DE20111249U1 - Halterungseinrichtung für deckenseitigen Zargenholm - Google Patents
Halterungseinrichtung für deckenseitigen ZargenholmInfo
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Description
Schörghuber Spezialtüren
GmbH & Co. Betriebs-KG
Neuhaus 3
GmbH & Co. Betriebs-KG
Neuhaus 3
D-84539 Ampfing
FK 14.979 G-DE
Zargen der hier in Rede stehenden Art, in die in bekannter Weise ein- oder mehrteilige Türblätter aufgenommen sind, werden normalerweise seitlich und oben fest mit Wand und Decke des Raumes verankert, in dem die Tür vorgesehen ist. Außer der sogenannten Baufuge gibt es zwischen Decke und Zarge keinen wirkungsvollen Toleranzausgleich. Es kann sich dabei um Zargen jedweder Ausführung handeln, also auch aus Stahl, Kunststoff oder Holz, sowie in jedweder Ausbildung, am Beispiel Holz, insbesondere als Holzblockoder Holzstockzarge.
Der Anschluss des deckenseitigen Zargenholms an die Decke kann jedoch Schwierigkeiten bereiten, wenn Schwankungen, Toleranzen und Durchbiegungen im Deckenbereich auftreten, insbesondere im Hinblick auf Hochhäuser, die pendelnde Ausgleichsbewegungen unter Winddruck etc. ausführen, was sich in zunehmender Höhe mit Abstandsänderungen zwischen Decke und Boden äußert. In diesen Fällen können dadurch bedingte Druckbeaufschlagungen auf die Zarge zu entsprechenden Verformungen und damit Einklemmen der geschlossenen Türblätter führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, baulichen Unzulänglichkeiten bzw. unvermeidlichen Versetzungen derart zu begegnen, dass die Betriebsbereitschaft der Türen nicht beeinträchtigt wird.
Dies wird erreicht durch eine Halterungseinrichtung für den etwa parallel zur Decke verlaufende Zargenholm an einem ein- oder mehrstückigen, an der Decke festzulegenden Halteteil zumindest in Höhenrichtung gleitend verschiebbar gehalten ist, bei der der etwa parallel zur Decke verlaufende Zargenholm an einem ein- oder mehrstückigen, an der Decke festzulegenden Halteteil zumindest in Höhenrichtung gleitend verschiebbar gehalten ist.
Durch eine derartige gleitende Halterung des deckenseitigen Zargenholms an einem an der Decke festzulegenden Halteteil wird ein Bewegungsspielraum geschaffen, mit dem Schwankungen, Toleranzen und Versetzbewegungen der Decke gegenüber der Zarge ausgeglichen werden können. Dabei ist vornehmlich eine gleitende Verschiebemöglichkeit in Höhenrichtung vorgesehen, es können auch im Hinblick auf Hochhausschwankungen seitliche Verschiebungen durch entsprechende Gleitführungen bzw. spielbehaftete Eingriffe zwischen Zarge und deckenseitigem Halteteil vorgesehen sein. In jedem Falle erfährt die Zarge im Bereich des deckenseitigen Zargenholms eine Halterung gegenüber der Decke, die der erforderlichen Stabilität der Rahmenverankerung insgesamt entspricht.
Es wird noch einmal betont, dass die vorgeschilderte gleitende Verschiebbarkeit des deckenseitigen Zargenholmes gegenüber einem an der Decke festzulegenden Halteteil bei allen möglichen Zargenausbildungen aus jedwedem Material vorgesehen werden kann. Im folgenden werden zwei in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiele anhand einer Holzblockzarge und einer Holzstockzarge näher erläutert.
Die Zeichnungen zeigen jeweils einen Horizontalschnitt durch den etwa parallel zur Decke verlaufenden, deckenseitigen Zargenholm in seiner Einbaulage an einem ebenfalls geschnitten dargestellten Halteteil, der an der Gebäudedecke festgelegt ist.
Fig. 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete Halterungseinrichtung, mit deren Hilfe an deren Decke 2 ein insgesamt mit 3 bezeichneter deckenseitiger Zargenholm einer HoIzblockzarge gehalten ist. An der Decke ist mit nicht weiter dargestellten Befestigungsmitteln ein in den Raum unterhalb der Decke hineinragender Balken 4 festgelegt, der sich in Richtung des an ihm festzulegenden, parallel verlaufenden Zargenholmes 3 erstreckt und vorzugsweise zumindest weitgehend dessen Länge aufweist. Mit Hilfe von Steckbolzen 5, die in in dem Balken 4 vorgesehene entsprechend passende Bohrungen 6 eingesetzt sind, wird der deckenseitige Zargenholm, an dem die Steckbolzen mittels Bolzenköpfen 7 abgestützt sind mit dem Balken 4 gleitend verschiebbar verbunden. Die Holzblockzarge ist mit Zargenspiegeln 8 und 9 versehen, die im Einbauzustand zwischen ihren seitlich aufeinander zugewandten Flächen gegenüberliegende Seitenflächen des Balkens 4 übergreifen. In den Übergriffsbereichen sind jeweils Dicht- bzw. Gleitleisten 10 angeordnet, hier derart, dass die Gleitleisten an den Zargenspiegeln befestigt sind. Um die Gleitverschiebbarkeit
in Höhenrichtung entsprechend geräumig zu gestalten, sind oberhalb der Steckbolzen 5 in der Decke 2 Hohlräume 11 ausgebildet. Die Festlegung des Balkens 4 an der Unterseite der Decke 2 kann über eine dämmende Zwischenschicht 12 erfolgen.
Fig. 2 zeigt eine anders aufgebaute Halteeinrichtung 1, die für die Halterung des deckenseitigen Zargenholms 13 einer Holzstockzarge ausgebildet ist. Die Halterungseinrichtung umfasst eine Eingreifschiene 14, die sich in Längsrichtung des Zargenholms 13 erstreckt und vorzugsweise etwa dessen Länge aufweist. Diese Schiene ist in nicht näher dargestellter Weise an der Unterfläche der Decke 2 anliegend an dieser festgelegt und weist einen Steg 15 auf, der in eine entsprechend verlaufende Nut 16 in der der Decke zugewandten Oberfläche des Zargenholms 13 gleitend verschiebbar eingreift, wie dies die Zeichnung nachvollziehen lässt.
Parallel und zu beiden Seiten der Eingreifschiene 14 sind Leisten 17 und 18 angebracht, in vorliegendem Falle wiederum in nicht näher dargestellter Weise direkt an der Unterseite der Decke 2 von dieser abragend befestigt. Grundsätzlich kann die Eingriffsschiene 14 mit den Leisten 17 und 18 einstückig ausgebildet sein.
Die Leisten 17 und 18 sind derart voneinander beabstandet angeordnet, dass deren einander zugewandte Seitenflächen den Zargenholm 13 mehr oder weniger passgenau zwischen sich aufnehmen, so dass jeweils die Seitenfläche einer der Leisten 17 und 18 mit einer der Seitenflächen des Zargenholms 13 gegenüberliegt. Die Aufnahme des Zargenholms 13 zwischen den Leisten 17 und 18 ist durch im Bereich der gegenüberliegenden Seitenflächen angebrachte Dicht- und Gleitleisten abgedichtet, die im vorliegenden Falle in den Leisten 17 und 18 festgelegt sind.
Wie die Zeichnungen zeigen, sind die erfindungsgemäß an der deckenseitigen Halterung zumindest in Höhenrichtung gleitend verschiebbaren Zargen nicht nur unabhängig vom Material und von der Formgebung, sondern auch für Türen bestimmter Aufgabenbereiche wie schalldämmend, rauchdämmend oder brandhemmend ausgebildete Türen- und Zargenbereiche geeignet. Hier können die Dicht- bzw. Gleitleisten hinsichtlich der Abdichtung besondere Maßnahmen darstellen.
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Claims (5)
1. Halterungseinrichtung für den etwa parallel zur Decke verlaufenden Zargenholm eines Zargenrahmens einer ein- oder mehrflügeligen Tür oder dergleichen, der seitlich und oben mit Wand und Decke des mit der Türe zu versehenden Raumes verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der etwa parallel zur Decke (2) verlaufende Zargenholm (3, 13) an einem ein- oder mehrstückigen, an der Decke (2) festzulegenden Halteteil (4, 14) zumindest in Höhenrichtung gleitend verschiebbar gehalten ist.
2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil einen sich in Längsrichtung des deckenseitigen Zargenholms (3), insbesondere einer Holzblockzarge erstreckender Balken 4 oder mehrere in dieser Richtung aufeinanderfolgend angeordnete Balkenabschnitte aufweist, der bzw. die über in Holmsrichtung verlaufende Steckbolzenverbindungen (5, 6) oder dergleichen mit dem deckenseitigen Zargenholm (3) verbindbar sind.
3. Halterungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Seitenflächen des Balkens (4) bzw. der Balkenabschnitte und diese übergreifenden Zargenspiegeln (8, 9) des deckenseitigen Zargenholms (3) Dicht- bzw. Gleitleisten (10) angeordnet sind.
4. Halterungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil eine ein- oder in Längsrichtung aufeinanderfolgend mehrteilige, an der Decke (2) festzulegende Eingriffsschiene (14) aufweist, die mit nach unten abragendem Steg (15) in eine nutförmige Ausnehmung (16) in der nach oben weisenden Oberfläche des Zargenholms (13), insbesondere einer Holzstockzarge, einsetzbar ist.
5. Halterungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsschiene (14) beidseitig parallel verlaufende Leisten (17, 18) zugeordnet sind - gegebenenfalls jeweils an der Decke (2) direkt anzubringen -, zwischen deren einander zugewandte Seitenflächen und dem diesen jeweils gegenüberliegenden Seitenflächen des in die Haltestellung eingesetzten deckenseitigen Zargenholms (13), insbesondere einer Holzstockzarge, Dicht- bzw. Gleitleisten (10) angeordnet sind.
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