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DE2016660A1 - Verfahren zum Einbringen von Aziden in den Boden oder Aufbringen auf Pflanzen unter Verwendung von Ammoniaklösungen derselben - Google Patents

Verfahren zum Einbringen von Aziden in den Boden oder Aufbringen auf Pflanzen unter Verwendung von Ammoniaklösungen derselben

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Publication number
DE2016660A1
DE2016660A1 DE19702016660 DE2016660A DE2016660A1 DE 2016660 A1 DE2016660 A1 DE 2016660A1 DE 19702016660 DE19702016660 DE 19702016660 DE 2016660 A DE2016660 A DE 2016660A DE 2016660 A1 DE2016660 A1 DE 2016660A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
azide
ammonia
soil
solution
plants
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702016660
Other languages
English (en)
Inventor
Dr. Karl; Reicheneder Dr. Franz; 67OO Ludwigshafen; Fischer Dr. Adolf 6704 Mutterstadt Hock
William Calvert Griffin Ga.; Rahn Henry Wilford Pittsburgh Pa.; McConnell (V.St.A.). P AOIn 9-30 1*51 19-02 1922^13 AT 02.05.69 Halogenacry!säurederivate enthaltende Herbizide. Anm: Badische Anilin & Soda-Fabrik AG, 6700 Ludwigshafen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PPG Industries Inc
Original Assignee
PPG Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PPG Industries Inc filed Critical PPG Industries Inc
Publication of DE2016660A1 publication Critical patent/DE2016660A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C3/00Fertilisers containing other salts of ammonia or ammonia itself, e.g. gas liquor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G3/00Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity
    • C05G3/60Biocides or preservatives, e.g. disinfectants, pesticides or herbicides; Pest repellants or attractants
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G3/00Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity
    • C05G3/90Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity for affecting the nitrification of ammonium compounds or urea in the soil

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

^StKHM. WAUER BEIl . - ~7.April 1970
Α.ι FRlO -'·: -!ι1·. IiMER
DR. JUR. DH-.-C.1~M. H-J. WOLFF
DR. JUR. HANS CHR. BEIL
FRANKFURT AM MAIN-HOCHS! ACElONSTRASSt 58
Unsere Nr. 16 245
PPG- INDUSTRIES, INC.
Pittsburgh, Pa., V.St.A.
Verfahren zum Einbringen von Aziden in den Boden oder Aufbringen auf Pflanzen unter Verwendung von Ammoniaklösungen
derselben.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren .zum Einbringen von Aziden in den Boden oder Aufbringen auf Pflanzen, insbesondere als Herbizide, Defoliants und/oder Desiccants oder Düngemittel, das dadurch gekennzeichnet 1st, daß. man eine Ammoniaklösung mindestens eines Azids, nämlich Lithium-, Kalium-, .Rubidium-, Caesium-, Ammonium - oder ein Erdalkalimetallazid verwendet.
Die Alkalimetallazide, Ammoniumazid und die Erdalkalimetallazide eignen sich als landwirtschaftliche Chemikalien zur Bekämpfung von Unkraut-und als Defoliants, Da diese Azide sehr stark als Herbizide und Defoliants wirken, werden sie gewöhnlieh mit großen Mengen inerter Verdünnungsmittel verwendet.
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Es wurde nun gefunden, daß sich Lithium-, Kalium-, Rubidium - Caesium - und Ammoniumazid sowie die Erdalkalimetallazide in vorteilhafter Weise in Form einer Ammoniaklösung in den Boden einbringen oder auf Pflanzen auf bringen lassen. Die Ammoniaklösung ist vorzugsweise wasserfrei, doch kann sie gegebenenfalls einen Gehalt an Wasser haben.
Die Löslichkeit der genannten Alkalimetallazide in wässriger Ammoniaklösung und in Wasser schwankt zwischen schwach und stark. In Tabelle I sind Näherungswerte für Kaliumazid aufgeführt:
Tabelle I:
Ungefähre Löslichkeit von Kaliumazid, ausgedrückt in Gramm des Salzes je 100 Gramm des Lösungsmittels bei 25 G.
L ö sungsmi t t e 1
Salz wässrige Ammoniaklösung Wasser
NaN3
KN,
48
5
41
54
Die genannten Alkalimetallazide zersetzen sich im Boden. Die zur Zersetzung erforderliehe Zeit schwankt zwar, jedoch haben sie sich im wesentlichen innerhalb weniger Tage oder Wochen, selten innerhalb von mehr als 30 Tagen nach dem Aufbringen vollständig zersetzt. Ohne sich auf eine bestimmte Theorie festzulegen, wird angenommen, daß die gewöhnlich im Boden befindlichen Mikroorganismen das Azid in Nährstoffe für Pflanzen zersetzen. Die Zersetzungsgeschwin-
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digkeit hängt von Faktoren wie der Menge des pro Flächeneinheit eingebrachten Azids, der Populationsdichte der im Boden befindlichen Mikroorganismen, der Art des Mikroor ganismus, der Temperatur, der Feuchtigkeit und der chemischen Zusammensetzung des Bodens ab. Auch Ammoniumazid und Erdalkalimetallazide zersetzen sich im Boden.
Diese Zersetzung des Azids kann bei der Behandlung des Bodens ausgenutzt werden. So wird gemäß einer Aus führungsform der Erfindung eine' Ammoniaklösung mindestens eines Azids wie vorzugsweise Lithium-, Kalium-, Rubidium-, Caesium-, Ammonium-, Beryllium-, Magnesium-, Calcium-, Strontium- oder Bariumazid vor der Aussaat oder vor dem Pflanzen der Nutzpflanzen in den Boden eingebracht. Auch Lösungen mit einem Gehalt an Azidgemisehen können verwendet werden. Da das Azid ein Phytozid, insbesondere ein Herbizid ist, vernichtet es das Unkraut in dem Anwendungs — gebiet. Der Boden nimmt beträchtliche Mengen des Ammoniaks zur späteren Verwendung durch die Nutzpflanzen auf. TJm einen hohen G-rad an Unkrautvernichtung sicherzustellen, hat die aufgebrachte Ammoniaklösung des Azids eine.Azid konzentration, die das Keimen der Nutzpflanzensaat oder das Wachstum der Nutzpflanze verhindern wurden, wenn sie vorhanden wären. Nach dem Absinken der Konzentration auf eine ungefährliche Höhe kann der Nutzpflanzensamen gesät oder die Pflanzen eingepflanzt werden. Inzwischen ist das Unkraut wirksam vernichtet worden. Natürlich kann das Ammoniak und Azid in einer solchen Menge angewendet werden, daß die Ausgangskonzentration des Azids im Boden eine für die Nutzpflanzensaat oder die Nutzpflanze verträgliche Höhe aufweist. Somit kann die Aussaat oder das Pflanzen der Nutzpflanze nach oder gleichzeitig mit dem Einbringen der Lösung erfolgen. Relativ niedrige Dosen an Lithium-,
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Kalium-, Rubidium-, Caesium-, Ammonium-, Beryllium-, Magnesium-, Calcium-, Strontium- oder Bariuinazid, d.h. etwa 2,24 bis 22f4 kg/ha reichen gewöhnlich aus, um das Wachstum der einjährigen Unkräuter wirksam zu hemmen. Nutz pflanzen können im allgemeinen innerhalb einer kurzen Zeitspanne von etwa 1 bis 5> selten mehr als 10 Tagen nach der Anwendung dieser relativ niedrigen Dosen an Azid gepflanzt werden. Wenn es erwünscht ist, stark verbreitete einjährige oder perennierende Unkräuter zu vernichten oder eine Fläche von oberirdischen Pflanzen und Keimen sowie von unterirdischer Saat und Wurzeln, Knollen und anderen zur Vermehrung dienenden Teilen einjähriger und perennierender Pflanzen zu säubern, werden größere Mengen, z.B. etwa 28 bis 560 kg/ha verwendet. Diese hohen Dosen vernichten auch wirksam holzartige Pflanzen, Sträucher und Ranken, sowie Fungi, Nematoden, Bodeninsekten und Mikroorganismen. Große Mengen der vorstehend genannten Alkalimetallazide, des Ammoniumazids oder der Erdalkalimetallazide sind besonders für die Wiederbearbeitung von landwirtschaftlichen Flächen, die von Unkraut und/oder anderen Schädlingen befallen sind, geeignet. Gut ausgebildete Wurzeln, die 61 bis 122 cm in den Boden eindringen, werden auf diese Weise vernichtet. Mengen von mehr als 560 kg/ha können verwendet werden, sind jedoch aus wirtschaftlichen Erwägungen selten erwünscht.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Unkraut vor dem Auflaufen bekämpft. Dabei wird die Ammoniaklösung mindestens eines Azids wie vorzugsweise Lithium-, Kalium-, Rubidium-, Caesium-, Ammonium-, Beryllium-, Magnesium-, Calcium-, Strontium- oder Bariumazid nach der Aussaat , jedoch vor dem Auflaufen der Nutzpflanzenkeimlinge in den Boden eingebracht. Auf diese Weise wird das Unkraut, das der Oberfläche des Bodens näher
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ist als die Nutzpflanzen, wirksam vertilgt. Wenn die Nutzpflanzensaat ein gutes Stück unterhalb der Bodenoberfläche eingebracht wird, d.h. mehr als 2,5 bis 5 cm, ist eine einzige Anwendung der vorstehend aufgeführten Alkali metallazide, des Ammoniumazids oder der Erdalkalimetall azide in Mengen von 28 kg/ha, selten mehr als 112 kg/ha, geeignet. Wenn die Jüutzpflanzensaat in einer Tiefe von weniger als 2,5 cm unterhalb der Bodenoberfläche eingebrächt wird, beträgt die für eine einzige Anwendung empfohlene Menge an diesen Aziden weniger als 28 kg/ha, z.B. etwa 2,24 bis 22,4 kg/ha. Es ist möglich, kleinere oder größere Mengen anzuwenden und mehrmals zu behandeln. Jedenfalls sollte die angewendete Menge an Ammoniak und Azid ausreichen, um das Wachstum des Unkrauts zu hemmen, ohne daß das Wachstum der Nutzpflanzen beeinträchtigt wird. Auch Ammoniaklösungen mit einem Gehalt an Azidgemischen können angewendet werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform dieser Erfindung wird die Ammoniaklösung mindestens eines Azids wie vorzugsweise Lithium-, Kalium-, Rubidium-, Caesium-, Ammonium-, Beryllium-, Magnesium-, Calcium-, Strontium- oder Bariumazid nach dem Auflaufen der Pflanzen in den Boden eingebracht. Auf diese Weise werden einige Familien von Unkräutern selektiv vernichtet, ohne daß die Nutzpflanzen merklich geschädigt werden. So wurde gefunden, daiS breit blättrige Pflanzen der herbiziden Wirkung der Azide stärker ausgesetzt sind als schmalblättrige, grasartige Pflanzen. Dementsprechend kann das Azid bei Nutzpflanzen zur Unkrautvernichtung, insbesondere zur Vernichtung einjähriger Unkräuter, die nicht ao gut entwickelt sind wie die Nutz - pflanzen» verwendet werden. Im Hochsommer vertragen beispielsweise gut entwickelte bezw. tief wurzelnde Nutz -pflanzen oft Dosen der genannten Alkalimetallazide,
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niumazid oder Erdalkal imetall azi de von 224 kg/ha und mehr. Bedeutend niedrigere Mengen, z.B. etwa 2,24 bis 112 kg/ha, vernichten wirksam Unkräuter, die lange Zeit nach dem Auflaufen der Nutzpflanzen aufgelaufen sind. So werden Unkräuter, die nach einer Kultivierung oder Behandlung eines Nutzpflanzenfeldes mit einem Herbizid aufgelaufen sind und noch keine starken Wurzeln entwickelt haben, wirksam und selektiv aus dem Nutzpflanzenfeld ausgerottet, indem Dosen von Azid angewendet werden, die wesentlich unter der für die Nutzpflanze erträglichen Menge liegen. Wenn die Nutzpflanzen wesentlich langsamer reifen als die Unkräuter, mit denen die Anbaufläche der Nutzpflanzen befallen ist, wird das Azid am vorteilhaftesten bald nach dem Auflaufen des Unkrauts angewendet. Zur Behandlung nach dem Auflaufen eignet sich das Aufbringen von oben oder von der Seite, wobei das Aufbringen von der Seite jedoch bevorzugt wird. Pur diese Ausführungsform eignen sich auch Azidgemisehe.
Im allgemeinen beträgt die anzuwendende Menge an genannten Alkalimetallaziden, Ammoniumazid und/oder Erdalkalimetallazid etwa 2,24 bis 560 kg/ha. Häufig beträgt sie etwa 2,24 bis 224 kg/ha. Vorzugsweise werden 2,24 bis 112 kg/ha verwendet. Die Konzentration der genannten Alkalimetallazide, des Ammoniumazids und/oder des Erdalkalimetallazids in der Ammoniaklösung schwankt ebenfalls in einem weiten Bereich. Werte von wenigen ppm, z.B. 2 ppm,bis zu der Löslichkeitsgrenze des Azida in dem Lösungsmittel unter Umgebungsbedingungen können verwendet werden. Werte, die sich der Löslichkeitsgrenze nähern, werden jedoch nicht bevorzugt, da ein Sinken der Temperatur das Ausfällen des Acids zur Folge haben könnte. Niedrige Werte sind besonders für verdünnte Lösungen geeignet, zu denen Wasser xur Bewässerung oder Sprühlösungen gehören.
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Um die Ammoniaklösung der Azide in den Boden einzubringen, können die bisher zur Einbringung von Ammoniak in in den Boden' üblichen Verteilungsapparate und -maschinen verwendet werden. So kann eine im wesentlichen wasser freie Ammoniaklösung des Azids unter Verwendung eines 11 tool bar applicators " eingebracht werden, der ein oder mehrere Messer zieht, die mindestens eine oder mehrere Einspritzöffnungen in den Boden hinein aufweisen. Eine andere vorteilhaft anzuwendende Methode ist das Unter pflügen. Eine weitere Methode, ist das direkte Einspritzen in den Boden.
Der "tool bar applicator" kann außerdem zum Ein bringen wässriger Ammoniaklösungen des Azids verwendet werden. · ■ ■
Desgleichen kann das Aufbringen in vorteilhafter Weise durch Unterpflügen oder direktes Einspritzen erfolgen. Auch Sprühen· eignet sich dazu. Wird gesprüht, so ist die Ammoniaklösung vorzugsweise im wesentlichen frei von festen Stoffen, damit sich die Sprühdüsen nicht verstopfen. Wenn ein Feld durch Bewässerung bearbeitet oder behandelt wird, kann das Azid und das Ammoniak dem Wasserstrom zugesetzt werden, bevor er mit dem Feld in Berührung kommt. Das Azid kann in Wasser gelöst werden und die Lösung wird anschließend dem Wasserstrom zugemessen. Es ist nicht notwendig, eine Azidlösung herzustellen, bevor das Azid dem Strom zugesetzt wird, jedoch wird dieses Verfahren bevorzugt, da sich Lösungen im allgemeinen genauer abmessen und mischen lassen als feste Stoffe- Das Ammoniak kann dem Strom als wässrige Lösung zugesetzt werden, oder es kann durch Einblasen von Ammoniakgas oder.flüssigem Ammoniak direkt dem Strom zugeführt werden. Desgleichen kann eine im wesentlichen wasserfreie Ammoniaklösung des Azide in den Strom
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eingespritzt werden.
Die Menge des in den Boden eingebrachten Ammoniaks kann erheblich schwanken und hängt von den betreffenden Nutzpflanzen, der erwünschten Nährwirkung und der relativen Wirtschaftlichkeit der Anwendung ab. Gewöhnlich werden mindestens etwa 2,24 kg/ha Ammoniak verwendet. Auch große Mengen wie etwa 280 kg/ha können verwendet werden. Üblicherweise werden etwa 22,4 bis 224 kg/ha verwendet. Größere oder kleinere Mengen können gegebenenfalls ver wendet werden.
Ebenso schwamst die Konzentration des Ammoniaks in der Ammoniaklösung eines der Alkalimetallazide, des Ammoniumazids und/oder eines Erdalkaiimetallazids innerhalb eines weiten Bereichs. Ist axe Ammoniaklösung des Alkalimetallazids im wesentlichen wasserfrei, ist der Anteil des Ammoniaks gewöhnlich größer. Die Lösung kann auch nur aus Ammoniak und einer wirksamen Menge des Azids bestehen. Jedoch können andere Substanzen in die Lösung eingearbeitet werden. So können gegebenenfalls Düngemittel, Insektiziden, Nematiziden und Fungiziden zugesetzt werden. Besonders geeignete Zusätze sind Verbindungen von Mikronährstoffen und phosphorhaltig Verbindungen wie Phosphor, fc Werden der Lösung Verbindungen wie Harnstoff und Ammoniumnitrat zugesetzt, so dienen sie dazu, den Dampfdruck des Ammoniaks zu reduzieren. Wenn die Lösung in den Boden eingebracht wird, können diese Zusätze auch andere Funktionen erfüllen, z.B. Düngen wie im Fall von Harnstoff und Ammoniumnitrat.
Wässrige Ammoniaklösungen können sehr wenig oder auch größere Mengen Wasser enthalten. Dient die Lösung beispielsweise als Wasser zur Bewässerung, beträgt die Ammoniakkonzentration manchmal nur 5 ppm. Vorzugsweise
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enthält das Wasser zur Bewässerung etwa 30 Ms 5000 ppm." Ammoniak. Konzentriertere Lösungen eignen sich für andere Verfahren zum Auf- oder Einbringen wässriger Ammoniak lösungen eines der genannten Alkalimetallazide, des Ammoniumazids und/oder eines Erdalkalimetallazids. Lösungen mit einer sehr hohen Konzentration an Wasser, z.B. mehr als etwa 95 a/o bis zu einer sehr kleinen Konzentration, z.B. weniger als etwa 1 <%> können entweder durch Einspritzen oder mittels eines "tool bar applicators " eingebracht werden. Lösungen können auch gesprüht werden. Dies eignet sich besonders, wenn die Sprühköpfe dem'Erdboden sehr nahe sind. Wenn Nutzpflanzen vorhanden sind, sollte die Ammoniak konzentration nicht so hoch sein, damit keine schwere Schädigung verursacht wird.
Die Verwendung von Ammoniaklösungen eines der genannten Alkalimetallazide, des Ammoniumazids und/oder eines Erdalkalimetallazids bringt mehrere Vorteile mit sich. Dazu gehört die Vermeidung ungleichmäßiger Abschnitte auf dem behandelten Feld, die man findet, wenn pulverförmige oder körnige Füllstoffe wie Kieselerde, Ton, Talkum, Bento-. nit, Diatomeenerde , Holzmehl,' Attapulgitton, Maismehl und Sägespäne verwendet werden. Die Behandlung mit Azid und Ammoniak erfolgt gleichzeitig in nur einer Anwendung. Man kann das Aufbringen von Feststoffen vermeiden, während die Vorteile sowohl der Azid- als auch der Ammonlakbeharidlung erhalten bleiben. Dadurch wird das Verstopfen von Du sen, Rohren und Öffnungen bei den Aufbringungsgeräten vermindert. Dennoch können der Lösung feste Stoffe gegebenenfalls in Suspension zugesetzt werden. Da es relativ einfach ist, Flüssigkeiten genau abzumessen, verglichen mit dem Verteilen von Pulvern und Körnchen, wird eine gleichmäßigere Verteilung des Azids sichergestellt. Zwar kann Wasser in der Lösung vorhanden sein, jedoch ist es im allgemeinen
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inert und teuer zu transportieren und zu verteilen. Auf grund der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Menge an inertem Material zu wählen, das verwendet wird, um das Azid zu verdünnen, wobei jedoch immer noch eine gleichmäßige Verteilung möglich ist. Es ist häufig nicht notwendig, daß inerte Stoffe vorhanden sind, z.B. dann, wenn die Lösung im wesentlichen aus Ammoniak und mindestens einem Azid wie vorzugsweise Lithium-, Kalium-, Rubidium-, Caesium-, Ammonium-, Beryllium-, Magnesium-, Calcium-, f Strontium- oder Bariumazid besteht. Wenn es andere Faktoren jedoch erforderlich machen, können inerte Stoffe wie Wasser gegebenenfalls vorhanden sein. Es ist ersichtlich, daß die Flexibilität bei der Zusammensetzung und Anwendung dieser Lösungen ein großer Vorteil dieser Erfindung ist.
Es wurde ebenfalls gefunden, daß die Gegenwart von Azid, insbesondere eines der genannten Alkalimetallazide, die Salpeterbildung unterdrückt. Unter Salpeterbildung versteht man die gewöhnlich durch Bakterien hervorgerufene Umwandlung von Verbindungen oder Ionen wie NH-*, NHa+ ♦ Harnstoff, Calciumcyanamid, Proteinen, Kompost und vermodernden Pflanzen in Nitrat und/oder Nitrit. Unter Salpeter- * bildung fällt auch die Bildung von Nitrat und Nitrit. IHe Pflanzen nehmen den Stickstoff hauptsächlich in Nitratoder Ammoniakfonn auf. Einige Pflanzen ziehen in verschie denen Wachstumsstadien eine dieser Formen der anderen vor. Baumwoll-, Mais- und Weizenkeimlinge und junge Pflanzen sollen bis zu einem Alter von 3 bis 5 Wochen mehr Ammoniakstickstoff als Nitratstickstoff absorbieren. 4 bis 8 Wochen alte Pflanzen nehmen beide Formen von Stickstoff auf. Das Ammoniumion wird vom Boden schneller absorbiert oder chemisch gebunden als das Nitration. Das bedeutet, daß das Nitration im Boden viel beweglicher ist als daa Ammoniumion.
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Ist zuviel Wasser auf dem Feld, wie z.B. nach einem schweren Gewitter, wird das Nitrat leicht weggeschwemmt. Obwohl es einerseits wünschenswert ist, den Nitratstickstoff im Boden zu behalten, ist es andererseits auch wünschenswert, die Salpeterbildung der. weniger beweglichen Stickstof formen zu unterdrücken, so d_aß die Stickstoffzufuhr im Boden über einen großen Zeitraum gleichbleibend ist. Auf diese Weise ist es möglich, einen größeren Anteil an verfügbarem Stickstoff im Boden zurückzuhalten. Durch die Gegenwart von Azid und*insbesondere des gleichzeitig aufgebrachten Ammoniaks, durch das die Salpeter'bildung verringert wird, wird dieses Ziel erreicht.
Die Gegenwart von Azid, insbesondere die genannten Alkalimetallazide, wie das Kaliumazid, in wässrigen Ammoniaklösungen ist zur Verringerung der Nitritbildung ebenfalls wirksam. Nitrate sind gewöhnlich für Tiere nicht schädlich, jedoch kann die Gegenwart von Nitriten eine Nitritvergiftung verursachen. Kleine, für Tiere verträgliche Azidmengen verhindern die Reduzierung des Nitrats zu Nitrit und die Oxydierung des Ammoniakstickstoffs zu Nitrit. Wildlebende Tiere, Vieh und Haustiere lassen sich also vor den schädlichen Wirkungen, die auf die Gegenwart von umwandelbaren Nitratstickstoff und Ammoniakstickstoff in " Wasser zurückzuführen sind, schützen. Die Kombination von Ammoniak und Azid in Bewässerungswasser ist diesbezüglich' besonders vorteilhaft.
Ammoniaklösungen eines der Alkalimetallazide be sitzen außerdem nematicide, fungicide, baktericide, rodenticide, miticide und insekticide Eigenschaften und lassen sich zu jedem der genannten Zwecke verwenden. Zur Bekämpfung bestimmter Algen und Wasserunkräuter sind sie gleichfalls wirksam. Schimmelpilze und Mehltau werden durch diese Lö-
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sungen ebenfalls vernichtet.
Ammoniaklösungen der genannten Alkaliiiietallaziae, Ammoniumazid und/oder Jii'aalkalimetallazid, die Vorzugs v/eise im wesentlichen wasserfrei sind, lassen sich außer dem zum Entblättern und Austrocknen auf dap blattwerk der Pflanzen aufbringen. Jiauniwollpflanzen Rind für die .lint blätterung uurch J3enandlung mit diesen Lösungen besonders geeignet. Sie lassen sich auf geerntete n'aturproduKte wie Früchte, Beeren, Gemüse oder (ietrei.de aufbringen, um dies vor Mehltau, Nagetieren, .Bakterien, Jmngi una Insekten 211 schützen.
Erfind ungsgemHiB lassen sich Lithiumazj α , itubidiumazid, Caesiumazid und deren Gemiscne verwenden, wo bei Kaliumazid bevorzugt wird, ivaliumazia wird deshalb boconders bevorzugt, da uurch seine Zersetzung sowohl iva.l:ium al ρ auch Stickstofi im .boden freigesetzt weraen. Ua iviliuiu ein wesentlicher UäJiry l.off für Pflanzenwachstum und -entwicklung ir-t, sind die Zersetzun^'sproduk te des besonders erwünscni.
Erfjndungsgoiii;>.j3 ist Ammoniumazid rbenfails b(^ geeignet, dal.-, die Zersetzung aes itzidions dem Boden sowohl, das Ammoniumion als auch Stickstoff liefert. Infolgedessen läßt sich das Ammoniumazid in geeigneter Weise dort anwenden, wo eine Stickstoffquelle erwünscht ist und wo die Gegenwart von Alkaliinetai!ionen oder Erdalkalimetallionen un erwünscht ist.
Beryll.iumazid, Magnesiumazid, Oalciumazid, Strontiumazid und Hariumazid sind erfindungsgemaß gleiohfa.l Is geeignet, wobei Magnesiumazid, Calcüumazjd, Strontiumazid und HariuniHüJd we,",(?n der knapplieit an ßorylliumazid bevor-
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zugt werden. Magnesiumazid und üälciuiüazid werden besonders bevorzugt.
Ammoniaklösungen von"Aziden lassen sich auf verschiedene Weist:- Herstellen. Das Azid kann in Ammoniak gelöst v/erden. Muß V/asser in der Lösung vorhanden sein, laßt sich das Azid im Ammoniak lösen und die Lösung mit Wasser kombinieren. Ferner laßt sich die wässrige Azidlösung mit Ammoniak kombinieren. "Ba ist ebenfalls möglich Präkursor für das Ammoniak zu verwenden, wobei gelöstes Azid erhalten wird. Stickoxid läßt sich also mit dem geeigneten Amid, das in Ammoniak gelöst oder gebildet wurde, umsetzen. Beispielsweise läßt sich das ötickoxiü mit in flüssigem Ammoniak gelöstem Kaiiumazid zur Bildung einer Ammoniaklösung des Kaliumazias umsetzen. Stickstoffwasserstoffsäure läßt sich zur Erzielung einer Ammoniaklösung des Ammoniumazids mit einem Überschuß an Ammoniak direkt kombinieren. Wird eine wässrige Lösung gewünscht, läßt sich eine wässrige btickstoffwasserstofflösung mit dem Ammoniak kombinieren oder mit V/asser versetzen, wobei eine Ammoniaklösung des Ammoniumazids erzielt wird.
Um nach der Zersetzung des Azids eine ausgeglichene Düngewirkung zu erhalten, können der Ammoniaklösung des Azids vor Aufbringung auf den Boden zusätzliche Pflanzennährstoffe, einschließlich Mikronährstoffe, beigemengt werden. Diese Stoffe sind vorzugsweise in der Lösung löslich. Beispiele dieser Stoffe sind phosphorhaltig^ Pflanzennährstoffe, Schwefel-, Bor-, Zink-, Calcium-, Vanadium-, Molybdän-, Kupfer-, Eisen-, Magnesium-, Kobalt- und Manganverbindungen. Spezifische Beispiele sind Kaliumphosphat, Ammoniumthiosulfat, Natriumborat, ZinksuLfafc und Kupfersulfat. Die Löslichkeit vieler Verbindungen läßt sich durch die Gegenwart von Wasser erhöhen.
;. SAD ORfGiNAL
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Nachstehende Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1;
Vier Felder mit Lehmboden aus Ohio wurden abge steckt, gemessen und mit Schildern A, B, C bzw. D ver sehen. Im Frühjahr wurde 66 Tage vor dem Pflanzen wasserfreies Ammoniak mit Kaliumazid unter Bildung einer Lösung gemischt. ßLese Lösung wurde mittels Schaftinjektoren (shank injectors) auf das Feld A aufgebracht. Am gleichen Tage wurden Granulate, die 10 a/> Kaliumazid enthielten, mit einer Zyklonensähmaschine (shoulder-type cyclone seeder) auf das Feld B aufgebracht und mit einem Scheibenpflug in den Boden eingearbeitet. 31 Tage vor dem Pflanzen wurde wasserfreies Ammoniak mittels Scheibeninjektoren auf das Feld G aufgebracht. Zwei Tage später wurden ü-ranulate, die 10$ KEz enthielten, auf den Boden des Feldes D aufgebracht. Diese Granulate wurden mit einem Scheibenpflug in den Boden eingearbeitet. Αία Pflanztag wurden die Felder A, B, C und D und ein angrenzendes Feld mit Sojabohnen bepflanzt. 112 kg/ha eines festen 5-20-28 Diingemittelgemisches wurden während des Pflanzens durch Streifenbehandlung, d.h. 5,08 cm neben und"5,08 cm unter der Saat, eingebracht. 36 Tage nach dem Pflanzen konnte über das ganze Feld hinweg kein Unterschied im Aussehen der Sojabohnen festgestellt werden. Am 106. und 107. Tage nach dem Pflanzen wurden die Sojabohnen in zvei Reihen in einer Länge von 3 J&, was etwa 0,0061 Ha eines jeden Feldes A, B, C und D und des unbehandelten angrenzenden Feldes entspricht, mit der Hand gepflückt. Diese Schoten wurden mit der Hand geschält und gesäubert. In Tabelle 2 sind die Feldergröüe, die Menge des aufgebrachten Ammoniaks und
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Kaliumazids und die Ausbeute an Sojabohnen zusammengestellt.
Tabelle 2:
Feld Abmessungen Aufbringung kg/ha Sojabohnen -
ausbeute Liter/Ha
in χ m
A B C D
Kontrollfläche
9, 75 x 30, 14 0 5, 32 7785, 6 (89,8 Jju/A)
20 ,11 χ 40 5, 60 7716, 3
9, 75 x 40, 140 6762, 6
20 ,11 χ 20 —_ 11 ,2 6095
23 ,
,23
23
,11
5011,3
Beispiel 2;
Drei Felder mit Lehmboden aus Onio wurden abgesteckt, geinessen und mit Schildern A, JB bZTn. 0 versehen. Im Frühjahr wurde 40 Tage vor dem Pflanzen wasserfreies Ammoniak mit iCaliumazid unter Bildung einer Lösung gemischt. Diese Lösung wurde in unterschiedlichen Mengen mit Schaftinjektoren auf die Felder A und B aufgebracht. Fünf Tage vor dem Pflanzen wurde wasserfreies Ammoniak mittels Schaftinjektoren auf das Feld G aufgebracht. Am Pflanztag wurden die Felder A, B und C und ein angrenzendes Feld mit Mais bepflanzt. Während des Pflanzens wurden 224 kg/ha eines festen 8-28-8 Düngemittelgemisches durch Streifenbehandlung, d.h. 5,8 cm neben und 5,8 cm unter der Saat, eingebracht. 62 Tage nach dem Pflanzen schienen die Maispflanzen auf den Feldern A, B und C größer und grüner zu sein als die Pflanzen des unbehandelten
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Feldes. 76 Tage nach dem Pflanzen schienen die Mais pflanzen auf den Feldern A und B ein dunkleres Grün auf zuweisen als die Maispflanzen des Feldes G; bei den Ma .;-pflanzen des unbehandelten Kontrollfeldes konnte ein deutlicher Stickstoffmangel festgestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Maisstengel von jedem der Felder A» B und C und dem Kontrollfeld abgeschnitten. Jeder Stengel wurde ober- und unterhalb einer Ähre gespalten; dann wurde ein Pulver zum Nachweis von Nitrat aufgetragen. Der Stengel des Feldes A wies unter der Ähre eine deutliche Farbänderung (hellrosa) auf, was die Gegenwart von Nitrat in diesem anzeigte. Oberhalb der Ähre wurde keine Farbänderung festgestellt. Der Stengel des Feldes B wies eine deutliche Farbänderung (dunkelrosa bis rot) unterhalb der Ähre und eine schwache Farbänderung (sehr helles rosa) oberhalb der Ähre auf. Der Stengel des Feldes C wies eine schwache Farbänderung (sehr helles rosa) unterhalb der Ähre und keine Farbänderung oberhalb der Ähre auf. Die beiden vom unbehandelten Feld abgeschnittenen Stengel wiesen ober- und unterhalb der Ähre keine feststellbare Farbänderung auf. Am 182. Tage nach dem Pflanzen wurde der Mais in jeweils 4 Reihen in einer Länge von 10 m, was etwa 0,004 Ha eines jeden Feldes A, B und G und des unbehandelten angrenzenden Feldes entspricht, mit der Hand geerntet. Die Ausbeute wurde auf eine Feuchtigkeit von 15»5 # standardisiert. In Tabelle 3 sind die Feldergrößen, die Menge des ange wandtt Ammoniaks und Kaliumazids und die standardisierte Maisauabeute zusammengestellt.
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Tabelle 3:
Abmessungen Aufbringung kg/ha Maisausbeute ■Peld - m χ m HHx KKu Liter/Ha
m χ m 82, 54 140
A 17, 06 χ 82, 54 • 224
B 34, 74 χ 82, 54 140
C 19, 50 χ
Kon. tr oil-
feld
009845/1930
5,31 9779,8 (112,8 Bu/A) 8,5?- 11305,7
-— 9311,6
8723,79

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Einbringen von Aziden in den Boden oder Aufbringen auf Pflanzen, insbesondere als Herbizide, Defoliants und/oder Desiccants oder Düngemittel, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Ammoniaklösung mindestens eines Azids, nämlich Lithium-, Kalium-, Rubidium-, Caesium-, Ammonium - oder ein Erdalkalimetallazid verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine im wesentlichen wasserfreie Lösung verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässrige Lösung verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung mit einem Gehalt an mindestens etwa 5 Gew.-ppm Ammoniak verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung mit einer Azidkonzentration von mindestens 2 Gew.-ppm verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung vor dem Pflanzen von Nutzpflanzen in den Boden einbringt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
009845/1930
daß man bis zu. etwa 560 kg/ha desÄzids iri'deri?Boden. ein bringt. ' ' .
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens 2,2 kg Ammoniak je Hektar in den Boden einbringt.
9· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Kaliumazid verwendet.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Erdalkalimetallazid Magnesium- oder CaI-ciumazid verwendet. .
Mir : PPG INDUSTRIES, IEG,
Rechtsanwalt
ORIGINAL INSPECTED
009845/1930' ,
DE19702016660 1969-04-09 1970-04-08 Verfahren zum Einbringen von Aziden in den Boden oder Aufbringen auf Pflanzen unter Verwendung von Ammoniaklösungen derselben Pending DE2016660A1 (de)

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US1819399A (en) * 1928-03-20 1931-08-18 Winthrop Chem Co Inc Media for combating animal and vegetable pests
NL6501508A (de) * 1964-04-07 1965-10-08

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GB1308682A (en) 1973-02-21
NL7005011A (de) 1970-10-13
FR2044719B1 (de) 1973-07-13
FR2044719A1 (de) 1971-02-26

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