DE2004479C3 - Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers aus faserverstärktem Kunststoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers aus faserverstärktem KunststoffInfo
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Description
50 Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren /ur
Herstellung eines Hohlkörpers aus faserverstärktem Kunststoff mit Verstärkungsringen, z. B. eines Behältermantels
oder eines Rohres, bei dem auf einen sich drehenden. Umfangsrippen aufweisenden Dorn Zugfasern,
ζ. B. Glasfasern, aufgebracht und diese mit kunststoffgetränkten Fasern überwickelt werden.
Mittels Fasern verstärkte Hohlkörper werden für viele Zwecke verwendet. Besonders vorteilhaft sind
sie dort, wo es auf Beständigkeit gegen chemische An- ^0
griffe ankommt. Dies gilt z. B. für Ölbehälter. Aus faserverstärktem Kunststoff bestehende Ölbehälter
können nicht rosten, so daß die Gefahr einer Grundwasserverseuchung infolge Leckwerdens eines Behälters
vermieden ist. g5
Die Festigkeitswerte von Hohlkörpern aus faserverstärktem Kunststoff werden fast ausschließlich
durch die zugfesten Fasern bestimmt. Der Kunststoff
479 hat im wesentlichen nur die Aufgabe, die Fasern zusammenzuhalten
und die Wand durch Ausfüllen der Zwischenräume zwischen den Fasern dicht zu machen.
Da die Fasereinlage sowohl axial als auch radial Spannungen aufnehmen soll, müssen die Fasern so verlegt
werden, daß sie diese Aufgabe erfüllen können. Man kennt zwei hauptsächliche Verlegungsarten. Bei der
ersten Art (USA.-Patentschrift 2718583), die als Radialverfahren
bezeichnet werden kann, werden Faserstränge (sogenannte Rovings) oder Faservliese oder
auch Fasergewebe auf einem glatten Wickelkern zunächst parallel zu dessen Achse verlegt. Danach werden
bei sich drehendem Kern Fasern zugeführt und auf die in Längsrichtung verlegten Fasern aufgewikkelt,
nachdem sie zuvor zum Zwecke ihrer Tränkung mit Kunststoff durch ein Bad aus flüssigem Kunststoff
gezogen wurden. Hierbei läßt sich nicht erreichen, daß die parallel /ur Trommelachse verlaufenden Fasern
gestreckt sind. Nicht gestreckte Fasern sind für die Festigkeit des Hohlkörpers ungünstiger als gestreckte
Fasern.
Bei der /weiten bekannten Verlegungsart (britische Patentschrift 105h 142), die als Kreuzwickelverfahren
bezeichnet wird, werden die Fasern wendelförmig auf einem glatten Wickelkern verlegt, und /war abwechselnd
mit entgegengesetztem Steigungssinn, so daß Lagen aus sich überkreuzenden Fasern entstehen. Als
idealer Steigungswinkel ergibt sich rechnerisch für einen zylindrischen Hohlkörper ein Winkel von etwa
54 . Bei Kreuzwickelverfahren besteht der Nachteil, daß der Steigungswinkel an den Enden des Hohlkörpers,
an denen die Verlegungsvorrichtung ihre Bewegungsrichtung umkehrt, sehr stark abnimmt und im
Umkehrpunkt sogar Null ist. Die axiale Festigkeit an den Körperenden ist deshalb sehr gering, so daß diese
Enden oft als unbrauchbar entfernt werden müssen Um bis /um Hohlkörperende den günstigsten Steigungswinkel
beibehalten zu können, wurde auch schon ein Verfahren entwickelt, bei dem an den Enden
des Hohlkörperseine Krempe angebracht wurde, über
die bei der Bewegungsumkehr der Verlegevorrichtung gewickelt wurde.
Es sind auch faserverstärkte Behälter bekannt (USA.-Patentschrift 3412891:, deutsche Offenlegungsschrift
1937973), die im Abstand voneinander angeordnete rippenartige Erweiterungen aufweisen,
die mit der übrigen Wand des Hohlkörpers aus einem Stück bestehen und in deren Bereich wesentlich mehr
sich in Umfangsrichtung des Hohlkörpers erstrekkende Fasern angeordnet sind als in den /wischen den
Erweiterungen liegenden Wandteilen. Durch eine solche Konstruktion wird im Vergleich mit Behältern,
die eine glatt durchlaufende Wand haben, eine wesentliche Erhöhung der Formsteifigkeit erzielt.
Es ist auch bekannt (französische Patentschrift l5h2905), Versteifungsrippen auf eine an sich glatt
durchlaufende Behälterwand aufzusetzen und durch Überwickeln des gesamten Behälters mit einer dünnen
Schicht aus Glasfasern an der Wand zu fixieren. Dieses Herstellungsverfahren ist aufwendig, da die
Rippen in separaten Arbeitsgängen hergestellt werden müssen.
Bei der Herstellung von Rohren, d. h. von im Verhältnis zu ihrem Durchmesser langen Gebilden, ist es
bekannt (französische Patentschrift 1312 754), parallel
zur Längsachse des Rohres verlaufende Zugfasern mittels besonderer Spannvorrichtungen zu straffen.
Hierzu ist ein beträchtlicher apparativer Aufwand er-
3 4
forderlich, der sich nicht ohne weiteres auf die Her- aus zugiesten Fasern besteht. Da der umhüllende
stellang großer Hohlkörper, wie z. 3. Heizöltanks., Kunststoff nur eine geringe Festigkeit hat, läßt sich
übertragen lassen wurde. Die Uberwicklung der Zug- die Trennung sehr leicht durchführen,
fasern erfolgt bei dem bekannten Verfahren von einer Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
Wickelstelle aus. . . Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
In dem älteren deutschen Patent 1950 108 wird Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Wickelvorrichtung
vorgeschlagen, beim Kreuzwickeln abschnittsweise in schematischer Darstellung,
gleichzeitig zu wickeln und in den Grenzbereichen der Fig. 2 einen Querschnitt durch die Wand des Dor-
Abschnitte Überlappungen herzustellen, wodurch in nes und durch eine lose auf diesen aufgelegte Schicht
diesen Grenzbercchen als Versteifungsrippen wir·- io von parallel zur Dornachse verlaufenden Fasern,
kende Verdickungen entstehen. Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt
Der Erfindung hegt die Aufgabe zugrunde, ein nach Beginn des Aufwickeins der in Umfangsrichtung
Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzubil - verlaufenden Fasern,
den, daß sich mit ihm unter Vermeidung besonderer Fig. 4 einen den Fig. 2 und 3 entsprechenden
Spannvorrichtungen parallel zur Behälterachse orien- 15 Schnitt nach Beendigung des Wickelvorganges,
tierte Zugfasern gestreckt verlegen lassen. Fig. 5 eine Manteiabwicklung eines im Kreuzwik-
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch kelverfahren bewickelten Domes in schematischer
gelöst, daß auf den Dorn zunächst parallel zur Dorn- Darstellung,
achse verlaufende Zugfasern in Form von Rovings, Fig. 6 einen radialen Schnitt durch einen Hohlkör-
Gelegen oder Geweben aufgebracht werden, wobei 20 per und
diese im wesentlichen nur auf den Rippen aufliegen Fig. 7 einen radialen Teilschnitt durch einen Hobl-
und daß die so aufgebrachte Lage in jedem Abschnitt körper, der am Ende durch einen Boden abgeschlos-
zwischen zwei benachbarten Rippen gleichzeitig sen ist.
überwickelt wird. Die in Fig. 1 dargestellte Wickelvorrichtung be-
Bei diesem Verfahren werden die sich längs den 25 steht im wesentlichen aus dem Dorn 1 und der Zufüh-Dorn-Mantellinien
erstreckenden Fäden gespaanl, rungsvorrichtung 2 für die zugfesten Fasern,
weil sie nach dem Anlegen an den Dorn eine größere Der Dorn 1 hat einen Körper 3 und eine Welle 4, Länge belegen müssen als nach dem losen Auflegen, die in Lagern S drehbar gelagert ist. Auf dem Dornbei dem die Zwischenräume zwischen den Rippen in mantel sind in gleichmäßigen Abständen Rippen 6a wesentlichen frei überspannt werden. Durch das Fest- 30 und 6g angeordnet. Der Dorn ist insgesamt zusamhalten der Fäden an mehreren Stellen werden beson- menklappbar, so daß er aus einem auf den Dorn aufdere Festhaltevorrichtungen vermieden. Durch das gewickelten Körper herausziehbar ist.
selbsttätige Spannen der Fäden beim LImwickeln er- Die Rippen 6a bis 6g können fest mit dem Dorn 3 hält man eine gestreckte Verlegung und dadurch die verbunden sein. Sie können aber auch als lose zusam-Sicherheit, daß bei Zugbeanspruchungen des Hohl- 35 menklappbare Einzelteile ausgebildet sein,
körpers die Zugkräfte tatsächlich auf die Zugfasern Die Zuführungsvorrichtung 2 hat eine Schlittenübertragen werden. Dies wirkt sich in der Praxis in führung 7, auf der im dargestellten Fall insgesamt fünf einer wesentlichen Gewichtsverminderung aus. Gt- Schlitten 8a bis 8e in einer zur Achse des Domes 1 genüber Hohlkörpern gleicher Größe und gleicher parallelen Richtung verschiebbar sind. Die Schlitten Festigkeit mit ungespannten Fasern läßt sich eine Ge- 40 8a bis 8e sind durch schematisch als Doppelstriche wichtsersparnis von 20 r/r erzielen, wodurch zugleich dargestellte Verbindungsglieder 9 miteinander geeine wesentliche Verbilligung durch geringeren kuppelt. Auf den Schlitten 8a bis Se können sich Be-Wcrkstoffaufwand erzielt wird. halter befinden, die mit flüssigem Kunststoff gefüllt
weil sie nach dem Anlegen an den Dorn eine größere Der Dorn 1 hat einen Körper 3 und eine Welle 4, Länge belegen müssen als nach dem losen Auflegen, die in Lagern S drehbar gelagert ist. Auf dem Dornbei dem die Zwischenräume zwischen den Rippen in mantel sind in gleichmäßigen Abständen Rippen 6a wesentlichen frei überspannt werden. Durch das Fest- 30 und 6g angeordnet. Der Dorn ist insgesamt zusamhalten der Fäden an mehreren Stellen werden beson- menklappbar, so daß er aus einem auf den Dorn aufdere Festhaltevorrichtungen vermieden. Durch das gewickelten Körper herausziehbar ist.
selbsttätige Spannen der Fäden beim LImwickeln er- Die Rippen 6a bis 6g können fest mit dem Dorn 3 hält man eine gestreckte Verlegung und dadurch die verbunden sein. Sie können aber auch als lose zusam-Sicherheit, daß bei Zugbeanspruchungen des Hohl- 35 menklappbare Einzelteile ausgebildet sein,
körpers die Zugkräfte tatsächlich auf die Zugfasern Die Zuführungsvorrichtung 2 hat eine Schlittenübertragen werden. Dies wirkt sich in der Praxis in führung 7, auf der im dargestellten Fall insgesamt fünf einer wesentlichen Gewichtsverminderung aus. Gt- Schlitten 8a bis 8e in einer zur Achse des Domes 1 genüber Hohlkörpern gleicher Größe und gleicher parallelen Richtung verschiebbar sind. Die Schlitten Festigkeit mit ungespannten Fasern läßt sich eine Ge- 40 8a bis 8e sind durch schematisch als Doppelstriche wichtsersparnis von 20 r/r erzielen, wodurch zugleich dargestellte Verbindungsglieder 9 miteinander geeine wesentliche Verbilligung durch geringeren kuppelt. Auf den Schlitten 8a bis Se können sich Be-Wcrkstoffaufwand erzielt wird. halter befinden, die mit flüssigem Kunststoff gefüllt
Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl an- sind und durch die die zugfesten Fasern, in der Regel
wendbar, wenn in an sich bekannter Weise längs Um- 45 Glasfaden, durchgezogen werden,
fangslinien bewickelt wird, als auch dann, wenn in an /ur /uführungsvorrichtung 2 gehört auch ein Ge-
sich bekannter Weise längs sich kreuzender Schrau- stell M). in dem die Spulen mit den /ugfesten Fasern
benlinien bewickelt wird, wobei die Steigungsrithtung untergebracht werden. Die Spulen sind dort in nicht
am äußeren Bereich der einen Wickelabschnitt be- näher gezeigter Art und Weise gelagert. Von mehre-
gren/enden Rippen umgekehrt wird. Im letzteren Fall 50 ren Spulen werden Fäden 11 zu einem Schlitten 8 ge-
ist es von Vorteil, wenn gemäß einer Weiterbildung führt und treten am vorderen Ende des Schlittens nach
der Erfindung vor Umkehrung der Steigungsrichtung einer Art Bündelung aus dem Schlitten aus, wie dies
über einen Teil des Dornumfanges längs die Wickel- aus Fig. 1 deutlich zu ersehen ist.
abschnitte begrenzenden Rippen gewickelt wird. In den Fig. 2 bis 4 ist der Aufbau eines Hohlkörpers
Hierdurch erhält man an der Umkehrstelle der Stei- 55 in verschiedenen Schritten dargestellt. Zunächst wird
gungsrichtung eine gute Verankerung der Fäden und (dargestellt in Fig. 2) auf den Dorn 3 eine Schicht aus
eine große Steifigkeit in radialer Richtung. F-usern 12 aufgelegt, die sich parallel zur Dornachse
Die vorstehend für das Radialverfahren und das erstrecken. An Stelle einzelner Fäden kann auch ein
Kreuzwickelverfahren angegebenen Verfahren mit Fasergewebe aufgelegt werden. Wie Fig. 2 zeigt, lie-
anschnittsweiscr Bewicklung eignet sich auch zur 60 gen die Fasern 12 nur auf den Rippen 6 auf, so daß
gleichzeitigen Herstellung von zwei oder mehr Hohl- im Bereich zwischen den Rippen, zwischen den
körpern. In diesem Fall werden am Dorn unmittelbar Dornmantel 3 und den Fasern Zwischenräume 13
nebeneinander zwei Rippen angeordnet, und es wird verbleiben. Nach dem Auflegen der Fäden 12 werden
in jedem Wickelabschnitt beiderseits der beiden Rip- auf diese Fäden 11 aufgewickelt. In Fig. 3 ist der Zu-
pen nur jeweils eine Rippe bewickelt. Es ist dann leicht 65 stand bei Beginn der Bewicklung in Umfangsrichtung
eine Trennung zwischen den Rippen möglich. Eleiim dargestellt. Bei diesem Wickelvorgang dreht sich der
Kreuzwickelverfahren wird vermieden, daß über dip Dorn 3, und die Fäden 11 werden durch den sich dre-
«nätere.Trennstelle des Hohlkörpers eine Verbindung henden Dorn aus dem Schlitten 8a bis 8e herausgezo-
gen. Sie können dabei innerhalb der Schlitten ein Kunststoffbad durchlaufen, so daß sie beim Auflaufen
auf den Dorn von flüssigem Kunststoff umgeben sind. Die Fäden 11 drücken die Fäden 12 nach unten, wobei
diese gespannt und damit geradegestreckt werden. Die Schlitten 8a bis 86 bewegen sich entsprechend
dem Doppelpfeil 14 hin und her, wobei jede der Vorrichtungen einen Abschnitt bewickelt, wie er in Fig. 1
mit den eckigen Klammern 15u bis 15e angedeutet ist. Hieraus ergibt sich im Bereich der Rippen 6a, 6h.
6c, 6/ und 6g eine Überlappung der Wickellagen. Dies bedeutet einen doppelten Auftrag an Fäden im
Bereich der Rippen und eine Verzahnung der Schichten miteinander, da der Auftrag wechselweise erfolgt.
Die Schlitten 8c, 8d sind so eingestellt, daß der Schlitten
8c nur die Rippe 6d und der Schlitten Sd nur die Rippe 6e mit Fasern versorgt, so daß also an dieser
Stelle eine Überlappung nicht eintritt. Nach Auftrag von z. B. acht Schichten aus Fasern ist die Bewicklung
beendet. Der Vorschub während der Bewicklung ist derart, daß die Steigung der Wendel gleich der
Breite b des Bandes aus den Fäden 11 ist.
Die Verwendung mehrerer Schlitten 8 hat den Vorteil, daß der Bewegungsbereich eines Schlittens
verhältnismäßig klein ist und daß deshalb die Fasern zwischen dem Gestell 10 und den Schlitten nur wenig
abgelenkt werden, so daß der Abstand des Gestelles 10 von den Schlitten gegenüber konventionellen Vorrichtungen
mit nur einem Schlitten stark vermindert werden kann.
Nach dem Bewickeln wird der Kunststoff ausgehärtet, und zwar im allgemeinen unter Wärmeeinwirkung.
Danach wird der Dorn 3 zusammengeklappt und aus dem Hohlkörper herausgezogen. Wenn die
Rippen 6 fest mit dem Dornmantel verbunden sind, muß dieser so weit zusammengeklappt werden, daß
der Außenumfang der Rippen kleiner ist als der Inp.en.urnfangdes
Behälters. Wenn die Rippen lose Teile sind, genügt ein geringfügiges Zusammenklappen des
Domes. Nach dem Herausziehen des Domes werden dann die Rippen zusammengeklappt und aus dem
Hohlkörper herausgezogen.
In Fig. 1 ist die gleichzeitige Herstellung von zwei Hohlkörpern dargestellt. Der eine dieser Hohlkörper
erstreckt sich von der Rippe 6a bis zur Rippe 6d und der andere von der Rippe 6e bis zur Rippe 6g. Über
die Trennungsebene zwischen den Rippen 6d und 6e
hinweg werden keine Fäden gewickelt, so daß dort auch beim Kreuzwickeln nur eine Verbindung durch
Kunststoff vorhanden ist, die sich sehr leicht trennen läßt.
In Fig. 5 ist das Kreuzwickelverfahren dargestellt.
das auch mit einer Vorrichtung entsprechend Fig. 1 durchgeführt werden kann. Beim Kreuzwickelverfahren
ist die Hin- und Herbewegung der Schlitten 8 auf die Drehbewegung des Domes so abgestimmt, daß
die Fäden 11 mit einem Steigungswinkel α von etwa
ic. 54" aufgewickelt werden. In den Endstellungen, also
vor der Umkehr der Bewegungsrichtung, bleiben die Verlegevorrichtungen eine kurze Zeit stehen, während
sich der Dorn 3 weiterdreht. Hierdurch werden die Fäden 11 bei 16 über einen Teil des Umfanges
des Kernes 3 genau in Umfangsrichtung aufgewickelt. Die Teile 16 der Fäden ergeben die erwünschte große
Festigkeit in radialer Richtung. Gleichzeitig hat das radiale Aufwickeln den Zweck, den Faden gut am
Dorn zu verankern, bevor die Steigungsrichtung des Fadens umgekehrt wird, was bei entgegengesetzter
Bewegungsrichtung des Schlittens der Fall ist. Auf diese Weise kann der günstige Winkel α überall beibehalten
werden. Im Bereich der Rippen 6/, 6g entsteht wieder eine Überlappung und Verzahnung der
einzelnen Wickelschichten. Im Bereich der Rippen 6d und 6e wird auf eine Überlappung wieder verzichtet,
so daß dort eine leichte Trennung der beiderseits der Teile 6e, 6d befindlichen Teile des Hohlkörpers möglich
ist.
In Fig. 6 ist der Hohlkörper, der entsprechend Fig. 5 gewickelt wurde, im Schnitt dargestellt. Die
doppelte Belegung mit Fäden im Bereich der Verstärkungen 17, 18, die über den Rippen 6/, 6g gebildet
wurde, ist dargestellt. Zum Unterschied hierzu ist bei 19 und 20 im Bereich der Rippen 6d. 6e nur eine
einfache Belegung vorhanden.
In Fig. 7 ist dargestellt, wie an dem Hohlkörper ein Boden 21 befestigt werden kann. Der vorgefertigte
Boden wird mit seinem Rand an die Endrippe 20 an-
gelegt und dort festgeheftet, z. B. durch Kleben. Danach wird im Bereich der Verbindungsstelle eine
Bandage 22 aufgetragen. Diese kann wieder durch ein Kreuzwickelverfahren hergestellt werden. Man kann
jedoch auch radial ein Gewebeband auftragen.
Die Rippenstärke der Rippen 17,18 oder auch der in Fig. 4 gezeigten Rippen kann beispielsweise in der
Größe vom 2j5fächen der übrigen Wandstärke des
Hohlkörpers liegen.
Claims (6)
1. Verfahren zur 1 lerstellung eines Hohlkörpers
*us faserverstärktem Kunststoff mit Verstär-Üungsringen,
z. B. eines Behältermantels oder eines Rohres, bei dem auf einen sich drehenden.
Umfangsrippen aufweisenden Dorn Zugfasem, ι. B. Glasfasern, aufgebracht und diese mit kunststoff
getränkten Fasern überwickelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Dorn zunächst parallel zur Qornachse verlaufende Zugfasern
in Form von Rovings, Gelegen oder «Geweben aufgebracht werden, wobei diese im wesentlichen
nur auf den Rippen aufliegen, und daß die so aufgebrachte Lage in jedem Abschnitt zwischen zwei
benachbarten Rippen gleichzeitig überwickelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Rippen die Bewicklungen der einzelnen Abschnitte schichtenweise
überlappt werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in an
sich bekannter Weise längs Umfangslinien bewickelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise
längs sich kreuzenden Schraubenlinien bewickelt wird, wobei die Steigungsrichtung am äußeren
Bereich der einen Wickelabschnitt begrenzenden Rippen umgekehrt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor Umkehrung der Steigungsrichtung über einen Teil des Dornuinfanges längs
die Wickelabschnitte begrenzenden Rippen gewickelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
gleichzeitiger Herstellung von zwei oder mehr Hohlkörpern am Dorn unmittelbar nebeneinander
zwei Rippen angeordnet werden und daß in jedem Wickelabschnitt beiderseits der beiden
Rippen nur jeweils eine Rippe überwickelt wird.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702004479 DE2004479C3 (de) | 1970-01-31 | Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers aus faserverstärktem Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702004479 DE2004479C3 (de) | 1970-01-31 | Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers aus faserverstärktem Kunststoff |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2004479A1 DE2004479A1 (en) | 1971-08-05 |
| DE2004479B2 DE2004479B2 (de) | 1975-10-02 |
| DE2004479C3 true DE2004479C3 (de) | 1976-05-13 |
Family
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