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Die Erfindung bezieht sich auf eine Fugenabdichtvorrichtung für den Betonbau, mit einem hochkant mit einer Aufstellkante auf eine Bewehrung aufstellbaren Fugenblech, das auf wenigstens einer Seite ein Stützmittel aufweist, das im Aufstellungszustand quer zur Hauptebene des Fugenbleches von diesem absteht und mit der Bewehrung verbindbar ist.
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Eine Fugenabdichtvorrichtung dieser Art ist aus der
DE 199 38 368 B4 bekannt. Diese ist als L- oder T-förmiges Blechprofil ausgebildet. Dessen langer Schenkel bildet das eigentliche Fugenblech, während jeder kurze Schenkel das Stützmittel ist, mit dem das Fugenblech auf der Bewehrung abstützbar ist. Der kurze Schenkel ist mit Befestigungslöchern versehen, durch welche ein Rödeldraht zum Verbinden der Fugenabdichtvorrichtung mit der Bewehrung gefädelt werden kann.
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Nachteilig an der bekannten Fugenabdichtvorrichtung ist, dass L- bzw. T-förmige Profile teuer in der Herstellung sind. Außerdem können solche Profile schlecht gestapelt werden, so dass sie beim Lagern und namentlich beim Transport viel Raum in Anspruch nehmen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die vom jeweiligen kurzen Schenkel ausgehende Stützkraft nur entlang der Aufstellkante des Fugenbleches an diesem angreift. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Fugenblech durch seitliche Kräfte, insbesondere während des Betonierens, verbogen wird.
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Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Fugenabdichtvorrichtung der eingangs beschriebenen Art hinsichtlich des Herstellungsaufwandes und der Lager- und Transportmöglichkeiten sowie hinsichtlich der Stabilität bei der Verwendung zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Stützmittel ein mit einem Befestigungsabschnitt an einer Seitenfläche des Fugenbleches befestigter Stützteil ist, der wenigstens einen vom Befestigungsabschnitt ausgehenden, quer zum Fugenblech bewegbaren Stützabschnitt aufweist, mittels dessen das Fugenblech im Aufstellungszustand an der Bewehrung abstütz- und festlegbar ist.
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Bei der erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung ist das Stützmittel ein gesondert hergestellter, an einer Seitenfläche des Fugenbleches befestigter Stützteil, so dass für das Fugenblech ein preiswertes, ebenes Material verwendet werden kann. Da der Stützabschnitt des Stützteiles quer zum Fugenblech bewegbar ist, kann er eine Lager- und Transportstellung einnehmen, in der der Stützteil eng an einer Seite des Fugenbleches anliegt oder jedenfalls nur einen geringen Abstand vom Fugenblech hat. Dadurch lässt sich die erfindungsgemäße Fugenabdichtvorrichtung auf engem Raum stapeln und transportieren. Ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung besteht darin, dass die das Fugenblech im Aufstellungszustand von der Seite her abstützende Stützkraft im seitlichen Flächenbereich angreift, so dass durch entsprechende Wahl der Verbindungsstelle zwischen dem Stützteil und dem Fugenblech eine besonders kippsichere Abstützung des Fugenbleches gewährleistet werden kann. Um die erfindungsgemäße Fugenabdichtvorrichtung in den Gebrauchszustand zu versetzen, braucht lediglich der Stützabschnitt des Stützteiles vom Fugenblech seitlich wegbewegt und in einer solchen Stellung gegen die Bewehrung abgestützt und an diese gesichert zu werden, in der das Fugenblech im Wesentlichen vertikal auf der Bewehrung steht. Dadurch ist auch die Handhabung der erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung besonders einfach.
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Zweckmäßigerweise ist der Stützabschnitt relativ zum Befestigungsabschnitt mit Handkraft abbiegbar. Das Verbiegen von Hand vermeidet einerseits den Einbau kostspieliger Gelenke in den Stützteil und ermöglicht andererseits, die Fugenabdichtvorrichtung in den Aufstellungszustand zu bringen, ohne dabei maschinengetriebene Werkzeuge zu verwenden.
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In einer Variante der Erfindung ist der Stützteil flächig, insbesondere als Baustahl- oder Streckmetallmatte, ausgeführt. Diese Variante hat den Vorteil, dss sich der Stützteil mit einer Kante stabil auf zwei oder mehr Stäben der Bewehrung abstützen und das Fugenblech dadurch besonders kippsicher halten kann.
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In einer anderen Variante der Erfindung ist der Stützteil stab- oder drahtförmig ausgeführt. Diese Bauform zeichnet sich durch große Einfachheit und geringe Herstellungskosten aus. Sie hat außerdem den großen Vorteil, dass der Stützteil selbst mit dem freien Ende seines Stützabschnittes dazu verwendet werden kann, die Vorrichtung an der Bewehrung zu befestigen. Es braucht hierzu nur das freie Ende des stab- oder drahtförmigen Stützteiles um einen Bewehrungsstab geschlungen zu werden.
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Ein optimal geringes Lager- und Transportvolumen ergibt sich, wenn der Stützabschnitt aus einem Lager- und Transportzustand, in dem er an einer Seite des Fugenbleches anliegt oder von diesem nur gering beabstandet ist, in den Aufstellungszustand bewegbar ist, in dem er seitlich vom Fugenblech absteht.
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Eine besonders stabile Aufstelllage für das Fugenblech ergibt sich, wenn nach einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung auf beiden Seiten des Fugenbleches Stützteile angebracht sind.
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Besonders einfach ist die Befestigung der Vorrichtung an der Bewehrung, wenn der stab- oder drahtförmige Stützteil so ausgestaltet ist, dass der Stützabschnitt von Hand abbiegbar und mit seinem freien Ende um einen Stab der Bewehrung herumbiegbar ist. Man braucht dann keine Werkzeuge, um die Vorrichtung auf der Bewehrung zu montieren.
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Zweckmäßigerweise ist der Stützabschnitt um eine, gegebenenfalls virtuelle, Achse verschwenkbar. Eine reine Verschwenkbewegung lässt sich besonders einfach bewerkstelligen, was die Montage erleichtert.
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Dabei kann die Schwenkachse entweder parallel zur Hauptebene des Fugenbleches und zu dessen Aufstellkante oder parallel zur Hauptebene des Fugenbleches und senkrecht zu dessen Aufstellkante verlaufen.
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Um sicherzustellen, dass das Fugenblech vertikal auf der Hauptebene der Bewehrung steht, ist vorgesehen, dass der freie Rand bzw. das freie Ende des Stützabschnittes in eine den Aufstellungszustand bildende Lage bewegbar ist, in der der Stützabschnitt das Fugenblech in einer zur Bewehrungsebene senkrechten Lage hält.
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Der Stützabschnitt kann im Lager- und Transportzustand über eine Kante des Fugenbleches, insbesondere die Aufstellkante, hinausragen. Bei dieser Ausgestaltung lässt sich der Stützabschnitt des Stützteiles leicht erfassen und seitlich in eine Stellung bewegen, in der er das Fugenblech senkrecht auf der Bewehrung hält.
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Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der Stützabschnitt im Lager- und Transportzustand mit seinem freien Rand bzw. Ende von der Aufstellkante weg weist und im Aufstellungszustand über den Befestigungsabschnitt zurückgeschwenkt bzw. -gebogen ist. Durch entsprechende Längendimensionierung des Befestigungs- und des Stützabschnittes kann bei dieser Bauweise sichergestellt werden, dass der Stützteil im Lager- und Transportzustand nicht über eine Kante des Fugenbleches vorsteht. Durch das Zurückschwenken oder -biegen des Stützabschnittes über den Befestigungsabschnitt im Aufstellungszustand hat der Befestigungsabschnitt bei eingebauter Fugenabdichtvorrichtung eine bogenförmige Gestalt. Dies führt dazu, dass er quer zur Fugenblechebene federn kann und dadurch einen Kraftspeicher bildet, der das Fugenblech gegen quer auf dieses wirkende Kräfte elastisch vorspannt. Dies führt wiederum zu einer besonders stabilen und kippsicheren Halterung des Fugenbleches auch während des Betonierens. Der Stützabschnitt kann auch auf andere Weise als Kraftspeicher ausgebildet werden, beispielsweise indem er als in Axialrichtung komprimierbare Feder ausgebildet wird oder indem solche Federn in ihn eingefügt werden.
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Die Lagesicherheit des im Betriebszustand befindlichen Fugenbleches kann dadurch verbessert werden, dass vom Befestigungsabschnitt beiderseits je ein Stützabschnitt ausgeht. Es stehen dann für das Abstützen des Fugenbleches und seine Verbindung mit der Bewehrung zwei Stützteile zur Verfügung, die im Abstand voneinander an der Bewehrung angreifen und dadurch eine hohe Kippsicherheit gewährleisten.
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Bei Ausbildung des Stützteiles als Matte ist es zweckmäßig, dass der Stützabschnitt der Matte sich mit einem Randstab bzw. mit einer Randkante im Aufstellungszustand auf der Bewehrung abstützt. Dadurch ergeben sich mehrere Abstützpunkte sowie die Möglichkeit, den Stützabschnitt an einer Vielzahl von Stellen mit einem Bewehrungsstab zu verbinden.
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Soweit der Stützabschnitt nicht selbst so verformbar ist, dass er um einen Bewehrungsstab herumgebogen werden kann, ist es zweckmäßig, dass der Stützabschnitt im Aufstellungszustand an der Bewehrung anrödelbar ist.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
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1 eine Ansicht einer ersten erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung im Lager- und Transportzustand;
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2 eine isometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung nach 1 im Aufstellungszustand;
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3 eine Ansicht einer zweiten erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung im Lager- und Transportzustand;
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4 eine isometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung nach 3 im Aufstellungszustand;
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5 eine Ansicht einer dritten erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung im Lager- und Transportzustand;
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6 eine isometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung nach 5 im Aufstellungszustand;
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7 eine schematische Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fugenabdichtvorrichtung im Lager- und Transportzustand (durchgezogene Linien) und im Aufstellungszustand (gestrichelt);
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8 eine weitere Ausführungsform der Erfindung in schematischer Darstellung mit beidseitiger Abstützung im Aufstellungszustand; und
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9 eine isometrische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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Die in 1 gezeigte Fugenabdichtvorrichtung F nach der Erfindung weist ein ebenes, rechteckiges Fugenblech 1 auf, dessen eine längere Kante später als Aufstellkante 2 der Fugenabdichtvorrichtung dient. Das Fugenblech 1 besteht üblicherweise aus Metall, insbesondere aus Stahl, kann in Sonderfällen aber auch aus Kunststoff, insbesondere PVC oder EPDM, oder gegebenenfalls aus einem holzbasierten Material bestehen.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach 1 ist an einer Seite des stählernen Fugenbleches 1 als Stützteil ein Teil einer Baustahlmatte 3 durch Schweißen befestigt. Die Baustahlmatte 3 besteht in üblicher Weise aus Längsstäben 3a und Querstäben 3b. In dem in 1 gezeigten Herstellungs-, Lager- und Transportzustand liegt die Baustahlmatte 3 seitlich flächig am Fugenblech 1 an. Die Baustahlmatte hat in diesem Zustand einen Befestigungsabschnitt 3.1 und einen Stützabschnitt 3.2. Im Bereich des Befestigungsabschnittes ist sie, beispielsweise durch Punktschweißen, fest mit dem Fugenblech verbunden. Im Bereich des Stützabschnittes besteht keine feste Verbindung mit dem Fugenblech. Die Grenze zwischen den Abschnitten 3.1 und 3.2 bildet eine virtuelle Achse A, um die der Stützabschnitt 3.2 vom Fugenblech durch Verbiegen seitlich abgeschwenkt werden kann, wie dies weiter unten noch beschrieben werden wird.
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Der Befestigungsabschnitt 3.1 befindet sich annähernd zentral innerhalb der Seitenfläche des Fugenbleches 1, was besonders günstig für die Einleitung der Stützkraft in das Fugenblech 1 ist.
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Schließlich ist aus 1 noch zu entnehmen, dass die Baustahlmatte 3 bei diesem Ausführungsbeispiel im Herstellungs-, Lager- und Transportzustand um einen Abschnitt 3.3 seitlich über die Aufstellkante 2 des Fugenbleches 1 vorsteht.
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In 2, die das Ausführungsbeispiel nach 1 im Aufstellungszustand zeigt, erkennt man eine aus Längs- und Querstäben bestehende, konventionelle Betonbewehrung 4. Das Fugenblech 1 stützt sich in zur Hauptebene der Bewehrung 4 senkrechter Stellung mit ihrer Aufstellkante 2 auf Bewehrungsstäben ab. Um das Fugenblech 1 in dieser Stellung zu stabilisieren, ist die Betonstahlmatte 3 mit ihrem Stützabschnitt 3.2 um die virtuelle Achse A so weit seitlich vom Fugenblech 1 abgebogen, dass ihr äußerster Querstab 3'a in einer horizontalen Ebene mit der Aufstellkante 2 des senkrecht auf der Bewehrung 4 stehenden Fugenbleches 1 liegt. Der Querstab 3'a stützt sich in dieser Lage auf denselben Bewehrungsstäben ab wie die Aufstellkante 2. Dadurch wird das Fugenblech 1 gegen seitliches Umkippen gesichert.
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Eine seitliche Verschiebung der Fugenabdichtvorrichtung F lässt sich dadurch verhindern, dass der Querstab 3'a der Betonstahlmatte 3 mit den Stäben der Bewehrung 4 durch Rödeln oder auf sonstige Weise verbunden wird. Diese Verbindung ist in der Abbildung der 2 nicht näher dargestellt, da sie für den Fachmann auf der Hand liegt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach 3 und 4 ist an eine Seite eines rechteckigen, stählernen Fugenblechs 1' ein Teil einer Baustahlmatte 3' mit einem ersten Befestigungsabschnitt 3'.1 so angeschweißt, dass ihre Querstäbe 3'a senkrecht und ihre Längsstäbe 3'b parallel zur Aufstellkante 2 des Fugenbleches 1' verlaufen. Die Anordnung ist dabei so gewählt, dass der untere Querstab 3'b in der Höhe der Aufstellkante 2' verläuft.
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Der Befestigungsabschnitt 3.1 der Baustahlmatte 3' ist an den Kreuzungspunkten von Längs- und Querstäben der Matte durch Punktschweißung am Fugenblech 1' befestigt. Der Stützabschnitt 3'.2 der Baustahlmatte liegt, ebenso wie der Befestigungsabschnitt 3'.1, im Herstellungs-, Lager- und Transportzustand nach 3 eben am Fugenblech 1' an. Im Bereich des Stützabschnittes 3'.2 besteht keine feste Verbindung zwischen der Baustahlmatte 3' und dem Fugenblech 1'.
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Um die Fugenabdichtvorrichtung nach 3 und 4 in den in letzterer Figur gezeigten Aufstellungszustand zu bringen, wird der im Herstellungszustand lose am Fugenblech 1' anliegende Stützabschnitt 3'.2 der Baustahlmatte 3' um die virtuelle Achse A' vom Fugenblech 1 weg verschwenkt bis er einen größeren spitzen Winkel, von beispielsweise 45°, relativ zum Fugenblech 1' einnimmt. In diesem Zustand kann die Fugenabdichtvorrichtung F mit der Aufstellkante 2' des Fugenbleches 1' einerseits und dem in der Ebene dieser Aufstellkante verlaufenden Querstab 3'b der Baustahlmatte 3' andererseits auf die Bewehrung 4 in stabiler Lage aufgestellt werden. Zur Sicherung kann der Abschnitt 3'.2 der Baustahlmatte in nicht näher in der Zeichnung dargestellter Weise mit der Bewehrung 4 verrödelt werden.
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Bei der baulich besonders einfachen und in der Herstellung billigen Ausführungsform nach 5 und 6 ist auf einer Seite des rechteckigen, stählernen Fugenbleches 1'' als Stützteil ein Draht 5 mit einem Befestigungsabschnitt 5.1, beispielsweise durch Punktschweißung, befestigt. Der zweite, längere Stützabschnitt 5.2 des Drahtes 5 liegt im Herstellungs-, Lager- und Transportzustand nach 5 lose an der Oberfläche des Fugenbleches 1'' an.
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Um die Fugenabdichtvorrichtung F nach 5 und 6 in den aus 6 erkennbaren Aufstellungszustand zu bringen, wird der Stützabschnitt 5.2 des Drahtes 5 schräg nach außen und in Richtung auf die Aufstellkante 2'' des Fugenbleches 1'' abgebogen und mit seinem freien Endbereich 5.22 um einen der Stäbe der Bewehrung 4 geschlungen. Der Biegewinkel und die Länge des Stützabschnittes 5.2, abzüglich des Endbereiches 5.22, werden dabei so gewählt, dass das Fugenblech 1'' durch den Stützabschnitt 5.2 in einer Lage gehalten wird, in der das Fugenblech 1'' mit seiner Aufstellkante 2'' auf der Bewehrung 4 ruht und sich senkrecht zur Ebene der Bewehrung 4 erstreckt, wie dies aus 6 ersichtlich ist.
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Anstelle nur eines Stützabschnittes kann der Draht 5 bei der Ausführungsform nach 5 und 6 auch beiderseits des Befestigungsabschnittes 5.1 Stützabschnitte aufweisen. Dies ist in 5 bei 5.21 strichpunktiert angedeutet, wo der zweite Stützabschnitt 5.21 an die Seite des Fugenbleches 1'' so angebogen ist, dass er nicht über die Kanten des Fugenbleches vorsteht. Im Aufstellungszustand ist der zweite Stützabschnitt 5.21 vom Fugenblech 1'' seitlich abgebogen und mit seinem Endabschnitt wiederum um einen Stab der Bewehrung geschlungen, wie in 6 strichpunktiert angedeutet. Diese Variante hat den Vorteil, dass das Fugenblech im Aufstellungszustand zweifach an der Bewehrung seitlich abgestützt ist. Hinzuweisen ist noch darauf, dass auch bei dieser Variante der Befestigungsabschnitt 5.1 zentral in der Seite des Fugenbleches liegt. Es könnten im Übrigen auch noch weitere Drähte 5 mit jeweils einem oder zwei Stützabschnitten und zentral angeordnetem Befestigungsabschnitt am Fugenblech 1'' befestigt sein.
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Das teilweise Vorstehen der Baustahlmatte 3 über die Aufstellkante 2 des Fugenbleches im Lager- und Transportzustand der Ausführungsform nach 1 und 2 lässt sich dadurch vermeiden, dass gemäß 7 als Stützteil eine Baustahlmatte 33 mit einem Stützabschnitt 33.1 benachbart zur Aufstellkante 2 am Fugenblech 1 befestigt wird. Der Stützabschnitt 33.2, der nicht mit dem Fugenblech 1 verbunden ist, weist in der in 7 in durchgezogenen Linien dargestellten Lager- und Transportlage von der Aufstellkante 2 weg und braucht nicht über den Rand des Fugenbleches 1 vorzustehen.
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Um die Fugenabdichtvorrichtung F nach 7 in den gestrichelt dargestellten Aufstellungszustand zu bringen, wird der Stützabschnitt 33.2 „überkopf” bezüglich des Befestigungsabschnittes 33.1 vom Fugenblech 1 weggebogen, bis er mit seinem äußersten Querstab 33b auf der Bewehrung 4 aufruht. In dieser Lage überdeckt er, von der Seite gesehen, den Befestigungsabschnitt 3.1 und nimmt die aus 7 ersichtliche, bogenförmige Gestalt ein. In dieser Form ist der Stützabschnitt 33.2 gegen in der Zeichnung von links auf das Fugenblech 1 wirkende Kräfte elastisch und bildet einen vorgespannten Kraftspeicher. Dadurch ergibt sich eine besonders standsichere Halterung des Fugenbleches im Aufstellungszustand.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen befindet sich der Stützteil jeweils nur an einer Seite des Fugenbleches. Eine noch bessere Stabilität im Aufstellungszustand lässt sich dadurch erreichen, dass gemäß 8 auf beiden Seiten des Fugenbleches F Stützteile angebracht sind. Bei der Bauform nach 8 bestehen die Stützteile aus Drähten 6, die jeweils einen kürzen Befestigungsabschnitt 6.1 und einen längeren Stützabschnitt 6.2 aufweisen. In dem in 8 schematisch dargestellten Aufstellungszustand sind die vorher seitlich an das Fugenblech 1'' angeklappten Stützabschnitte 6.2 „überkopf” von den Befestigungsabschnitten 6.1 abgebogen und mit ihren freien Enden um Stäbe der Bewehrung 4 geschlungen. Dadurch ist das Fugenblech F von beiden Seiten her elastisch im Aufstellungszustand gehalten.
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Das Material und die Dimension der Drähte 5 bzw. 6 muss natürlich so gewählt werden, dass einerseits eine ausreichende Aufstellstabilität für das Fugenblech gewährleistet ist und andererseits das Verbiegen der Stäbe, möglichst allein mit Handkraft, möglich ist. Dasselbe gilt natürlich für die Stäbe der Baustahlmatten bei den Ausführungsbeispielen nach 1 bis 4.
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Die Erfindung ist nicht auf die gezeichneten Ausführungsbeispiele beschränkt. Namentlich kann der Stützteil auch anders als eine Baustahlmatte oder ein Draht ausgebildet sein. Beispielsweise eignet sich auch ein dünnes Blech, das seitlich an das Fugenblech angepunktet und aus einer zu diesem parallelen Lage teilweise in die Aufstelllage ausgebogen werden kann. Statt einer virtuellen Biegeachse kann eine tatsächliche Schwenkachse vorgesehen sein, was aber einen deutlich höheren Herstellungsaufwand bedingen würde. Bei der Ausführungsform nach 5 und 6 kann der Draht 5 statt mit seinem Befestigungsabschnitt schräg zur Aufstellkante des Fugenbleches auch parallel zu dieser an das Fugenblech angeschweißt werden. Die in 5 und 6 gezeigte Anordnung ist aber für das Ausbiegen der Stützabschnitte in den Aufstellungszustand günstiger, weil der Draht weniger stark gebogen werden muss.
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Bei der hinsichtlich der Herstellungskosten und der Handhabbarkeit optimalen Ausführungsform nach 9 bestehen die Stützteile 7 wiederum aus steifem, aber biegbarem Draht. Der Draht ist im Wesentlichen U-förmig gebogen und bildet mit seinem Rückenteil den Befestigungsabschnitt 7.1. Mit diesem ist jeder Stützteil 7 – im vorliegenden Fall sind zwei Stützteile vorgesehen – so an der Seite des Fugenbleches 11 angepunktet, dass der Befestigungsabschnitt 7.1 quer, insbesondere annähernd senkrecht, zur Aufstellkante 2 des Fugenbleches 11 auf der Bewehrung 4 verläuft.
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Die beiderseits vom Befestigungsabschnitt 7.1 ausgehenden U-Schenkel der Stützteile 7 bilden die nicht mit dem Fugenblech 11 verbundenen Stützabschnitte 7.2 und 7.3. Der im Aufstellzustand des Fugenbleches 11 gemäß 9 obere Stützabschnitt 7.2 ist zweckmäßigerweise etwas länger als der untere Stützabschnitt 7.3.
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In der Darstellung nach 9 befindet sich der rechte Stützteil 7 in der Lager- und Transportstellung, in der die Stützabschnitte 7.2 und 7.3 an der Seite des Fugenbleches 11 lose anliegen, während bei dem linken Stützteil 7 die Stützabschnitte 7.2 und 7.3 seitlich vom Fugenblech 11 weggebogen und mit ihren freien Enden um Stäbe der Bewehrung 4 geschlungen sind. In dieser Position halten sie das Fugenblech 11 kippsicher im aufgestellten Zustand auf der Bewehrung 4. Dabei trägt die unterschiedliche Länge der U-Schenkel zur Stabilität bei, da sie quer zum Fugenblech 11 beabstandete Verbindungsstellen zwischen den freien Enden der Stützabschnitte 7.2, 7.3 und der Bewehrung 4 ermöglicht.
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Bei entsprechender Länge des Fugenbleches können auch mehr als zwei Stützteile 7 und diese auch beidseitig am Fugenblech vorgesehen sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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