DE2019835C3 - Verfahren zur Gewinnung von Solanesol - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von SolanesolInfo
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C33/00—Unsaturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
- C07C33/02—Acyclic alcohols with carbon-to-carbon double bonds
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- A61K31/00—Medicinal preparations containing organic active ingredients
- A61K31/045—Hydroxy compounds, e.g. alcohols; Salts thereof, e.g. alcoholates
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- C07C33/00—Unsaturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
- C07C33/02—Acyclic alcohols with carbon-to-carbon double bonds
- C07C33/025—Acyclic alcohols with carbon-to-carbon double bonds with only one double bond
-
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Description
CH, CH3 CH3
I I I ■
komponente von Coenzym Q oder Vitamin Kt, das abdestilliert, besteht hauptsächlich aus Solaneso],
als Arzneimittel Verwendung findet, sondern eignet enthält jedoch noch Sterin, Carotinoid und sehr
sich auch als Arzneimittel od. dgl. Das Solanesol as kleine Mengen an Isoprenylalkohol und Harzen,
weist jedoch viele Kohlenstoffatome auf und ist Erfolgt daher eine Auflösung in Aceton oder Hexan
stereospezifisch, so daß es chemisch und synthetisch in einer 5- bis lOfachen Menge und eine Auskristalli-
schwierig herzustellen ist. Ferner wurde das Solanesol sation und eine Abfiltriemng bei normaler Temperatur
bisher in der Natur nur in sehr geringem Umfang bis 0° C sowie eine Abfiltriemng der bei —5 bis —20° C
hergestellt. Industriell verwertbar ist lediglieh die 30 abgeschiedenen Kristalle zur Entfernung von leicht
beruht, daß die Verbindung in vergleichsweise großen liehen reines Solanesol in einer hohen Ausbeute.
großen Mengen in Maulbeerbaumblättern oder Seiden- clathratverbindung zu reinigen,
raupenexkrementen vorliegt. Das Verfahren zur Ge- Wird in einem deranigen Fall die Fraktion in
winnung von Solanesol aus diesen Bestandteilen Benzol oder Toluol gelöst, dann wird eine metha-
wurde in der japanischen Patentanmeldung 10 236/66 nolische Lösung von Thioharnstoff allmählich zu der
beschrieben. 40 Lösung zugesetzt. Die sich beim Abkühlen abschei-
Das Solanesol in Maulbeerbaumblättern oder dende Clathratverbindung und der 'thioharnstoff
Seidenraupenexkrementen liegt jedoch in einer so werden abfiltriert, worauf die auf diese Weise ergeringen
Menge vor und enthält eine derartig große haltene Clathratverbindung mit Wasser oder einer
Menge eines Prenylalkohols, der wahrscheinlich 10 verdünnten Säure zersetzt und mit einem Lösungsbis
12 Isopren-Einheiten enthält, daß sich die Ab- 45 mittel extrahiert wird. Auf diese Weise erhält man
trennung schwierig gestaltet und eine Reinigung im wesentlichen reines Solanesol. Es lätß sich durch
unvermeidbar ist. Kristallisation aus Aceton reinigen.
Nachdem festgestellt worden war, daß Solanesol Werden das unlösliche Wachs und das Sterin durch
in großen Mengen und in einer zur Gewinnung die Acetonbehandlung als Vorbehandlung zur Molegeeigneten Form in Kartoffelblättern enthalten ist, 50 kulardestillation entfernt, dann gestaltet sich die
wurde ein Verfahren zur Abtrennung und Reinigung Destillation einfacher, wobei aulilerdem die Abdes
Solanesüts entwickelt. trennung besser wird. Wird die Molekulardestillation
net ist, daß man die aus Kartoffelblättern stammende 55 Unter derartigen Bedingungen beginnt die gewünschte
und nicht verseifte Substanz unter einem Vakuum Solanesolfraktion bei einer Destillationstemperatur
von mehr als 1 · 10" * mm Hg einer Molektilar-Destil- in der Nähe von 1800C abzuclesüillieren. Sie wird
lation unterwirft, die Solanesolfraktion sammelt und zwischen dieser Temperatur und ungefähr 24O0C
zur Reinigung fraktioniert kristallisiert oder als abdestilliert. Zur Durchführung der Destillation kann
denraupenexkrementen oder Maulbeerbaumblättern Je nach den Bedingungen, wie beispielsweise der Art
der Solanesolgehalt so hoch, daß er 1 bis 3 %, bezogen der Destillationskolonne sowie der Temperatur, kann
auf die trockenen Blätter, beträgt, wobei außerdem kein hinsichtlich der Destillationstemperatur eine gewisse
anderer Isoprenylalkohol vorliegt. Wird daher die 65 Variation festgestellt werden.
nicht verseifte Substanz der Blätter einer Molekular- Zur Entfernung von Sterin aius dem Destillat
destillation unterzogen, dann werden das Phytol, durch Kristallisation kann Aceton oder Hexan oder
höhere Alkohole, die Hauptmenge des Sterins und eine Mischung als Lösungsmittel verwendet werden,
wobei jedoch in zweckmäßiger Weise Aceton eingesetzt
wird. Die Kristaüisationstemperatur und die Menge des Lösungsmittels hängen von der Art des
Kessels sowie von der Kristallisationszeit ab, wobei jedoch im allgemeinen eine zwischen Normaltemperatur
und 00C liegende Temperatur sowie eine Menge zwischen dem S- und lüfachen geeignet sind.
Die Kristallisation von Solanesol in der Endstufe erfolgt aus Aceton oder Hexan oder aus einem gemischten
Lösungsmittel bei einer tiefen Temperatur.
Als Rohmaterialien werden erfindungsgemäß in
zweckmäßiger Weise getrocknete Kartoffelblätter eingesetzt. Wird das Lösungsmittel in großen Mengen
eingesetzt, dann können auch Rohbiätter verwendet werden.
Das eröndungsgemäß erhaltene Solanesol ergibt bei der Dflnnfilmchromatographie, Gaschromatographie
und Papierchromatographie mi; umgekehrten
Phasen einen einzigen Flecken und fällt mit einem Standardprodukt hinsichtlich seines Infrarotspektrums,
NMR-Spektrums und Schmelzpunktes zusammen, wobei seine Reinheit derartig hoch ist, daß es als
synthetisches Rohmaterial zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden kann.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
480 g (7,9%) eines fettartigen Materials, das durch Extraktion von 6000 g getrockneter Kartoffelblätter
mit Äther erhalten worden ist, werden in 2500 ml Benzol gelöst. Pyrogallol wird der Lösung zugesetzt.
Dann werden 500 g Ksliumhydroxyd und 7500 ml Methanol in die Lösung gegeben. Die Lösung wird
über Nacht zur Verseifung stehengelassen. Wasser und Äther werden zur Extraktion und zum Auswaschen
zugesetzt. Man erhält 36Og (6,0%) einer nicht verseiften Substanz.
360 g der nicht verseiften Substanz werden gut entgast und einer Molekulardestillation unter Verwendung
einer Hochvakuum-Zentrifugal-Molekulardestillationsvorrichtung
(Bendix CMS 5) unterzogen.
Niedrigsiedende !Fraktionen, wie Phytol und Sterin,
destillieren ab, worauf 120 g (2,0%) einer Fraktion bei 180 bis 24O°C unter einem Vakuum von niemals 1 · 10-* mm Hg erhalten werden.
S Wird diese Fraktion unter Anwendung einer Kieselgel-Dunnschichtchromatographie
untersucht, dann stellt man fest, daß sie Sterin und Carotinoid zusätzlich
zu Solanesol enthält. 120 g der Fraktion werden in ungefähr 1000 ml Aceton aufgelöst Die Lösung wird
ίο über Nacht bei 5 ° C stehengelassen. Die abgeschiedenen
Kristalle (im wesentlichen Sterin) werden abfiltriert. Das Filtrat wird auf die Hälfte seines Volumens konzentriert.
Das Konzentrat wird bei —15° C über Nacht stehengelassen. Das abgeschiedene Solanesol
wird abfiltriert, nut einer kleinen Menge Aceton gewaschen und unter einem verminderten Druck getrocknet
Auf diese Weise erhält man 66 g (1,1%) Solanesol. In der gleichen Weise werden 24 g (0,4%)
Solanesol-Kristalle aus der Mutterlauge erhalten. Die
ao Gesamtausbeute beträgt 90 g (1,5%).
120 g einer molekulardestillierten Fraktion, die in
as der gleichen Weise wie im Beispiel 1 erhalten worden
ist, werden in 500 ml Benzol gelöst Diese Lösung wird bei 30aC unter Rühren in eine Lösung eingetropft,
die durch Erwäimen und Auflösen von 300 g
Thioharnstoff in 1000 ml Methanol hergestellt worden ist. Die Lösung wird bei 0 bis 5° C über Nacht stehengelassen.
Die abgeschiedene Thioharnstoff-Clathratverbindung wird abfiltiiert und mit Äther extrahiert,
worauf sie mit Wasser oder einer verdünnten Saure zersetzt wird. Auf diese Weise erhält man ungefähr
60 g einer Clathratverbindungsfraktion. Wird diese
Fraktion mittels Dünnüchichtchromatographie untersucht,
dann stellt man fest, daß sie im wesentlichen aus Solanesol besteht.
Werden 60 g der gleichen Fraktion in Aceton in einer fünfmal so> großen Menge gelöst und bei 0cC auskristallisiert, dann erhält man 50 g Solanesol mit einer hohen Reinheit.
Werden 60 g der gleichen Fraktion in Aceton in einer fünfmal so> großen Menge gelöst und bei 0cC auskristallisiert, dann erhält man 50 g Solanesol mit einer hohen Reinheit.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Gewinnung von Solanesol, da- als 1 · lO^mm Hg einer Molekular-Destillationdurch gekennzeichnet, daß man die unterwirft, die Solanesolfraktion sammelt undaus Karfoffelblättera stammende und nicht ver- 5 zur Reinigung fraktioniert kristallisiert oder alsseifte Substanz unter einem Vakuum von mehr Thioharastoff-Clathratverbindung abtrenntDas nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Solanesol besitzt eine Struktur, die durch die folgende Formel wiedergegeben werden kann, wobei die Doppelbindung vollständig dem trans-Typ entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3130369 | 1969-04-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2019835A1 DE2019835A1 (de) | 1970-11-12 |
| DE2019835B2 DE2019835B2 (de) | 1974-01-10 |
| DE2019835C3 true DE2019835C3 (de) | 1974-08-15 |
Family
ID=12327508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2019835A Expired DE2019835C3 (de) | 1969-04-24 | 1970-04-23 | Verfahren zur Gewinnung von Solanesol |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2019835C3 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4013731A (en) * | 1969-04-24 | 1977-03-22 | Nisshin Flour Milling Co., Ltd. | Process for the manufacture of solanesol |
| US4059641A (en) * | 1975-11-18 | 1977-11-22 | Sankyo Company Limited | Polyprenyl derivatives |
| DE2834911C2 (de) * | 1977-08-10 | 1985-11-21 | Eisai Co., Ltd., Tokio/Tokyo | Antihypertonikum |
| FR2443245A1 (fr) * | 1978-12-07 | 1980-07-04 | Nisshin Flour Milling Co | Nouveaux agents anti-ulcere et compositions pharmaceutiques les contenant |
| JPS56113718A (en) * | 1980-01-12 | 1981-09-07 | Agency Of Ind Science & Technol | Bifunctional terpenoid, its preparation, and ulcer preventive agent comprising it |
-
1970
- 1970-04-23 DE DE2019835A patent/DE2019835C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2019835A1 (de) | 1970-11-12 |
| DE2019835B2 (de) | 1974-01-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |