DE2014603B - Rundstall fur Zuchtsauen mit Ferkeln - Google Patents
Rundstall fur Zuchtsauen mit FerkelnInfo
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Description
Bei der Schweinehaltung sind zwei Hauptgruppen zu unterscheiden:
I. Die Mastschweinehaltung, die zur Erzeugung von Schlachtvieh bestimmt ist, und
2. die Zuchtsaiienhaltung.
2. die Zuchtsaiienhaltung.
Beide unterliegen im Lichte moderner Schweinehaltung sehr unterschiedlichen Anforderungen.
Bei Mastschweinen werden geringere Anforderungen an Sauberkeit und Hygiene gestellt als bei Zuchtschweinen;
z. B. spielen Kolibakterien keine besonders zu beachtende Rolle. Die Entmistung bereitet
kaum Schwierigkeiten, da auf Ferkel keine Riicksieht zu nehmen ist. Die Futterzuteilung ist bei
Mastschweinen ebenfalls kein Problem, da eine Änderung höchstens alle zwei Wochen vorgenommen
wird, die stets von Hi.nd erfolgt. Die Verhältnisse gleichen vielfach denen bei Rindvichhaltungcn.
Es gibt neben konventionellen rechtwinkligen Stiil-Icn
auch schon Rundställe, die aber vielfach gewisse Nachteile haben. Bekannt sind z. B. Ställe mit sogenannter
dänischer Aufstallung, aber in Rundform. Die Stallbodenflächc ist dabei mit dem Erdreich vcrbunden.
dadurch tritt eine gefährliche Ansammlung von Kolibazillen an der Bodenflächc ein. Man spricht
bei dieser dänischen Aufstallung von einer zunehmenden Stallmüdigkeit. Derartige Betriebe sind nach gewisser
Zeit gezwungen, den ganzen Tieibestand zu räumen und den Stall ein bis zwei Jahre leer stehen
zu lassen. Tierzuchtämter bringen hierüber eigene Belehrungen. Die Entmistung erfolgt bei der
dänischen Aufstallung, da kein automatischer Schieber vorgesehen ist, in primitiver Art durch Hand-
raumung; ein Schieber ließe sich wegen der für jede
Bucht vorgesehenen Türpfosten auch nicht verwenden.
Für die Haltung von Zuchtsauen mit Ferkeln im modernen Sinn ist eine solche Anlage ungeeignet.
Bekannt sind auch Rundställe, insbesondere für Rinder, und zwar ebenfalls speziell für Schlachtvieh
oder Milchkühe, mit automatischer Frischluftzufuhr und mit einer automatischen Fütterungsvorrichtung
mit einem zylindrischen ringförmigen Schacht für die
Zufuhr des Futiers, der entweder hei ortsfest angeordneten
Viehständen drehbar oder bei rotierenden Viehständen ortsfest ausgebildet ist. Sein unteres
Ende befindet sich in unmittelbarer Nähe des Futtertroges, wobei eine von unten kommende zentrale
Luftzuführung vorgesehen ist, die dicht oberhalb des Futtertroges mit diesem in offener Verbindung steht.
Ebenfalls ist eine zentrale Luftabl'ührung im Dach des Stalles sowie eine am äußeren Ende der Viehstände
angeordnete und gegenüber den Viehständen rotierende Entmistungsvorrichtung vorgesehen, wobei die
Rotation des Futterschachtes bzw. der Viehstände und der Entmistungsvorrichtung von einer gemeinsamen
Antriebsquelle bewirkt wird.
In diesen Rundställen sind die Tiere so aufgestallt,
daß die Hinterteile der Tiere nach außen, während die Vorderteile der Tiere nach der Mitte z'i. zurr. Futtertrog
hin, gerichtet sind. Ein freier Innenraum fehlt. F.s fehlen auch als Ferkelräume benutzbare Stallteile
rund um das einzelne Tier, ebenfalls kann von einem Abschluß der Entmistungsanlage gegen etwaige Ferkel
keine Rede sein.
Für Ferkelaufzucht bzw. Zuchtsauenhaltung ist eine solche Anlage ungeeignet, weil z. B. Ferkfl mit dem
Mist anderer Ställe unbehindert in Berührung kommen könnten. Zwar soll bei Behinderung der Entmistungsvorrichtung
durch ein Tier eine Rutschkupplung ansprechen und die Entmistungsvorrichtung
zum Stillstand bringen, aber wenn das Tier den Weg freigibt, wird der Umlauf selbsttätig fortgesetzt. Ein
Tier, insbesondere Ferkel, könnte dabei ohne weiteres Krankheitskeime anderer Ställe aufnehmen, außerdem
würde die Rutschkupplung nicht nur bei kleinen Ferkeln, sondern auch bei entsprechendem Mistanfall
zum Auslösen gebracht und dadurch die ganze Einrichtung unbrauchbar. Durch das Fehlen eines Innenraumes
ist ferner eine sinnvo'lc Betreuung und gleichzeitige Beobachtung aller Tiere nicht möglich.
Bei einem weiteren bekannten Rundstall handelt es sich um ein landwirtschaftliches Fütterungs- und
Mastgebäude, bestehend aus einem Gehege mit einer Außenwand von krcisiörmigcm Grundriß, einem
Dach und einem Fußboden für das Gehege, auf dem eine Vielzahl von raciinl angeordneten Trennwänden
zur Abteilung einer Anzahl von Einzclställen aufgestellt sind, mit einer unter dem Boden der Einzelslällc
angeordneten Kanalisationsrinne, wobei der Boden zu der Katialisationsrinne hin geneigt ist, und mit
einem Gitterrost über der Kanal isalionsrinne sowie einer
Fütlcrungs- und Tränkvorrichtung in jedem Einzclstall.
Die Vorrichtung zum Tränken ist direkt über dem Gitterrost angeordnet, während sich die Futtcrstcllc
an der entgegengesetzten Seite jedes Einzelstandes befindet. Dies setzt voraus, daß das Tier im
Einzelstand sich frei drehen kann, um einmal zum Futtertrog, das andere Mal zur Tränke zu gelangen.
Die Anwendung einer Zwangsbucht, wie sie bei modernen Zuchtsauslällen mit Ferkeln gefordert wird,
ist dadurch unmöglich gemacht.
Im Gegensatz zu den bekannten Rundställen, die nur für Mast- und Milchvichhaltung geeignet sind.
betrifft die Erfindung einen Rundstall für Zuchtsauen mit Ferkeln. Hierbei müssen an die Hygiene die
höchsten Anforderungen gestellt werden, da die jungen Ferkel gegen Bakterien sehr empfindlich sind.
Die Sau muß in einer Zwangsbucht gehalten werden, während die Ferkel einen freien Zugang zum Gcsäuge
und einen begrenzten freien Stallraum als Bewegungsraum haben müssen. Die erforderliche Entmistung
muß vor allem so erfolgen, daß bei der Misträumung keine für die Ferkel durchlässige örTninii'.
entsteht, daß sie ferner nicht eingeklemmt werden können und daß sie vor allem auch nicht mit Mist
anderer Buchten in Berührung kommen können, damit nicht bei einem Krankheitsfall in einer Bucht die
Tiere anderer Buchten mit angesteckt werden können. Das Futter muß von Tag zu Tag überwacht bzw.
gesteuert werden. Die Bildung von überständigem, d. h. mehrere Tage im Trog befindlichen Futter muß
verhindert werden.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß — wie bei Schweineställen an sich bekannt — ein
freier kieisförmiger Innenraum dem Tierpflegepersonal
vorbehalten ist, den ein nnerer ringförmiger Mistablageplatz umschließt, und daß zwischen dem
Mistablageplatz und einem äußeren ringförmigen Futtertrog radiale Zwangsbuchten für die Muttertiere
und sie umgebende Ferkelabteilungen vorgesehen sind, wobei weiterhin die Zwangsbuchten, der
Futtertrog und der Mitablageplatz im Rhythmus der Fütterung umlaufen und wobei einerseits der Fnttertrog
von einer gemeinsamen Zuführungsquelle laufend nach einem täglich gesteuerten Programm beschickt
wird, während andererseits durch einen ortsfesten, vor einem Mistsammeikanal angeordneten,
zugleich über den Mistablageplatz reichenden und durch für Ferkel undurchgängliche BuchtwandöfTnungen
greifenden und für Ferkel ebenfalls unzugänglichen Räumschieber der anfallende Mist einem
Sammelkanal zuführbar ist.
Bei dieser Ausbildung eines Rundstallei sind die Ferkel weitestgehend gegen Krankheitsfall geschützt.
Die Anordnung erlaubt eine rationelle Betreuung der 1 icre während des ganzen Aufenthalts in den Zuchtställcn
von der Zeit der Geburt der Ferkel bis zu ihrem Verkauf. Die Fütterung erfolgt op'imal, und die
Überwachung und Bedienung ist so einfach, daß mit wenig Personal in einem mittleren Betrieb eine
Höchstzahl von Zuchtsauen, z. B. 100 in einem Jahr, zu überwachen sind, was etwa das 20fachc gegenüber
Irüderen Verhältnissen bedeutet. Jc nach den örtliehen
Verhältnissen und sonstigen Gegebenheiten kann der Rundstall während eines Fütterungs- und
Entmislungsvorganges als Ganzes umlaufen, oder er kann ortsfest sein, und statt dessen können die Entmistungs-
und Fütteriingscinrichtungen umlaufend ausgebildet sein
Weitere Einzelheiten werden an Hand der Zeichnung, die verschiedene Ausführungsbeispiele darstellen,
näher erörtert. Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer .Schnittansicht eine erste
Ausführungsform des Rundstalles,
Fig. la eine Einzelheit der Fig. 1,
Fig. 2 die Draufsicht auf einen Einzelstand mit Zwangsbucht für den ersten Zeitabschnitt einer Zuchtperiode,
Fig. la eine Einzelheit der Fig. 1,
Fig. 2 die Draufsicht auf einen Einzelstand mit Zwangsbucht für den ersten Zeitabschnitt einer Zuchtperiode,
Fig. 3 den Grundriß eines Einzelstandes im zweiten Zeitabschnitt einer Zuchtperiode für ein Mutterschwein
mittlerer Größe,
Fig. 4 den Grundriß eines Einzel-Viehstandes für
ein übergroßes Schwein,
Fig. 5 die Stirnansicht zu Fig. 3 und 4,
Fig. 6a ein Schema des Fütterungsverlaufes,
Fig. 6b einen Exzenter entsprechend dem FUtterunpsverli uf.
Fig. 6b einen Exzenter entsprechend dem FUtterunpsverli uf.
F i g. 7 eine Prinzipdarstellung für die Fütterungssteiierung,
Fig. 8 einen Schnitt durch einen für die Fütterungssteuerung bestimmten Mengenschieber,
Fi g. 9 ein Schema für die untere Abschkißscheibe
des Fütterungstrichters,
Fig. K) ein Schema eines ortsfesten Rundstalk mit
bewegtem Schieber.
Eine größere Zahl von Einzelständen 1. z.B. zwölf,
sind in Ringform, d. h. als Rundstall, angeordnet. Jeder Stand 1 ist entsprechend der Kreiseinteilung
im Grundriß segment- bzw. keilförmig und weist eine Zwangsbucht 2 für das Muttertier 5 auf. Die Zwangsbucht
2 ist in dem ersten Zuchtzeitabschnitt von 4 bis 8 Tagen, in welchem die Geburt der Ferkel stattfindet,
diagonal angeordnet, so daß zum Kreisinnern hin durch eine Wand 3 ein Raum 4 abgetrennt wird,
der weder für das Muttertier 5 noch für die Ferkel 6 zugänglich ist. Ferner ist für die Ferkel 6.
welche sich im ganzen übrigen Standraum 1 bewegen können, ein Wärmenestraum 7 mit einer Strahlungslampe T vorgesehen, in we.chen sich die Ferkel
zwischen den Mahlzeiten in den ersten Tagen nach der Geburt gern zurückziehen. Quer durch den Rundstal!
bzw. unter demselben entlang führt ein Mistkanal 8. der an einer Stelle sich dem Innenumfang 9
des Rundstalles so weit nähert, daß ein ruhend angeordneter
Schieber 10 in den Raum 4 hineinragt und bei dessen Vorbeibewegung den darin befindlichen
Mist erfaßt und einer Öffnung ! 1 zuleitet, von der aus der Mist über die Kante 12 dem Mistkanal 8 zugeführt
wird. Sind die Ferkel etwa 4 bis 8 Tage alt. so wird die schräge Zwangsbucht 2 in die radiale
Lage 2' gebracht. Hierbei wird zugleich die Wand 3 entfernt, so daß den Ferkeln jetzt auch der Raum 4
zugänglich ist. Damit sie dabei aber nicht von dem Schieber »0 bei dessen Vorbeigang erfaßt werden, ist
eine waagerecht umlaufende Schutzbürstc 13 angeordnet,
die über ein Getrieberad 14 (Fig. 2. 3) so in
Umdrehung versetzt wird, daß die Borsten unten in Richtung zum Ferkclraum 4 sich bewegen, so daß.
falls ein Ferkel in ihren Wirkungsbereich kommt, dieses von dem Eingriffsbereich des Schiebers 10
ferngehalten bzw. abgedrängt wird. Die Bürste hat dabei so viel Bodenfreiheit, z. B. 5 bis 6 cm. daß
einerseits die Ferkel nicht unten durchschlüpfen können, andererseits aber der Mist nicht berührt oder
höchstens etwas abgeflacht und alsdann von dem Schieber erfaßt wird, um ein Einklemmen eines FerkeK
zwischen Bürste und Stallwand zu vermeiden. soll der zwischen beiden gebildete Winkel (entgegen
der Darstellung in Fig. 3) mindestens 90 . vorzugsweise
HlO . betrasen.
Bei großen Muttertieren 5 kann der Fall eintreten, daß das Tier beim Vorbeigang an dem Schieber
letzteren berührt. Um dabei Verletzungen oder Beschädigungen zu vermeiden, ist der Schieber 10 mit
dem zugehörigen Kasten 11 radial gleitbar angeordnet und cesen eine ruhende Feder 15 (F i g. 4) abgestützt.
Durch die Öffnung 11' des Kastens 11 (Fig. 2) fällt
der vom Schieber 10 erfaßte Kot in den Kanal 8. Im Falle eines zu großen Muttertieres 5 wird ein
Zwischenklotz 16 (F i g. 4) an der Innenkreisseite 9 des betreffenden Standes 1 vorgesehen, und an dem
Kasten 11 ist ein Fühlrad 17 vorgesehen, das sich an dem Zwischenklotz 16 stützt bzw. an diesem abrollt.
Der Schieber 10 wird dadurch so weit zurückverschoben, daß das Tier 5 mit ihm gar nicht erst in Berührung
kommt. Das Tastrad 17, das während des ganzen Umlaufes mit dem Innenrand 9 in Eingriff ist,
dient (in nicht dargestellter Weise über ein Zwischengetriebe) gleichzeitig zum Antrieb der Bürste 13 über
das Ritzel 14. Am Außenumfang des Rundstalles befinden sich bei jedem Stand I jeweils ein Trog 18
für das Muttertier und ferner ein Trog 19 für die Ferkel. Der Trog 18 wird dabei je nach der Stellung
der Zwangsbucht 2 in die Lage 18 (Fig. 2) oder Lage 18' (F i g. 3, 4) verschoben.
Der ganze Rundstall riilit auf gleichmäßig verteilten
Rädern 2(K die in einer U-Schienc 20' von Kreisform laufen.
Es ist noch vorteilhaft, wenn die I.ängswände der
Zwangsbucht 2 von unten nach oben etwas auscinanderstreben.
ti. h.. daß ihr gegenseitiger Abstand oben etwa (S bis K) cm breiter ist als unten. Dies hat
die Wirkung, daß ein Muttertier beim aufrechten Stand nicht zu stark eingeengt ist, aber beim Sichhinlegen
den unteren Engpaß durchlaufen muß und tlaher sich nur mit gewisser Mühe hinlegen kann. Die
Ferkel können dadurch nicht überrascht werden und bringen sich rechtzeitig in Sicherheit, so daß Ferkelverluste
cJvth Erdrücken zuverlässig vermieden werden,
während das Muttertier beim Fressen unbehindert ist.
^ Für die Zuführung der Futtermenge gilt die Futterkurve
22 (Fig. 6a), d.h.. der Futterbedarf steigt während der gesamten Aufenthaltsdauer von 50 Tagen
von 2 kg je Tag bis auf 5 bis 6 kg an. um später wieder auf 2 kg abzunehmen. Um diesen Fuiterbedarf
bzw. die täglich zulässige Höchstfuttermenge während der ganzen Zuchtdauer, und zwar unabhängig
von der tatsächlichen Futteraufnahme, die bekanntlich durch Krankheiten, z. B. Magenverstimmungen,
schwanken kann, sicherzustellen, ist eine
Steuervorrichtung (Fig. 7 und 8) vorgesehen.
Zunächst ist auf einer waagerechten Welle 23 einer seits ein Antriebsrad bzw. Schneckenrad 24 gelagert,
das von einer Schnecke 25 angetrieben wird, und andererseits eine Kurvenscheibe 26 (Fig. 6b). deren
Verlauf bzw. Abstand von der Achse 23 dem Verlauf der Kun-e 22 (Fig. 6a) entspricht. Die Scheibe
26 hat am Umfang einen T-haften Querschnitt (Fig. 8) und wird an beiden Flanken des T von
Klammerrädern 27 erfaßt, die ihrerseits auf ei..em doppel-U-förmig gebogenen Träger 28 gelagert sind
Die Arme des Trägers 28 gehen von einem Schiebei 29 aus. der in einem angepaßten Behälter 30 auf-
und abwärts bewegbar ist. Der Schieber kann je nach der Eingriffsstelle mit dem Kurvenrad 26 die Stellungen
300. 301 ... bis 304 einnehmen. Der in derr Behälter 30 vom Schieber 29 nicht erfaßte Raum 31
ist bei einem vorteilhaften Ausführungsteil für die geringste Tagesmense bemessen, die mit 2 kg angenommen
sei. Ist in der Stellung 300 des Schieber: Muttertieres durch eine untere Öffnung 32 immer se
der Raum 31 gefüllt, so wird je nach der Freßlust de; viel sich selbsttätig stauendes und vom Raum 31
nachrutschendes Futter 33 dem Tier angeboten, dat es sich satt fressen kann. Ist das Tier gesättigt, se
staut sich die restliche Futtermenge im Raum 31, unc weitere Zufuhr unterbleibt. Wird bei einer anderer
Stellung der Kunenscheibe 26 der Schieber etwa ii Höhe 302 gehalten, so wird dem Tier eine Menge voi
4 kg angeboten usw. Wird die angebotene Menge nu zu einem Teil verbraucht, so wird auch nur die ver
brauchte Teilmenge bei der nächsten Futterzuteiluni
• fr":
ersetzt, weil aus dem orstfesten Fuüertrichter 34 nur
so viel Futtermenge nachrutscht, bis der Raum 31 einschließlich der etwa zusätzlichen vom Schieber frei
gegebenen Raumteile gefüllt sind,
Die unte.-e öffnung des ortsfesten Futtertrichters 34
ist durch eine um eine ortsfeste Achse 42 umlaufende Kreisscheibe 37 abgeschlossen. Die Scheibe 37 hat
■m Umfang verteilt eine Reihe von z. B. vier Schlitzen 38 (F i g. 9), welche den Durchtritt des
Futters aus dem Zuführungstrichter 34 in den Raum Jl freigeben. Die Bewegung ist so langsam, daß während
der Zeit des Vorbeigangs der Kasten 30 mit Futter angefüllt werden kann. Die Scheibe 37 wird
angetrieben durch Mitnehmer 39, die mit Gegenmitnehmern 40 am Kasten 30 des umlaufenden Rundstalls
in Eingriff kommen. Bei jedem Futterzufuhrvorgang wird die Scheibe 37 um eine Teilung weitergedreht.
Die Schlitze 38 sind kurzer als der Futterkastenboden und auch enger, so daß im Tnnern des
Zwischenkastens 30 beim Vorbeigang noch gewisse Toträume verbleiben. Andererseits lagern sich unvermeidlich
gewisse Streumengen ajf der Scheibe 37 ab. Neben der unteren Trichteröffnung ist daher mit dem
Trichter 34 verbunden ein Schieber 41 vorgesehen, der auf der drehbaren Scheibe 37 aufliegt und beim
Vorbeigang der Scheibe 37 die Streumengen über den Rand dur letzteren hinweg in den Kasten 30 abstreift.
An der Achse 42 der Scheibe 37 befinden sich, soweit die Achse in den Trichter 34 hineinreicht,
Rührarme 43, die dafür sorgen, daß das Futter stets aufgelockert bleibt und keine Stauungen eintreten.
Der Antrieb der Schneckenachse 25 erfolgt über ein Kegelgetriebe 44 durch einen Anschlag 45. der
unter der Wirkung einer Rückstellfeder 46 steht und zwischen den Anschlägen 47 und 48 sich bewegen
kr.nn. Der Anschlag 45 ist als nachgiebige Stange ausgebildet und wird beim Vorbeigang an einem
ruhend angeordneten Gegenanschlag 49 mitgenommen, und zwar, bis einer der zugehörigen Anschläge,
z. B. 48. erreicht wird. Damit wird die Drehung des Kegelgetriebes 44 und der Kurvenscheibe 26 abgestoppt
bzw. begrenzt, während weiterhin die Federstange 45 lediglich ausweicht, bis sie am Anschlag 49
vorbeibewegt ist. Dann bringt die Feder 46 den federnden Anschlag 45 in seine Ruhestellung zurück,
in welcher er am Anschlag 47 anliegt. Bei zusammengesetztem Futter ist zweckmäßig für jeden einzelnen
Bestandteil eine Mengensteuerung gemäß obiger Beschreibung vorgesehen. Übrigens kann diese Futtersteuerung
sowohl bei Zucht- als auch bei Mastschweinen verwendet werden.
Hin Sperrgetriebe 50 sorgt dafür, daß eine Rückbewegung verhindert wird.
Der freie Innenraum 51 des Rundstalls dient für das Personal als Beobaclitungsraum. Von hier aus
kann Geburtshilfe geleistet und können Medikamente usw. verabreicht werden, ebenso wie die Kastration
ts von Ferkeln vorgenommen werden kann.
Vorteilhafterweise weiden drei oder mehr Rundställe der beschriebenen Art als eine räumliche Einheit
zusammengefaßt, wobei jeder einzelne von ihnen gegen den gemeinsamen Mistabführkanal zu Des-
ao infektionszwecken getrennt von den übrigen gasdicht
abschließbar ist. Diese Trennung ist erst bei Rundställen möglich, während bei den üblichen Langställen
durch die Fäkalien immer alle Stände in Mitleidenschaft gezogen werden.
»5 Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung
wird ein ruhender Rundstall 52 (F i g. 10) verwendet, während ein umlaufender Schieber 53 mit Kasten 54
beim Reinigungsvorgang (zweckmäßig bei jeder Fütterung) den erfaßten Kot einem ruhenden Ringkanal
55 zuführt, der an zwei Umfangsstellen in den eigentlichen Abflußkanal 8 mündet.
Auch der Futtertrichter 34 kann mit dem Schieber 53 zusammen umlaufen. Zweckmäßig ist an dem
Schieber 53 bzw. Kasten 54 noch ein Zusatzschieber 56 angebracht, der in den Ringkanal 55 hineinreicht
und beim Umlauf den Kot in den ihn zweimal kreuzenden Abflußkanal 8 fördert.
Die Fütterungsanlage mit Steuermechanismu! (Fig. 6a bis 9) und die Entmistungsanlage (Fig. 10'
an sich sind nicht Gegenstände der Erfindung. Ihre Beschreibung dient nur der Erläuterung und Klar
stellung des Erfindungsgegenstandes, nämlich dei baulichen Rundstallanlage.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
109585/1
Claims (10)
1. Rundstall für Zuchtsauen mit Ferkeln, dadurch
gekennzeichnet, daß — wie bei Mastschweineställen an sich bekannt — ein
freier kreisförmiger Innenraum (51) dem Tiarpflegepersonal vorbehalten ist, den ein innerer
ringförmiger Mistablageplatz (4) umschließt, und daß zwischen dem Mistablageplatz und einem
äußeren ringförmigen Futtertrog (18) radiale Zwangsbuchten für die Muttertiere und sie umgebende
Ferkelabteilungen (1, 7) vorgesehen sind, wobei weiterhin die Zwangsbuchten, der Futtertrog
und der Mistablageplatz im Rhythmus der
Fütterung umlaufen und wobei einerseits der Futtertrog von einer gemeinsamen Zuführungsquelle
(84) laufend nach einem täglich gesteuerten Programm beschickt wird, während andererseits
durch einen ortsfesten, vor einem Mistsammelkanal angeordneten, zugleich über den Mistablageplatz
reichenden und durch für Ferkel undurchgängliche Buchtwandöffnungen greifenden
und für Ferkel unzugänglichen Räumschieber (10. 13) der anfallende Mist einem Sammclkanal
(8) zuführbar ist.
2. Runds -1JI nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet,
daß der R;ium-.chieber (10) den
Mist zu einer im ireien Innenraum befindlichen,
zum Sammelkana! führenden Öffnung (11) ableitet, die während des Fütterungs- und Entmistungsumlaufes
geöffnet, in der übrigen Zeit aber geschlossen ist.
3. Rundstall nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch rckcp.nzeichnei. daß vom Kopf des Räumschiebers
(10) bis zum Innenrand der Bucht eine waagerecht umlaufende Bürste (13) angeordnet
ist. welche etwa 5 hi- (ι cm Bodenfreiheit hat, und
deren Drehrichtimg so gewählt ist. daß die Bor-Mcn
im unteren Teil in Richtung zum Fcrkclraum tieh bewegen, so daß in ihren Bereich kommende
Ferkel zurück in den Ferkelraum (4) gedrängt Werden.
4. Riiiidsiall nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch
gekennzeichnet, daß die Bürstenfront zur l)Ciiachb<irk'n Biirsicnwand einen Winkel von 00
Oder mehr. \orzu'.:s\veise 100 hat.
5. Rundstall nach den Ansprüchen I bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß vom Umlaufgetriebe.
Vorzugsweise über eine Schnecke (25) und ein Schneckenrad (24). für jede Bucht eine langsam
• mlaufcnde Kurvenscheibe (26) angetrieben wird,
die bei jeder Fütterung und Entmistung, z. B.
durch einen Mitnehmer um eine Stufe weitcrge-
tchaltel wird und deren Exzentrizität*- oder Spiralkurve die Futterzufuhr während der ganzen
Aufzuchtdaiier nach vorgegebenem Schlüssel
regelt.
6. Rundstall nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von der Kurve ein Mengenschieber
(29) gesteuert wird, der die bei einer Mahlzeit zur Verfügung gestellte Futtcrmengc unter Anrechnung etwa nicht verbrauchten Futters mißt.
7. Rundstall nach den Ansprüchen I bis ft, dadurch gekennzeichnet, daß bei zusammengesetztem Futter für jedes einzelne Futter eine Mengensteucrting vorgesehen ist.
8. Rundstall nach den Ansprüchen I bis 7. cla-
durch gekennzeichnet, daß drei oder mehr Rundstall
zu einer Einheit zusammengefaßt sind und daß jeder einzelne Rundstall gegen den gemeinsamen
Mistabführkanal zu Desinfektionszwecken getrennt von den übrigen gasdicht abschließbar
ist.
9. Rundstall nach den Ansprüchen 1 bis S. dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle drehbarer
Buchten, Tröge und Mistablageplätze diese Teile ruhen und dafür — wie an sich bekannt — die
Mittel zur Futterziiteilung und zur Entmistung (Räumschieber mit Bürste) umlaufen.
10. Rundstall nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß im freien Innenrai'm ein ringförmiger, an den ortsfesten Buchten (52) entlangführender
Mistkanal (55) vorgesehen ist und daß der (umlaufende) Räumschieber (53) mit Bürste
durch einen an den Räumschieber (53) sich anschließenden Zusatzschieber (56) ergänzt ist, der
in den Ringkanal (55) hineinreicht und in diesem den anfallenden Mist dem ihn kreuzenden Sammelkanal
(8) zuführt.
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