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DE19940441B4 - Verfahren zum Sandstrahlen mit verwertbarem Strahlgut - Google Patents

Verfahren zum Sandstrahlen mit verwertbarem Strahlgut Download PDF

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DE19940441B4 DE1999140441 DE19940441A DE19940441B4 DE 19940441 B4 DE19940441 B4 DE 19940441B4 DE 1999140441 DE1999140441 DE 1999140441 DE 19940441 A DE19940441 A DE 19940441A DE 19940441 B4 DE19940441 B4 DE 19940441B4
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sandblasting
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    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24CABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C11/00Selection of abrasive materials or additives for abrasive blasts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Abstract

Verfahren zum Sandstrahlen und Entsorgen von Strahlmittel und Strahlgut, dadurch gekennzeichnet, daß als Strahlmittel Koksgrus verwendet wird und nach dem Strahlen Strahlmittel und Strahlgut gemeinsam erfaßt und zumindest teilweise durch Wiederverwendung als Einsatzstoff in thermischen Prozessen entsorgt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sandstrahlen und Entsorgen von Strahlmittel und Strahlgut.
  • Sandstrahlverfahren werden häufig und vielfältig angewendet. Mit dem Sandstrahlen lassen sich Oberflächenbeläge wie Anbackungen oder aufgetragene Schichten durch das Aufstrahlen des Strahlmittels unter Druck entfernen, wobei das entfernte Strahlgut gemeinsam mit dem aufgeblasenen Strahlmittel anfällt. Strandstrahlen wird zum Putzen von verunreinigten oder verwitterten Oberflächen, aber auch zum Anrauhen von harten Oberflächen eingesetzt.
  • Beim Sandstrahlen kommen hauptsächlich zwei verschiedene Verfahrensanordnungen zum Einsatz. Einmal geschlossene Sandstrahlanlagen, in die die zu putzenden oder zu reinigenden Teile eingesetzt werden. Solche Anlagen sind üblicherweise mit Ansauganlagen und Vorrichtungen zur Kreislaufführung des Strahlmittels ausgestattet, wobei die Kreislaufführung und die Separierung des Strahlmittels sehr aufwendig sind. Zum anderen werden mobile Strahlanlagen bei einem sogenannten „Outdoor-Strahlen" eingesetzt, mit denen in großräumigen Betriebsanlagen Stahlkonstruktionen, auch Rohrleitungen, Kabel- und -Rohrleitungsbrücken und ähnliche Anlagen sandgestrahlt werden. Zum Schutz der Umwelt werden dabei die Arbeitsbereiche mit Planen abgedeckt oder abgehängt, wobei das Strahlgut und das Strahlmittel zum Teil auf die Abdeckung fällt und dort gesammelt wird, um anschließend entsorgt zu werden.
  • Als Strahlmittel werden hauptsächlich Sand oder sogenannter Strahlkies, das sind kleine Metallteile, insbesondere kleine Drahtabschnitte, verwendet. In Sandstrahlanlagen mit Kreislaufführung werden hauptsächlich Stahlkiese eingesetzt. Bekannt ist auch die Verwendung von Strahlsanden, die aus einer Kornfraktion der Kesselasche von Steinkohlekraftwerken bestehen. Wenn die Strahlmittel nicht nach Gebrauch im Kreislauf abgeschieden und wieder eingesetzt werden, werden die Strahlmittel und das abgestrahlte Strahlgut wie Farbe, Rost oder sonstige Anbackungen, gemeinsam entsorgt. Diese Entsorgung ist in den meisten Fällen nur mit erheblichen Kosten und Gebühren auf Deponien möglich.
  • Aus der DE 27 07 316 A1 ist ein Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen durch Sandstrahlen, bei dem als Schmirgelpartikelchen auch Koksgrus verwendet werden kann. Zur Entsorgung von Strahlmittel und/oder Strahlgut ist nichts offenbart.
  • In der DE 37 01 988 A1 wird ein Verfahren zum Sandstrahlen und ein Trennverfahren für „angereichertes Strahlmittel" offenbart, bei dem Strahlmittel und Strahlgut gemeinsam erfasst und anschließend abgeschieden werden, ohne einer nutzenbringenden Verwendung zugeführt zu werden.
  • Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Verfahren zum Sandstrahlen und Entsorgen von Strahlmittel und Strahlgut zu entwickeln, bei dem die Entsorgung von Strahlmittel und Strahlgut durch Einsatz in einer nutzbringenden Verwendung möglich ist. Dieses Problem wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei wird zum Sandstrahlen als Strahlmittel Koksgrus verwendet. Koksgrus läßt sich vom Strahlgut durch Flotation abtrennen, so daß der Koksgrus nach dem Einsatz als Strahlmittel und der Abtrennung vom Strahlgut wiederverwenden läßt, während das getrennte Strahlgut mit einem vergleichsweise kleinen Volumen auf Deponien entsorgt werden kann. In den Fällen, in denen es sich bei dem Strahlgut um kohlenstoffhaltige Materialien handelt, kann das Strahlgut gemeinsam mit dem Strahlmittel durch Zugabe zur Kohleneinsatzmischung in Kokereien entsorgt bzw. wiederverwendet werden. Kohlenstoffhaltiges Strahlgut fällt z.B. beim Sandstrahlen von Kokereianlagenteilen oder Kohle- und Koksaufbereitungs- und -Umschlaganlagen an. In den Fällen, in denen es sich beim Strahlgut um brennbares Material handelt, können Strahlmittel und Strahlgut gemeinsam in Großfeuerungsanlagen wie Kohlekraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen eingesetzt und verbrannt werden.
  • Wird Koksgrus mit einem Wassergehalt über 3% zum Sandstrahlen eingesetzt, wird zweckmäßig im Druckkessel der Sandstrahlanlage eine Auflockerung des Koksgruses, z.B. durch das Einblasen von Druckluft oder durch den Einsatz mechanischer Umwälzvorrichtungen vorgesehen. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens und seiner verschiedenen Ausführungsformen sind sehr groß. Das Abtrennen von Koksgrus und Strahlgut durch Flotation ist einfach und in vielen Fällen sehr viel günstiger als das Separieren von Strahlkies im Strahlmittelkreislauf. Der gemeinsame Einsatz von Strahlmittel und Strahlgut zur Wiederverwendung oder als Brennstoff stellt eine wesentlich wirtschaftlichere Alternative zur Deponieentsorgung dar. Durch das Auflockern von Koksgrus im Druckkessel der Sandstrahlanlage ist die Verwendung von Koksgrussorten mit höheren Wassergehalten, wie sie z.B. nach der Wiederaufbereitung durch Flotation anfallen können, in vorteilhafter Weise möglich.

Claims (6)

  1. Verfahren zum Sandstrahlen und Entsorgen von Strahlmittel und Strahlgut, dadurch gekennzeichnet, daß als Strahlmittel Koksgrus verwendet wird und nach dem Strahlen Strahlmittel und Strahlgut gemeinsam erfaßt und zumindest teilweise durch Wiederverwendung als Einsatzstoff in thermischen Prozessen entsorgt werden.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlmittel vom Strahlgut durch Flotation abgetrennt wird und das Strahlmittel wieder verwendet und das Strahlgut getrennt entsorgt wird.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Strahlmittel und Strahlgut gemeinsam durch Zugabe zur Kohleneinsatzmischung in Kokereien durch Wiederverwendung entsorgt werden.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Strahlmittel und Strahlgut gemeinsam in der Feuerung von Kohlekraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen eingesetzt und verbrannt werden.
  5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Koksgrus eine Körnung von 0 bis 10 mm, bevorzugt 0 bis 3 mm, und einem Wassergehalt von bis zu 12%, bevorzugt kleiner 3% hat.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Koksgrus bei Wassergehalten größer 3% im Druckkessel der Sandstrahlanlage durch Einrichtungen aufgelockert wird.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2707316A1 (de) * 1976-02-23 1977-08-25 Gen Electric Verfahren zum entfernen von verunreinigungen
DE3701988A1 (de) * 1987-01-23 1988-08-04 Linnhoff & Thesenfitz Masch Verfahren und vorrichtung zum aufbereiten von schuettgut, insbesondere strahlgut
DE3501577C2 (de) * 1984-01-21 1993-09-30 Vapormatt Ltd Naßstrahlvorrichtung mit einem Sammelbehälter

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