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Seil- oder Kabelklemme
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Die Erfindung betrifft eine Seil- oder Kabelklemme mit einem Paar
von parallel zueinander geführten und verschiebbar in einem Gehäuse angeordneten,
keilförmigen Klemmbacken, die gegebenenfalls durch Federbelastung in Klemmstellung
gegen das Seil oder Kabel gedrückt werden.
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Aus der Deutschen Patentschrift 215 185 ist bereits ein Seil halter
mit verschiebbar geführten keilförmigen Klemmbacken bekannt, der insbesondere für
Aufzugsvorrichtungen verwendet wird. Bei dieser Klemmvorrichtung für Seile, die
in jedem halle in einer bestimmten Lage montiert werden muß, wird das eil zwischen
Klemmbacken eingeklemmt, die in der Elemmstellung unter Zuhilfenahme der Feder gegen
das Seil gedrückt gehalten werden.
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Beim Lösen des Seils wird durch Zug am losen Seilende die Federbelastung
aufgehoben und die Klemmbacken bewegen sich unter dem Einfluß der Schwerkraft nach
unten, wobei die beiden Klemmflächen sich parallel zueinander voneinander entfernen
und das Seil freigeben.
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Weiterhin ist aus der Deutschen Industrienorm DIN 48330 eine Paralleklemme
bekannt, bei welcher zwischen ebenfalls keilförmigen Klemmbacken blanke Drähte von
Bernme Ide-Prei le itungen
und Seile eingeklemmt werden sollen.
Diese Parallelklemme ist mit einem mit einer Ose versehenen Zugstück ausgerüstet,
das über eine Hebelwirkung beim Festklemmen der Drähte oder Seile die beiden Klemmbacken
unter Vermittlung von Gleitrollen und Stegen in einem Führungsstück aneinander preßt.
Zum Lösen der Drähte oder des Seils muß das Zugstück zuriickgedrückt werden, wobei
angegeben ist, daß dies gegebenenfalls durch leichte Hammerschläge auf die Ose des
Zugstück erfolgen soll.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine verbesserte Seil-oder
Kabelklemme der zuvor beschriebenen Art, wobei sich diese nicht nur zum Spannen
von Drähten oder Seilen, die relativ geringen Zugkräften ausgesetzt sind, eignen
soll sondern auch zum Festklemmen von Seilen oder Kabeln geeignet sein soll, die
großen Zugkräften unterworfen sind, wobei es jedoch möglich ist, die Klemmbacken
dieser Seil- oder Kabelkiemme rasch und einfach ohne Zuhilfenahme von Fremdwerkzeugen
zu lösen, wobei die Lage der Seil- oder Kabeiklemme beliebig sein kann.
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Zur Lösung dieser Aufgabe dient die erfindungagemäße Seil-oder Kabelklemme
der zuvor beschriebenen Art, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie zum Lösen der
Backen aus der Klemmstellung einen auf mindestens eine der Backen einwirkenden Exzenter
umfaßt.
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Mit der erfindungsgemäßen Seil- oder Eabelklemne können beliebige
beile oder Kabel oder auch einfache Drähte sicher und fest ohne Beschädigung ihrer
Oberflächen eingeklemmt werden, und ein i'reimachen des Seils, Kabels oder Drahts
durch Lösen der Klemmbacken ist in einfacher Weise durch 3et.;tigen des Exzenters,
der mit einem Handgriff oder Hebel zu seiner Betätigung versehen ist, ohne weiteres
möglich, selbst wenn das Seil, das Kabel oder der Draht zuvor sehr hohen Zugbelas-tungen
ausgesetzt wurde, so daß hierdurch die beiden Klemmbacken in dem Führungsstück sehr
fest aneinandergepreßt wurden und daher in diesem ührungsstück oder Gehäuse fest
verkeilt sind.
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bolche hohen Zugskräfte treten insbesondere bei Anwendungen der Seil-
oder habelklemme auf, bei denen diese zum fest klemmen von Abspannseilen von Masten,
insbesondere von Teleskopmasten, eingesetzt werden.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Ausfiihrungsform unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung sind: Fig. 1 eine
Vorderansicht der Seilklemme im offenen Zustand, Fig. 2 eine Vorderansicht derselben
Seilklemme im geschlossenen Zustand mit- eingeklemmtem Seil; eine eine Rückansicht
der in Fig. 2 dargestellten Seilklemme Fig. 4 ein Querschnitt der in der Yig. 3
gezeigten Seilklernme längs der Schnittlinie A-A; Fig. 5 eine Seitenansicht der
in Fig. 3 gezeigten Seilklemme längs B-B; t'ig. 6 eine Rückansicht einer keilförmigen
Klemmbacke; itig. 7 ein Querschnitt durch die in Fig. 6 gezeigte Klemmbacke längs
der Schnittlinie C-C; Fig. 8 ein Längsschnitt der in Fig. 6 gezeigten Klemmbacke
längs der Schnittlinie D-D.
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Die in der Fig. 1 gezeigte Seil- oder Kabelklemme umfaßt ein Gehäuse
5, das eine Öse 7 besitzt, mittels derer die Seil-oder Kabelklemme an einem beliebigen
Fixpunkt befestigt werden kann. Das Gehäuse umfaßt die Gleitlagerungen 12, 13 für
die Klemmbacken 1 und 2, welche über kührunganuten 8, 9 in
Führungsschienen
10, 11 arn Gehäuse geführt werden. in der itig. 1 befinden sich die Klemmbacken
im geöffneten Zustand, während in der l'ig. 2 dieselben Klemmbacken im geschlossenen
Zustand mit zwischen diesen eingeklemmtem Seil oder Kabel 4 dargestellt sind. Die
Fig. 3 zeigt die Rückansicht der Seil oder Kabelklemme im geschlossenen, der Fig.
2 entsprechenden Zustand, wobei in dieser Fig. 3 - ebenso wie in der Fig. 4 - die
Klemmbacken durch Federbelastung in Elemmstellung gegen das Seil oder Kabel mittels
der Feder 6 gedrückt werden. In der Fig. 3 ist der Exzenter 7 in Ruhestellung gezeigt
und weist einen Handgriff oder hebel 16 für die Drehung des Exzenters auf. Dieser
Handgriff kann durch die Halterungsfeder 17 fixiert werden.
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Die Fig. 4 zeigt einen Querschnitt Länge der Linie A-A durch die in
Fi6. 3 gezeigte Seil oder Kabelklemme, d. h. das Seil bzw. Kabel liegt hier im eingeklemmten
Zustand vor.
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Die Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht längs B-B der in Fig. 3 gezeigten
oeil- oder Kabelklemme, wobei hier der Exzenter in Ruhestellung liegt.
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Die Fig. 6 bis 8 zeigen die linke Klemmbacke 1 von Fig. 1, wobei die
rechte Klemmbacke 2 hierzu spiegelbildlich ausgefiihrt ist. Die Klemmbacken weisen
eine Seilkerbe 18 auf, die ein halbrundes Profil besitzt, wobei die Oberfläche dieser
Seilkerbe zweckmäßigerweise glatt ist, um Beschädigungen des einzuklemmenden Seils
oder Kabels zu vermeiden und zum sicheren Festklemmen des Seils oder Kabels einen
etwas geringeren Radius als das festzuklemmende Seil bzw. Kabel aufweist.
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Diese Seilkerbe kann jedoch auch eine andere Gestalt besitzen, beispielsweise
kann es sich um eine keilförmige- Einkerbung mit geraden Anpreßflächen handeln.
Die Klemmbacke 2 ist nicht i diesen Pig. dargestellt.
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Nach dem Einlegen des Seils oder Kabels in die in der Fig. 1 dargestellte,
geöffnete Seil- oder Kabelklemme, wobei hier der Exzenter aus der Ruhestellung um
1800 gedreht werden kann, wird der Exzenter zurückgeschwenkt, und das Seil oder
Kabel
wird beim Gleiten der Klemmbacken 1 und 2 zwischen diesen in der Seilkerbe 18 festgeklemmt.
Diese-Bewegung der Klemmbacken 1 und 2 kann durch die in den Fig. 3 und 4 gezeigte
Feder 6 bewirkt werden, falls diese keder nicht vorgesehen ist, wird das Seil oder
Kabel die Klemmbacken entweder durch Reibung mitnehmen oder die Klemmbacken können
durch manuelles Nachschieben in die Klemmstellung gebracht werden.
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Beim Lösen des Seils oder Kabels aus der Seil- oder Kabel klemme wird
der Exzenter 3 mittels des Handgriffs 16-um 1800 geschwenkt, so daß die Klemmbacken
1 und 2 durch die an ihm befindlichen Flansche 14 und 15 nach oben bewegt werden,
wie dies durch die Pfeile in der Fig. 3 angedeutet ist.
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Die beiden Klemmbacken sind zweckmäßigerweise in geeigneter Weise
miteinander verbunden, so wie dies in der Fig. 3 dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsform
ist durch Bohrungen 19 und 20 - siehe Fig. 8 - ein Bolzen 21 geführt, so daß die
Bewegung der Klemmbacken 1 und 2 immer synchron zueinander erfolgt. Selbstverständlich
ist es jedoch such möglich, die synchrone Bewegung der Klemmbacken 1 und 2 mit anderen
geeigneten Mitteln sicherzuAtellen.
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Der Winkel bei den keilförmigen Klemmbacken 1 und 2 beträgt vorteilhafterweise
50, wie in Fig. 6 angegeben. Es sind Jedoch auch Winkel zwischen 30 und 120 möglich,
was von dem beabsichtigten Verwendungszweck der Seil- oder Kabelklemme abhängig
ist.