DE20022887U1 - Dichtung für Fahrzeugdächer - Google Patents
Dichtung für FahrzeugdächerInfo
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Description
Webasto Vehicle Systems International GmbH Kraillinger Str. 5, D-82131 Stockdorf
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtung für Fahrzeugdächer gemäß Oberbegriff von Anspruch 1. Eine gattungsgemäße Dichtung ist beispielsweise aus DE 32 46 577 A1 bekannt.
Bei Dichtungen zum Abdichten eines Spalts zwischen zwei Teilen, insbesondere wenn diese relativ zueinander verstellbar sind, stellen sich die Probleme, dass ein gewisser Toleranzbereich für die Teile abgedeckt werden soll, wobei sich die Dichtung möglichst im gesamten Toleranzbereich im optimalen Arbeitsbereich befinden soll, da sonst beispielsweise ein schlechtes Rückstellverhalten auftretenkann, was bei Fahrzeugdächem beispielsweise Wassereintritt und/oder Windgeräusche mit sich bringen kann. Ferner ist der Bauraum bei Fahrzeugdächern beschränkt, so dass Dichtungen mit großem Arbeitsbereich, die aber auch einen großen Bauraum erfordern, nicht verwendet werden können.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dichtung für Fahrzeugdächer zum Abdichten eines Spalts zwischen zwei Dachteilen, die relativ zueinander verstellbar sind, zu schaffen, die einen großen Arbeitsbereich bei akzeptablem Bauraumerfordernis aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dichtung, wie sie in Anspruch 1 definiert ist.
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Bei dieser Lösung ist vorteilhaft, dass das magnetische Element eine zusätzliche Anpresskraft des Dichtungselements an das zweite Dachteil liefert, wodurch der Arbeitsbereich der Dichtung vergrößert wird und die Dichtwirkung somit erhöht wird. Ferner kann dadurch die Federsteifigkeit des Materials des Dichtungselements geringer als üblich sein und es wird ein fester Sitz in allen Lagen erzielt. Insbesondere wird auch in dem Fall eine zufriedenstellende Dichtwirkung erzielt, wenn aufgrund von Toleranzen der Spalt zwischen den beiden Dachteilen größer als geplant ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Dichtung in Querschnittsdarstellung gemäß einer ersten Ausführungsform; und
Fig. 2 eine Ansicht wie Fig. 1, wobei jedoch eine zweite Ausführungsform gezeigt ist.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist in schematischer Darstellung im Querschnitt ein Ausschnitt aus einem Fahrzeugdach gezeigt, wobei ein Spalt 10 zwischen dem Deckel 12 eines Schiebe-, Schiebe-Hebe- oder Spoilerdaches und einem Teil 14 eines Rahmens, welcher zur Lagerung des Deckels 12 in der Dachhaut dient, mittels eines Dichtungselements 16 abgedichtet ist. Der Deckel 12 umfasst eine Glasplatte 18, die an ihrer Unterseite mit einem angeschäumten oder angespritzten Deckelinnenblech 20 versehen ist. Das Dichtungselement 16, welches senkrecht zu der Schnittrichtung in Fig. 1 langgestreckt ausgebildet ist, ist mit seinem unteren Ende an dem Rahmenteil 14 befestigt. In das obere, dem Deckelinnenblech 20 zugewandten Ende des Dichtungselements 16 ist ein Streifen 22 aus magnetischem Material vorgesehen, der in anziehender Wech-
selwirkung mit dem Deckelinnenblech 20 steht. Zwischen dem Ende mit dem magnetischen Streifen 22 und dem am Rahmenteil 14 befestigten Ende 24 ist das Dichtungselement balgartig ausgebildet. Das obere Ende 26 des Dichtungselements 16 liegt gemäß Fig. 1 dichtend an der Unterseite des Deckelinnenblechs 20 an.
Der Deckel 12 ist gegenüber dem Rahmenteil 14 verstellbar. Bedingt durch Herstellungstoleranzen oder durch Verschleißerscheinungen im Betrieb sowie durch äußere Einflüsse wie Temperaturschwankungen und ähnliches kann es vorkommen, dass die Breite des Spalts 10, d.h. der Abstand zwischen dem Deckelinnenblech 20 und dem Rahmenteil 14, von dem Konstruktionswert abweicht. In gewissem Rahmen können solche Schwankungen bzw. Abweichungen durch die Elastizität des Dichtungselements 16, insbesondere des balgartigen Mittelteils, ausgeglichen werden, wobei jedoch bei einer zu großen Abweichung vom Konstruktionswert, insbesondere wenn der Spalt 10 zu breit wird, der optimale Arbeitsbereich des Dichtungselements 16 ohne zusätzliche Maßnahmen verlassen würde, so dass die Anpresskraft, mit welcher das Ende 26 gegen das Deckelinnenblech 20 gedrückt wird, für eine optimale Dichtwirkung zu gering würde. Durch das Vorsehen des magnetischen Streifens 22 wird dieses Problem in erfindungsgemäßer Weise dadurch gelöst, dass die anziehende Wechselwirkung zwischen dem magnetischen Streifen 22 und dem Deckelinnenblech 20 auch bei großen Spaltbreiten, wenn der balgartige Mittelteil keine hinreichende Anpresskraft mehr liefert, eine für eine hinreichende Dichtwirkung ausreichende Anpresskraft gewährleistet wird. Auf diese Weise kann der Arbeitsbereich des Dichtungselements 16 deutlich vergrößert werden.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß Fig. 1 im wesentlichen dadurch, dass der Mittelbereich des Dichtungselements 116 nicht wie bei Fig. 1 balgartig ausgebildet ist, sondern in Form einer Hohlkammer 128 ausgebildet ist, um für die Elastizität des Dichtungselements 116 zwischen dem oberen Ende 26 und dem unteren Ende 24 zu sorgen.
Zur Verstärkung der magnetischen Anziehungskraft zwischen dem Streifen 22 und dem Deckelinnenblech 20 kann ein Elektromagnet vorgesehen sein. In diesem Fall kann der permanent-magnetische Streifen 22 auch durch einen nichtpermanent-magnetischen Metallstreifen ersetzt werden. 5
Falls das Deckelinnenblech 20 vollständig umschäumt ist, ist es zweckmäßig, den magnetischen Streifen 22 am unteren Ende 24 des Dichtungselements in anziehender Wechselwirkung mit dem Rahmenteil 14 vorzusehen und das Dichtungselement mit dem oberen Ende 26 an dem Deckel 12 zu befestigen. 10
Bei dem beweglichen, abzudichtenden Teil kann es sich statt um einen Deckel eines Schiebe-, Schiebe-Hebe-, Spoilerdaches auch um ein Deckel- bzw. Abdekkelement eines Lamellen- oder Faltdaches handeln.
In einer alternativen Ausführungsform kann das magnetische Element 22 auch eine magnetisch abstoßende Wirkung auf das erste Dachteil 14 ausüben, an dem das Dichtungselement 16 bzw. 116 befestigt ist. Die abstoßende Kraft führt dann ebenfalls zu einer verstärkten Anlage am zweiten Dachteil 12.
Claims (8)
1. Dichtung für Fahrzeugdächer zum Abdichten eines Spalts (10) zwischen einem ersten Dachteil (14) und einem zweiten Dachteil (12), die relativ zueinander verstellbar sind, mit einem Dichtungselement (16, 116) aus elastischem Material, das an dem ersten Dachteil (14) fest angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (16, 116) ein magnetisches Element (22) enthält, das mit dem ersten oder dem zweiten Dachteil (14 bzw. 12) dergestalt in Wechselwirkung steht, dass das Dichtungselement mit einer Kraft in Richtung des zweiten Dachteils (12) beaufschlagt wird, um die Dichtwirkung zu erhöhen.
2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem magnetischen Element (22) um einen permanent-magnetischen Streifen handelt, der mit dem zweiten Dachteil (12) in anziehender Wechselwirkung steht.
3. Dichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem ersten Dachteil (14) um ein Rahmenelement und bei dem zweiten Dachteil (12) um den Deckel oder ein Deckelelement eines Schiebe-, Schiebe-Hebe-, Spoiler-, Lamellen- oder Faltdaches handelt.
4. Dichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Deckel (12) um einen Glasdeckel (18) mit Deckelinnenblech (20) handelt, wobei der magnetische Streifen (22) mit dem Deckelinnenblech (20) in anziehender Wechselwirkung steht.
5. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem ersten Dachteil um den Deckel eines Schiebe-, Schiebe-Hebe- oder Spoilerdaches mit umschäumtem Deckelinnenblech und bei dem zweiten Dachteil um ein Rahmenelement handelt.
6. Dichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem magnetischen Element um einen Metallstreifen handelt, der mit einem Elektromagneten in dem zweiten Dachteil (12) in anziehender Wechselwirkung steht.
7. Dichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (116) zwischen dem magnetischen Element (22) und der Befestigung (24) an dem ersten Dachteil (14) mit einer Hohlkammer (128) versehen ist.
8. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (16) zwischen dem magnetischen Element (22) und der Befestigung (24) an dem ersten Dachteil (14) balgartig ausgebildet ist.
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Cited By (2)
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| DE10349195A1 (de) * | 2003-10-23 | 2005-05-25 | Bayerische Motoren Werke Ag | Dichtungseinrichtung an einem Rand einer Öffnung |
| DE102005059275A1 (de) * | 2005-12-12 | 2007-06-21 | Webasto Ag | Verblendungsvorrichtung für Fahrzeugdachsysteme mit öffnungsfähigem Deckel |
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2000
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