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Anordnung zur Haltung von Vieh, wie Schweine,
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Rinder, Geflügel, Kaninchen, sowie Viehaufnahme-Behälter zur Anwendung
in dieser Anordnung Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Haltung von
Vieh, wie Schweine, Rinder, Geflügel, Kaninchen, bei welcher die Tiere einzeln oder
zu mehreren in rechteckigen, stapelbaren Viehaufnahme-Behältern gehalten werden,
sowie auf einen Viehaufnahme-Behälter zur Anwendung in dieser Anordnung.
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Bei der Stallhaltung von Tieren, insbesondere von Schweinen, ist bislang,
im Bestreben ein möglichst wirtschaftliches Stallsystem bereitzustellen, vor allem
die Senkung des Arbeitsaufwandes als höchstes Ziel angesehen worden.
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Dabei wurde das Stallklima so verschlechtert, daß Gewichtszunahmen
der Tiere seit ca. 15 Jahre immer gleich geblieben sind und die Futterverwertung
sich nur geringfügig verbessert hat. Dies, obwohl in der Zwischenzeit neue Schweinerassen
gezüchtet worden sind.
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Als optimale Lufttemperatur wird allgemein betrachtet in Ställen mit
Vollspaltenböden ca. 20"C, in Ställen mit Teilspaltenböden ca. 180C und in Tieflaufställen
mit Stroheinstreu 15 bis 16"C. In den neuzeitlichen Ställen ist durch das Fehlen
von Stroh die Temperatur überall gleich hoch.
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In den altherkömmlichen Ställen war die Temperatur im Strohbereich
- also im Körperbereich - wärmer und im Einatembereich kühler. Diese Haltung war
naturgerechter, wodurch die Zunahmen relativ gut, die Aggressivität, die Verletzungen
und
die Verluste gering waren. Üch hat die dickere Speckschicht
der früher gezüchteten Schweinerassen zur höheren Körpertemperatur und zum Wcnlbefinden
der Tiere beigetragen. Ebenfalls hielten sich aie iransportverluste in Grenzen,
so daß die Schweine bei einer relativ kalten und frischen uft gesund und widertandsfähig
waren. Zudem wurden die einzelnen Mastgruppen meist getrennt auf Lastwagen verladen,
da sie auch meist verschiedenen Landwirtengehörten.
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Mit Zunahme der Bestandsgrößen werden oft ganze Lastwägen ohne Abtrennung
von nicht gemeinsam gemästeten Schweinen geladen. Da die Schweine ohnehin durch
die schlechte Stallluft anfällig und aggressiv sind, beginnen die in unterschiedlichen
Buchten gemästeten Schweine sich gegenseitig zu beißen, was zum Teil zu Hysterien
führt. Die Folge davon ist, daß die Verluste rapide ansteigen. Außerdem ist das
Verladen von hochempfindlichen Schweinen eine außerordentlich unangenehme und von
den damit befaßten Personen nicht gerne ausgeführte Tätigkeit.
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überwiegend werden in den neueren Stallsystemen Ganzspaltenböden verwendet,
bei welchen die Exkremente der Tiere durch die Spalten in darunter befindliche entsprechende
allgemeine oder einzelne Auffangbehältnisse gelangen. Die Tiere befinden sich folglich
die ganze Zeit über ihren Exkrementen, deren Gerüche entsprechend hoch steigen,
so daß sich Tiere mit besonders gut ausgebildeten Riechorganen, wie dies beispielsweise
die Schweine sind, in einem solchen Milieu nicht -»Ddl fühlen können. Es ist nachgewiesen
worden,' daß das Wohlbefinde und damit die Gewichtszunahme der Tiere bedeutend verbessert
wurde, wenn das Stallklima (z. B. durch Bodenheizung und stärkere Lüftung) optimal
gestaltet wurde (s. Aufsatz von Kalich J. und Schuh W. "EinfluB der Schadgase%rroniak
(NH3) und Schwefelwasserstoff (H2S) in der
Stalluft und die Mastleistung
der Schweine", in "Tier ärztliche Umschau", Sonderdruck Nr. 1 vom 1.1.1979, 34.
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Jahrgang, Seiten 36 bis 45). Hinzu kommt, daß in den bisherigen Ställen
die Temperatur während des ganzen Tages, ja während der gesamten Mastperiode, Tag
und Nacht konstant ist. Diese Temperatur entspricht jedoch nicht dem normalen Temperaturverlauf
für Lebewesen. Es ist allgemein bekannt, daß die Körpertemperatur morgens am niedrigsten
ist und gegen Abend ansteigt. Die Einatemluft wiederum ist während des Schlafens
wesentlich niedriger als die Körpertemperatur (vgl. Bettsystem beim Menschen, Borsten
beim Wildschwein). Während der Ruhe- und Schlafzeit ist die optimale Einatemlufttemperatur
14 bis 160C, während die Körpertemperatur ca. 200C und weit darüber bei optimaler
Luftfeuchtigkeit sein sollte. Daraus wird ersichtlich, daß die Tierhaltung in Stallsystemen
neuerer Art mit gleicher Einatem- und Körperlufttemperatur sowohl der Gesundheit
als auch dem sonstigen Wohlbefinden der Tiere nicht zuträglich ist. Denn stimmt
die Einatemlufttemperatur, dann ist die Körperlufttemperatur zu niedrig, und der
Energieaufwand im Körper führt zu Gewichtsverlusten.
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Bei höherer Temperatur, insbesondere der Einatemluft,wird der Kreislauf
der Tiere jedoch sehr belastet, was zu oft tödlichen Kreislaufstörungen führt.
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Ein weiteres Problem bei der Haltung von Vieh, insbesondere von Schweinen,
ist der Transport der Tiere aus den Ställen bis zu den Schlachthöfen. Immer ist
ein Umbuchten oder Treiben von Bucht zu Bucht oder von einer Bucht in einen Lastwagen
und vom Lastwagen wieder in den Schlachthof erforderlich.
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Abgesehen von den Mühen der damit befaßten Personen sind auch die
Tiere durch das Umbuchten und das Zusammenbringen mit Schweinen aus anderen Buchten
bzw. Ställen sehr gestreßt, was nicht nur zu Fleischverschlechterungen, sondern
auch zu erheblichen Totalverlusten führen kann. Um diesen Nach-
teil
zu vermeiden, werden in vielen Schlachthöfen die Schweine bereits 1 bis 3 Tage vorher
angeliefert oder den Tieren wird kurz vor Transport ein Beruhigungsmittel verabreicht.
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In den meisten bisher bekannten Anordnungen werden relativ viele Mastschweine
(meist 10 bis 15) in einer Bucht gehalten, so daß pro Schwein nur ein kleiner Platz
zur Verfügung steht. Dieser aus wirtschaftlichen Gründen vorgesehene kleine Platz
wirkt sich ebenfalls negativ auf die Haltung der Schweine aus.
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Es sind Stallsysteme bekannt, bei denen versucht wird, durch Frischluftzufuhr
und durch Heizung das Klima im Stall zu verbessern. Hierdurch steigen die Kosten
der Tierhaltung jedoch sehr an, so daß die Rentabilität entsprechend sinkt.
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Durch die DE-OS 28 23 702 ist ein System zum Transport von Vieh, insbesondere
von Ferkeln und Schweinen, sowie ein stapelbarer Behälter zur Durchführung dieses
Systems bekannt. Das bekannte System besteht im wesentlichen aus einem Fahrzeugaufbau,
welcher aus einer Mehrzahl von lösbar mit dem Fahrzeug verriegelten Vieh-Aufnahmebehältern
besteht. Soll Vieh vom Züchter zum Schlachthof transportiert werden, so werden die
Behälter beim Züchter abgeladen, welcher die Tiere in die Behälter hineintreibt.
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Dann werden die Behälter mit einer Hebeeinrichtung auf das Fahrzeug
geladen und darauf Seite an Seite verriegelt. Im Schlachthof werden die Seitenwände
der Behälter verschoben, und die Tiere werden ausgetrieben. Die stapelbaren Behälter
besitzen einen durchwegs gelochten Blech-
boden, unter welchem
eine Sammelwanne für Exkremente vorgesehen ist. Als Belüftungseinrichtung sind mindestens
an einer der Querwände verstellbare Belüftungsklappen, durch welche die Außenluft
eindringen kann, vorgesehen. Diese bekannten Buchten sind von ihrem gesamten Aufbau
her nur für den Transport der Tiere geeignet.
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Für eine länger andauernde Stallhaltung, also als Stallbucht, in welcher
beispielsweise ein Schwein von seinem Dasein als Absatzferkel bis zu seiner Schlachtung
gehalten wird, sind diese bekannten Buchten nicht geeignet. Zudem besitzen sie zu
große Sammelwannen für Exkremente, was wiederum zur Verringerung des dem Schwein
zur Verfügung stehenden Platzes führt, bzw. es können pro LKW weniger Mastschweine
geladen werden.
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Die DE-OS 20 33 928 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Züchten und Mästen von Tieren, bei welchen die Tiere in übereinander stapelbaren
Boxen mit beheiztem Vollspaltenboden gehalten werden. Abgesehen davon, daß diese
bekannten Boxen nur zum Mästen der Tiere, nicht jedoch auch zu deren Transport benutzbar
sind, weisen sie auch den Nachteil auf, daß sie einen Vollspaltenboden besitzen.
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Die DE-OS 28 12 229 zeigt einen Schweinestall mit Vollspaltenboden,
in welchem Einzelbuchten für 10 bis 12 Tiere derart abgeteilt sind, daß zwischen
zwei Reihen von ineinanderliegenden Buchten eine mittige Fütterungsanlage und ein
darüberliegender Gang vorgesehen sind. Über den Ganq wird vertikal zugeführte Frischluft
die Futtertröge überstreichend in die Buchten gebracht, wodurch eine gute DurchlüEtung
stattfindet. Da die gesamte Frischluft ausgetauscht wird, muß entweder geheizt werden,
oder die Lufttemperatur beim Körper der Tiere wird zu kalt, bzw.
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die Luftgeschwindigkeit erhöht sich zu sehr oder die gesamte Luft
bleibt zu stinkig. Auch müssen die Tiere
für den Transport manuell
diesen Stallungen entnommen werden.
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Aus der DE-OS 22 06 421 wiederum ist ein Verfahren und eine Anordnung
zur Haltung von Schweinen in Käfigbatterien für Reproduktion und Mast nach industriellen
Erfordernissen bekannt. Die Tierhaltung findet dabei in ebenen, fluchtengleichen
Durchlaufstallungen statt, welche durch in Längsrichtung verschiebbare Querwände
in Buchten abgeteilt sind, wobei die Tiere in dem Durchlauf von Station zu Station
je nach Alter verschoben werden. Die Käfigbatterien sind ein- oder mehretagenförmig
ausgeführt und weisen Vollspaltenböden auf. Das Entmisten erfordert jedoch viel
Technik und ist folglich sehr teuer. Für den Transport müssen die Tiere zudem umgeladen
werden.
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Auch zeigt die DE-OS 23 19 084 einen gegenüber seiner Umwelt abgeschlossenen
Tierbehälter mit einem Teilspaltenboden und einer Kotauffangwanne unter diesem.
Diese Behälter sind genau übereinander stapelbar und werden in zwei Reihen nebeneinander
stehend gestapelt, so daß entweder jeweils die Rück- oder die VorderSeiten einander
zugewandt sind, wodurch ein Ab- oder Zuluftkanal gebildet wird. Dabei weist der
Tierbehälter mindestens eine Zuluftöffnung für Atemluft im Atembereich der Tiere,
mindestens eine Zuluftöffnung für Spülluft oberhalb des Tierkörpers und mindestens
eine Abluftöffnung in Nähe der Kotauffangwanne auf. Dabei stehen die Zuluftöffnungen
mit einem Uberdruckbereich in Verbindung, während die Abluftöffnungen mit einem
Unterdruckbereich verbunden sind. Bei diesen bekannten Behältern wird jedoch die
gesamte Stalluft, d.h. sehr viel Luft verwendet, und die Aufbereitung der gesamten
Stalluft als Einatemluft im Gang erfordert sehr viel Aufwand.
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Andererseits findet innerhalb des Behälters eine relativ starke Durchwirbelung
der Luft statt, die zuviel Umwälzung bzw. Zug verursacht. :Hierdurch findet eine
Abkühlung der gesamten Luft innerhalb des Behälters statt, so daß keine Temperaturunterschiede
zwischen Einatem- und Körperlu'ttempewatur möglich ist. Zudem ist dieses System
nur für Mastschweine, nicht jedoch für alle anderen Tiere, wie Kühe, Mastbullen,
Mastkälber, Kaninchen, Geflügel, geeignet.
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Schließlich zeigt die DE-AS 21 57 656 ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Belüftung eines Stalles, in welcher die Einatemluft in der Nähe der Tiernasen
pulsierend mit einer Geschwindigkeit von mindestens 2 m/s eingeblasen wird. Zwar
erfolgt durch dieses bekannte Verfahren eine hinreichende Zuführung von Frischluft.
Durch die relativ hohe Lu'tgeschwindigkeit und die mögliche Anordnung von noch zusätzlichen
Frischluftdüsen an der Buchten-Decke im Körperbereich ist jedoch gleichzeitig ein
unerwünscht hoher Luftzug vorhanden, der auch den Körperbereich auf unerwünschte
Weise mit abkühlt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zur Haltung von Vieh,
wie Schweine, Rinder, Geflügel, Kaninchen, sowie eine Bucht zur Verwendung dieser
Anordnung zu schaffen, durch die es ermöglicht wird, die Tiere in im wesentlichen
gleichbleibenden optimalen Bedingungen sowohl bei der Aufzucht als auch beim Transport
zu halten, ohne dafür besondere Vorkehrungen treffen zu müssen. Dabei sollen die
Einatem-und die Körperlufttemperatur die optimalen Werte aufweisen bei maximaler
Energieeinsparung.
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Diese Aufhabe wird aemäß der Erfindung durch eine Anordnunq zur Haltung
von Vieh, wie Schweine, Runder, Geflügel, Kaninchen, bei welcher die Tiere einzeln
oder zu mehreren in rechteckigen, stapelbaren Viehaufnahmebehältern (Buchten), deren
Böden Teilspaltenböden sind und die eine
Zuluft- und eine Ablufteinrichtung
aufweisen, wobei die Buchten neben- und übereinander angeordnet sind, derart, daß
jeweils zwei Buchten sich mit den Vorder- oder Rückwänden gegenüberliegen, so daß
mindestens eine allgemeine Zuluft-und eine Abluftseite im Stall gebildet ist, dadurch
gelöst, daß die Buchten von den Tieren bei Aufzucht und Transport bis hin zum Schlachthaus
vorzugsweise nicht verlassen werden, wobei in den Buchten die Einatemluft von der
übrigen Stalluft getrennt ist, so daß getrennte Temperaturverhältnisse in der gleichen
Bucht vorliegen.
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Dabei werden die Buchten für die Aufzucht im Stall stufenförmig versetzt
übereinander gestapelt, während sie für den Transport beispielsweise auf dem zastauto
seitenversetzt (um 1800) gestapelt sind.
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Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird ermöglicht, daß ein für
das Wohlbefinden der Tiere sehr negativ sich auswirkendes Umbuchten und ein Zusammenwürfeln
von Schweinen unterschiedlicher Aufzucht vermieden werden. Es findet ein tierschutzgerechter
Transport statt ohne Verluste, bei Erhaltung der Fleischqualität und ozone Beruhigungsmittel.
Die Buchten sind für die Aufzucht stufenfö;mig versetzt derartig gestapelt, daß
jeweils der Teil des Bodens der Buchten, der die Spalten aufweist, frei steht, so
daß die durch die Spalten fallenden Tierexkremente direkt in eine im wesentlichen
zentrale Güllegrube fallen kann. Dabei ist es vorteilhaft, wenn in bekannter Weise
auf der Seite der Güllegrube Unterdrack herrscht, so daß übermäßig störende Gerüche
aus der Güllegrube nicht ins Innere der Buchten gelangen können. Für den Transport
werden die Buchten direkt übereinander gestapelt angeordnet, so daß kein Platzverlust
stattfinden
kann. Dabei können gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens
die Buchten während des Transports gleichseitig direkt übereinander angeordnet sein,
oder sie können um 1800 seitenversetzt übereinandergestapelt sein, je nach Ausbildung
der Buchten.
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Bei der stufenförmig gestapelten Anordnung der Buchten während der
Stallhaltung kann es je nach konstruktiven Gegebenheiten von Vorteil sein, wenn
die Buchten in je zwei Stapelreihen achssymmetrisch zueinander und zu einer Güllegrube
angeordnet sind. Je nach den Gegebenheiten können dabei die Buchten zueinander hingestuft
gestapelt sein, so daß die Güllegrube im wesentlichen mittig zwischen den zwei Stapelreihen
angeordnet ist. Die Stapel können aber auch stufenweise auseinanderführen, wobei
praktisch zwei einzelne Güllegruben oder zwei miteinander verbundene Grubenteile
unter den ausladenden Seiten der Buchten sich befinden.
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Durch die erfindungsgemäß gestufte Stapelung der Buchten und die Freistellung
der Spaltenteile der Buchtenböden sind besonders pflegeleichte Buchten geschaffen
worden, da ein Verbleiben der Exkremente auf irgendwelchen zu reinigenden Unterlagen
nicht möglich ist.
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Um mehr als zwei Buchten übereinander stabil anordnen zu können, ist
es vorteilhaft, wenn im Stall entsprechende treppenförmige Aufbauten (Stufenunterbau)
vorgesehen sind, welche die Buchten in der erfindungsgemäßen stufenförmigen Anordnung
tragen.
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Des weiteren ist es zweckmäßig, im Stall im wesentlichen oberhalb
des jeweiligen Futterganges des Stufenunterbaus mindestens eine Frischluftzufuhrleitung
zur Einbringung von Frischluft für die das Vieh betreuenden Menschen vorgesehen
ist. Dadurch wird sichergestellt, daß die Bedingungen am Arbeitsplatz des Betreuungspersonals
wesentlich verbessert werden.
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Gemäß einer anderen Weiterbildung des Erfindungsgedankens findet die
Trennung der Einatem- von der übrigen Stallluft dadurch statt, daß an der Vorderwand
der Buchten jeweils mindestens eine Einatemluftdüse vorgesehen ist, die über ein
Rohrsystem mit entsprechender Frischluft versehen werden. Hierdurch ist der Vorteil
gegeben, daß die Tiere, die in der Bucht sind, sich in einer freiwilligen Richtung,
also mit dem Kopf zur Vorderwand der Bucht hin legen werden, immer die aus der Düse
ausströmende Einatemluft entsprechender Zusammensetzung und Temperatur einatmen,
während ihr Körper in im wesentlichen konstanter von Eigenwärme aufgewärmter und
in der Bucht stehen bleidender Körperwärme gehalten ist. Die Menge der zugeführten
Frischluft kann dabei derart gezielt eingebracht werden, daß die jeweils zum Einatmen
notwendige Menge ausgeströmt wird, ohne daß in der Bucht Luftverwirbelungen stattfinden,
die die Luftschichtung beeinflussen könnten. Hierdurch ist der große Vorteil gegeben,
daß die Tiere stets in optimalen Temperaturbedingungen gehalten sind, wobei zusätzlich
durch die Frischluft in die Atemluft des Tieres alle notwendigen medikamentösen
oder sonstige gesundheitsfördernde Zusätze eine Art Frischluftwolke bilden1 ohne
daß der ganze Tierkörper in Mitleidenschaft gezogen wird (Inhaliersystem).
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Es besteht auch die Möglichkeit, die Temperatur der Einatemluft als
auch der Körperluft während bestimmter Zeitspannen unterschiedlich auszuwählen.
So kann z.B.
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während der Nahrungsaufnahme und einer Aktivitätsphase die Temperatur
gesenkt und während des Schlafens teilweise angehoben werden.
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Als besonders vorteilhaft ist anzusehen, wenn mindestens zwei vertikal
übereinander angeordnete Einatemdüsen derart vorgesehen sind, daß die obere Düse
für das stehende und die untere Düse für das liegende Tier ausgebildet ist.
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Somit ist die Möglichkeit gegeben, daß das Tier in der Bucht sowohl
in stehender als auch in liegender Position gleich gute Einatemluftbedingungen auffindet.
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Dabei kann die in die Einatemdüsen eingebrachte Einatemluft ein im
wesentlichen kontinuierlicher Luftstrom sein.
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Er kann jedoch auch ein puslierender Luftstrom sein, welcher durch
Anordnung einer an sich bekannten Einrichtung zum Zerhacken des Luftstromes in der
Einatemluft-Zuführung erhalten werden kann. Durch die leicht puslierende Einatemluft
wird der Nachteil einer kontinuierlichen Einatemluftzuführung vermieden, die evtl.
langfristig zu unangenehmen Drucksituationen führen kann. Dabei besteht die Möglichkeit
der Pulsation des Luftstromes eine als angenehm empfundene Frequenz zu verleihen.
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Von Vorteil ist erfindungsgemäß auch, wenn die verbrauchte; (insbesondere
Atem-)Luft durch ein an sich bekanntes, mit Vakuum arbeitendes Absaugsystem ausgebracht
wird. Dabei kann das Absaugsystem in unterschiedlicher Weise angeordnet werden.
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So besteht die Möglichkeit, ein Absaugsystem im Bereich der Güllegrube
anzuordnen, wodurch die gesamte Stalluft eine bestimmte Abflußrichtung erhält. Dies
hat den Vorteil, daß durch den so erreichten gesamten Luftstrom im Stall aus der
teilweise offenen Güllegrube keine schlecht riechende Luft hochsteigen kann.
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Des weiteren kann das Absaugsystem aus im wesentlichen im Stinkbereich
der jeweiligen Buchten angeordneten Absaugrohren bestehen, wodurch die verbrauchte
Luft aus den Boxen direkt abgesaugt wird. Dabei können die Absaugrohre im treppenförmigen
Unterbau des Stalles integriert sein, so daß an den Boxen selber keine zusätzlichen
baulichen Maß-
nahmen zu treffen sind und auch beim Entfernen der
Boxen vom Unterbau oder deren Verschiebung oder Aufsetzen auf dem/den Unterbau weder
hinderliche Teile vorhanden sind, noch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen
werden müssen.
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Das Absaugsystem kann aber auch aus jeweils in den Boxen zwischen
Einatemdüse und Vorderwand der Box angeordneten und mit Absaugdüsen versehenen Absaugrohren
bestehen.
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Diese Absaugrohre führen dann die durch das einzelne Tier ausgeatmete,
verbrauchte Luft direkt ab. Durch diese Anordnung ist die Möglichkeit gegeben, daß
die durch das Tier verbrauchte Luft sich nicht mehr mit der Einatemluft vermischen
kann und auch nicht durch die Bucht und damit durch deren Körper-Teil hindurch abgeführt
werden muß. So wird auch eine Vermischung und Abkühlung der Luft im Körperbereich
im wesentlichen unterbunden.
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Hierdurch wird gewährleistet, daß Erkrankungen, die vorzüglich über
die Ausatemluft übertragen werden, durch direktes, gezieltes Abführen dieser Ausatemluft,
vermieden werden.
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Es können erfindungsgemäß auch beide Absaugrohre, also im Ausatembereich
und im Stinkbereich der Bucht, gleichzeitig vorgesehen sein, wodurch eine noch gezieltere
Ausbringung der verbrauchten Luft erreicht wird.
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Gemäß einer anderen Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist von
Vorteil, wenn im Körperbereich der Buchten mit Warmluft-Zuleitungen verbindbare,
und mit auf den Tierkörper ausgerichteten Öffnungen versehene Warmluft-Düsen angeordnet
sind. Diese Düsen können entweder nur an der Decke oder in bzw. an der gesamten
Wandung des Körperbereiches der Buchten angeordnet sein. Hierdurch wird erreicht,
daß relativ saubere, warme Luft, z.B. aus dem oberen Teil des Stalles oder angewärmte
Luft aus Wärmetauschern,
zum Tierkörper gebracht wird, was das
Wohlbefinden der Tiere noch steigert. Durch die Ausrichtung der Düsen auf den Tierkörper
und damit die Ausreichung der vorderen Warmluftdüsen nach hinten, ist eine besonders
gute Trennung der warmen Körperluft von der kühlen Einatemluft erreichbar.
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Es ist bekannt, daß kühle Luft von selbst absinkt, während warme Luft
aufsteigt. Deshalb ist es vorteilhaft, wenn die Einatemluft so eingeführt wird,
daß sie in die Einatemhöhe der jeweiligen Tierart absinken kann. Die warme Luft,
zum zusätzlichen Wärmen der Tierkörper, wird in vorteilhafter Weise möglichst tief
in bezug auf die Buchten-Höhe eingeführt, um durch ihr langsames Aufsteigen die
gewünschte Aufwärmewirkung zu erzielen.
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So kann gespart werden bei gleichzeitiger Vermeidung von Zug- und
Druckluft.
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Es kann aber auch je nach Tierart vorteilhaft sein, wenn die Warmluft
im Körperbereich von oben her eingebracht wird, wodurch zusammen mit der vom Tier
aufsteigenden Körperwärme ein Warmluftstau gebildet wird.
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Eine besonders gute Auswirkung auf das Tier zeigen die Einatemluft-Zuführungssysteme
und Abluftsysteme, wenn diese mit ungefähr gleicher, der jeweiligen Tierart angepaßten
Strömungsgeschwindigkeit der Einatem- bzw. Abluft arbeiten. Dabei ist gefunden worden,
daß eine Strömungsgeschwindigkeit von max. 0,2 m/s im Tierkörperbereich sich am
vorteilhaftesten auswirkt. Hierdurch wird einerseits ein sich Stauen der strömenden
Luft vermieden und andererseits eine zu starke Strömung unterbunden.
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Erfindungsgemäß können sowohl Einzelbuchten, also Buchten, in welchen
nur jeweils ein Tier gehalten wird, oder Mehrfachbuchten, also Buchten, in welchen
zwei oder mehrere Tiere gleichzeitig gehalten werden, erfindungsgemäß angeordnet
sein. Dabei können jeweils nur Einzelbuchten oder nur Mehrfachbuchten in einer Anordnung
verwendet werden. Es können jedoch auch Einzel- und Mehrfachbuchten nach Bedarf
gemischt neben- und übereinander angeordnet sein.
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Das erfindungsgemäße Buchten- Be- und Entlüftungssystem kann auch
nachträglich in bereits vorhandene Stallungen problemlos eingebaut werden. Dabei
kann die Temperierung der Luft mit an sich bekannten Wärmetauschern vorgenommen
werden.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch einen Viehaufnahme-Behälter
(Bucht) zur Haltung und Transport von Vieh, insbesondere von Schweinen, einzeln
oder mehrere zusammen, vorzugsweise in einer Richtung, zur Anwendung in einer erfindungsgemäßen
Anordnung, welcher rechteckig-und stapelbar ist, einen Teilspaltenboden, eine Zuluft-und
eine Ablufteinrichtung aufweist, dadurch gelöst, daß die Zulufteinrichtung aus Luftdüsen
besteht, die mit Zuluftrohren verbunden sind, und daß zumindest der Ieilspaltenboden
gleichzeitig als Ablufteinrichtung dient. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung
der Buchten ist der bereits vorbeschriebene Vorteil gegeben, daß eine Trennung der
Luft in der Bucht in Einatemluft und Körper- bzw. Stallluft gegeben ist, mit all
den vorbeschriebenen positiven Konsequenzen. Die Verwendung des Teilspaltenbodens
als Ablufteinrichtung hat neben der bedeutenden Vereinfachung des Buchtenaufbaues
gleichzeitig den Vorteil, daß durch die austretende Abluft die Möglichkeit, daß
schlecht riechende Luft aus der Güllegrube ins Buchteninnere geführt wird, praktisch
ausgeschlossen ist. Dies trägt wesentlich zum Wohlbefinden der in den erfindungsgemäßen
Buchten gehaltenen Tiere und damit zu der erfolgreichen Aufzucht der Tiere in diesen
Buchten bei.
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Dabei besteht die in der Bucht angeordnete Zulufteinrichtung aus mindestens
einer Luftdüse, wobei es besonders vorteilhaft ist, mindestens zwei übereinander
angeordnete Luftdüsen für Liege- bzw. Standposition des Tieres vorzusehen.
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Gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens können die Zuluftdüsen
jeweils separate, mit einem zentralen Zuluftrohr verbundene und durch besondere
Vorkehrungen je nach Konstitution und Kondition des Tieres einstellbare Einzeldüsen
sein. Es können erfindungsgemäß jedoch auch ein oder mehrere im wesentlichen vertikal
angeordnete und mit ein oder mehreren Düsenöffnungen versehene Zuluftrohre an der
Vorderseite des Buchteninneren angeordnet sein.
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Je nach Konstitution des Tieres können dabei nur diejenigen Düsenöffnungen
durchlässig eingestellt sein, die je nach Größe des Tieres der Liege- bzw. Standposition
des Tieres entsprechen. Dies ist beispielsweise durch Vorsehen von verschieblich
angeordneten Abdeckringen oder ähnlichen konstruktiven Vorkehrungen, die die Düsen
in einfacher Weise teilweise oder ganz freigeben oder abdecken können, möglich.
In gleicher Weise können auch die Düsen für die Ausatem- bzw. Abluft reguliert werden.
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Gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens können die Buchten
an ihrer Unterseite in Längsrichtung verschiebbare Abdeckungen zum Verschließen
des Spalten aufweisenden Bodenteils besitzen. Diese Abdeckung ist immer dann notwendig,
wenn die Buchten für einen Transport aus dem Stall entnommen und übereinander gestapelt
werden, so daß die Exkremente durch die Spalten hindurch nicht in unerwünschter
Weise auf die darunter liegenden Buchten, die Transportmittel oder andere Gegenstände
oder Orte fallen können.
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Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung weisen die Buchten
am vorderen Ende der Deckenwand eine als Wanne für Exkremente dienende Einbuchtung
geringer Höhe auf. Bei einem Transport werde. dabei die Buchten um 1800 versetzt
übereinander gestapelt, so daß jeweils der Spaltenteil des Buchtenbodens über dem
die Wanneneinbuchtung aufweisenden Kopfteil der darunterliegenden Bucht zu liegen
kommt. Hierdurch ist der Vorteil gegeben, daß die Buchten an ihrer Unterseite keine
zusätzliche Wannenausbildung aufweisen müssen, weiche beim Transport hinderlich
sind und ein waagerechtes Aufsetzen der Buchten auf eine ebene Unterlage unmöglich
machen.
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Des weiteren ist ein Entfernen der Exkremente aus einer obenauf liegenden
offenen Wanne um vieles leichter als aus einer Wanne, die nach oben hin durch einen
Spaltenboden verscnlossen ist. Hierdurch ist folglich auch in besonderer Weise für
eine gute Hygiene gesorgt. Zudem verringert die Wanne durch ihre geringe Höhe den
Innenraum der Bucht nur in vernachlässigbarem Maße.
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Auch trägt die Anordnung der Wärme am Kopfende der Bucht zur Stauung
der Körperwärme im Körperbereich bei. Dieser Effekt kann durch zusätzliches Anbringen
eines herabhängenden, teilweise raumtrennenden Gummituches (Teillasche) erreicht
werden.
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Des weiteren ist als vorteilhaft anzusehen, wenn an der Unterseite
der Buchten Lagerungen vorgesehen sind, die zur leichteren Verschiebung der Buchten
aufeinander oder auf einer ebenen Unterlage diesen. Auch ist es von Vorteil, wenn
an der Oberseite der. Buchten an sich bekannte Einrichtungen zum Einrasten der unteren
Lagerungen der Buchten angeordnet sind. Somit wird gewährleistet, daß die Buchten
ohne allzu großen Kraftaufwand einfach verschon werden können und in der oewünschten
Position übereinander in einer stabilen Stellung einrasten. Somit ist die iöglichkeit
gegeben, daß die Buchten sogar von einer Einzeipersor von Rand u-ecrdnet bzw. auf
kürzeren
Strecken transportiert werden können.
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Gemäß der Erfindung können die Buchten als Einzelbucht für die Haltung
von jeweils einem Tier oder als Mehrfachbuchten für die gleichzeitige Haltung von
zwei oder mehr Tieren ausgebildet sein. Je nach aufzuziehender Tierart oder nach
Stallgegebenheiten oder auch subjektiver Auffassung des Züchters kann es von Vorteil
sein, die eine oder andere Buchtart zu verwenden. In den Mehrfachbuchten sind erfindungsgemäß
die Tiere während des Fressens und Schlafens ebenfalls voneinander soweit getrennt,
daß sie sich nicht gegenseitig stören können. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß Trennwände in Längsrichtung teilweise eingezogen sind, bzw. eingezogen
werden können, wobei in den so entstehenden Teilboxen jeweils eine Futter- und eine
Zu- und eventuell eine Ablufteinrichtung vorgesehen ist. Die Trennwände können auch
in Längsrichtung ganz eingezogen werden, um bösartige oder kranke Tiere von den
anderen Tieren vollkommen abzutrennen. Auch für den Transport zeigt eine solche
Abtrennung besondere Vorteile.
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Um eine besonders gute, im wesentlichen vollständige Trennung von
Einatemluft und Körperluft zu erreichen, ist gemäß einer weiteren Ausbildung des
Erfindungsgedankens, vorzugsweise zur Verwendung zu Versuchszwecken, im vorderen
Teil der Bucht eine elastische, nicht oder nur wenig luftdurchlässige Quermembran
(Lasche) vorgesehen, die den Innenraum der Bucht in einen vorderen Frischluftraum
und in einen rückwärtigen Körperraum teilt.
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Dabei weist die Membran eine im wesentlichen mittige öffnung auf,
durch welche der Tierkopf hindurchgeführt ist, derart, daß die Öffnung den Hals
des Tieres satt umschließt. Zudem weist die Vorderwand der Box Luftaustrittsöffnungen
auf oder kann völlig offen sein, so daß die Ausatemluft der Tiere in die freie Stalluft
treten
kann. Durch das Anordnen der Quermembran ist ein Vermischen der Einatemluft mit
der Körperluft im wesentlichen ausgeschlossen, so daß eine Verringerung der Körperlufttemperatur
durch die einströmende kühlere Einatemluft nicht mehr möglich ist, wodurch optimale
Temperaturverhältnisse bei maximaler Energieeinsparung geschaffen werden.
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Gemäß der Erfindung kann in der Bucht mindestens ein Betätigungsknopf
für mindestens eine Frischluftdusche vorgesehen sein. Dabei kann die Dusche zur
Kühlung des Tierkorpers und/oder zur Kühlung des Futters vorgesehen sein. Auch ist
die Möglichkeit gegeben, daß durch Betätigung eines Knopfes durch das Schwein im
Mistgangbereich oder im Einatembereich je nach Einstellung eine bestimmte Zeit lang
kühle Luft sich über das Schwein ergießt. Hierdurch kann dem an sich bekannten Bedarf
der Schweine Rechnung getragen werden, daß diese entsprechend dem Suhle-Gedanken
in freier Natur gerne unterschiedliche Temperaturen auf ihrer Körperoberflc.e haben.
Da diese Luft im wesentlichen keimfrei ist, werden die Bakterien, die auf dem Schwein
sind, im wesentlichen alle getötet. Auch wird beiDnrcstreichen des Futters durch
aus der Dusche bzw. Frischluftöffnung kommende Frischluft das durch die Atemluft
des Tieres aufgewärmte Futter abgekühlt, so daß schädliche keimfördernde Temperaturen
im Futter abgebaut werden bzw. nicht entstehen können.
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Erfindungsgemäß ist von Vorteil, wenn die Buchten aus Kunststoff oder
Aluminium entweder aus einem Stück gegessen sind oder aus später zusammengeschweißten
Einzelteilen bestehen. Beide Materialien sind pflegeleicht, relativ unverrottbar
und sind durch ihr geringes spezifisces Gewicht besonders beim Transport der Buchten
enünscht.
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Durch die erfindungsgemäße Anordnung und die darin verwendeten erfindungsgemäßen
Buchten ist die Möglichkeit gegeben, die Behandlung der Einatemluft unkompliziert
zu gestalten, da diese nur noch ca. 10 bis 20 % der bisher im Stall behandelten
und umgewälten Luft beträgt. Die Einatemluft kann dabei befeuchtet, mit Heilstoffen
versehen oder durch UV-Strahlen keimfrei gemacht werden (Inhaliersystem).
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Die Reinigung (Wäsche) der Abluft wird wesentlich einfacher und billiger,
da nur noch 10 - 20 % der Stallluft gereinigt werden muß. Das gesamte Stallsystem
ist somit umweltfreundlicher als alle bisherig bekannten.
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Gleichzeitig wird durch die Trennung der Einatemluft von der übrigen
Stalluft der Körper des Tieres mit einer Schlaftemperatur (Bettsystem) und die Einatemluft
gekühlt oder angewärmt, also wohltemperiert vorgesehen.
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Durch Versuche ist festgestellt worden, daß ein größerer Platz pro
Tier von z.Z. ca. 0,60 bis 0,70 m2/Mastschwein höhere Zunahme bringt. Die Baukosten
pro Tier steigen dabei erheblich an, die z.B. dem Mastschwein doppelt soviel Platz
zur Verfügung stellen. Durch die erfindungsgemäßen Buchten, von ca. 1,2 m2, sind
die Baukosten pro Mastschwein fast gleichbleibend.
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Des weiteren ist erfindungsgemäß die Möglichkeit gegeben, daß durch
die Zuleitung der Einatemluft über Rohre diese Einatemluft für das Einzeltier oder
für alle so behandelt werden kann, wie es für die Gesundheit der Tiere erforderlich
ist. Es kann beispielsweise für alle Tiere oder lediglich für eines oder einige
Tiere der Einatemluft Dampf aus Heilkräutern oder Medikamente beigegeben werden.
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Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand der in der beigefügten
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine
schematische Darstellung eines Querschnittes einer Aufstallung unter Verwendung
von auseinanderweisend gestapelten er,findungsgemäßen Viehaufnahme-Behältern, Fig.
2 eine Ansicht von oben auf eine gestapelte Anordnung von Buchten nach Fig. 1, Fig.
3 eine schematische Darstellung von zwei zueinander gerichteten Stapelanordnungen
innerhalb einer Stallung, Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Bucht in erster Ausführung,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine ehrfachbucht, hier
für vier Tiere mit Einzelluftzuführung, Fig. 6 eine Draufsicht wie in Fig. 5 mit
gemeinsamer Frisch luftzufuhr für je zwei Tiere, Fig. 7 eine Seitenansicht von gleichsinnig
übereinandergestG,xlten Buchten, Fig. 8 eine Seitenansicht wie in Fig. 7 von jeweils
uni 1800 umgesetzt gestapelten Buchten, Fig. 9 eine schematische Teilansicht eines
stufenförmigen Unterbaus für die Stallhaltung,
Fig. 10 eine schematische
Seitenansicht einer Frischluftdüse, Fig. 11 einen Ausschnitt aus einer Frischluftdüse
als Rohrsystem, Fig. 12 einen Längsschnitt durch eine Bucht mit einer Quermembran,
Fig. 13 eine Stirnansicht auf eine Quermembran (Lasche) nach Fig. 12, Fig. 14 einen
teilweisen Längsschnitt durch eine Bucht mit zwei vertikal übereinander angeordneten
Frischluftdüsen, Fig. 15 einen Längsschnitt durch eine Bucht mit einem weiteren
erfindungsgemäßen Be- und Entlüftungssystem, Fig. 16 eine Seitenansicht auf einen
Lastzugaufbau mit aufgestapelten Buchten, und Fig. 17 eine Stirnansicht auf einen
Lastzugaufbau nach Fig. 16.
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In Fig. 1 ist mit 1 eine Stallkonstruktion bezeichnet, in welcher
Buchten 2 stufenförmig nach außen weisend gestapelt sind. Die Schlitze ("Spalten")
aufweisenden Teile der Buchtenböden (Mistfläche 3) stehen dabei im wesentlichen
über einer Güllegrube 4, welche den unteren Teil eines Mistbereiches 5 bildet. Die
zueinander weisenden Vorderseiten der Buchten bilden einen Futtergang 6. Im wesentlichen
unter dem Dach der Stallkonstruktion sind Rohrleitungen 7 für frische Einatemluft
vorgesehen, welche zu den einzelnen Buchten führende Verzweigungen, an deren Ende
Frischluftdüsen 8 vorgesehen sind, aufweisen. Die aus den Fristluftdüsen 8 austretende
Einatemluft bildet eine
Frischluftwolke 9. Die allgemeine Stallumluftbewegung
ist somit in eine bestimmte Richtung gezwungen, wodurch aus der Güllegrube keine
verpestete Luft hochdringen und sich mit der Stalluft vermischen kann. Am vorderen
Ende einer jeden Bucht ist ein Futtertrog 11 angeordnet.
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Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführung der Bucht 2, die hier eine Vielfachbucht
ist, also eine Bucht, in welcher mehrere Futter-, Einatemluft- u.a. Einrichtungen
aufweisende Einzelplätze vorgesehen sind.
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In der in Fig. 3 dargestellten Aufstallung sind im Stall 1 zwei aufeinander
zugestufte Doppelreihen von Buchten 2 derart angeordnet, daß sie jeweils einen im
wesentlichen geschlossenen, über eine Güllegrube 4 befindlichen Mistbereich 5 aufweisen.
Die so aufgestellten beiden Buchten-Stapel bilden dabei einerseits zwischen sich
und andererseits zur Stallwand hin Futtergänge 6, während in den gleichen Zwischenräumen
Rohrleitungen 7 und 38 für Frischluft angeordnet sind.
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Die in Fig. 4 gezeigte Bucht 2 weist an ihrem Vorderende den Futtertrog
11 auf und gleichzeitig reicht die Frischluft-Rohrleitung 7 mit ihrer Frischluftdüse
8 in den Vorderraum hinein. In der Vorderwand der Bucht sind Lüftungsöffnungen 12
vorgesehen. Aus der Düse 8 tritt Frischluft in die Bucht und bildet die Frischluftwolke
9. Durch die aus der Düse austretende Frischluft wird das Buchteninnere im wesentlichen
in einen Einatemluftteil 13 und einen Körperluftteil 14 unterteilt. Der Buchtenboden
weist an seinem hinteren Ende die mit Schlitzen (Spalten) versehene Mistfläche 3
auf, welche bei stufenförmiger Stapelung der Buchten frei über dem darunterliegenden
Raum (Mistbereich 5) steht.
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In der in Fig. 5 dargestellten Mehrfachbucht für vier Schweine ist
durch in Längsrichtung teilweise eingezogene Trennwände 15 eine Unterteilung in
vier Einzelbereiche vorgenommen worden. Dabei weist jeder Einzelbereich einen nur
einen Teil der Breite des Einzelbereiches ausfüllenden Futtertrog 11 auf, während
die freibleibende Hälfte zur Vergrößerung des Liegeplatzes des Tieres dient und
gleichzeitig die Frischluftrohrleitung 7 aufnimmt.
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Statt oder zusätzlich zu den Teil-Trennwänden 15 können Absperrwände
39 entlang der gesamten Buchten-Länge eingezogen werden, um die Isolation eines
einzelnen Tieres zu ermöglichen.
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Die in Fig. 6 dargestellte Mehrfachbucht besitzt in jeder zweiten
Trennwand eine gemeinsame Frischluft-Rohrleitung 7, die jeweils eine in die benachbarten
Einzelbereiche gerichtete Frischluftdüse 8 an ihrem Ende aufweist. Dabei können
diese Frischluftdüsen Einzeldüsen oder ein Frischluftdüsen-Rohrsystem, parallel
mit der Trennwand in Vertikalführung sein.
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Wie in Fig. 7 dargestellt, können die Buchten beim Transport gleichsinnig
übereinander angeordnet sein, wobei an jeweils der unteren Bucht am rückwärtigen
Teil der Oberwand eine niedrige, im wesentlichen die Abmessungen des Spaltenteiles
des Buchtenbodens aufweisende Wanne 17 zur Aufnahme der Exkremente vorgesehen ist.
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Bei der in Fig. 8 dargestellten umgesetzten Stapelung der Buchten
ist die Wanne 17 im vorderen Deckwandteil vorgesehen.
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In Fig. 9 ist ein Stufenunterbau 18 für zueinander hingestufte Buchten
dargestellt, durch welchen die Stufen 19 im wesentlichen einen geschlossenen turmähnlichen
Aufbau bilden, der den über der Güllegrube 4 stehenden Mistbereich 5 abschließt.
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In Fig. 10 ist ein in Frischluftdüsen 8 mündendes Rohr 7, welches
einen Faltenbalg 20 aufweist, um eine optimale Ausrichtung der Düsen 8 zu ermöglichen,
dargestellt.
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Auch die in Fig. 15 dargestellten Absaugrohre 31 können in ähnlicher
Weise aufgebaut sein (ähnlich auch die Abluftdüse 31).
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In Fig. 11 ist die Frischluftdüse 8 als Rohrsystem ausgebildet, welches
im wesentlichen aus einem in seiner Mantelfläche radial gerichtete Öffnungen 21
aufweisenden Rohr 7 besteht. Das Frischluft-Rohrsystem kann außer zur Lieferung
der Einatemluft auch zur Belüftung bzw.
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zum Abkühlen des Futters verwendet werden. Zudem kann dem Frischluft-Rohrsystem
ein entsprechendes Abluft-Rohrsystem , ähnlich wie in Fig. 15 dargestellt, zugeordnet
werden. Die zwischen den Frischluft- und Abluft-Rohr systemen fließende Luft wird
dabei die Form einer Walze (Frischluftwalze) aufweisen.
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Fig. 12 zeigt eine erfindungsgemäße Bucht 2 in einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführung, bei welcher das Tier, hier z.B. ein Schwein, über eine Schultergurtanbindung
28 gehalten wird. In der vorderen Hälfte der Bucht ist eine Manschette 29 derart
quer angeordnet, daß sie einerseits den Hals des Tieres satt umschließt und andererseits
auf ihrem gesamten Umfang an den Buchtenwänden derart befestigt ist, daß eine Teilung
des Buchteninnenraumes in Längsrichtung in einen Atemluftteil 13 und einen Körperluftteil
14 stattfindet (siehe auch Fig. 13). Diese Manschette 29 kann auch nur im oberen
Bereich der Bucht zur teilweisen Trennung der warmen Körperluft von der Einatemluft
angebracht werden. An der Unterseite des Buchtenbodens ist eine in Längsrichtung
verschiebbare und nach Bedarf ganz entfernbare Abdeckung 30 für die Mistfläche 3
angeordnet.
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Fig. 14 zeigt in einem teilweisen Vertikalschnitt eine Frischluft-Rohrleitung
7, von welcher zwei vertikal beabstandete Frischluftdüsen 8 im wesentlichen horizontal
in das Buchteninnere hineinreichen, und zwar die untere in Höhe der Schlafposition
des Tierkopfes und die obere in Höhe der Stehposition des Tierkopfes.
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In Fig. 15 ist ein weiteres Be- und Entlüftungssystem für die Buchten
dargestellt. Zusätzlich zu den im Einatembereich 13 angeordneten Frischluftdüsen
8-und zugehörigen Rohrleitung 7 ist zwischen der Vorderwand der Bucht und der Frischluftdüse
8 ein Ausatemluft-Absaugrohr 31 angeordnet. Hierdurch wird erreicht, daß die vom
Tier ausgeblasene, verbrauchte Ausatemluft direkt abgesogen wird, ohne sich mit
der Fristluft zu vermischen und sie aufwärmen zu können. Auch die von außerhalb
der Bucht in den Einatembereich eindringende Luft kann somit von dem Absaugrohr
31 abgesaugt werden.
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Im Körperluft-Teil 14 der Bucht ist eine Warmluft-Zuführung vorgesehen.
Diese besteht aus mindestens einer Warmluft-Düse 32, welche auf den Tierkörper gerichtete
Öffnungen 21 aufweist und welche mit einer Warmluft-Zufuhrleitung 33 verbunden ist.
In der Zeichnung ist eine Düse 32 an der Decke der Bucht angeordnet dargestellt.
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Es können jedoch beliebig viele Düsen 32 im gesamten Körperluft-Teil
14 der Bucht angeordnet sein, wodurch der Tierkörper praktisch rundum gleichmäßig
mit Warmluft umspült wird.
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Zur Verstärkung der Abgrenzung des Einatemluft-Teiles 13 vom Körperluft-Teil
14 kann an der Vorderseite der Warmluftdüse 32 eine raumteilende Lasche 40 vorgesehen
sein.
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Durch diese Lasche 40 wird ein Sich-Stauen der einströmenden Warmluft
und der Körperluft erreicht. Gleichzeitig
wird ein Eindringen der
eingebrachten Warmluft in den Einatemluft-Teil 13 unterbunden.
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Zur besseren Ableitung der Luft aus dem Buchteninneren kann unterhalb
der Mistfläche 3 mindestens ein Absaugrohr 34 vorgesehen sein. Diese Absaugrohre
können in dem Stufenunterbau 18 vorgesehen sein.
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Schließlich kann auf dem Boden der Bucht 2, vorzugsweise am Liegeplatz
des Tieres, eine Bodenwelle 35 derart angeordnet sein, daß das Tier im Liegen seinen
Hals auf diese Bodenwelle auflegen kann. Abgesehen von der Stützwirkung für das
Tier erfüllt die Bodenwelle 35 auch zusätzlich die Funktion der Strömungsausrichtung.
Die z.B. am Boden entlangströmende Luft wird durch diese Welle 35 jeweils in ihrer
Richtung beeinflußt, wodurch einerseits zum Warmluftstrom und andererseits zum Verhindern
des Eindringens der Frischluft in die Körperluft-Zone beigetragen wird.
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In Fig. 16 und 17 ist ein Lastzugaufbau dargestellt, aus welchem die
Anordnung der Buchten über- und nebeneinander auf einem Lastzug 36 ersichtlich wird.
Auf dem Lastzugaufbau kann ebenfalls ein Frischluft-Zufuhrsystem vorgesehen sein,
welches mit den Rohrleitungen 7 der Buchten 2 verbunden ist.
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Zwar ist in der Zeichnung von den Tieren, für die die erfindungsgemäße
Anordnung und die Buchten Verwendung finden, nur das Schwein dargestellt und entsprechend
beschrieben worden. Es ist jedoch selbstverständlich, daß alle in Buchten haltbaren
und transportierbaren Tiere mit gemeint sind. Die Relation der Buchtendimensionen
und Frisch- und Abluftsystem-Anordnungen ist dann der entsprechenden Tierart angepaßt
auszulegen.
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Die erfindungsgemäße Anordnung der Frischluft-, Abluft-und Warmluftrohre
bzw. -System in den Buchten kann im Rahmen der Erfindung auch auf offene Stallsysteme
übertragen werden. So kann z.B. in einem herkömmlichen Kuhstall, in welchem sich
die Kühe gewöhnlich in angebundenem Zustand befinden, am Kopfende einer jeden Box
oder eines jeden Platzes ein Frischluft- und ein Abluftrohr (-düse) vorgesehen sein,
während im wesentlichen in Körperhöhe Warmluft-Düsen angeordnet sein können.
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Ebenso können ganze Rohrsysteme für die Ein- und Ausatemluft in Geflügel-
und Kaninchenställe gelegt werden.
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