[go: up one dir, main page]

DE2011800A1 - Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclopentadien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclopentadien

Info

Publication number
DE2011800A1
DE2011800A1 DE19702011800 DE2011800A DE2011800A1 DE 2011800 A1 DE2011800 A1 DE 2011800A1 DE 19702011800 DE19702011800 DE 19702011800 DE 2011800 A DE2011800 A DE 2011800A DE 2011800 A1 DE2011800 A1 DE 2011800A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
chlorine
pentane
hydrocarbon
chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702011800
Other languages
English (en)
Inventor
Kenneth Kenzo Trenton; McMaster Arnold Lionel Lincoln Park; Mich Aoki (V St.A.). P
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wyandotte Chemicals Corp
Original Assignee
Wyandotte Chemicals Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wyandotte Chemicals Corp filed Critical Wyandotte Chemicals Corp
Publication of DE2011800A1 publication Critical patent/DE2011800A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/06Halogens; Compounds thereof
    • B01J27/08Halides
    • B01J27/10Chlorides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/15Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination
    • C07C17/152Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination of hydrocarbons
    • C07C17/156Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination of hydrocarbons of unsaturated hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DRl MAAS *U ■ I OUU
DRW. PFEIFFER DR P. VOirft ENLEITMER 8 MÖNCHEN 23
UNOERERSTR. 35 - TEL 39 02 36
B 13 042
Wyandotte Chemicals Corporation, Wyandotte, Michigan, V.St.A.
Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclopentadien
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Hexachlorcyclopentadien (HCCP) und betrifft insbesondere ein einstufiges thermisches Chlorierungsverfahren zur direkten Erzeugung von HCCP aus (1) n-Pentan und anderen C~-Kohlen- wasserstoffen und (2) Chlor« Ganz besonders betrifft die Erfindung einen verbesserten Katalysator für die direkte Erzeugung von RCC? au· (1) n-Pentan und anderen C~-Kohlenwaiaeretoffen und (2) Chlor in einer einstufigen thermischen Chlorierungereaktion·
Es ist bekannt, daß HCCP durch Umsetzung von- n-Pentan, seinen Isomeren oder seinen chlorierten Derivaten, zum Beispiel Polychlorpentanen und Octachlorcyclopenten , mit Chlor in einer einstufigen thermischen Chlorierungsreaktion und in Gegenwart eines Katalysators hergestellt werden kann. Diese Reaktionen bestehen allgemein in der kataly- tisehen Umsetzung von Pentanen und ihren Derivaten oder von
009883/2244
BAD ORIGINAL
Gemischen daraus mit atöchiometrisch überschüssigen Mengen Chlor bei erhöhten Temperaturen im Bereich von 200 bis 6000C und gewöhnlich bei Temperaturen von etwa 400 bis 55O0C. Die für diese Reaktionen verwendeten Katalysatoren sind aehr unterschiedlich. Beispielsweise wurden bereits feste Katalysatoren wie Bariumsulfat, Infusorienerde, Kieselgurpreßlinge, Bimstein, Natriumchlorid und Aktivkohle verwendet. Die Verwendung von dampfförmigen Katalysatoren, zum Beispiel Amiden, Nitrilen, Aminen,und dergleichen ist . ebenfalls bereits bekannt. Der Stand der Technik lehrt * sogar die Herateilung von HCCP aus Pentan und Chlor bei erhöhten Temperaturen und in Gegenwart von Licht. Diese Reaktionen liefern jedoch niedere Ausbeuten an HCCP, die allgemein 50 bis 75 Ί· der theoretischen Mengen betragen. Außerdem sind viele dieser sogenannten "Einstufenverfahren" in Wirklichkeit insofern Mehrstufenverfahren, als die Umsetzung unter Anwendung eines Temperaturgefälles durchgeführt wird, das in der Reaktionseone erzeugt und aufrechterhalten wird.
Vor kurzem ist jedoch aua der USA-Patentschrift 3 364 269 und der deutschen Patentschrift T 123 317 bekannt geworden, daß HCCP durch ein katalytisch·· Einstufenverfahren hergestellt werden kann, ohne dafl «in Temperaturgefalle in der Reaktionszelle . «der -kammer «rforderlich 1st. In der USA-Patentaohrift 3 364 269 wird ein Fließbett aus katalytisch wirksamer Aktivkohle als Ersatz für das Temperaturgefälle vorgeschlagen. In einem Beispiel dieses verbesserten Verfahrens werden dampfförmiges Chlor und Pentan in etöchiometrischen Verhältnissen vor dem Eintritt in das Reaktionsgefäß vermischt. Die dampfförmige Chlor-PentanMischung wird dann an dem Fließbett aus katalytisch wirksamer Aktivkohle bei einer Temperatur von etwa 5000C umgesetzt. Mit Hilfe dieser Arbeitsweise werden nahezu theore-
009883/2244
BAD ORIGINAL
tische Auebeuten an Hexachlorcyclopentadien, bezogen auf stöchiometrische Verhältnisse der Reaktionsteilnehmer,
erzielt. . -
Das in der USA-Patentschrift 3 364 269 beschriebene Verfahren
stellt gegenüber den bekannten Verfahren eine erhebliche.
Verbesserung dar. Dieses Verfahren birgt jedoch Gefahren
in sich, die mit dem Vormischen des Pentans und des Chlors verbunden sind, da die Mischung potentiell sehr explosiv ist. Notwendigerweise stehen diese Nachteile der Anwendung dieses Verfahrens im Wege, besonders wenn Großreaktoren verwendet werden. Wenn die Reaktionsteilnehmer jedoch nicht
vorgemischt werden,' liegen die Ausbeuten an HCCP be- *
trächtlich unter den sonst erzielbaren Ausbeuten.
Die Erfindung bezweckt daher ein verbessertes Verfahren zur direkten Erzeugung von HCCP aus n-Pentan und Chlor. Ferner soll ein Verfahren zur Erzeugung von HCCP aus anderen gesättigten oder ungesättigten ali'phatisehen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 5 Kohlenstoffatomen geschaffen werden. Die Erfindung bezweckt weiter einen neuen zu Herstellung von HCCP geeigneten Katalyeator. Außerdem soll durch die Erfindung der Bedarf an beträchtlichen Chlor-Überschüssen bei der Herstellung von HCCP-beseitigt werden.
In der deutschen Patentschrift 1 123 317 let angegeben, daß bei der- Auswahl des Katalysators für die Umsetzung Aluminiumoxid und Bauxit nicht in Betracht können, da sie die Umsetzung in Richtung auf Sekundärreaktionen lenken und nur schlechte Ausbeuten an HCCP liefern.
überraschenderweise und im Gegensatz zu diesen Angaben wurde nun gefunden, daß Aluminiumoxid als Katalysator in
009883/2244
ÄÄO ORIGINAL
Mi
einem Einstufenverfahren zur Herstellung von HCC? aus
(1) n-Pentan und anderen Ce-Kohlenwaeserstoffen und
(2) Chlor verwendet werden kann. Dadurch entfällt zunächst das erforderliche Vermischen des Chlore und n-Pentans oder anderer Cc-Kohlenwasserstoffe und damit die dadurch bedingten Explosionsgefahren. Ferner werden die Reactionstemperaturen beträchtlich vermindert. V.on Bedeutung ist ferner, daß duroh Anwendung nahezu stöchiometrischer Verhältnisse der Reaktionsteilnehmer HCCF in Ausbeuten von 95 und mehr aus dtr Umsetzung erhalten wird.
Erfindungsgemäß werden getrennte Ströme von n-Pentan oder eines anderen Cc-Kohlenwasseretoffs und von Chlor direkt in e,inen Einstufenreaktor eingeführt. Die erhaltene Mischung wird bei etwa 275 - 4000C und vorzugsweise 325 -3750C in Gegenwart eines Fließbetts aus einem Katalysator umgesetzt, der aus einea porösen Aluminiumoxid mit niederer Oberfläche besteht, welches gegebenenfalls geringe Mengen eines Metallsalzes enthalten kann. Dampfförmiges HCC**, das Reaküonsprodukt, wird aus den Reaktor abgezogen und zu flüssige» HCCP al· Endprodukt kondensiert.
Der Begriff "andere C^-Kohlenwasserstoffe", wie er hierin verwendet wird, bezeichnet gesättigte oder ungesättigte aliphatisch^ und cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe mit 5 Kohlenstoffatomen. Beispiele dafür sind Isopentan, Neopentan, Cyclopentan, Cyclopenten, Cyclopentadien, Isopren, 1,3-Pentadien, 2-Methylbuten-1, Penten-1 und andere Verbindungen dieser Art. Im folgenden soll das erfindungsgemäße Verfahren jedoch am Beispiel der Her-
009883/2244
BAU ORiQ)NAL
stellung von HCCP aus n-Pentan erläutert werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Isomeren von n-Pentan und die anderen, oben genannten C,--Kohlenwasserstoffe im Rahmen der Erfindung liegen.
Pur den Wirkungsgrad der Umsetzung ist entscheidend, daß das Aluminiumoxid eine niedere Oberfläche hat. Die Oberfläche des Aluminiumoxids kann von etwa 0,4 m /g bis
O OO
etwa 30 m /g und vorzugsweise von etwa 0,4 m /g bis 10 m /g reichen. Aluminiumoxid mit höheren Oberflächen ergibt zwar angemessene Ausbeuten von etwa 60 bia 70 Jt HCCP, hat jedoch eine sehr kurze katalytisch wirksame Lebensdauer, die von 2 bis 14 Stunden reicht.
Sie Gewichtsmenge an Katalysator, die für die erfindungsgemäßen Zwecke verwendet wird, hängt von den Reaktorab messungen, von der gewünschten Höhe dtr Katalysatorfüllung und d'er Menge und Geschwindigkeit des strömenden. Gases ab. Um alle diese Veränderlichen in Übereinstimmung zu bringen, ist es jedoch vorteilhaft, einen Aluminiumoxidkatalysator zu verwenden, der eine scheinbare Schüttdichte von 0,72 bis etwa 1,28 g/cm5 (45 - 80 lbs./ft.3) und vorzugsweise von etwa 0,80 bis 1,12 g/cnr (50 bis 70 lbs./ft.') und eine TtilchengröB· im Bereich von etwa 10 bis 90 Mikron mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von etwa 40 bis 80 Mikron aufweist.
BIe Reaktionsteilnehmer Pentan und Chlor werden in das Reaktionsgefäß in leicht Überschüssigen stöchioeetrischen Verhältnissen, nämlich von etwa 9 bis 10 Mol Chlor zu 1 Mol n-Pentan und vorzugsweise 9,0 bis 9,4 Mol Chlor pro Mol n-Pentan eingeführt. Unter diesen Beschlckungsbedingungen und in Gegenwart von Aluminiumoxid mit niederer Oberfläche können n-Pentan und Chlor bei 275 bis
009883/2244
40O0C nach dem erfindungsgemäßen einstufigen thermischen Chlorierungsverfahren zur HCCP in Ausbeuten von über 86 umgesetzt werden.
Bei der Durchführung dieses erfindungsgemäßen Verfahrens können die Strömungsgeschwindigkeiten der gasförmigen Reaktionsteilnehmer innerhalb weiter Grenzen abgeändert und vom Fachmann leicht ermittelt werden. Im allgemeinen hängen die Strömungsgeschwindigkeiten von dem gewünschten Molverhältnis der Reaktionateilnel.mer und den Gasmengen ab, die erforderlich sind, um die Katalyeatorfüllung im Fließbett zustand zu halten. Es wurde gefunden, daß beliebige Strömungs geschwindigkeiten, die sowohl die Pluidisierung der Katalysatorfüllung als auch die richtigen Molverhältnisse gewährleisten, zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet sind. Die Verweil- oder Kontaktzeit kann in ziemlich weiten Grenzen schwanken, sun Beispiel von 20 bis 100 Sekunden und vorzugsweise von etwa 20 bia etwa 70 Sekunden. Die Verweilzeit hängt selbstverständlich von der Höhe der Kataly satorfüllung sowie von den Strömungegeschwindigkeiten ab.
Es wurde gefunden, daß durch Zusatz kleiner Mengen eines Metallsalzes zu dem Aluminiumoxidkatalysator die Umsetzung unter Erhöhung der Ausbeute an HCCP weiter gefördert wird. Zu den verwendbaren Metallsalzen gehören beispielsweise Bariumchlorid, Kaliumchlorid, Cadmiumchlorid, Cuprichlorid und Gemische daraus. Gewöhnlich wird die Verwendung von Cuprichlorid bevorzugt. Das Metallsilo kann etwa 0,25 bis und vorzugsweise etwa 0,40 bie 6,0 ^C dee Gesamtgewichts des Katalysators ausmachen. Durch Verwendung eines Aluminiumoxidkatalysators, der eine poröse Oberfläche von bia zu 30 m /g aufweist und dem bie zu 6 Gewichte-jt eines Metallsalzes zugesetzt sind, wird die Umsetzung mit anderen Worten weiter gefördert, so daß Ausbeuten bis zu 95 £ HCCP und mehr erzielt Werden kttnnen.
009883/2244
Der Aluminiumoxid-Salz-Katalysator kann nach jeder üblichen Methode hergestellt werden. Nach einer dieser bekannten Methoden wird das feste Aluminiumoxid in ein wässriges Bad eingetaucht, in dem das Metallaalz gelöst ist. Anschließend wird das Wasser verdampft, wodurch ein Aluminiumoxid-Katalysator erhalten wird, auf dem das Metallsalz abgeschieden ist.
Es wurde ferner gefunden, daß durch Einführung einer gewissen Menge Sauerstoff in das ReaktionegefäQ die nutzbare Lebensdauer des Katalysators erhöht wird J)Ie Gründe für diese Erscheinung sind nicht völlig geklärt. Ee wird jedoch angenommen, daß der Sauerstoff die Bildung von polymeren nichtflüchtigen Nebenprodukten verhindert. Die nichtflüchtigen Nebenprodukte, die eich sonst bilden würden, eckeinen Kondenaationsprodukte von HCC? oder seinen Vorläufern zu sein, die sich af der niederen Oberfläche Bit katalytiecher Wirksamkeit ansammeln. Unter dem Einfluß der* Wärae, die in dem Reaktor er·? zeugt wird, neigen diese nichtflüchtigen Stoffe in Abwesenheit von Sauerstoff dazu, die Oberfläohenporen zu blockieren und dadurch den Katalysator zu verschlechtern. Der Sauerstoff verhindert die Polymerbildung und die dadurch bedingte Verschlechterung des Katalysators, wodurch die nutzbare Lebensdauer des Katalysators verlängert wird. Es ist jedoch eine Steuerung der In den Reaktor eingeführten Saueretoffmenge erforderlieh, da eonet In des Reaktor Sekundärreaktionen erfolgen. Durch Begrenzung der in das Syβtem eingeführten Saueretoffmenge auf 0,01 Mol bis zu einem Höcfetwert von 0,70 Mol Sauerstoff pro Mol zugeführtes Pentan und vorzugsweise von etwa 0,10 bis 0,70 Mol Sauerstoff pro Mol zugeführtee Pentan werden die Ausbeuten an HCCP nicht beeinträchtigt, während die nutzbare Lebensdauer des Katalysators erhalten oder verlängert wird. Vorzugsweise wird der Sauerstoff in ?orm von Luft eingeführt, die mit dem Chlor vor dem Eintritt in das Reaktionegefäß
009883/
BAD OFHGfNAL
vermischt wird. Es ist ferner vorteilhaft, den Beschickungsströmen ein geeignetes Verdünnungsmittel, zum Beispiel Stickstoff oder HCl, zuzusetzen. Gewöhnlich wird die Verwendung von Stickstoff als Verdünnungemittel bevorzugt. Durch Vermischen des Verdünnungsmittels mit dem n-Pentan- und dem Chlor- oder sauerstoffhaltigen Chlorstrom vor Einleiten in den Reaktor kann dies leicht erreicht werden. Zwar ist der Stickstoff für das Verfahren nicht wesentlich, seine Gegenwart gewährleistet jedoch, daß die Fluidisierung des Katalysatorbette aufrecht erhalten bleibt.
Durch die folgenden Beispiele, in denen besondere Ausführungsformen des neuen Verfahrene beschrieben sind, wird * die Erfindung näher erläutert.
Wenn nichts anderes angegeben ist, geben die Auebeutewerte in Prozent die Auebeute -an HCCP, bezogen auf gewonnenen chlorierten Kohlenwasserstoff, an, die durch Dividieren der Molzahl an isoliertem HCCP durch (die MoI-x zahl an eingesetztem Cc-Kohlenwaseerstoff minus der Summe der Molzahlen von isolierten Polychlorpentanen und Octachlorcyclopentenen) ermittelt wird, d.h.
1> Auebeute « Mol isoliertes HCCP
Mol eingesetzter Cc-Kohlenwasserstoff- ^(x+
worin χ die Molzahl an isolierten Polychlorpentanen und y die Molzahl an Isoliertem Ootachloroyclopenten bedeutet.
009883/2244
BAO ORIGINAL
Beispiel 1
Die verwendete Vorrichtung besteht aus einem 5 cm χ 90 cm (2" χ 36")-Glasrohr, das mit Nxchromheizdrähten unwickelt und unten mit einer Bodenplatte aus korrosionsbeständigem Stahl und oben mit einem gebogenen 5 cm (2") GlasrohrauXsatz ausgerüstet ist. Der Aufsatz ist an seinem anderen Ende mit einem Kondensationssystem verbunden, das aus einem Kaltv/asserkühler,: einem Eiskühler und einem Trockeneiskühler besteht. In den Reaktor wird in einer Höhe von 14 cm (5 1/2"} Ottawa-Sand eingefüllt," der zur Verteilung der gasförmigen Reaktionsteilnehmer und als Träger für die Katalysatorfüllung dient.
Die Bodenplatte trägt eine Hülse mit einem darin befindlichen Thermoelement zur Temperaturüberwachung, die sich 30 cm (12") weit in den Reaktor erstreckt. Eine Öffnung in der Bodenplatte bildet den Chloreinlaß, während ein ebenfalls mit Ottawa-Sand gefülltes 19 mm (3/4 ZoIl)-RoHr aus korrosionsbeständigem Stahl, das in der Bodenplatte befestigt ist und sich 15 cm (6") in den Reaktor erstreckt, den Pentaneinlaß bildet. Dadurch, daß die Höhe der Einlasse versetzt ist, so daß das Pentan in der Katalysatorzone und das Chlor in der Sandzone in den Reaktor eintritt, wird gewährleistet, daß sich die Reaktionsteilnehmer nicht miteinander vermischen, bevor sie in der I&talysatorzone des Reaktors in Kontakt kommen«
Diese Vorrichtnng wird mit einem Aluminiumoxiäkatalysato.r mit einer Oberfläche von 6 m /g gefüllt, der mit Stickstoff fluidisiert wird. Dann wird der Reaktor auf 35O0C erwärmt. In den Reaktor werden mit Stickstoff verdünntes Chlor und Pentan getrennt in einem Molverhältnis von 9,0 :, 1,0 eingeführt. Mit dem Chlor werden ferner vorher etwa
009833/2244 BAD
0,68 Mol Sauerstoff pro Mol zugeführtes Pentan vernisc;.*. :.u einer Zeit von 2 Stunden werden die in jedem Kühler erh.-.V.-m Kondensate abgezogen und mit einem Boppelsäui ongaschrorr.-iv j · phen mit programmierter Temperatur (Aerograph !."odeli Λ—>*> — ι analysiert,
Die Ausbeute an HCCP beträgt 93 $>·
Beispiel 2
- Unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Vor- richtung wird eine Reihe von Versuchen durchgeführt, bei denen der Reaktor mit Aluminiumoxidkatalysatoren mit verschiedenen Oberflächen beschickt wird. Bann werden an ai^ Füllungen n-Pentan und Chlor umgesetzt. Das Chlor wird mit einer Sauerstoffbeschickung vargemi icht, die 0,68 Mol Saue stoff pro Mol zugeführtes ϊι-ΤμγΛοά he trägt-, Jeder Beschiik strom wird mit soviel Stickstoff Y^rdü;iu"5. dai3 eine fiuidJ. sierte Katalysatorfüllu'ag aufreohterrralten wird und die Ye weilzeit in dem Reaktor 30 bis 60 Sekunden beträgt.
Nach einiger Zeit werden die Kondensate aua jedem Versuch wie in Beispiel 1 analyaiei4t. Die Ergebnisse sind in der \ ■ folgenden Tabelle I zuearr-menge fas3t,
009883/224^
BAO ORIGINAL
Temp. 0C Tabelle 1 Ausbeute,%
»
Oberfläche
des Kataly
sators,
m2/g
Ver
such
280 Molverhält
nis der Be
schickung,
C12/C5 H12
63 6
1 300 9,0/1 88 6
2 325 9,0/1 90 Il
3 350 9,0/1 96 Il
4 375 9,2/1 ' 92 Il
5 400 η 86 6
ό 375 Il 97 M
7 400 9,4/1 88 Il
8 350 H 51 180-2?;·
9 "350 10/1 55 >*-
10 350 10/1 97 -
11 300 10/1 76 5
12 325 10/1 84 5
13 350 10/1 96 >
U 370 10/1 92
15 350· 10/1 86 0,4
16 10/1
009883/2244
BAD ORIQIiNAt.
Aus der Tabelle ist zu ersehen, daß die Ausbeuten an KGCP deutlich abnehmen, wenn als Katalysator Aluminiumoxid mit hoher Oberfläche, d.h. mit mehr als 50 m /g verwendet wird. Aluminiumoxid mit hoher Oberfläche hat ferner, wie erwähnt, eine sehr kurze katalytisch wirksame Lebensdauer.
Beispiel 3
Unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung wird eine Reihe von Versuchen mit Katalysatoren durchgeführt, die verschiedene Metallsalze auf Aluminiumr oxid mit niederer Oberfläche abgeschieden enthalten. Pur alle Versuche werden Aluminiumoxid mit einer Oberfläche
von 6 m /g und als Reaktionsteilnehmer n-Pentan und Chlor verwendet. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle II zusammengefaßt.
009883/2244
BAD ORIGINAL
Ver
such
- 13 - II # Ausbeu
te
2011800
1 Tabelle Temp»
0C
95
2 Aluminiumoxid-
Salz-Katalysator-
zusammensetzung*
350 95 Molverhält
nis der Be
schickung
3 1 % CuCl2 350 98 ■ 9/1
4 1 # CuCl2 350 f 91,4 9/1
5 1 $> CuCl2 330 . 95,3. 9/1
6 3 CuCl2 350 95 9/1
7 3 # CuGl2 350 • 91,9 9/1
8 3 # CuCl2 370 · 94,5 9/1
9 3 $ CuCl2 350 83r 9/1 -
10 3 io Äquimolar K-
und Cu-Chlorid
350 89 9/1
11
12
1,5 $> Äquimolar K-
~und Cu-Chlorid
350 95 .
82
9/1
' 13 3 i> Xquimolar K-,
Cu-, Ni-Chlorid
350
350 '~
94 9/1
14 0,5 # CuCl2
0,5 i> BaCl2
3 # CdCl2
350 92 . ' 9/1
9/1
6 # CuCl2 350 9/1
0,25 ^ CuCl2 9,4/1
$> des Katalysätorgesamtgewichts
009883/2244
Aus Tabelle II ist zu ersehen, daß die Metallsalze, bor-.,nriet Kupferchlorid, die Reaktion fördern, wodurch bessere Aul; feu ten an HCCP als mit einem einfachen Aluminiumoxidkatalysator erzielt werden.
Beispiel 4
Wie oben angegeben wurde, iet das erfindungsgemäße Ve rial", r^n auch zur Herstellung von HCCP aus anderen C,--Kohlenwac- . serstoffen als n-Pentan vorteilhaft. Nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 wurden anstelle von n-Pentan andere Cc-XcL L enfc Wasserstoffe umgesetzt, und das Molverhältnis wurde entsprechend eingestellt.Bei allen Versuchen wurde ein Aluminiumoxidkatalysator mit einem Zusatz von 1 Gewichts-?* Kupferchlorid verwendet, und die Umsetzung wurde 2 Stund er. lang durchgeführt. Das Aluminiumoxid hatte eine Oberfläche von 6 m /g. In der folgenden Tabelle III sind die Ausbeuten an HCCP angegeben, die mit diesen Kohlenwasserstoffen bei verschiedenen Temperaturen erzielt wurden.
009883/2244
BAD ORiQINAt
eingesetzter
CV-Kohlenwasser-
stoff
— 15 — 2011 800
Oyclopentan Tabelle III
Ver
such
Isopentan Molverhältnis Reakticms-
temp. "C
<. Aus-
beut. e
1 Isopentan 8,7/1/0,36 350 100
2 Isopren 9,4/1/0,35 .350 . .76.
3 Isopren M 375 •69
4 Neo-Pentan . 7,4/1/0,37 350
VJl Xeo-Pentan Il 375 73
6 Neo-Pentan 9,4/1/0,35 350 'sr.
7 !,3-Pentadien Il 375 68
8 1,3-Pentadien It 400 · 66, -,
9 2-I.:ethylbuten-l 7,4/1/0,36 350 C:Q
10 2-Methylbuten-l M 375 65 ,
11 Penten-1 8,4/1/0,36 350 60
12 Penten-1 Il ti 54
13 8,4/1/0,36 350 87
14 Il 375 8*5
009883/2244
BAD ORIGINAL
— 1 D —
Aus Tabelle III ist zu ersehen, daß nach dem erf indu/i,·;---gemäßen Verfahren HCCP in guten Ausbeuten auch aus an-iο.-·<■; Cr-Kohlen'.vasserstoffen als n-Pentan, seinen Isomeren ο·ί<τ.-seinen polychlorierten Derivaten, -sum Beispiel den PoIychlorpentanen und Octachlorpenten,; hergestellt werden k ■■;,..
Beispiel 5
Xach der Arbeitsweise von Beispiel 1 werden 700 g Zat.';.1.y-3ator mit 99 Gewichts-^ Al2O, und 1 Gewicht rj-^ CuCl2 irden Reaktor gefüllt. In den Reaktor werden mit Stick:: '.■■. (Ί verdünnte Ströme aus n-Pentan und sauerstoffhaltige,- >,':.).-,. irr. Verhältnis 9 : 1 eingeleitet. Die während des Ver;:·. n.· entstandenen Produkte werden unter Verwendung de3 in >,--. i·- apiel 1 beschriebenen Chromatographen analysiert. Die Ausbeute an KCCP beträgt 94,9 $·
009883/2244 BAD ORfQtNAL

Claims (8)

Patentansprüche
1. Verfahren ζμΓ Herstellung von Hexachlorcyclopentadierdurch Einleiten von Chlor und eines gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs, eines ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs, eines gesättigten cyclcaliphatisehen Kohlenwasserstoffs oder eines ungesäi; :i«·/ en cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffs mit 5 Kohlenstoffatomen in eine Reaktionszöne und Umsetzen "bei 275 - 400 in Gegenwart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man das Chlor und den Kohlenwasserstoff nebeneinander einleitet und als Katalysator ein Aluminiumoxid mit niederer 0"berflache verwende/t. . .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen katalysator verwendet, der aus Aluminaumoxirt und 0,25 bis 6,0 Gewichts-^ eines Metallsalzes, bc^ora*. auf das Katalysatorgesämtgewicht, besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, i^ß man als Metallsalz Bariumchlorid, Cadmiumchlorid, Kaiiuru ■ chlorid, Cuprichlorid oder Mischungen daraus verwendet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Chlor vorher mit bis zu 0,70 Mol Sauerstoff pro Mol des Kohlenwasserstoffs vermischt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man den Katalysator im Pließbettzustand hält.
009883/22U BAD ORIGINAL
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch geker.n; uichno L, daß man jeden Strom vorher mit Stickstoff al.; Verdünnungsmittel in Mengen vermischt, die den kaia.]./-sator im Pließbettzustand hai+en.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, .:a.iurcn gekennzeichnet, daß man einen Aluminiuir.oxid.ratalyjatn mit einer Oberfläche von o,4 bis 30 m /g verwendet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Chlor und das n-Pentan in einem Molverhältnis von 9 : 1 bis 10 : 1 umsetzt.
BAD ORIGINAL
DE19702011800 1969-03-17 1970-03-12 Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclopentadien Pending DE2011800A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US80791369A 1969-03-17 1969-03-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2011800A1 true DE2011800A1 (de) 1971-01-14

Family

ID=25197414

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702011800 Pending DE2011800A1 (de) 1969-03-17 1970-03-12 Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclopentadien
DE19702043987 Pending DE2043987A1 (de) 1969-03-17 1970-03-12 Katalysator fur ein Chlonerungs verfahren Ausscheidung aus 2011800

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702043987 Pending DE2043987A1 (de) 1969-03-17 1970-03-12 Katalysator fur ein Chlonerungs verfahren Ausscheidung aus 2011800

Country Status (6)

Country Link
US (1) US3649699A (de)
BE (1) BE746861A (de)
DE (2) DE2011800A1 (de)
FR (1) FR2037209A7 (de)
LU (1) LU60517A1 (de)
NL (1) NL7003191A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4036897A (en) * 1976-08-04 1977-07-19 The Lummus Company Production of hexachlorocyclopentadiene

Also Published As

Publication number Publication date
DE2043987A1 (de) 1971-04-22
NL7003191A (de) 1970-09-21
BE746861A (fr) 1970-09-07
LU60517A1 (de) 1970-05-13
US3649699A (en) 1972-03-14
FR2037209A7 (de) 1970-12-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2505249A1 (de) Verfahren zur herstellung von acrylnitril
DE1568747A1 (de) Verfahren zur Oxychlorierung organischer Verbindungen
DE2540067A1 (de) Verfahren zur herstellung von vinylchlorid
DE69203481T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylchlorid aus Tetrachlorkohlenstoff und Methylalkohol.
WO2000063116A1 (de) Verfahren zur herstellung von carbonyldichlorid aus chlor und kohlenmonoxid
DE1929062A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid
DE2313065A1 (de) Verfahren zur herstellung von acrylnitril
DE2011800A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorcyclopentadien
DE1668322B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril bzw. Methacrylnitril aus Propan bzw. Isobutan
DE69407071T2 (de) Herstellung von Perchlorethylen aus Tetrachlorkohlenstoff in Anwesenheit von Wasserstoff
DE1767066A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorgas und Reaktionsmasse zu seiner Durchfuehrung
DE1518702B2 (de)
DE1792468A1 (de) Oxidationskatalysator,Verfahren zu dessen Herstellung sowie Verfahren zur Herstellung von Benzaldehyd aus Toluol unter Verwendung dieses Katalysators
DE1543015C3 (de) Verfahren zur Herstellung von fluorierten, aromatischen oder aliphatischen Verbindungen
EP0079490A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd
DE2359546A1 (de) Katalysator und verfahren zur herstellung von acrylnitril, acrylsaeure und acrolein und verfahren zur herstellung des katalysators
DE1768492C3 (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von 1,2-Dichloräthan, 1,1,2-Trichloräthan und 1,1,2,2-Tetrachloräthan durch Oxychlorieren von Äthylen
DE2334037A1 (de) Verfahren zur herstellung von acrolein
DE69410317T2 (de) Herstellung von Perchloräthylen durch Chlorierung von Kohlenwasserstoffen und teil-chlorierten Kohlenwasserstoffen in Anwesenheit von Wasserstoffen
DE2413148A1 (de) Verfahren zur herstellung von chlorierten kohlenwasserstoffen
DE2246904B2 (de)
DE3936023A1 (de) Verfahren zur herstellung von polychlor-fluor-cyclopentenen
DE1468807C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung chlorierter Äthylenderivate
DE1768490C3 (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von 1,1-Dichlorethylen, 1,2-Dichloräthylenen und Vinylchlorid
DE2436370C3 (de) Verfahren zur Umwandlung organischer Chlorverbindungen