DE2018546A1 - Abbildungsverfahren - Google Patents
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- DE2018546A1 DE2018546A1 DE19702018546 DE2018546A DE2018546A1 DE 2018546 A1 DE2018546 A1 DE 2018546A1 DE 19702018546 DE19702018546 DE 19702018546 DE 2018546 A DE2018546 A DE 2018546A DE 2018546 A1 DE2018546 A1 DE 2018546A1
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann, Dr. Ing. A.Weickmann
Dipl.-Ing. H. We ι c km α ν n, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
' Dipl.-Ing. F. A.Weickmann 2 018
8 MÜNCHEN 27, DEN
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 3921 /22 XHA
XEROX CORPORATION, Rochester, New York 14603, V.St.A«
Abbildungsverfahren
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Abbildungsverfahren,
bei dem eine bildmäßig verteilte Schichtübertragung stattfindet
ο
Es wurde bereits ein Abbildungsverfahren entwickelt, bei dem eine sandwichartig zwischen zwei Blättern angeordnete BiIdstoffsohicht
in bildmäßiger Verteilung durch die kombinierte Wirkung elektromagnetischer Strahlung und eines elektrischen
Feldes zerbrochen wird. !Dieses Abbildungsverfahren wird auch
als Mehrschichtverfahren bezeichnet und arbeitet mit einer Mehrschichtanordnung aus einem elektrisch lichtempfindlichen
Stoff, der zwischen zwei Blättern vorgesehen ist. Bei diesem Verfahren wird eine Bildstoffschicht üblicherweise durch Beschichtung einer Unterlage mit einem elektrisch lichtempfindlichen
Bildstoff hergestellt. In einer Ausführungsform enthält
die Bildstoffschicht einen elektrisch lichtempfindlichen Stoff
wie z.B. metallfreies Phthalocyanin, das in einem zäh-weiohen Bindemittel dispergiert ist. Die so beschichtete Unterlage
wird auch als Spender bezeichnet. Das andere Blatt ist das Empfangsblatt. An diese MehrSchichtanordnung wird ein elek«
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trisches Feld angelegt und gleichzeitig eine Belichtung mit einem Licht-Schatten-Muster vorgenommen, das dem zu reproduzierenden
Bild entspricht. Bei Trennung von Spenderunterlage und Empfangsblatt bricht die Bildstoffschicht längs den durch
das Licht-Schatten-Muster bestimmten Linien des Belichtung3-bildes. Ein Teil der Bildstoffschicht wird auf eines der
Blätter übertragen, während der Rest auf dem anderen Blatt verbleibt, so daß ein Positivbild, d.h. ein Duplikat des
Originalbildes, auf einem Blatt entsteht, während ein Negativbild auf dem anderen erzeugt wird· Die Trennung des Spenderblattes
und des Empfangsblattes erfolgt im elektrischen Feld.
Die Qualität der mit dem Mehrschichtverfahren erzeugten Bilder
kann sich wesentlich ändern, wofür keine Erklärung vorliegt, da meßbare veränderliche Größen dabei konstant bleiben· Dies bedeutet, daß identische Mehrschichtanordnungen
unter denselben elektrischen Bedingungen, jedoch zu verschiedenen Zeitpunkten mit derselben Stärke belichtet wurden, wobei
unterschiedliche Qualitäten auftraten. Es gibt auch viele verschiedenartige Stoffe für das Spenderblatt und das
Empfangsblatt. Papier, thermoplastische Stoffe, Metall oder mit Kunststoff überzogenes Papier seien beispielsweise genannt,
jedoch können solche Unterschiede nicht die Änderung der Bildqualität erklären.
Es wurde gefunden, daß das an einer Mehrachichtanordnung erzeugte elektrische Feld in einigen Fällen aus verschiedenen
Gr rund en nach der Bild belichtung und vor der Trennung der Blätter
geschwächt wird. Es wurde ferner entdeckt, daß die Qualität des nach dem Mehrschichtverfahren erzeugten Bildes durch
eine derartige FeldSchwächung beeinträchtigt wird. Die vielen
mechanischen Bedingungen, bei denen das Mehrschichtverfahren durchgeführt werden kann, und die vielen möglicherweise zu
verwendenden unterschiedlichen Stoffe machen die Lösung des
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Problems des Ladungsabfalla bzw. der FeldSchwächung schwierig.
Beispielsweise beeinträchtigen atmosphärische Bedingungen die Leitfähigkeit vieler in dem Verfahren verwendeter
Stoffe, da deren elektrische Leitfähigkeit sich mit der atmosphärischen Feuchtigkeit ändert. An der Mehrschichtanordnung
kann aus vielen anderen Gründen wie ZoB. Maschinensauberkeit usw. ein Ladungsverlust auftreten. Es besteht daher
ein Bedarf für ein Abbildungsverfahren, das den Ladungsabfall
an der Kehrschichtanordnung nach der Bildbelichtung, jedoch vor der Blatttrennung vermeidet»
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Abbildungsverfahren zu schaffen, das diese Forderung erfüllt und durch
eine derartige Verbesserung die Qualität der erzeugten Bilder erhöht«
Ein Abbildungsverfahren mit bildmäßig verteilter Schichtüber—
tr.i "ung und einer zwischen einem üpenderblatt und einem Empfangsblatt
angeordneten, elektrisch lichtempfindlichen BiIdstoffschicht,
die in einem elektrischen Feld bildmäßig mit elektromagnetischer Strahlung bestrahlt wird, wonach dars
Spenderblatt vom Empf'Uigsblatt getrennt wird, ist zur Lösung
dieser Aufgabe erf indungsgemä-ls derart ausgebildet, daß die
liehivohichtanordnung nach der Bestrahlung elektrisch aufgeladen
wird und daß das Spenderblatt vom Empfangsblatt im geladenen Zustand getrennt wird. Vor der Trennung, jedoch-naxih*-'""
deiii Bestrar.lungeschritt wird durch die elektrische Aufladung
da,s elektrische Feld verstärkt, was bis zu einem "Wert oder
über diesen hinaus geschehen kann, wie er während der Bestrahlung vorgelegen hat* Die Bestrahlung kann entweder vor
oder nach Π ldm:f- der Mehr schicht anordnung erfolgen, erfolgt
sie danach, /o inu£ zumindest eines der beiden Blätter für
die · erwyn«1^:e tuektroEafjnetieche Strahlung durchlässig
sein. ""■■"" ■ '
Bein; !iehr ach tent verfahr en kann das elektrische Feld auf
(1 r. t.. V ..." 1 Π g (j
_ 4 —
verschiedenartige Weise erzeugt werden, beispielsweise durch Anordnen der zwischen den beiden Blättern befindlichen
Bildstoffschioht zwischen zwei Elektroden und Anschalten aller Spannung an die Elektroden. Das elektrische PeId kann
ferner durch Verwendung eines elektrischen Isolierstoffes
in zumindest einem der beiden Blätter und Erzeugung einer statischen Ladung auf dem isolierenden Blatt erzeugt werden»
Wird nur ein elektrisch isolierendes Blatt verwendet, so wird das Feld durch Verwendung einer Elektrode auf der dem leitfähigen
Blatt abgewandten Seite der Mehrschichtanordnung er-
" zeugt, wobei das leitfähige Blatt geerdet ist. Die statische
Ladung kann durch Reibung, Korona-Aufladung oder Bewegung der
elektrisch isolierenden Schicht zwischen zwei elektrisch leitfähigen Rollen, die eine Spannung führen, erzeugt werden. Die
statische Ladung wird also durch ein eine elektrische Ladung tragendes Element und eine elektrisch isolierende Schicht
erzeugt, die miteinander in elektrischer Wechselwirkung stehen«. Das elektrische Feld kann auf die gleiche oder eine ähnliche
Weise wie bei seiner Erzeugung verstärkt werden. Zwei Elektroden können nach der Bestrahlung eine größere Spannung
als bei der Bestrahlung erhalten« Wird das Feld durch eine statische Ladung auf dem Spenderblatt oder dem Empfangsblatt
| erzeugt, so kann die Mehrschichtanordnung mit einem eine Ladung tragenden Element nach der Bestrahlung zur Verstärkung
der statischen Ladung in Wechselwirkung gebracht werden.
Nach der Verstärkung des elektrischen Feldes wird die Mehrschichtanordnung
getrennt, wobei die Bildstoffschicht längs
den duroh das Licht-Schatten-Muster der elektromagnetischen Strahlung bestimmten Linien zerbricht. Ein !Teil der Bildstoff
schicht wird auf eines der Blätter übertragen, während der Rest auf dem anderen verbleibt, so daß ein Positivbild
auf einem Blatt entsteht, während auf dem anderen ein Negativbild vorhanden ist·
Das elektrische Feld soll zum Zeitpunkt der Belichtung und '
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der Trennung der Mehrschichtanordnung vorzugsweise eine Stärke
von ca. 78 700 bis 395-700 V/mm an der Bildstoffschicht
haben. Besonders günstige Werte liegen zwischen ca. 118 und ca« 275-600 v/mm. Für ein solches elektrisches Feld kön^
neu Spannungen von 5000 bis ca. 20 000 V verwendet werden.
Höhere Spannungen sind gleichfalls möglich, jedoch nicht erwünscht.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere für solche Mehrschichtahordnungen günstig, bei denen das elektrische
Feld durch eine statische Aufladung zumindest des Spenderblattes oder des Empfangsblattes erzeugt wird, wenn dieses
Blatt elektrisch isolierend ist· Eines oder beide elektrisch isolierende Blätter können in elektrische Wechselwirkung
mit einem aufgeladenen Element vor und nach der Bestrahlung gebracht werden. Die aufgeladenen Elemente können Korona-Entladungsvorrichtungen
der in den US-Patentschriften 2 588 699, 2 777 957 und 2 885 556 beschriebenen Art sein,
leitfähige Drähte können gleichfalls eingesetzt werden, ferner Heibungsvorriohtungen gemäß der US-Patentschrift
2 297 691. lieben den sonstigen möglichen aufgeladenen Elementen können beim erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise
auch eine leitfähige Bolle oder ein Rollenpaar der in der US-Patentachrift
2 980 834 beschriebenen Art Verwendung finden.
Wie bereits ausgeführt, soll die Stärke des elektrischen Feldes
an der Bild etoffschicht während der Bestrahlung und der
Blatttrennung im Bereich von oa« 78 700 bis 393 700 V/mm liegen·
Wird beim erfindungsgemäßen Verfahren das elektrische Feld durch eine etatische Aufladung zumindest des Spenderblattes
oder des Smpfangsblattes erzeugt, so tritt ein Spannungsverlust durch Ableitung während der Zeit zwischen der Bestrahlung
und der Blatttrennung auf· Dieser Spannungsverlust hat
eine Verschlechterung der Bildqualität zur Folge· Gemäß d«r
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Erfindung wird in vorteilhafter Weise die zur Erzeugung qualitativ
guter Bilder erforderliche Spannung"duroh Erhöhung
der elektrischen Feldstärke an der Bildstoffschicht vor der
Blatttrennung geliefert, wodurch die infolge Ableitung auftretende Feldschwächung kompensiert wird. Beim erfindungsgemäßen
Verfahren wird also das elektrische Feld an der Bildstoffschicht entweder bis auf den bei der Bestrahlung vorliegenden
Wert oder darüber hinaus verstärkt. .
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Elektroden können aus jedem geeigneten leitfähigen Material bestehen.
Typische leitfähige Elektrodenstoffe sind Aluminium, Messing, Edelstahl, Kupfer, Nickel, Zink und deren Mischungen· Vor-'
zugsweise wird Aluminium verwendet, da es leicht erhältlich ist und gut leitet. Ist das Spenderblatt oder das Bmpfangsblatt
elektrisch leitfähig, so kann dieses als Elektrode verwendet werden» Es erfüllt dann eine zweifache Funktion, einmal
die einer Elektrode, zum anderen die eines Teils der Mehrschichtanordnung.
Das elektrisch isolierende Empfangs- oder Spenderblatt kann
aus jedem geeigneten nichtleitenden Material bestehen. Typische derartige Stoffe sind Polyäthylen, Polypropylen, PoIyäthylenterephthalat,
Zelluloseacetat, Papier, mit Kunststoff überzogenes Papier wie z.B. mit Polyäthylen überzogenes Papier
sowie deren Mischungem Mylar, ein durch Kondensationsreaktion zwischen Äthylenglycol und Terephthalsäure gebildeter
Polyester, erhältlich von B»I· duPont de Nemoura & Company,
Ine», wird vorzugsweise verwendet, da es eine hohe physikalische Festigkeit und gute Isolationseigenschaften hat. leitfähige
Stoffe wie aluminisiertes Papier, Metallfolie, Zellophan
und leitfähig überzogenes Glas können gleichfalls verwendet werden«
Beim Mehrsohiehtverfahren enthält die Bildstoffsohioht einen
, geeigneten elektrisch lichtempfindlichen Stoff· Derartige
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Stoffe können als Überzug auf einem elektrisch isolierenden oder leitfähigen Blatt vorgesehen sein und bilden das Spenderblatt
für das Mehrschichtverfahren. Typische organische elektrisch lichtempfindliche Stoffe sindi Chinacridone wie
2,9-Dimethylchinacridon, 4,11-Dimethylchinacridon, feste
Lösungen von Ghinacridonen und anderen Zusammensetzungen, beschrieben in der US-Patentschrift 3 160 510, Oarboxamide wie
li-2"-(1"» 3" »5"-Triazy 1-8,-13-dioxo dinaphtho-(2,2",3)furan-6-carboxamidf
Anthrachinone wie 1,5-bis(Benzylamino) anthrachinonj
Phthalocyanine wie die Beta-Porm metallfreien Phthalocyanine, Kupferphthalocyanin, Tetrachlorcyanin, die X-Porm
metallfreien Phthalocyanine, beschrieben in der US-Patentschrift 3 357 989, Metallsalze und Basen von Azofarbstoffen
wie Calciuabasen von 6-Brom-1(1'-sulfo-2-naphthylazo)~2-naphthol,
Bariumsalz von 6-0yan-1(1'-sulfo-2-naphthylazo)-2-naphthyl
sowie deren Mischungen.
Typische anorganische elektrisch lichtempfindliche Stoffe sind Cadmiumsulfid, Caloiumsulfoselenid, Zinkoxid, Zinksulfid,
Sohwefelselen, Quecksilbersulfid, Bleioxid, Bleisulfid,
Cadmiumselenid, Titandioxid, Indiumtrioxid und ähnliche.
Außer den vorstehend genannten organischen und anorganischen Stoffen für die Bildetoffschicht können auoh andere Stoffe,
wie sie beispielsweise in der britischen Patentschrift 1 150 381 beschrieben sind, verwendet werden·
Die X-Porm von Phthalocyanin wird vorzugsweise verwendet, da sie eine ausgezeichnete Lichtempfindlichkeit besitzt« Es kann
jedoch auch jedes andere geeignete Phthalocyanin für die BiIdstoffsohicht
verwendet werden. Das Phthalocyanin kann in jeder geeigneten Kristallform vorliegen· Bs kann in den Ring-
und geraden Kettenteilen substituiert oder unsubstituiert sein. In diesem Zuaaaaenhang wird auf ein Buch alt dem Titel
"Phthalocyanine Compounds" von Ρ·Η. Moser und A.L. Thomas,
Reinhold Publishing Co., 1963» hingewiesen, welches eine ein-
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gehende Beschreibung der Phthalocyanine und ihrer Synthese enthalte Ein insbesondere günstig anzuwendendes X-Phthalocyanin
ist in der britischen Patentschrift 1 150 381 beschrieben«
Die grundsätzliche physikalische Eigenschaft, die für die
Bildstoffschicht gefordert wird, ist ihre Brüchigkeit entweder
nach Herstellung oder nach geeigneter Behandlunge Die Schicht muß in ihrer Struktur ausreichend sohwach sein, daß
die Einwirkung eines elektrischen Feldes sowie der elektromagnetischen Strahlung auf den elektrisch lichtempfindlichen
Stoff ein Breohen der Bild stoffschicht zur Folge hat. Ferner
muß die Schicht auf eine elektrische Feldstärke ansprechen, die unter demjenigen Wert liegt, der einen elektrischen Überschlag
in der Schicht bewirkt. Deshalb muß die Bildstoff«
schicht zum Zeitpunkt des Trennungsvorganges zäh-weich sein, so daß sie längs den Linien des Idcht-Schatten«Musters der
elektromagnetischen Strahlung zerbricht. Eine andere Bezeichnung für die Eigenschaft "zäh-weich" ist daher "im elektrischen
Feld brechbar11.
Die Bildstoffschicht dient als lichtempfindliches Element des
Verfahrens und ale Färbungsmittel für das erzeugte BiId0 Sie
ist vorzugsweise derart ausgewählt« daß sie eine hohe Empfindlichkeit
und gleichzeitig eine intensive Färbung hat, so daß ein kontrastreiches Bild mit dem beim erfindungegemäßen
Verfahren möglichen hohen Gamma-Wert erzeugt wird. Die BiIdstoffechicht
kann homogen sein und beispielsweise eine feste Lösung »weier oder mehr Pigmentstoffe enthalten, wobei einer
oder mehrere Pigmentstoffe elektrisch lichtempfindlich sind. Sie kann auch heterogen eein und beispielsweise in einem Bindemittel
diepergierte Pigmentstoffteilchen enthalten·
Ein Verfahren ssur Erzielung einer geringen Zähigkeit der BiIdstoffechioht
besteht in der Verwendung relativ weicher Stoffe mit geringem Molekulargewicht« So kann beispielsweise in
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einer homogenen Bildstoffschicht mit einer einzigen Komponente
eine monomere Verbindung oder ein Polymer mit geringem Molekulargewicht
zusammen mit einer Lewis-Säure verwendet werden, um der Schicht eine hohe Idohtempfindlichkeit zu verleihen.
In ähnlioher Weise kann bei einer homogenen Schicht mit zwei oder mehr Komponenten in fester Lösung entweder für eine oder
beide Komponenten ein Stoff geringen Molekulargewichtes verwendet sein, so daß die Schicht die gewünschte geringe Zähigkeit
hat· Dies gilt auch für eine heterogene Bildstoffschicht.
Das Bindemittel in der heterogenen Schicht kann selbst lichtempfindlich sein, dies muß jedoch nicht unbedingt der Pail
sein· Das Bindemittel kann allein mit Rücksicht auf seine physikalischen
Eigenschaften unabhängig von der Liohtempfindlichkeit
ausgewählt werden. Dies gilt auoh für eine aus;zwei Komponenten
bestehende homogene Schicht, bei der lichtunempfindliche Stoffe mit den gewünschten physikalischen Eigenschaften
verwendet werden können· Jedes andere Verfahren zur Verwirklichung einer geringen Zähigkeit der Bild stoffschicht ist
gleichfalls möglich. Beispielsweise können geeignete Mischungen unverträglicher Stoffe wie z.B. eine Mischung eines Polysiloxanharzes
mit einem Polyacrylesterharz entweder als Bindemittelschicht
in einem heterogenen System oder bei einem homogenen System, bei dem der Iiohtempfindliehe Stoff entweder eine
der unverträglichen Komponenten (zusammen mit einer Lewis-Säur re) oder eine besondere und zusätzliche Komponente der Schicht
ist, verwendet werden. Die Stärke der Bildstoffschicht liegt
vorzugsweise im Bereioh von ca. 0,2 bis ca· 10 Mikron, allgemein im Bereich von ca0 0,5 bis ca. 5 Mikron und vorzugsweise
bei 1 Mikron·
Das Voluaenverhältnis von lichtempfindlich«» Pigmentstoff zu
Bindemittel beim heterogenen System kann zwischen ca, 10 ι 1
und oa9 1 ι 10 liegen, allgemein sind jedoch die besten Ergebnisse
mit Werten von ca· 1 j 4 bis ca. 2 ι 1 möglich, weshalb,
dieser Bereloh vorzugsweise angewendet wird·
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Als Bindemittel für die heterogene Bildstoffschicht oder als
zusammen mit den Pigmentstoffen in der homogenen Schicht verwendeter
Stoff kann jeder geeignete zäh-weiche Isolierstoff oder jeder Stoff verwendet werden, der zäh-weich gemacht werden
kann. Typische geeignete Stoffe sind: mikrokristalline Wachse wie Sunoco 1290, Sunoco 5825, Sunoco 985, alle erhältlich
von der Sun Oil Go.; Paraflint RG, erhältlich von der
Moore and Munger Company; Paraffinwachse wie Sunoco 5512, Sunoco 3425, erhältlich von der Sun Oil Co.j Sohio Parowax,
erhältlich von der Standard Oil of Ohio; Wachse aus hydrierten Ölen wie Capitol City 1380, erhältlich von der Capitol City
Products Co., Columbus, Ohio; Caster Wax L-2790, erhältlich von der Baker Caster Oil Co.; Vitikote L-340, erhältlich von
Duro Commodities; Polyäthylene wie Eastman Spolene N-11,
Eastman Epolene 0-12, erhältlich von der Eastman Chemical Products
Co.? Polyethylene DYJ(D, Polyethylene DYLT, Polyethylene DYITF, Polyethylene DYDT, alle erhältlich von der Union Carbide
Corp.; Marlex TR 822, Marlex 1478, erhältlich von der Phillips
Petroleum Co.; Epolene C-1-3, Epolene C~10, erhältlich von
der Eastman Chemical Products Go»; Polyethylene AG8, Polyethylene
A0612, Polyethylene AC324, erhältlich von Allied Chemicals;
modifizierte Styrole wie Piccofcex 75, Piccotex 100» Piccotex
120, erhältlich von Pennsylvania Industrial Chemical; Vinylacetat-Äthylen-Copolymere
wie Elvax Resin 210, Elvax Resin 310, Elvax Resin 420, erhältlich von E.I. duPont de lemours & Co.,
Inc.; Vietanex MH, Vistansx L-80, erhältlich von Enjay Chemical
Co.; Vinylchlorid-Vinylaeetat-Copolyiaere wie Vinylite
VYlP, erhältlich von der Union Garbide Corp.; Styrol-Vinyltoluol-Copolymere;
Polypropylene und Mischungen dieser Stoffe. Vorzugsweise wird ein nichtleitendes Bindemittel verwendet»
da ea die Anwendung einer größeren Anzahl elektrisch lichtempfindlicher Pigmentatoffe ermöglicht«.
Ferner wird eine Mischung eines mikrokristallinem Wachses und
von Polyäthylen verwendet), da sie säh^weich miä ein Isolator
ist·
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Ist die Bildstoffschicht nicht ausreichend zäh-weich, um
ein bildmäfiiges Zerbrechen zu gewährleisten, so muß ein Aktivierungesohritt
durchgeführt werden. Diese Aktivierung kann auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise durch
Erhitzung der Bildstoffschicht und damit verbundene Erweichung
oder durch Aufbringen einer Substanz auf die Oberfläche der Bildstoffschicht oder durch Einlagerung einer Substanz in
die Bildstoffschicht, wodurch die Zähigkeit der Schicht verringert
oder eine solche Verringerung begünstigt wird. Me verwendete Substanz wird als "Aktivierungsmittel" bezeichnet. Vorzugsweise
soll dieses einen hohen spezifischen Widerstand haben, so daß ein elektrisoher Überschlag an der Mehrschichtanordnung
verhindert wird. Handelsübliche Aktivierungsmittel werden vorteilhaft gereinigt, um Verunreinigungen zu entfernen,
die die Leitfähigkeit erhöhen können. Dies kann durch Hindurohleiten der Flüssigkeiten durch eine Tonfiltersäule
oder durch Verwendung eines anderen geeigneten Reinigungsverfahrens
geschehen. Allgemein gesprochen, soll das Aktivierungsmittel auch die weiter oben beschriebenen Eigenschaften besitzen.
Unter einem Aktivierungsmittel soll im folgenden nicht nur ein Stoff verstanden werden, der üblicherweise als Lösungsmittel
bezeichnet wird, sondern auch ein solcher, der ein teilweises Lösungsmittel, Quellmittel oder Erweichungsmittel für
die Bildstoffschicht ist· Wärme kann gleichfalls als Aktivierungsmittel
verwendet werden, wenn sie eine Erweichung der Bildstoffschicht bewirkt.
Allgemein soll das Aktivierungemittel einen relativ niedrigen Siedepunkt haben, so daß eine Fixierung des erhaltenen Bildes
bei Verdunstung des Aktivierungsmittels erfolgt. Falls erwünscht,
kann die Fixierung des Bildes durch höchstens cgeringfügige Erwärmung beschleunigt werden. Es sei jedoch darauf
hingewiesen, daß das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf diese relativ flüchtigen Aktivierungsmittel beschränkt ist· Es
können auch Aktiv!erungemittel mit sehr hohem Siedepunkt ver-
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wendet werden, beispielsweise Silikonöle wie Dimethy!polysiloxane
und langkettige aliphatische Kohlenwasserstofföle mit
sehr hohem Siedepunkt, die normalerweise als'Transformatorenöle
verwendet werden, beispielsweise Weaoo-C-Transformatorenöl,
erhältlich von der Westinghouse Electric Co0 Obwohl diese
weniger flüchtigen Aktivierungsmittel nicht durch Verdunstung trooknen, kann eine Bildfixierung durch Berührung des Bildes
mit einem absorbierenden Blatt, 2.B. einem Papierblatt, erfolgen, das die Aktivierungsflüssigkeit aufsaugt. Es kann
also jedes geeignete flüohtige oder niohtflüchtige Aktivierungsmittel verwendet werden. Typisohe Aktivierungemittel
sind Sohio Odorless Solvent 3440, ein aliphatisoher (Kerosin) Kohlenwasserstoffanteil, erhältlich von der Standard Oil Co.
of Ohio, Tetrachlorkohlenstoff, Petroleumäther, Preon 214 (Tetrafluortetraohlorpropan), andere halogenierte Kohlenwasserstoffe
wie Chloroform,. Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Chlorbenaol, Trichlormonofluormethan, Tetrachlordifluoräthan,
Triohlortrifluoräthan, Amide wie Formamid, Dimethylformamid, Äther wie Diäthyläther, Diisopropyläther,
Dioxan, Tetrahydrofuran, Äthylenglycolmonoäthyläther, aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol,
Xylol, Hexan, Zoylohexan, Benssin, Schwerbenzin und
weißes Mineralöl, sowie pflanzliche Öle wie Kakaonußöl, Babueeuöl,
Palmöl, Olivenöl, Rizinusöl, Erdnußöl und Klauenfett,
Deoan, Dodecan und Mischungen dieser Stoffe. Vorzugsweise
wird Sohio Oiorlass Solvent 3440 verwendet, da es ein ausgezeichneter
lichtleiter ist und schnell verdunstet·
Die BildstoffSchicht kann ale selbsttragender Film hergestellt werdenj normalerweise wird sie jedoch als Schicht auf
ein Blatt aufgebracht, iae als Spenderblatt oder Spenderunterlage
bezeichnet wird. Die Kombination-der Bildstoffschicht
mit dem Spenderblatt wird als Spender bezeichnet. Der elektrisch liehtempfindlich« Pigmentstoff und der elektrisch
liohtunempfindliehe Pigmentstoff werden beim homogenen System
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normalerweise direkt miteinander vermischt. Wird ein Bindemittel verwendet, so können die Pigmentstoffe entweder separat
mit dem Bindemittel gemischt werden, wozu eine übliche Vorrichtung zur Vermischung von Feststoffen, beispielsweise eine
Kugelmühle verwendet wird, oder beide Pigmentstoffe werden
direkt einem Bindemittel beigegeben und dispergiert, wozu eine Kugelmühle oder eine Erhitzung des Bindemittels auf eine
Temperatur über seinen Schmelzpunkt angewendet wird und die Pigmentstoffe in dem flüssigen Bindemittel durch einfaches
Mischen dispergiert werden. Nach Vermischung der Anteile der Bildstoffschioht wird eine vorgegebene Mischungsmenge auf
eine Unterlage als Schicht aufgebracht. In einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung wird eine solche aus einem
elektrisch lichtempfindlichen Pigmentstoff und einem elektrisch lichtunempfindliohen Pigmentstoff sowie einem Bindemittel
bestehende Schicht auf eine transparente und elektrisch isolierende Spenderunterlage aufgebracht.
Eine Quelle für sichtbares Licht, ultraviolettes Licht oder
jede andere geeignete elektromagnetische Strahlung kann zur
Bestrahlung der Bildstoffschicht beim Mehrschichtverfahren angewendet
werden. Der elektrisch lichtempfindliche Stoff ist derart ausgewählt, daß er auf die Wellenlänge der jeweils verwendeten
elektromagnetischen Strahlung empfindlich reagiert. Es sei bemerkt, daß unterschiedlich elektrisch lichtempfindliche
Stoffe unterschiedliche EmpfindliohkeitsSpektren besitzen
und daß das Empfindlichkeitsspektrum vieler elektrisch lichtempfindlicher Stoffe duroh Sensitivierung mit Farbstoffen abgeändert
werden kann, so daß es entweder für einen bestimmten Spitzenwert verstärkt und damit eingeengt oder für ein mehr
panchromatisches Verhalten verbreitert wird.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens werden im folgenden anhand der Figuren beschrieben. Is zeigenί
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Fig.1 den Schnitt einer Mehrschichtanordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und
Figo2 den Schnitt einer schematisch dargestellten Mehrschichtanordnung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei die einzelnen Verfahrensschritte dargestellt sind ο
In Pigei ist eine Bildstoffschicht 2 dargestellt, die in
einem Bindemittel 3 einen elektrisch lichtempfindlichen Stoff 4 dispergiert enthält und auf die Oberfläche eines Spender«
blattes 5 aufgebracht istο Das Empfangsblatt 6 ruht auf der
Bildstoffschicht 2 und vervollständigt die Mehrschiohtanordnungo
Ein handelsübliches metallfreies Phthalocyanin wird zunächst durch Auslaugen mit o-Dichiorbenzol zur Entfernung organischer
Verunreinigungen gereinigt. Da diese Auslaugung die weniger empfindliche kristalline Beta-Form ergibt, wird die erwünschte
X-form durch Auflösung von ea„ 100 g der Beta-Form in
oao 600 ecm Schwefelsäure gebildet und die Lösung in ca»
3000 ecm Eiswasser geschüttet und dann mit Wasser bis zur Neutralität
gewaschen» Das auf diese Weise gereinigte Alpha-Phthalocyanin
wird dann ca» 6 Tage in einer Salsmühle gemahlen und durch Aufschlämmung in destilliertem Wasser entsalat.
Danach wird es vakuumgefiltert und mit Wasser sowie dann mit Methanol gewaschen, -fcia ü&a Filtrat klar ist« Nach der Vakuumtrocknung
zur Entfernung restlichen Methanols wird die so hergestellte X-Porm dee Phthalocyanine zur Herstellung der
Bildstoffschicht folgendermaßen verwendet: ca» 5 g der X-Form
des Phthalocyanine werden au ©a® 5 g Algol Yellow GO, 1,2,4,-6-di-(ö9G'-Diphenyl)trlagoiantlirsehinoHj,
0oI. Kr«, 6730O9
erhältlich τοη General Dyestuffs, unö zu ca· 2f8 g gereinigtem
Watehung Bed B9 1-(4i-Methyl-5'-chlorazot>enzol«2i-sulfon~
säarG)«g-hydroxy»3-naphtheiieäure, 0·Ι· fe· 15865, erhältlich
E.Ic duJ?ont de leaours & 0oo9 hinzugefügte Dia Reinigung
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dee letzteren Stoffes wird folgendermaßen durchgeführts
ca.. 240 g des Watohung Bed B werden in ca. 2400 Milliliter
Sohio Solvent 3440, eine Mischung von Kerosinanteilen, erhältlich
von der Standard Oil Company of Ohio, eingegeben· Diese Mischung wird dann auf eine Temperatur von ca. 65°O
erhitzt und ca. 1/2 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Dann wird sie mit einem gesinterten Glasfilter gefiltert. Die
Feststoffe werden dann nochmals mit Petroleumäther (90 bis 1200C) aufgeschlämmt, der von der Abteilung Matheson, Coleman
und Bell der Matheson Company, East Rutherford, New Jersey, erhältlich ist. Dann wird sie mit einem gesinterten Glasfilter
gefiltert. Die Peststoffe werden dann in einem Ofen bei ca, 5O0C getrocknet·
Ca. θ g mikrokristallinee Wachs Sunoco 5852 mit einem ASTM-127-Schmelzpunkt
von 660C und ca. 2 g Paraflint R.G·, ein
Paraffinstoff mit geringem Molekulargewicht, erhältlich von der Moore & Kunger Company, New York City, und ca. 320 Milliliter
Petroleumäther (90 bis 1200C) und ca. 40 Milliliter
Sohio Odorless Solvent 3440 werden mit den Pigmentstoffen in ein Glasgefäß eingegeben, das Kieselsteine mit einem
Durchmesser von ca. 13 mm enthält. Die Mischung wird dann
durch Umdrehung des Glasgefäßes mit oa. 70 U/min ca. 16 Stunden
lang gemahlen. Dann wird sie ca« 2 Stunden lang auf oa· 45 C erhitzt und auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die Mischung
ist dann für die Beschichtung der Spenderunterlage fertig. Sie wird in pastenartigern Zustand bei gedäapftem grünen Licht auf
0,05 mm starkes Mylar (ein Polyester, gebildet durch Eondensationsreaktion
zwisohen Äthylenglycol und Terephthalsäure, erhältlich von £.1. duPont de Nemours & Co., Inc.) mit einem
drahtgewiokelten Aufstreichstab Nr.36 aufgetragen, so daß
sich im trockenen Zustand eine Schichtstärke von ea. 7,5 Mikron
ergibt. Der so auf das Mylar aufgebrachte Überzug wird
dann bei Dunkelheit getrocknet·
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In Pig·2 ist der wahlweise Aktivierungsschritt beim Mehrschichtverfahren
dargestellt, das Spenderblatt trägt eine Bildstoffschicht, die wie vorstehend beschrieben aufgebracht
ist· Das Aktivierungsmittel kann nach jedem geeigneten Verfahren, beispielsweise mit einer Bürste, mit einer glatten
oder rauhen Rolle, durch Aufgießen, durch Dampfkondensation
o.a. aufgebracht werden. In Fig.2 ist das Aufsprühen der
Aktivierungsflüssigkeit 201 auf die Bildstoffschicht 203 aus dem Behälter 205 dargestellt. Nach dem Aufsprühen wird
die Bildstoffschicht sandwichartig zwischen dem Spenderblatt
207 und dem Empfangsblatt 209 angeordnet. In bestimmten Fällen kann der Aktivierungsschritt weggelassen werden. So ist
also eine Mehrschichtanordnung möglich, bei der die Bildstoffschicht
203 schon bei der Herstellung eine geringe Zähigkeit hat, so daß keine Aktivierung erfolgen muß und
das Empfangsblatt 209 direkt auf die Bildstoffschicht 203
aufgelegt werden kann· Allgemein ist jedoch ein Aktivierungsschritt
innerhalb des Abbildungsverfahrens vorzuziehen.
Nachdem bei der vorzugsweisen Ausführungsform das Empfangsblatt 209 auf die Bildstoffschicht 203 aufgelegt ist, wird
die Mehrschichtanordnung an der Rolle 211 vorbeigeführt und ein elektrisches Feld mit den Elektroden 213 und 215 erzeugt.
Die Elektroden sind über einen Widerstand 219 mit einer Spannungsquelle
217 verbunden. In Fig.2 ist zwar keine Berührung der Mehrschichtanordnung mit einer der Elektroden 213 und
215 dargestellt, da das Empfangsblatt und das Spenderblatt vorzugsweise aus nichtleitenden Materialien bestehen, während
des Ladevorganges können sie Jedoch eine oder beide Elektroden
berühren· Vorzugsweise berührt die Mehrschichtanordnung eine Elektrode, so daß diese als Führung dient· -
Als Ladevorrichtung kann auch eine Korona-Entladungsvorrichtung, eine Rolle, beispielsweise die Rolle 211 aus leitfähigem
Material, vorgesehen sein, und anstelle der Elektrode
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213 zur Aufladung des Empfangsblattes dienen» Ferner kann auoh eine scharfe Kante oder,eine Reibungsvorrichtung wie
z.Bo eine mit Pelz überzogene Rolle verwendet werden*
Die Polarität der ladung mit den Elektroden 213 und 215 kann
umgekehrt werden» so daß die Elektrode 213 negativ und die Elektrode 215 positiv ist· Die aufgeladene Mehrschichtanordnung
bewegt sich dann zur transparenten Platte 221, an der
sie mit einem Lichtbild 223 belichtet wird. Das Lichtbild 223 kann durch ein Durohsiehtbild oder durch von einem undurchsichtigen
Bild reflektiertes Lioht erzeugt sein· Bei kontinuierlichem Betrieb wird das Lichtbild vorzugsweise
derart durch einen Schlitz projiziert, daß nur wenig oder keine Relativbewegung zwischen dem profilierten Lichtbild und
der Mehrschichtanordnung entsteht· Die Mehrsohichtanordnung
wird dann zwischen den Rollen 225 und 227 hindurchgefuhrt,
die elektrisch leitfähig und Über einen Widerstand 231 mit einer Spannungsquelle 229 verbunden sind· Die leitfähigen
Rollen 225 und 227 verstärken das elektrische Feld an der Bildstoffschicht. Sie dienen daher als geladene Elemente, die
in elektrische Wechselwirkung mit der Mehrsohichtanordnung treten. Sie können auch durch eine Korona-Entladungsvorriohtung,
durch einen leitfähigen Stab oder ein anderes geladenes Element ersetzt sein, mit dem das elektrische Feld an der
Bildstoffschicht verstärkt werden kann.
Naoh der Verstärkung des elektrischen Feldes durch die Rollenelektroden
225 und 227 wird das Spenderblatt vom Empfangsblatt getrennt. Dabei zerbricht die Bildstoffschicht 203 längs
den Kanten der belichteten Fläohenteile an der Fläche, mit der sie am Spenderblatt 207 anhaftet. Entsprechend werden die
belichteten Fläohenteile der Schicht 203 auf einem der Blätter 207 und 209 festgehalten, während die niohtbeliohteten
Flächenteile auf dem anderen Blatt verbleiben, so daß auf
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einem Blatt ein Positivbild, auf dem anderen ein Negativbild entsteht·
Bas Verfahren kann auch so durchgeführt werden, daß nur eines
der Blätter 207 und 209 anfange geladen und das elektrische Feld durch Berührung des geladenen Blattes mit einem geladenen
Element nach der Belichtung und vor der Trennung beider Blätter verstärkt wird.
Bin elektrisch liohtempfindlioher Bildatoff wird mit drei
verschiedenen lichtempfindlichen Stoffen folgendermaßen hergestellt:
Der rote Pigmentstoff Iragazine Red 2 BLT der Geigy Chemical Company wird durch Auslaugung in einem Lösungsmittel
gereinigt, der gelbe Pigmentstoff Algol Yellow GC, als konzentriertes Pulver erhältlich von der General Aniline
and PiIm Corporation, wird durch Rekristallisation aus
Schwefelsäure gereinigt· Ca. 2,5 Teile X-Phthalocyanin, 1,2 Teile gereinigtes Algol Yellow und 2«8 Teile gereinigtes
Iragazine Red sowie ca. 45 Teile Naphtha werden zusammengebracht und vier Stunden lang in einer Kugelmühle gemahlen·
Bin Bindemittel wird hergestellt, indem ca· 5 Teile Polyethylene
OYLT der Union Carbide Corporation, ca. 1,5 Teile mikrokristallines Wachs Paraflint R-2 der Moore and Munger
Company, ca· O,<5 Teile Vinylacetat-Äthylen-Copolymer von Ε·Ι.
duPont de Nemours * Co.,Inc. (Elvax 420), ca· 2,5 Teile eines
modifiaierten Styrols, erhältlich als Piocotex 75 von der
Pennsylvania Industrial Chemical Company, und ca» 0,1 Teile
Polyäthylene erhältlich als Polyethylene UYDT von der Union
Carbide öorp©ration8 la ca· 20 ml Sohio Odorless Solvent 3440,
eia Kerosiiianteil der Standard Oil Company, eingegeben werden.
Die Mischung wird erhitzt und bis aur. Auflösung aller Feststoffe
gerührt· Vorzugsweise werden die Stoffe Yor dsm Zuaamm<dnLriiig@n
j©wells dureii Auflösung In einem organischen Lc5«-
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sungsmittel, Ausfällung und Waschung mit einem organischen
Alkohol geringen Molekulargewichtes gereinigt· Diese Mischung wird in klarer Lösung zur Bildung einer Paste abgekühlt,
die dann mit den gemahlenen lichtempfindlichen Stoffen über Nacht gemischt wird. Die lichtempfindlichen Bildstoffe
werden nach Vereinigung mit der Bindemittelpaste in einer Kugelmühle 16 Stunden lang gemahlen, auf 650C erhitzt
und zwei Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Nach Abkühlung wird die erhaltene Paste als Überzug auf eine
0,08 mm starke Mylar-Folie aufgebracht, wozu ein Aufstreichmesser
in einem Abstand von 1,1 mm verwendet wird, so daß sich eine Überzugsstärke nach Trocknung von ca. 0,04 mm
ergibt. Das so beschichtete Mylarblatt wird dann auf die Zinnoxidfläche einer NESA-Ölasplatte aufgelegt, wobei die
nicht beschichtete Fläche des Mylars das Zinnoxid berührt· Die den lichtempfindlichen Stoff enthaltende Bildstoffschicht
wird durch Aufbringen Ton Preon 214 mit einer Bürste aktiviert.
Ein Empfangeblatt von 0,05 mm Stärke wird auf die aktivierte Bildstoffsöhicht aufgelegt .und das überschüssige
Aktivierungsmittel durch Anwendung leichten Druokes entfernt.
Eine Spannung von 196 800 V/mm wird an das NESA-Glas und
ein schwarzes, elektrisch leitfähiges Papier angeschaltet, daa auf das Empfangeblatt gelegt ist· Der positive Pol liegt
an der NESA-Glasplatte. Bei angeschalteter Spannung wird ein
Bildmuster mit einer weiden Glühlampe durch die NESA-Glasplatte projiziert, wosu eine Optik f-22, eine Belichtungszeit
von einer Sekunde und eine Belichtungsstärke von oa. 2,15 Lux sec verwendet wird. Nach der Belichtung wird die Mehrsohichtanordnung
bei noch anliegender Spannung getrennt, wobei sich* zwei Bilder guter Qualität mit geringer Hintergrund-Zeichnung
und einer Auflösung von 10 Zeilenpaaren pro mn ergeben·
Das Verfahren aus Beispiel I wird wiederholt mit dem Unter-
009846/1586
schied, daß τογ der Trennung, jedoch nach der Belichtung der
Bildstoffschicht die anliegende Spannung auf 118 100 V/mm
verringert wird· Bei Trennung mit der geringeren Spannung ergehen eich swei Bilder schlechter Qualität sit starker Hintergrundzeiohnung, die eine Bestimmung der Auflösung unmöglich macht·
Das Verfahren aus Beispiel I wird wiederholt alt dem Unterschied f. daß Tor der Trennung, jedoch nach der Belichtung
das elektrische Feld en der Mehrschichtanordnung auf
118 100 V/am verringert und auf 196 800 V/mm verstärkt wird·
Bei Trennung ergeben sich zwei Bilder guter Qualität mit geringer Hintergrundeeichnung und einer Auflösung von 10 Zeilenpaaren pro rat·
Zunächst wird eine Bild stoff schicht mit eines elektrisch lichtempfindlichen Stoff» der in einem Bindemittel dispergiert ist» hergestellt. Oa. 100 Teile Naphthol Red B, 1~(2'~
Methoxy-5*-nitrophenylaEo)-2-hydroxy-5""-nitro-3-naphthanilid,
0.1. Hr. 12355· erhältlich von der American Cyanamide Company,
werden in Reagene-lthylendiamin gelöst· Die Lösung wird sofort mit grobem Filterpapier gefiltert und dae Filtrat mit
eines gleichen Volumen ReagenE-Isopropanol gesiecht· Das
Naphthol Red B fällt lit des Alkohol aus und wird Bit einer Centrifuge entfernt· Mach der Trennung von Xthylendiamin und
Alkohol wird der elektrisch lichtempfindliche Stoff slt «usätsllchen Mengen Ieopropanol gewaschen und gefiltert» ee
wird eine Mischung von Ieopropanol und deionisiertem Wasser
is Verhältnis 2t 1 gebildet und danach eine fünf sauge Waschung sit deionisiertem Wasser vorgenommen, bis das Filtrat
neutral ist· Danach wird der Stoff nacheinander slt Dimethylformamid und Methanol gewaschen, bis dos filtrat eine fahl-.
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gelbe Farbe hat. Das Naphthol Bed B wird dann bei 4O0G im
Vakuum getrocknet. Der getrocknete Pigmentstoff wird vier
Stunden lang in einer Kugelmühle mit 16 !Teilen DC-Naphtha gemahlen·
Ein Bindemittel wird gemäfl Beispiel I hergestellt, und in
dieses Bindemittel werden ca. 3 Teile des gereinigten Naphthol Bed B in der in Beispiel I beschriebenen Weise eingelagert,
um den lichtempfindlichen Stoff mit dem Bindemittel zu vermischen. Der erhaltene Bildstoff wird dann als Überzug auf
eine 0,08 mm starke Mylar-Folie aufgebracht, wozu ein Aufstreiohmesser in einem Abstand von 1,1 mm verwendet wird· Der
so erhaltene Spender wird bei einer Temperatur von ca· 460C
getrocknet·
Der Spender wird dann auf die Zinnoxidfläche einer NESA-GUaeplatte aufgelegt, wobei die Bildstoffsohicht dem Zinnoxid
abgewandt ist· Die Bildstoffaohioht wird durch Aufbringen
von Sohio Odorless Solvent 3440 mit einer Bürste aktiviert und eine Mehrschiohtanordnung gebildet, indem eine dünne Aluminiumfolie auf den aktivierten Spender als Empfangsblatt aufgelegt wird· Eine schwäraβ Papierelektrode wird auf das Empfangeblatt gelegt und eine Spannung von 196 800 7/mm an die
Elektrode und die UESA-Olasplatte angeschaltet. Bei angeschalteter Spannung wird die Mehrsohichtanordnung getrennt, und es
ergeben sioh zwei Bilder guter Qualität mit geringer Hintergrund zeichnung und einer Auflösung von oa· 16 Zeilenpaaren
pro mm«
Das Verfahren aus Beispiel IV wird wiederholt mit dem Unterschied, daß nach der Bildseliohtuag die feldstärke mn der
Mehrsohichtanordnuag auf 118 100 V/mm verringert wird. Bei
Trennung der Mehr schicht anordnung mit der geringeren Span«
nung entstehen zwei Bilder schlechter Qualität mit starker
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- 22 -
Hintergrundzeichnung und einer Auflösung von 14 Seilenpaaren pro mm.
Das Verfahren aus Beispiel IV wird wiederholt «it dem Unterschied, daß das elektrische Feld an der Bildstoffsohloht
nach der Belichtung auf 118 100 V/ma verringert und dann
auf 196 800 V/mm unmittelbar vor der Trennung verstärkt
wird. Bei Trennung entstehen zwei Bilder guter Qualität mit geringer Hintergrundzeichnung und einer Auflösung von 20
Zeilenpaaren pro mm.
Aus den vorstehenden Beispielen ist zu erkennen, daß das erfindungsgemäße Verfahren die Herstellung von Bildern verbesserter Qualität ermöglicht, indem die Mehrschichtanordnung
bei der Trennung einer feldstärke mit sumindest demselben Wert
wie bei der Belichtung ausgesetzt wird. Wie aus Beispiel YI hervorgeht, verbessert sich die Auflösung, wenn die feldstärke auf den Wert der Belichtung wieder erhöht wird. Die Auflösung der nach Beispiel YI erzeugten Bilder ist besser als
die der nach Beispiel III erzeugten Bilder, bei denen während der Belichtung und der Trennung die Feldstärke konstant
bleibt.
Außer den vorstehend beschriebenen speziellen Stoffen und
Stoffmengen können auch andere Stoffe, wie sie weiter oben
aufgeführt sind, bei gleichen Ergebnissen verwendet werden. Ferner können zusätzliche Stoffe in der Bildstoffschicht vorgesehen sein, die eine SynergistIsche, verbessernde oder anderweitig günstige Auswirkung auf die Eigenschaften der
Schicht zeigen. Beispielsweise können verschiedene Farbstoffe, spektrale oder elektrische Sensitivierungsmittel wie z.B.
Lewis-Säuren in den verschiedenen Schichten vorgesehen sein.
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Bind dem Faoheann nach Kenntnis der roretehenden Besohreibung
möglich, sie werden insgesamt durch den Grundgedanken der Erfindung uafaBt.
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Claims (2)
- - 24 PatentansprücheAbbildungsverfahren mit bildmäßig verteilter Schicht-Übertragung und einer zwisehen einem Spenderblatt und einem Empfangsblatt angeordneten, elektrisch lichtempfindlichen Bildstoffschicht, die in einem elektrischen Feld bildmäßig mit elektromagnetischer Strahlung bestrahlt wird, wonach das Spenderblatt vom Empfangsblatt getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrsohichtanordnung (203, 207, 209) nach der Bestrahlung elektrisch aufgeladen wird und daß das Spenderblatt (207) vom Empfangsblatt (209) im geladenen Zustand getrennt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Trennung ein Aktivierungsmittel (201) auf die Bildstoffschicht (203) aufgebracht wird.3· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Aufladung nach der Bestrahlung durch zwei einander entgegengesetzt geladene Elektroden (225, 227) erfolgt, zwischen denen die Mehrsohiohtanordnung (203, 207, 209) hindurohgeführt wird.4· Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektroden (225t 227) leitfähige Rollen verwendet werden·5· Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß als Elektroden (225, 227) leitfähige Stäbe verwendet werden·6* Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Aufladung in dem Ionisationsbereich zumindestens einer Korona-Entladungsvorriohtung009846/ 1 586erfolgt, durch den die Mehrschichtanordnung (203, 207, 209) hindurohgeführt wird.7· Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bildstoffsohicht (203) verwendet wird, die einen in einem Bindemittel dispergierten, elektrisch lichtempfindlichen Stoff enthält·8· Verfahren naoh einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische PeId durch statische Aufladung zumindest des Spenderblattes (207) oder des Empfangsblattes (209) erzeugt wirdo0 098 48/1586ι *b ■> Leerseite
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