DE20016895U1 - Überzug für abrasiv beanspruchte Oberflächen - Google Patents
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Description
Überzug für abrasiv beanspruchte Oberflächen
Die Erfindung betrifft einen Überzug für abrasiv beanspruchte Oberflächen.
Einsatzgebiete für den Abrasionsschutz sind beispielsweise Strahlanlagen, pneumatische oder mechanische Förderanlagen, Bauteile und Baugruppen mit Beanspruchung durch Reibung oder durch Schlag und Stoß, wie z.B. bei Ladeflächen von Fahrzeugen.
hi Strahlanlagen werden die Oberflächen von Objekten gestrahlt. Dabei werden mittels eines Trägermediums, wie z.B. Druckluft oder Wasser und darin verteilten Partikeln, dem Strahlmittel, von den zu behandelnden Oberflächen gezielt alte Färb- oder Korrosionsschichten und sonstige Verunreinigungen abgetragen.
Einen großen Einfluss besitzt der Parameter Druck, mit welchem der Strahl die Düse verlässt. Weiterhin ist die Größe und der Massestrom der in der Druckluft verteilten Strahl- oder Schleifpartikel und deren Geschwindigkeit beim Auftreffen sowie der Aufprallwinkel auf die zu strahlende Oberfläche von Bedeutung.
Für das Sandstrahlen großer Objekte, wie zum Beispiel von Schienenfahrzeugen, erfolgt das Strahlen in großen Strahlräumen bzw. Strahlkammern z.B. mit einem Volumen von 1000 m3. Die eigentliche funktioneile Strahltechnik ist überwiegend außerhalb der Strahlräume aufgestellt. Bei kleineren Strahlanlagen wird das Sandstrahlen in Strahlkabinen ausgeführt.
Beim Sandstrahlen selbst treffen die abrasiven Partikel auf der Oberfläche des zu behandelnden Objektes auf und reißen beispielsweise Korrosions- oder Farbpartikel von der Oberfläche weg. Die kinetische Energie der Strahl- oder Schleifpartikel wird
dabei verwandt, um die unerwünschten Korrosions- oder Farbpartikel von der Oberfläche abzutragen.
Je nach Druck, Geschwindigkeit und Aufprallwinkel der Strahl- oder Schleifpartikel auf der Oberfläche sowie deren rheologischen Eigenschaften werden die Schleifpartikel teilweise an der Oberfläche reflektiert. Diese an der zu strahlenden Oberfläche reflektierten Strahl- oder Schleifpartikel treffen nun unkontrolliert auf Oberflächen der Strahlräume oder des Bauwerkskörpers bzw. der Wandung einer Strahlkabine bei kleineren Strahlanlagen.
Somit entsteht unkontrolliert Oberflächenschaden durch diese infolge von Reflexion ab- und umgelenkter Schleifpartikel.
Im Stand der Technik wird dieses Problem so gelöst, dass die Strahlkabinen und die Strahlkammern bei größeren Anlagen mit Strahlschutzwänden oder Matten geschützt werden. Diese Strahlhausauskleidungen erfordern einen erheblichen Mehraufwand bei der Konstruktion und Fertigung von Strahlanlagen und der nutzungsabhängige Austausch dieser Schutzvorrichtungen führt zu zusätzlichen Unterhaltungskosten für den Betrieb von Strahlhäusern.
Ausrüstungsteile werden außerdem aufwendig mit Abdeckungen und Ummantelungen versehen, welche je nach Verschleiß ausgetauscht werden müssen, um einen störungsfreien Betrieb der Anlagen zu gewährleisten.
Aufgabe der Erfindung ist, abrasiv beanspruchte Oberflächen effizient und kostensparend vor Verschleiß zu schützen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Die Konzeption der Erfindung besteht darin, dass die betreffenden, vor unkontrolliertem Abrieb zu schützenden Oberflächen mit einem die kinetische Energie der Strahlpartikel aufnehmenden Überzug ausgestattet werden.
Dabei ist der Überzug derart beschaffen, dass die Partikel ihre kinetische Energie an den Überzug abgeben, ohne das dieser jedoch von den Partikeln zerstört wird wobei dieser Überzug aus einem gummiartigen, elastischen oder plastoelastischen Material besteht.
Dieses Material besteht beispielsweise aus 0,1 bis 0,8 Teilen Gummigranulat unterschiedlicher Körnung bis höchstens 2 mm Durchmesser, wobei das Gummigranulat mit 0,9 bis 0,2 Teilen wasserlöslicher Acrylatdispersion einschließlich Additive gebunden ist.
Als Vorteil der Erfindung ist hervorzuheben, dass durch den Überzug direkt auf den zu schützenden Flächen Aufwendungen für eine separate Schutzkonstruktionen und dergleichen eingespart werden können. Zudem werden die Lebensdauer von erfindungsgemäß modifizierten Anlagen verlängert.
Die Wartungs- und Reparaturintervalle können deutlich verlängert werden, was zu weiteren Kosteneinsparungen führt.
Die Reparatur verschlissener Stellen ist durch Aufspritzen neuen Materials erheblich vereinfacht. Demontagearbeit entfällt in diesem Falle häufig.
Daneben ist durch den erfindungsgemäßen Flächenüberzug auch ein zusätzlicher Lärm- und Dröhnschutz gegeben, da auch Schallwellen von dem Überzug teilweise absorbiert werden.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Schutzansprüche verwiesen. Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
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Besonders geeignete Ausfuhrungsformen der Erfindung liegen im Überzug von stark abrasiv beanspruchten Flächen.
Dazu gehören insbesondere die Oberflächen von Strahlanlagen. Sowohl die Strahlanlage als auch die sie um gebenden Flächen, wie Strahlböden, die Umhausungen von Strahlanlagen, die Strahlkabine oder das Strahlhaus mit seinen Wänden, Decken und Böden werden durch Reflexion von Strahl- oder Schleifpartikeln an den zu strahlenden Oberflächen stark abrasiv beansprucht, was, wie bereits beschrieben, zu hohen Unterhaltungs- und Reparaturkosten führt.
Der erfindungsgemäße Überzug von diesen beanspruchten Flächen nimmt die kinetische Energie der Strahl- oder Schleif partikel auf und verhindert so den Materialabtrag an den betroffenen Oberflächen.
Weitere Anwendungsgebiete der Erfindung liegen darin, dass dieser Überzug auch auf den beanspruchten Flächen von Ansauglabyrinthen aufgebracht wird. In Ansauglabyrinthen werden beispielsweise große Luftmengen angesaugt und durch häufigen Wechsel der Strömungsrichtung prallen in der Luft mitgerissene Partikel auf die Oberflächen infolge ihrer Massenträgheit auf und verlieren so ihre kinetische Energie, wodurch sie über die Schwerkraft nach unten sinken und abgeschieden werden können.
Der Aufprall der Teilchen auf den Flächen des Ansauglabyrinths führt aber naturgemäß teilweise zum Materialabtrag an diesen Flächen. Resultierend müssen die Labyrinthe erneuert und die betreffenden Flächen überarbeitet werden.
Der erfindungsgemäße Überzug verhindert auf diesen Flächen gezielt den Materialabtrag.
Als weiteres vorteilhaftes Anwendungsgebiet ist die Beschichtung eines Zyklons für die Partikelabscheidung zu nennen. Dieser funktioniert nach ähnlichem Prinzip wie das Ansauglabyrinth, wobei im Zyklon die Zentrifugalkräfte bei der Kreisbewegung der Partikel im Zyklon zur Verminderung der kinetischen Energie der Partikel führen.
Auch in Filter- und Lüftungsanlagen treten unerwünschte Abriebeffekte durch Partikel auf. Erfindungsgemäß wird auch dort durch den Überzug auf den beanspruchten Flächen der Abrieb vermindert bis ausgeschlossen, was zu einer Verlängerung der Lebensdauer derartiger Komponenten und Anlagen führt. Ebenso werden die häufig bei derartigen Anlagen auftretenden Probleme der Lärmbelastung durch den Überzug vermindert.
Ein vorteilhafter Einsatz des Überzuges ist weiterhin die Auskleidung von Laderäumen und Ladeflächen von Lastkraftwagen. Der Überzug ist neben seiner mechanischen Belastbarkeit auch rutschfest, was einem unbeabsichtigten verrutschen der Ladung während des Transportes entgegenwirkt.
Claims (9)
1. Überzug für abrasiv beanspruchte Oberflächen, welcher die kinetische Energie von mit der Oberfläche in Kontakt tretenden Körpern aufnimmt und dadurch die Oberfläche vor Abrieb oder Zerstörung schützt, wobei dieser Überzug aus einem gummiartigen, elastischen oder plastoelastischen Material besteht.
2. Überzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus 0,1 bis 0,8 Teilen Gummigranulat unterschiedlicher Körnung bis höchstens 2 mm Durchmesser besteht, wobei das Gummigranulat mit 0,9 bis 0,2 Teilen wasserlöslicher Acrylatdispersion einschließlich Additive gebunden ist.
3. Strahlanlage, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einem Überzug nach einem der Ansprüche 1 bis 2 versehen ist und der Überzug die kinetische Energie der Strahl- oder Schleifpartikel, die infolge von Reflexion an den zu strahlenden Oberflächen auf die Oberfläche der Strahlanlage auftreffen, aufnimmt.
4. Strahlanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhausungen, die Strahlkabine, das Strahlhaus bzw. dessen Wände, Decken und Böden mit dem Überzug versehen sind.
5. Ansauglabyrinth, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der mit dem Ansaugstrom in Kontakt kommenden Komponenten mit einem abrasionshemmenden Überzug nach einem der Ansprüche 1 bis 2 versehen sind.
6. Zyklon, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der mit dem beladenen Fluidstrom in Kontakt kommenden Komponenten mit einem abrasionshemmenden Überzug nach einem der Ansprüche 1 bis 2 versehen sind.
7. Filteranlage, dadurch gekennzeichnet, dass abrasiv beanspruchte Oberflächen mit einem abrasionshemmenden Überzug nach einem der Ansprüche 1 bis 2 versehen sind.
8. Lüftungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass abrasiv beanspruchte Oberflächen mit einem abrasionshemmenden Überzug nach einem der Ansprüche 1 bis 2 versehen sind.
9. Lastkraftwagen, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den zu transportierenden Gütern in Kontakt kommenden Flächen mit einem abrasionshemmenden Überzug nach einem der Ansprüche 1 bis 2 versehen sind.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102009015059B4 (de) * | 2008-10-22 | 2012-02-09 | Rösler Holding GmbH & Co. KG | Schutzmatte |
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2000
- 2000-09-25 DE DE20016895U patent/DE20016895U1/de not_active Expired - Lifetime
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|---|
| 02105828 A |
| JP Patent Abstracts of Japan: 09316373 A |
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