[go: up one dir, main page]

DE973978C - Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen - Google Patents

Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen

Info

Publication number
DE973978C
DE973978C DEP10021A DEP0010021A DE973978C DE 973978 C DE973978 C DE 973978C DE P10021 A DEP10021 A DE P10021A DE P0010021 A DEP0010021 A DE P0010021A DE 973978 C DE973978 C DE 973978C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seeds
plants
trace elements
compounds
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP10021A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Huber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Albert filed Critical Chemische Werke Albert
Priority to DEP10021A priority Critical patent/DE973978C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE973978C publication Critical patent/DE973978C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D9/00Other inorganic fertilisers
    • C05D9/02Other inorganic fertilisers containing trace elements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Steigerung der Ernteerträge von Kulturpflanzen Man hat schon versucht, durch nasse Beizung von Samen, beispielsweise mit Kupfersulfat, die Ernteerträge zu steigern, aber dieses Verfahren wirkt toxisch, oder die Mengen an Spurenelementen, die man auf diese Weise in das Saat- und Pflanzengut hineinbringt, sind so gering, daß man kaum Ertragssteigerungen damit erzielt. Im übrigen erweist sich die Wirkung der wasserlöslichen Spurenelementverbindungen sowohl bei diesen Beizverfahren als auch in anderen normalen Vegetationsversuchen als nicht qualitätsverbessernd. Bei Verwendung wasserlöslicher Spurenelementverbindungen werden z. B. der Eiweiß-Stickstoff-Gehalt von Getreide und der Stärkegehalt von Kartoffeln im Vergleich zu ungedüngten erniedrigt. Es ist auch schon bekannt, Spurenelementdünger in sogenannten Wasserkulturen anzuwenden, wobei auch wasserunlösliche oder schwerlösliche Verbindungen der Pflanzen verabreicht wurden. Bei dieser Anwendungsweise sind diese schwerlöslichen Stoffe jedoch ausschließlich Bodenkörper, die die Spurenelemente zunächst an die Lösung bzw. an das Wasser abgeben.
  • Es ist ferner bereits bekannt, Saatgut mit wasserunlöslichen Verbindungen eines sogenannten Spurenelements, beispielsweise Kupferoxydul, Kupferoxyd, Kupfercarbonat, Kupferoxychlorid oder organische Kupferverbindungen, zu behandeln. Derartige Kupferverbindungen haben z. B. dazu gedient, eine fungicide Wirkung bei Weizensaatgut hervorzurufen. Es ist weiterhin bekannt, Saatgut zur Förderung des Pflanzenwachstums mit Manganverbindungen, beispielsweise Oxyden des 3- oder 4wertigen Mangans oder auch Manganmetallpulver zu' überziehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Ernteerträge von beliebigen Kulturpflanzen steigert, wenn man das Saat- und Pflanzgut mit Gemischen aus mindestens zwei sogenannten Spurenelementen oder deren Verbindungen vorbehandelt, z. B. beizt. Unter Spurenelementen werden pflanzen- und bodenlösliche Stoffe verstanden, die bekanntermaßen zum Pflanzenwachstum unbedingt in geringen Mengen (Spuren) erforderlich sind, z. B. Kupfer, Mangan, Bor, Zink usw. und ihre Verbindungen. Das besondere Kennzeichen der Erfindung liegt darin, daß Gemische dieser Stoffe in wasserunlöslicherbzw. schwerlöslicher, aber pflanzenaufnehmbarer fester Form auf die Oberfläche des Saat- und Pflanzgutes gebracht werden.
  • Überraschenderweise hat sich hierbei herausgestellt, daß die Kombination aus verschiedenen Spurenelementen eine über die erwartete Summenwirkung hinausgehende Wirkung zeitigt.
  • Bei Verwendung von Gemischen aus wasserunlöslichen oder schwerlöslichen Spurenelementen gemäß vorliegender Erfindung wird der Eiweißgehalt von Getreide bzw. der Stärkegehalt von Kartoffeln erhöht. Die Erntesteigerung geht bei den Verfahren der vorliegenden Erfindung parallel mit der Qualitätsverbesserung.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht also darin, Saatgut auf übliche Art mit Gemischen aus festen, unlöslichen Spurenelementverbindungen oberflächlich zu behandeln.
  • Die in Wasser schwerlöslichen Verbindungen der Spurenelemente gemäß vorliegender Erfindung können nicht alle aufgezählt werden. Das Hauptmerkmal ist nicht bloß die Wasserunlöslichkeit, sondern auch die Pflanzenaufnehmbarkeit, d. h., die Stoffe müssen in verdünnter Säure, wie sie beispielsweise auch die Pflanzenwurzeln ausscheiden, löslich sein. Es ist bei Phosphorsäure-Düngemitteln bereits üblich, die Citronensäurelöslichkeit des Düngemittels als Grundlage seiner Brauchbarkeit und seiner Bewertung zu betrachten. Aus der Reihe der obengenannten Spurenelementverbindungen seien genannt: Kupfercarbonat, Kupferoxydul, Manganoxydul, Ferromangan, Zinkoxyd, Manganborat, Natriummangan (oder Kupfer usw.), -berat und viele andere Stoffe. Zur Erzielung einer großen Haftfähigkeit am Saat- und Pflanzengut werden mindestens zwei dieser Stoffein feingepulverter Form mit einem Öl oder mit Glyzerin versetzt. Die an dem Saat- und Pflanzengut anhaftenden Mengen können in weiten Grenzen variiert werden, doch genügen im allgemeinen solche Mengen, wie sie auch bei der Entseuchung von Saat- und Pflanzengut üblich sind. Die von der Pflanze aufgenommenen Mengen der Spurenelemente sind so gering, daß der Bedarf allein durch das erfindungsgemäße Verfahren gedeckt wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit Erfolg nicht nur auf Spurenelementmangelböden, sondern auf allen Böden anwendbar. In einer älteren Patentschrift ist zwar schon die Venendung von Thomasmehl im Gemisch mit Superphosphat zur Behandlung von Saatgetreide beschrieben worden, wobei allerdings die mit der vorliegenden Erfindung bezweckte Wirkung nicht beabsichtigt war und auch gar nicht erreicht werden konnte, obwohl bekanntlich auch Thomasmehl Spurenelemente enthält.
  • Es wurden nämlich dort Gemische aus Superphosphat und Thomasmehl im Verhältnis 9 : 1 auf die Oberfläche des Saatgutes aufgetragen, um das Getreide lange Zeit keimfähig zu halten und gegen Pflanzenschädlinge, wie Rost, Brand u. dgl., zu schützen. Die Anwendung geschieht nach diesem Verfahren durch Vermischen des Saatgutes mit dem trockenen Düngemittelpulver. Hierbei können höchstens 300 g Düngemittel an Zoo kg Saatgetreide haftenbleiben. Das nach diesem Verfahren verwendete Thomasmehl enthält, wie die folgende Analyse zeigt, 5 bis 6 "/,Mn 0, o,50/0 T1/02, 0,5°/o V, o,1/ bis 0,4% Cr, o,1/ bis 101/013 und o,oi % Cu.
  • Der Gesamtgehalt an Spurenelementen beträgt daher im Thomasmehl maximal 8 bis g l)/0, liegt also bei der Behandlung mit phosphorhaltigen Düngemitteln nach dem genannten Verfahren noch um eine Zehnerpotenz niedriger. Es können daher auf diese Weise höchstens 3 g Gesamtspurenelemente je Zoo kg Getreidesaatgut aufgebracht werden. Diese Menge reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die nach der vorliegendenErfindung erzielbaren Nährstoffwirkungen der Spurenelemente zu erreichen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Beispiele erläutert, ohne sich jedoch hierauf zu beschränken.
  • Beispiele i. Ein Sommerweizen wird mit einem Mittel gebeizt, das aus 4004 Cu O und 5o0/,MnO-B20, besteht und auf einen mit NPK normal gedüngten humosen Sandboden neutraler Reaktion angepflanzt. Die angewandte Menge des Mittels war Zoo g auf ioo kg Saatgut. Eine Quecksilberbeizung fand nicht statt. Die Erträge waren ohne Vorbehandlung des Saatgutes: " 24 dz Körner/ha; 49 dz Stroh/ha, nach erfindungsgemäßer Vorbehandlung des Saatgutes 31 dz Körner/ha, 68 dz Stroh/ha. z. Buschbohnensaatgut wird mit je 2 g Spurenelementgemisch für i kg Saatgut bzw. mit den einzelnen Spurenelementen verfahrensgemäß behandelt und in Mitscherlichgefäße mit Manganmangelboden von Gut Rotschwaige eingelegt (8 Bohnen je Gefäß). Als Spurenelementgemisch wird verwendet: " 72,5 % Manganoxydul, 25,0 % Calciumborat, 2,5 % Öl. Im Vergleich hierzu wurde Manganoxydul allein und Calciumborat allein angewandt.
    .I'rischgewicht Frischgewicht
    Saat- in Gramm in Gramm
    behandlungs- Restpflanze
    mittel pflückreifer Bohnen (Blätter, Stengel
    usw.)
    Unbehandelt ........ 26,o 80,o
    Mit Manganoxydul
    behandelt .......... -40,4 9510
    Mit Calciumborat
    behandelt .......... 28,o 83,0
    Manganoxydul
    -f- Calciumborat .... 49,2 120,0
    (erfindungsgemäße
    Mischung)

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Steigerung der Ernteerträge von Kulturpflanzen durch oberflächliche Behandlung des Saat- und Pflanzengutes mit Spurenelementen, dadurch gekennzeichnet, daß Gemische aus mindestens zwei verschiedenen sogenanntenSpurenelementen oder deren Verbindungen, die in Wasser schwer löslich, aber für die Pflanzen assimilierbar sind, in feinstverteilter fester Form vor der Saat mit oder ohne Zusatz von Haft- und Netzmitteln auf die Oberfläche des Saat- und Pflanzengutes aufgetragen und zusammen mit dem Saatgut in den Erdboden gebracht werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 170 567, 456 556, 573 517, 60I 927.
DEP10021A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen Expired DE973978C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP10021A DE973978C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP10021A DE973978C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE973978C true DE973978C (de) 1960-08-11

Family

ID=7362624

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP10021A Expired DE973978C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE973978C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2615069A1 (fr) * 1987-05-15 1988-11-18 Bernard Michel Procede d'activation de la germination et de la croissance des vegetaux

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE170567C (de) *
DE601927A (de) *
DE456556C (de) * 1919-12-16 1928-02-28 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Erhoehung der Keimfaehigkeit von Saatgut
DE573517C (de) * 1925-12-16 1933-04-01 I G Farbenindustrie Akt Ges Saatguttrockenbeizmittel

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE170567C (de) *
DE601927A (de) *
DE456556C (de) * 1919-12-16 1928-02-28 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Erhoehung der Keimfaehigkeit von Saatgut
DE573517C (de) * 1925-12-16 1933-04-01 I G Farbenindustrie Akt Ges Saatguttrockenbeizmittel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2615069A1 (fr) * 1987-05-15 1988-11-18 Bernard Michel Procede d'activation de la germination et de la croissance des vegetaux

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE682048C (de) Bodenbehandlungsmittel zur Bekaempfung von pilzlichen Pflanzenschaedlingen
DE69526796T2 (de) Verfahren zur inhibierung von pflanzenkrankheiten
DE830430C (de) Unkrautvertilgung
DE1567034A1 (de) Verwendung von Natriumazid in der Landwirtschaft
DE2135768C3 (de) Synergistisches herbizides Mittel
DE10034103B4 (de) Präparat mit fungizider Wirkung
DE1122761B (de) Foerderung des Wachstums und Steigerung des Ertrages von Pflanzen
DE973978C (de) Verfahren zur Steigerung der Ernteertraege von Kulturpflanzen
DE3606294A1 (de) Mittel und verfahren zur bekaempfung von erregern von pilzkrankheiten bei kulturpflanzen
AT381926B (de) Duengemittel, insbesondere blattduengemittel in form waessriger loesungen bzw. suspensionen sowie in fester form, enthaltend calcium und magnesiumsalze
DE861257C (de) Pulverfoermiges Mittel zum Einstaeuben von Saatgut
DE102014100026A1 (de) Gemischtmetallische kristalline Orthophosphate für die zeitlich kontrollierte Freisetzung von Spurenelementen im rhizodermalen und epidermalen Bereich von Pflanzen
DE69411962T2 (de) Natürliches Verbesserungsmittel zum Schutz von Pflanzen gegen Pathogene und zur Stimulation des Pflanzenwachstums
DE2730919A1 (de) Blattbespruehungsmittel und dessen verwendung
DE723027C (de) UEber die Wurzel zugefuehrtes Pflanzenschutzmittel
AT143655B (de) Verfahren zur Bekämpfung des Rostes von Kulturpflanzen und der Kohlhernie.
DE974693C (de) Verfahren zur Behandlung von Saat- und Pflanzgut zwecks Steigerung der Ernteertraege
EP0186652A1 (de) Schutz- und Bekämpfungsmittel gegen Schäden an der Vegetation
AT214947B (de) Mittel zur Förderung des Wachstums und des Ertrages von Pflanzen
DE102017005931A1 (de) Präparat zur Verwendung für Pflanzen
DE665145C (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoffduengemitteln
DE904414C (de) Mittel zur Behandlung von Saatgut und Pflanzen
EP0145790A2 (de) Chemische Stoffe und Stoffmischungen zur Zermürbung (Zersetzung) organischer Materialien
DE1804994A1 (de) Duengemittelzusammensetzung und Verfahren zur Unterdrueckung der Nitrifikation von Ammoniakstickstoff im Boden und Duengemittel hierfuer
DE1592688C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines cyanationenfreien Düngemittels mit einem Gehalt von mindestens etwa 95% Biuret