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DE20016125U1 - Nasensalbe auf Basis von Vaselin mit Gerbstoffen - Google Patents

Nasensalbe auf Basis von Vaselin mit Gerbstoffen

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DE20016125U1
DE20016125U1 DE20016125U DE20016125U DE20016125U1 DE 20016125 U1 DE20016125 U1 DE 20016125U1 DE 20016125 U DE20016125 U DE 20016125U DE 20016125 U DE20016125 U DE 20016125U DE 20016125 U1 DE20016125 U1 DE 20016125U1
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DE
Germany
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nasal ointment
saturated hydrocarbons
nasal
ointment according
tannins
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DE20016125U
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PHYT IMMUN GmbH
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PHYT IMMUN GmbH
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Publication date
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
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Description

-i-
Phyt-Immun GmbH 18. September 2000
P34629GBM RI/peh
Nasensalbe auf Basis von Vaselin mit Gerbstoffen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Nasensalbe umfassend bei Raumtemperatur gelartige Gemische überwiegend gesättigter Kohlenwasserstoffe sowie mindestens einen Gerbstoff, sowie deren Verwendung zur Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen, insbesondere der atopischen Rhinitis in der Erscheinungsform "Heuschnupfen". In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die erfindungsgemäße Nasensalbe noch mindestens einen für Salben geeigneten pflegenden Zusatzstoff.
In den westlichen Industriezivilisationen sind Inhalationsallergien mittlerweile stark verbreitet, wobei die Tendenz weiterhin ansteigt. Besonders sind es dabei die durch Pollen, Pilzsporen, verschiedene Stäube (z.B. von Holz, Mehl oder Hausstaub), chemische oder tierische (Federn, Haare) Reizstoffe inhalativ ausgelösten Formen der atopischen Rhinitis, die mit ihren Begleiterscheinungen das Befinden des Patienten bis zur Arbeitsunfähigkeit beeinträchtigen kann.
Das quälende Jucken von Nase, Pharynx, Rachendach und Augen, dem Tränenfluß, Niesen und wäßrige Sekretion aus der Nase folgen, ist häufig begleitet von Kopfschmerz, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Depressionen und Schlaflosigkeit. Im weiteren Verlauf können sich Hustenanfälle und asthmatisches Keuchen entwickeln.
Als saisonale, durch Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern sowie Wild- oder Zierpflanzen ausgelöste Reaktion steht unter den atopischen Rhinitiden der sogenannte "Heuschnupfen" an erster Stelle.
• · I
• · « &igr;
-2-
Die meisten der bislang angewendeten therapeutischen und prophylaktischen Maßnahmen zur Kontrolle oder Ausschaltung inhalationsallergischer Reaktionen weisen mehr oder weniger schwerwiegende Nachteile in Bezug auf Kosten, Effizienz, gesundheitliche Nebenwirkungen und Anwendungskomfort auf.
So sind Kuren, in denen Patienten in pollenarme Gebiete, wie Hochgebirge oder vegetationsarme Inseln während der Pollensaison für mehrere Wochen aus dem Expositionsgebiet entfernt werden oder aber ein Wohnungs- oder Berufswechsel zur Vermeidung einer Exposition für zahlreiche Patienten nur schwer zu verkraften.
Durch diese Karenz versucht man eine weitgehende Entfernung der krankheitsauslösenden Allergene aus der Umgebung des Kranken zu errreichen.
15
Die vollständige Entfernung inhalativer Allergene ist nicht möglich. Es gibt lediglich die Chance, die Kontaktflächen zum Allergen, also die Schleimhaut als Reaktionsort auszuschalten. Dies wird als Teilkarenz beschrieben.
Der Einbau von Allergen-Filtern in Belüftungs- und Klimaanlagen von Wohnungen, Arbeitsstätten und Autos kann nur die Exposition in diesen speziell geschützten Bereichen verhindern und ist ebenfalls mit nicht vernachlässigbaren Kosten verbunden.
Das Tragen eines Atemfilters über Mund und Nase ist kostengünstig und wirksam, aber unbequem.
Die Desensibilisierung (Hyposensibilisierung, Immunisierung) erfordert aufwendige Tests für die Wahl eines wirksamen Antigen-Extrakts. Ob eine klinische Besserung durch die Behandlung eintritt, ist dennoch nicht sicher vorhersagbar. Dieses Verfahren ist außerdem nicht frei von der Gefahr
-3-
gesundheitlich bedenklicher Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel asthmatoide und urtikarielle Beschwerden. Ferner erfordern die
Desensibilisierungsbehandlungen einen verhältnismäßig großen Kosten- und Zeitaufwand.
Die symptomatische Behandlung der allergischen Reaktion mit oralen Antihistaminika zur Schleimhautabschwellung ist bei vielen dieser Präparate mit dem Risiko einer sedierenden Wirkung behaftet, die sich auf das Wohlbefinden und die Reaktionsfähigkeit des Patienten negativ auswirkt. Es treten weiterhin nicht selten Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Konzentrationsstörungen auf.
Ferner ist auch die Anwendung von Sympatikomimetika, Präparate auf Cromoglicinsäure-Basis und von Glukokortikoiden wegen zahlreicher Nebenwirkungen und/oder hoher Kosten mit Nachteilen behaftet.
Bezüglich einer detaillierten Darstellung zu diesem Stand der Technik wird auf die DE-C 41 17 887 verwiesen. Diese bezieht sich auf die Verwendung von pharmazeutisch/kosmetisch als Vaselin definierten gesättigten Kohlenwasserstoffen als Nasensalbe zur Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen, insbesondere vom Typ „Heuschnupfen", wobei dort ein Vaselin mit folgenden Eigenschaften verwendet wurde:
Erstarrungspunkt nach DIN 51 556: 49 bis 52 0C;
Viskosität nach DIN 51 562: 6 mm2/s (100 0C);
Konuspenetration nach DIN 51 580: 150 bis 170;
mittlere Kettenlänge der Kohlenwasserstoffe des Vaselins: 26 ± 1
C-Atome;
C-Zahlbereich der Kohlenwasserstoffe: Ci5 bis
Ferner betrifft die deutsche Gebrauchsmusteranmeldung DE 200 09 841.1 eine Nasensalbe zur Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen umfassend mindestens ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen mit einer Viskosität nach DIN 51 562 von > 6 mm2/s (1000C), wobei diese Nasensalbe zusätzlich mindestens einen pflegenden Zusatzstoff, wie darin definiert, umfassen kann.
In Anbetracht dieses Standes der Technik lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine weiter verbesserte Nasensalbe zur wirkungssicheren Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen auf der Basis eines weiter verbesserten Vaselins bereitzustellen. Diese Nasensalbe sollte wiederum fur den Patienten keine gesundheitlichen Risiken beinhalten, ein breites Wirkungsspektrum gegen verschiedene Allergene der Atemluft aufweisen, angenehm anzuwenden sein und schlußendlich nur geringe Behandlungskosten verursachen.
Diese und weitere Aufgaben werden durch die Nasensalbe gemäß Patentanspruch 1 gelöst, nämlich durch eine Nasensalbe zur Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen umfassend mindestens ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen und mindestens einen Gerbstoff.
Bezüglich des erfindungsgemäß verwendbaren Kohlenwasserstoffgemischs bzw. Vaselins existieren keinerlei Beschränkungen, solange dieses den Reinheitsanforderungen der pharmazeutisch/kosmetisch verwendbaren Qualität gemäß Reinheitsvorschrift DAB entspricht und die erfindungsgemäß erforderlichen Parameter bezüglich der üblichen Eigenschaften aufweist.
Vorzugsweise werden das in der DE-C 41 17 887 beschriebene Vaselin mit folgenden Eigenschaften eingesetzt:
Erstarrungspunkt nach DIN 51 556: 49 bis 52 0C;
-5-
Viskosität nach DIN 51 562: 6 mnVVs (100 0C);
Konuspenetration nach DIN 51 580: 150 bis 170;
mittlere Kettenlänge der Kohlenwasserstoffe des Vaselins: 26 ± 1
C-Atome;
C-Zahlbereich der Kohlenwasserstoffe: Ci5 bis
Weiter bevorzugt wird das in der DE 200 09 841.1 beschriebene Vaselin verwendet, das ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen mit einer Viskosität nach DIN 51 562 von > 6 mm2/s (1000C) darstellt. Das erfindungsgemäß besonders bevorzugt verwendete Vaselin weist somit eine Viskosität bei 100 0C nach DIN 51 562 von > 6 mm2/s, vorzugsweise > 8 mmVs und insbesondere eine Viskosität von 8,5 bis 15 mm2/s auf.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird ein Vaselin verwendet, daß mindestens eine der folgenden Eigenschaften (a) bis (e) aufweist:
(a) Erstarrungspunkt (DIN 51556) 47 bis 56 0C
(b) Konuspenetration nach DIN 51 5 80 von 15 5 bis 185;
(c) maximal 5 Gew.-% der gesättigten Kohlenwasserstoffe haben eine Kettenlänge von < 25 ± 2;
(d) C-Zahlbereich der gesättigten Kohlenwasserstoffe (Bestimmung mittels GC): umfaßt C19 bis C52, jeweils ± 2;
und
(e) Zahlenmittel des Molekulargewichts: >400, vorzugsweise >480 und insbesondere > 500 g/mol.
Als Gerbstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowohl technische Gerbstoffe, wie z.B. solche, die aus Rinden und Hölzern, Blättern, Früchten und Gallen gewonnen werden, als auch therapeutische, mineralische und synthetisch hergestellte Gerbstoffe eingesetzt werden. Im einzelnen sind zu nennen:
&igr; ·
-6-
Nutzpflanzen (Technische Gerbstoffe) Rinden und Hölzer:
Quercus robur L. (Fagaceae) Quercus petraea (Matt.) Liebl.
Quercus cerris L.
Quercus coccifera L.
Picea abies (L.) Karst. (Pinaceae) Tsuga canadensis (L.) Carr. (Pinaceae) Larix decidua Mill. (Pinaceae) Betula pendula Roth (Betulaceae) Alnus glutinosa (L.) (Salicaaceae) Castanea sativa Mill. (Fagaceae) Castanea dentata Borkh.
Acacia mearnsii De Wild. (Mimosaceae) Acacia catechu Willd.
Acaica dealbata Link Eucalyptus wandoo Blakley (Myrtaceae) Eucalyptus occidentalis Endl.
Rhizophora mucronata Lam. (Rhizophoraceae) Rhizophora mangle L.
Ceriops candolleana Arn. (Rhizophoraceae) Braguiera gymmnorrhiza Lam. (Rhizophoraceae) Carapa molucensis Lam. (Meliaceae) Sonneratia caseolaris Druce (Sonneratiaceae) Avicennia tomentosa Jacq. (Verbenaceae) Schinopsis quebracho-colorado Barkl. et T. Mey. (Anacardiaceae) Schinopsis balanese Engl. Aspidosperma quebacho-blanco Schlechtend. (Apocynaceae)
-7-Blätter:
Rhus coriaria L. (Anacardiaceae) Rhus glabra L.
Cotinus coggygia Scop. (Anacardiaceae) Coriaria myrtifolia L.
Uncaria gambir (Hunter) Roxb. (Rubiaceae)
Früchte:
Caesalpina coriaria (Jacq.) Willd. (Caesalpinaceae) Kigelia africana (Lam.) Benth. (Bignoniaceae) Terminalia chebula Retz. (Combretaceae) Areca catechu L. (Arecaceae)
Gallen:
Quercus robur L. (Fagaceae) Quercus petraea (Matt.) Liebl. (Fagaceae) Quercus infectoria Oliver (Fagaceae) Pistacea spec. (Anacardiaceae)
Gerbstoffe (Tannine) aus Gallen und Albumin
Heilpflanzen (therapeutisch verwendete Gerbstoffe)
Acacia catechu (L. f.) Willd. [Mimosaceae] Acacia suma Kurz [Mimosaceae] Agrimonia eupatoria L. [Rosaceae] Alchemilla xanthochlora Roth. [Rosaceae] Camellia sinensis (L.) O. Kuntze [Theaceae] Crataegus monogyna, laevigata, azarolus, pentagyna, nigra [Rosaceae] Fragaria vesca L [Rosaceae]
Hamamelis virginiana L.. [Hamamelidaceae] Juglans regia L [Juglandaceae] Krameria lappacea (Dombey) Bürdet et Simpson Potentilla anserina L. [Rosaceae] Potentilla erecta (L.) Raeusch. [Roasaceae] Pterocarpus marsupium Roxb. [Fabaceae] Quercus infectoria Olivier [Fagaceae] Quercus pubescens Willd. [Fagaceae] Quercus robur L. [Fagaceae] Rhus chinensis Mill. [Anacardiaceae] Rubus fruticosus L[Rosaceae] Vaccinium myrtillus L. [Ericaceae] Depside (esterartig verknüpfte Phenolcarbonsäuren) Rosmarinus officinalis L. [Lamiaceae] Melissa officinalis L.
Origanum vulgaris L.
Sanicula europaea L. [Apiaceae] Lihospermum officinale L. [Boraginaceae] Rheum palmatum
Rheum officinale
mineralische Gerbstoffe:
Alaunsalze, wie z.B. Kalium-, Ammonium- oder Chromalaun 25
organische synthetische Gerbstoffe:
Kondensationsprodukte aus Phenolsulfonsäure, Kresolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd
Die Gerbstoffe werden insbesondere in Form von wässrigen Extrakten eingesetzt. Bei dieser Ausführungsform wird der Gerbstoffextrakt zusammen mit einem
-9-
Emulgator, wie z.B. einem Lecithin, mit dem Vaselin vermischt. Darüberhinaus ist es auch möglich, den Gerbstoff in Form einer Suspension oder Emulsion (ohne Emulgator) mit dem Vaselin vermischt einzusetzen. Ferner ist eine Einarbeitung des Gerbstoffs in Pulverform in das Vaselin möglich.
5
Der Anteil des eingesetzten Gerbstoffs beträgt im allgemeinen 10 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 5 Gew.-% oder weniger und insbesondere 1 bis 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Nasensalbe.
Darüberhinaus kann die erfindungsgemäße Nasensalbe Proteine, wie z.B. Albumine, umfassen.
Ferner kann die erfindungsgemäße Nasensalbe pflegende Zusatzstoffe umfassen. Als für Salben pflegende Zusatzstoffe können alle für diesen Zweck bekannten Zusatzstoffe eingesetzt werden, wobei es sich vorzugsweise um Silikone, Panthenol, Lanolin, Lecithin, Dexpanthenol, Provitamin B5, Pantothensäure, Panthenylethylether, Panthenyl-ethylether-acetat, Panthenyltriacetat, Allantoin, pflanzliche (Algen, Flechten) Öle, wie z.B. Mandelöl, Weizenkeimöl, Avocadoöl, Wachse, wie z.B. Paraffine, Extrakte, vorzugsweise CO2-Extrakte, wie z.B. Kamille, Sanddorn und Calendula handelt.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Nasensalbe werden die Bestandteile nach für den Fachmann bekannten Methoden miteinander vermischt.
Das Auftragen der erfindungsgemäßen Nasensalbe kann mit dem Finger oder mit einer Applikationshilfe erfolgen. Für die Schutzwirkung gegen inhalationsallergische Reaktionen ist aber der Ort des Auftrags in der Nase wesentlich. Damit eine sichere Prophylaxe erreicht wird, muß gewährleistet sein, daß im Bereich der beiden Nasenklappen die Naseninnenwände mit der Nasensalbe bedeckt sind.
Wird die erfindungsgemäße Nasensalbe nur am unteren Ende des Nasenvorhofs im Bereich der äußeren Nasenlöcher aufgetragen, so kann die inhalationsallergische Reaktion nicht ausgeschlossen werden. Bei richtiger Anwendung ist es jedoch mit Hilfe der erfindungsgemäßen Nasensalbe möglich, eine Teilkarenz für inhalative Allergene zu erreichen. Da die erfindungsgemäße Nasensalbe aufgrund ihrer besonderen physikalischen Eigenschaften nicht in die Nasenschleimhäute eindringen kann und nicht resorbiert wird, sondern sich als Schutzfilm auflegt, entsteht eine mechanische Barriere, für die mit dem Atemstrom aufgenommenen und transportierten Allergenträger. Dadurch kann die allergische Reaktion weitestgehend verhindert werden.
Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß allergische Reaktionen ausbleiben, ohne daß der Stoffwechsel des Patienten durch systemische Wirkstoffe belastet werden muß. Die Hauptbestandteile der Nasensalbe, die erwähnten gesättigten Kohlenwasserstoffe verhalten sich inert und werden nicht resorbiert. Damit ist die erfindungsgemäße Nasensalbe risikolos einsetzbar. Darüber hinaus kommt es auch nicht zu einem Nachlassen der Wirkung durch Gewöhnung des Patienten-Organismus. Die Geruchs- und die damit gekoppelte Geschmacksempfindungsfähigkeit bleiben unbeeinträchtigt.
Als weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Nasensalbe sind zu nennen:
vergleichsweise geringe Kosten;
Patient kann die vorbeugende Behandlung selbst durchführen;
die Applikation der erfindungsgemäßen Nasensalbe mit Zusatz hat
gleichzeitig eine pflegende Wirkung.
Darüber hinaus ist die erfindungsgemäße Nasensalbe nicht nur in der Lage, die Schwellung, Sekretabsonderung und den Juckreiz im Naseninneren bei Allergen-Exposition zu verhindern, sondern auch die Reizreaktionen im Augen- und im Halsbereich auszuschalten.
Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung mindestens eines pharmazeutisch/kosmetisch als Vaselin definierten Gemischs aus gesättigten Kohlenwasserstoffen, wie hierin definiert, in bzw. als Nasensalbe(n) zur Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen, wobei insbesondere die atopische Rhinitis vom Typ &ldquor;Heuschnupfen" positiv beeinflußt werden kann.
Abschließend sei noch erwähnt, daß aufgrund der hohen Effizienz der erfindungsgemäßen Nasensalbe bzw. der erfindungsgemäßen Verwendung eine lang anhaltende, zuverlässige Schutzwirkung erreicht wird, obwohl man mit sehr kleinen Eintragmengen auskommt. Mit Mengen von wenigen Milligramm, die vor den Nasenklappen verstrichen werden, kann selbst bei starkem Pollenflug über mehrere Stunden hinweg Beschwerdefreiheit erzielt werden, ohne daß ein erneutes Auftragen der erfindungsgemäßen Nasensalbe notwendig wäre.

Claims (8)

1. Nasensalbe zur Prophylaxe von inhalationsallergischen Reaktionen umfassend mindestens ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen und mindestens einen Gerbstoff.
2. Nasensalbe nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen eine Viskosität nach DIN 51 562 von > 6 mm2/s (100°C) besitzt.
3. Nasensalbe nach Anspruch 1 oder 2, wobei das mindestens eine Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen weniger als 20 Gew.-% lineare gesättigte Kohlenwasserstoffe (n-Paraffine) aufweist.
4. Nasensalbe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens eine Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen mindestens eine der folgenden Eigenschaften aufweist:
a) Erstarrungspunkt (ISO 2207) 47 bis 56°C
b) Konuspenetration nach DIN S 1580 von 155 bis 185;
c) maximal 5 Gew.-% der gesättigten Kohlenwasserstoffe haben eine Kettenlänge von &le; 25 ± 2;
d) C-Zahlbereich der gesättigten Kohlenwasserstoffe (Bestimmung mittels GC): umfaßt C19 bis C52, jeweils ±2; und
e) Zahlenmittel des Molekulargewichts: > 400, vorzugsweise > 480 und insbesondere > 500 g/mol.
5. Nasensalbe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der mindestens eine Gerbstoff ausgewählt wird unter: Gerbstoffen aus Rinden und Hölzern, Blättern, Früchten, Gallen und Heilpflanzen; synthetischen Gerbstoffen und mineralischen Gerbstoffen.
6. Nasensalbe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die zusätzlich mindestens einen pflegenden Zusatzstoff enthält.
7. Nasensalbe nach Anspruch 5, wobei der pflegende Zusatzstoff ausgewählt wird unter Silikonen, Panthenol, Lanolin, Lecithin, Dexpanthenol, Provitamin B5, Pantothensäure, Panthenylethylether, Panthenylethylether-acetat, Panthenyltriacetat, Allantoin, Mandelöl, Weizenkeimöl, Avocadoöl, Paraffinen und CO2-Extrakten von Kamille, Sanddorn oder Calendula, sowie Gemischen aus zwei oder mehr davon.
8. Nasensalbe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, die ferner mindestens ein Protein enthält.
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