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DE202006018818U1 - Fassadensystem - Google Patents

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DE202006018818U1
DE202006018818U1 DE200620018818 DE202006018818U DE202006018818U1 DE 202006018818 U1 DE202006018818 U1 DE 202006018818U1 DE 200620018818 DE200620018818 DE 200620018818 DE 202006018818 U DE202006018818 U DE 202006018818U DE 202006018818 U1 DE202006018818 U1 DE 202006018818U1
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facade
agraffe
facade system
façade
fixed
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DE200620018818
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    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F13/00Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
    • E04F13/07Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor
    • E04F13/08Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor composed of a plurality of similar covering or lining elements
    • E04F13/0801Separate fastening elements
    • E04F13/0803Separate fastening elements with load-supporting elongated furring elements between wall and covering elements
    • E04F13/081Separate fastening elements with load-supporting elongated furring elements between wall and covering elements with additional fastening elements between furring elements and covering elements
    • E04F13/0814Separate fastening elements with load-supporting elongated furring elements between wall and covering elements with additional fastening elements between furring elements and covering elements fixed by means of clamping action
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
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    • E04F13/07Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor
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    • E04F13/081Separate fastening elements with load-supporting elongated furring elements between wall and covering elements with additional fastening elements between furring elements and covering elements
    • E04F13/083Hooking means on the back side of the covering elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Abstract

Fassadensystem,
mit einer an einer Gebäudewand befestigten Haltekonstruktion,
wobei die Haltekonstruktion aufrecht angeordnete Pfosten und liegend angeordnete Riegel aufweist,
und wenigstens einer Fassadentafel, welche an der Haltekonstruktion befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Fassadentafel (3) wenigstens ein unterer, als Agraffe (14) bezeichneter Halter befestigt ist, welcher sich auf einem unteren Riegel (8) der Haltekonstruktion (2) abstützt,
wobei der untere Riegel (8) gebäudeseitig befestigt ist – wie an einem Pfosten (9) der Haltekonstruktion (2),
und dass an der Fassadentafel (3) oberhalb der unteren Agraffe (14) wenigstens ein oberer Riegel (8) befestigt ist, wobei der obere Riegel (8) mittels wenigstens eines gebäudeseitig befestigten, oberen, als Agraffe (14) bezeichneten Halters an der Haltekonstruktion (2) gehalten ist.

Description

  • Die Neuerung betrifft ein Fassadensystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Derartige Fassadensysteme sind in vielfältiger Ausgestaltung aus der Praxis bekannt. Seitens der Architekten bzw. der Bauherren besteht häufig der Wunsch, die Fassadentafeln möglichst von außen unsichtbar an der Gebäudewand festzulegen. Aus der Praxis sind hakenartige Halter bekannt, welche den Rand der Fassadentafel umgreifen oder es sind rahmenartige Profilleisten bekannt, die den Rand der Fassadentafel umgreifen und rückseitig, also zum Gebäude hin gewandt, mit der Haltekonstruktion verbunden sind. Die Halterung der Fassadentafeln von außen unsichtbar durchzuführen bedeutet einen Vorteil nicht nur dergestalt, dass die Halter selbst von außen nicht sichtbar sind, sondern durch den Verzicht auf Elemente, die den Rand der Fassadentafel umgreifen, werden auch ungleichmäßige Verschmutzungen, beispielsweise nach unten verlaufende Schmutzstreifen, vermieden, die sich ansonsten unterhalb der Halter ergeben können.
  • Abgesehen von der ästhetischen Anforderung, die Fassadentafeln möglichst unsichtbar zu befestigen, ergibt sich in der Praxis häufig das Problem, dass die Montage der Fassadentafeln sehr zeitaufwendig und damit wirtschaftlich nachteilig ist. Um eine parallele Ausrichtung der einzelnen Fassadentafeln sicherzustellen, werden diese durch Stellschrauben, Unterlegelemente od. dgl. ausgerichtet, so dass sich einerseits ein paralleler Verlauf der Ränder benachbarter, üblicherweise rechteckiger Fassadentafeln ergibt sowie ein möglichst gleichmäßiges Fugenmaß einer über eine Vielzahl von Fassadentafeln hinweg verlaufenden Fuge.
  • Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Fassadensystem dahingehend zu verbessern, dass dieses eine möglichst schnell und einfach durchzuführende Befestigung der Fassadentafeln an der Haltekonstruktion ermöglicht sowie eine präzise Ausrichtung der einzelnen Fassadentafeln unter Vermeidung einer zeitaufwendigen Justierung ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Fassadensystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Eine vorschlagsgemäß ausgestaltete Fassadenplatte eines vorschlagsgemäßen Fassadensystems ist in Anspruch 16 beschrieben und eine Abstandslehre zur präzisen Montage der einzelnen Elemente des Fassadensystems ist in Anspruch 17 beschrieben.
  • Die Neuerung schlägt mit anderen Worten vor, die liegend vorgesehenen Riegel der Haltekonstruktion abwechselnd gebäudeseitig, also an der Haltekonstruktion, und tafelseitig, also an der Fassadentafel anzuordnen: Ein als unterer Riegel bezeichneter Riegel befindet sich an der Haltekonstruktion. Die Fassadentafel kann nun mittels Agraffen auf diesen unteren Riegel aufgesetzt werden. Bei den Agraffen handelt es sich beispielsweise um nach unten offene, etwa U-, etwa J- oder etwa Z-förmig profilierte Halter, die auf den unteren Riegel der Haltekonstruktion aufgesetzt werden können und diesen hintergreifen. Da diese unteren Agraffen werkseitig und nicht bauseitig mit der Fassadentafel verbunden sind, können sie hochpräzise an der Fassadentafel angeordnet sein, so dass eine entsprechend präzise Ausrichtung der Fassadentafel an der Haltekonstruktion sichergestellt ist, die keinerlei nachträgliche Justage erforderlich macht.
  • Oberhalb dieser unteren Agraffen weist die Fassadentafel auf ihrer Rückseite den nächst höheren Riegel der Haltekonstruktion auf. Dieser ist also nicht an der Haltekonstruktion selbst, also an den aufrechten Pfosten befestigt, sondern überraschend an der Fassadentafel befestigt. Die Fassadentafel wird, nachdem sie mit ihren unteren Agraffen auf den unteren Riegel der Haltekon struktion aufgesetzt ist, mit ihrer Oberkante gegen die Haltekonstruktion am Gebäude geführt, also quasi um eine untere, liegend ausgerichtete Achse verschwenkt, bis der obere Riegel, der sich auf der Rückseite der Fassadenplatte befindet, an einem Pfosten der Haltekonstruktion anliegt. Nun wird eine obere Agraffe an der Haltekonstruktion befestigt, wobei diese obere Agraffe den oberen Riegel hält, so dass nun die Fassadentafel vollständig an der Gebäudewand befestigt ist. Die gebäudeseitig befestigte obere Agraffe kann anschließend vorzugsweise mittels einer zusätzlich vorgesehenen Arretierungsschraube mit dem fassadentafelseitig befestigten oberen Riegel verbunden werden, um einen besonders zuverlässigen Halt der Fassadentafel sicherzustellen.
  • Als nächstes wird ein weiterer so genannter unterer Riegel oberhalb der bereits montierten Fassadenplatte an den Pfosten der Haltekonstruktion befestigt, so dass nun eine zweite, obere Fassadenplatte in derselben Vorgehensweise wie vorstehend beschrieben montiert werden kann. Die korrekte Ausrichtung der oberen Fassadenplatte ist durch die korrekte Ausrichtung der unteren Fassadenplatte gesichert, so dass ohne die Notwendigkeit von Justierungen eine korrekt ausgerichtete Anordnung der Fassadenplatten übereinander sich automatisch ergibt.
  • Vorteilhaft kann die Fassadenplatte eine Trägerplatte aufweisen, die zur Halterung der unteren Agraffe und des oberen Riegels dient sowie eine zusätzliche Sichtplatte. Die Sichtplatte kann beispielsweise aus Glas, aus Keramik, Naturstein oder beliebigen anderen Materialien bestehen und die Befestigungsstellen verdecken, die beispielsweise in Form von Schrauben vorliegen können, wobei sich die Schrauben durch die Trägerplatte erstrecken und die Agraffe bzw. den Riegel an der Trägerplatte halten.
  • Vorteilhaft kann dabei vorgesehen sein, dass die Trägerplatte mit der Sichtplatte verklebt ist, so dass Befestigungselemente der Sichtplatte unsichtbar sind und der äußere optische Eindruck der Fassadengestaltung ausschließlich durch die Sichtplatten selbst bestimmt wird.
  • Die Befestigung der unteren Agraffe und des oberen Riegels, also der Befestigungselemente, die an der Fassadentafel vorgesehen sind, kann vorteilhaft dadurch erfolgen, dass diese Befestigungselemente mit der Trägerplatte verschraubt sind. Auf diese Weise kann eine nicht-metallische Trägerplatte verwendet werden, die sich hinsichtlich ihres temperaturabhängigen Dehnungsverhaltens ähnlich wie die Sichtplatte der Fassadentafel verhält und keine Schweiß- oder Lötverbindung mit den erwähnten Befestigungselementen benötigt. Die Verschraubung stellt eine einfach durchzuführende und zuverlässig haltende Befestigungsmöglichkeit für diese Befestigungselemente an der Trägerplatte dar und kann weitgehend automatisiert erfolgen, so dass die gewünschte Präzision erzielt werden kann, die für die korrekte Positionierung der Befestigungselemente an der Fassadentafel erforderlich ist, um die korrekte Ausrichtung der Fassadentafel an der Gebäudewand mit der vorgeschlagenen einfach und in kurzer Zeit durchführbaren Befestigung zu ermöglichen.
  • Vorteilhaft ragen die Befestigungsstellen, an denen die oberen Agraffen an der Haltekonstruktion festgelegt werden, über den Rand der Fassadentafel hinaus, so dass diese Befestigungsstellen problemlos zugänglich sind. Dabei können diese Befestigungsstellen insbesondere vorteilhaft über den oberen Rand der Fassadentafel hinausragen, so dass entsprechend der vorgesehenen Montagerichtung von unten nach oben die einzelnen Fassadentafeln befestigt werden können, ohne mit seitlich davon angeordneten Gegenständen, etwa anderen Fassadentafeln, Gebäudekanten od. dgl. in Kollision zu geraten.
  • Vorteilhaft können die Haltekonstruktion und die Agraffen aus Metall bestehen. Beispielsweise können die Pfosten, die Riegel und auch die Agraffen selbst als Strangpresselemente herge stellt werden, so dass eine optimal an die jeweilige Aufgabenstellung angepasste Formgebung möglich ist, insbesondere die Riegel und die Pfosten der Haltekonstruktion können dabei als Hohlprofile ausgestaltet werden, so dass eine hohe Tragfestigkeit einerseits bei geringem Gewicht dieser Befestigungselemente ermöglicht wird.
  • Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, die Verschraubungsstellen bzw. Befestigungsstellen mittels selbstschneidender Schrauben auszuführen. Auf diese Weise wird eine positionsgenaue Befestigung der einzelnen Elemente, wie Riegel oder Agraffen, ermöglicht, da keine vorgefertigten Bohrlöcher die Positionierung der Befestigungsschrauben vorgeben und beeinflussen. Vielmehr kann die eingangs beschriebene Montage-Reihenfolge eingehalten werden und die Befestigungselemente können dort gesetzt werden, wo sie entsprechend der korrekten Ausrichtung der Fassadenplatte positioniert sein sollten. Zudem entfällt bei der bauseitigen Verschraubung die Notwendigkeit zuzuvor Bohrlöcher für die Befestigungsschrauben anzubringen, was einerseits den Baufortschritt beschleunigt und die Montage des Fassadensystems wirtschaftlich vorteilhaft beeinflusst und wodurch ein Montageschritt entfällt, was aufgrund der damit möglicherweise verbundenen Toleranzen, die bei einem derartigen Montageschritt auftreten könnten, die Präzision der Ausrichtung der einzelnen Befestigungselemente und damit auch die Präzision der Ausrichtung der einzelnen Fassadentafeln positiv beeinflusst.
  • Vorteilhaft können die Pfosten der Haltekonstruktion mittels U-förmiger Wandböcke am Gebäude gehalten sein, so dass die beiden Parallelschenkel des Wandbockes den Pfosten erfassen und der Verbindungsschenkel des Wandbockes am Gebäude befestigt sein kann.
  • Der obere Riegel ist vorschlagsgemäß an der Fassadentafel vorgesehen. Wenn dieser an das Gebäude, nämlich an die Pfosten der Haltekonstruktion herangeführt und dann mittels der oberen Agraffe am Pfosten befestigt wird, so kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die obere Agraffe, die bauseits montiert wird, den an der Fassadentafel befindlichen oberen Riegel hintergreift, um ein Abkippen der Fassadentafel vom Gebäude zu vermeiden. Im einfachsten Fall könnte also diese bauseits montierte Agraffe auf den oberen Riegel aufgesetzt werden und, bei einer T-förmigen Querschnittsprofilierung des Riegels den Riegel hintergreifen. Bei einer Wärmedehnung der Fassadentafel könnte eine derart enge Anlage der oberen Agraffe an dem oberen Riegel allerdings zu Verspannungen führen und damit zu unzulässigen Belastungen der Haltekonstruktion. Vorteilhaft ist daher in vertikaler Richtung ein Bewegungsraum zwischen der oberen Agraffe und dem oberen Riegel vorgesehen, so dass der Riegel sich entsprechend den Temperaturdehnungen der Fassadentafel vertikal auf und ab bewegen kann relativ zum Gebäude und zu dem am Gebäude befestigten Pfosten und zu der an dem Pfosten befestigten oberen Agraffe.
  • Um bei der Montage des Fassadensystems den vorerwähnten vertikalen Bewegungsraum zuverlässig sicherzustellen, kann in diesem Bewegungsraum vorteilhaft ein kompressibles Medium angeordnet sein, beispielsweise ein Schaumwerkstoff. Dieser Schaumwerkstoff kann beispielsweise auf den oberen Riegel, und zwar auf dessen Oberseite, aufgelegt oder aufgeklebt sein, so dass während der Montage des Fassadensystems die oberen Agraffen bündig auf den oberen Riegel aufgelegt werden können, nämlich auf die Oberfläche des kompressiblen Mediums. Ausdehnungsbewegungen der Fassadentafel, bei denen sich dieser obere Riegel vertikal nach oben bewegen würde, führen folglich zu einer Kompression des kompressiblen Mediums, so dass die gewünschte Relativbewegung zwischen dem oberen Riegel und der oberen Agraffe sichergestellt ist, ohne unzulässige Spannungen zu erzeugen.
  • Vorteilhaft kann das kompressible Medium als geschlossenzelliger Schaumwerkstoff ausgestaltet sein. Somit wird einerseits ei ne höhere Festigkeit bewirkt als bei einem offenzelligen Schaumwerkstoff und vermieden, dass beim Auflegen der Agraffen auf den Schaumwerkstoff dieser Schaumwerkstoff unzulässig eingedrückt wird. Dies könnte nämlich zu einer unterschiedlich hohen Anordnung der nebeneinander befindlichen Agraffen führen, und in Folge davon würde die nächsthöhere Fassadentafel möglicherweise nicht korrekt horizontal ausgerichtet.
  • Vorteilhaft kann als kompressibles Medium ein handelsübliches, selbstklebendes Dichtungsband verwendet werden. Dieses ist erstens preisgünstig, zweitens in unterschiedlichen Materialstärken erhältlich, so dass unterschiedlich große Bewegungsräume geschaffen werden können, z. B. in Anpassung an das jeweils verwendete Material der Fassadentafeln, und drittens kann es schnell und unkompliziert auf dem Riegel befestigt werden.
  • Anstelle des vorerwähnten kompressiblen Mediums kann auch ein entfernbarer bzw. komprimierbarer Platzhalter vorgesehen sein, der während der Montage des Fassadensystems den später gewünschten Bewegungsraum ausfüllt. Dieser Platzhalter kann nach der Montage der Fassadentafel entfernt bzw. komprimiert werden. Es kann sich dabei um eine Latte, einen textilen Streifen od. dgl. handeln, oder um einen Luftpolsterschlauch, wobei die Latte, die textilen Streifen od. dgl. aus dem Bewegungsraum herausgezogen werden, wenn die Fassadentafel montiert ist, während der vorerwähnte Luftschlauch aufgestochen werden kann, folglich in sich zusammenfällt und nun den Bewegungsraum frei gibt.
  • Die vorerwähnte etwa T-förmige Ausgestaltung des Riegels ermöglicht die Ausbildung einer hintergreifbaren Kante des Riegels, so dass einerseits die unteren Agraffen der Fassadentafel den Riegel entsprechend hintergreifen können, und so dass andererseits der obere, an der Fassadentafel befindliche Riegel von einer an einem Pfosten befindlichen Agraffe der Haltekonstruktion seinerseits hintergriffen werden kann. Dies ist auch bei L-förmig ausgestalteten Querschnittsprofilen der Riegel möglich. Vorteilhaft ist jedoch die T-förmige Ausgestaltung, insbesondere eine symmetrische Ausgestaltung eines T-förmigen Querschnittsprofils, da dann keine Vorzugsorientierung bei der Montage des Riegels zu beachten ist. Es gibt also keine nach oben bzw. nach unten auszurichtende Kante des Riegels, so dass die Montage des Riegels vereinfacht wird. Zwar muss der Riegel präzise ausgerichtet werden, um die präzise Anordnung der Fassadentafeln am Gebäude sicherzustellen, jedoch ist durch die symmetrische Querschnittsprofilierung ein Fehler bei der Orientierung des Riegels ausgeschlossen, die ansonsten bei einem um 180° gedreht montierten Riegel möglich wäre.
  • Vorteilhaft kann zur korrekten Ausrichtung der jeweils nächst höheren Fassadentafel eine Abstandslehre vorgesehen sein, die einerseits mit einer unteren Anlagefläche auf die bereits montierte untere Fassadentafel aufgesetzt werden kann. Diese Abstandslehre weist eine obere Führungsfläche auf, die zur korrekten Montage des nächsten Riegels an den Pfosten der Haltekonstruktion dient, wobei dieser Riegel einen unteren Riegel für die nächst höhere Fassadenplatte bildet. Durch die Abstandslehre ist die korrekte Ausrichtung dieses Riegels sichergestellt, ohne ein Maß nehmen zu müssen, oder ohne mittels Lot und dergleichen diesen Riegel exakt auszurichten. Vielmehr ist die Ausrichtung einerseits durch die untere, bereits montierte Fassadenplatte und andererseits durch die Ausgestaltung der Abstandslehre fest vorgegeben, so dass Montagefehler weitestgehend ausgeschlossen sind und bei einer zunächst ausgerichteten unteren Fassadentafel die nach oben sich anschließenden, später montierten Fassadentafeln nahezu automatisch ebenfalls korrekt ausgerichtet werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel des vorgeschlagenen Fassadensystems wird anhand der rein schematischen Darstellungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
  • 1 eine perspektivische, teilweise weggebrochene Darstellung auf ein Fassadensystem,
  • 2 einen horizontalen Querschnitt durch das Fassadensystem von 1 einschließlich der das Fassadensystem tragenden Gebäudewand,
  • 3 einen vertikalen Schnitt durch das Fassadensystem der 1 und 2, und die
  • 4 bis 7 einzelne Profilelemente des Fassadensystems.
  • In den Zeichnungen ist mit 1 insgesamt ein Fassadensystem bezeichnet. Das Fassadensystem 1 besteht aus einer Haltekonstruktion 2 und mit an der Haltekonstruktion 2 gehaltenen Fassadentafeln 3.
  • Jede Fassadentafel 3 besteht dabei aus einer Trägerplatte 4, die mittels einer Kleberschicht 5 eine Sichtplatte 6 trägt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, dass es sich bei der Trägerplatte 4 um eine zementgebundene, mit Kunststoff verstärkte Kalziumsilikatplatte handelt. Diese Trägerplatte 4 ist mittels selbstschneidender Schrauben 7 mit einem oberen Riegel 8 verschraubt, so dass der Riegel 8 gemeinsam mit der Fassadentafel 3 montiert wird.
  • Wie insbesondere auch aus 2 ersichtlich ist, sind gebäudeseitig vertikale Pfosten 9 vorgesehen, die mittels so genannter Wandböcke 10 an einer Gebäudewand 11 befestigt sind. Die Gebäudewand 11 ist thermisch durch eine Wärmedämmschicht 12 geschützt, wobei die Fassadentafeln 3 im Abstand vor der Wärmedämmschicht 12 angeordnet sind, so dass es sich bei dem Fassadensystem 1 um einen Fassadentyp handelt, der fachüblich als „hinterlüftete Fassade" bezeichnet wird.
  • 3 zeigt den Aufbau der Haltekonstruktion 2 näher: Zwei Pfosten 9 schließen vertikal übereinander an und sind durch ei nen gemeinsamen Wandbock 10 gehalten. Um thermisch bedingte Ausdehnungen der einzelnen Elemente zu ermöglichen, ist der untere Pfosten 9 in Art eines Festlagers mit dem Wandbock 10 verbunden, während für die Befestigung des oberen Pfosten 9 Langlöcher vorgesehen sind, so dass hier eine Art Loslager geschaffen ist.
  • Die 3 zeigt den Bereich um eine horizontale Fuge herum, so dass in 3 einerseits der obere Bereich einer unteren Fassadentafel 3 sichtbar ist wie auch der untere Bereich der nächst höheren Fassadentafel 3. Dabei ist ersichtlich, dass die Riegel 8 abwechselnd an der Fassadentafel 3 und an dem Pfosten 9 befestigt sind: Die untere Fassadentafel 3 weist in der Nähe ihres oberen Randes einen oberen Riegel 8 auf, der mit der Trägerplatte 4 verschraubt ist, also gemeinsam mit dieser Fassadentafel 3 montiert wird. Gehalten wird dieser obere Riegel 8 durch eine obere Agraffe 14, die mittels selbstschneidender Schrauben 7 mit dem Pfosten 9 verschraubt ist. Während der obere Riegel 8 werkseitig an der Fassadentafel 3 befestigt wird, erfolgt die Montage der oberen Agraffe 14 während der Montage der Fassadentafel 3 bauseits.
  • Bei der oberen Fassadentafel 3 in 3 ist ersichtlich, dass sie in ihrem unteren Bereich werkseitig mit den so genannten unteren Agraffen 14 versehen ist, die mittels selbstschneidender Schrauben 7 mit der Trägerplatte 4 der Fassadentafel 3 verschraubt sind. Der mit diesen unteren Agraffen 14 zusammenwirkende Riegel 8, der hier als unterer Riegel 8 bezeichnet wird, ist mit dem Pfosten 9 verschraubt und zwar ebenfalls mittels selbstschneidender Schrauben 7.
  • Die Fassadentafel 3 wird also montiert, indem sie mit ihren unteren Agraffen 14 auf den am Gebäude befindlichen unteren Riegel 8 aufgesetzt wird und anschließend in einer Schwenkbewegung mit ihrem oberen Bereich ebenfalls gegen das Gebäude, das heißt gegen die Pfosten 9 der Haltekonstruktion 2 geführt wird. Diese Bewegung endet, wenn der obere Riegel 8, der an der Fassadentafel 3 befestigt ist, Pfosten 9 anliegt, welcher ja an dem Gebäude befestigt ist. Anschließend werden die oberen Agraffen 14 auf den oberen Riegel 8 aufgesetzt und zwar dort, wo sich Pfosten 9 befinden, und an die Pfosten 9 geschraubt. Somit ist die Fassadentafel sowohl unten gehalten, wo sie auf dem unteren Riegel 8 aufsteht, als auch oben gehalten, wo sie durch die oberen Agraffen 14 gegen ein Abkippen vom Gebäude gesichert ist.
  • Während die unteren Agraffen 14 direkt auf dem unteren Riegel 8 aufstehen, ist zwischen dem oberen Riegel 8 und den oberen Agraffen 14 ein Abstand vorgesehen, der als vertikaler Bewegungsraum 15 dient, so dass die Fassadentafel 3 sich temperaturbedingt ausdehnen und den oberen Riegel 8 nach oben bewegen kann, ohne dass es zu unzuträglichen Spannungen zwischen dem oberen Riegel 8 und den oberen Agraffen 14 kommt.
  • Dieser Bewegungsraum 15 kann leer sein, also lediglich mit Luft gefüllt. Vorteilhaft kann jedoch ein kompressibles Medium auf dem oberen Riegel 8 vorgesehen sein, beispielsweise in Form eines handelsüblichen geschlossenzelligen Dichtungsbandes, so dass die Montage der oberen Agraffen 14 erheblich vereinfacht wird: diese müssen nicht einzeln ausgerichtet in einem den Bewegungsraum 15 frei lassenden Abstand über dem oberen Riegel 8 angeordnet werden, sondern können einfach auf das Dichtungsband aufgelegt werden und anschließend mit dem jeweiligen Pfosten 9 verschraubt werden.
  • Die Oberkante des rückwärtigen, an dem Pfosten 9 anliegenden Schenkels der so befestigten Agraffe 14 dient gemäß dem Ausführungsbeispiel der 3 als Anschlag, auf den der nächste untere Riegel 8 mit seiner Grundplatte 16 aufgesetzt wird. Anschließend wird dieser Riegel 8 an den Pfosten 9 befestigt, und die nächst höhere Fassadentafel 3 kann nun in der beschriebe nen Weise montiert werden. Ein zeitaufwendiges Ausrichten ist nicht erforderlich.
  • Abweichend von dem Ausführungsbeispiel der 3 kann ein Abstand zwischen den oberen Agraffen 14 und dem nächsthöheren Riegel 8 vorgesehen sein. Um auch in diesem Fall zeitaufwendige Ausrichtarbeiten zu vermeiden, kann eine Abstandslehre vorgesehen sein, die mit einer unteren Anlagefläche auf die Oberkante der unteren Fassadentafel 3 aufgesetzt wird, und die eine obere Führungsfläche aufweist, auf welche dann der Riegel 8 aufgesetzt wird, der den unteren Riegel 8 der nächsthöheren Fassadentafel 3 bildet.
  • Auch in 1 sind die fassadentafelseitig befestigten unteren Agraffen 14 der oberen Fassadentafel 3 ersichtlich, welche von der Fassadentafel 3 freigeschnitten dargestellt sind und den zugeordneten unteren Riegel 8 übergreifen. Das lupenartig vergrößert dargestellte Detail zu 1 zeigt eine obere, gebäudeseitig befestigte Agraffe 14. Diese ist an einem Pfosten 9 befestigt, übergreift den oberen, fassadentafelseitig befestigten Riegel 8, und ist zusätzlich mit diesem Riegel 8 durch eine selbstschneidende Schraube 7 verbunden, die als Arretierungsschraube dient. Während 1 grundsätzlich eine Montagesituation zeigt, bei der die obere, teilweise weggebrochene der beiden dargestellten Fassadentafeln 3 unten auf dem gebäudeseitigen unteren Riegel 8 aufsteht, aber oben noch nicht befestigt ist, zeigt also das lupenartig vergrößert dargestellte Detail zu 1 eine spätere Montagesituation, wenn nämlich die Fassadentafel 3 auch oben befestigt ist.
  • Die 4 bis 7 zeigen einzelne Elemente der Haltekonstruktion 2, die jeweils als Abschnitte von Strangpressprofilen ausgestaltet sind. Die Pfosten 9 können dabei beispielsweise die längsten derartigen Profilabschnitte darstellen, während die Riegel 8 beispielsweise als vergleichsweise kurze Abschnitte jeweils nur dort vorgesehen sein brauchen, wo Kreuzungspunkte zwischen den Riegeln 8 und den Pfosten 9 vorgesehen sind, da hier die Lastabtragung durch das Gewicht der Fassadentafel über die Riegel 8 und der Pfosten 9 in die Gebäudewand 11 erfolgt. Sowohl die Pfosten 9 als auch die Riegel 8 sind jeweils als Hohlprofile ausgestaltet und die Riegel 8 weisen ein symmetrisches T-förmiges Querschnittsprofil auf, so dass sie möglichst fehlersicher gehandhabt werden und um 180° verdreht montiert werden können ohne nachteilige Auswirkungen. Die Grundplatte 16 ist als Abschnitt des Strangpressprofils ausgestaltet und ermöglicht die Festlegung der Riegel 8 mittels der vorerwähnten selbstschneidenden Schrauben 7 entweder an den Pfosten 9 oder an der Trägerplatte 4 einer Fassadentafel 3.
  • Die Agraffen 14 weisen einen mehrfach umgebogenen, etwa Z-förmigen Verlauf auf, so dass sie die Riegel 8 jeweils regelrecht hintergreifen können. Sie weisen zudem eine Einführschräge 17 auf, die das Aufsetzen der Fassadentafel 3 auf einen unteren, am Gebäude befestigten Riegel 8 erleichtert.
  • Die Wandböcke 10 sind im Querschnitt U-förmig profiliert, wobei zwei Parallelschenkel 18 dem Pfosten 9 anliegen und ein Verbindungsschenkel 19 zur Befestigung des Wandbockes 10 an der Gebäudewand 11 dient.

Claims (17)

  1. Fassadensystem, mit einer an einer Gebäudewand befestigten Haltekonstruktion, wobei die Haltekonstruktion aufrecht angeordnete Pfosten und liegend angeordnete Riegel aufweist, und wenigstens einer Fassadentafel, welche an der Haltekonstruktion befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Fassadentafel (3) wenigstens ein unterer, als Agraffe (14) bezeichneter Halter befestigt ist, welcher sich auf einem unteren Riegel (8) der Haltekonstruktion (2) abstützt, wobei der untere Riegel (8) gebäudeseitig befestigt ist – wie an einem Pfosten (9) der Haltekonstruktion (2), und dass an der Fassadentafel (3) oberhalb der unteren Agraffe (14) wenigstens ein oberer Riegel (8) befestigt ist, wobei der obere Riegel (8) mittels wenigstens eines gebäudeseitig befestigten, oberen, als Agraffe (14) bezeichneten Halters an der Haltekonstruktion (2) gehalten ist.
  2. Fassadensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadentafel (3) eine Trägerplatte (4) aufweist, an welcher die untere Agraffe (14) und der obere Riegel (8) befestigt sind, sowie eine vom Gebäude abgewandte Sichtplatte (6), welche die Befestigungsstellen bedeckt, wo die untere Agraffe (14) und der obere Riegel (8) an der Trägerplatte (4) befestigt sind.
  3. Fassadensystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (4) mit der Sichtplatte (6) verklebt ist.
  4. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Agraffe (14) und der obere Riegel (8) mit der Trägerplatte (4) verschraubt sind.
  5. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstellen zur Befestigung der oberen Agraffen (14) über den Rand der Fassadentafel (3) hinausragend angeordnet sind.
  6. Fassadensystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstellen oberhalb des oberen Randes der Fassadentafel (3) angeordnet sind.
  7. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltekonstruktion (2) und die Agraffen (14) aus Metall bestehen.
  8. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschraubungs- bzw. Befestigungsstellen mittels selbstschneidender Schrauben (7) ausgeführt sind.
  9. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (9) der Haltekonstruktion (2) mittels U-förmig profilierter Wandböcke (10) an der Gebäudewand (11) gehalten sind, wobei die Wandböcke (10) jeweils mit ihrem zwischen den beiden Parallelschenkeln (18) befindlichen Verbindungsschenkel (19) an der Gebäudewand (11) befestigt sind und den Pfosten (9) zwischen den beiden Parallelschenkeln (18) halten.
  10. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Agraffe (14) den oberen Riegel (8) hintergreift, und dass in vertikaler Richtung zwischen der oberen Agraffe (14) und dem oberen Riegel (8) ein Bewegungsraum (15) vorgesehen ist.
  11. Fassadensystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bewegungsraum (15) ein Abstandshalter in Form eines kompressiblen Mediums angeordnet ist.
  12. Fassadensystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das kompressible Medium als geschlossenzelliger Schaumwerkstoff ausgestaltet ist.
  13. Fassadensystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das kompressible Medium als handelsübliches, selbstklebendes Dichtungsband ausgestaltet ist.
  14. Fassadensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (8) einen im wesentlichen T-förmigen Querschnitt aufweist.
  15. Fassadensystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsprofil symmetrisch ausgestaltet ist.
  16. Fassadentafel (3) eines Fassadensystems (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit wenigstens einer unteren Agraffe (14) und wenigstens einem oberen Riegel (8).
  17. Abstandslehre eines Fassadensystems (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abstandslehre eine untere Anlagefläche aufweist, mit welcher sie auf die Oberkante einer unteren Fassadentafel (3) aufsetzbar ist, und wobei die Abstandslehre eine obere Führungsfläche aufweist, auf welche ein Riegel (8) aufsetzbar ist, der den unteren Riegel (8) einer nächst höheren Fassadentafel (3) bildet.
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