DE1897327U - Schwimmfaehige sandstrahl-geblaese- und ruecksaugevorrichtung. - Google Patents
Schwimmfaehige sandstrahl-geblaese- und ruecksaugevorrichtung.Info
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Description
Schwimmfähige Sandstrahl-Gebläse- und Rücksaugeeinrichtung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sand strahl-G-e blase-
und Rüclsaugeeinrichtung.
Insbesondere bei Schiffen ist es üblich, z. Bo zum
Entfernen alter Anstriche und zum Entrosten, Sandstrahlgebläse zu verwenden. Die Forderung der Schiffahrt nach einwandfreier
und schneller Durchführung dieser Arbeiten führte zu einem immer aufwendigeren G-erätepark, der von der Sandtrockentrommel
über die Preßluftkompressoren, Sandstrahlgebläsekübel, Abluftventilatoren, Staubabscheider, Saugförderanlagen,
Farbspritzgeräten bis zu Trockenluftgeräten reicht» Alle diese Geräte mußten zur Baustelle transportiert, mit
Hilfe der Werftkräne aufgebaut und an die werftseitige Energieversorgung angeschlossen werden, ehe mit den eigentlichen
Strahlarbeiten begonnen werden konnte. Dabei bedeutet der Energiebedarf der Geräte von mehreren hundert KW eine starke
Belastung der für derart hohe Leistungen nicht immer ausgelegten Stromversorgungen am Docks und Kais. Die Inanspruchnahme
der Werftkräne erstreckte sich nicht nur auf das Auf-
bauen der Anlage, sondern auch während des Strahlvorganges
mußte regelmäßig neues Strahlgut bereitgestellt und verschmutztes Strahlgut-Rost-Gemisch wieder abtransportiert
werden - ganz abgesehen von dem mehrmaligen Versetzen der Geräte, wenn ein Schiff großer Länge z» B. entrostet werden
sollte.
Dementsprechend konnten umfangreiche Sandstrahlarbeiten an Schiffsneubauten oder Reparaturschiffen nur in enger
Zusammenarbeit mit den Werften erfolgen, wobei auch die werftseitig gelieferte Energie und die Iransportarbeit
nicht unerhebliche Kostenfaktoren darstellten.
Der Zweck der Erfindung besteht demgegenüber darin, eine Sandstrahl-Gebläse- und Eücksaugeexnrichtung zu schaffei)
welche unabhängig und weitgehend selbsttätig und kontinuierlich arbeitet, und mittels welcher umfangreiche Sandstrahlarbeiten
in kürzerer Zeit und billiger und besser als bisher ausgeführt werden können.
Gemäß der Erfindung wird dieser Zweck, durch eine auf
einem Schwimmköper angeordnete Sandstrahl-Gebläse- und Rücksauge einrichtung erreicht, die wenigstens einen etwa in der
Mitte des Schwimmkörpers angeordneten Strahlgutvorratsbunker,
aus welchem Strahlgut über eine Fördervorrichtung und eine Trockentrommel in einen zur Längsachse des Schwimmkörpers
symmetrisch angeordneten Tagesbunker gefördert wird, und ferner dem Tagesbunker nachgeschaltete zur Längsachse
des Schwimmkörpers;symmetrische Strahlmaschinen aufweist, die
- -■- V/A
jeweils wenigstens zwei periodisch zu beschickende Druckkammern
haten.
* ■ Um das mit Rostpartikeln od. dgL vermischte Gut von
der Arbeitsstelle zu entfernen, ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ein Rücksaugegebläse vorgesehen, dem
ein Abscheider nachgeschaltet ist, welcher über ein Sieb und einen Windsichter mit dem Tagesbunker in Verbindung
steht.
(Tt Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung igt..
zur Reinigung der Transportluft ein mit dem Windsichter in Verbindung stehender Zyklonabscheider vorgesehen, dem ein
Uaßabscheider nachgeschaltet ist.
"* Das Sieb, der Windsichter, der Tagesbunker, die Strahl
maschinen, das Rücksaugegebläse und die Abscheider sind vorzugsweise
in einem zur Längsachse des Schwimmkörpers symmetrisch angeordneten Turmaufbau angeordnet.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend an
Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht der Sandstrahl-Gebläse-
und Rücksaugeeinrichtung gemäß der Erfindung, wobei der Schwimmkörper fortgelassen
ist.
Fig» 2 ist eine in etwas verkleinertem Maßstab gehaltene
Fig» 2 ist eine in etwas verkleinertem Maßstab gehaltene
schematische Vorderansicht der Einrichtung gemäß
'* Fig. 1, wobei die Einrichtung in der Arbeits
stellung neben einem z. B. zu entrostenden Schiff liegend dargestellt ist.
., In der Zeichnung sind zwei zur iängsachse des Schwimm
körpers S (Pig. 2) symmetrisch angeordnete Strahlgutvorratsbunker 1 dargestellt, die über zweckentsprechende, an ihrem
unteren Ende vorgesehene Abgaberinnen 2, beispielsweise Vibratorrinnen, kontinuierlich und regelbar entleert werden
können. Von den Abgaberinnen 2 gelangt das Strahlgut auf ein gemeinsames Förderband 3. Auf dem Förderband 3 wird das
noch feuchte Strahlgut, das auch ein Gemisch aus zwei Sorten
C, sein kann, über ein Becherwerk 4 und ein weiteres Förder
band 5 in eine Trockentrommel 6 gefördert, wobei das Becherwerk
4 und die Trockentrommel 6 an der.Seite des Schwimmkörpers S angeordnet sind. In der Trockentrommel 6 wird der
Wassergehalt des Strahlgutes verdampft, da nur mit absolut trockenem Strahlgut einwandfrei gearbeitet werden kann.
Das getrocknete Strahlgut wird dann aus der Trockentrommel 6 an einen sogenannten Schubsender 7 abgegeben,
welcher es über ein Sieb 8, beispielsweise ein Rüttelsieb, in einen oder mehrere Tagesbunker 10 fördert. Hieraus rinnt
das Strahlgut den Strahlmaschinen 11 zu. In diesen wird das
Strahlgut über Doppelschleusen in einer Leitung unter Druck stehender Luft kontinuierlich zugemischt, so daß ein kontinuierliches
Strahlen möglich ist. Das Strahlgut tritt dann „ aus Düsen- 12 aus.
Da beim Entrosten von Schiffswänden diese Wände in
■'" den meisten Fällen gleichzeitig konserviert werden müssen,
ist es erwünscht, eine Rücksaugeanlage vorzusehen, da das
"Ä"- : ' Bl
mit den Rostpartikeln od. dgl'vermischte Strahlgut von
der Arbeitsstelle entfernt werden muß, ehe konserviert werden
kann.
Zu diesem Zweck ist ein Rücksaugegebläse 15 (Fig. 2) vorgesehen, welches über zweckentsprechende leitungen das
mit den Kostpartikeln od. dgl. vermischte Gut von der
Arbeitsstelle in einen Abscheider 13, vorzugsweise einen Zyklonabscheider, saugt. In diesem wird das grobe Korn,
fr 2. B. Stahldrahtkorn, ausgeschleudert, wonach das noch
weitere Fremdbeatandteile enthaltende Strahlgut durch eine
Doppelschleuse 14 hindurch auf das Rüttelsieb 8 fällt. Auf diesem werden grobe Fremdbestandteile, wie Handschuhe,
< Schrauben, Elektroden, G-lühbirnen u. dgl. abgefangen, die
infolge der hohen Saugwirkung des Gebläses 15 und der groß-en
γ.
Querschnitte der Rücksaugeleitungen mitgerissen wurden. Das
gesiebte Gut fällt dann durch den windsichter 9'hindurch in
die Tagesbunker 10, so daß es erneut verwendet werden kann. Die Aufgabe des Windsichters 9 besteht darin, das Strahl·
■'" gut von noch anhaftendem Staub zu befreien und die nicht
wieder verwendungsfähigen Kleinstpartikel abzusondern, -"ie
--··*·*■ Transportluft wird, ehe sie ins Freie tritt, in einem Abscheider
16 mit nachgeschaltetem Naßabscheider entstaubt.
Hierdurch wird erreicht, daß die Rücksaugeanlage weitgehend staubfrei arbeitet, so daß das Bedienungspersonal nicht
■/· mehr wie früher den gesundheitsschädlichen Feinststäuben
ausgesetzt ist.
Das Rüttelsieb 8, der Yfindsichter 9, der oder die Tages-
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bunker 10, die Strahlmaschinen 11, das ßücksaugegebläse 15 und die Abscheider 13 und 16 sind in einem zur Längsachse
des Schwimmkörpers S symmetrisch angeordneten Turmaufbau T angeordnet. Dabei können ein oder mehrere derartige Turmaufbauten
T vorgesehen sein, je nach der gewünschten Strahl-
und Rücksaugeleistung. Die Tagabunker können jeweils eine
oder mehrere Strahlmaschinen 11 versorgen«
In jedem Turmaufbau I können weiterhin Ventilatoren eingebaut sein, welche die während des Strahlens expandieren
de luft absaugen, um den die Strahldüsen führenden Bedienungspersonen
stets eine klare Sicht auf die zu strahlende Fläche zu ermöglichen, Die.se Ventilatoren sind druckseitig
ebenfalls an einen Haßabscheider angeschlossen»
Weiterhin können transportable Trockenluftgeräte vorgesehen sein, um größere gestrahlte Flächen vor Korrosion
durch Schwitzwasserbildung zu schützen. Mit Hilfe dieser Geräte können die gestrahlten Flächen über Tage in weißblankem Zustand gehalten und nach Beendigung aller Strahlarbeiten
sorgfältig entstaubt und in einem Arbeitsgang beschichtet werden. Die nachfolgenden Anstriche werden dann
auf staubfreie Flächen aufgetragen, so daß sie langer halten.
Der Schiffskörper ist mit einer zweckentsprechenden Eigenantriebsanlage sowie mit einer weiteren Energieerzeugungsanlage
versehen, mittels welcher die zum Betrieb der Sandstrahl-Gebläse- und Eücksaugeeinrichtung erforderliche
Energie (elektrische Energie, Druckluft usw.) erzeugt " wird.
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Durch die Erfindung können infolge der unabhängigen und weitgehend selbsttätigen Arbeitsweise Sandstrahlarbeiten
in ungefähr der Hälfte der Zeit ausgeführt werden, die früher bei Verwendung üblicher Geräte erforderlich war.
Dieser verringerte Zeitaufwand wird erreicht, obwohl eine metallblanke Oberfläche erhalten wird, die heute meistens
anstelle einer nur metallisch reinen Oberfläche gefordert wird.
Mit der erfindungsgemäßen Sandstrahl-G-ebläse- und
Rücksaugeeinriehtung können nicht nur Schiffsaußenflächen
und Ladetanks bearbeitet werden, sondern auch an land liegende Stahlkonstruktionen, Brücken und Stahlwasserbauten
oder auf Helgen liegende Schiffsrümpfe. Dabei halten neu·· anzubringende Anstriche infolge der außerordentlich guten Ent
rostung länger als bisher«
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Claims (12)
1.) Schwimmfähige Sandstrahl-G-ebläse- und Rücksageeinrichtung,
gekennzeichnet durch wenigstens einen etwa in der Mitte eines Schwimmkörpers angeordneten Strahlgutvorratsbunker
(1) aus welchem Strahlgut über eine Fördervorrichtung und eine Trockentrommel (6) in einen zur Längsachse
des Schwimmkörpers symmetrisch angeordnete Tagesbunker (10) gefördert wird, und durch dem Tagesbunker (10) nachgeschaltete,
zur Längsachse des Schwimmkörpers symmetrisch angeordnete Strahlmaschinen, die jeweils wenigstens zwei
periodisch zu beschickende Druckkammern aufweisen.
2.) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichneta
daß die Fördervorrichtung am unteren Ende jedes Vorratsbunkers (1) vorgesehene und auf ein gemeinsames Förderband
(3) fördernde Abgaberinnen (2) und ein über ein weiteres Förderband (5) in die Trockentrommel (6) förderndes Becherwerk
(4) aufweist·
3o) Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Becherwerk· (4) und die Trockentrommel (6) an der Seite des Schwimmkörpers angeordnet sind ο
4.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3» gekennzeichnet
durch einen der Trockentrommel (6) nachgeschalteten Schubsender (7)>
einen über dem Tagesbunker (10) angeordneten Windsichter (9), dem ein Sieb (8) vorgeschaltet
ist.
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5.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4» gekennzeichnet durch ein Rücksaugegebläse (15) und einen
diesem nachgeschalteten Abscheider (13)» der über das Sieb
(8) und den Windsichter (9) mit dem Tagesbunker (10) in Verbindung steht.
6o) Einrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß der Abscheider (13) ein Zyklonabscheider ist.
7.) Einrichtung na4ch einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen mit dem Windsichter (9) in Verbindung
stehenden, zur Reinigung der Transportluft dienenden Zyklonabscheider (16), dem ein Naßabscheider nachgeschaltet
ist.
8.) Einrichtung nach einem-der Ansprüche 1 bis 71 dadurch
gekennzeichnet, daß das Sieb (8), der Windsichter (9), der Tagesbunker (10), die Strahlmaschinen (11), das Rücksaugegebläse
(15) und die Abscheider (13 und 16) in einem zur Längsachse des Schwimmkörpers symmetrisch angeordneten
Turmaufbau (T) angeordnet sind.
9.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zur Längsachse des Schwimmkörpers symmetrisch angeordnete Turmaufbauten (T) vorgesehen
sind.
10.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß in jedem Turm zwei nebeneinander angeordnete - Tagewbunker vorgesehen sind.
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11.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zur Längsachse des Schwimmkörpers
symmetrisch angeordnete Vorratsbunker (1) vorgesehen
sind.
12.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zyklonabscheider
(13) und dem Sieb (8) eine Doppelschleuse (14) angeordnet
ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1964M0047513 DE1897327U (de) | 1964-03-02 | 1964-03-02 | Schwimmfaehige sandstrahl-geblaese- und ruecksaugevorrichtung. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1964M0047513 DE1897327U (de) | 1964-03-02 | 1964-03-02 | Schwimmfaehige sandstrahl-geblaese- und ruecksaugevorrichtung. |
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| DE1897327U true DE1897327U (de) | 1964-07-23 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1964M0047513 Expired DE1897327U (de) | 1964-03-02 | 1964-03-02 | Schwimmfaehige sandstrahl-geblaese- und ruecksaugevorrichtung. |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1897327U (de) |
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1964
- 1964-03-02 DE DE1964M0047513 patent/DE1897327U/de not_active Expired
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