-
Käfige in
Wälzlagern
haben die Aufgabe, die umlaufenden Wälzkörper untereinander in einem
bestimmten Abstand zu halten und sie in der ggf. vorhandenen, unbelasteten
Zone des Lagers zu führen. Dadurch
wird zum einen eine gleichmäßig verteilte Einleitung
der Lagerkräfte
in die Lagerringe und ein ruhiger Lauf des Lagers erzielt, und zum
anderen wird verhindert, dass die Wälzkörper aneinander reiben und
dadurch unerwünschte
Wärme im
Lager erzeugen.
-
Wälzlagerkäfige werden
als gepresste Käfige
oder als Massivkäfige
jeweils einteilig oder mehrteilig hergestellt. Sie sind in ihren
Abmessungen derart gewählt,
dass sie zwischen den Lagerringen Platz finden, und dass sie in
keiner Richtung über
die Lagerringe herausstehen.
-
Gepresste
Käfige
haben ein geringes Gewicht und bewirken durch ihr geringes Bauvolumen einen
guten Zutritt des Lagerschmierstoffes zu den einzelnen Lagerkomponenten.
-
Massivkäfige werden
bei Lagern verwendet, die mit höherer
Drehzahl laufen und sind nötig,
wenn zusätzlich
zum Umlauf des Lagers hohe Beschleunigungen der Wälzkörper auftreten,
wie es beispielsweise durch das Einwirken von starken Vibrationen oder
durch starkes Abbremsen der Lager geschieht.
-
Dadurch,
dass Massivkäfige
einen großen Teil
des Lagerfreiraums ausfüllen,
ist die Versorgung der Lagerkomponenten mit Schmierstoff kritischer
als bei gepressten Käfigen.
Die bei sehr großen
Rollenlagern teilweise verwendeten Bolzenkäfige, bei denen zylindrische
Bolzen durch die hohlgebohrten Wälzrollen
gesteckt sind und diese dadurch führen, weisen große, freie
Querschnitte innerhalb des Lagers auf und gewährleisten einen ordentlichen
Transport des Schmierstoffes zu den Lagerkomponenten. Aufgrund der
durchbohrten Wälzkörper kann
diese Käfigausführung nur
bei sehr großen
Lagern verwendet werden und ist zudem sehr kostenintensiv.
-
Es
ist Aufgabe der Erfindung, einen Wälzlagerkäfig bereitzustellen, welcher
durch seine Ausgestaltung einen verbesserten Zutritt des Schmierstoffes
zu den einzelnen Lagerkomponenten ermöglicht.
-
Ein
erfindungsgemäßer Käfig weist
an den, den Wälzkörpern zugewandten
Flächen
seiner Stege Vertiefungen auf, welche an der gesamten Kontaktfläche zu einem
Wälzkörper von der
Drehachse des Wälzlagers
aus nach radial auswärts
verlaufen. Dadurch entsteht eine Anzahl von Kanälen, durch die der Schmierstoff
von einem Lagerring zum anderen, sowie zu den Laufflächen der
Wälzkörper gelangen kann.
Beim Umlaufen des Lagers wird durch die Drehung der Wälzkörper an
deren Oberfläche
Schmierstoff mitgetragen. Durch die Vertiefungen in den Stegen kann
ein Teil des, von den Wälzkörpern nach dem
Wälzkontakt
an einem Lagerring aufgenommenen, Schmierstoffes zu dem jeweils
anderen Lagerring getragen werden, um dort die Trennung zwischen
Wälzkörper und
Lagerring durch einen Schmierstofffilm sicherzustellen. Die Umfangspartien der
Wälzkörper, welche
nicht den Vertiefungen der Stege gegenüberliegen, werden durch das
Einziehen des Schmierstoffes in den relativ engen Spalt zwischen
Steg und Wälzkörper ausreichend
geschmiert, damit es nicht zu einer Festkörperreibung zwischen Wälzkörper und
Steg kommt. Die Ausbildung der Vertiefungen in den Stegen ist jedoch
deutlich vorteilhaft zur Gewährleistung
der Schmierstoffversorgung beim Wälzkontakt zwischen Wälzkörpern und
Lagerringen.
-
Eine
Ausbildung der Stege nach der beschriebenen Art ist besonders vorteilhaft
für Wälzlager,
welche mit Fett geschmiert werden. Durch die verbesserte Versorgung
der Lagerkomponenten mit Fett wird einer Mangelschmierung vorgebeugt.
Des weiteren ist es möglich,
die nötige
Fettmenge in der Lagerstelle zu verringern. Dadurch, dass dann weniger
Fett durch das Lager bewegt wird, und da das Fett weniger gewalkt
wird, ist von einer geringeren Erwärmung des Lagers mit den daraus
erwachsenden Vorteilen zu rechnen. Diese Vorteile sind unter anderem
ein geringeres benötigtes
Lagerspiel, eine verringerter Drehwiderstand und daraus eine geringere
Verlustleistung der Lagerung, sowie eine längere Gebrauchsdauer des Schmierstoffes.
-
Speziell
bei fettgeschmierten Wälzlagern muss
auch unter ungünstigen
Bedingungen, wie beispielsweise dem Anlauf bei Temperaturen, bei
denen das Fett noch relativ steif ist, eine Benetzung der Wälzkörperlaufflächen mit
Schmierstoff sichergestellt sein. Damit am Umfang der Wälzkörper keine
Zonen entstehen, welche durch den Kontakt mit den Vorsprüngen der
Stege nicht ausreichend mit Schmierstoff versorgt werden, sind die
Vertiefungen in den Flächen
zweier benachbarter Stege, welche einem gemeinsamen Wälzkörper zugeordnet
sind, vorteilhaft derart abgeordnet, dass sie entlang der Längsachse
des Wälzkörpers um
die Breite eines Vorsprunges zueinander versetzt sind. Der auf der
Lauffläche
des Wälzkörpers mitgeführte Schmierstoff muss
somit bei einem Umlauf des Wälzkörpers in
seiner Bewegung umgelenkt werden. Durch das dabei erfolgende Aufstauen
einer gewissen Menge Schmierstoffes an einem Vorsprung des Steges
wird ein Teil des Schmierstoffes in den Spalt zwischen Vorsprung
und Wälzkörperlauffläche gezogen
und stellt so eine ausreichende Schmierung sicher. Zur Erzielung
einer bestimmten Verteilung der Schmierstoffbewegung innerhalb des
Lagers kann es vorteilhaft sein, beispielsweise die Vertiefungen,
welche in Richtung der Längserstreckung
der Stege außen
liegen, breiter auszubilden als die Vertiefungen im Bereich der
mittleren Längserstreckung
der Stege. Der gleiche Effekt lässt
sich beispielsweise auch dadurch erreichen, dass bei gleich bleibender
Breite der Vertiefungen die Tiefe in Umfangsrichtung des Wälzlagers
bei den äußeren Vertiefungen
vergrößert wird. Ebenso
ist zum Erlangen unterschiedlicher freier Querschnitte eine Variation
von Breite und Tiefe der Vertiefungen möglich.
-
Die
radiale Bauhöhe
der Stege ist zur Erzielung möglichst
großer,
freier Querschnitte innerhalb des Lagers so klein wie technisch
möglich
zu wählen.
-
Vornehmlich
für Lager
kleinerer Abmessungen ist die Verwendung eines einteiligen Käfigs vorteilhaft.
Dieser kann, je nach Typ des Wälzlagers, vorzugsweise
als Kunststoffspritzteil, als Gussteil oder als Sinterteil hergestellt
sein. Bei diesen Ausführungen
können
die Vertiefungen in den Stegen vorteilhaft bereits während der
Urformung des Bauteils oder anschließend durch spanende Bearbeitung
erzeugt werden. Alternativ ist die Verwendung eines, aus einem Halbzeug
durch spanende Bearbeitung hergestellten Käfigs möglich.
-
Ab
einer gewissen Baugröße des Wälzlagers ist
die Verwendung eines mehrteiligen Massivkäfigs möglich und sinnvoll. Eine Bauart
eines solchen Käfigs
ist ein sog. Kammdeckelkäfig,
bei dem die Stege und eine der beiden Stirnplatten, welche den Käfig axial
an den Wälzkörpern führen, einstückig ausgebildet
sind. Die zweite Stirnplatte wird als Deckel auf die Stirnseiten
der Stege aufgesetzt und schließt
dadurch den Käfig
in axialer Richtung. Eine Befestigung an den Stegen erfolgt dabei
beispielsweise durch eine Vernietung oder durch eine Verschraubung.
Die Vertiefungen in den Stegen sind sowohl durch eine Zerspanung,
beispielsweise mit einem Scheibenfräser von der Stirnseite des
Käfigs
aus, als auch durch eine entsprechende Ausbildung der Form beim
Spritzen eines Kunststoffkäfigs
oder beim Gießen
oder Sintern eines Metallkäfigs
möglich.
-
Bei
einer weiteren Bauart wird ein radial vollständig in zwei Hälften geteilter
Käfig verwendet.
Die Käfighälften sind
vorzugsweise baugleich und weisen deshalb halbe Stege auf, welche
bei der Montage des Käfigs
die kompletten Stege ausbilden. Die Verbindung der Käfighälften erfolgt
vorzugsweise durch Vernieten oder Verschrauben. Das Einbringen der
Vertiefungen in die Stege kann durch das Urformen oder durch eine
mechanische Bearbeitung der Käfighälften erfolgen.
-
Insbesondere
bei Wälzlagern
größerer Abmessungen
ist alternativ zu den genannten Typen die Verwendung eines Käfigs möglich, bei
dem die Stege als separate Bauteile ausgebildet sind, welche bei der
Montage mit den Abschnitten zur axialen Führung des Käfigs verbunden werden. Dadurch,
dass die Stege als Einzelteile hergestellt werden, ist das Einbringen
der Vertiefungen in die, später
den Wälzkörpern zugewandten,
Flächen
weniger aufwendig als bei den vorgenannten Käfigbauarten. So ist eine spanende
Bearbeitung der Stege aufgrund ihrer allseitigen Zugänglichkeit
verhältnismäßig einfach.
-
Es
ist aber auch möglich,
den Steg in einem Arbeitsschritt als Spritzguss- oder als Sinterteil
einbaufertig herzustellen. Eine Herstellung als Gussbauteil ist
ebenfalls denkbar.
-
In
einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung dieser Bauart werden
die Stegelemente mit Längsbohrungen
versehen, durch welche bei der Montage des Käfigs Stangen gesteckt werden,
um die Stirnplatten gegen die Stirnflächen der Stege zu ziehen und
dadurch an diesen zu sichern. Eine Verwendung von zwei, in Bezug
auf die Längsachse
des Lagers radial übereinander
angeordneten Stangen ist vorteilhaft, um ein Verdrehen der Stege
um eine, zu der Längsachse
des Lagers parallele, Achse zu verhindern.
-
Es
ist des weiteren möglich,
die Stegelemente in eine Anzahl von Einzelelementen aufzuteilen, welche
bei der Montage des Käfigs
nacheinander auf die Stangen aufgezogen werden. Solche Einzelelemente
können
vorzugsweise jeweils einen Vorsprung und eine Vertiefung eines Steges
für jeden
der beiden benachbarten Wälzkörper ausbilden.
Dadurch ergibt sich ein Spritzguss- oder Sinterbauteil ohne Hinterschneidungen,
welches in großer
Stückzahl preiswert
herzustellen ist. In seiner einfachsten Ausführung ist ein solches Einzelteil
des Steges eine ebene Platte, welche an ihrer einen Seite einen
Vorsprung eines Steges und auf ihrer anderen Seite eine Vertiefung
eines Steges ausbildet. Bei der Montage werden mehrere solcher Platten
wechselsinnig auf die Stangen aufgezogen. Eine solche Platte ist
beispielsweise als Stanzteil herstellbar, wobei aufgrund der sehr
hohen benötigten
Stückzahlen
ein geringer Einzelpreis zu erzielen ist.
-
In
Abhängigkeit
von der Fertigungsmethode und dem, aus der Ausgestaltung der Einzelteile
resultierenden, Montageaufwand ist dadurch ein für den jeweiligen Anwendungsfall
optimaler Aufbau des Käfigs
zu erreichen.
-
Käfige der
genannten Bauarten sind auch für mehrreihige
Lager verwendbar, die Ausführung
und Anordnung der einzelnen Käfigkomponenten
sind dann entsprechend zu wählen.
Selbiges gilt für
die Verwendung solcher Käfige
in Axialwälzlagern.
-
Mehrere
bevorzugte Ausführungsbeispiele eines
erfindungsgemäßen Wälzlagerkäfigs werden im
folgenden anhand von Figuren erläutert.
Es zeigen:
-
1 einen
Ausschnitt eines Längsschnittes durch
ein Radialwälzlager
mit einem erfindungsgemäßen Wälzlagerkäfig nach
einer bevorzugten Bauart;
-
2 einen
tangentialen Querschnitt durch ein Wälzlager nach 1;
-
3 ein
Einzelelement eines Stegelementes nach einer besonders bevorzugten
Bauart;
-
4 ein
Einzelelement eines Stegelementes nach einer weiteren bevorzugten
Bauart;
-
5 ein
Stegelement, bei dem die Breite der Vertiefungen variiert ist;
-
6 ein
Stegelement, bei dem die Tiefe der Vertiefungen variiert ist;
-
7 einen
Ausschnitt eines Längsschnittes durch
ein Wälzlager
mit einem erfindungsgemäßen, einteiligen
Wälzlagerkäfig.
-
1 und 2 zeigen
ein radiales Zylinderrollenlager, bei dem der Käfig durch eine Anzahl von Stegelementen
(4a), zwei Stirnplatten (7) und Verbindungsstangen
(8) ausgebildet ist. Die Stirnplatten (7) werden
vorzugsweise durch Muttern (9), welche auf Gewindeenden
(8a) der Verbindungsstangen (8) aufgeschraubt
sind, gegen die Stirnflächen
(4b, 4c) der Stegelemente (4a) gepresst
und an diesen gesichert. Die Verbindungsstangen (8) durchragen
die Stegelemente (4a) in Bohrungen (10), welche
sich zwischen den vorzugsweise parallelen Stirnflächen (4b, 4c)
erstrecken.
-
Die
Stegelemente (4a) weisen auf ihren, den Wälzkörpern (1)
zugewandten Seiten (4d, 4e) eine Anzahl von Vorsprüngen (5)
und Vertiefungen (6) auf, welche sich entlang der Längserstreckung
des Wälzlagers
vorzugsweise in gleich bleibenden Abständen abwechseln. Die Breite
der Vorsprünge
(5) und der Vertiefungen (5) bleibt dabei jeweils
konstant. An jedem einzelnen Stegelement (4a) sind die
Vorsprünge (5)
und Vertiefungen (6) an beiden Seiten (4d, 4e) vorzugsweise
so angeordnet, dass in Umfangsrichtung des Wälzlagers jeweils ein Vorsprung
(5) einer Vertiefung (6) gegenüber liegt.
-
Die
Stirnplatten (7) weisen Durchbrüche, vorzugsweise zylindrische
Bohrungen (7a) auf, in welche, zu den Durchbrüchen kongruente,
vorzugsweise zylindrische Abschnitte (8b) der Verbindungsstangen
(8) mit enger Passung einfassen, so dass die Stegelemente
(4a) in ihrer Position an den Stirnplatten (7)
und damit in ihrer Position untereinander festgelegt werden. Durch
diese Ausgestaltung ist sichergestellt, dass die zur ungestörten Rotation
der Wälzkörper (1)
erforderlichen Spalte (11) zwischen den Vorsprüngen (5)
der Stegelemente (4a) und den Wälzkörpern (1) ausgebildet
werden.
-
Die
Länge der
Stegelemente (4a) ist derart gewählt, dass zwischen den Stirnflächen der
Wälzkörper (1)
und den Abschnitten (13, 14) der Stirnplatten
(7) Freiräume
(12) verbleiben, aber trotzdem eine relativ enge Führung des
Käfigs
in Richtung der Längserstreckung
des Wälzlagers
erzielt wird. Beim Abwälzen
der Wälzkörper (1)
auf den Lagerringen (2, 3) wird der Käfig durch
den Kontakt der Stegelemente (4a) an den Wälzkörpern (1)
von diesen mitgenommen. In den Spalten (11) und Freiräumen (12)
baut sich dabei durch die Rotation der Wälzkörper (1) ein Schmierstofffilm
auf, der den direkten Kontakt zwischen den Wälzkörpern (1) und den
Stegelementen (4a) sowie zwischen den Wälzkörpern (1) und Abschnitten
(13, 14) der Stirnplatten (7) verhindert.
-
Die
Stegelemente (4a) werden besonders bevorzugt als einbaufertige
Spritzgussteile aus einem alterungs- und ölbeständigen, druck- und verschleißfesten
Kunststoff gefertigt. Die Stirnplatten (7) werden besonders
bevorzugt aus Blech als Brennschneidteile mit minimierter mechanischer
Nachbearbeitung gefertigt. Besonders bevorzugt werden die Stirnplatten
(7) mehrfach radial geteilt gefertigt, so dass beim Brennschneiden
aus einer Blechtafel durch eine entsprechende Schachtelung der Einzelteile
die Menge des anfallenden Abfallbleches minimiert wird. Die so entstehenden
Segmente werden vor der eventuell anfallenden mechanischen Bearbeitung
und vor der Montage des Käfigs
vorzugsweise durch Verschweißen
zu kompletten Stirnplatten (7) zusammengefügt.
-
3 zeigt
eine besonders bevorzugte Bauart eines Einzelelementes eines Stegelementes.
Dieses weist an seinen, später
den Wälzkörpern zugewandten
Seiten jeweils nur einen Vorsprung (5) und eine Vertiefung
(6) auf. Bei der Montage des Käfigs wird eine Anzahl dieser
Einzelelemente über
Bohrungen (10) auf Verbindungsstangen aufgezogen, so dass
eine Baueinheit entsteht, welche in ihrer Abfolge der Vorsprünge (5)
und Vertiefungen (6) einem Stegelement (4a) des
Ausführungsbeispiels
nach 1 und 2 entspricht. Eine bereits beschriebene
Breitenvariation der Vertiefungen (6) über die Längserstreckung des Stegelementes
(4a) kann dabei durch die Verwendung verschiedener, entsprechend
ausgeformter Einzelelemente erzielt werden.
-
Die
Konturen der Vorsprünge
(5) und der Vertiefungen (6) entsprechen bei Verwendung
in einem vergleichbaren Wälzlager
den Konturen der bei den Stegelementen (4a) nach 1 und 2 ausgebildeten
Vorsprüngen
(5) und Vertiefungen (6).
-
Der übrige Aufbau
und die Funktion des Käfigs
entsprechen vorzugsweise dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nach 1 und 2,
so dass darauf an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird.
-
4 zeigt
eine weitere bevorzugte Bauart eines Einzelelementes eines Stegelementes.
Dieses ist bevorzugt als ebenes Bauteil ausgeführt und wird vorzugsweise durch
einen Stanz- oder Schneidvorgang aus Plattenmaterial hergestellt.
Es weist an seiner einen, später
einem Wälzkörper zugewandten, Seite
einen Vorsprung (5) und an seiner anderen, später einem
Wälzkörper zugewandten,
Seite eine Vertiefung (6) auf. Bei der Montage des Käfigs wird eine
Anzahl dieser Einzelelemente – wie
dargestellt – mit
wechselsinnig ausgerichteten Vorsprüngen (5) über ihre
Bohrungen (10) auf Verbindungsstangen aufgezogen. Die dadurch
entstehende Baueinheit entspricht in ihrer Abfolge der Vorsprünge (5)
und Vertiefungen (6) einem Stegelement des Ausführungsbeispiels
nach 1 und 2.
-
Es
ist des weiteren möglich,
durch eine entsprechende Wahl der Dicke der Abschnitte, welche den
Vorsprung (5) und die Vertiefung (6) ausbilden, bei
der Montage der Einzelelemente zu einem Stegelement das Breitenverhältnis der
Vorsprünge
(5) zu den Vertiefungen (6) in gewissen Grenzen
frei zu wählen.
Durch die Verwendung von entsprechend ausgestalteten Einzelelementen
ist auch hierbei eine beschriebene Breitenvariation der Vertiefungen
(6) über
die Längserstreckung
des Stegelementes erreichbar.
-
Die
Konturen der Vorsprünge
(5) und der Vertiefungen (6) entsprechen bei Verwendung
in einem vergleichbaren Wälzlager
den Konturen der bei den Stegelementen nach 1 und 2 ausgebildeten
Vorsprüngen
(5) und Vertiefungen (6).
-
Der übrige Aufbau
und die Funktion des Käfigs
entsprechen vorzugsweise dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nach 1 und 2,
so dass darauf an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird.
-
5 zeigt
in einem Ausschnitt einen Käfig, dessen
Stegelemente (4a) zur Erzielung einer bestimmten Verteilung
der Schmierstoffbewegung innerhalb des Lagers bevorzugt derart ausgebildet sind,
dass bei gleicher Tiefe die Breite der Vertiefungen (6)
entlang der Längserstreckung
der Stegelemente (4a) variiert ist. Die Vertiefungen (6)
in der Nähe
der Stirnplatten (7) sind breiter ausgebildet als die Vertiefungen
(6) im Bereich der mittleren Längserstreckung der Stegelemente
(4a). Die Vorsprünge (5)
weisen vorzugsweise eine konstante Breite auf. Durch diese Ausgestaltung
ergeben sich im Bereich der Enden der Wälzkörper (1) größere Querschnitte für den Durchtritt
des Schmierstoffes. Dieses dient dazu, den Schmierstofffluss trotz
eines geringeren, durch das Verdrängen des Schmierstoffes durch
die abwälzenden
Wälzkörper (1)
bewirkten, Druckes im Schmierstoff in ausreichender Menge zu gewährleisten.
-
Der übrige Aufbau
und die Funktion des Käfigs
entsprechen vorzugsweise dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nach 1 und 2,
so dass darauf an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird.
-
6 zeigt
in einem Ausschnitt einen Käfig, dessen
Stegelemente (4a) derart ausgebildet sind, dass bei gleich
bleibender Breite die Tiefe der in der Nähe der Stirnplatten (7)
angeordneten Vertiefungen (6) vergrößert ist. Dadurch ergeben sich,
ebenso wie bei der Ausführung
nach 5, im Bereich der Enden der Wälzkörper (1) größere Querschnitte
für den Durchtritt
des Schmierstoffes.
-
Der übrige Aufbau
und die Funktion des Käfigs
entsprechen vorzugsweise dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nach 1 und 2,
so dass darauf an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird.
-
7 zeigt
in einem Ausschnitt in radialer Aufsicht einen einteiligen Käfig eines
Radialkugellagers. Der Käfig
wird bevorzugt als einbaufertiges Kunststoffteil durch Spritzgießen erzeugt.
Die Stege (4) sind auf einer der Stirnseiten des Kugellagers stofflich
fest miteinander verbunden, wobei diese Verbindung durch die, auf
dieser Seite des Lagers ineinander übergehenden Abschnitte (13, 14)
erfolgt. Der anderen Stirnseite des Lagers zugewandt überdecken
die Abschnitte (13, 14) die kugeligen Wälzkörper (1)
in Umfangsrichtung des Wälzlagers
nur so weit, dass der montierte Käfig durch die Umschließung der
Wälzkörper (1)
von diesen in axialer Richtung in seiner Position gehalten wird.
Dadurch ergeben sich zu dieser Stirnseite des Käfigs Öffnungen, deren Innenmaß nur etwas
kleiner ist als der Durchmesser der Wälzkörper (1). Zur Montage
im Lager wird der Käfig
mit seiner offenen Stirnseite zwischen den Lagerringen über die
bereits in das Lager eingelegten Wälzkörper (1) gedrückt. Die
Abschnitte (13, 14) sind derart ausgebildet, dass
sie dabei wegfedern und den Weg für die Wälzkörper (1) freigeben.
In der Endposition des Käfigs
federn die Abschnitte (13, 14) zurück und schließen die
Wälzkörper (1)
ein, so dass der Käfig
von diesen im Lager axial gehalten wird.
-
Die
Vorsprünge
(5) und Vertiefungen (6) in den Seiten (4e, 4e)
der Stege (4) werden beim Spritzgießen des Käfigs erzeugt. Sie sind derart
ausgeformt, dass sowohl ihre Fertigung möglich ist, als auch, dass ihre
Funktion im Wälzlager
gewährleistet ist.
-
- 1
- Wälzkörper
- 2
- Lageraußenring
- 3
- Lagerinnenring
- 4
- Steg
- 4a
- Stegelement
- 4c,
4d
- Stirnseite
- 4e,
4e
- Seite
- 5
- Vorsprung
- 6
- Vertiefung
- 7
- Stirnplatte
- 7a
- Durchbruch,
zylindrischer Abschnitt
- 8
- Verbindungsstange
- 8a
- Gewindeabschnitt
- 8b
- kongruenter
Abschnitt, zylindrischerr Abschnitt
- 9
- Mutter
- 10
- Bohrung
- 11
- Spalt
- 12
- Freiraum
- 13,
14
- überdeckender
Abschnitt