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Die
Erfindung betrifft einen transportablen Säulenschwenkkran, der auf ebenem
oder nahezu ebenem, festem Boden variabel aufstellbar und einsetzbar
ist, bestehend im Wesentlichen aus der vertikalen Säule mit
dem an deren oberen Ende horizontal schwenkbar angeordneten Schwenkarm,
der das an dem Schwenkarm längs
verfahrbare Hubwerk trägt
und einem am unteren Ende der Säule
angeordneten Standfuß.
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Aus
der Praxis ist bereits ein verfahrbarer Kleindrehkran der gattungsgemäßen An bekannt, welcher
zum Beispiel auf Baustellen zum Setzen von großformatigen Mauersteinen eingesetzt
werden kann. Sein Aufbau entspricht dem eines großen Baukranes.
Dieser Kleindrehkran weist ein Drehgestell auf, welches zentral
drehbar auf einem fahrbaren Untergestell gelagert ist und mit einer
vertikalen Tragsäule
versehen ist, die koaxial zur Drehachse verläuft. Am oberen Ende der Tragsäule ist
ein horizontaler Ausleger mit einer Laufkatze angeordnet. Der Ausleger
weist auf der der Laufkatze gegenüberliegenden Seite eine nach
hinten gerichtete Verlängerung
auf, über
welche der Ausleger zum Drehgestell hin mittels eines Drahtseiles
eingespannt ist. Des Weiteren ist oberhalb der Auslegerebene auf
der vertikalen Tragsäule
eine Abspannstütze
vorgesehen, über
welche das äußere Ende
des Auslegers zum rückwärtigen Ende
der Verlängerung
hin abgespannt ist.
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Zudem
ist das Drehgestell unterhalb der nach hinten gerichteten Verlängerung
mit einem Ballastkorb versehen, welcher zur Aufnahme von Ballastgewichten
dient. Das fahrbare Untergestell weist vier Laufräder auf,
die an den Ecken eines rechteckigen Gestellrahmens angeordnet sind,
dessen Länge, um
eine ausreichende Standfestigkeit zu erzielen, wenigstens so groß ist, wie
die Länge
des Auslegers bei einer wenigstens halb so großen Breite. Dieser Kleindrehkran
ist auf Grund der großen
Ausladung seines Auslegers in Hallen nur bedingt einsetzbar. Zum
Transport dieses Kranes an einen anderen Einsatzort ist dessen weitgehende
Demontage erforderlich.
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Ein
weiterer Kleindrehkran, der auf einem ebenen Boden absetzbar und
auch dort einsetzbar ist, ist aus der DE-OS4036701 bekannt. Dieser
Kleindrehkran besteht im Wesentlichen aus einer vertikalen Tragsäule, die
um eine vertikale Schwenkachse drehbar auf einem Drehgestell gelagert
ist und einen radial zur Schwenkachse verlaufenden mit einer Laufkatze
versehenen horizontalen Ausleger aufweist. Dieser Kleindrehkran
ist leicht transportierbar, mit einfachen Mitteln auf jedem ebenen,
festen Untergrund an beliebiger Stelle einsetzbar und zum Zwecke
des Transportes relativ leicht demontierbar und kann bei einer kleinen
Standfläche
zum Heben und Versetzen von Lasten bedingt eingesetzt werden, wobei
durch die exzentrisch zur Lagerachse angeordnete vertikale Tragsäule und
einen im Boden lösbar
verankerten, vertikalen Lagerzapfen in bestimmten Schwenkbereichen
eine relativ hohe Nutzlast erzielbar ist, ohne dass der Kran zum
Kippen neigt. Der Nachteil dieser Ausführung besteht jedoch darin,
dass der Kran nicht im Winkel von 360° universell einsetzbar ist und
die Nutzlast durch den Lagerzapfen bestimmt ist, dessen Festigkeit
im Boden nicht definierbar ist.
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Aus
der Praxis sind weiter transportable Säulenschwenkkrane bekannt, die
am unteren Ende der Säule
einen kastenförmigen
Standfuß aufweisen, welcher
mit Zusatzgewichten gefüllt
ist, wobei die Größe der Bodenplatte
und des Zusatzgewichtes die Standsicherheit und damit die Belastbarkeit
des Kranes bestimmen. Diese transportablen Säulenschwenkkrane weisen üblicherweise
an der Bodenplatte angeordnete Laufräder auf, über die nach Anheben des Kranes
oder Absenken der Laufräder
der Kran verfahrbar ist. Nachteilig bei dieser vorbeschriebenen
Ausführung
ist die Begrenzung der Nutzlast des Kranes durch die Größe der Bodenplatte
und die Größe des Ballastgewichtes
in dem Stützfuß. Weiter ist
nachteilig, dass bei wachsendem Ballastgewicht die Verfahrbarkeit
des Kranes sehr stark eingeschränkt
wird.
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Die
Aufgabe vorliegender Erfindung bestand darin, für transportable Säulenschwenkkrane
der eingangs genannten An eine Möglichkeit
zu finden, diese ohne Erhöhung
des Ballastgewichtes in dem Standfuß und ohne Vergrößerung der
Bodenplatte für
größere Nutzlasten
oder Ausladungen einsetzbar zu gestalten und eine Möglichkeit
zu finden, die Säulenschwenkkrane
auch bei nicht ganz ebenen Böden einsetzen
zu können.
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Gemäß der Erfindung
wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
dass der Standfuß mindestens
vier positionsveränderliche
in eine Transportstellung und in eine Einsatzstellung verstellbare
Stützfüße trägt, nahe
deren freien Enden vertikale, auf den Boden wirkende Stellschrauben
angeordnet sind, wobei die Stützfüße mit den
Stellschrauben in Einsatzstellung sich außerhalb des Standfußes befinden.
Durch die Erfindung wird erreicht, dass ohne Erhöhung des Krangewichtes eine
Vergrößerung der
Aufstandsfläche
und damit eine Vergrößerung des
Standmomentes des Säulenschwenkkranes
erreicht und die Standsicherheit und Nutzlast erhöht wird.
Weiter ist von Vorteil, dass der transportable Säulenschwenkkran auch auf nicht
ganz ebenen Böden
in die unbedingt erforderliche vertikale Stellung genau ausgerichtet
werden kann. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Säulenschwenkkranes
besteht darin, dass sich dieser auch durch schmale Durchgänge verfahren
lässt.
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Vorteilhaft
sind die Stützfüße, bezogen
auf die Achse der Säule
in Einsatzstellung, in nahezu gleichem Winkel zueinander angeordnet.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass die Stützfüße in Einsatzstellung
mit ihren freien Enden einen geringen Abstand zum Boden aufweisen.
Zur Gewährleistung
eines leichten Transportes des Säulenschwenkkranes über die
Laufrollen sind die Stützfüße in Transportstellung
des Säulenschwenkkranes
mindestens so weit einziehbar, dass sie innerhalb von zwei parallelen
Außenseiten
des Bodens des Standfußes
liegen. Zum Ausrichten des Säulenschwenkkranes
in seiner Einsatzstellung über die
Stellschrauben sind diese zweckmäßigerweise an
ihrem unteren Ende mit einer horizontalen Druckplatte versehen.
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Nach
einer ersten Variante der Erfindung sind die Stützfüße in den Standfuß einschiebbar.
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Nach
einer zweiten Variante der Erfindung sind die Stützfüße an dem Standfuß horizontal schwenkbar
angeordnet.
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Nach
einer dritten Variante der Erfindung sind die Stützfüße an dem Standfuß vertikal
hochklappbar angeordnet.
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Nach
einer weiteren Variante der Erfindung sind die Stützfüße an dem
Standfuß ein-
bzw. aushängbar
angeordnet.
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Einzelheiten
der Erfindung sind anhand der Zeichnungen in Ausführungsbeispielen
erläutert.
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Es
zeigen
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1 den transportablen Säulenschwenkkran
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung in Seitenansicht
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2 die Draufsicht auf den
Standfuß des Säulenschwenkkranes
nach 1 mit den Stützfüßen in Einsatzstellung
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3 die Draufsicht auf den
Standfuß des Säulenschwenkkranes
nach 1 mit den Stützfüßen in Transportstellung.
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4 einen Teil der Seitenansicht
des Standfußes
des Säulenschwenkkranes
nach 1 mit einem weiteren
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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5 die Draufsicht auf den
Standfuß nach 4
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6 einen Teil der Seitenansicht
des Standfußes
des Säulenschwenkkranes
nach 1 mit einem weiteren
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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7 die Draufsicht auf den
Standfuß nach 6
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Der
erfindungsgemäße transportable
Säulenschwenkkran
besteht im Wesentlichen aus der vertikalen Säule (1), dem nahe
deren oberen Ende horizontal und schwenkbar angeordneten Ausleger (2)
mit dem an diesem längs
verfahrbar angeordneten Hubwerk (3) und dem an dem unteren
Ende der Säule
angeordneten kastenförmigen
Standfuß (4). An
seinem unteren Ende ist der Standfuß (4) mit einer horizontalen
Bodenplatte (5) versehen, die in der Regel, aber nicht
ausschließlich,
quadratisch ausgeführt
ist. An den vier Ecken der Bodenplatte (5) sind über vertikale
Lager (7) horizontal schwenkbar Stützfüße (6) angeordnet,
an deren freien Enden vertikal Stellschrauben (8) mit auf
den Boden wirkenden Druckplatten (9) einstellbar angeordnet
sind. Auf die Darstellung der üblicherweise
an der Bodenplatte (5) angeordneten, zum Transport des Säulenschwenkkranes
erforderlichen absenkbaren Laufrollen wurde verzichtet, da diese
nicht erfindungswesentlich sind. Wie in 2 dargestellt, sind die Stützfüße in Einsatzstellung
des Säulenschwenkkranes
ausgeklappt, d.h. sie stehen etwa in einem rechten Winkel zueinander,
wodurch die Aufstandsfläche
des Säulenschwenkkranes
vergrößert ist.
In der in 3 dargestellten
Transportstellung sind die Stützfüße (6)
des Säulenschwenkkranes
eingeklappt, d.h. sie stehen jeweils paarweise parallel zueinander,
so dass eine lediglich durch die Größe der Bodenplatte (5)
bestimmte Transportbreite des Säulenschwenkkranes erreicht
wird.
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Bei
dem in 4 dargestellten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung sind in dem Standfuß (4) oberhalb der
Bodenplatte (5) des Säulenschwenkkranes wieder
im rechten Winkel zueinander über
die vier Ecken der Bodenplatte (5) verlaufend, teleskopartig in
den Standfuß (4)
einschiebbare Stützfüße (10)
angeordnet. An den freien Enden der Stützfüße (10) sind vertikale
Stellschrauben (11) mit einer Druckplatte (12)
an deren unterem Ende, einstellbar vorgesehen. Die Ausführung dieser
Stützfüße (10)
mit ihren Einschubtaschen (13) in dem Stützfuß (4)
erfolgt dabei auf übliche
Weise, beispielsweise aus ineinander schiebaren Vierkantrohren.
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Bei
dem in den 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist an der Bodenplatte (5) des Standfußes (4)
jeweils an den Ecken im rechten Winkel zueinander vertikal schwenkbar
jeweils ein Stützfuß (14)
angeordnet, der an seinem freien Ende wieder eine vertikale Stellschraube
(15) mit einer Druckplatte (16) trägt. An dem
vertikal schwenkbaren Stützfuß (14)
ist über
eine horizontale Achse schwenkbar eine Teleskopstange (17)
angeordnet, die am oberen Ende des Standfußes (4) über ein
ebenfalls horizontal angeordnetes Gelenk (18) gelagert
ist. In Einsatzstellung des Säulenschwenkkranes
sind die Stützfüße (14)
in eine horizontale Stellung ausgeschwenkt, wobei das Teleskoprohr (17)
in dieser Stellung beispielsweise durch einen Bolzen (19)
arretiert ist. Über
die Stellschrauben (15) ist der Säulenschwenkkran in dieser Stellung
ausrichtbar. Für
den Transport des Säulenschwenkkranes
wird die Arretierung [Bolzen (19)] gelöst und das Teleskoprohr (17)
durch Hochklappen der Stützfüße (14)
eingefahren und in dieser Stellung arretiert.
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In
einer weiteren, nicht dargestellten Ausführung der Erfindung sind die
Stützfüße an dem
Standfuß und
dem Bodenblech ein- bzw. aushängbar,
wobei zum Transport des Säulenschwenkkranes
die Stützfüße ganz
entfernbar sind.