[go: up one dir, main page]

DE668311C - Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln

Info

Publication number
DE668311C
DE668311C DEF82590D DEF0082590D DE668311C DE 668311 C DE668311 C DE 668311C DE F82590 D DEF82590 D DE F82590D DE F0082590 D DEF0082590 D DE F0082590D DE 668311 C DE668311 C DE 668311C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
feed
parts
molasses
waste
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF82590D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Fattinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF82590D priority Critical patent/DE668311C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE668311C publication Critical patent/DE668311C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/37Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P60/00Technologies relating to agriculture, livestock or agroalimentary industries
    • Y02P60/80Food processing, e.g. use of renewable energies or variable speed drives in handling, conveying or stacking
    • Y02P60/87Re-use of by-products of food processing for fodder production

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physiology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln Es ist bereits eine einfache Zubereitungsart zur Herstellung eines Futtermittels aus dem in der Zuckerfabrikation bei normaler, auf hohe Zuckerausbeute gerichteter Betriebsführung anfallenden Scheide- oder Saturationsschlamm bzw. dem in einem einzigen Verfahrensgange erhaltenen Scheidesaturationsschlamm, der bekanntlich weitgehend entsaftet wird, in Vorschlag gebracht worden.
  • Fütterungsversuche im großen haben erwiesen, daß die landwirtschaftlichen Nutztiere dieses Schlammfuttermittel gern aufnehmen und hierbei sehr gut gedeihen, daß aber der Scheidesaturationsschlamm nur oberflächlich an dem pflanzlichen Beifutter haftet und bei zunehmender Trocknung des Gemenges wegen der mikroskopischen Feinheit und Leichtigkeit seiner Teilchen trotz aller dagegen versuchten Abhilfe derart verstaubt, daß dadurch außer erheblichen Substanzverlusten arge Belästigungen bei der Herstellung des Futtermittels, bei der Fütterung der Tiere und für die sie betreuenden Arbeiter entstehen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man auf die üblichen Beifuttermittelträger, wie nasse oder trockene Pflanzenstoffe, z. B. Grünfutter, Heu, zerkleinerte Maiskolben, oder auf Abfälle der Zuckerfabrikation, z. B. ausgelaugte Diffussionsschnitzel oder beliebige Rübenpreßlinge bzw. -schnitzel, auf Brauereiabfälle, z. B. Treber und Malzkeime, auf Abfälle der Stärkefabrikation, z. B. Rückstände vom Auswaschen der Kartoffelreibsel, auf Gluten von der Stärkeabscheidung aus Getreide, auf Getreideschrot und alle sonstigen dazu geeigneten Produkte der Vermahlung von Getreide- und Hülsenfrüchten, auf Abfälle bei der Herstellung pflanzlicher Öle, auf tierische Abfälle u. dgl. eine gegebenenfalls erwärmte Emulsion aus Scheidesaturationsschlamm und Melasse oder Sirup durch inniges Vermischen einwirken läßt. Die Melasse oder der Sirup können sowohl aus der Rüben- als auch Rohr- oder Holzzuckerfabrikation stammen. Die Emulsion erhält man in äußerst feiner Verteilung, wenn man Scheidesaturationsschlamm mit erhitzter Melasse oder mit Sirup innig vermengt.
  • Die erfindungsgemäße gleichzeitige Anwendung von Scheidesaturationsschlamm und Melasse bzw. Sirup bewirkt überraschenderweise u. a. die Beseitigung der Klebrigkeit und des Sauerwerdens der Melasse und ferner, daß die zähplastische, nur schwer zu überwindende Konsistenz des Schlammes vollständig behoben wird und daß sowohl die Bestandteile des Schlammes als auch der Melasse oder des Sirups gleichzeitig tief in die Puren der Trägerstoffe gelangen, was sich besonders hinsichtlich der Durchtränkung der letzteren und -der Beschleunigung des= Trockenprozesses vorteilhaft auswirkt.
  • Die obengenannten Trägerstoffe werden du Einwirkung der gegebenenfalls erwärmten EmtI#.. sinn mit dieser durchtränkt und trocknen rasch', auch wenn als Träger nasse Pflanzenstoffe u. dgl. verwendet werden. Dieses einfache Verfahren besitzt noch den weiteren namhaften Vorzug, daß es in einem einzigen Herstellungsgange ein gleichzeitig eiweiß- und kohlenhydratreiches sowie die unentbehrlichen Nährsalze enthaltendes Kraftfutter von hohem Gesamtnährwerte und bester physiologischer Eignung gewinnen läßt, noch dazu, ohne spezielle maschinelle Hilfsmittel heranziehen zu müssen, wie dies bei fast allen bisher bekannten Verfahren zur Herstellung trockener Futtermittel erforderlich ist; daher bringt dieses Verfahren auch große Kosten- und Zeitersparnisse mit sich.
  • Die durch Fütterungserfolge bewiesene physiologisch günstige Nährwirkung der erfindungsgemäßen. praktisch trockenen, gut haltbaren und streufähigen Futtermittel ist wesentlich höher als bei den bekannten Melassefuttermitteln, die zwecks Trocknung mit Ätzkalk versetzt und hierauf mit Kohlensäure unter Druck zur Beseitigung des Ätzkalküberschusses behandelt werden. Die Futtermittel gemäß der Erfindung zeichnen sich weiter durch hohe Verdaulichkeit ihres Eiweißgehaltes und dadurch aus, daß sie nicht hygroskopisch und nicht klebrig sind, doch auch nicht verstauben und selbst bei langem Lagern nicht sauer werden. Durch Versuche wurde festgestellt, däß die erfindungsgemäß erhaltenen Futtermittel auchnach achtmonatlichem Lagern nur sehr weni& Wasser aufgenommen hatten, also nicht hygroskopisch waren, ferner daß nach etwa io bis ii Monaten ihr pH-Wert 8,6 betrug, ein Sauerwerden der Melasse somit nicht eingetreten war. Weitere Versuche ergaben, daß statt des zu erwartenden Verdauungskoeffizienten des Rohproteins von 65,6 °/o Verdauungskoeffizienten von 76,6 °/o und 72,9 "/p erreicht wurden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren sichert ferner die gleichzeitige und vollständige Ausnützung aller organischen und mineralischen Nährsubstanzen der Zuckerrübe, die bei normaler Zuckerfabrikation zur Ausscheidung gelangen, nebst des zur Fällung dieser Stoffe dienenden Kalkes in einem einfachen, geschlossenen Verfahrensgange für die Zwecke der Tierfütterung.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten hochwertigen Futtermittel können auch gebräuchlichen fertigen Futtermitteln, wie z. B. Kokoskuchen, Leinkuchenmehl, Sojaschrot, Erdnußkuchenmehl, Fleischmehl, Blutmehl, Fischmehl, zugemengt werden; doch kann auch diesen gebräuchlichen Futtermitteln in eine vorteilhaft erwärmte Emulsion von %fasse oder Sirup mit Saturationsschlamm einverleibt werden.
  • ' Natürlich kann die Tränkung der Pflanzenstoffe u. dgl. mit der Emulsion bis zur völligen Sättigung auch wiederholt und die überschüssige Emulsion zur Tränkung weiterer Pflanzenstoffe u. dgl. verwendet werden.
  • Beispielsweise haben sich die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Futtermittel folgender Zusammensetzung in der Praxis sehr bewährt Für Jungvieh, Melkvieh, Mastrinder und Pferde: 15 Teile frischer Scheidesaturationsschlamm, 3o bis 4o Teile Melasse, 6o bis 7o Teile Diffusionsschnitzel (auf Trockenschnitzel berechnet) oder 15 Teile frischer Scheidesaturationsschlamm, 3o bis 4o Teile Melasse, 6o bis 7o Teile Kleie oder 15 Teile frischer Scheidesaturationsschlamm, 3o bis 4o Teile Melasse, 6o bis 7o Teile Kleeheumehl.
  • Für Schweine und Geflügel: 15 Teile frischer Scheidesaturationsschlamm, 3o bis 4o Teile Melasse, 6o bis 7o- Teile Diffusionsschnitzel (auf Trockenschnitzel berechnet) oder 15 Teile frischer Scheidesaturationsschlamm, 3o bis 4o Teile Melasse, 3o Teile Kleie, 2o bis 3o Teile Kleeheumehl, io Teile Fleischfuttermehl oder 15 Teile frischer Scheidesaturationsschlamm, 3o bis 4o Teile Melasse, 4o bis 5o Teile Getreideschrot; 2o Teile Ölkuchenmehl.
  • Je nach dem speziellen Verwendungszwecke können die Emulsionsbestandteile Scheidesaturationsschlamm und Melasse im Verhältnisse zu den anderen beigefügten Trägerstoffen auch in größeren beziehungsweise geringeren Mengen zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln aus Scheidesaturationsschlamm und Futterstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die üblichen Beifuttermittelträger, wie nasse oder trockene Pflanzenstoffe, Abfälle der Zuckerindustrie, der Brauerei, der Stärkefabrikation, der Müllerei, der Herstellung pflanzlicher Öle sowie Abfälle tierischer Herkunft u. dgl., oder auf gebräuchliche fertige Futtermittel, einzeln oder vermengt, eine gegebenenfalls erwärmte Emulsion einwirken läßt, die durch Vermischen von Scheidesaturationsschlamm mit gegebenenfalls erwärmter Melasse oder Sirup aus der Rüben-, Rohr- oder Holzzuckerfabrikation erhalten wird.
DEF82590D 1937-02-27 1937-02-27 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln Expired DE668311C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF82590D DE668311C (de) 1937-02-27 1937-02-27 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF82590D DE668311C (de) 1937-02-27 1937-02-27 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE668311C true DE668311C (de) 1938-11-30

Family

ID=7113927

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF82590D Expired DE668311C (de) 1937-02-27 1937-02-27 Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE668311C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1013501B (de) * 1953-10-02 1957-08-08 Hans Fattinger Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
DE1033496B (de) * 1954-09-22 1958-07-03 Hans Fattinger Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1013501B (de) * 1953-10-02 1957-08-08 Hans Fattinger Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
DE1033496B (de) * 1954-09-22 1958-07-03 Hans Fattinger Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1692441B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen,gegen bakterielle Desaminierung geschuetzten Futtermittels
DE2521217A1 (de) Hartes, trockenes, fettreiches tierfutter in pelletform und verfahren zu seiner herstellung
DE3886799T3 (de) Verfahren zum Behandeln von rohem Futtermaterial, rohes Futtermaterial und Futtermischung.
DE668311C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln
DE60002026T2 (de) Verwendung von Stevia-Pulver zur Verhinderung des Bruchs von Eierschalen
DE3039055A1 (de) Schweinefutter mit langer haltbarkeit
DE1717110C3 (de) Verwendung von wasserlöslichen Substanzen als stabilisierenden Zusatz in halbfeuchtem Tierfutter
DE2744352C3 (de) Flüssigkeit zum Anreichern von zellulosehaltigen Pflanzenstoffen mit geringem Nährwert für Tiernahrung
DE2737295C2 (de) Futtermittel oder Futtermittelzusatz in gepreßter Form
AT151672B (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels.
DE880540C (de) Futtermittel
AT143318B (de) Verfahren zur Herstellung eines Tierfuttermittels.
DE402473C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kuchen aus Kleie und Getreideabfaellen
AT398685B (de) Futtermittel
DE2101130C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Beifuttermittels für Schlachttiere
DE2042514A1 (en) Pressure-fermented spent beer malts - in mineral feeds and feed concentrates, with unlimited stability
DE505988C (de) Verfahren zur Herstellung eines trockenen haltbaren Futtermittels aus nassen Bierwuerzerueckstaenden
DE727902C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
DE1052787B (de) Verfahren zur Herstellung eines Beifuttermittels, insbesondere fuer Jungtiere
DE749026C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
DE2334296A1 (de) Verfahren und mittel zum konservieren von silage
DE1273311B (de) Feuchtes, plastisches Futtermittel, insbesondere fuer Hunde und Katzen und Verfahrenzur Herstellung desselben
DE832239C (de) Verfahren zur Herstellung eines Mischfutters aus mindestens zwei verschiedenen pflanzlichen Futterstoffen
DE971117C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus Fischen oder Fischabfaellen
AT84088B (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln.