effekt
der Verbesserung der mechanischen Eigenschaften bei hoher Temperatur nicht ein, während bei einem zu großen Gehalt
die Zugkriecheigenschaften und die Hitzefestigkeit bei der Alterung schlechter sind und übermäßig weiche Produkte
erhalten werden.
Die Zugfestigkeit und die Dehnung eines herkömmlichen Copolymeren
aus Tetrafluoräthylen und Äthylen bei 200 0C betragen 20 kg/cm2 bzw. 40 %, während die Zugfestigkeit
und die Dehnung des erfindungsgemäßen Terpolymeren
mit der Fluorvinyläther-Komponente mehr als 30 kg/cm2 und insbesondere 40 bis 80 kg/cm2 bzw. mehr als 200 I
und insbesondere 400 bis 600 % betragen. Somit werden
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- vt -
die Schwierigkeiten einer Brüchigkeit der Drahtbeschichtung bei hoher Temperatur und einer Rißbildung bei schon geringer
Spannungsbeanspruchung überwunden. Die erfindungsgemäße
Copolymerisations-Reaktion kann durch einen Polymerisationsstarter eingeleitet werden,ζ. B. eine Peroxyverbindung,
eine Azoverbindung, durch Ultraviolettbestrahlung oder
durch Bestrahlung mit ionisierenden Hochenergiestrahlen, wobei man in Anwesenheit oder Abwesenheit eines inerten
organischen Lösungsmittels oder eines wässrigen Mediums arbeiten kann. Die Polymerisation kann als Substanzblockpolymerisation,
als Lösungspolymerisation, als Suspensionspolymerisation, als Emulsionspolymerisation
oder als Dampfphasenpolymerisation ausgeführt werden.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, gesättigte Fluorkohlenwasserstoffe oder Chlorfluorkohlenwasserstoffe
(vorzugsweise mit 1 bis 4 und speziell mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen) als Copolymerisations-Reaktionsmedium einzusetzen
(Lösungsmittel vom Freon-Typ), um die Reaktionsbedingungen zu steuern und um die Reaktionsgeschwindigkeit
bei der industriellen Durchführung zu steigern. Darüber hinaus können durch dieses Lösungsmittelsystem die
thermische Stabilität, die Schmelzverarbeitbarkeit und die Chemikalienbeständigkeit des gebildeten Terpolymeren
gesteuert werden. Geeignete Lösungsmittel vom Freon-Typ sind Dichlordifluormethan, Trichlormonofluormethan,
Dichlormonofluormethan, Monochlordifluormethan, Chlortrifluormethan,
Fluoroform, Tetrafluoroäthan, Trichlortrifluoräthan, Dichlortetrafluoräthan, Hexafluoräthan,
Fluorchlorpropan, Perfluorpropan, Fluorcyclobutan, Perfluorcyclobutan usw. oder Mischungen derselben.
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-Vf-
Es ist vorteilhaft, einen gesättigten Fluor- oder Chlorfluorkohlenwasserstoff
zu verwenden, welcher kein Wasserstoff atom im Molekül, z. B. Dichlordifluormethan, Trichlormonofluormethan,
Trifluoräthan, Dichlortetrafluoräthan, Perfluorcyclobutan usw., da solche Lösungsmittel
zu einer Erhöhung des Molekulargewichts des gebildeten Copolymeren führen. Im allgemeinen sind solche Chlorfluorkohlenwasserstoffe
bevorzugt, welche 1 bis 4 Kohlenstoffatome und insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatome
aufweisen. Wenn ein Lösungsmittel vom Freon-Typ verwendet wird, so ist dessen Menge nicht beschränkt. Gute Ergebnisse
werden erzielt, wenn man 0,05 bis 20 Mole und insbesondere etwa 1 bis 10 Mole des Lösungsmittels pro
Mol des Monomergemisches aus Tetrafluoräthylen, Äthylen
und dem Fluorvinyläther-Monomeren einsetzt.
Die Copolymerisations-Reaktion kann durchgeführt werden unter Verwendung von weniger als 0,05 Molen des Lösungsmittels
pro Mol des Monomergemisches. Es ist jedoch vorteilhaft, mehr als 1 Mol des Lösungsmittels einzusetzen,
um die Copolymerisations-Geschwindigkeit zu erhöhen. Man kann mehr als 20 Mole des Lösungsmittels einsetzen.
Es ist jedoch aus wirtschaftlichen Gründen vorteilhaft, weniger als 10 Mole pro Mol der Monomermischung einzusetzen,
und zwar unter dem Gesichtspunkt der Lösungsmittelrückgewinnung. Man kann ein Gemisch von Lösungsmitteln
des Freon-Typs und anderen organischen Lösungsmitteln oder ein wässriges Medium einsetzen. Es ist z. B. möglich,
ein gemischtes Reaktionsmedium aus einem Lösungsmittel vom Freon-Typ und Wasser einzusetzen. Der Vorteil der
Verwendung eines solchen gemischten Lösungsmittels besteht in der erleichterten Rückführung des Reaktionssystems und in der erleichterten Abführung der Reaktionswärme.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die
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Bedingungen der Copolymerisation variiert werden, je
nach dem Typ des Polymerisationsstarters oder des Reaktionsmediums. Wenn ein Lösungsmittel vom Freon-Typ
verwendet wird, so liegt die Reaktionstemperatur vorzugsweise im Bereich von -50 0C bis +150 0C und insbesondere
im Bereich von 20 bis 100 0C bei industrieller Durchführung des Verfahrens. Die Reaktionstemperatur
kann je nach Typ und Menge des Lösungsmittels, je nach dem Einspeisungs-Mol-Verhältnis der Monomeren, der Mengen
des Fluorvinyläther-Monomeren und des Typs des Polymerisationsstarters usw. gewählt werden. Wenn die Reaktionstemperatur zu hoch ist, so wird der Reaktionsdruck zu
groß, wenn andererseits die Reaktionstemperatur zu gering ist, so liegt die Copolymerisations-Geschwindigkeit unterhalb
des für industrielle Zwecke akzeptablen Bereichs. Der Reaktionsdruck kann bei Atmosphärendruck und darüber
liegen und vorzugsweise bei 2 bis 50 kg/cm2 (Oberdruck).
Man kann, wenn erwünscht, einen höheren oder niedrigeren Druck wählen.
Man kann eine Vielzahl verschiedenster Polymerisationsstarter einsetzen, je nach Polymerisationssystem. Wenn
man jedoch ein Lösungsmittel vom Freon-Typ verwendet, so ist es bevorzugt, mit ionisierenden Hochenergie-Strahlen
zu arbeiten, z. B. mit ^"-Strahlen von radioaktiven Elementen,
wie Kobalt 60 oder Cäsium 137. Ferner ist es in diesem Fall bevorzugt, einen löslichen radikalischen
Polymerisationsstarter zu verwenden, wie eine organische Peroxy-Verbindung oder eine Azo-Verbindung. Es ist z. B.
möglich, ionisierende Hochenergie-Strahlen in einer Dosis von 10 bis 10 Rad/h einzusetzen.
Geeignete Peroxyd-Verbindungen sind z. B. organische Peroxyde,
wie Benzoylperoxid oder Lauroylperoxid; Perester, wie t-Butyl-peroxyisobutyrat; Peroxy-dicarbonat, wie Diisopropylperoxy-dicarbonat
usw. oder Azo-Verbindungen, wie
Azo-bisisbbutyronitril usw.
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-W-
Die Menge des Radikalstarters wird je nach den Polymerisa tionsbedingungen ausgewählt, sowie je nach der Menge
des spezifischen Fluorvinyläthers, der Art des Mediums
und der Polymerisationstemperatur. Gewöhnlich liegt
die Menge des radikalischen Polymerisationsstarters im Bereich von etwa 0,0001 bis 2 Gew.-% bezogen auf
die Gesamtmenge der eingesetzten Monomeren. Zur Erzielung der gewünschten Terpolymeren ist es besonders
bevorzugt, als Starter ein Peroxyd vom Peroxyester-Typ der folgenden Formel einzusetzen:
0
It
It
R-C-O-O-R'
wobei R und R' aliphatische Alkylgruppen bedeuten und dabei in einem Lösungsmittel vom Freon-Typ zu arbeiten.
Unter diesen Bedingungen erhält man eine günstige Reaktionsgeschwindigkeit der Copolymerisation sowie
Copolymere mit ausgezeichneten Eigenschaften und einen günstigen Verfahrensablauf der Copolymerisation. In
obiger Formel bedeuten R und R* aliphatische Alkyl-Gruppen
mit vorzugsweise 3 bis 13 Kohlenstoffatomen. Geeignete Peroxyester sind t-Butyl-peroxyisobutyrat, t-Butyl-peroxyacetat,
t-Butyl-peroxypivalat, t-Butylperoxy-2-äthylhexanoat
und t-Butyl-peroxylaurat usw. Im allgemeinen erzielt man günstige Ergebnisse, wenn
man den Starter in Mengen von mehr als etwa 0,001 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile der Gesamtmonomer.en einsetzt.
Die Konzentration des freien Radikalstarters im Lösungsmittel vom Freon-Typ liegt gewöhnlich im Bereich von
0,005 bis S Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile der anfänglich eingesetzten Gesamtmonomeren. Die Menge des Lösungsmittels
vom Freon-Typ liegt gewöhnlich im Bereich von etwa 1 bis 10 Molen und insbesondere im Bereich von
etwa 1,5 bis 5 Molen pro Mol der anfänglich eingesetzten Gesamtmonomeren.
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Die Copolymerisationstemperatur beträgt'gewöhnlich etwa
30 bis 120 0C und hängt weitgehend von der Halbwertszeit
des verwendeten Starters ab. Zum Beispiel beträgt die Copolymerisationstemperatur vorzugsweise 50 bis 80 0C
wenn man t-Butyl-peroxyisobutyrat einsetzt oder 40 bis 60 0C, wenn man t-Butyl-peroxypivalat einsetzt.
Im allgemeinen ist es möglich, ein Terpolymeres in hoher Ausbeute in kürzester Zeit zu erhalten, wenn man die
günstigste Reaktionstemperatur wählt. Wenn man ein Lösungsmittel vom Freon-Typ einsetzt, so kann dieses
leicht zusammen mit den nicht umgesetzten Monomeren von dem gebildten Terpolymeren nach der Copolymerisation
abgetrennt werden. Das erfindungsgemäße Terpolymere kann hervorragend in einem Lösungsmittel vom Freon-Typ mit
guter Polymerisationsgeschwindigkeit erhalten werden, da der Reaktionsdruck in einem Chlorfluorkohlenwasserstoff
niedriger sein kann als bei Verwendung eines wässrigen Mediums. Darüber hinaus ist die Reaktionsgeschwindigkeit
der Copolymerisation für die industrielle Durchführung des Verfahrens genügend hoch.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei werden die physikalischen
Eigenschaften der Copolymeren folgendermaßen gemessen:
Die Zugfestigkeit und die Dehnung bei hoher Temperatur werden gemäß ASTM D-638 gemessen, wobei man die Probe
JIS Nr. 1 verwendet und bei 200 0C und einer Zuggeschwindigkeit
von 200 mm/min arbeitet.
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In einen 2 1 Autoklaven gibt man 825 g Trichlormonofluormethan, 1125 g Trichlortrifluoräthan und 0,43 g t-Butylperoxyisobutyrat.
Sodann gibt man 250 g Tetrafluoräthylen, 17,5 g Äthylen und 6,7 g Methylperfluor-5-oxy-6-heptenoat
(CF9=CFOCF9Cf9CF9COOCH7) hinzu.
Die Copolymerisation wird unter Rühren des Gemisches bei 65 0C ausgeführt. Während der Copolymerisation leitet
man das Monomer-Gemisch aus Tetrafluoräthylen, Äthylen und Methylperfluor-5-oxy-6-heptenoat in einem Molverhältnis
von 53: 4 6, 3: 0, 7 ein wobei der Druck auf 15,0 kg/cm2
gehalten wird. Nach 3 h erhält man 75 g eines weißen Terpolymeren.
Das Terpolymere weist ein Molverhältnis der Struktureinheiten C2F4: C2H4: CF2=CFO(CF2) 3COOCH3 von 53:4673.Ό,7
auf, sowie einen Schmelzpunkt von 267 0C. Bei einer Temperatur von 355 0C findet eine thermische Zersetzung
statt. Die volumetrische Fließgeschwindigkeit beträgt 85 mm3/see. Durch Pressen des Terpolymeren während 10 min
bei 300 0C erhält man eine Platte mit einem milchigen weißen transluzenten Aussehen, ohne daß Anzeichen thermischer
Zersetzung, z. B. eine Verfärbung bemerkbar sind. Die Zugfestigkeit und die Dehnung der Probe (Dicke
1,3 mm) werden bei 200 0C gemessen und betragen 40 kg/cm2
und 470 I.
Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 1, wobei
man 726 g Trichlortrifluormethan und 1260 g Trichlortrifluoräthan in den Autoklaven einführt. Nach 5 h erhält
man 92 g eines weißen Terpolymeren. Das Terpolymere hat das gleiche Monomer-Einheiten-Verhältnis und den gleichen
809847/1040
Schmelzpunkt und die gleiche thermische Zersetzungstemperatur wie das Terpolymere des Beispiels 1. Die volumetrische
Schmelzfließgeschwindigkeit beträgt jedoch 50 mm3/see und
die Zugfestigkeit beträgt 52 kg/cm2 bei 200 0C. Die Dehnung
beträgt bei 200 0C 550 % . Beim Dornwickeltest werden
in der Testprobe bei einer Temperatur oberhalb 220 0C keine
Risse ausgebildet.
Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 1, wobei man 14,3 g Methyl-perfluor-5-oxy-6-heptenoat
in einen Autoklaven gibt und das Monomergemisch in einem Molverhältnis von C2F4^2H4:CF2=CFO(CF2D3COOCH3 von
53:45,5:1,5 während der Copolymerisation einführt. Nach 3 h erhält man 85 g des weißen Terpolymeren. Das Terpolymere
weist ein Molverhältnis der Struktureinheiten C2F4:C2H4:CF2=CFOCCF2)3COOC2H5 von 53:45,5:1,5 auf. Der
Schmelzpunkt beträgt 258 0C und die thermische Zersetzungstemperatur beträgt 355 0C. Die volumetrische Schmelzfließgeschwindigkeit
beträgt 92 mm3/see und die Druckfestigkeit
beträgt 42 kg/cm2 bei 200 0C. Die Dehnung bei 200 0C
beträgt 510 %. Beim Dornwickeltest werden in der Testprobe bei einer Temperatur oberhalb 220 0C und selbst bei einer
Temperatur von 250 0C in der Nähe des Schmelzpunktes keine
Risse ausgebildet.
Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 1, wobei
man 6,4 g Perfluor-5-oxy-6-heptensäurefluorid CCF2=CFOCF2CF2Cf2COF) anstelle des Methyl-perfluor-5-oxy-6-heptenoats
einsetzt. Während der Reaktion leitet man das Monomergemisch mit einem Gehalt von 0,7 MoI-I Perfluor-5-oxy-6-heptensäurefluorid
ein. Nach 4,5 h erhält man
809847 / 10Λ0
90 g des weißen Terpolymeren. Dieses hat eine thermische Zersetzungstemperatur von 354 0C und einen Schmelzpunkt
von 267 0C. Die volumetrische Schmelzfließgeschwindigkeit
beträgt 88 mm3/see. Die Zugfestigkeit beträgt bei 200 0C
42 kg/cm2 und die Dehnung beträgt bei 200 0C 450 %.
In einen 1 1 Autoklaven gibt man 363 g Trichlormonofluormethan, 630 g Trichlortrifluoräthan und 0,22 g t-Butylperoxyisobutyrat.
Sodann gibt man 125 g Tetrafluoräthylen, 8,7 g Äthylen und 4,4 g Methyl-perfluor-7-oxy-8-nonat
CCF9=CFOCCF9KCOOCh,) hinzu. Die Copolymerisation wird
unter Rühren des Gemisches bei 65 0C durchgeführt. Während
der Copolymerisation leitet man das Monomergemisch von Tetrafluoräthylen, Äthylen und Methyl-perfluor-7-oxy-8-nonat
in einem Molverhältnis von 53:46,3:0,7 ein, wobei der Druck auf 15 kg/cm2 gehalten wird. Nach 3,5 h erhält man 40 g
eines weißen Terpolymeren. Das Terpolymere weist ein Molverhältnis der Struktureinheiten C2F4:C2H4:CFOCCF2)COOCH3
von 53:46,3:0,7 auf. Der Schmelzpunkt beträgt 266 0C. Die
thermische Zersetzungstemperatur beträgt .54 0C. Bei
200 0C beträgt die Zugfestigkeit 38 kg/cm2 und die Dehnung
480 %.
Man arbeitet nach dem Vefahren des Beispiels 1, wobei man
7,0 g Äthyl-perfluor-5-oxy-6-heptenoat
CCF2=CFOCCF2)3-CO2CH2CH3) einsetzt und wobei man ein
Molverhältnis des Monomergemisches von Tetrafluoräthylen: Äthylen:Äthyl-perfluor-5-oxy-6-heptenoat von 53:46,3:0,7
wählt. Das Terpolymere hat einen Schmelzpunkt von 266 0C
und eine volumetrische Fließgeschwindigkeit von 90 mm3/see.
Bei 200 0C beträgt die Zugfestigkeit 40 kg/cm2 und die
Dehnung 430 %.
809847/1040
In einen 2 1 Autoklaven gibt man 12g Trichlormonofluormethan,
968 g Trichlortrifluormethan und 0,5 2 g t-Butylperoxyisobutyrat. Danach gibt man 489 g Tetrafluoräthylen,
32,8 g Äthylen und 13,7 g Perfluor-5-oxy-6-heptensäureamid
(CF2=CFOCF2CF2Cf2CONH2) hinzu. Die Copolymerisation
wird unter Rühren des Gemisches bei 65 0C durchgeführt.
Während der Copolymerisation während 40 min sinkt der Druck im Autoklaven von 25,5 kg/cm2 auf 23,2 kg/cm2.
Zu dieser Zeit wird das nicht-umgesetzte Monomere und das Lösungsmittel vom Freon-Typ abgetrennt und man erhält
55,2 g eines weißen Terpolymeren. Dieses hat einen Schmelzpunkt von 268 0C. Die thermische Zersetzungstemperatur beträgt
384 0C und die volumetrische Fließgeschwindigkeit beträgt 43 mm3/see. Im Infrarotspektrum beobachtet man
eine Absorptionsbande für die Gruppe -CONH„. Das Terpolymere
wird bei 300 0C während 10 min zu einer Folie mit einer
Dicke von 1,3 mm gepreßt. Die Zugfestigkeit und Dehnung betragen bei 200 0C 50 kg/cm2 bzw. 500 %.
Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 7, wobei man jedoch 1060 g Trichlormonofluormethan, 620 g Trichlortrifluoräthan
und 0,52 g t-Butyl-peroxyisobutyrat einsetzt und ferner 497 g Tetrafluoräthylen, 32,4 g Äthylen und
27,4 g Perfluor-5-oxy-6-heptensäureamid einführt, nach
70 min ist der Innendruck des Autoklaven von 24,8 kg/cm2 auf 22,6 kg/cm2 abgesunken und man erhält 74,0 g eines
weißen Terpolymeren. Dieses hat einen Schmelzpunkt von 265 0C, eine volumetrische Fließrate von 34 mm3/see sowie
bei 250 0C eine Zugfestigkeit von 45 kg/cm2 und eine Dehnung
von 700 I.
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In einen 2 1 Autoklaven gibt man 825 g Trichlormonofluormethan,
1125 g Trichlortrifluoräthan und 0,43 g t-Butylperoxyisobutyrat.
Danach gibt man 2 5Og Tetrafluoräthylen, und 17,4 g Äthylen hinzu. Die Copolymerisation wird unter
Rühren des Gemisches bei 65 0C ausgeführt. Während der Copolymerisation
führt man ein Monomergemisch von Tetrafluoräthylen und Äthylen im Molverhältnis 53:47 ein, wobei der
Druck auf 15,0 kg/cm2 gehalten wird. Das Terpolymere enthält ein Molverhältnis der Struktureinheiten von
C2F4IC2H4 von 53:47. Der Schmelzpunkt beträgt 267 0C
und die thermische Zersetzungstemperatur 355 0C. Die volumetrische Fließgeschwindigkeit beträgt 85 mm3/see.
Bei 200 0C haben die Zugfestigkeit und die Dehnung des Terpolymeren beide den Wert von etwa 0. Beim Dornwickeltest
bilden sich bei 120 0C eine Vielzahl von Rissen in
der Testprobe aus.
809847/ 1 040
Claims (33)
- 2822118- vf-PATENT ANSPRÜCHE( 1/. Terpolymeres mit einer volumetrischen Fließgeschwindigkeit von 10 bis 500 mm3/see, ermittelt bei 300 0C unter einer Last von 30 kg/cm3, bestehend im wesentlichen aus 40 bis 60 Mol-% Tetrafluoräthylen, 40 bis 60 Mol-% Äthylen und 0,1 bis 10 MoI-I eines Fluorvinyläther-Monomeren der FormelCF9=CF-O(CF9) -COX,wobei X für F, OH, OR1 oder NR2R3 steht und wobei R1 für2 3 eine C. _.Q-Alkylgruppe steht und wobei R und R jeweils für ein Wasserstoffatom oder für R stehen und wobei η eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet.
- 2. Terpolymeres nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Fluorvinyläther der folgenden allgemeinen Formel:CF7=CF-O(CF0)1 owobei R eine C1 --Alkylgruppe bedeutet.
- 3. Terpolymeres nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Fluorvinyläther der folgenden allgemeinen Formel:CF9=CF-O-(CF^)1 Q-COF.
Z Z I - is - 4. Terpolymeres nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Fluorvinyläther der folgenden allgemeinen Formel:CF2=CF-O- (CF2) ^8-CONR4R5,wobei R und R jeweils ein Wasserstoffatom oder eine C. _r-Alkylgruppe bedeuten.809847/1OAO
- 5. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch 0,3 bis 5 Mol-% der Fluorvinyläther-Komponente.
- 6. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein Molverhältnis von C2F.:C2H. im Bereich von 45:55 bis 55:45.
- 7. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein Molverhältnis von C9F.:C9H. von 50:50.
- 8. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine volumetrische Fließgeschwindigkeit im Bereich von 20 bis 200 mm3/see.
- 9. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Fließtemperatur von mehr als 240 0C.
- 1Ό. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine thermische Zersetzungstemperatur von mehr als 310 0C.
- 11. Terpolymeres nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Zugfestigkeit bei 200 0C von mehr als 30 kg/cm2 und eine Dehnung bei 200 0C von mehr als 200 %.
- 12. Verfahren zur Herstellung eines Terpolymeren aus Tetrafluoräthylen und Äthylen mit einem Gehalt von 0,1 bis 10 MoI-I einer Fluorvinyläther-Komponente durch Copolymerisation von Tetrafluoräthylen, Äthylen und einer kleinen Menge eines Fluorvinyläther-Monomeren der FormelCF9=CF-O-(CF9) -COX,L· i* TL809847/1040wobei X für F, OH, OR1 oder NR2R3 steht und wobei R12 3 für eine C, 1Q-Alkylgruppe steht und wobei R und R jeweils für ein Wasserstoffatom oder für R stehen und wobei η eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet, in Anwesenheit eines Polymerisationsstarters unter Aufrechterhaltung eines Molverhältnisses von C2F4IC2H. von mehr als 40:60.
- 13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch ein Einspeisungs-Molverhältnis von C2F. zu C2H. von mehr als 70/30.
- 14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch ein Einspeisungs-Molverhältnis von C7F4 zu C2H. von mehr als 75/25.
- 15. Verfahren nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein anfängliches Einspeisungs-Molverhältnis von C2F.:C2H. im Bereich von 70/30 bis 90/10 und durch ein Einspeisungs-Molverhältnis von C7F.:C-H. im Bereich von 40/60 bis 60/40 während der Copolymerisation.
- 16. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch ein anfängliches Einspeisungs-Molverhältnis von C2F4:C2H. im Bereich von 75/25 bis 85/15 und durch ein Monomergemisch von Tetrafluoräthylen und Äthylen mit einem Einspeisungs-Molverhältnis von C2F4IC2H4 im Bereich von 45/55 bis 55/45 während der Copolymerisation.
- 17. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Fluorvinyläther der folgenden FormelCF2=CF-OCCF2D1-8
einsetzt, wobei R eine C. _5~Alkylgruppe bedeutet,8098 4 7/1040 - 18. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,daß man einen Fluorvinyläther der folgenden allgemeinen Formel einsetzt:CF0=CF-O(CF0)1 o-COF.
- 19. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Fluorvinyläther der folgenden allgemeinen FormelCF0=CF-O-CCF0). o-C0NR4R5 Z Zl-Oeinsetzt, wobei R und R ein Wasserstoffatom oder eine C|_5-Alkylgruppe bedeuten.
- 20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12, 17, 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß man den Mol-Prozentgehalt des Fluorvinyläther-Monomeren während der Copolymerisation im wesentlichen im Bereich von 0,1 bis 10, bezogen auf die Gesamtmonomeren, hält.
- 21. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß man während der Copolymerisation den Mol-Prozentsatz des Fluorvinyläther-Monomeren im wesentlichen im Bereich von 0,3 bis 5 hält.
- 22. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation in einem gesättigten Fluor-Kohlenwasserstoff oder Chlorfluor-Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel durchführt.
- 23. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation in einem gesättigten Fluor-Kohlenstofflösungsmittel oder Chlorfluor-Kohlenstoff lösungsmittel durchführt.809847/1040
- 24. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,05 bis 20 Mole des Lösungsmittels pro 1 Mol des anfänglich eingesetzten Gesamtmonomergemisches einsetzt.
- 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation bei einer Temperatur im Bereich von -50 0C bis 150 0C durchführt.
- 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation bei einem Druck von 2 bis 50 kg/cm3 (Überdruck) durchführt.
- 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polymerisationsstarter ionisierende Bestrahlung verwendet.
- 28. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß man einen radikalischen Polymerisationsstarter verwendet.
- 29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Peroxyester als radikalischen Starter verwendet.
- 30. Verfahren nach einem der Ansprüche 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß man den radikalischen Starter in einer Menge von 0,001 bis 2 Gew.-% bezogen auf die anfänglich eingesetzten Gesamtmonomeren einsetzt.
- 31. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß man als Starter einen Peroxyester der folgenden allgemeinen Formel0
WR-C-O-O-R1809847/1(HQeinsetzt, wobei R und R' jeweils eine aliphatische Alkylgruppe bedeuten und daß man als Lösungsmittel einen gesättigten Fluor-Kohlenwasserstoff oder Chlorfluor-Kohlenwasserstoff einsetzt. - 32. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß man die Copolymerisation bei 30 bis 120 0C durchführt.
- 33. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 bis 10 Mole des Lösungsmittels pro 1 Mol des anfänglich eingesetzten Gesamtmonomergemisches einsetzt.809847/1040
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