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Die Erfindung betrifft ein Schutz-Hydroisolier-Unterdach- oder Wandband nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Die Erfindung ist als Schutz-Hydroisolier-Unterdach- oder Wandband für schräge Dächer oder für Gebäudewände einsetzbar. Das Band weist eine wasserdurchlässige und dampfdurchlässige Tragschicht und wasserundurchlässige und dampfdurchlässige Dichtungsschichten auf TPU-Basis auf und ist gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Versteifungsschicht versehen.
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Die Erfindung betrifft ferner ein Dach oder eine Wand mit einer Reihe von verblattend gelagerten und verschweißten wasserundurchlässigen und dampfdurchlässigen Unterdach- oder Wandbändern.
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Die Unterdachbänder haben zuerst die Aufgabe, das unbedeckte Dach gegen ein Regeneindringen zu schützen. Nach der Verlegung der harten Bedachung ist es nötig, das Eindringen von Flugschnee, von spritzendem Wasser, von Tauwasser, von feinen Staubpartikeln in die Wärmeisolation zu verhindern. Gleichzeitig ist es nötig, den Wasserdampf, der als ein Überschuss der Feuchtigkeit aus dem Bau und aus den Unterdachwohnräumen stammen kann, durch Diffusionswärmeisolation und das Unterdachband in die Umgebung zu übergeben. Dabei kann die gesamte zwischen den Dachsparren befestigte Wärmeisolation als ein temporärer Feuchtigkeitsspeicher dienen, wobei es nötig ist, darauf zu achten, dass die Temperatur des Taupunkts des kondensierten Wassers nicht überschritten wird. Das kann man mittels des Verlegens einer ein Eindringen des Dampfes in die Dachkonstruktion hemmenden Dampfsperre oder Schicht verhindern.
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Das Wandband hat die Aufgabe, die Wandkonstruktion gegen das Eindringen von Wind, Regen, Staub, Schnee und spritzendem Wasser in die Wärmeisolation zu schützen. Das bedeutet, dass das Band wasserdicht sein sollte. Ferner sollte dieses Band dampfdurchlässig sein, um eine überschüssige Feuchtigkeit aus der Wandkonstruktion abzuleiten.
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Solange das verlegte Unterdachband oder Wandband für den Wasserdampf undurchlässig oder sehr wenig durchlässig ist, kann im Dachraum oder in der Wandkonstruktion der entsprechende Überschuss der Feuchtigkeit auf dem Band kondensieren. Die Wärmeisolation kann befeuchten, und außerdem kann sich ihre Wirkungsweise dadurch verschlechtern.
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Bei den Wandbändern werden unter anderem wasserdichte Unterdachbänder und gegen das Regeneindringen resistente Bänder unterschieden. Die Bedachungen widerstehen zwar in der Regel dem Regen, aber in extremen Lokalitäten oder bei besonderen Witterungsbedingungen können sie das Eindringen des Starkregens und des Flugschnees nicht ganz verhindern. Der Raum unter der Bedachung oder der Dachbogen kommt zur Geltung als eine Sicherung gegen Regen, solange seine Fläche, einschließlich der Schweiß- und Knotenpunkte zwischen den eigentlichen Unterdachbändern dem Regen widersteht. Bei dem Dachbogen, der dem Regen widerstehen soll, ist es nötig, gegen den Regen sichere Durchgänge, Montageteile und Einsätze zu verwenden.
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Dagegen müssen bei wasserdichten Dachbögen alle Durchgänge, Montageteile und Einsätze wasserdicht ausgeführt werden, damit der ganze Dachbogen wasserundurchlässig ist. Nur dann lässt sich von einer wasserdichten Dachkonstruktion sprechen. Die verlegten Bedachungen widerstehen in der Regel nur dem Regen und unter anderem können sie das Eindringen von Starkregen nicht voll verhindern.
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Zur Ausführung des wasserdichten Dachbogens werden unter anderem traditionelle Kunststoffbänder verwendet. Dazu eignen sich insbesondere ausgewählte TPU-Bänder, also thermoplastische, weiche und nachgiebige, gut verarbeitbare, gegen Mikroorganismen beständige Elastomere auf Urethan-Basis. Zur gegenseitigen Verbindung von zwei nebeneinander liegenden TPU-Unterdachbändern wird Verklebung angewandt, was auf der Schicht oder darin ein Vorhandensein eines TPU-Klebmittels erfordert.
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Es gibt auch Unterdachbänder, die auf TPU-Basis eine Dichtungsschicht aufweisen (thermoplastische Elastomere auf Olefin-Basis). Solche Unterdachbänder lassen sich auch thermalschweißen.
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Neben der Wasserfestigkeit hat die Dichtungsschicht auch eine weitere Eigenschaft, eine Wasserdampfdurchlässigkeit, welche auch als Offenheit für Diffusion bezeichnet wird. Das bedeutet, dass die Dichtungsschicht zwar gegen Wasser undurchlässig ist, das auf das Unterdachband kommen kann, aber sie kann den Wasserdampf aus dem Inneren des Gebäudes im Hinblick auf die Offenheit für Diffusion durchlassen. Sie verhindert dadurch, dass die Wärmeisolation des Dachbogens, ferner der Wand oder anderer anwesender Gegenstände im Inneren des Gebäudes durch eine allzu hohe Feuchtigkeit beeinflusst wird.
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Die Unterdachbänder und die Wandbänder haben oft eine Tragschicht, welche wasserdurchlässig und wasserdampfdurchlässig ist. Die Verbindung der aus der Tragschicht und der Mehrzahl der Dichtungsschichten bestehenden Schichten kann im Falle einer oder mehrerer wasserdichten und dampfdurchlässigen Schichten im Allgemeinen wasserdicht sein. Dadurch lässt sich ein Dachbogen realisieren, der für Diffusion offen und zugleich für Wasser undurchlässig ist.
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Die dem Stand der Technik entsprechenden Unterdachbänder haben den Nachteil, dass die wasserdichten und dampfdurchlässigen Bänder sich nur mit relativ hohen Kosten verbinden lassen. Bei der wasserdichten und für Diffusion offenen Verbindung zwischen den Unterdachbändern mit den Dichtungsschichten auf TPU-Basis ist insbesonders mit weiteren Klebmitteln zu rechnen. Dagegen haben die verschweißbaren Unterdachbänder auf TPU-Basis nicht die Vorteile der TPU-Schicht. Dazu gehören insbesondere die Beständigkeit gegen Wasser und Temperatur, eine weiche und nachgiebige Struktur und damit eine gute Verarbeitbarkeit sowie auch die Beständigkeit gegen Mikroorganismen.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, die angeführten Nachteile zu beseitigen, und eine neue Konstruktion des Schutz-Hydroisolier-Unterdach- oder Wandbands für schräge Dächer oder für Gebäudewände zu bilden, welche eine Bildung des effektvoll wasserdichten und dampfdurchlässigen Dachbogens oder eine Anordnung von wasserdichten Wandbändern ermöglicht.
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Die gestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Dies ist dadurch erreicht, dass die Dicke der Dichtungsschichten so bemessen ist, dass die eigentlichen Bänder wasserdicht und dampfdurchlässig mittels Thermalschweißens oder Quellschweißens oder mittels Klebens mit dem weiteren Unterdachband der gleichen Art verbunden sind. Die Tragschicht ist beidseitig und vollflächig mit der Dichtungsschicht vorgesehen. Die eigentliche Verbindung ist mittels eines Überlappungsrands, der zu einem anderen Unterdachband angehaftet ist, ausgeführt.
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Unter dem Begriff „ein schräges Dach” nach der DIN 1055 versteht sich eine Dachneigung von mehr als 7 Grad. In manchen Staaten werden unter diesem Begriff Dächer mit einer Neigung von 5 Grad und höher verstanden. Auch trotz der Dachneigung ist es unter bestimmten Wetterbedingungen vorteilhaft oder sogar nötig, nicht nur ein regenbeständiges Abdeckband sondern auch ein wasserdichtes Unterdachband vorzusehen, um das Eindringen von Flugschnee, Starkregen, Eislast, Schneeschichten und Ähnliches zu verhindern.
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Als Material, das bei einem solchen Unterdachband insbesondere bevorzugt wird, ist ein wasserdichtes und wasserdampfdurchlässiges TPU verwendet, das die oben genannten Vorteile aufweist. Bei der Ausführung nach der Erfindung ist es möglich, die nebeneinander liegenden Unterdachbänder gegenseitig durch Thermal- oder Quellschweißen zu verbinden. Dadurch sind sie wasserdicht und wasserdampfdurchlässig gemacht, d. h. überall, wo vorteilhaft der Überlappungskragen verwendet ist.
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Zum TPU im Sinne der Erfindung gehören auch Gemische von Stoffen mit einem Anteil von mindestens 60% Gew. von TPU und 40% Gew. von Füllmittel. Zur Material- und Kosteneinsparung lässt sich dabei ein entsprechendes Füllmittel verwenden.
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Um das Unterdachband als wasserdicht bezeichnen zu können, wird es nach DIN 1928 und DIN 20811 untersucht. Gehen die Prüfungen positiv aus, gelten die Bänder als wasserdicht.
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Gerade so sind die Forderungen der ZVDH für die Wasserundurchlässigkeit maßgebend definiert, und damit auch die Anwendung der Erfindung. Dies ist durch Prüfungen gegen Starkregen in der Technischen Universität Berlin überprüft.
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Die Norm, welche die Offenheit für Diffusion erfüllen muss, ist in DIN 4108, Teil 3 beschrieben. Die Dampfdurchlässigkeit ist mittels des Werts Sd, der äquivalenten Diffusionsdicke, definiert. Als ein Grenzwert für die Diffusionseinheit ist hier Sd < 0,5 m definiert. Als eine für die Diffusion offene Einheit ist dann meistens eine Schicht bezeichnet, deren Wert Sd niedriger als 0,5 m ist.
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Man bevorzugt allerdings einen Wert Sd sogar kleiner als 0,2 m. Nach der DIN 68800 ist es nötig, Sd < 0,2 m einzuhalten, um die entsprechende Schicht als für die Diffusion offen zu betrachten, wenn auf ein Mittel zum chemischen Schutz des Holzes verzichtet wird. Besonders bevorzugt ist ein Wert Sd des Unterdachbands kleiner als 0,2 m, z. B. zwischen 0,02 m und 0,2 m.
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Beim Thermalschweißen wird die Temperatur der TPU-Schicht so gesteigert, dass diese Schicht mit einer weiteren entsprechenden Schicht verbunden und so homogen verschweißt wird. Bei dem Quellschweißen wird auf die Dichtungsschicht ein Quellschweißmittel zugegeben, zum Beispiel Tetrahydrofuran (THF), welches das TPU aufquillt und so ein gegenseitiges Verschweißen der benachbarten Unterdachbänder ermöglicht. Außerdem lässt sich auch zum Beispiel Benzen oder Benzin verwenden. THF ist allerdings vor Benzen oder Benzin oder vor anderen Lösungsmitteln besonders bevorzugt, da es bei der Aufbringung eine nötige kürzere Auflösungszeit erfordert. Die bevorzugten Lösungsmittel können aber allgemein in die Gruppe der Alkane, Alkene, aromatischen Verbindungen, organischen Verbindungen, Chlor, Alkohol, Ester, Ether oder Keton eingeordnet werden.
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Das Unterdachband nach der Erfindung besteht vorteilhaft aus einer wasserdurchlässigen und dampfdurchlässigen Tragschicht, zum Beispiel aus Vlies, und aus zwei wasserundurchlässigen und wasserdampfdurchlässigen Dichtungsschichten, zum Beispiel aus TPU, und fordert weder eine zusätzliche Klebeschicht als ein Verbindungsmittel mit einem anderen Unterdachband noch eine weitere die Stabilität des Unterdachbands erhöhende Schicht.
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Bei den Unterdachbändern nach der Erfindung sichert die Tragschicht die Stabilität des Unterdachbands, wobei mindestens eine der Dichtungsschichten sicherstellt, dass das Unterdachband wasserdicht ist. Die Dichtungsschichten sind dabei so dimensioniert, dass das Unterdachband als Ganzes auch für den Wasserdampf durchlässig ist. Das auf TPU-Basis für die Dichtungsschichten angewandte Material ist relativ aufwändig, so dass man gewöhnlich darauf achtgibt, dass die Dichtungsschichten im Rahmen der gegebenen Aufgabe, was ihre Dichtungseigenschaften betrifft, möglichst dünn hergestellt sind.
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Die Erfindung unterscheidet sich von diesem Grundsatz, und die Dicke der Dichtungsschichten ist gegenüber dem Stand der Technik erhöht. Die Dicke der Dichtungsschichten ist insoweit erhöht, dass das Thermalschweißen auch mit der Dichtungsschicht auf TPU-Basis möglich ist, ohne dass es bei dem Thermalschweißen zur Beschädigung der Dichtungsschicht oder der Tragschicht kommt. Dazu würde es im Falle des üblichen Unterdachbands mit einer entsprechend dünnen Dichtungsschicht kommen, so dass die üblichen Unterdachbänder mit dem Thermalschweißen nicht miteinander verbunden werden können. Dasselbe gilt ebenfalls für das Quellschweißen der Dichtungsschichten auf TPU-Basis mit einer kleinen Dicke, welches aus demselben Grunde nicht verwendbar ist.
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Damit ist es möglich, die benachbarten Schichten von Unterdachbändern womöglich effektiv miteinander zu verbinden. Das Dachband ist ferner mit einer überlappten Übersetzung versehen, wo die angewandte wasserdichte Schicht auf einer Seite oder auf beiden Seiten über die weiteren Schichten wählbar übergegossen ist. Sie ermöglicht so eine wasserdichte Verbindung an den Stellen, wo die wasserdichten Dichtungsschichten gerade mit sich verbunden sind. Sie verdichten auch den Eintritt in die mittlere Tragschicht, welche wasserdurchlässig und auch wasserdampfdurchlässig ist. Mit dem Unterdachband ist es ebenfalls möglich, eine Manschette auszubilden und diese mit dem grundlegenden Unterdachband direkt zu verschweißen.
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Die überlappte Übersetzung muss allerdings nicht mit dem weiteren Unterdachband oder dem Wandband oder mit einer weiteren überlappten Übersetzung direkt verbunden werden. Sie ist nur zu einer freien Überlappung der Verbindung verwendet und funktioniert als ein Wasserschenkel und verhindert das Eindringen des Wassers in die innere Tragschicht, welche insbesondere bei den kleinen Dachneigungen dampfdurchlässig und wasserdurchlässig ist.
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Weil das Unterdachband oder Wandband nach der Erfindung beidseitig mit der wasserdurchlässigen und wasserdampfdurchlässigen Dichtungsschicht versehen ist, welche direkt mit der Dichtungsschicht eines anderen Unterdachbands verschweißt ist, ist es möglich, ein Unterdachband mit einem anderen Unterdachband wasserdicht zu verbinden. So kann ein Dachbogen ausgebildet werden, welcher ganz wasserdicht und wasserdampfdurchlässig ist. Die beidseitige allflächige Dichtungsschicht des Unterdachbands und ihre überlappte Übersetzung ermöglicht dabei eine besonders wirksame Verbindung zwischen den benachbarten Unterdachbändern. Hier ist es nicht nötig, auf die benachbarten Unterdachbänder ein zusätzliches Klebmittel oder ein anderes Verbindungselement aufzubringen.
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Die Bezeichnungen „Wasserundurchlässigkeit” und „Wasserdampfdurchlässigkeit”, gegebenenfalls „Offenheit für Diffusion”, richten sich nach den Richtlinien der Bauaufsicht, welche zum Beispiel für die Dächer in Deutschland gelten. Die entsprechenden Normen führen zum Beispiel DIN 68800 und DIN 4108, Teil 3 an, und in diesem Zusammenhang ist es nötig, diese zum Definieren der oben genannten Eigenschaften zu verwenden.
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In einer vorteilhaften Form der Ausführung ist das Material TPU mindestens in einer Dichtungsschicht ein aromatisches TPU. Die aromatischen TPU eignen sich besonders gut zum Verschweißen und weisen gerade besonders vorteilhafte oben genannte Eigenschaften der Dichtungsschicht auf TPU-Basis auf. Vorteilhaft weisen die Dichtungsschichten immer und gegenseitig unabhängig eine Dicke von mindestens 0,07 mm, in einer vorteilhaften Ausführung von 0,07 mm bis 0,2 mm und in einer besonders vorteilhaften Ausführung von 0,07 mm bis 0,14 mm auf. Eine solche Dicke der Dichtungsschicht des Unterdachbands eignet sich zu einer gegenseitigen Verbindung der benachbarten Unterdachbänder mittels Schweißens, ohne dass es dabei zur Beschädigung der Dichtungsschichten oder der Tragschicht kommt. Außerdem ist die geforderte Dicke zugleich zu einer effektiven Erzeugung der Unterdachbänder geeignet, weil hier auf die Tragschicht kein überschüssiges Material aufgebracht wird.
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Diese Tragschichten weisen vorteilhaft immer und gegenseitig unabhängig ein mittleres Flächengewicht von mindestens 70 g/m2, in einer vorteilhaften Ausführung von 70 g/m2 bis 200 g/m2 und in einer besonders vorteilhaften Ausführung von 70 g/m2 bis 140 g/m2 auf. Die entsprechenden Flächengewichte bedeuten, dass gegenüber den üblichen oben genannten Dichtungsschichten nach der Erfindung die zwei benachbarten Unterdachbänder mittels Thermalschweißens oder Quellschweißens miteinander verbunden werden können. Das mittlere Flächengewicht des Unterdachbands wird dabei auf der ganzen Fläche des Unterdachbands bestimmt.
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Die überlappte Übersetzung kann eine gleiche Dicke und ein gleiches Gewicht in den Dichtungsschichten aufweisen, wie oben genannt ist, oder diese können auch höher ausgelegt sein. Die Breite der überlappten Übersetzung ist so gewählt, dass sie die Funktionsfähigkeit der Wasserableitung erfüllt. In einer vorteilhaften Ausführung ist die Breite im Bereich von 1 bis 150 mm gewählt. Als Tragschicht ist in einer vorteilhaften Ausführung Vlies verwendet. Im Vlies können Polyesterfasern oder Gemische von Fasern enthaltendes Polyester oder ihres Derivats verwendet sein. Die Tragschicht aus Vlies ermöglicht einerseits eine besonders einfache Erzeugung des Unterdachbands, wobei dann auf die bestehende Tragschicht die Dichtungsschichten aufgebracht werden können, ohne dass die eigentlichen Dichtungsschichten besonders stabil sein müssen. Dadurch ist es möglich, sogar großflächige Unterdachbänder effektiv auszubilden. Die Tragschicht dient ferner zur Arbeitssicherheit bei der Verlegung der Unterdachbänder, weil sie deren Festigkeit erhöht, so dass das Unterdachband ohne Problem einen erwachsenen Menschen tragen kann, wenn er darauf tritt.
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Bei einer Anforderung der erhöhten mechanischen Parameter des Unterdachbands oder Wandbands werden zur dampfdurchlässigen und wasserdurchlässigen Schicht noch ein Versteifungsgitter oder ein Versteifungsgewebe zugegeben, welche die mechanischen Parameter für die Erzielung der geforderten Eigenschaften erhöhen oder aufbereiten. Diese weitere Schicht ist vorteilhaft mit den äußeren Dichtungsschichten bedeckt, welche die Wasserundurchlässigkeit des Unterdachbands oder des Wandbands sichern.
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Dicke/Gewicht einer oder zweier wasserdichten Schichten muss nicht gleich über die ganze Breite des Materials sein und kann sich ändern. Dies lässt sich vorteilhaft für eine Verbesserung der Möglichkeit der Verbindung der Unterdachbänder und ferner für eine Optimierung des Sd-Werts der Dampfdurchlässigkeit des Erzeugnisses ausnutzen.
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Das Dach nach der Erfindung enthält eine Mehrzahl der überlappt gelagerten und verschweißten wasserdichten und wasserdampfdurchlässigen Unterdachbänder. Dabei ist die Dichtungsschicht der ersten Seite des Unterdachbands mit der Dichtungsschicht der zweiten gegenüberliegenden Seite so verschweißt, dass das Schweißen der Unterdachbänder wasserdicht und dampfdurchlässig ist und ferner mittels der überlappten Übersetzung gesichert ist. Ein solches Dach lässt sich nach den Richtlinien ZVDH als wasserdicht klassifizieren, und deshalb ist es geeignet, zu einem wirksamen Schutz des Gebäudes auch unter besonders ungünstigen Witterungsbedingungen beizutragen.
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Ferner ist ein solches Dach bevorzugt, bei dem das Unterdachband mit dem benachbarten Unterdachband im Wesentlichen über der ganzen überlappten Fläche verschweißt und mittels der überlappten Übersetzung gesichert ist. Das trägt ferner zur Beständigkeit und Dichtigkeit des Daches bei.
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Die Wand nach der Erfindung weist eine Mehrzahl der überlappt gelagerten und verschweißten wasserdichten und wasserdampfdurchlässigen Bänder auf. Dabei ist die Dichtungsschicht der ersten Seite des Bands mit der Dichtungsschicht der zweiten gegenüberliegenden Seite so verschweißt, dass die Schweißstellen der Bänder wasserdicht und dampfdurchlässig und ferner mittels der überlappten Übersetzung gesichert sind.
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Die Erfindung wird anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
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1 in Seitenansicht den Querschnitt des Unterdachbands für ein schräges Dach oder des Wandbands,
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2A in Seitenansicht den Querschnitt des Unterdachbands für ein schräges Dach oder des Wandbands mit einer Versteifungsschicht,
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2B in Seitenansicht den Querschnitt des Unterdachbands für ein schräges Dach oder des Wandbands ebenfalls mit einer Versteifungsschicht und
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3 in Draufsicht zwei gegenseitig verbundene Unterdachbänder oder zwei gegenseitig verbundene Wandbänder.
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1 zeigt in Seitenansicht den Querschnitt des Unterdachbands für ein schräges Dach oder des Wandbands 10, 12 in einer vorteilhaften Ausführung. Auf der oberen Seite, nämlich auf der ersten Seite der Tragschicht 3, ist eine auf TPU-Basis aufbereitete erste Dichtungsschicht 1. Auch auf der unteren Seite, nämlich auf der zweiten Seite der Tragschicht 3, befindet sich eine auf TPU-Basis aufbereitete zweite Dichtungsschicht 2. Ferner ist hier eine gebildete und frei an die erste Dichtungsschicht anschließende überlappte Übersetzung 5 gezeigt.
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2A zeigt in Seitenansicht den Querschnitt des Unterdachbands für ein schräges Dach oder des Wandbands mit einer Versteifungsschicht 4.
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2B zeigt in Seitenansicht den Querschnitt des Unterdachbands für ein schräges Dach oder des Wandbands ebenfalls mit einer anders angebrachten Versteifungsschicht 4. 2A und 2B zeigen ebenfalls die überlappte Übersetzung 5, wie in 1.
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3 zeigt in Draufsicht die Verbindung des ersten Unterdachbands oder Wandbands 10 und des zweiten Unterdachbands oder Wandbands 12 mit einer durchgeführten Verbindung 11, welche eine Anordnung des wasserdichten Dachbogens oder eine Anordnung der wasserdichten Wandbänder sichert.
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Die wasserdichte und diffuse Verbindung der beiden Bänder 10 und 12 und die Verhinderung des Wassereintritts im flüssigen Zustand in die Tragschicht 3 ermöglichen eine Einordnung des Bands in die Kategorie wasserdicht und diffusionsoffen.
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Die Tragschicht 3 kann zum Beispiel aus ungewebten Textilien – aus Vlies – durchgeführt sein.
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Die Dicke der eigentlichen Schichten ist in den Figuren nicht im Maßstab oder im Verhältnis aufgezeichnet, so dass zum Beispiel die Dicke der ersten und der zweiten Dichtungsschicht 1, 2 gleich oder unterschiedlich sein kann. Dasselbe gilt für die anderen Schichten.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Erste wasserdichte und dampfdurchlässige Dichtungsschicht
- 2
- Zweite wasserdichte und dampfdurchlässige Dichtungsschicht
- 3
- Wasserdurchlässige und dampfdurchlässige Tragschicht
- 4
- Zusätzliche Versteifungsschicht
- 5
- Überlappte Dichtungsübersetzung
- 10
- Das erste Unterdachband oder das erste Wandband
- 11
- Durchgeführte Verbindungen des ersten und des zweiten Bands
- 12
- Das zweite Unterdachband oder das zweite Wandband
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- DIN 1055 [0017]
- DIN 1928 [0020]
- DIN 20811 [0020]
- DIN 4108, Teil 3 [0022]
- DIN 68800 [0023]
- DIN 68800 [0031]
- DIN 4108, Teil 3 [0031]