DE20021231U1 - Dachfensterrolladen - Google Patents
DachfensterrolladenInfo
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Description
Dachfensterrolladen
Die Erfindung betrifft einen Rolladen, insbesondere für Dachfenster, mit einem Solarantrieb, einem elektrischen Energiespeicher und einer Steuerung zum Betrieb des Solarantriebes und des Energiespeichers.
Rolläden der in der Rede stehenden Art sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden in Fassaden wie auch im Dachbereich an Tür- und Fensteröffnungen angebracht. Auch an Toreinfahrten von Garagen oder ähnlichem können Rolläden der besagten Art vorgesehen sein. Grundsätzlich werden Rolläden bei Bauerstellung wie auch, bei älteren Gebäuden im nachhinein verbaut. Im Vordergrund stehen dabei Anforderungen an den Einbruchschutz, insbesondere aber auch Anforderungen an eine zusätzliche Wärmeisolierung, welche in Zeiten steigender Heizkostenpreise zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gerade die nachträgliche Einrüstung von Rolläden, insbesondere bei älteren Gebäuden unter, schwierigen räumlichen Gegebenheiten'und starkem Mauerwerk, ist entsprechend aufwendig. Für eine mechanische Betätigungseinrichtung, wie zum Beispiel eine Handkurbel oder einen Gurt, müssen entsprechende Freiräume im Fensterbereich vorhanden sein oder geeignete Durchbrüche, An- oder Einbauten geschaffen werden. Auch eine Verkabelung zwischen einem elektrisch betriebenen Rolladen und dem im Innenraum angebrachtem Steuergerät und der Energieversorgung des Antriebes setzt einen Durchbruch der Außenwand an geeigneter Stelle und eine entsprechend aufwendige
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Verlegung im Mauerwerk voraus. Die geschilderte Problematik gilt in besonderer Weise für den nachträglichen Verbau von Rolläden im Dachbereich, da dieser Bereich allen Witterungseinflüssen direkt ausgesetzt ist und dadurch besondere Vorkehrungen gegen Wassereintritt geschaffen werden müssen. Eine mechanische wie auch eine elektrische Verbindung von einem Dachfensterrolladen in die Innenräume hinein birgt deshalb immer die Gefahr von potentiellen Schwachstellen hinsichtlich Wassereintritt und Feuchtigkeitsbildung, bei gurtbetätigten Rolläden auch Einbußen in der Wärmeisolierung. Gerade im Dachbereich ist deshalb die nachträgliche Anbringung von Rolläden aufwendig und damit kostenintensiv.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rolladen, insbesondere für Dachfenster, bereitzustellen, welcher ohne eine physische Verbindung zwischen einer Betätigungseinrichtung und dem Rolladen selbst gesteuert werden kann.
Ein wesentlicher Punkt der Erfindung besteht dabei darin, dass, ausgehend von einem energietechnisch autonom ausgelegten Rolladen mit Solarantrieb, auch dessen Steuerung mit Hilfe eines Senders, welcher mit einem Empfänger über eine Funkstrecke kommuniziert, betätigt werden kann. Dadurch entstehen gerade im Dachbereich keine ungewünschten Schwachstellen im Hinblick auf die Dichtigkeit und Wärmeisolierung, welche sich durch die Anbringung von Kabeln oder Gurten ergeben würden. Vorteilhafterweise wird dabei der elektrische Energiespeicher, zum Beispiel ein entsprechender Akku, welcher mit Hilfe einer oder mehrerer Solarzellen gespeist wird, gleichzeitig zum Betrieb des Empfängers mitgenutzt. Eine oder mehrere Solarzellen können in der Außenhaut der Oberfläche des Rolladens integriert sein, wodurch sich ein völlig autarkes Rolladenmodul ergibt, welches leicht an einer gewünschten Stelle verbaut werden kann. Es ist aber auch denkbar, eine oder mehrere Solarzellen in einer räumlichen Entfernung vom Rolladen anzubringen, was eine entsprechende
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Freiheit hinsichtlich optimaler Ausrichtung und der Wahl der Flächengröße der Solarzelle und damit der Energieversorgung zuläßt. Die Integration eines Rolladens der hier vorgestellten Art ist auch im Fassadenbereich möglich, was aber aufgrund der vertikalen Führung des Rolladenpanzers des Rolladens einen entsprechend starken Antrieb voraussetzt. In jedem Fall entsteht jedoch ein autarkes System, welches, abhängig von der Sendeleistung des Senders, von innerhalb oder außerhalb der Räumlichkeiten eines Gebäudes gesteuert werden kann. Neben den geringeren Aufwendungen beim Verbau des Rolladens durch Vermeidung von zusätzlichen Durchbrüchen und Kabel- bzw. Gurtverlegungen, insbesondere bei nachträglicher Anbringung, wird dem Nutzer der vorliegenden Erfindung eine erheblich größere Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der Bedienung gewährt. So kann der Sender durchaus stationär in einem zumeist benutzten Gebäudebereich montiert sein wie auch portabel ausgeführt werden.
Vorteilhafterweise bildet der Empfänger des Rolladens zusammen mit der Steuerung eine elektronische Baugruppe, welche witterungsgeschützt in oder am Rolladen angebracht ist. Diese Integration reduziert insbesondere den Anteil von zusätzlichen Verkabelungen am Rolladen und beschränkt den Umfang elektronischer Bauelemente. Gleichzeitig wird im Fehlerfall der Austausch der gesamten Elektronik besonders einfach.
Dies ist dann besonders leicht, wenn die elektronische Baugruppe des Rolladens und der elektrische Energiespeicher außenliegend, aber witterungsgeschützt am Rolladen angebracht sind. Dadurch wird ein Zugriff des Wartungspersonals auf diese Komponenten besonders einfach. Weiterhin ist eine Anpassung des Rolladenkastens zur Unterbringung der Elektronik ohne konstruktive Eingriffe in sein Innenleben möglich. Dadurch entstehen Kostenvorteile in der Konstruktion und Fertigung, welche an den Käufer weitergegeben werden können.
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Vorteilhafterweise kann der Sender zur Betätigung des Rolladens als portabler Handsender ausgeführt werden. Ein solcher Sender kann vom Nutzer mitgeführt werden und läßt die Betätigung des Rolladens aus einem beliebigen Teil des Gebäudes wie auch aus der näheren Umgebung zu. Damit ist der Benutzer eines solchen Senders nicht mehr gezwungen, den Raum aufzusuchen, in dem ein Rolladen geöffnet oder geschlossen werden soll.
Ein weiterer Vorteil wird dadurch erreicht, dass der Sender eine zeitliche Programmierung zum Auf- und Abwickeln des Rolladenpanzers zulässt. Durch eine solche Programmierung kann zum Beispiel das Schließen eines Rolladens in den Abendstunden und das Öffnen am darauffolgenden Morgen voreingestellt werden. Dies könnte insbesondere auch zu Urlaubszeiten vorteilhaft sein, um dem Gebäude einen bewohnten Eindruck zu verleihen.
Darüber hinaus lässt der Sender des Rolladens auch eine Programmierung definierter Positionen des Rolladenpanzers zu. Dies ermöglicht bei verschieden starker Sonneneinstrahlung eine angepaßte Abdunklung der Räumlichkeiten. So wäre eine Voreinstellung auf die gewünschten Positionen wie zum Beispiel M, H und H geschlossen/geöffnet sinnvoll, um längere Betätigungszeiten zu vermeiden.
Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, dass der Sender die Betätigung mehrerer Rolläden, jeweils einzeln oder zusammen zuläßt. Insbesondere im Hinblick auf die schon genannten Vorteile der zeitlichen und positionalen Programmierung wird damit die einfache Steuerung einzelner Rolläden oder Rolladengruppen, zum Beispiel an Panorama-Glasfronten, für einen Nutzer möglich. Durch die schon beschriebene Portabilität des Handsenders ist dies einem Nutzer insbesondere auch im Umfeld eines Gebäudes möglich.
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Grundsätzlich ergeben sich weitere Vorteile aus der Verbindung des Senders des Rolladens mit üblichen Datenfernübermittlungseinrichtungen auf der Basis von Funkstrecken, Telefonoder Stromleitungen oder ähnlichem. Wird der Sender als Zusatzgerät zu einer solchen Einrichtung ausgeführt, werden die übermittelten Informationen an diese Einrichtung in entsprechende Steueranweisungen zur Betätigung des Rolladens umgesetzt. Damit ist die Fernsteuerung eines oder mehrerer Rolläden mit allen im vorhinein beschriebenen Vorteilen möglich, obwohl sich der Nutzer eines Gebäudes zum Beispiel auf Reisen befindet. Dies kann insbesondere bei aufziehenden Stürmen oder Unwettern von Vorteil sein.
Vorteilhafterweise wird der Sender als Zusatzgerät zu einem mobilen oder stationären Telefon ausgeführt. Mit Hilfe einer entsprechenden Spracherkennung oder einer Tastenbedienung kann dann die Betätigung eines oder mehrerer Rolläden vorgenommen werden. Wegen der steigenden Verbreitung mobiler Telefone in Haushalten ist der Sender als Zusatzgerät auch hierfür sinnvoll.
Denkbar ist auch die Ausführung eines Senders als Zusatzgerät zu einem Computer, welcher mittlerweile in fast jedem Haushalt vorhanden ist. Durch Verschicken formalisierter digitaler Nachrichten über Internet und/ oder Mobiltelefon, zum Beispiel in Form von E-Mail oder SMS, welche an das Zusatzgerät weitergegeben und von diesem interpretiert werden, kann dann eine Betätigung eines oder mehrerer Rolläden vorgenommen werden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand der nachfolgenden Figur erläutert. Die einzige Figur zeigt:
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Eine perspektivische geschnittene Ansicht eines solar angetriebenen Rolladens für ein Dachfenster gemäß der vorliegenden Erfindung.
Zu erkennen ist insbesondere der Solarantrieb 10 des Dachfensterrolladens mit einer auf der Außenseite des Rolladenkastens angebrachten Solarzelle. Der Motor des Solarantriebes 10 ist üblicherweise im Rolladenkasten im Bereich der Welle, auf die der Rolladenpanzer des Rolladens aufgewickelt wird, untergebracht. Seitlich und in geschnittener Ansicht ist der elektrische Energiespeicher 12 in Form eines Akkus dargestellt, an dessen hinterem Ende sich die elektronische Steuerung 14, die aus einer mit elektronischen Bauelementen bestückten Platine besteht, anschließt. Die Steuerung 14 erfüllt dabei die Aufgabe der Signalweitergabe für das Auf- und Abwickeln des Rolladenpanzers an den Motor, sowie die Funktion der Ladekontrolle für den aus der Solarzelle gespeisten Akku. Auf der Platine der Steuerung 14 ist ein Empfänger 30 angebracht, welcher über eine Funkstrecke mit dem Sender 20 kommuniziert. Der Sender 20 ist in der Regel als portabler Handsender ausgeführt, auf welchem Schalter für die Auf- und Abwicklung des Rolladens zu erkennen sind. Der Empfänger 30 und die Steuerung 14 bilden in diesem Ausführungsbeispiel zur möglichst kleinen Gestaltung der Elektronik eine einzige Baugruppe 40. Definierte Positionen des Rolladenpanzers lassen sich über die auf dem Handsender 20 erkennbaren runden Drucktasten voreinstellen. Der hier gezeigte Dachfensterrolladen mit Solarantrieb bildet erfindungsgemäß ein autonomes Modul, welches als solches im Dachbereich verbaut werden kann, ohne aus den Innenräumen mittels physischer Betätigungseinrichtungen wie Kurbeln, Gurten oder elektrischer Leitungen angesteuert werden muß. Durch die Ausführung des Senders 20 als portablen Handsender muß sich der Nutzer nicht mehr wie üblich in den Raum begeben, in dem die Betätigung des Rolladens erfolgen soll. Dies kann nun genauso gut aus einem anderen Stockwerk oder der Umgebung des Gebäudes heraus geschehen.
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An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, das alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in.jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.
10 Solarantrieb
12 Elektrischer Energiespeicher
14 Steuerung
20 Sender
30 Empfänger
40 Elektronische Baugruppe 10
Claims (9)
1. Rolladen, insbesondere für Dachfenster, mit einem Solarantrieb (10), einem elektrischen Energiespeicher (12) und einer Steuerung (14) zum Betrieb des Solarantriebes (10) und des Energiespeichers (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (14) des Solarantriebes (10) mit Hilfe eines Senders (20), welcher mit einem Empfänger (30) über eine Funkstrecke kommuniziert, betätigt werden kann.
2. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (30) zusammen mit der Steuerung (14) eine elektronische Baugruppe (40) bildet.
3. Rolladen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Baugruppe (40) und der elektrische Energiespeicher (12) außenliegend am Rolladen angebracht ist.
4. Rolladen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (20) als portabler Handsender ausgeführt ist.
5. Rolladen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (20) eine zeitliche Programmierung des Auf- und Abwickelns des Rolladenpanzers zulässt.
6. Rolladen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (20) eine Programmierung definierter Positionen des Rolladenpanzers zulässt.
7. Rolladen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (20) die Betätigung mehrerer Rolläden, jeweils einzeln oder zusammen zulässt.
8. Rolladen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (20) als Zusatzgerät zu einer Datenfernübermittlungseinrichtung ausgeführt ist, welches die übermittelten Informationen in entsprechende Steueranweisungen zur Betätigung des Rolladens umsetzt.
9. Rolladen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (20) als Zusatzgerät zu einem mobilen oder stationären Telefon ausgeführt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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|
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Owner name: HEIM & HAUS HOLDING GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: H. H. HEIM UND HAUS HOLDING GMBH, 47169 DUISBURG, DE Effective date: 20070920 |
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