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DE2063997A1 - V«· fahren zur Herstellung von Abbil düngen nach dem Kontakt-Reflex' System - Google Patents

V«· fahren zur Herstellung von Abbil düngen nach dem Kontakt-Reflex' System

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Publication number
DE2063997A1
DE2063997A1 DE19702063997 DE2063997A DE2063997A1 DE 2063997 A1 DE2063997 A1 DE 2063997A1 DE 19702063997 DE19702063997 DE 19702063997 DE 2063997 A DE2063997 A DE 2063997A DE 2063997 A1 DE2063997 A1 DE 2063997A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
donor
image layer
original
layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702063997
Other languages
English (en)
Inventor
John Wolfgang West Webster N.Y. Weigl (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Xerox Corp
Original Assignee
Xerox Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Xerox Corp filed Critical Xerox Corp
Publication of DE2063997A1 publication Critical patent/DE2063997A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/08Photoprinting; Processes and means for preventing photoprinting
    • G03C5/10Reflex-printing; Photoprinting using fluorescent or phosphorescent means
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G13/00Electrographic processes using a charge pattern
    • G03G13/22Processes involving a combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20
    • G03G13/24Processes involving a combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20 whereby at least two steps are performed simultaneously
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G17/00Electrographic processes using patterns other than charge patterns, e.g. an electric conductivity pattern; Processes involving a migration, e.g. photoelectrophoresis, photoelectrosolography; Processes involving a selective transfer, e.g. electrophoto-adhesive processes; Apparatus essentially involving a single such process
    • G03G17/08Electrographic processes using patterns other than charge patterns, e.g. an electric conductivity pattern; Processes involving a migration, e.g. photoelectrophoresis, photoelectrosolography; Processes involving a selective transfer, e.g. electrophoto-adhesive processes; Apparatus essentially involving a single such process using an electrophoto-adhesive process, e.g. manifold imaging

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  • Molecular Biology (AREA)
  • Photoreceptors In Electrophotography (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)

Description

Xerox Corporation Z. 575
'Rochester, N.Y. 14603 XD/4>Vf
Xerox Square, Y.St.A.
Verfahren sur_ Herstellung, von Abbildungen nach dem_ Kontakt-Reflex-System.
Die Erfindung betrifft ein Vervielfältigungsverfahren, insbesondere die Verwendung der Kontakt-Reflex-Bildherstellung beiva Vervielfältigungsverfahren.
Systeme zur Reproduktion von lichtempfindlichen Bildern verwenden im allgemeinen"teure und voluminöse optische Linsen-Belichtungssysteme/ um ein Licht-Muster auf der lichtempfindlichen Oberfläche zu fokussieren. Bei der Herstellung einer Reproduktion gleicher Größe von einem transparenten Material kann man die optische Linse vermeiden, indem man das transparente Material direkt in Kontakt mit der lichtempfindlichen Oberfläche bringt -und das Licht durch das transparente Material scheinen läßt. Leider läßt sich dieses direkte Belichtungs-System nicht verwenden, wenn das Original undurchsichtig ist.
Bislang war es nicht- möglich, das Vervielfältigungsverfahren unter Verwendung der Reflex-Belichtung durchzuführen. Das übliche Vervielfältigungsverfahren ist in der Brit- Patentschrift Nr. 1.150.381 beschrieben. Man nahm üblicherwei.se an, daß die bei der Vervielfältigung benutzten Bildschichten nicht auf eine Bildübertragung ansprechen würden, die von einem Donor-Blatt auf ein Empfänger-Blatt stattfindet, wenn man Licht genügenden Intensität die Bildschicht durchdringen läßt, unabhängig von jeder zusätzlichen Strahlung, die von einer Bildoberfläche auf die Bildschicht zurückreflektiert wird, wie dies in einem Reflex-System der Fall ist. Jedoch hat ein Reflex-System viele Vorteile gegenüber anderen Reproduktionsmethoden. Zwei Hauptgründe sind die möglichen Ersparnisse an Platz und Geld. Bei einem Reflex-System braucht man kein Linsen-System. Linsen von guter optischer Qualität sind teuer. Ihre Elimination bedeutet daher eine beträchliehe Ersparnis.
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Wenn man eine Kopie direkt in Kontakt mit der Vervielfältigungsapparatur bringt, statt .daß man die durch die Brennweite des Linsen-Systems bestimmte Entfernung einhalten muß, so ergeben sich beträchtliche Raumersparnisse, die eine erhöhte Flexibilität der Vorrichtung zur Folge haben.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, welches das Reflex-Kopieren bei der Vervielfältigung ermöglicht.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Reflex-Belichtung in einem Vervielfältigungs-System, ferner eine Vorrichtung zur Abbildung eines Originals, welches sich in nahem Kontakt mit der Vervielfältigungsapparatur befindet. Bei dem er- w findungsgemäßen Verfahren ist es nicht nötig, das Bildmuster durch ein Linsen-System optisch zu focussieren. Im folgenden ist die Erfindung näher beschrieben.
Das erfindungsgemäße Kontakt-Reflex-Vervielfaltigungsverfahren benutzt eine Vervielfältigungsvorrichtung, die aus einer elektrisch lichtempfindlichen Bildschicht besteht, welche sich ablösbar in einem Musterbild auf einem transparenten Donor-Blatt befindet und in Kontakt steht mit einem transparenten Empfängerblatt. Die Vervielfältigungsvorrichtung wird.mit dem zu reproduzierenden Original in Kontakt gebracht; während die Bildschicht einem elektrischen Feld ausgesetzt wird, belichtet man das Original, indem man Licht fc durch die Vervielfältigungsvorrichtung schickt. Das Licht wird von dem Original in den Teilen ohne Bild zurückreflektiert und belichtet dann die Bildschicht auf der entgegengesetzten Seite der Lichtquelle. Wie weiter unten näher erläutert ist, wird damit die Bildschicht in den Bezirken, die den Nicht-Bild-Teilen des Originals entsprechen, von beiden Seiten belichtet, während diejenigen Bezirke der Bildschicht, welche den Bild-Teilen des Originals entsprechen/ nur von einer Seite belichtet werden. Nach Abtrennung der Vervielfältigungsvorrichtung unter dem Einfluß eines Feldes findet man ein Bild-Muster auf den. Donor- und den Empfänger-Blätter.', von denen eines ein Negativ und das andere ein Positiv des Originals vorstellt.
BAD0R16INAL
Der in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendete Ausdruck "Musterbild" bedeutet folgendes:Zwei Schichten überdecken sich teilweise in der Konfiguration eines Musters, wobei die Deck- „ schicht z·. B. aus einem Muster fester Teile wie Punkte besteht, cder eine komplette Schicht darstellt, aus der ein Muster von Teilen,· wie Punkten, entfernt wurde.
Die Vorteile der verbesserten Bildherstellungsmethode werden aus der folgetiden Beschreibung lind den Abbildungen deutlich.
Fig. 1 ist ein Seitenschnitt einer "Sandwich-Schicht" für das erfindungsgemäße Vervielfältigungsverfahren.
Fig. 2 ist ein schematischer Seitenschnitt, der die Belichtungsstufe des erfindungsgemäßen Verfahrens illustriert.
Fig. 3 ist ein schematischer Seitenschnitt, der die Abtrennung der Vervielfältigungsvorrichtung beim erfindungsgemäßen Verfahren zeigt.
Fig. 4 ist ein schematischer Seitenschnitt, welcher die bevorzugte Methode zur Belichtung des Originals zeigt, während man die Bildschicht einem elektrischen Feld aussetzt.
Gemäß Fig. 1 besteht die Bildschicht 2 aus einem elektrischen lichtempfindlichen Material 3, welches im Binder 4 dispergiert ist und sich ablösbar auf der Oberfläche des Donor-Blattes 5 befindet. Das Empfängerblatt 6 steht in Kontakt mit der Bildschicht 2; das Ganze stellt die Vervielfältxgungsvorrxchtung dar.
Die Bildschicht 2 dient als lichtempfindliches Element des Systems und gleichzeitig als Farbstoff für das schließlich produzierte Bild. Andere Farbstoffe und Pigmente können der Bildschicht zugefügt werden, so daß die Farbe des End-Bildes intensiver gemacht oder modifiziert werden kann, wenn die Farbe von Bedeutving ist. Vorzugsweise wählt man eine Bildschicht, die hoch-empfindlich und gleichzeitig intensiv gefärbt ist, so iaO man ein Bild mit guten Kontrasten erhält. Die Bildschicht kann homogen sein und z.B. eine feste Lösung von x;wei oder mehr Pigmenten umfassen. Die Bild-
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schicht kann auch heterogen sein und z.B. Pigment-Teilchen in einem Binder dispergiert enthalten, wie es in der Fig. 1 gezeigt wird. Die Dicke der Bildschicht, ob homogen oder heterogen, beträgt etwa 0,2 Mikron - 10 Mikron, im allgemeinen ca. 0,5-5 Mikron und vorzugsweise etwa 2 Mikron. Das Gewichtsverhältnis von lichtempfindlichem Pigment zu Binder kann im heterogenen System im Bereich von etwa 10 : 1 bis etwa 1 : 10 liegen; im allgemeinen ergeben jedoch Verhältnisse' von etwa 1:4 bis etwa 2 : 1 die besten Resultate und sind demzufolge bevorzugt.
Wie in den beigefügten Abbildungen gezeigt wird, befindet sich die Bildschicht 2 auf dem Doner-Blatt 5 in Form eines Muster-Bildes. Der Abstand zwischen den Teilen der Bildschicht ist groß w genug, daß Licht durchdringen kann, jedoch klein genug, um eine große Verminderung der Bild-Dichte zu vermeiden. Normalerweise sind etwa 75 - 95 % der gesamten Donor-Oberfläche durch die Bildschicht bedeckt, während der übrige Teil durchsichtig ist. Vorzugsweise bedeckt die Bildschicht etwa 80 - 90 % der Donor-Oberfläche, als optimal wird eine 85 %ige Bedeckung betrachtet.
Das Binder-Material in der heterogenen Bildschicht bzw. das Material, das zusammen mit den elektrisch lichtempfindlichen Stoffen in der homogenen Schicht verwendet wird, kann jedes geeignete Isoliermaterial sein, das eine schwache Kohqsionswirkung hat oder bekommt. Typische Materialien sind z.B. mikrokristalline Wachse, k wie Sunoco 1290, Sunocp 5825, Sunoco 985 (Sun Oil Co.); Paraflint RG (Moore and Munger Company); Paraffin-Wachse wie Sunoco 5512, Sunoco 3425 (Sun Oil Co.);Sohio Parowax (Standard Oil of Ohio). Wachse aus hydrierten Ölen wie Capitol City 1380-Wachs (Capitol City Products, Co. Columbus, Ohio); Ricinus-Wachs L-2 790 (Baker Castor Oil Co.).Vitikote L-304 (Duro Commodities); Polyäthylene wie Eastman Epolene N-Il, Eastman Epolene C-12'(Eastman Chemical Products, Co.); Polyäthylen DYJT, Polyäthylen DYLT, Polyäthylen DYDT (Union Carbide Corp.); Marlex TR 822, Marlex 1478 (Phillips Petroleum Co.); Epolene C-13, Epolene C-IO (Eastman Chemical Products, Co.); Polyäthylen AC8, Polyäthylen AC612, Polyethylen AC324 (Allied Chemicals); modifizierte Styrole wie Piccotex 75, Piccotex 100, Piccotex 120 (Pennsylvania Industrial Chemical); Vinylacetat-Xthylen-Copolymere wie Elvax-Harz 210, Elvax-Hara 310,
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* - . ■ " BAD ORIGINAL
Elvax-Harz 420 (E.I. du Pont de Nemours & Co., Inc.), Vistanex MII, Vistanex L-80 (Enjay Chemical Co.); Viny!chloridei-Vinylacetat-Copolymere wie Vinylit, VYLF (Union Carbide Corp.); Styrol-Vinyltoluol-Copolymere; Polypropylene und Mischungen derselben. Vorzugsweise verwendet man einen isolierenden Binder, weil er einen breiteren Bereich der elektrischen Feldstärke zuläßt.
Eine Mischung aus mikrokristallinem Wachs und Polyäthylen ist bevorzugt, weil sie eine schwache Kohcisionswirkung hat und einen Isolator darstellt.
Normalerweise wird die erfindungsgemäße Bildschicht auf ein Blatt aufgetragen, welches als Donor-Blatt bzw. Substrat bezeichnet wird. Der Einfachheit halber soll die ,Kombination aus Bildschicht und Donor-Blatt im folgenden als "Donor" bezeichnet werden. Bei Verwendung eines Binders.wird das elektrisch lichtempfindliche Material mit dem Bindermaterial vermischt, indem man die üblichen Mittel zur Vermischung fester Stoffe benutzt, z.B. mittels einer Kugelmühle. Nach dem Vermischen der Bestandteile der Bildschicht wird das Substrat mit der gewünschten Menge in dem Punkt-Muster überzogen. Das Musterbild kann in üblicher Weise hergestellt werden, z.B. durch Aufdrucken oder Überziehen des Bildmaterials auf ein Donor-Blatt mit Hilfe eines Gravur-Rollers, oder man kann das Substrat durch eine Schablone mit Punkt-Muster überziehen. Eine besonders bevorzugte Methode zur Herstellung der Bildmuster-Sehicht besteht darin, daß man eine übliche Vervielfältigungs-Bildschicht, die aus einem in einem Binder dispergierten elektrischen lichtempfindlichen Material besteht, auf ein transparentes, elektrisch isolierendes Donor-Blatt aufbringt und unter den üblichen Bedingungen des Vervielfältigungsverfahrens durch eine Schablone mit dem Bildmuster versieht. Nach Abtrennung der Vervielfältigungsvorrichtung befindet sich ein Bildmuster entweder auf der Donor- oder der Empfänger-Schicht, während das Punkt-Muster auf der anderen Schicht bleibt.
Die Bildschicht kann jede gewünschte Farbe haben, wobei man vorteilhaft die natürliche Farbe des lichtempfindlichen Materials oder der Binder»Materialien in der Bildschicht benutzt oder zusätzliche Farbstoffe oder Pigmente verwendet, die gewünschtenfa.lls
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auch lichtempfindlich sein können. Natürlich kann man verschiedene Kombinationen von lichtempfindlichen und nicht-lichtempfindlichen Farbstoffen in der Bildschicht benutzen, um die gewünschte Farbe zu erhalten.
Das Donor-Blatt 5 und das Empfänger-Blatt 6 können aus jedem geeigneten elektrisch isolierenden oder elektrisch-leitenden Material bestehen. Vorzugsweise verwendet man elektrisch isolierende Materialien, da dann polymere Stoffe von hoher Stärke benutzt v/erden können. Außerdem müssen das Donor-Blatt und das Empfänger-Blatt, mindestens teilweise für die elektromagnetische Strahlung durchlässig sein, gegenüber der die Bildschicht empfindlich ist. nach dem erfindungsgemäßen Verfahren muß die elektromagnetische Strahlung
P ja durch die Vervieifaltigungsvorrichtung zu dem zu kopierenden Original laufen, worauf sie entweder von dem Donor- oder dem Empfänger-Blatt zu der dazwischen befindlichen Bildschicht. reflektiert wird. Typische Isolier-Materialien sind gepreßte oder geschmolzene Filme von Polypropylen, Polycarbonate, Polystyrol, Polyäthylen-terephthalat und andere Polyester, Cellulose-acetat, Papier, Plastic-beschichtetes Papier, z.B. Polyäthylen-beschichtetes Papier, Vinylchlorid-Vinylideri-chlorid-Gopolymere und Mischungen derselben. Mylar (ein Polyester, der durch Kondensation aus Äthylenglykol und Terephthalsäure entsteht und von der Firma E,I. du Pont de Nemours & Co., Inc. geliefert wird) wird wegen seiner Stabilität und ausgezeichneten Isolier-Eigenschaft bevorzugt. Dieser Typ eines
fc Polymeren hoher Stärke liefert nicht nur ein starkes Substrat für die positiven und negativen Bilder auf dem Donor-Substrat bzw. Empfänger-Blatt, sondern es bildet auch eine elektrische Barriere zwichen den Elektroden und der Bildschicht, welche den elektrischen Zusammenbruch des Systems verhindert, wenn man das Vervieifältigungs-"Sandwich" einem elektrischen Feld aussetzt. Das Donor- und das Empfänger-Blatt können jeweils aus verschiedenen Materialien bestehen. So kann man z.B. das Vervieifältigungs-"Sandwich" aus einem isolierenden Donor-Blatt und einem leitfähigen Empfänger-Blatt herstellen.
Besonders bevorzugte Materialien für das Donor- und das Empfänger-Blatt sind solche, die auf einer Seite einen transparenten leitfähigen Überzug besitzen. Dünn metallisierte Plastic-Substrate z.B. aluminisiertes Mylar sind besonders bevorzugt, da man dann
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keine transparente Elektrode braucht. Außerdem sind leitfähig überzogene, transparente Materialien bevorzugt, weil man die Vervielfältigungsvorrichtung einem elektrischen Feld aussetzen kann, ohne daß das zu reproduzierende Original in das elektrische Feld eingebracht werden muß, was bei getrennten Elektroden der Fall ist.
Wie in Fig. 1 gezeigt, enthält die Bildschicht 2 alle geeigneten elektrisch lichtempfindlichen Materialien 3. Typische organische Materialien sind z.B. Chinacridone, z.B. 2,9-Dimethyl~ chinacridon, 4,ll-Dimethyl-chinacridon, 2,lO~Dichlor-6,13-dihydrochinacridon, 2,9-Dimethoxy-6,13-dihydro-chinacridon, 2,4,9,11-Tetrachlor-chinacridon und feste Lösungen von Chinacridonen und . anderen Substanzen, wie sie in der US-Patentschrift Nr. 3,160,510 beschrieben sind· Carboxamide z.B. N-2"-Pyridyl-8,13-dioxo-dinaphtho-(2,1-2',3')-furan-6-carboxamid, N-2"-(l",3",5"-Dioxodinaphtho-(2,1-2',31)-furan-6-carboxamid, Anthra-(2,1)-naphtho-(2, 3-d)-furan-9,14-dion-7-(2'-methyl-phenyl)-carboxamid; Carboxanilide, z.B. 8,13-Dioxo-dinaphtho-(2,1-21 , 3' )-furan-6-carbox-pmethoxy-anilid, Q,13-Dioxodinaphtho-(2,1-2*, 3' )-furan-6-carbox-pmethoxy-anilid, 8,13-Dioxodinaphtho-(2,1-2 ', 3')-furan~6-carbox-pmethylanilid, 8,13-Dioxo-dinaphtho-(2,1-2' , 3')-furan-6-carbox-mchloranilid, 8,13-Dioxo-dinaphtho-(2,1-2', 3')-furan-6-carbox-pcyanoanilid; Triazine, z.B. 2,4-Diamino-triazin, 2,4-Di-(I1-anthrachinonyl-amino)-6-(l"-pyrenyl)-triazin, 2,4-Di-(I'-anthrachinonylamino)-6-(I"-naphthyl)-triazin, 2,4-Di-(I1-naphthyI-amino)-6-(I1-perylenyl)-triazin, 2,4,6-Tri-(l',1",1"'-pyrenyl)-triazin. Benzopyrrocoline, z.B. 2,3-Phthaloyl-7,8-benzopyrrocolin, 1-Cyano-2,3-phthaloyl-7,8-benzopyrrocolin, l-Cyanö-2,3-phthaloyl-5-acetamido-7,8-benzopyrrocolin; Anthrachinone, z.B. 1,5-Bis-(beta— phenyläthyl-amino)-anthrachinon, 1,5-Bis-(3'-methoxypropylamino)-anthrachinon, 1,5-Bis-(benzyamino)-anthrachinon, 1,5-Bis-(phenylamino)-anthrachinon, 1,2,5,6-Di-(c,c1-diphenyl)-thiazol-anthrachinon, 4-(2' -Hydroxyphenylmethoxy-amino)-anthrachinon; Azo-Verbindungen, z.B. 2,4, 6-Tris-(N-äthyl-N-hydroxy-äthyl-p-aminoplienylazo)-phloroglucin, 1,3,5,7-Tetrahydroxy-2,4,6,8-tetra-(N-methyl-N-hydroxyäthyl-p-;imino-phenylazo)-naphthalin, 1, 3, 5-Trihydroxy-2,4, 6-tris-(3*-nitro-H~methyl-H~hydroxymethyl-4' -aminophenylazo)-benzol, 3' -Met.hyl-l-phenyl-4- (31 -pyrenylazo) -2-pyraüolin-5-on, 1- (31 - Pyrenylazo) -2-hydroxy--3-naphthani3 id, 1- (3* -Pyrenylazo) -2-naphthol,
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l-(3' -Pyrenylazo)~2-hydroxy-3-methylxanthene, 2,4, 6-Tris~ (31 pyrenylaso)-phloroglucin, 2,4,6-Tris-(I'-phenanthrenylazo)-phloroglucin, l-(2'-Methoxy-51-nitro-phenylazo)-2-hydroxy~3'-nitro-3-naphthanilid; Dioxazine, z.B. 2,9-Dibenzoyl-6,13~dichlortriphenodioxazin, 2,9-Diacetyl-6,13-dichlor-triphenodioxazin, 3,lQ-Dibenzoylamino-2,9-diisopropoxy-6,13-dichlor-triphenodioxazin, 2, 9-JDifuroyl-6,13-dichlor-triphenodioxazin. Lacke aus Fluorescein-Farbstoffen, z.B. Blei-Lack des 2, 7-Dini.tro-4, 5-dibrom-fluoresceins, Blei-Lack des 2,4,5,7-Tetrabrom-fluoresceins, Aluminium-Lack des 2,4,5, 7-Tetrabrom-lO,11,12,lS-tetrachlor-fluoresceins. BisaEo-Verbindungen, z.B. N,N1^-Di' -[l-(l-naphthylazo)-2-hydroxy-8-naphthyl3 adipdiamide, N,N1 -Di-I-(I' -naphthylazo) -2-hydroxy~8-naphthyl-succintrL7 amid, Bis-4,4' - (2"-hydroxy-8"-N,N' -diterephthalamider-l~naphthylazo)-biphenyl, 3, 31-Methoxy-4,41-diphenyl-bis-(l"-azo-2"-hydroxy-3"- , naphthanilid)- Pyrene, z.B. 1,3,6,8-Tetraaminopyrene, l-Cyano-6-nitropyrene, Phthalocyanine, z.B. die beta-Form des Metallfreien Phthalocyanins, Kupfer-phthalocyanin, Tetrachlor-phthalocyanin, die "x"-Form des Metall-freien Phthalocyanins (vgl. US-Patent 3,357,989); Metall-Salze und Lacke von Azo-Farbstoffen, z.B. Calcium-Lack des 6-Brom-l-(I1-sulfo-2-naphthylazo}-2-naphthols, Barium-Salz des 6-Cyano-l-(I1-sulfo-2-naphthylazo)-2-naphthols, Calcium-Lack des l-(2' —^zonaphthalin-l'—sulfonsäure)-2-naphthols, Calcium-Lack der l-(4'-Äthyl-51-chlor-benzol-2"-sulfonsäure)-2-hydroxy-3-naphthoesäure und Mischungen derselben.
Typische anorganische Kompositionen sind Cadmium-sulfid, Cadmium-sulfoselenid, Zink-oxid, Zink-sulfid, Schwefel-selen, Quecksilber-sulfid, Blei-oxid, Blei-sulfid, Cadmium-selenid, Titan-dioxid, Indium-trioxid etc.
Andere anorganische Materialien enthalten organische Donor-Acceptoren (LeXA7is-Säuren/Lewis-Basen); als sog. "charge-transfer"-Komplexe wie sie z.B. in der Brit. Patentschrift Nr. 1.150.381 beschrieben sind.
Außerdem kann man die oben genannten Materialien weiter sensibilisieren durch die "charge-transfer"-Komplexmethode und man kann eine Farbstoff-Sensibilisierung durchführen, um die
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spektrale Empfindlichkeit zu Verengern, ,Verbreiten oder Erhöhen.
, Ä Ä , BAD ORIGINAL
Die elektrisch lichtempfindlichen Teilchen selbst können aus einem oder mehr der oben erwähnten geeigneten organischen oder anorganischen lichtempfindlichen Materialien bestehen- sie können in geeigneten isolierenden Harzen» die gewünschtenfalls selbst lichtempfindlich sind, dispergiert, in fester Lösung oder dopolymerisiert sein. Diese besondere Art der Teilchen ist besonders erwünscht, um die Dispergierung der Teilchen zu erleichtern, sowie unerwünschte Reaktionen zwischen dem Binder und dem lichtempfindlichen Material oder zwischen letzterem und dem Aktivator zu verhindern. Typische Harze sind z.B. Polyäthylen, Polypropylen, Polyamide, Polymethacrylate, Polyacrylate, 'Polyvinyl-chloride, Polyvinyl-acetate, Polystyrol, Polysiloxane, chlorierte Gummi, Polyacrylnitril, Epoxi- und Phenol-Harze, Kohlenwasserstoff-Harze und andere natürliche Harze, Derivate,- Mischungen und Copolymere derselben. .
Die "x"-Form des Phthalocyanins ist bevorzugt v/egen ihrer ausgezeichneten Lichtempfindlichkeit; man kann aber auch jedes geeignete Phthalocyanin zur Herstellung der erfindungsgemäßen Bildschicht benutzen. Das Phthalocyanin kann jede geeignete Kristallform haben, und gegebenenfalls sowohl im Ring als auch in den Ketten-Teilen substituiert sein. Es wird hierzu auf das Buch von F.H. Moser und A. L. Thomas "Phthalocyanin-Verbindungen", Reinhold Publishing Company/1963 verwiesen.
In Fig. 2 ist schematisch die Stufe der Belichtung des zureproduzierenden Originals mit einer elektromagnetischen Strahlung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gezeigt. Man sieht die Vervielfältigungsvorrichtung 1, welche aus dem Donor-Blatt 5, der Bildschicht 2 und dem Empfänger-Blatt 6 besteht und auf dem zu reproduzierenden Original 7. liegt. Das Original enthält eine gedruckte Zone 8 und eine ungedruckte Zone 9. In diesem Fall enthalten sowohl das Donor-Blatt 5 uid das Empfänger-Blatt 6 einen dünnen transparenten Überzug aus elektrisch leitfähigem Material, so daß sie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine doppelte Funktion erfüllen können. D.h., außer ihrer Funktion als Donor- und Empfänger-Blatt werden sie als Elektroden benutzt, die durch die Energiequelle 10 über den Widerstand 11· mit einem Potential
versehen werden. Das elektrische Feld kann in verschiedener Art
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angewandt werden. Im allgemeinen stellt man die Vervielf ältigungs-vorrichtung zwischen Elektroden mit verschiedenem elektrischem Potential. Auch in dem Fall,- in dem das Donor- und das Empfänger-Blatt elektrisch isolierend sind, kann man auf das Donor- und/oder EmpfängeryBlatt eine elektrische Ladung aufbringen, und zwar vor oder nach der Herstellung der Vervielfältigungsvorrichtung, wobei eine der bekannten Methoden zur Aufbringung einer statischen elektrischen Ladung in ein dielektrisches Material benutzt wird. So kann man statische Ladungen aufbringen, indem man das Blatt oder Substrat mit einer elektrisch beladenen Elektrode in Kontakt bringt. Auch kann man eine oder beide Blätter beladen, indem man die Corona-Entladungsvorrichtungen benutzt, wie sie in, den US-Patenten 2,588,699 (Carlson), 2*777,957 (Walkup), 2,885,556 (Gundlach) beschrieben, sind; oder man kann leitfähige Roller benutzen (vgl. US-Patent Nr. 2,980,834 - Tr'egay et al.) oder Reibungs vor richtungen (vgl. US-Patent 2,297,691 - Carlson).
Die Stärke des elektrischen Feldes, welches man auf dem Vervielf ältigungs-" Sandwich" anwendet, hängt von dessen Struktur und den benutzten Materialien ab. Verwendet man z.B. ein stark isolierendes Empfänger- und Donor-Substrat, so muß man eine höhere Feldstärke anwenden, als wenn man relativ leitfähige Donor- und Empfänger-Blätter verwendet. Die erforderliche Feldstärke kann jedoch leicht bestimmt werden. Ist das Potential au groß, so kann es zu einer elektrischen Entladung in dem Vervielfältigungs-"Sandwich" kommen, d.h. es entsteht zwischen den Elektroden ein Lichtbogen. Ist das angewandte Potential zu klein, so wird die BiId-" schicht nicht in der Konfiguration des Bildes übertragen. Benutzt man z.B. ein ca. 7,5 · 10 Zentimeter dickes Mylar-Empfänger-; Blatt und ein ca. 5 · 10~ Zentimeter dickes Mylar-Donor-Blatt, so können Potentiale bis zu 20.000 Volt zwischen den Elektroden angewandt werden. Die bevorzugten Feldstärken sind jedoch im Bereieh von etwa 2.000 bis 7.000 Volt pro 2„5 cm Dicke des elektrischen Isoliermaterials. Da relativ hohe Potentiale benutzt werden, ist es wünschenswert, daß man einen Widerstand in den Stromkreis einbaut, um den Stromfluß zu beschränken. Widerstände einer Größenordnung von etwa 1 bis 20.000 Mega-Ohm werden üblicherweise benutzt.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, läuft die elektromagnetische Strahlung 12 durch das Donor-Blatt 5, trifft auf die Bildschicht und läuft zwischen den Punkten durch das Empfänger-Blatt 6, um dann auf ,das zu reproduzierende Original 7 zu treffen. In den Bezirken ohne Bild 9 des Originals 7 wird eine große Menge der elektromagnetische Strahlung, welche das Original trifft, durch das Empfänger-Blatt 6 auf die Bildschicht 2 zurück reflektiert, so daß diese Teile der Bildschicht von beiden Seiten belichtet werden. In den Bild-Teilen 8 des Originals 7 wird die elektromagnetische Strahlung absorbiert und nur wenig oder gar nicht auf die Bildschicht 2 zurück reflektiert, so daß diese-Teile der Bildschicht nur von einer Seite belichtet werden. ··
Man kann eine Quelle mit sichtbarem Licht, Ultraviolett-Licht, oder einer anderen elektromagnetischen Strahlung benutzten, um die Büdschicht gemäß vorliegender Erfindung zu belichten. Das elektrisch lichtempfindliche Material wird so ausgewählt, daß es für die Wellenlänge der benutzten elektromagnetischen Strahlung empfindlich ist. Essei in diesem Zusammenhang erwähnt, daß verschiedene elektrisch lichtempfindliche Materialien verschiedene spektrale Empfindlichkeiten haben, und daß die spektrale Empfindlichkeit vieler elektrisch lichtempfindlichen Materialien durch Farbstoff-Sensibilisierung modifiziert werden kann, so daß die spektrale Empfindlichkeit des Materials verbreitert wird. Außerdem wählt man die elektromagnetische Strahlung so, daß sie wirksam durch die unbedruckte Oberfläche bzw, die weißen Bereiche des zu reproduzierenden Originals reflektiert werden kann.
In der Fig. 3 ist schematisch die Stufe der Abtrennung der VervieIfaltigungsvorrichtung nach der Belichtung mit elektromag-' netischer Strahlung aufgezeigt/Das Donor-Blatt 5 wird vom Empfänger-Blatt 6, welches auf dem Original 7 liegt, abgetrennt. Während des Abtrennungsschrittes wird ein elektrisches Feld von der Energiequelle 10 durch den Widerstand 11 geliefert. Die Teile der Büdschicht 2, welche sich direkt über den Bild-Bezirken des Originals 7 befinden, haften an dem Empfänger-Blatt 6, während die Teile der Büdschicht 2, welche sich über Bezirken ohne Bild des Originals 7 befinden und daher von beiden Seiten der elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt sind, auf dem Donor-Blatt
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zurückgehalten werden. Auf diese Weise befindet sich nach der Trennung von Donor- und Empfänger-Blatt ein Positiv entsprechend dem Bild des Originals 7 auf dem Empfänger-Blatt 6, während sich ein Negativ des Original-Bildes auf dem Donor-Blatt 5 befindet. Je nach der Natur des elektrisch lichtempfindlichen Materials und der Polarität des elektrischen Feldes kann die Bild-Richtung von der in den beigefügten Abbildungen gezeigten abweichen. Außerdem kann man die Bild-Richtung auf dem Donor- oder Empfänger-Blatt durch Änderung des elektrischen Feldes auf der Bildschicht modifizieren (vgl. hierzu Brit. Patentschrift 1.216.741).
Die hauptsächliche physikalische Eigenschaft der Bildschicht ist ihre Zerbrechlichkeit bzw. strukturelle Schwäche nach der ) Herstellung bzw. nach geeigneter Aktiv-i-tierung. Das heißt, die * Schicht muß von einer ausreichenden struktureilen Schwäche sein, so daß sie zerbricht, sobald man ein elektrisches Feld anwendet und gleichzeitig eine aktinische Strahlung auf die elektrisch lichtempfindlichen Materialien einwirken läßt. Außerdem muß die Schicht auf eine Feldstärke ansprechen, die kleiner ist als die Feldstärke, welche zu einem elektrischen Durchschlag bzw. Lichtbogen durch die Bildschicht führt. Man bezeichnet diese Eigenschaft als "cohäsiv schwach" oder "Feld-zerbrechlich".
Wie in Fig. 3 gezeigt ist, wird die Bildschicht 2 auf das Empfänger-Blatt 6 in den Bezirken übertragen, die den Bild-Bezirken des Originals 7 entsprechen. Dies beruht darauf, daß die Bildschicht " sich·ablösbar auf dem Donor-Blatt 5 befindet. Zur leichteren Handhabung und Aufbewahrung der Donor-Blätter ist es üblich, daß man die Bildschicht 2 temporär auf dem Donor~Blatt 5 fixiert und sie erst kurz vor der Verwendung beim erfindungsgemäßen Verfahren ablösbar und strukturell schwach macht. Diese Methode nennt man Aktivierung; sie kann in verschiedener Weise durchgeführt werden, z.B. durch Erwärmen der Bildschicht oder Aufbringen einer Substanz auf die Oberfläche der Bildschicht, oder durch Einbringen einer Substanz in die Bildschicht, welche diese nach geeigneter Behandlung ablösbar macht. Eine derart verwendete Substanz wird als Aktivator bezeichnet. Vorzugsweise sollte der Aktivator einen hohen spezifischen Widerstand haben, so daß er den elektrischen Durchschlag durch die Vervielfältigungsvorrichtung verhindert.
ORiQiMAl.
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Dementsprechend ist es im allgemeinen wünschenswert, daß die im Handel erhältlichen Aktivatoren gereinigt werden, so daß Verun-. reinigungen entfernt werden, welche zu einer höheren Leitfähigkeit führen körinten. Man kann dies dadurch bewirken, daß man die Flüssigkeiten durch eine Aluminiumoxyd-Kolonne laufen läßt oder sie einem anderen geeigneten Reinigungsverfahren unterwirft. Ganz allgemein muß der Aktivator aus einem geeigneten Material mit den oben genannten Eigenschaften bestehen. In der vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen soll der Ausdruck "Aktivator" nicht nur die üblicherweise als Lösungsmittel bezeichneten Materialien bedeuten, sondern auch solche, die nur teilweise Lösungsmittel, Quellmittel oder Weichmacher für die Bildschicht sind. Der Aktivator kann zu jedem Zeitpunkt de,s Verfahrens vor der Abtrennung des Verviel- * fältigungs-"Sandwich" angewendet werden. · * "
Vorzugsweise sollte der Aktivator einen relativ niedrigen Siedepunkt haben, so daß das Fixieren des erhaltenen 'Bildes durch Verdampfen des Aktivators erreicht werden kann. Gewünschtenfalls wird die Fixierung des Bildes durch schwaches Erhitzen oder sekundäre Übertragung auf eine andere Oberfläche beschleunigt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung dieser relativ flüchtigen Aktivatoren beschränkt. Man kann auch relativ nicht-flüchtige Akti-' vatoren verwenden, z.B. Siliconöle wie Dimethyl-polysiloxane und hochsiedende, langkettige aliphatische Kohlenwasserstofföle, die üblicherweise als Transformer~Öle benutzt werden, z.B. Wemco-C-Transformer-Öl der Firma Westinghouse Electric Co. Diese weniger flüchtigen Äktivatoren trocknen zwar bei der Verdampfung nicht völlig weg; die Bild-Fixierung kann dadurch bewirkt werden, daß das endgültige Bild mit einem absorbierenden Blatt, z.B. Papier, in Kontakt gebracht wird, welches die Aktivator-Flüssigkeit absorbiert. Man kann also geeignete flüchtige oder nicht-fluchtige Äktivatoren benutzen. Typische Aktivatoren sind aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol,Toluol, Xylol, Hexan, Cyclohexan, Benzin, Ligroin und farbloses Mineralöl,Decan, Dodecan, geruchloses Kerosin, Aceton, Petroläther, Freon 214 (Tetrafluortetrachlor propan ), Tetrachlorkohlenstoff, andere halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Chloroform, Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Chlorbenzol, Trichlor-monofiuor-äthan, Trichlor-trifluor-äthan, Äther wie Dioxan, Tetrahydrofuran,
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Äthylenglycol-monoäthyläther, pflanzliche Öle wie KokosnußÖl, Babussu-Öl und Mischungen derselben. Bevorzugt ist das geruchlose Sohio-Lösungsmittel 3440, ein aliphatischer Kohlenwasserstoff Vom Kerosin-Typ der Fa. The Standard Oil Co., es ist geruchlos, nicht-toxisch und hat einen relativ hohen Flammpunkt.
Bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein rollendes optisches System benutzt, welches in doppelter Funktion wirkt, inv„dem es die Vervielfältigungsvorrichtung einem elektrischen Feld aussetzt, während das Original mit der elektromagnetischen Strahlung belichtet wird. Grundsätzlich kann man das rollende optische System entweder stationär halten, wahrendidie Vervxelfältxgungsvorrxchtung tangential in
k Kontakt damit passieren läßt, oder das optische System wird über eine stationäre Vervielfältxgungsvorrichtunggerollt.Vorzugsweise ist das rollende optische System rotierbar in fixierter Position montiert, während die Vervxelfältxgungsvorrxchtung unter dem Zylinder entlang geführt wird und damit in Kontakt steht. In Fig. 4 ist schematisch ein derartiges rollendes optisches System gezeigt. Der Zylinder 17 besteht aus einer transparenten Basis 2Ol und enthält darin eine röhrenförmige elektromagnetische Strahlungsquelle, z.B. eine Glühbirne oder eine Fluoreszenz-Lampe 203. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich ein Reflexionsschirm 205 um die elektromagnetische Strahlungsquelle 203, so daß die Strahlung auf ein Pigment des Zylinders gerichtet wird. Der transparente Zylinder 201 kann aus irgend- ;
P ~ einem .geeigneten,Material bestehen, welches für die verwendete elektromagnetische Strahlung durchlässig ist. Im allgemeinen ist : der transparente Zylinder aus Glas und die elektromagnetische ; Strahlung liegt im sichtbaren Lichtbereich. Man kann jedoch je nach der elektromagnetischen Strahlung auch andere transparente Materialien benutzen. Plastic-Material, z.B. Polymethyl-methacrylat* wie es unter den Handelsnamen Plexiglas bzw. Lucit von den Firmen Rohm & Haas Co. und E.I. du Pont de Nemours Se Co. verkauft wird-, kann benutzt werden. Der transparente Zylinder 201 ist außen mit einer Schicht aus elektrisch leitfähigem Material 207 überzogen. Dieser Überzug kann aus jedem elektrisch leitfähigen Material bestehen, welches für die benutzte elektromagnetische Strahlung transparent ist. So kann man Metalle, wie Aluminium, Gold, Silber
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Kupfer, Magnesium etc. in dünnen Schichten auf dem Zylinder niederschlagen, wodurch man eine leitfähige Schicht erhält, welche die elektromagnetische Strahlung durchläßt. Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung wird ein Glas-Zylinder mit einem Zinnoxid-Überzug verwendet.
Der leitfähige Überzug 207 um den Zylinder kann aufgebracht werden, indem man entweder den Zylinder von außen direkt mit einem dünnen leitfähigen Film überzieht, oder man benutzt einen leitfähigen Überzug auf einem transparenten Film-Substrat, welches auf den Zylinder aufgebracht wird, wobei der leitfähige Überzug gegen die äußere Oberfläche des Zylinders gepreßt wird. So kann z.B.-ein leitfähiger Überzug, wie Aluminium auf einem transparenten . flexiblen Polyäthylen-terephthalat-Film fest um einen transparenten Zylinder gewickelt werden, wodurch ein isolierter leitfähiger Überzug auf dem Zylinder entsteht. . . . . '
Die Dicke des leitfähigen Überzuges 207 kann in weiten Bereichen schwanken. Normalerweise liegt sie im Bereich von etwa 0,001 -0,1 Mikron. Selbstverständlich kann man auch andere geeignete Dicken benutzen.
Der leitfähige Überzug 207 ist mit einem isolierenden Film bedeckt, welcher als elektrische Barriere zwischen dem leitfähigen Überzug und den mit dem Zylinder in Kontakt kommenden Materialien dient. Derartige isolierende Filme sind vorzugsweise polymere Materialien mit hoher Dielektrizxtätsstärke, z.B. Polyäthylen, Polypropylen, Polyester, Polyäthylen-terephthalat, Polystyrol, Cellulose-acetat/Polystyrol. Andere elektrisch isolierende Materialien, welche die erforderliche Durchlässigkeit für elektromagnetische Strahlung besitzen, werden dem Fachmann bekannt sein. Vorzugsweise verwendet man Mylar, weil es stabil ist und ausgezeichnete isolierende Eigenschaften besitzt. Besonders bevorzugt ist Mylar mit einem transparenten, leitfähigen, aufgedampften Metall-Überzug auf einer Seite; wickelt man es um einen Glas-Zylinder, so hat man sowohl einen leitfähigen als auch einen iso3.ierenden Überzug um den Zylinder.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung befindet sich innerhalb des transparenten Zylinders 201 eine elektrische Energiequelle 211, welche die leitfähige Schicht mit einer hohen Spannung versieht. Diese Energiequelle ist über übliche konzentrische Lagerungen an einem Ende des Zylinders geerdet, die Masse kann in Verbindung mit einer zweiten Elektrode stehen, so daß man je nach dem Bild-System, indem der Apparat benutzt wird, ein geeignetes elektrisches Feld erhält. Man kann jedoch auch eine externe Energiequelle benutzen, indem man eine elektrische Verbindung zwischen dem leitfähigen Überzug und einem gleitenden oder rollenden Kontakt innerhalb der konzentrischen Lagerung des Zylinders vorsieht.
k In Fig. 4 ist auch die Vervielfältigungsvorrichtung 11 ge- * zeigt, welche aus einem Empfänger-Blatt 215, einer Bildschicht 217 und einem Donor-Blatt 219 besteht. Das Donor-Blatt 219 trägt einen leitfähigen Hintergrund 220. Der leitfähige Überzug 220 kann aus irgendeinem transparenten Material bestehen, z.B. Cellophan oder einem im Vakuum niedergeschlagenen Metall, welches so dick ist, daß es mindestens etwa zu 80 % für die benutzte elektromagnetische Strahlung durchlässig ist. Unterhalb der Vervielfältigungsvorrichtung 11 befindet sich das Original 221 in optischem Reflex-Kontakt mit dem Vervielfältigungs-"Sandwich" 11. Das Original-Dokument 221 kann sich aber auch auf der Basis 22 3 befinden, die über eine Masse in Verbindung, steht mit der Energiequelle 221, welche die Vervielfältigungsvorrichtung 11 mit einem elektrischen w Feld versieht. Verbindet man die leitfähige Oberfläche 220 über eine Masse mit der Energiequelle 211, so ist die Vervielfältigungsvorrichtung einem elektrischen Feld ausgesetzt, ohne daß das Original-Dokument eingeschlossen ist. Die letztgenannte Anordnung stellt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar, weil das Original-Dokument nicht dem elektrischen Feld ausgesetzt wird, so daß eine Veränderung innerhalb des Bildherstellungsprozesses vermieden wird.
In den folgenden Beispielen ist die vorliegende Erfindung näher beschrieben, wobei insbesondere verschiedene bevorzugte Ausführungsformen illustriert werden sollen. Falls nicht anders angegeben, beziehen sich die Teile und Prozentzahlen auf das Gewicht.
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Beispiel 1
Ein Donor für das oben beschriebene Vervielfältigungsverfahren wird hergestellt, indem man eine elektrisch lichtempfindliche Bildschicht in einem Punkt-Muster auf ein Substrat aufbringt. Man erhält eine schwarze Schicht, indem man zunächst die "x"-Form des Phthalocyanins gemäß dem Verfahren des Beispiels 1 des US-Patents 3,357,989 herstellt. Etwa 37,5 g x-Phthalocyanin v/erden mit 42 g Irganzin-Rot (Geigy Chemical Company), 18 g gereinigtem Algol-Gelb (CI, No. 67300, General Dyestuffs Co») und etwa 900 ml über Aluminiumoxid gereinigtes DC-Petroleum gemischt; die Mischung ' wird 4 Stunden bei 60 rpm gemahlen, wobei man Flintsteine mit einem Durchmesser von etwa 1,6 - 1,9 cm benutzt. Dann stellt man eine· Binder-Lösung her, indem man in ein 600 ml-Becherglas etwa 45 g gereinigtes Polyäthylen (DYLT, Union Carbide'Corp.), ca. 1,5 g gereinigtes Polyäthylen (DYDT, Union Carbide Corp.)-, ca.'22,5 g Paraflint RG (ein niedermolekulares Paraffin der Firma Moore & Munger Co.), 7,5. g gereinigtes Elvax 420 (ein Vinylacetat-Äthylen-Copolymeres der Fa. E.I. du Pont de Nemours Inc.), etwa 37,5 g modifiziertes Polystyrol (Piccotex 100 der Fa. Pennsylvania Industrial Chemical Company) und etwa 300 ml gereinigtes, geruchloses Sohio-Lösungsmittel 3440 (Standard Oil Co.) gibt. Die Mischung wird auf einer Heizplatte unter Rühren erhitzt, bis eine Wasserklare Lösung entstanden ist. Dann entfernt man das Becherglas von der Heizplatte und läßt auf Zimmertemperatur abkühlen, wobei eine weiße Paste entsteht. Die abgekühlte Binder-Paste wird mit dem gemahlenen Pigment in der Kugelmühle vereinigt und zusammen etwa 16 Stunden gemahlen. Danach erhitzt man 2 Stunden auf 65 C und läßt dann auf Raumtemperatur abkühlen. Nun gibt man etwa 1000 ml reinen Isopropylalkohol in die Mühle und mahlt weitere 20 Minuten. Die Dispersion des elektrisch lichtempfindlichen Materials in dem Binder wird dann auf ein£ ca. 7,5 · lo" cm dickes Mylar-Blatt aufgetragen, wobei man einen Quadrigravur-Roller mit 165 "Näpfchen" pro 2,5 cm benutzt· hierdurch erhält man ein Bild-Muster, welches
zu 15 % leer ist und ein Uberzugsgewicht von 0,27 g pro 0,3 m hat, wenn es fest ist und bei etwa 50 C getrocknet wurde. Der überzogene Mylar wird als Donor-Blatt bei dem erfindungsgemäßen Vervielfältigungsverfahren benutzt. Das überzogene Blatt wird mit seiner überzogenen Seite nach außen um einen Zyl'inder gewickelt, der aus einer Pyrex-Glasröhre besteht und eine ca. 1,2 · Io cm
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dicke Mylar-Schicht enthält, die auf ihrer Oberfläche im Kontakt mit dem Glas einen dünnen transparenten Überzug aus Aluminium trägt. Der Donor wird mit Isopar E, einem synthetischen aliphatischen Kohlenwasserstoff der Pa. Humble Oil and Refining Co., aktiviert;
dadurch wird er ablösbar und strukturell zerbrechlich, wenn man, ihn einem elektrischen Feld und einer elektromagnetischen Strahlung aussetzt, gegen welche die Schicht empfindlich ist. Im Dunklen wird nun die positive Seite einer 12QO Volt-Energiequelle mit dem leitfähigen Überzug des Zylinders verbunden, während der negative Pol geerdet ist.'Eine röhrenförmige Fluoreszenzlampe mit kaltem weißem Licht von 4 Watt, die von einer Licht-Abschirmvorrichtung - umgeben und im Zylinder montiert ist, wird nun eingeschaltet. Die Licht-Abschirmvorrichtung enthält einen Schlitz von etwa, 0, 3 cm Breite an ihrer Längsseite, so daß der. Donor belichtet . . werden kann, während er in Kontakt mit dem Empfänger-Blatt steht.
Man legt ein Original-Dokximent auf einen leitfähigen beweglichen
—3 Tisch und bedeckt es mit einem ca. 5 · 10 cm dicken Mylar-Blatt.
Der Tisch ist mit der Masse der Energiequelle verbunden und wird an dem Roller entlang bewegt, so daß das Empfänger-Blatt und das Donor-Blatt miteinander in Kontakt gebracht werden; das auf diese Weise gebildete Vervielfältigungs-"Sandwich" läuft dabei unter dem Belichtungsschlitz der Licht-Abschirmung innerhalb des Zylinders durch. Die Geschwindigkeit des Tisches ist etwa 2,8 cm pro Sekunde und die totale Licht-Intensität (gemessen mit einer kalibrierten Thermosäule) beträgt 380 Mikrowatt/cm /Sekunde; Das Licht läuft durch das Vervielfältigungs-"Sandwich" auf das Original und das ν vom Original nicht-absorbierte Licht wird dann auf die Bildschicht zurückreflektiert. Nachdem der Belichtungsschlitz passiert ist, Ί wird durch die Bewegung des Tisches die Vervielfältigungsvorriehtung getrennt; man findet dann, ein negatives Bild auf dem Donor-Blatt und ein positives Bild auf dem Empfänger-Blatt. Jedes dieser Bilder kann als Diapositiv oder als helles Bild projektiert werden.
B e i s ρ i e 1
Man wiederholt das Beispiel 1, reduziert jedoch die Licht-
2
intensität auf etwa 300 Mikrowatt/cm /Sekunde, indem man die Spannung der Fluoreszenzröhre reduziert. Der Tisch wird mit einer
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Geschwindigkeit von 1, 9 cm pro Sekunde an dem Zylinder vorbeibewegt. Man erhält wie im Beispiel 1 ein negatives Bild auf dem Donor, während auf dem Empfänger-Blatt ein positives Bild-entsteht.
Beispiel
Das Verfahren des Beispiels 1 wird wiederholt, jedoch ist die Rückseite des Empfänger-Blattes mit einem transparenten leitfähigen Überzug aus· Aluminium überzogen, de.r mit der Masse der Energiequelle in Verbindung steht; hierdurch entsteht ein Feld in dem Vervielfältigungs-11 Sandwich", wobei aber das zu kopierende Dokument ausgeschlossen ist. Nach Belichtung im elektrischen Feld wird die Vorrichtung getrennt und man erhält ein positives und ein negatives Bild des Original-Dokuments wie im Beispiel 1.
Beispiel 4
Handelsübliches Metall-freies Phthalocyanin wird zunächst gereinigt, indem man es mit o-Dichlorbenzol extrahiert, um organische Verunreinigungen zu entfernen. Bei diesem Extraktionsschritt entsteht die weniger empfindliche ß-Kristallform, die nach dem Verfahren des Beispiels 1 des US-Patents 3,357,989 in die gewünschte "x"-Form umgewandelt werden muß. Zur Herstellung der Bildschicht geht man dann wie folgt vor: Ca. 5 g der "x"-Form des Phthalocyanine werden mit etwa 5 g Algol-Gelb GC (1,2,5,6-Di-(C,C -diphenyl)-thiazol-anthrachinon, C.I. No. 67300, General Dyestuffs), etwa 2,8 g gereinigtes Wächung-Rot B (1-(4'-Methyl-5*- chlor-benzol-2' -sulfonsäure) ^-hydroxy-S-naphthoisäure, C.1. No. 15865, E. I. du Pont de Nemours & Co.) versetzt.
Zur Reinigung des Watchung-Rot B wird dieser Farbstoff in etwa 2400 ml des geruchlosen Sohio-Lösungsmittels 3400 und einem Gemisch aus Kerosin-Fraktionen der Fa. Standard Oil Company of Ohio auf geschlemmt. Dann erhitzt man auf etwa 65°C und hält 1/2 Stunde auf dieser Temperatur. Hierauf wird das Gemisch durch ein Glas-Sinter-Filter gegeben. Die festen Teile werden dann erneut mit Petroläther (9O-12O°C, Fa. Matheson Coleman and Bell
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Division of the Matheson Company, East Rutherford, New Jersey) aufgeschlemmt und durch Glas-Sinter-Filter filtriert- hierauf trocknet man die festen Teile in einem Ofen bei etwa 5O°C.
Etwa 8 g mikrokristallines Sunoco-Wachs (Grad 582 5,ASTM-D-12 7-Schmelzpunkt bei 66°C) und etwa 2 g Paraflint R.G., ein niedermolekulares Paraffin der Fa. Moore & Munger Company, New York City, etwa 144 ml Petroläther (9O-12O°C) und etwa 40 ml des geruchlosen Sohio-Lösungsmittels 3440 werden mit den oben beschriebenen Pigmenten in ein Glasgefäß gegeben, welches Flintsteine von 1,2 cm Durchmesser \nthält'. Die Mischung wird nun 'gemahlen, indem man das Glasgefäß bei etwa 70 r.p.ra. 16 Stunden drehen läßt. Dann erhitzt man ca."2 Stunden auf etwa 45°C und läßt auf Zimmertemperatur abkühlen. Nun ist die Mischung fertig,- um das. Don or-Subs tr at damit zu überziehen. Die Pasten-artige Mischung wird bei gedämpften grünem Licht auf eine 5 -10 cm dicke Mylar-Platte aufgebracht; es handelt sich dabei um einen Polyester, der durch Kondensation aus Äthylenglykol und Terephthalsäure entsteht und von der Firma E.I. du Pont de Nemours & Co. Inc. geliefert wird. Man benutzt hierbei einen No. 36-drahtumwickelten Abzugsstab und erhält einen Überzug, der nach dem Trocknen etwa 7,5 Mikron dick ist. Der Überzug und die 5 · 10 cm dicke Mylar-Schicht werden nun im Dunkeln / 1/2 Stunde bei einer Temperatur von etwa 33°C getrocknet.
Die wie oben beschrieben hergestellte Bildschicht wird mit
dem geruchlosen Sohio-Lösungsmittel 3440 aktiviert und dann mit
· -3 '
einem 5 · 10 cm dicken MyI ar-Empfänger in Kontakt gebracht. Man stellt eine gemusterte Bildschicht her, indem man ein 32,5-Linienmuster (Zip-a-tone) neben den Donor stellt und die Kombination aus Muster und Vervielfältigungsvorrichtung auf die Zinkoxid-Oberfläche einer NESA-Glaselektrode aufbringt. Eine schwarze Papier-Elektrode wird über den Empfänger gelegt und mit dem negativen Pol einer 8500 Volt-Energiequelle in Verbindung gebracht, während die NESA-Elektrode mit dem positiven Pol verbunden ist. Die Bildschicht wird durch die NESA und das Muster mit weißem Glühlicht belichtet, und zwar insgesamt mit einer Beleuchtungsstärke von 0,3„ worauf Empfänger und Donor noch unter dem Feld getrennt werden. Ein Bild-Muster ist auf dem Donor-Blatt entstanden. Nun wird der Donor wieder mit dem transparenten, polyäthylen-überzogenen Papier-
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Empfänger kombiniert, welcher mit dem geruchlosen Sohio-Lösungsmittel 344O befeuchtet ist. Die Vervielfaltigungsvorrichtung mit der gemusterten Bildschicht wird mit der Donor-Seite nach unten auf die NESA-Elektrode gelegt und ein zu reproduzierendes Dokument oder ein Original wird wieoben beschrieben über den Empfänger gelegt, wobei die NESA mit dem negativen Pol einer 8500 Volt-Energiequelle verbunden ist, während die schwarze Papier-Elektrode über dem Original mit dem positiven Pol der Energiequelle verbunden ist. Die Bildschicht wird nun erneut durch die NESA-Elektrode mit weißem Glühlicht einer totalen Lichtstärke von 16,5 belichtet. Nach Trennung der Vervielfältigungsvorrichtung unter dem'elektrischen Feld erhält man ein negatives Bild auf dem Donor-Blatt und ein positives Bild des Original-Dokuments auf dem Empfänger-Blatt.
Be is pi e 1 5 :
Das Verfahren des Beispiels 4 wird wiederholt, wobei man aber nach der Belichtung der Bildschicht mit dem über dem Empfänger
befindlichen Original die Polarität des elektrischen Feldes umdreht. Nach Trennung der Vervielfältigungsvorrichtung unter dem Einfluß des umgekehrten elektrischen Feldes erhält man ein positives Bild des Originals auf dem Donor-Blatt und ein negatives Bild des Originals auf dem Empfänger-Blatt.
In der obigen Beschreibung sind zwar spezielle Komponenten und Verhältnisse als bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben· jedoch kann man auch andere geeignete Materialien mit ähnlichem Erfolg benutzen. Außerdem können weitere Materialien zugefügt werden, um synergistisch, verstärkend oder anders modifizierend auf die Eigenschaften der Komponenten einzuwirken. So kann man z.B. verschiedene Farbstoffe, spektrale oder elektrische Sensibilisatoren, wie Lewis-Säuren, der Bild-Schicht zu setzen.
Dem Fachmann werden beim Lesen der vorliegenden Erfindung weitere Modifikationen und Änderungen einfallen,-die unter den Schutzumfang fallen sollen.
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Claims (10)

  1. Patentansprüche
    Verfahren zur Herstellung von Abbildungen nach dem Kontakt-Reflex-System, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Vervielfältigungsvorrichtung, bestehend aus einer elektrisch lichtempfindlichen Bildschicht, welche sich in einem Bild-Muster ablösbar auf einem Donor-Blatt befindet und in Kontakt mit einem Empfänger-Blatt steht, wobei diese Schicht strukturell zerbrechlich ist, wenn man ein elektrisches Feld und eine elektromagnetische Strahlung, gegenüber der diese Schicht empfindlich ist, darauf einwirken läßt, und wobei das Donor- und Empfänger-Blatt mindestens teilweise gegenüber dieser Strahlung durchlässig sind, auf einer Seite mit dem zu reproduzierenden Original. in Verbindung bringt, ein elektrisches Feld auf der Bildschicht anlegt, dasNoriginal'mit einer elektromagnetischen Strahlung, gegenüber der die Schicht empfindlich ist, durch die VervieUältigungsvorrichtung belichtet und die Vorrichtung noch unter dem Feld abtrennt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildschicht durch die Anwendung eines Aktivators ablösbar gemacht wird.
  3. % 3. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Original mit der Empfänger-Seite der Vervielfältigungsvorrichtung in Kontakt steht.
  4. " 4. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Original mit der Donor-Seite der Vervielfältigungsvorrichtung in Kontakt steht.
  5. 5. Verfahren gemäß Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildschicht aus einem elektrisch lichtempfindlichen Bildmaterial besteht, welches in einem Binder dispergiert ist,
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch lichtempfindliche Material eine organische Substanz vorstellt.
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  7. 7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Material metall-freies Phthalocyanin ist.
  8. 8. Verfahren gemäß Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildschicht etwa 75-95 % der Oberfläche des Donor-Blatts bedeckt.
  9. 9. Verfahren gemäß Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische Feld etwa 2000-7000 Volt pro 2,5 · 10 cm beträgt.
  10. 10. Verfahren gemäß Ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Bereich liegt.
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    Leerseite
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