DE2002184B - Seilklemme - Google Patents
SeilklemmeInfo
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Description
ι S 2
Die Erfindung geht aus von einer Seilklemme mit ist, wobei insbesondere mittels eines Querzapfens das
mindestens einem Klemmteil, der zwischen keil- verlängerte Ende des Klemmteiles in einem rängsförmigen
Führungsflächen beweglich ist, beweglichen Teil, insbesondere mittels einer Schlitz-
Es ist eine Abspannklemme für Freileitungen oder führung, so geführt ist, daß der Klemmteil nach dem
Seile bekannt, bei der ein eine seitliche Längsöffnung 5 Gleitvorgang an seiner konischen Führungsfläche um
aufweisender Klemmkörper vorgesehen ist, in dessen seine Schneide zwangläufig verschwenkt wird, wobei
Innenraum zwei außenkeilförmige, sich gegenüber- schließlich die Vorderkante der Klemimläche in
stehende Klemmbacken verschiebbar angeordnet Zugrichtung hinter der durch die Schwenkachse yer-
sind. Die die kleinere Keilhöhe besitzenden Enden laufenden Senkrechten zur Zugrichtung oder höch-
der Klemmbacken sind mit je einem Ende der gleich io stens auf derselben liegt.
langen Schenkel einer aus Federdraht bestehenden Die erfindungsgemäße Seilklemme weist vor allem
Spreizfeder fest verankert, deren stegförmiger Teil den Vorteil auf, daß selbst bei hohen Seilzugspannunsenkrecht
zur Federebene abgekröpft ist. Die Feder- gen das Seil nicht bis zu einem gewissen Grad zuglänge
zwischen Abkröpfstelle und Klemmbacke ist entlastet werden muß bevor die Seilspannung aufso
gewählt, daß bei im Klemmkörper eingeschobenem 15 gehoben werden kann, denn bei der erfindungs-Zusfand
der Spreizfeder das Einsetzen der Leitung gemäßen Seilklemme ist die Lösekraft nicht pro-
bzw. des Seiler sowohl von der Klemmkörper- portional zur Seilzugkraft wie bei den bekannten Seillängsöffnung
aus, als auch von den Stirnflächen der klemmen sondern erfindungsgemäß ist die Lösekraft,
Klemmbacken aus möglich ist. Betätigungsmittel für die im übrigen sehr Idein ist, nahezu unabhängig von
das Lösen der Klemmwirkung sind jedoch nicht vor- 20 der auf das Seil wirkenden Zugkraft. Die Selbstgesehen,
was bei vielen Anwendungsfällen nachteilig sperrung kann somit durch Handkraft aufgehoben
ist. Insbesondere nachteilig ist, daß das Seil zum werden, selbst dann, wenn das Seil unter einer Zug-Lösen
der Klemmwirkung völlm entlastet werden kraft von mehreren Tonnen steht. Ferner besteht der
muß. Ahnliche Nachteile weist auch eine Ver- Vorteil, daß beim Lösen der Klemmwirkung eine
bindungshülse für Hochleitungen auf, bei der eine 25 etwaige Beschädigung des Seiles vermieden wird,
doppelkonische Hülse mit hierin angeordneten Die erfindungsgemäßen Vorteile ergeben sich da-Klemmbacken vorgesehen ist. Auch eine bekannte durch, daß zwei Bewegungsmöglichkeiten für den Seilklemme mit angesetztem Keil weist im wesent- einen Klemmkörper bildenden Klemmteil vorgesehen liehen dieselben Nachteile auf. sind. Erfindungsgemäß wird hierbei eine Dreh-
doppelkonische Hülse mit hierin angeordneten Die erfindungsgemäßen Vorteile ergeben sich da-Klemmbacken vorgesehen ist. Auch eine bekannte durch, daß zwei Bewegungsmöglichkeiten für den Seilklemme mit angesetztem Keil weist im wesent- einen Klemmkörper bildenden Klemmteil vorgesehen liehen dieselben Nachteile auf. sind. Erfindungsgemäß wird hierbei eine Dreh-
Es ist nun ferner eine Vorrichtung zur lösbaren 30 bewegung mit einer Longitudinalbewegung derartig,
Klemmung mindestens einer Leine od. dgl. bekannt- gekoppelt, daß der in seiner zurückgezogenen Stelgeworden,
bei der ein Gehäuse vorgesehen ist, das lung befindliche Klemmkörper nach dem Einlegen
mindestens eine Innenbohrung aufweist, die minde- des Seiles zuerst eine Longitudinalbewegung durchstens
einen federbelasteten, axial verschieblichen führt, bis er in Eingriff mit dem Seil kommt, worauf
Klemmkörper aufnimmt, der das eingeführte Seil 35 er sodann eine Schwenkbewegung durchführt, bis
selbstsperrend verklemmt. Der Innenbohrung ist hier- seine Klemmfläche voll an dem Sei! anliegt. Kommt
bei mindestens eine schräg hierzu verlaufende weitere das Seil unter sehr große Zugspannung, dann führt
Bohrung zugeordnet, welche mit derselben eine der Klemmkörper eine weitere Longitudinalbewegung
Kammer bildet, in der der Klemmkörper angeordnet durch und bewirkt dabei eine immer stärker werdende
und schwenkbar mit der zugeordneten Feder ver- 40 Selbstsperrung. Zur Lösung wird der Klemmkörper
bunden ist. Zum Lösen der Klemmwirkung und zum zuerst verschwenkt, was — bei entsprechender Aus-Zurückziehen
des Klemmkörpers ist ein von außen bildung und Anordnung — auch möglich ist, wenn
zugängliches Betätigungselement vorgesehen, bei des- das Seil unter hoher Zugspannung steht. Durch die
sen Betätigung der Klemmkörper zunächst aus seiner Verschwenkung wird jedoch die Reibungskraft zwi-Klemmstellung
in Achsrichtung der Innenbohrung 45 sehen der Klemmtläche des Klemmkörpers und dem
verschwenkt und erst sodann zurückgezogen wird. Seil wesentlich vermindert, so daß der Klemmkörper
Hierdurch wird die für das Lösen der Klemm- nunmehr mit seiner Longitudinalbewegung in die
wirkung erforderliche Kraft, die an dem Betätigungs- Lösungsstellung beginnen kann,
element aufgebracht werden muß, reduziert, so daß Gemäß einer bevorzugten Ausführuiigsform ist der die vorgenannten Nachteile weitgehend vermieden 50 längsbewegliche Teil eine unter Federspannung werden können. Wünschenswert wäre jedoch noch stehende Betätigungshülse.
element aufgebracht werden muß, reduziert, so daß Gemäß einer bevorzugten Ausführuiigsform ist der die vorgenannten Nachteile weitgehend vermieden 50 längsbewegliche Teil eine unter Federspannung werden können. Wünschenswert wäre jedoch noch stehende Betätigungshülse.
eine weitere Reduzierung der Kraft an der Be- Bevorzugt ist ferner, daß zwischen der Betätigungs-
tätigungshülse. die zum Lösen der selbstsperrenden hülse und dem Klemmteil ein weiteres Federelement
Klemmwirkung erforderlich ist. Dies gilt insbesondere eingeschaltet ist, das den Klemmteil in seine vom Seil
für Seilklemmen, die zum Klemmen von Seilen 55 abgeschwenkte Stellung zu drehen versucht. Bei dieser
od. dgl, dienen, welche unter der Einwirkung von Ausführungsform werden also zwei Federn benötigt,
hohen Zugspannungen stehen, da mit der Größe der deren eine der Bewegung des Klemmteiles in Längs-
Seilzugspannung auch die Lösekraft ansteigt. richtung des Seiles und deren andere der Drehbewe-
Ausgehend von den vorstehenden Darlegungen ist gung des Klemmteiles zugeordnet ist. Dabei ist jedoch
es deshalb Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte 60 wesentlich, daß die der Bewegung in Längsrichtung
Seilklemme in Vorschlag zu bringen, bei der die Kraft zugeordnete Feder den Klemmteil in Anlage mit dem
zum Lösen der selbstsperrenden Klemmwirkung Seil zu bringen versucht, während die andere Feder
möglichst gering ist und selbst bei hohen Zugkräften den Klemmteil in die Lösestellung abschwenkt, Da
das Lösen der Selbstsperrung auch ohne vorherige die zuerst genannte Feder wesentlich stärker atis-
Zugentlastung des Seiles möglich ist. Diese Aufgabe 65 gebildet ist, hat diese Abstimmung zur Folge, daß der
wird dadurch gelöst, daß der einen Klemmkörper Klemmteil in seiner abgeschwenkten Lage an das
bildende Klemmteil an seinem dem Seil abgewendeten Seil herangeführt wird und mit seinem Rücken die
Bücken schneidenförmig ausgebildet oder abgerundet am weitesten vorne, d, h. in Zugrichtung des Seiles
liegende Stelle erreicht. Wenn diese Stellung er- auch möglich, unter Zug stehende Seile aus der Verreicht
ist, dann wird er einerseits durch den klemmung zu lösen,
der zuerst genannten Feder und durch Bei weiterem Zurückziehen der Betätigungshülse 8
wird dann der Klemmkörper 1 mit seiner Gleitbewegung
auf der Führungsfläche 5 beginnen, wöbe: er sich immer weiter von dem Seil 3 entfernt.
Bei der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform läuft ein Seil 3 an dem vorderen Stirnende 13 einer
im wesentlichen runden und hülsenförmig ausgebildegehalten werden. Es kann noch eine weitere Feder io ten Seilklemme. An das vordere Stirnende schließt
vorgesehen sein, die den Klemmteil mit seinem sich eine konische oder kegelige Führungsfläche 14
Rücken an seine zugeordnete Führungsfläche drückt. für zwei Klemmkörper 1 an, die nach dem in Fig. 1
Diese Funktion kann jedoch auch von der die Dreh- dargestellten Prinzip in Schulzen 7 einer Betätigungs-
Druck der zuerst genannten Feder und durch einen auf das Seil wirkenden Zug gegen die
Wirkung der zweiten Feder verschwenkt. Das angegebene Zusammenwirken der Federn ist zweckmäßig,
da auf diese Weise die Seilklemme besonders gut funktioniert und vor allem die Klemmteile entsprechend
bei ihrer Lösungsbewegung vom Seil freidargestellten Prinzip
hülse 8 geführt sind. Eine Schäkelfeder 12 drückt die Klemmkörper 1 in ihre vom Seil abgeschwenkte Lage
und sorgt gleichzeitig dafür, daß die Klemmkörper 1 in Anaige an ihrer zugeonv.eten Führungsfläche 14
gehalten werden, wenn die betKtigungshülse 8 gegen
_. _ die Wirkung ihrer zugeordneten Feder 9 zurückflachen
verlaufen keilförmig zueinander und zur Zug- 20 gedrückt wird.
richtung des Seiles. Diese Ausführungsfonn bietet Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform
ta das Gehäuse der Seilklemme schachteiförmig ausgebildet.
Die Führung der Klemmkörper 1 erfolgt in Schlitzen 7, welche in einem U-förmigen Schieber 16
vorgesehen sind. Auf den Schieber 16 wirken zwei Schraubenfedern 17, welche von oben bzw. unten her
bewegung des Klemmteiles bewirkenden Feder mitübernommen
werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform greifen wie an sich bekannt zwei oder mehr
Kiemmteile an gegenüberliegenden Stellen d?,s Seiles
an und die den Klemmteilen zugeordneten Führungseine noch größere Sicherheit. Weiterhin können mit
ein und derselben Seilklemme Seile, die sehr unterschiedliche Durchmesser aufweisen, geklemmt
werden.
Es ist zweckmäßig, wenn die Schlitze der Schlitzführung schräg oder gekrümmt zur Zugrichtung verin
entsprechende Ausnehmungen 18 des Gehäuses
laufen. Es ist von Vorteil, wenn das Gehäuse eingelegt sind. Die Betätigung des U-förmigen Schieschachtelförmig
ausgebildet ist, die Betätigungshülse bers 16 erfolgt durch Handgriffe 19 oder durch eine
aus einem im Querschnitt rechteckigen Ring besteht, 30 in F i g. 4 dargestellte Betätigungshülse 20.
Claims (7)
1. Seilklemme mit mindestens einem Klemmteil, der zwischen keilförmigen Führungsflächen
beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmteil (1) an seinem dem Seil (3) abgewendeten
Rücken schneidenförmig ausgebildet oder abgerundet ist, wobei insbesondere mittels
eines Querzapfens das verlängerte Ende des Klemmteiles (1) in einem längsbeweglichen Teil,
insbesondere mittels einer Schlitzführung, so geführt ist, daß der Klemmteil (1) nach dem Gleitvorgang
an seiner konischen Führungsfläche (14) um seine Schneide zwangläufig verschwenkt wird,
wobei schließlich die Vorderkante der Klemmfläche in Zugrichtung hinter der durch die
Schwenkachse verlaufenden Senkrechten zur Zugrichtung oder höchstens auf derselben liegt.
2. Seilklemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der längsbewegliche Teil eine
unter Federspannung stehende Betätigungshülse (8) ist.
3. Seilklemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Betätigungshülse
(8) und dem Klemmteil (1) ein weiteres Federelement (10) eingeschaltet ist, das den Klemmteil (1) in seine vom Seil (3) abgeschwenkte
Stellung zu drehen versucht.
4. Seilklemme nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß, wie an
sich bekannt, zwei oder mehr Klemmteile (1) an gegenüberliegenden Stellen des Seiles (3) angreifen
und daß die den Klemmteilen (1) zugeordneten Führungsflächen (14) keilförmig zueinander
und zur Zugrichtung des Seiles (3) verlaufen.
5. Seilklemme nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmteile (1) über eine
Bügelfeder (12) miteinander verbunden sind,
an der vorderen und rückwärtigen Schmalfläche des Gehäuses je eine Einlaß- und Auslaßöffnung für das
Seil vorgesehen sind, wobei an den Schmallängsflächen des Gehäuses Ausnehmungen vorgesehen
sind, in welchen die Schraubenfedern untergebracht sind.
Die Erfindung wird im Zusammenhang mit der Zeichnung an Hand der nachstehenden Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht zur Erläuterung des der Erfindung zugrunde liegenden Klemmprinzips,
F i g. 2 einen Schnitt einer ersten Ausführungsform,
F i g. 3 schaubildlich eine teilweise geschnittene Ansicht einer zweiten Ausführungsform,
F i g. 4 eine für die Ausführungsform gemäß Fig.? geeignete Betätigungshülse.
Ein Klemmkörper 1 besitzt eine Anlagefläche 2 zur reibungsmäßigen Klemmung eines Seiles 3. An
seinem Rücken 4 ist der Klemmkörper 1 abgerundet oder schneidenförmig ausgebildet. Er liegt mit dem
Rücken 4 an einer keilförmig oder konisch verlaufenden Führungsfläche 5 an.
Der Klemmkörper 1 besitzt einen Stiel b, dessen Ende in einem Schlitz 7 einer Betätigungshül&e 8 geführt
ist. Die Betätigungshülse 8 steht unter dem Druck einer zugeordneten Feder 9.
Wenn die Betätigungshülse 8 zurückgezogen wird, dann wandert der Stiel 6 des Klemmkörpers 1 in dem
Schlitz?. In dieser Bewegung kann er durch eine weitere Feder 10 unterstützt werden. Wenn die vordere
Kante A der Klemmfläche 2 in der durch den Pfeil 11 angedeuteten Zugrichtung gesehen hinter der
Anlagcfläche B des Rückens 4 des Klemmkörpers 1 oder in der Senkrechten zur Zugrichtung oder gegebenenfalls
auch noch knapp davor liegt, dann erfolgt die Schwenkbewegung des Klemmkörpeirs 1 ohne
nennenswerten Kraftaufwand. Es ist dementsprechend
welche sie in die vom Seil (3) abgeschwenkten Stellungen zu drehen versucht.
6. Seilklemme nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (7) der Schlitzführung
schräg oder gekrümmt zur Zugrichtung verlaufen.
7. Seilklemme nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse schachtelförmig
ausgebildet ist, die Betätigungshülse au; einem im Querschnitt rechteckigen Ring besteht
an der vorderen und rückwärtigen Schmalfläche des Gehäuses je eine Einlaß- und Auslaßöffnunj
für das Seil vorgesehen sind, wobei an der Schmallängsflächen des Gehäuses Ausnehmunget
vorgesehen sind, in welchen die Schraubenfederr untergebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702002184 DE2002184B (de) | 1970-01-19 | Seilklemme | |
| US00106664A US3718951A (en) | 1970-01-19 | 1971-01-15 | Rope clamp |
| ZA710249A ZA71249B (en) | 1970-01-19 | 1971-01-15 | A rope clamp |
| FR7101256A FR2077207B1 (de) | 1970-01-19 | 1971-01-15 | |
| CH68171A CH541744A (de) | 1970-01-19 | 1971-01-18 | Seilklemme |
| GB228571A GB1306664A (en) | 1970-01-19 | 1971-01-18 | Rope clamps |
| AT40971A AT312381B (de) | 1970-01-19 | 1971-01-19 | Seilklemme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702002184 DE2002184B (de) | 1970-01-19 | Seilklemme |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2002184A1 DE2002184A1 (de) | 1971-08-12 |
| DE2002184B true DE2002184B (de) | 1971-11-25 |
Family
ID=
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