DE20020443U1 - Fahrbahnplatte für Gleisanlagen - Google Patents
Fahrbahnplatte für GleisanlagenInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Fahrbahnplatte, die als vorgefertigtes Element auf stillgelegte Gleisanlagen montiert wird.
Im Zuge von Rationalisierungen werden bei der Deutschen Bundesbahn Bahngleisanlagen, insbesondere von Nebenstrecken für den bahnwirtschaftlichen Betrieb stillgelegt, da diese nicht mehr rentabel betrieben werden können.
Der erforderliche materielle und finanzielle Aufwand eines ökologischen Rückbaues dieser Gleisanlagen wäre beträchtlich.
Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, auf Gleisanlagen Platten zu verlegen, die als Geh- und Radwege nutzbar sind. Der Aufwand einer Demontage der Gleisanlage würde damit entfallen.
In der DE 38 09 515 Al wird eine Fahrbahnplatte für Bahngleise vorgeschlagen, die aus einzelnen vorgefertigten Elementen besteht und auf die Schienen des Gleisjoches aufgelegt werden. Die Platten weisen jeweils nach unten und längs zur Schiene Ansätze auf, die der Platte eine Auflageführung verleihen sollen. Für die Fahrbahnaußenseite ist die Befestigung eines Geländers vorgeschlagen worden. Diese Fahrbahnplatte hat den Nachteil, daß sie ungenügend auf dem Gleiskörper fixiert und befestigt werden kann, keine Koppelelemente zur Verbindung der einzelnen Platten untereinander aufweist und ein Geländer benötigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrbahnplatte für stillgelegte Gleisanlagen der Deutschen Bundesbahn zu entwickeln, mit der eine formschlüssige Verbindung mit dem Gleisjoch herstellbar ist, mit artgleichen Platten leicht montier- und koppelbar ist, Regenwasser ableiten läßt und wirtschaftlich herstellbar ist.
Die erfindungsgemäße Fahrbahnplatte besteht aus zwei Tragplatten, die vollständig aus Reyclingmaterial hergestellt und witterungsbeständig ist. Zur Stabilisierung der Platte, zur Dämmung von Fahrgeräuschen und zur Aufnahme von Versorgungsleitungen sind kanalförmige Hohlräume in den Plattenkörper eingeformt. Senkrecht und nach unten hin angeformte Führungsstege weisen auf der zur Schiene zugewandten Seite bzw. Flanke das Negativprofil der Schiene auf, damit eine formschlüssige Verbindung zwischen Tragplatte und Schienenprofil erzielt werden kann. Erst nach Auflegen der beiden Tragplatten werden die beiden Tragplatten eines Fahrbahnplattenelements aneinandergefügt und mittels geeigneter Verbindungselemente, z.B. einer Schraube, verbunden. Am oberen Randstreifen der Fahrbahnplatte weist diese beidseitig ein- oder mehrreihige halbkugelförmige Noppen auf, damit Radfahrern, aber auch Fußgängern bei schlechten Sichtverhältnissen der Fahrbahnrand signalisiert wird.
Auf ein aufwendiges Geländer kann somit verzichtet werden. Zwischen den beiden Tragplatten sind beabstandet senkrechte Abstandsstege angeordnet, die die beiden Tragplatten beim Verbinden auf definiertem Abstand halten und so einen Ablaufkanal für das Regen- oder Schmelzwasser bilden.
Zur gegenseitigen Sicherung und einer leichteren Montage der Fahrbahnplatte weisen die einzelnen Tragplatten am äußeren Fahrbahnrand Führungselemente, z.B. Führungszapfen, auf, die in entsprechende Einformungen der nächstfolgenden Tragplatten eingreifen. Darüberhinaus sind an der Stirnseite jeder Tragplatte abgesetzte Querleisten angeformt, unter die die nächstfolgende Tragplatte mit entsprechender Einformung eingeschoben wird. Damit wird die Montage der Fahrbahnplatte und die gegenseitige Verbindung benachbarter Platten erleichtert und ein Plattenversatz zwischen den Plattenelementen an der Oberfläche weitgehend vermieden.
Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke wird in der nachstehenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Darstellung der Fahrbahnplatte im Querschnitt;
Fig. 2 eine Draufsicht auf zwei Fahrbahnplatten gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen Teil-Längsschnitt durch die Fahrbahnplatten-
Verbindung der Platten A und B;
Die Fahrbahnplatte besteht aus montierbaren Teilelementen A und B mit jeweils zwei nebeneinander liegenden Tragplatten 1; 2. Zur Abstützung der Tragplätten 1; 2 auf dem Gleiskörper weisen diese nach unten hin und längsgerichtete Führungsstege 4 und parallel dazu Verbindungsstege 5 auf. Die Tragplatten 1; 2 bestehen im wesentlichen aus Recyclingmaterial, das in Verbindung mit Binde- und Füllmaterial zu einstückigen Formkörpern ausgebildet wird. Zur Formstabilisierung und Gewichtsreduzierung sind kanalförmige Hohlräume 3 eingeformt, die auch für das Verlegen von Kabeln bzw. Versorgungsleitungen genutzt werden können.
Die Führungsstege 4 weisen auf der zur Schiene zugewandten Fläche 4.1 ein Negativprofil des Schienenstranges 6 auf, damit bei Auflage und Montage der Tragplatten 1; 2 eine formschlüssige Verbindung mit dem Gleiskörper hergestellt wird. Die Verbindungsflächen 13 zweier nebeneinanderliegender Tragplatten 1; 2 weisen beabstandete senkrechte Stege 10 als Abstandhalter auf, so daß die Tragplatten 1; 2 beim Verbinden auf definiertem Abstand gehalten werden. Der Zwischenraum ,von z.B. 1 cm, bildet so einen Ablaufkanal 11 längs der Fahrbahn für Regen- oder Schmelzwasser. An den oberen Randflächen 8 der Tragplatten 1; 2 sind ein- oder mehrreihig z.B. halbkugelförmige Noppen 9 angeformt, damit dem Radfahrer oder dem Fußgänger bei schlechten Sichtverhältnissen der Fahrbahnrand signalisiert wird. Auf ein zusätzliches seitliches Geländer kann somit verzichtet werden.
Zur gegenseitigen Fixierung und einfacheren Montage der einzelnen aneinanderzufügenden Tragplatten 1; 2 weisen diese auf den Stirnflächen 13 Führungselemente 12 auf, die in entsprechende Aufnahmen oder Einformungen der Folgeplatte eingreifen und so eine formschlüssige Verbindung benachbarter Fahrbahnplatten A; B herstellen. Außerdem sind die querliegenden Stirnflächen der einzelnen Tragplatten abgesetzt und greifen so in die Abstufung der folgenden Platte ein. Durch diese Anordnung wird die Montage und die Verbindung der einzelnen Platten A; B untereinander erleichtert und Höhenabsätze weitgehend vermieden.
Nach einer Montage besteht eine feste, jedoch lösbare Verbindung der Plattenanordnung mit dem Gleiskörper.
Claims (6)
1. Fahrbahnplatte für Gleisanlagen aus vorgefertigten Elementen, daduch gekennzeichnet, daß die vorgefertigten Elemente aus zwei nebeneinanderliegenden Tragplatten (1, 2) bestehen, die mit geeigneten Mitteln (7) miteinander lösbar verbunden sind, dabei zwischen sich durch Abstandhalter (10) einen Längskanal (11) für die Entwässerung bilden, senkrecht nach unten angeformte Führungsstege (4) und auf der zur Schiene zugewandten Flanke (6) das Negativprofil der Schiene aufweisen und am Randstreifen (8) auf der Oberfläche der Fahrbahn beidseitig ein- oder mehrreihige Noppen (9) angeordnet sind.
2. Fahrbahnplatte nach Anspruch 1, daduch gekennzeichnet, daß die Tragplatten (1; 2) aus Recyclingmaterial bestehen und in Verbindung mit Bindemittel und Füllstoffen formstabile Fahrbahnelemente bilden.
3. Fahrbahnplatte nach Anspruch 1 und 2, daduch gekennzeichnet, daß in den Tragplatten (1; 2) längs zur Fahrbahn kanalförmige Hohlräume (11) eingeformt sind.
4. Fahrbahnplatte nach Anspruch 1 und 2, daduch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen zweier nebeneinanderliegender Tragplatten (1; 2) senkrecht, angeordnete Abstandhalter (10) aufweisen.
5. Fahrbahnplatte nach Anspruch 1 und 2, daduch gekennzeichnet, daß die Stoßflächen der aneinandergereihten Fahrbahnelemente (A; B) Führungselemente (12) und entsprechende Einformungen zur Lagefixierung aufweisen.
6. Fahrbahnplatte nach Anspruch 1, daduch gekennzeichnet, daß die ein- oder mehrreihigen Noppen (9) halbkugelförmig ausgebildet sind.
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