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DE20101882U1 - Strahlmittel - Google Patents

Strahlmittel

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Publication number
DE20101882U1
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DE
Germany
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rubber
blasting
granules
agent according
granulate
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE20101882U
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English (en)
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Publication date
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Publication of DE20101882U1 publication Critical patent/DE20101882U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L19/00Compositions of rubbers not provided for in groups C08L7/00 - C08L17/00
    • C08L19/003Precrosslinked rubber; Scrap rubber; Used vulcanised rubber
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24CABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C11/00Selection of abrasive materials or additives for abrasive blasts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Strahlmittel
Die Erfindung betrifft ein Strahlmittel zum Reinigen und/oder Entfetten von Oberflächen.
In den bekannten Strahlanlagen werden die Oberflächen von Objekten gestrahlt. Dabei werden mittels eines Trägermediums, wie z.B. Druckluft oder Wasser und darin verteilten Partikeln, dem Strahlmittel, von den zu behandelnden Oberflächen gezielt Farboder Korrosionsschichten und sonstige Verunreinigungen abgetragen. Als Strahlmittel werden im allgemeinen Korund, Sand und Glaskugeln eingesetzt.
Beim Sandstrahlen treffen die abrasiven Partikel auf die Oberfläche des zu behandelnden Objektes auf und reißen beispielsweise Korrosions- oder Farbpartikel von der Oberfläche weg. Die kinetische Energie der abrasiven Strahl- oder Schleifpartikel wird dabei benötigt, um die unerwünschten Korrosions- oder Farbpartikel von der Oberfläche abzutragen.
Neben den abrasiv wirkenden Strahlmitteln, deren Einsatz in aller Regel eine mechanische Veränderung der behandelten Oberflächen zur Folge hat und sogar zu einer Beschädigung der Oberflächen führen kann, können als sogenannte weiche Strahlmittel auch Plast- bzw. Kunststoffgranulate zur Anwendung kommen. Aufgabe dieser Strahlmittel ist beispielsweise die Säuberung von Fassadenflächen bzw. -elementen, von Figuren, Skulpturen und diversen anderen zu reinigenden Objekten, die zumindest an der Oberfläche aus relativ weichen Materialien bestehen. Zu solchen Materialien zählen Naturstein, insbesondere Sandstein, Kunststoffe und dgl..
Hauptnachteil bei der Anwendung der beschriebenen Strahlmittel ist, dass öl- und fetthaltige Verunreinigungen nicht oder nur unzureichend entfernt werden können.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein neues Strahlmittel vorzuschlagen, das eine reinigende und entfettende Wirkung für die behandelte Oberfläche hat und dessen mechanische Strahlleistung, abhängig vom Verschmutzungsgrad der behandelten Oberfläche einstellbar ist.
Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist in den Ansprüchen 1 und 5 angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Nach der Konzeption der Erfindung werden als Strahlmittel beispielsweise zur Behandlung, d.h. Reinigung von kontaminierten Industrieböden, Motoren, Bodenbelägen, Maschinen, Anlagen u.a.m. gummielastische Werkstoffe eingesetzt.
In einer ersten Ausführungsform für das neue Strahlmittel werden quellfähige Gummigranulate unterschiedlicher Körnung, beispielsweise im Durchmesserbereich 0,2 - 0,8 mm; 0,4 - 1,6 mm; 1,6 - 2,5 mm eingesetzt.
Quellfähige Gummigranulate können im wesentlichen folgende Kautschuk-Vulkani sate beinhalten: Natur-Kautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk, Butyl- Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Silikon- Kautschuk, Polynorbornen- Kautschuk. Diese Kautschuk-Vulkanisate haben die Eigenschaft, bei Ölaufnahme zu quellen und das Öl an der Oberfläche und im Inneren „festzuhalten". Einige dieser Gummigranulate stammen aus der Altreifenaufbereitung und/oder fallen beim Recycling von technischen Gummiabfällen an. Die beiden Kautschuk-Vulkanisate Natur-Kautschuk und Styrol-Butadien-Kautschuk sind sogenannte Altreifengranulate.
Eine Aufbereitung der gebrauchten Ölbinder/Strahlmittel ist allerdings nur schwer möglich. In der Regel erfolgt die Entsorgung analog zur Altölentsorgung, was am Ende zur Verbrennung in Abfallverbrennungsanlagen oder Zementwerken führt. Aufgrund
der nicht spezifizierbaren ÖltypenZ-inhaltsstoffe erfolgt die Entsorgung als (Sonder-) Abfall gegen Gebühr.
In einer zweiten Ausführungsform für das neue Strahlmittel wird anstelle eines quellfähigen Ölbinders/Strahlmittels ein hoch temperaturbeständiges und ölbeständiges Gummigranulat eingesetzt. Dieses Granulat besteht vorzugsweise aus Acrylat-Kautschuk oder Acrylnitril-Butadien-Kautschuk-Gummi, welcher beispielsweise in der Automobilbranche (Motorbereich) und in der chemischen Grundstoffindustrie (hier u.a. für Dichtungen) zum Einsatz kommt. Die Anlagerung der abgestrahlten Verschmutzung erfolgt bei diesen Gummigranulaten nur oberflächlich.
Durch diese oberflächliche Anlagerung der Schmutz- und Fettbestandteile kommt es nicht zur Quellung des Gummikorns und das Strahlmittel kann durch Zentrifugenbehandlung und/oder Extraktion wieder aufbereitet werden. Dabei werden mindestens 90% der Fettbeladung abgeschieden und das Strahlmittel kann dem Strahlmittel-Kreislauf erneut zugeführt werden.
Durch die Elastizität des Gummigranulats kommt es sowohl beim Verarbeiten als auch beim Recyclingprozeß des Strahlmittels nicht zur irreversiblen Abnutzung durch abbrechende Kanten.
Eine Trennung des Strahlmittels von den Beladungsstoffen/Reststoffen ist hier in einer Aufbereitungsanlage möglich. Die separate Entsorgung der Reststoffe und die Wiederverwendbarkeit des Strahlmittels sind überzeugende Vorteile dieses Strahlmittels
Hinsichtlich des eingesetzten Kornspektrums des Granulats wird ein Bereich von > 400 &mgr;&eegr;&igr; bis etwa 5 mm empfohlen.
Korngrößen von < 200 &mgr;&pgr;&igr; können bei wirkender statischer Aufladung zum Absetzen von staubförmigen Feinstmehlen führen.
Als günstig hat sich eine Körnung von 0,8 - 2,5 mm erwiesen.
&bull; ·
Der Effekt der Ölbindung der ausgewählten Gummigranulate in Kombination mit der freigesetzten mechanischen Energie bei Auftreffen auf Oberflächen führt zu guten Reinigungsleistungen im Bereich Fette/Öle, Altanstriche.
Von hohem Nutzen bei der Anwendung des Strahlmittels ist die Elastizität des Gummikorns, welche eine Schädigung von Oberflächen verhindert; auf diese Weise wird die Funktion von Dichtungen, festen Anstriche, vorhandenen Gummierungen durch den Reinigungsprozess nicht beeinträchtigt.
Eine Verbesserung der mechanischen Strahlleistung, der mechanischen Strahlwirkung ist durch (Tief-)Kühlung des Gummikorns möglich, welches sich bei Auftreffen wieder erwärmt.
Ebenso ist zur Verbesserung der Strahlleistung bei bestimmten Anwendungsfällen ein kombinierter Einsatz von Eisstrahlen und Gummigranulat denkbar.
Alternativ können zur Verbesserung der mechanischen Strahlleistung abrasive Strahlelemente, wie Korund, Glaskugeln und/oder Sand in einem variablen Mischungsverhältnis dem Gummigranulat zugesetzt werden.
Eine Anpassung an den Verschmutzungsgrad und die Art der Verschmutzung ist durch Auswahl der Granulatkörnung möglich, nämlich feineres Korn für hochviskose Schichten, Grobkorn für hartnäckigen Schmutz.
&bull; ·

Claims (12)

1. Strahlmittel zur Reinigung und Entfettung von Oberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass quellfähige Gummigranulate mit einem Kornspektrum von > 400 µm bis etwa 5 mm als Strahlmittel vorgesehen sind.
2. Strahlmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als quellfähige Gummigranulate die folgenden Kautschuk-Vulkanisate einsetzbar sind: Natur-Kautschuk, Styrol-Butadien- Kautschuk, Butyl-Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Silikon- Kautschuk, Polynorbornen-Kautschuk.
3. Strahlmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als quellfähige Gummigranulate Altreifengranulate, nämlich Natur-Kautschuk und Styrol-Butadien-Kautschuk einsetzbar sind.
4. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kornspektrum vorzugsweise die Bereiche 0,2-0,8 mm; 0,4-1,5 mm und 1,6-2,5 mm umfasst.
5. Strahlmittel zur Reinigung und Entfettung von Oberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass hoch temperaturbeständige und ölbeständige Gummigranulate aus Acrylat-Kautschuk und/oder Acrylnitrit-Butadien- Kautschuk-Gummi mit einem Kornspektrum von > 400 µm bis etwa 5 mm eingesetzt werden.
6. Strahlmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als hoch temperaturbeständige und ölbeständige Gummigranulate die folgenden Kautschuk-Vulkanisate einsetzbar sind: Nitril-Kautschuk, Fluor-Kautschuk sowie Polyacrylat- und Ethylenacrylat-Kautschuk.
7. Strahlmittel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kornspektrum vorzugsweise einen Durchmesserbereich von 0,8-2,5 mm aufweist.
8. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der mechanischen Strahlleistung eine (Tief-)Kühlung des Granulats erfolgt.
9. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der mechanischen Strahlleistung Eisstrahlen mit dem Gummigranulat kombiniert werden.
10. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der mechanischen Strahlleistung abrasive Strahlelemente in einem variablen Mischungsverhältnis dem Gummigranulat zugesetzt werden.
11. Strahlmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als abrasive Strahlelemente Korund und/oder Glaskugeln und/oder Sand vorgesehen sind.
12. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wiederaufbereitung des kontaminierten Strahlmittels durch Trennung des Gummigranulats von den Beladungsstoffen/Reststoffen durch Zentrifugenbehandlung und/oder Extraktion erfolgt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102022200885A1 (de) 2022-01-26 2023-07-27 HOWE Umwelttechnik GmbH Verfahren zum Abtragen einer kontaminierten Oberfläche

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DE102022200885A1 (de) 2022-01-26 2023-07-27 HOWE Umwelttechnik GmbH Verfahren zum Abtragen einer kontaminierten Oberfläche

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