DE2009096B2 - Vorrichtung zum oeffnen einer zerbrechbaren filmkassette - Google Patents
Vorrichtung zum oeffnen einer zerbrechbaren filmkassetteInfo
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Description
geben, da es von Zeit zu Zeit vorkommen kann, L:iß Kunststoffkassetten beim Öffnen in scharfkantige
Stücke zerbrechen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die genannte Vorrichtung dahingehend weiter zu
entwickeln, daß nicht nur ermüdungsfreierer Betrieb ermöglicht wird, sondern auch im wesentlichen jegiiclie
Verletzungsgefahr beim Betrieb der Vorrichtung ausgeschaltet ist.
Gemäß dei· Erfindung ist diese Aufgabe bei einer
Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß ein mit der Kassette zusammenwirkender
Hebel mit Handgriff vorgesehen ist, der zum Herausschwenken der Kassette aus der Führung an dieser
um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert und aus einer Ruhelage herausbewegbar ist, daß die Schwenkachse
im wesentlichen parallel zu der Achse des Spulenkerns der in der Führung befindlich -mi Kassette
verläuft und daß am Hebel ein Auswerferglied bewegbar angeordnet ist. das bei der Bewegung des
H.bels aus der Ruhelage heraus den Spulenkern
uheriäuft und beim Zuiückbewcgen desselben in
-eine Ruhelage am Spulenkern angreift und diesen auswirft. Bei der bekannten Vorrichtung der eingangs
genannten Art erfolgt bei dem Herausschweni.en der Kassette aus der Führung durch die an einer
r.ke der Kassettenwand angreifende Schneide das ..■fbrechen der Kassette. Dadurch, daß erfindungsg.
näß die Bedienungsperson zum Herausschweni'.en
de- Kassette aus der Führung einen Hebel mit Hand-
:--:ff zu bedienen hat. die Bedienungsperson im
r.Lgensatz zu der bekannten Vorrichtung also nicht
die Kassette selbst handzuhaben hat, ist die Gefahr einer Verletzung der Bedienungsperson durch scharfkantige
Bruchstücke der Kassette vermieden. Die weiterhin erstrebte Erleichterung der Bedienung ergibt
sich zum einen Teil dadurch, daß die Bedienungsperson einen Hebel bequemer schwenken kann,
als dies möglich ist, wenn die Bedienungsperson die Kassette unmittelbar anfassen und schwenken muß.
Hinzu kommt, daß durch die Mehrfachfunktion, die der Hebel bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erfüllt, eine wesentliche Bedienungsvereinfachung erreicht wird. Dadurch, daß nämlich das Auswerferglied
des Hebels bei der Bewegung aus der Ruhelage heraus den Spulenkern überläuft, diesen beim
Zurückbewegen in die Ruhelage jedoch auswirft, gestaltet sich das Öffnen und Entladen der Kassette
äußerst ermüdungsfrei.
Bei einen bevorzugten Ausführungsbeispiel kann der Hebel als zweiarmiger Hebel ausgebildet sein,
wobei die beiden Hebelarme sich seitlich außerhalb der beiden Längsseiten der Führung für die Kassette
erstrecken. In diesem Fall verbindet ein quer zu den Hebelarmen verlaufender Verbindungsbügel die beiden
Hebelarme in der Nähe der Eingabeseite der Führung. Der Verbindungsbügel wirkt mit der in
die Führung eingesetzten Kassette zusammen, wenn der Hebel um seine Achse geschwenkt wird, um die
Kassette um die Achse des durch die Greifer festgehaltenen Spulenkerns zu schwenken.
Es kann auch eine Servoeinrichtung vorgesehen sein, die einen motorischen Antrieb für die Bewegung
des Hebels liefert.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
im einzelnen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine abgebrochen dargestellte Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer erfmdungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 2 eine abgebrochen dargestellte Teildraufsicht
auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit geöffnef-n
Greifern,
F i g. 3 eine teils abgebrochen und aufgebrochen gezeichnete schematisch vereinfachte Seitenansicht
des Ausführungsbeispiels und
F i g. 4 einen Teillängsschnitt durch die Kassetten-
führung des Ausführungsbeispiels mit teilweise geöffneter Kassette.
Eine Filmkassette der Art, wie sie mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung geöffnet werden kann,
ist in der USA.-Patentschrift 3 260 182 beschrieben.
Da Kassetten dieser Art außerdem als Kassetten für 126-Film im Handel sind, wird die Kassette an sich
hier nur insoweit beschrieben, als es zum leichten Verständnis der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
ihres Verwendungszwecks und ihrer Handhabung erforderlich erscheint. In F i g. 4 ist eine Filmkassette
10, die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung geöffnet werden kann, dargestellt. Die Kassette ist aus
Kunststoff oder einem anderen zerbrechbaren Werkstoff gefertigt und weist einen vorderen Behälterteil
11 und einen rückseitigen Deckel 12 auf, die entlang
einer Trennlinie 13 durch einen Klebstoff oder Wärme- und Druckeinwirkung fest miteinander verbunden
sind. Die Trennlinie 13 verläuft rings um die ganze Kassette mit Ausnahme desjenigen Teils, der
eine Aufwickelspule 16 enthält. An ihrem einen Ende weist die Kassette eine Vorratskammer 14 auf, in die
ein Filmwickel mit Schutzpapierzwischenlage beim Laden der Kassette in der Fabrik eingesetzt wird.
Der Vorspann des Schutzpapiers erstreckt sich an
einer in F i g. 1 mit strichpunktierten Linien angedeuteten Belichtungsöffnung HA vorbei, die im
Behälterteil 11 ausgespart ist. zum Kern 15 der Aufwickelspule 16, die in einer am anderen Ende der
Kassette vorgesehenen Aufwickelkammer 17 dreh-
bar gelagert ist. Der Vorspann des Schutzpapiers ist am Kern 15 befestigt. Der Film wird absatzweise
um je einen Bildabschnitt nacheinander durch Drehen eines Aufzugsknopfes oder einer anderen Einrichtung
zum Filmtransport einer für die Verwendung mit der Kassette vorgesehenen Kamera an der
Belichtungsöffnung 11A vorbei bewegt. Deshalb
muß die Aufwickelspule 16 für die Filmtransporteinrichtung der Kamera zugänglich sein. Außerdem
muß aber auch die Kassette, die die Aufwickelspule 16 umgibt, lichtdicht abgeschlossen sein. Zu diesem
Zweck weist die Aufwickelspule 16 verhältnismäßig dicke Seitenflansche 18 auf. An ihrem Umfang sind
die Seitenflansche 18 mit ringförmigen Nuten 19 versehen. Diejenigen gewölbten Teile des Behälterteils
11 und des Deckels 12 der Kassette, die die Aufwickelspule 16 umfassen, tragen Rippen 20, die nach
einwärts vorspringen und die lose in die ringförmigen Nuten 19 der Flansche 18 eingreifen, wenn die
Kassette nach Einlegen des Filmwickels in der Fabrik verschlo· <en wurde.
Der Eingriff zwischen den Rippen 20 der Kassettenteile
und den ringförmigen Nuten in den beiden Seitenllanschen 18 erfüllt zwei Aufgaben. Einmal
wird dadurch die Aufwickelspule 16 in der Kassette gelagert und zum anderen wird eine lichtdichte Verbindung
zwischen den Kassettenteilen und den Flanschen 18 der Aufwickelspule hergestellt. Um die
lichtdichte Verbindung zwischen dem Behälterteil 11
und dem Deckel 12 der Kassette 10 entlang der An der oberen Fläche der Grundplatte 30 ist
Trennlinie 13 zu vervollständigen, sind die beiden zwischen den Distanzplatten 36 ein Aufbrechkörper
Kassettenteile mit einander zugeordneten, nicht dar- oder eine Schneidkante 58 angeordnet. Die Schneidgestellten
vorspringenden Rippen und diese auf- kante 58 ist so angeordnet, daß sie an einer Ecke
nehmenden Nuten versehen, die ineinander passen. 5 der Kassette angreift, wenn diese um die Achse der
Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel der Lagerzapfen 48 geschwenkt wird. Hierbei wird die
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum öffnen einer Verbindung zwischen dem vorderen Behälterteil 11
Filmkassette der erwähnten Art weist eine fest- und dem Deckel 12 der Kassette 10 aufgebrochen,
stehende Grundplatte 30 auf, die an einer Halterung Hebelarme 60 und 62 eines Handhebels erstrecken 32, beispielsweise einer waagerechten Tischplatte, io sich längs der Außenseiten der Distanzplatten 36 von befestigt ist. An der Vorderseite der Grundplatte 30 einer Achse 64 weg, die im wesentlichen parallel zur ist eine Führung für die Aufnahme einer Kassette 10 Achse des Spulenkerns 15 verläuft, der durch die vorgesehen. Die Kassette 10 wird mit ihrer Auf- Lagerzapfen 48 gelagert ist. Die Achse 64 ist den wickelkammer 17 voraus in die Führung eingeführt, Lagerzapfen 48 benachbart auf der Seite der Fühdie aus zwei Distanzplatten 36 gebildet ist, die in 15 rung für die Kassette angeordnet, die der Eingabegegenseitigem Abstand an der Grundplatte 30 be- seite entgegengesetzt ist. Die Hebelarme 60 und 62 festigt sind und die die Längsseiten des rückwärtigen erstrecken sich von der Achse 64 bis über den BeDeckels 12 der Kassette abstützen, wenn diese in die reich der Eingabeseite der Führung für die Kassette Führung eingesetzt ist. Auf den Distanzplatten 36 hinaus. Der hingabeseite der Führung benachbart sind zwei Führungsplatten 38 in einem solchen Ab- 20 sind die Hebelarme 60 und 62 durch einen quer zu stand voneinander befestigt, daß die gegenüberlie- den Armen verlaufenden Verbindungsbügel 66 mitgenden seitlichen Ränder der Kassette an den Füh- einander verbunden. Der Bügel 66 verläuft in einer rungsplatten entlang gleiten, wenn die Kassette in ersten Stellung des Handhebels knapp unterhalb der die Führung eingeschoben wird. An der vorderen Ebene der Führung der Kassette. Bei 68 und 70 sind Ecke jeder Führungsplatte 38 ist eine Abschrägung 25 die Hebelarme 60 und 62 auf der Achse 64 schwenk-40 vorgesehen, um das Einführen der Kassette in bar gelagert. Ein Handgriff 72 erstreckt sich von die Führung bei völliger Dunkelheit zu erleichtern. derjenigen Seite des Bügels 66 weg, die der Achse 64
stehende Grundplatte 30 auf, die an einer Halterung Hebelarme 60 und 62 eines Handhebels erstrecken 32, beispielsweise einer waagerechten Tischplatte, io sich längs der Außenseiten der Distanzplatten 36 von befestigt ist. An der Vorderseite der Grundplatte 30 einer Achse 64 weg, die im wesentlichen parallel zur ist eine Führung für die Aufnahme einer Kassette 10 Achse des Spulenkerns 15 verläuft, der durch die vorgesehen. Die Kassette 10 wird mit ihrer Auf- Lagerzapfen 48 gelagert ist. Die Achse 64 ist den wickelkammer 17 voraus in die Führung eingeführt, Lagerzapfen 48 benachbart auf der Seite der Fühdie aus zwei Distanzplatten 36 gebildet ist, die in 15 rung für die Kassette angeordnet, die der Eingabegegenseitigem Abstand an der Grundplatte 30 be- seite entgegengesetzt ist. Die Hebelarme 60 und 62 festigt sind und die die Längsseiten des rückwärtigen erstrecken sich von der Achse 64 bis über den BeDeckels 12 der Kassette abstützen, wenn diese in die reich der Eingabeseite der Führung für die Kassette Führung eingesetzt ist. Auf den Distanzplatten 36 hinaus. Der hingabeseite der Führung benachbart sind zwei Führungsplatten 38 in einem solchen Ab- 20 sind die Hebelarme 60 und 62 durch einen quer zu stand voneinander befestigt, daß die gegenüberlie- den Armen verlaufenden Verbindungsbügel 66 mitgenden seitlichen Ränder der Kassette an den Füh- einander verbunden. Der Bügel 66 verläuft in einer rungsplatten entlang gleiten, wenn die Kassette in ersten Stellung des Handhebels knapp unterhalb der die Führung eingeschoben wird. An der vorderen Ebene der Führung der Kassette. Bei 68 und 70 sind Ecke jeder Führungsplatte 38 ist eine Abschrägung 25 die Hebelarme 60 und 62 auf der Achse 64 schwenk-40 vorgesehen, um das Einführen der Kassette in bar gelagert. Ein Handgriff 72 erstreckt sich von die Führung bei völliger Dunkelheit zu erleichtern. derjenigen Seite des Bügels 66 weg, die der Achse 64
Zwei zueinander spiegelbildliche Böcke 46, die entgegengesetzt ist. Ein Auswerferglied 74 ist
Spindelzapfen für die Lagerung der Aufwickelspule schwenkbar am Bügel 66 angeordnet, so daß es von
bilden, sind symmetrisch zu beiden Seiten der Füh- 30 diesem herabhängt, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist.
rung auf den Distanzplatten 36 schwenkbar bei 44 Das Auswerferglied 74 kann in einem Bogen, der
gelagert. Diese beiden Böcke können zwischen einer etwas weniger als 90 Winkelgrad beträgt, zwischen
in Fig. 2 dargestellten Offenstellung, bei der die einer Stellung, in der es Koplanar zum Bügel 66 verVorrichtung
zur Aufnahme der Kassette bereit ist, läuft, und einer Stellung geschwenkt werden, in der
und einer in F i g. 1 gezeigten Greifstellung und 35 es mit der Waagerechten einen Winkel von ungefähr
umgekehrt geschwenkt werden, in der die Kassette 75° bildet, was in Fig. 3 mit ausgezogenen Linien
beim Einsetzen derselben in die Führung ergriffen eingezeichnet ist.
wird. Aus F i g. 2 geht hervor, daß. wenn die Böcke Im Betrieb wird eine Kassette in die Führung ein-46
in der Offenstellung sind, ihre Lagerzapfen 48 gesetzt und die Aufwickelspule der Kassette wird
aus der Führung herausgeschwenkt sind und daß 40 durch die Lagerzapfen 48 ergriffen. Das andere Ende
sich ein vorspringender Teil 50 jedes Bocks 46, der der Kassette liegt auf der Oberseite des Bügels 66
sich jenseits des bei 44 gelegenen Schwenklagers des Handhebels. Der Handgriff 72 wird von der Bebefindet,
in die Führung hinein erstreckt. Wenn eine dienungsperson ergriffen und der Handhebel wird
Kassette 10 in die Führung eingeführt wird, stößt um die Achse 64 geschwenkt, wodurch die Kassette
die Aufwickelkammer 17 an die vorspringenden Teile 45 um die Lagerzapfen 48 geschwenkt wird. Während
50 und schwenkt die Böcke 46 in die Greifstellung, dieser Bewegung schwenkt entweder die Kasscüi.
in der die Lagerzapfen 48 an gegenüberliegenden um die Seitenflansche der Aufwickelspule 16 oder die
Seiten mit der Aufwickelspule 16 in Eingriff kommen Aufwickelspule 16 dreht sich auf den Lagerzapfen
und die Kassette dadurch festhalten. Die Lagerzapfen 48, je nachdem, welche dieser beiden Lagerstellen
haben einen etwas geringeren Durchmesser als die 50 einer Drehung die geringere Reibung entgecensetzi.
Bohrung des Kems 15 der Aufwickelspule 16 und In jedem Fall schwenkt die Kassette relativ" zu der
weisen Schrägflächen auf, deren Kanten etwas abge- feststehenden Teilen der Führun um die Achse dei
rundet sind, damit die Lagerzapfen in die Bohrung Aufwickelspule 16.
des Kerns 15 hinein und aus dieser herausgeschwenkt Während der ersten Winkelgrade dieser Schwenkwerden
können. Die durch das Einsetzen der 55 bewegung der Kassette bewegt sich diese frei, se
Kassette in die Führung bewirkte Schwenkbewegung daß die Schwenkbewegung bequem beschleunigt wer
in die Greifstellung, die in Fig. 1 dargestellt ist, den kann. Anschließend kommt eine Ecke des vor
wird durch die Berührung zwischen einem Arm 52, stehenden Randes der Kassette mit der Schneidkant*
der an jedem Bock 46 ausgebildet ist, und einem 58 der Aufbrecheinrichtung in Berührung. Bein
Vorsprung 54 begrenzt, der an jeder der Führungs- 60 Durchbewegen der Kassette durch diese Stellung mi
platten 38 ausgebildet ist Die Böcke 46 können so- einer etwas heftigeren Bewegung bricht die Schneid
wohl in ihrer Offenstellung als auch in ihrer Greif- kante 58 die Ecke des Deckels der Kassette weg un<
stellung durch eine Kugelrasteinrichtung lösbar fest- reißt die Verbindung zwischen dem vorderen Behäl
gelegt sein, wobei federbelastete Kugeln 56 mit der terteii und den hinteren Kassettenteilen auf. Bei wei
einen oder anderen von je zwei Kugelpfannen in 65 terer Bewegung des Handhebels und damit der Kas
Eingriff sind, die in jedem Bock 46 ausgebildet und sette, wofür nun mehr Druckkraft erforderlich isi
in einem Kreisbogen um die bei 44 gelegene Lage- weil die Schneidkante den vorderen Behältertei] vo:
rung angeordnet sind. einer weiteren Schwenkbewegung abhält, wird de
Deckel der Kassette vom Behälterteil abgespreizt, so daß die Verbindung längs der Trennlinie 13 zwischen
den beiden Kassettenteilen aufgerissen wird. Die entsprechende Arbeitsstellung ist in Fig. 4 gezeigt.
Schließlich erreicht die Kassette eine Stellung, die gewöhnlich 90° gegenüber der Ausgangsstellung der
Kassette beim Einsetzen derselben verschwenkt ist, in der derjenige Teil des Deckels der Kassette, der
die Aufwickelspule umgibt, vom vorderen Behälterteil so weit abgespreizt ist, daß die Kassette von der
Aufwickelspule 16 abgezogen ist. Die Aufwickelspule 16 bleibt nunmehr mit dem auf dieser aufgewickelten
Film auf den Lagerzapfen 48 zurück. Die Bewegung des an der nunmehr nicht mehr gehalterten Kassette
anliegenden Handhebels befördert diese nunmehr in einen Abfallbehälter, der auf der in der Figur rechten
Seite angeordnet ist. Wie aus F i g. 3 ohne weiteres ersichtlich ist. wird der Handhebel bei der Bewegung,
die dem öffnen einer Kassette dient und die in strichpunktierten
Linien angedeutet ist, im Uhrzeigersinn geschwenkt, wobei er aus einer mit ausgezogenen
Linien dargestellten Ruhestellung in eine am weitesten rechts gelegene Stellung kommt, wo er an einem
Anschlag 76 anliegt, während die Aufwickelspule 16 von den Lagerzapfen 48 gehalten wird. Einzelne
Stellungen, die der Handhebel und das an diesem angelenkte Auswerferglied 74 während dieser Öffnungsbewegung
einnehmen, sind in Fig. 3 mit gestrichelten und mit strichpunktierten Linien angedeutet.
Das Ende des Films oder das Ende des Schutzpapiervorspanns können nunmehr ergriffen
und nach außen gezogen werden, um den Film bequem von der Aufwickelspule für weitere Handhabung
abzuziehen, beispielsweise um den Film mit dem Ende einer größeren Filmrolle zu verbinden,
wenn der Film in einem Durchlaufentwicklungsverfahren weiter behandelt werden soll.
Die Aufwickelspule, an der möglicherweise noch ein Wickel schwarzen Schutzpapiers befestigt ist,
kann nunmehr aus der Führung entfernt werden. Dies wird durch einfaches Rückbewegen des Handhebels
in seine Ruhelage bewirkt. Das Auswerferglied 74 ist so angclenkt, daß es die Oberfläche der
Aufwickelspule 16 ohne weiteres überlaufen kann, wenn der Handhebel zum öffnen der Kassette im
Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Wird jedoch der Handhebel entgegen dem Uhrzeigersinn zurückgeschwenkt,
dann kann das Auswerferglied 74 nicht nachgeben, so daß es die nunmehr leere Aufwickelspule
berührt, wie dies mit gestrichelten Linien in ίο Fig. 3 gezeigt ist, und auf die Aufwickelspulc eine
Kraft ausübt. Auf Grund der Anordnung der Lagerzapfen 48 relativ zu den bei 44 gelegenen Schwenklagern
der Böcke 46 werden diese Böcke 46 durch diese Kraft in ihre Offenstellung geschwenkt, so daß
is die Lagerzapfen 48 die Enden des Spulenkerns freigeben.
Die Aufwickelspule 16 kann daher in einen Sammelbehälter hineinfallen. Die Führung für die
Kassette ist nunmehr wieder für das Einsetzen einer nachfolgenden Kassette bereit.
ao In der vorstehenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel beschrieben* bei dem manueller Betrieb
der Vorrichtung vorgesehen ist. Es ist jedoch ersichtlich, daß für die Bewegung des Handhebels
auch ein Antrieb, beispielsweise ein kleiner Elcktromotor, vorgesehen sein könnte, wie er bei 78 in
Fig. 1 schematisch angedeutet ist. Ein solcher Motor könnte mit einem der Hebelarme 60 oder 62 getrieblich
verbunden sein.
Die vorstehende Beschreibung zeigt, daß durch die Erfindung eine verbesserte öffnungsvorrichtung geschaffen
wird, die bei Dunkelheit ein betriebssicheres öffnen von Kassetten ermöglicht, wobei die Vorrichtung
von der Bedienungsperson mit einem Mindestmaß an Kraftaufwand bedienbar ist, so daß ermüdungsfreier
Betrieb sichergestellt ist. Außerdom findet selbsttätiges Auswerfen der leeren AufwicVelspule
statt, wobei gleichzeitig die Führung für die
Aufnahme einer nachfolgenden Kassette be ro:: ■gemacht
wird. Dies trägt zusätzlich dazu bei. daß ermüdungsfreier Betrieb bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit
möglich ist.
309 509/254
Claims (4)
1. Vorrichtung zum öffnen einer zerbrechbaren Filmkassette, in deren Aufwickelkammer
eine Filmaufwickelspule drehbar gelagert ist, deren Kern an seinen beiden Enden vom
Kassettenäußeren her erfaßbar ist, wobei für die Kassette eine Führung vorgesehen ist, die zum
Einführen der Kassette an einem Ende und zum Herausschwenken der Kassette an einer Seite
offen ist, wobei mit dem die Führung bildenden Führungskörper zum Erfassen der beiden Enden
des Spulenkerns Greifer bewegbar verbunden sind, die beim Einführen der Kassette in die
Führung in ihre Greifstellur g bewegbar sind, in der die Greifer den Spulenkern festhalten, und
wobei am Führungskörper eine Schneide vorgegesehen ist, die beim Herausschwenken der
Kassette aus der Führung um den durch die Greifer festgehaltenen Spulenkern an einer Ecke
der Kassettenwand angreift, nach Patent 1597 670, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit
der Kassette (10) zusammenwirkender Hebel (66, 72) mit Handgriff vorgesehen ist, der zum Herausschwenken
der Kassette (10) aus der Führung (30, 36, 38) an dieser um eine Schwenkachse (64)
schwenkbar gelagert und aus einer Ruhelage hcrausbewegbar ist, daß die Schwenkachse (64)
im wesentlichen parallel zu der Achse des Spulenkerns (15) der in der Führung (30, 36, 38) befindlichen
Kassette (10) verläuft und daß am Hebel (66,72) ein Auswerferglied (74) bewegbar angeordnet
ist, das bei der Bewegung des Hebels (66,72) aus der Ruhelage heraus den Spulenkern
(15) überläuft und beim Zurückbewegen desselben in seine Ruhelage am Spulenkern (15)
angreift und diesen auswirft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (66,72) zwei zu
beiden Seiten der Führung (30, 36, 38) parallel zueinander verlaufende Hebelarme (60, 62) aufweist,
die durch einen quer zu diesen verlaufenden Verbindungsbügel (66) miteinander verbunden
sind, der bei in der Ruhelage befindlichem Hebel dem Eingabeteil der Führung (30, 36, 38)
benachbart verläuft und zum Zusammenwirken mit der in der Führung (30, 36, 38) befindlichen
Kassette dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein motorischer Antrieb
(78) für die Bewegung des Hebels (66, 72) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerferglied
(74) am Hebel (66, 72) schwenkbar gelagert und bei der aus der Ruhelage heraus erfolgenden Bewegung des Hebels (66, 72) beim
Überlaufen des Spulenkerns (15) durch diesen aus seiner wirksamen Auswerfstellung in eine
unwirksame Stellung schwenkbar ist und daß ein Anschlag vorgesehen ist, der beim Zuriickbewegen
des Hebels (66, 72) ein Herausschwenken des am Spulenkern (15) angreifenden Auswerferglieds
(74) aus dessen wirksamer Auswerfstellung blockiert.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen einer zerbrechbaren Filmkassette, in deren
Aufwickelkammer eine Filmaufwickelspule drehbar gelagert ist, deren Kern an seinen beiden Enden vom
Kassettenäußeren her erfaßbar ist, wobei für die Kassette eine Führung vorgesehen ist, die zum
Einführen der Kassette an «inem Ende und zum Herausschwenken der Kassette an einer Seite offen
ist, wobei mit dem die Führung bildenden Führungskorper zum Erfassen der beiden Enden des Spulenkerns
Greifer bewegbar verbunden sind, die beim Einführen der Kassette in die Führung in ihre Greifstellung
bewegbar sind, in der die Greifer den Spulenkern festhalten, und wobei am Führungskörper
eine Schneide vorgesehen ist, die beim Herausschwenken der Kassette aus der Führung um den
durch die Greifer festgehaltenen Spulenkern an einer Ecke der Kassettenwand angreift, nach Patent
1 597 670.
Die im Hauptpatent beschriebene Vorrichtung der vorstehend genannten Art dient zum Öffnen von
Filmkassetten des Typs, wie er in der USA.-Patentschrifl
3 260 182 beschrieben ist, also von Kassetten, wie sie für 126-Film im Handel sind. Bei diesen
Kassetten handelt es sich um einen nur für einmaligen Gebrauch bestimmten Artikel, der aus
Kunststoff oder einem anderen aufreiß- oder aufbrechbaren Material hergestellt ist. Diese Kassetten
bestehen aus einem vorderen Behälterteil und einem Deckel, die längs einer Trennlinie zusammengefügt
sind und nach dem Zusammenfügen einen Behälter für die Aufnahme einer Filmaufwickelspule in einer
Aufwickelkammer und eines Filmvorratswickels in einer Vorratskammer bilden. Daneben weist eine
solche Filmkassette eine Filmbühne mit einer an dieser vorgesehenen Belichtungsöffnung auf, an der
vorbei der Film durch Drehen der Aufwickelspule aus der Vorratskammer herausbewegt und auf die
Aufwickelspule gewickelt werden kann. Nach vollständiger Belichtung des Films wird die Kassette mit
dem in ihr enthaltenen belichteten Film zu einer Entwicklungsstation gesandt, wo die Kassette aufgebrochen
werden muß, damit der Film für die Entwicklung desselben von der Aufwickelspule entfernt
werden kann.
Mit der Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent lassen sich Kassetten der erwähnten Art auf einfache
Weise öffnen, wobei sich der besondere Vorteil ergibt, daß beim Aufbrechen der Kassetten nur eine
Mindestanzahl von Bruchstücken aus dem Kassettenmaterial erzeugt werden, die das belichtete Filmmaterial
verschmutzen oder zerkratzen könnten. In vorteilhafter Weise wird bei der Vorrichtung gemäß
dem Hauptpatent außerdem der Spulenkern der Aufwickelspule in den Greifern der Vorrichtung nach
erfolgtem öffnen der Kassette festgehalten, so daß der belichtete Film anschließend bequem von dei
Aufwickelspule zum Entwickeln abgezogen werden kann.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei sehr hohen" Arbeitsanfall die Gefahr besteht, daß die Bedienungsperson
der im Hauptpatent beschriebener Vorrichtung ermüdet, was zu einem Rückgang dei
Arbeitsgeschwindigkeit und zur Erhöhung der Unfallgefahr führt. Außerdem hält die Bedicnungspersor
der im Hauptpatent beschriebenen Vorrichtung beirr Vorgang des öffnens der Kassette diese in dei
Hand. Hierbei ist die Gefahr einer Verletzung ge-
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702009096 Expired DE2009096C3 (de) | 1966-11-03 | 1970-02-26 | Vorrichtung zum Offnen einer zerbrechbaren Filmkassette |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2009096C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8717167U1 (de) * | 1986-10-17 | 1988-05-05 | Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-Ashigara, Kanagawa | Mit einer Linse versehene Packung für fotografischen Film |
-
1970
- 1970-02-26 DE DE19702009096 patent/DE2009096C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8717167U1 (de) * | 1986-10-17 | 1988-05-05 | Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-Ashigara, Kanagawa | Mit einer Linse versehene Packung für fotografischen Film |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2009096C3 (de) | 1973-09-20 |
| DE2009096A1 (de) | 1970-09-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |