DE202008006808U1 - Dralldüse zur Sprühnebelerzeugung - Google Patents
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Abstract
Dralldüse
zur Sprühnebelerzeugung, wobei die Dralldüse bevorzugt
in Brandbekämpfungsanlagen zum Einsatz kommt und neben
dem Düsengehäuse sowie dem Drallstück
ein Filterelement aufweist,
gekennzeichnet dadurch, dass
das Drallstück (1) und das Filterelement (2) zusammen im Düsengehäuse (3) eingebaut sind und das Drallstück (1) direkt und einteilig mit dem Filterelement (2), welches als Spaltfilter ausgelegt ist, verbunden ist, wobei drallstückseitig das Filterelement (2) einen Steg (4) aufweist, an dem sich ein im Durchmesser vermindertes Mittelteil (5) anschließt, welches mit einem im Durchmesser erhöhten Endstück (6) verbunden ist,
wobei drallstückseitig der Steg (4) und das Mittelteil (5) und endstückseitig das Endstück (6) und das Mittelteil (5) verschiedene Nuten (7; 8) aufweisen, die zueinander versetzt und entgegengerichtet angeordnet sind.
gekennzeichnet dadurch, dass
das Drallstück (1) und das Filterelement (2) zusammen im Düsengehäuse (3) eingebaut sind und das Drallstück (1) direkt und einteilig mit dem Filterelement (2), welches als Spaltfilter ausgelegt ist, verbunden ist, wobei drallstückseitig das Filterelement (2) einen Steg (4) aufweist, an dem sich ein im Durchmesser vermindertes Mittelteil (5) anschließt, welches mit einem im Durchmesser erhöhten Endstück (6) verbunden ist,
wobei drallstückseitig der Steg (4) und das Mittelteil (5) und endstückseitig das Endstück (6) und das Mittelteil (5) verschiedene Nuten (7; 8) aufweisen, die zueinander versetzt und entgegengerichtet angeordnet sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Dralldüse zur Sprühnebelerzeugung, wobei die Dralldüse bevorzugt in Brandbekämpfungsanlagen zum Einsatz kommt und neben dem Düsengehäuse sowie dem Drallstück ein Filterelement aufweist.
- Der Einsatz von Dralldüsen in Brandbekämpfungsanlagen, wie z. B. im Gebäude- oder Anlagenbrandschutz sind an sich seit vielen Jahren als Stand der Technik bekannt. Derartige Dralldüsen sind in der Form von Ein-, Zweifach- oder Dreifach-Düsen bekannt, die einen oder eine entsprechende Anzahl von Sprühnebelkegel erzeugen. Die Wasserverdüsung erfolgt dabei im Niederdruckbereich, wobei das Wasser durch das Verdüsen in kleinste Tropfen und Aerosole eine größere Löschwirkung entwickelt als ein direkter und kompakter Wasserstrahl. Durch die feine Verdüsung des Wassers wird eine hohe Löschmitteldichte und -verbreitung erreicht, wodurch im Gegensatz zu einer normalen Sprinkleranlage eine Verringerung der Wasserbevorratung sowie eine Senkung des Löschwasserverbrauches erreicht wird.
- Herkömmliche Sprinklerfeuerlöscheinrichtungen, in denen das Löschmittel aus Wasser besteht, weisen ein Wasserrohrsystem auf, das in der Decke und möglicherweise an den Wänden des Raumes angeordnet sind. Im Fall eines Feuers werden die Düsen, die in dem Rohrsystem angeordnet sind, freigegeben und das unter Druck gesetzte Wasser fließt in Form eines Sprays aus den Düsen in den Raum. Um eine Löschung des Feuers zu gewährleisten, ist die Menge an Wasser, die aus den Düsen fließt, gewöhnlich so bemessen, so dass es ein Vielfaches dessen beträgt, was benötigt wird. Aufgrund dessen ist der Schaden, der durch das Wasser in Verbindung mit kleinen Feuern verursacht wird, oftmals größer als der Schaden, der durch das Feuer selbst verursacht wird. In Sprinkleranlagen wird Wasser in großen Mengen gewöhnlich außerhalb des eigentlichen Brandherdes oder der heißen Flammen gesprüht, wo dieses Wasser nicht verdampft. Ebenfalls muss ausreichend Wasser verwendet werden zum Löschen von schwelenden Feuern. Das Löschen von Feuer durch Wasser ist besonders problematisch in Räumen, in denen elektrische Anlagen enthalten sind.
- Es ist festgestellt worden, dass je kleiner die Tropfen des Löschwassers sind, desto größer ist die Wärmeabsorptionskapazität der Tropfen, d. h. des to besser ist der Kühleffekt des Wassers. Es ist ebenfalls bekannt, dass die Durchdringungskapazität von kleinen Wassertropfen in das brennende Material, z. B. Textilien, besser ist als das von großen Tropfen.
- Eine weitere vorteilhafte Wirkung der Wasservernebelung besteht darin, dass der Wassernebel auf Grund einer Über-Unterdruckwirkung der Wirbelzone des Sprühnebelbereiches Rauchgase und andere Schadstoffe in der Luft bindet, so dass sich weißer Rauch bildet, der weniger schädliche Wirkungen auf Lebewesen ausübt und dadurch verbesserte Flucht- und Rettungsmöglichkeiten am Brandherd ermöglicht.
- Für den einwandfreien Betrieb einer Dralldüse in einer Brandbekämpfungsanlage ist es von entscheidender Bedeutung, dass im Löschwasser beinhaltete Verunreinigungen in Form von Grob- und/oder Schwebstoffen wirksam von der Dralleinrichtung ferngehalten werden. Hierzu werden in der Regel Filterelemente vorgeschaltet, die in verschiedenen Formen ausgeführt sein können. Bekannt sind die Anordnung von baulich zur Dralldüse separat ausgeführte Mantelfilterpatronen oder von Bogenfiltern im Einströmbereich des Löschwassers zur Düse (
DE 202 17 652 U1 ;DE 201 03 812 U1 ,DE 201 14 923 U1 ,DE 10 2005 001 717 A1 ). - Allen bekannten Dralldüsen mit Filtereinrichtungen ist gemeinsam:
- – das die Filter z. T. größeren Ausmaßes sind und relativ viel Platz einnehmen
- – die Dralldüsen und die Filter keine bauliche Einheit bilden
- – die Filter keine optimale Wirksamkeit entfalten
- – die Filter sehr schnell und sehr oft mit Feststoffen zugesetzt sind, sodass die Dralldüsen nur eine unzureichende oder gar keine Verdüsungswirkung erzielen
- – diese Fälle gerade bei Brandbekämpfungsanlagen, die sehr selten benutzt werden, eine verheerende Wirkung durch Ausfall ganzer Bereiche der Anlage entfalten können
- – die Reinigung der Filter ist aufwendig
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dralldüse mit einer Schwebstofffilterung zu entwickeln, wobei beides von den baulichen Maßen platzsparend sein soll und eine hohe Wirksamkeit gegen Verunreinigungen aufweisen soll.
- Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass
das Drallstück (1 ) und das Filterelement (2 ) zusammen im Düsengehäuse (3 ) eingebaut sind und das Drallstück (1 ) direkt und einteilig mit dem Filterelement (2 ), welches als Spaltfilter ausgelegt ist, verbunden ist, wobei drallstückseitig das Filterelement (2 ) einen Steg (4 ) aufweist, an dem sich ein im Durchmesser vermindertes Mittelteil (5 ) anschließt, welches mit einem im Durchmesser erhöhten Endstück (6 ) verbunden ist, wobei drallstückseitig der Steg (4 ) und das Mittelteil (5 ) und endstückseitig das Endstück (6 ) und das Mittelteil (5 ) verschiedene Nuten (7 ;8 ) aufweisen, die zueinander versetzt und entgegengerichtet angeordnet sind. - Das Drallstück (
1 ) ist über einen Flansch (9 ) mit dem Filterelement (2 ) verbunden. - Zwischen Mittelteil (
5 ) und dem Düsengehäuse (3 ) sowie zwischen dem Steg (4 ) und dem Endstück (6 ) ist der Spalt (10 ) gebildet, über den das gereinigte Wasser in das Drallstück (1 ) geleitet wird. - Das Düsengehäuse (
3 ) weist in seinem Mittelbereich eine Schraubverdickung (11 ) auf, die als Vier- oder als Sechs- oder als Achtkant oder in ähnlicher Art ausgebildet sein kann. Sie dient dem einfachen Ein- und Ausschrauben des gesamten Düsenteiles zu Reinigungs- oder Instandhaltungszwecken. - Das Düsengehäuse (
3 ) weist nach der Spitze (12 ) des Drallstückes (1 ) eine trichterförmige Einengung (13 ) und einen Kanal (14 ) auf, über den das gereinigte Wasser verdüst, schleierartig und feinverteilt austritt. - Das Düsengehäuse (
3 ) weist im Bereich des Filterelementes (2 ) auf seinem Außen- und/oder Innenumfang ein Gewinde auf. Mittels des Innen-Gewindes lässt sich die kombinierte Düsen-/Filtereinheit einfach und schnell in das Düsengehäuse einbauen. Das Außengewinde trägt zu einem problemlosen Ein- und Ausbau in eine Brandbekämpfungs-/Wasserschleieranlage bei. - Vorteile der Erfindung:
-
- – durch die bauliche Vereinigung des Drallstückes und des Filterelementes zu einer Einheit ist es möglich, das kombinierte Element baulich sehr klein zu halten
- – dadurch wird das Düsengehäuse ebenfalls in seinen Abmaßen verkleinert
- – das kombinierte Element lässt sich einfach und schnell in des Düsengehäuse ein- und ausbauen
- – das Düsengehäuse mit dem kombinierten Element ist über das Außengewinde problemlos und in einem Arbeitsgang in eine Brandbekämpfungs-/Wasserschleieranlage ein- und auszubauen
- – Spaltbreite sowie Spaltlänge und Nuttiefe sowie Nutlänge lassen sich optimal dahingehend aufeinander anpassen, dass je nach Verschmutzungsgrad des anstehenden Löschwassers in das Düsengehäuse derartige kombinierte Elemente eingebaut werden, die eine optimale Verdüsung gewährleisten ohne frühzeitig zu verstopfen
- – optimale Auslegung des Filters hinsichtlich seines Drallstückes (jedes Drallstück hat seinen eigenen angepassten Filter)
- – der Instandhaltungsaufwand für die Anlage wird gesenkt
- – die Verfügbarkeit der Brandbekämpfungs-/Wasserschleieranlage wird erhöht
- – die Sicherheit der durch die Brandbekämpfungs-/Wasserschleieranlage zu schützenden Gebäude und Anlagen wird erhöht
- Ausführungsbeispiel
- Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Dabei zeigen:
-
1 – die Dralldüse mit Filterelement und Düsengehäuse im Längsschnitt -
2 – die Dralldüse mit Filterelement und Düsengehäuse im Querschnitt -
3 – die Dralldüse mit Filterelement im Längsschnitt -
4 – die Dralldüse mit Filterelement im Querschnitt - Das Drallstück
1 ist mit dem Filterelement2 fest verbunden und gemeinsam im Düsengehäuse3 eingesetzt. Das Filterelement2 weist auf Seiten das Drallstückes1 einen Steg4 auf, an den sich ein im Durchmesser verringertes Mittelteil5 anschließt. Dieses ist mit einem im Durchmesser vergrößerten Endstück6 verbunden, so dass sich zwischen Düsengehäuse3 sowie und Mittelteil5 und zwischen Steg4 und Endstück6 der Spalt10 bildet. - Das Drallstück
1 und das Filterelement2 sind miteinander fest über den Flansch9 verbunden und bilden ein Bauteil. - Das Mittelteil
5 zusammen mit dem Steg4 die Nuten7 und mit dem Endstück6 die Nuten8 auf. Beide Arten der Nuten7 ;8 sind in ihrer Ausrichtung entgegengesetzt und zueinander versetzt ausgeführt. Das Löschwasser wird also über die Nuten8 bis auf Höhe des Spaltes10 geführt und gelangt dann infolge Rotation über den Spalt10 in die Nuten7 , von wo es in das Drallstück1 geführt wird und dort über die Drallkanäle15 und die trichterförmige Einengung13 sowie den Kanal14 zum Verdüsen gebracht wird. - Die Breite des Spaltes
10 im Filterelement2 ist dabei – neben der Qualität des Löschwassers – abhängig von der Tiefe der Drallkanäle15 des Drallstückes1 und der Größe der Bohrung des Kanals14 . Vorzugsweise wird sich die Spaltbreite in einem Bereich von 0,2 bis 1,5 mm bewegen. Die Spaltlänge wird vorzugsweise in einem Bereich von 3 bis 4 mm ausgeführt werden. - Durch ein am Außenumfang des Filterelementes
2 angeordnetes Gewinde, ist das kombinierte Bauteil aus Drallstück1 und Filterelement2 problemlos in das Düsengehäuse3 einzuschrauben. Da das Düsengehäuse3 im Bereich des Filterelementes2 wiederum an seinem Außenumfang ebenfalls ein Gewinde auf weist, kann dieses schnell und einfach in eine beliebige Brandbekämpfungsanlage ein- und ausgebaut werden. Die als ein Vier- oder Sechs- oder Achtkant ausgebildete Schraubverdickung11 dient der einfachen Handhabung beim Ein- und Ausschrauben. -
- 1
- Drallstück
- 2
- Filterelement
- 3
- Düsengehäuse
- 4
- Steg
- 5
- Mittelteil
- 6
- Endstück
- 7
- Nut
- 8
- Nut
- 9
- Flansch
- 10
- Spalt
- 11
- Schraubverdickung
- 12
- Spitze
- 13
- trichterförmige Einengung
- 14
- Kanal
- 15
- Drallkanal
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 20217652 U1 [0006]
- - DE 20103812 U1 [0006]
- - DE 20114923 U1 [0006]
- - DE 102005001717 A1 [0006]
Claims (10)
- Dralldüse zur Sprühnebelerzeugung, wobei die Dralldüse bevorzugt in Brandbekämpfungsanlagen zum Einsatz kommt und neben dem Düsengehäuse sowie dem Drallstück ein Filterelement aufweist, gekennzeichnet dadurch, dass das Drallstück (
1 ) und das Filterelement (2 ) zusammen im Düsengehäuse (3 ) eingebaut sind und das Drallstück (1 ) direkt und einteilig mit dem Filterelement (2 ), welches als Spaltfilter ausgelegt ist, verbunden ist, wobei drallstückseitig das Filterelement (2 ) einen Steg (4 ) aufweist, an dem sich ein im Durchmesser vermindertes Mittelteil (5 ) anschließt, welches mit einem im Durchmesser erhöhten Endstück (6 ) verbunden ist, wobei drallstückseitig der Steg (4 ) und das Mittelteil (5 ) und endstückseitig das Endstück (6 ) und das Mittelteil (5 ) verschiedene Nuten (7 ;8 ) aufweisen, die zueinander versetzt und entgegengerichtet angeordnet sind. - Dralldüse nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass das Drallstück (
1 ) über einen Flansch (9 ) mit dem Filterelement (2 ) verbunden ist. - Dralldüse nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, dass zwischen Mittelteil (
5 ) und dem Düsengehäuse (3 ) sowie zwischen dem Steg (4 ) und dem Endstück (6 ) der Spalt (10 ) gebildet wird. - Dralldüse nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass das Düsengehäuse (
3 ) in seinem Mittelbereich eine Schraubverdickung (11 ) aufweist. - Dralldüse nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, dass die Schraubverdickung (
11 ) als Vier- oder als Sechs- oder als Achtkant oder in ähnlicher Art ausgebildet ist. - Dralldüse nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, dass das Düsengehäuse (
3 ) nach der Spitze (12 ) des Drallstückes (1 ) eine trichterförmige Einengung (13 ) und einen Kanal (14 ) aufweist. - Dralldüse nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, dass das Düsengehäuse (
3 ) im Bereich des Filterelementes (2 ) auf seinem Außen- und/oder Innenumfang ein Gewinde aufweist. - Dralldüse nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, dass das das Filterelement (
2 ) mit dem Düsengehäuse (3 ) über das Gewinde einschraubbar verbunden ist. - Dralldüse nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, dass der Spalt in einer Länge von 3 bis 4 mm ausgeführt ist.
- Dralldüse nach Anspruch 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, dass der Spalt in einer Breite von 0,2 bis 1,5 mm ausgeführt ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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2008
- 2008-05-20 DE DE202008006808U patent/DE202008006808U1/de not_active Expired - Lifetime
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