[go: up one dir, main page]

DE2014518C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Getreidekörnern für Futterzwecke - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Getreidekörnern für Futterzwecke

Info

Publication number
DE2014518C3
DE2014518C3 DE19702014518 DE2014518A DE2014518C3 DE 2014518 C3 DE2014518 C3 DE 2014518C3 DE 19702014518 DE19702014518 DE 19702014518 DE 2014518 A DE2014518 A DE 2014518A DE 2014518 C3 DE2014518 C3 DE 2014518C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grains
moistening
husks
screw conveyor
cereal grains
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702014518
Other languages
English (en)
Other versions
DE2014518B2 (de
DE2014518A1 (en
Inventor
Anmelder Gleich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19702014518 priority Critical patent/DE2014518C3/de
Publication of DE2014518A1 publication Critical patent/DE2014518A1/de
Publication of DE2014518B2 publication Critical patent/DE2014518B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2014518C3 publication Critical patent/DE2014518C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

30
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schälen von Getreidekörnern unter Befeuchtung der Körner und Entfernen der Spelzen ohne Aufbrechen derselben und ohne Mehlerzeugung. Bisher war es üblich, das entspelzte Getreide in trockener Form zu verfüttern bzw. in diesem getrockneten Zustand mit anderen Futtermitteln vermischt, den Tieren zu verabreichen. Wegen des hohen Anteils von Kohlenhydraten in den Getreidekörnern kann mit deren Verfütterung eine schnelle Gewichtszunahme erreicht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Futtermittel aus Getreidekörnern zu schaffen, das dem Tier einen erhöhten Anreiz zum Fressen gibt und damit die Gewichtszunahme steigert, und darüberhinaus auch noch einen besseren Ausnutzungsgrad als bisherige Fultergetreidekörner hat.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß zum Zwecke der Futterherstellung die äußere Befeuchtung durch hohe Relativgeschwindigkeit zwischen einem Wasserstrahl und den Körnern unter gleichmäßiger Verteilung bewirkt wird, daß dieser erste Befeuchtungsvorgang während einer Zeitdauer von 5 Minuten durchgeführt wird, dann die Spelzen ohne Aufbrechen und Mehlerzeugung entfernt werden und hierauf die Körner zusammen mit den Spelzen einem weiteren Befeuchtungsvorgang von 3 bis 8 Minuten Dauer ausgesetzt werden.
Es hat sich gezeigt, daß die Fütterung von Vieh mit erweichten Körnern eine schnellere Verdauung und Ausnutzung des Futters bewirkt.
Bisher ging die Fachwelt von der Annahme aus, daß ein Einquellen oder Kochen von Gelreidekörnern die Ausnutzung und Verwertung nicht verbessert. So wird in dem »Handbuch der Futtermittel« zweiter Band 1965, Seite 125, über Versuche berichtet, aus denen sich ergab, daß die Verwertung nicht geändert wurde und die Verdaulichkeit sogar vermindert wurde. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß entgegen diesen Vorurteilen der Fachwelt eine Befeuchtung sehr wohl zu dem angestrebten Erfolg führen kann, wenn sie in einer speziellen Weise und nur bis zu einem bestimmten Feuchtigkeitsgehalt, durchgeführt wird.
Es ist zwar durch die DT-PS 6 48 247 bereits bekannt, geschälten Malz einer Vorbehandlung mit Wasser zu unterziehen, jedoch ist dies insofern nicht vergleichbar, als es sich hier um ein Verfahren zum Herstellen heller Biere handelt
Auch die FR-PS 9 27 124 zeigt ein Verfahren zur Getreidebehandlung, wobei ebenfalls eine Durchnässung angewandt wird. Hierbei handelt es sich aber allein um ein Verfahren zum Schälen von Korn, während über die Weiterverarbeitung nichts ausgesagt ist.
Das erfindungsgemäß hergestellte Getreide kann unter hermetischer Abdichtung gelagert werden, wobei durch einen Gärprozeß die Wirkung noch erhöht wird, wenn dafür gesorgt wird, daß eine alkoholische Gärung nicht stattfindet.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zur Lösung der gestellten Aufgabe zweckmäßigerweise eine Vorrichtung benutzt, die dadurch gekennzeichnet, ist, daß einem Zentrifugalbefeuchter eine Förderschnecke nachgeschaltet ist, an derem Austragsende der Einlaß einer Abreinigungsmaschine angeschlossen ist, und daß an die Austragsöffnungen der Abreinigungsmaschine für Körner bzw. Spelzen eine weitere Schneckenfördervorrichtung anschließt, die mit einer Befeuchtungseinrichtung versehen ist.
Nachstehend wird die Erfindung anhand einer in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung veranschaulicht. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage.
Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehene Anlage besteht aus dem Zentrifugalbefeuchter 10. an dessen Ausgang eine horizontale Förderschnecke 12 anschließt, der die Getreidereinigungsvorrichtung 14 zur Durchführung der zweiten Verfahrensstufe nachgeschaltet ist. An den Ausgang dieser Stufe 14 schließt eine zweistufige Fördervorrichtung 16, 18 an, in der das Gut einer weiteren Feuchtigkeilsbehandlung unterzogen wird.
Der Vorrichtung 10 wird über den Einlaß 20 in dosierter Form Getreide zugeführt, während dem Einlaß 22 Wasser zugeführt wird, das in Gestalt von Hochdruckwasserstrahlen, in verstäubter Gestalt oder als Dampf in die Vorrichtung eingeführt wird, wobei die Vorrichtung so beschaffen ist, daß hier eine innige Durchmischung und Benetzung stattfinden kann. In mehreren Zentrifugalstufen erfolgt eine Benetzung der Getreidekörner, wobei die Hülse bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 3 % befeuchtet wird. Überschüssiges Wasser wird durch Zentrifugalwirkung ausgeschieden. Gleichzeitig werden durch die Vorrichtung 10 Zusammenballungen zerkleinert und das in der Schale angefeuchtete Gut gelangt in gut fließfähiger Gestalt nach dem Austragsende, von wo es über ein Zwischenstück 24 dem Einlauf des Schneckenförderers 12 zugeführt wird; dessen Auslaß ist mit dem Einlaß der Vorrichtung 14 verbunden. Diese Vorrichtung 14 ist dadurch bestimmt, daß eine Trommel unter Belastung eines einstellbaren axialen Ringspaltes zwischen der Stirnseite der Trommel und einer Gehäuseringfläche an der Aufgabeseite des Gutes und eines zylindrischen Ringspaltes am Umfang der Trommel im Gehäuse drehbar gelagert ist und daß die Gutaufgabeöffnung nach einem die Welle umgebenden Ringraum am radial
inneren Einlaufende des Ringspaltes führt. In dieser Vorrichtung wird der Schälvorgang durchgeführt.
Aus der Vorrichtung 14 gelangen die abgereinigten Körner, ohne aufgebrochen zu sein und ohne Mehlerzeugung in die Förderschnecke 16. In diesem Zustand ist eine Wasseraufnahme leicht möglich und es wird innerhalb der Förderschnecke über eine Wasserzuführung 26 Wasser zugeführt. Ober ein Zwischenstück 28 gelangt das Gut von dem Austragsende der Förderschnecke 16 nach dem Eingangsende der Förderschnekke 18, wo eine weitere Befeuchtung stattfinden kann. Am Auslaß 30 wird das fertige Futter entnommen.
Das gesamte Verfahren kann innerhalb einer Zeitdauer von wenigen Minuten abgeschlossen sein, wobei für die erste Befeuchtung der äußeren Hülsen 5 Minuten anzusetzen sind und für die abschließende Befeuchtung 3 bis 8 Minuten. Das aus dem Auslaß 30 geförderte Gut kann sofort verfüttert werden oder in entsprechender Weise gespeichert werden.
In der Fördervorrichtung 12 zwischen Zentrifugalbefeuchter 10 und Abreinigungsmaschine 14 erfolgt nochmals eine gründliche Durchmischung des befeuchteten Gutes, wodurch auch auf diesem Wege ein Zusammenbacken von Teilen verhindert wird. Auch in der der Abreinigungsmaschine 14 nachgeschalteten Fördervorrichtung erfolgt während der Befeuchtung und Aufsaugen von Wasser durch die Körner eine nochmalige günstige Durchmischung, so daß ein völlig gleichförmiges Ausgangsprodukt gleichbleibender Qualität gewährleistet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Schälen von Getreidekörnern unter Befeuchtung der Körner und Entfernen der Spelzen ohne Aufbrechen derselben und ohne Mehlerzeugung, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Futterherstellung die äußere Befeuchtung durch hohe Relativgeschwindigkeit zwischen einem Wasserstrahl und den Körnern unter gleichmäßiger Verteilung bewirkt wird, daß dieser erste Befeuchtungsvorgang während einer Zeitdauer von 5 Minuten durchgeführt wird, dann die Spelzen ohne Aufbrechen und Mehierzeugung entfernt werden und hierauf die Körner zusammen mit den Spelzen einem weiteren Befeuchtungsvorgang von 3 bis 8 Minuten Dauer ausgesetzt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem Zentrifugalbefeuchter (10) eine Förderschnecke (12) nachgeschaltet ist, an derem Austragsende der Einlaß einer Abreinigungsmaschine (14) angeschlossen ist, und daß an die Austragsöffnungen der Abreinigungsmaschine (14) für Körner bzw. Spelzen eine weitere Schneckenfördervorrichtung (16, 18) anschließt, die mit einer Befeuchtungseinrichtung (26) versehen ist.
DE19702014518 1970-03-25 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Getreidekörnern für Futterzwecke Expired DE2014518C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702014518 DE2014518C3 (de) 1970-03-25 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Getreidekörnern für Futterzwecke

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702014518 DE2014518C3 (de) 1970-03-25 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Getreidekörnern für Futterzwecke

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2014518A1 DE2014518A1 (en) 1971-10-14
DE2014518B2 DE2014518B2 (de) 1976-06-10
DE2014518C3 true DE2014518C3 (de) 1977-01-27

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3419655C2 (de)
DE2242410A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von futtermitteln, die bagasse, protein und hefe enthalten
DE2633627A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von kunsttabak
EP0598022B1 (de) Verfahren zum benetzen von körnerfrüchten mit einer flüssigkeit sowie vorrichtung zur durchführung des verfahrens und anwendung des verfahrens
DE3000206C2 (de)
CH627625A5 (de) Verfahren zur herstellung von instantprodukten auf leguminosebasis.
EP0231825A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Tierfutter oder Lebensmitteln
DE2945976A1 (de) Vorrichtung zur nassschrotung von gut
DE2014518C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Getreidekörnern für Futterzwecke
DE2643093C3 (de) Herstellung von Futtermitteln oder Futtermittelzusätzen
DE1767862A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung sukrosehaltiger Materialien
DE2731285C2 (de) Herstellung von melassierten Rübenschnitzeln
EP0200165A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Weichen und Nassschroten von Braumaterialien
DE1692752B2 (de)
DE69413505T2 (de) Verfahren zur Herstellung von rohem Futtermaterial, rohes Futtermaterial und Vorrichtung zur Herstellung von Keratinmaterial
DE668311C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln
DE2501209B2 (de) Herstellen von hopfenpellets aus sackreifem doldenhopfen
DE2823885A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur trennung einer papier- und einer kunststofffolienfraktion aus haushaltsmuell
DE2545222C3 (de) Behandlung von faserhaltigen! Pflanzenmaterial mit Alkali in wässriger Lösung zwecks Steigerung und Verbesserung des Futterwertes
DE2022650A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nassverarbeiten von Tabakstengeln zur Beseitigung ihrer hoelzernen Steifheit
DE4415241A1 (de) Verfahren zum Aufschließen von Getreidekörnern und Quetschprodukt
DE2014518A1 (en) Cattle fodder from grain and husks
DE484207C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln und zum Schaelen von Getreide
DE1571232C (de) Verfahren zum Herstellen von feinfase riger bis mehlartiger Nitrocellulose mit hohem Schuttgewicht
DE1571232B1 (de) Verfahren zum Herstellen von feinfaseriger bis mehlartiger Nitrocellulose mit hohem Schuettgewicht