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DE2007511B - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbe reitung von Halmgut auf dem Feld - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aufbe reitung von Halmgut auf dem Feld

Info

Publication number
DE2007511B
DE2007511B DE19702007511 DE2007511A DE2007511B DE 2007511 B DE2007511 B DE 2007511B DE 19702007511 DE19702007511 DE 19702007511 DE 2007511 A DE2007511 A DE 2007511A DE 2007511 B DE2007511 B DE 2007511B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
stalk
kink
bending device
rollers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702007511
Other languages
English (en)
Other versions
DE2007511A1 (de
DE2007511C (de
Inventor
Wolfgang 3340 Wolfenbuttel Eder
Original Assignee
Fa Gebruder Welger, 3340 Wolfen buttel
Filing date
Publication date
Application filed by Fa Gebruder Welger, 3340 Wolfen buttel filed Critical Fa Gebruder Welger, 3340 Wolfen buttel
Priority to DE19702007511 priority Critical patent/DE2007511B/de
Priority to DK63071A priority patent/DK131701C/da
Priority to FR7105147A priority patent/FR2078637A5/fr
Priority to NL7102175A priority patent/NL7102175A/xx
Priority to GB2209471A priority patent/GB1318005A/en
Publication of DE2007511A1 publication Critical patent/DE2007511A1/de
Publication of DE2007511B publication Critical patent/DE2007511B/de
Priority to DE19722225675 priority patent/DE2225675A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrilft ein Verfahren zur Aufbereitung gemähten Halmgutcs auf dem Feld, wobei die Gtifsstcngcl mehrfach geknickt und aufgerissen werden.
Derartige Verfahren dienen zur Verkürzung der Trocknungszeit und damit zur Verminderung des Wetteirisikos bei der Hetiwerbung. Durch das Knicken oder Zerquetschen der Stengel bei weitgehender Schonung der empfindlichen Blatteilc soll das Miihgiit so aufbereitet werden, daß Blatteile und Stengel möglichst gleich schnell trocknen. Dabei sollen Halme oder Ulalteile nicht zerrissen und zerkleinert werden, da sich solche Kur/teile in der Sioppei verlieren und einen empfindlichen Filragsverlusi bedeuten.
Bei bekannten Verfahren wird das Mähgut vom Hoden mit einer verhältnismäßig niedrigen Geschwindigkeit aufgenommen und in Form eines Teppichs zwischen ein Walzeiipaar mit ähnlich niedriger Umfangsgeschwindigkeit hindurchgeleitet, wobei das Gut
i" entweder zerquetscht oder geknickt wird. Damit bei diesen Verfahren eine möglichst weitgehende Quetschoder Knickwirkung in allen Gutsschichten einlritt, muß der Guisleppieli möglichst dünn gehalten werden, wodurch eine nur unbefriedigend niedrige Durclu.utzleistung erzielbar ist.
Um bei Vorrichtungen zur Ausführung dieser bekannten Verfahren die duuli Gutszerkleinerung eintretenden Blattverluste möglichst gering zu halten, isl bereits vorgeschlagen worden, zwei profilierte, entgegengesetzt und synchron angetriebene Knickwalzen in solchem Abstand zu lagern, daß sie mit ihren leislenartigen Vorsprüngen berührungslos ineinandergreifen, wodurch ein mechanisches Zerquetschen des Gutes vermieden werden soll. Da jedoch das Gut in einer leppiehartigen Schicht von einigen Zentimetern Stärke hindurchgeht, triti trotzdem ein Zerquetschen und Zerreißen der äußeren Lagen des Gutsteppichs ein. Die initiiere Gutsschicht dagegen wird weder von den Walzen berührt noch geknickt, wodurch keine wirkungsvolle Aufbereitung stattfindet.
Ein anderes bekanntes Aufbereitungsverfahren beruht darauf, das Halmgut mit niedriger Relativgeschwindigkeit einer schnell rotierenden Schlagtrommel zuzuführen und nutzt die verletzende, zerschlagende Wirkung der Schlagwcrkzeuge, verbunden mit dem folgenden Zerreiben an der die Schlagtrommel abdeckenden Leitwand. Bekannte Geräte zur Ausführung dieses Verfahrens bearbeiten cias Halmgut mit einer rotierenden Schlagtrommel, die pendelnd oder fest angeordnete Schlagmesser aufweist. Um zu vermeiden, daß durch diese Schlaggeräte Erde mit abgefräst und dem Erntegut beigemengt wird, ist auch schon vorgeschlagen worden, die Schlagtrommel erhöht anzuordnen und ihr einen bekannten Aufsammler vorzuschallen. In einen anderen Falle ist auch die Verschaltung eines Mähwcrkcs vor die Schlagtrommel bckaiintgcmacht worden.
Allen diesen Schlagtrommclgerätcn haftet der verfahrensbedingte große Nachteil aii. daß das mit gcringer Kclativgcschwindigkcit in den Schlagtrommelbercich gelangende Halmgut zerrissen, mit großer Beschleunigung durch den Spalt /wischen der Schlagtrommcl und dem sich darüber erstreckenden Leitblech geschoben und an diesem stark zerrieben wird.
Dabei erleiden die empfindlichen Blattteile die stärksten Beschädigungen, und in der nachfolgenden Bodenlrockniing tritt nicht die gewünschte gleichmäßige Abtrocknung, sondern das Gegenteil ein.
Das crfinclungsgcmäßc Verfahren ermöglicht es, auch bei großer Durchsatzlcistung alle Gutsteile unmittelbar und wirkungsvoll aufzubereiten, ohne daß das Gut in Kurzteile zerrissen oder zerkleinert wird. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gut auf eine Geschwindigkeit von mehr als 10 m/s
f>5 beschleunigt und ohne Verwendung feststehender Gleit- und Prnllflächen ein- oder mehrmals gegen einen sich senkrecht zur Gutsflußrichtung bewegenden harten Widerstand geworfen und von diesem
fortlaufend ciwa rcuiusvinklig abgeknickt, in die neue Ilul.inchtung abgelenkt und dann zu einem lockeren Schwad abgelegt wird.
Durch die hohe Beschleunigung des Gutes vom Aufnehmen an wird ein dünner Gulssehleier erzeugt, und alle Halme treffen fortlaufend auf den vorgesehenen hallen Widerstand auf, so daß die Aufbereitung rine vollständige ist.
Line Vorrichtung zur Ausführung des erfiridungsj!L-mäl.len Verfahrens ist vorzugsweise ein Slengclknickuerät, das in bekannter Weise mit mindestens einer quer zur Gutslhißriclitung angeordneten, angetriebenen Knickwalze ausgerüstet ist. Es ist erlintlungsgemäß mit einei sehnellaul'eiiden Aufnehme=- tronimel versehen, in deren Wurfbahn eine mit noch liöherer Umfaiigsgesehwindigkeii umlaufende, an ihrem Umfang mit Rippen besetzte Knickwalze so ungeordnet ist, dall sie das aufprallende Gut etwa rechtwinklig nach unten ablenkt. Dieser Knickwalze Kann vorteilhafterweise auch eine /.weite, nach oben liblenkende Knickwalze, die in der Wurfbahn der ersten angeordnet ist, nachgeschaltet werden.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird das Halmgut vom Aufnehmer gegen die erste Knickwalze geworfen und von dieser nach unten abgelenkt. Dabei erhalten Stengel fortlaufend Einknickungen, ohne tlaß das Gut gequetscht oder zerrieben wird. Wird das Gut nun. gegen ei no weitere Knickwake geschleudert, so wiederholt sich der Knickungsvorgang. Da die schweren Gutstciie, nämlich die Stengel und ihre Knoten, eine größere Wurfenergie aufweisen als die leichten Teile, wie Blätter und Hälmchen, und den Luftwiderstand wirkungsvoller überwinden, werden sie beim Aufprall auf jeden harten Widerstand stärker beansprucht und wirkungsvoller aufgeschlossen. Um einen leichten Durchgang des Gutes durch das 'Gerät zu gewährleisten, _;"de Quetschung zu vermeiden und Verstopfungen zU verhindern, ist zwischen -den Knickwalzen jeweils ein freie: Durchgang vorgesehen, der mindestens der Dicke des unverdichtcten, losen Gutsschlciers entspricht.
Vorteilhafterweise wird die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Knickwalzc höher als die der Aufnehmcrt.ommcl und die der zweiten Knickwalze höher als die der ersten gewählt, /.. B. 15, 20, 25 m/s. Damit wird eine stetige Beschlcunigu ', und damit Verdünnung des Gutsschlciers erzielt, wodurch die Wirkung der GutsauiLcrcitung verbessert wird.
Die Rippen oder Leisten der Knickwalzcn können parallel zur Walzenachse oder in Schraubenlinien, möglicherweise auch pfcilförmig verlaufend, angeordnet sein; durch die schraubenförmige Anordnung werden auch Halme erfaßt, die parallel zur Walze ankommen und von achsparaiielcn Rippen nicht bearbeitet wurden.
Hin Ausführiingsbeispiel der Erfindung ist in dci Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Hs zeigt
Fig. I einen Längsschnitt durch ein Steiigclkniekgerät und
Fig. 2 eine Draufsicht auf das gleiche Gerät, bei welcher die Abdeckhaube und das Abwurfleilblech zur Hälfte weggelassen sind, und unter Fortlassunu des gesamten Antriebes.
ίο Der Rahmen des Stengelknickgerätes ist in bekannter Weise an der Dreipunkthydraulik des Schleppers aufgehängt. Hr besteht aus einem Querrohr 1 und zwei parallelen Tragarmen 2, an denen die Seilenwände 3 befestigt sind. An diesen sind der Aufnehmer 4, die erste Knickwalze 5 und die zweite Knickwalze 6 gelagert.
Die Aufnehmertrommel 4 weist vier Tragrohre 7 auf, an denen ungesteuerte Doppeifederzinken 8 hefestigi sind. Die Knickvvalzen 5 und 6 bestehen aus einem polygonen Zylinderkc'per mit aufgeschweißten, radial abstehenden Stegen £.
Alle dru Trommeln sind gestcllfest gelagert. Sie werden in Richtung der eingezeichneten Pfeile angetrieben. Der Antrieb erfolgt von der Schlepperzapfwelle über eine Gelenkwelle 10, ein Winkelgetriebe 11 und Keilriemen 12 und 13. Die Umfangsgeschwindigkeit der Aufnehmertrommel 4 beträgt etwa 15 m/s, die de ersten Knickwalze 5 20 m/s und die der zweiten Knickwalze 6 25 m/s. Alle Drehzahlen können durch Austausch der Keilriemenscheiben geändert werden.
Das Gehäuse weist hinter den Knickwalzcn ein Abwurfleitblech 14 auf, an welchem verstellbare Führungsstege 15 angeordnet sind.
Das Mähgut wird durch die Aufnehmertrommel 4 aufgehoben und in Richtung des Pfeiles 16 gegen die erste Knickwalze 5 geschleudert. Die Rippen 9 dieser Walzen knicken die aufprallenden Stengel etwa rechtwinklig ab und werfen das bereits aufgeschlossene Gut in Richtung des Pfeiles 17 gegen die zweite Wurfwalze 6, von welcher es mit nochmals erhöhter Geschwindigkeit rechtwinklig in Richtung des Pfeiles 18 abgelenkt und geknickt und gegen das Abwurfleitblech 14 geworfen wird, von dem es zum Erdboden hin abfällt. Die Stengel werden in kurzen Abständen fortlaufend geknickt, ohne zerquetscht, zerrieben oder zerrissen zu werden.
Da die Aufbereitung ausschließlich durch die Wurfenergie erfolgt, werden die leichten Blattcile nur wenig beschädigt. Das aufbereitete Gut ist so aufgeschlossen, daß sowohl die leichten als auch die schweren Teile gleichmäßig schnell getrocknet werden. Die Ausstreuung auf dem Feld kann durch Verstellung der Führungsstcgc 15 wahlweise breit oder schmal erfolgen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Aufbereitung gemähten 1 IaImuuIl··. aiii dein Feld, wobei die Gutsslenyel mehrlach geknickt und aufgerissen werden, d a d u r e Ii g e k e Ii η ζ e i c Ii η e I , daß das Gut auf eine Geschwiiuligkeil von mehr als IO m/s beschleunigt und ohne VeiWendung feststehender Gleit- und l'iall!lachen ein- oder mehrmals gegen einen sich senkrecht zur Gutsflußrichtung bewegenden harten Widersland geworfen und von diesem fortlaufend eiua rechtwinklig abgeknickt, in die neue l-'lußrichlimg abgelenkt und dann zu einem lockeren Schw ad abgelegt wird.
2. Stenuelknickgerät zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit mindestens einer quer zur Gutsflußnchtimg angeordneten, angetriebenen Knickwalze, dadurch gekennzeichnet, daß eine schnelhui.ende Aufnehmertrommel (4) vorgesehen ist, in deren Wurfbahn (16) eine mit noch höherer Umfangsgeschwindigkeit umlaufende, an ihrem Umfang mit Rippen (9) besetzte Knickwalze (5) so angeordnet ist, daß sie das aufprallende Gut etwa rechtwinklig nach unten ablenkt.
3. Stengelknickgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine zweite, nach oben ablenkende Knickwalze (6) in der Wurfbahn (17) der ersten (5) ar -•eordnet ist.
4. Stengelknickgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Knickwalzen (5, 6) ein freier Durchgang vorgesehen ist, der mindestens der Dicke des unverdichtctcn, losen Gutsschleiers entspricht.
5. Stengelknickgerät nach den Ansprüchen 2 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die radial abstehenden Rippen (9) der Knickwalzen (5,6) parallel zur Walzenachse oder in Schraubenlinien \ erlaufen.
6. Stengelknickgerät nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß hinter den Knickwalzcn in an sich bekannter Weise ein nach hinten und linien leitendes Abwurflcitblech (14) mit festen oder verstellbaren Fülmingsstcgcn (15) angeordnet ist.
7. Stengelknickgerät nach den Ansprüchen 2 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß die schnellaufende Aiifnchmertrommcl (4) mit ungesteuerten, radial abstehenden Federzinken (8) bestückt ist.
DE19702007511 1970-02-19 1970-02-19 Verfahren und Vorrichtung zur Aufbe reitung von Halmgut auf dem Feld Pending DE2007511B (de)

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DE19702007511 DE2007511B (de) 1970-02-19 Verfahren und Vorrichtung zur Aufbe reitung von Halmgut auf dem Feld
DK63071A DK131701C (da) 1970-02-19 1971-02-12 Fremgangsmade og redskab til knekning og oprivning af afmejetstraafgrode pa marken
FR7105147A FR2078637A5 (de) 1970-02-19 1971-02-16
NL7102175A NL7102175A (de) 1970-02-19 1971-02-18
GB2209471A GB1318005A (en) 1970-02-19 1971-04-19 Method and implement for conditioning cut hay adnd silage crops in the field
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