DE20012778U1 - Spulenwechseleinrichtung - Google Patents
SpulenwechseleinrichtungInfo
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Description
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automation GmbH Röntgenstr. 1-5 86316 Friedberg
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Patentanwälte Dipl.-Ing. H.-D. Ernicke Dipl.-Ing. Klaus Ernicke Schwibbogenplatz 2b 8 6153 Augsburg / DE
Datum:
Akte:
21.07.2000 727-130
BESCHREIBUNG
Spulenwechseleinrichtung 5
Die Erfindung betrifft eine Spulenwechseleinrichtung für ein oder mehrere Spuleneinrichtungen mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruches.
Aus der Praxis sind Spuleinrichtungen, sogenannte Winder, für Teppichgarn bekannt, die mit hoher Geschwindigkeit das Teppichgarn auf zwei hintereinander auf jeweils einem Spuldorn steckende Hülsen zu Spulen wickeln. Der Spulenwechsel wird hierbei von Hand durchgeführt, wobei die fertiggewickelten Spulen über eine Hebeschublade vom Dorn abgezogen und vor dem Winder zur Abholung bereitgelegt werden. Der Bediener nimmt die Spulen ab,- legt sie in einen mitgeführten Gitterwagen und steckt im Austausch zwei neue leere Hülsen auf den Spuldorn. Dieser Spulenwechsel ist vom Zeitaufwand und der Betriebssicherheit her problematisch. Die manuelle Abholung muss sehr pünktlich erfolgen, weil der Winder auf einem zweiten Spuldorn bereits das nächste Spulenpaar wickelt. Beim Spulenwechsel bewegen sich außerdem die Spuldorne in einer Bogen- oder Kreisbahn entsprechend der anwachsenden Spulendicke. Problematisch ist auch der Umstand, dass in der Regel mehrere Winder in mehreren Reihen hintereinander und nebeneinander angeordnet sind, deren Spulzeiten sich teilweise überlappen. Außerdem ist häufig nur wenig Platz an den Windern für den Spulwechsel vorhanden. Ungünstig ist ferner der hohe Personalaufwand.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bessere Möglichkeit zum Spulenwechsel aufzuzeigen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einer Spulenwechseleinrichtung mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
An den verschiedenen Spuleneinrichtungen ist jeweils ein stationär angeordneter Hubdoffer angeordnet, der mit einem Spulenwechsler automatisch durchführt und die fertigen Spulen an eine Transporteinrichtung zur Weiterbeförderung übergibt, welche im Bereich der Spuleneinrichtung hochliegend und außerhalb von deren Arbeitsbereich angeordnet &iacgr;&ogr; ist. Hierdurch kann der Spulenwechsel sehr schnell vonstatten gehen, wobei die Spulen auch keine größeren Wege zurücklegen müssen. Sie können gleich am Winder an die Transporteinrichtung übergeben werden, so dass der Hubdoffer sofort wieder für den nächsten Spulenwechsel bereitsteht.
Vorzugsweise ist jeder Spuleinrichtung bzw. jedem Winder ein eigener Hubdoffer zugeordnet, wobei zumindest die in einer Reihe stehenden Winder eine gemeinsame Transporteinrichtung haben. Hierdurch kann der Spulenwechsel autark erfolgen. Die vorzugsweise als Monorail-System ausgebildete Transporteinrichtung ist dabei auch in der Lage, an verschiedenen Stellen gleichzeitig von Hubdoffern Spulen aufzunehmen.
In einer weiteren Ausgestaltung kann der Spulenwechsler mit einem Hülsenmagazin und einem automatischen Hülsenwechsler ausgestattet sein, so dass auch die Neubestückung mit leeren Hülsen automatisch und ohne manuellen Eingriff erfolgen kann.
Der Hubdoffer ist mit einer vorzugsweise vertikalen Stützsäule und einem daran heb- und senkbar verfahrbaren Schlitten ausgerüstet. Durch die exzentrische Positionierung der Stützsäule und die fliegende Schlittenlagerung ist der Zugangsbereich an der Front des Winders und im Bereich der Spuldorne nur während des Spulen-Hülsenwechsels
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versperrt. Bei der nachfolgenden Übergabe der bewickelten Spulen auch an die Transportvorrichtung ist der Zugangsbereich wieder frei. Durch die kurzen Taktzeiten beim Spulenwechsel und die schnelle Freigabe des Zugangsbereiches kann ein Bediener rasch wieder an den Winder gelangen, falls an diesem je nach Typ zusätzliche manuelle Arbeiten erforderlich sind, z.B. Einspannen des neuen Fadens an der leeren Hülse oder dgl. Innerhalb der Spulzeit hat der Bediener hierfür wegen der kurzen Spulwechselzeiten auch ausreichend Zeit.
Die Spulenwechseleinrichtung kann eine Sicherheitseinrichtung aufweisen, die den Zugang zum Winder nur bei angehobenem Schlitten und nur außerhalb der Spulen- und Hülsenwechselvorgänge an der Maschine freigibt. Dies dient der Unfall- und Betriebssicherheit.
Ein besonderer Vorteil der Spulenwechseleinrichtung liegt auch in ihrem geringen Platzbedarf, der eine Anordnung selbst bei enger Anordnung der Winder ermöglicht und zudem nur wenig Platz im Gang zwischen den Winderreihen braucht. Die Spulenwechseleinrichtung lässt sich dadurch an bestehenden Anlagen nachrüsten. Die erfindungsgemäße Spulenwechseleinrichtung erfordert nur einen geringen Bau- und Kostenaufwand. Sie ist hierdurch besonders wirtschaftlich und effizient.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben. 30
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:
Figur 1: Eine Spulenwechseleinrichtung mit einem H-ubdoffer, einem Spulenwechsler, einer
Transporteinrichtung und einer teilweise abgebrochenen Spuleinrichtung in Seitenansicht,
Figur 2: eine Stirnansicht der Anordnung gemäß
Pfeil II von Figur 2 und
Figur 3: eine Draufsicht der Anordnung mit mehreren Spuleinrichtungen und Hubdoffern in Draufsieht gemäß Pfeil III von Figur 1.
In Figur 1 ist eine Spulenwechseleinrichtung (1) und eine Spuleinrichtung (2) teilweise abgebrochen dargestellt. Die Spuleinrichtung (2) ist vorzugsweise als sog. Winder für Teppichgarn ausgebildet, kann aber auch eine beliebige andere Ausgestaltung haben. Sie dient dazu, Fadenmaterial, d.h. Garne, Filamente oder dergleichen, auf leere Hülsen (21) zu Spulen (3) aufzuwickeln. Statt der Hülsen (21) können ggf. auch andere Spulenträger verwendet werden. In der gezeigten Ausführungsform hat der Winder (2) zwei Spuldorne (7,8), auf denen jeweils zwei Hülsen (21) hintereinander mit Abstand stecken und von rotatorisch angetriebenen Spuldornen (7,8) gedreht werden. Hierfür sind entsprechende Spanneinrichtungen vorhanden. Alternativ können es auch mehr oder weniger Spuldorne (8) sein. Auch die Zahl der hintereinander aufgesteckten Hülsen (21) bzw. Spulen (3) kann variieren.
Vorzugsweise sind mehrere Spuleinrichtungen (2) in ein oder mehreren Reihen nebeneinander bzw. hintereinander zu einer Anlage angeordnet. Figur 3 zeigt in der Draufsicht
• *
hiervon einen Ausschnitt mit zwei nebeneinander angeordneten Spuleinrichtungen (2).
Die Spulenwechseleinrichtung (1) besitzt vorzugsweise für jede Spuleinrichtung (2) einen eigenen Hubdoffer (4). Dieser besitzt jeweils eine Hubführung (10), die vorzugsweise als im wesentlichen vertikale Stützsäule ausgebildet ist und die seitlich neben dem Zugangsbereich (9) an der Spuleinrichtung (2) angeordnet ist. Sie befindet sich dabei
&iacgr;&ogr; auch seitlich neben dem Bereich der Spuldorne (7,8) und der dortigen Spulen (3). An der Hubführung (10) ist ein Schlitten (12) vorzugsweise fliegend gelagert, der entlang der Hubführung (10) über einen Hubantrieb (11) hin- und herbewegt werden kann. In der bevorzugten Ausführungsform wird er gehoben und gesenkt. Oberhalb der Spuleinrichtung (2) bzw. der Spuldorne (7,8) befindet sich die Transporteinrichtung (5), die im Bereich der Spuleinrichtung (2) und des Hubdoffers (4) angeordnet ist. Der stationär angeordnet Hubdoffer (4) kann die aufgenommenen Spulen (3) an die Transporteinrichtung (5) für die Weiterbeförderung übergeben. Diese Übergabe findet mit Abstand oberhalb oberhalb der Spuldorne (7,8) und außerhalb des Zugangsbereichs (9) an der Front der Spuleinrichtung (2) statt. Figur 1 und 2 zeigen den Schlitten (12) jeweils in der unteren und oberen Position.
Jeder Hubdoffer (4) hat einen Wechsler (15), dessen Bestandteile zumindest teilweise am Schlitten (12) angeordnet sind. Der Spulenwechsler (15) weist eine Einrichtung zur Übernahme der fertiggewickelten Spulen (3) von der Spuleneinrichtung (2) und zur Übergabe dieser Spulen (3) an die Transporteinrichtung (5) auf. In der gezeigten Ausführungsform ist hierfür an der Spuleinrichtung (2) eine Überschiebeeinrichtung (17) angeordnet, die nach Lösen der Spannstellung die fertigbewickelten Spulen (3) von den Spuldornen (7,8) an einen Aufnahmedorn (14) am Schlitten (12) und einen dortigen Spulenhalter (18) überschiebt. Am
Schlitten (12) ist eine Abschiebeeinrichtung (16) angeordnet, die dann in der oberen, gestrichelt gezeichneten Position die Spulen (3) an die Transporteinrichtung (5) und deren Spulenaufnahme (24) abschiebt. Durch diese getrennte Anordnung der Einrichtungen (16,17) kann der Schlitten (12) sehr leicht und klein bauen. Er hat außerdem wenig bewegte Teile und weniger Antriebe.
Der Spulenwechsler (15) hat in der bevorzugten Ausführungsform auch einen automatischen Hülsenwechsler (19), der zusammen mit einem Hülsenmagazin (20) für mehrere leere Hülsen (21) am Schlitten (12) angeordnet ist. Mit dem Hülsenwechsler (19) können nach Übernahme der Spulen (3) auf den leeren Spuldorn (7,8) wieder Hülsen (21) aufgesteckt und gespannt werden.
In der bevorzugten Ausführungsform bestehen die Abschiebeeinrichtung (16) und die Überschiebeeinrichtung (17) vorzugsweise aus gabelförmigen Schiebegreifern, die über Zylinder und Führungen längs der Dorne (7,8,14) fahrbar gelagert sind und die für die jeweilige Überschiebe- bzw. Abschiebebewegung die Spulen (3) hintergreifen und vorzugsweise durch Anlage an die vorstehenden Kragen der Hülsen (21) schieben. Der Spulenhalter (18) kann außerdem eine Verschiebeeinrichtung beinhalten, mit der der Aufnahmedorn (14) horizontal vor- und zurückverfahren werden kann, um dicht an die Spuldorne (7,8) bzw. die Spulenaufnahme (24) für die Spulenübergabe anschließen zu können. Eine ähnliche Verschiebeeinrichtung hat auch der Hülsenwechsler (19).
Die Transporteinrichtung (5) ist vorzugsweise als Monorail-System ausgebildet und übergreift mehrere Spuleinrichtungen (2). Sie besitzt z.B. eine Förderschiene (22), auf der mehrere Transportwagen (23) verfahrbar geführt sind und getrennt voneinander über entsprechende Antriebe bewegt werden können. Jeder Transportwagen (23) hat ein
oder mehrere Spulenaufnahmen (24) . Wie Figur 1 verdeutlicht, ist die Transporteinrichtung (5) in unmittelbarer Nähe des stationär positionierten Hubdoffers (4) angeordnet. In Figur 2 und 3 ist die Transporteinrichtung (5) bzw. deren Förderschiene (22) durch eine strichpunktierte Linie symbolisiert.
Der Spulprozess findet an der Spuleinrichtung (2) vorzugsweise kontinuierlich statt. Hierbei werden jeweils auf einem Spuldorn (7,8) zwei Spulen (3) aufgewickelt, während der andere Spuldorn (8,7) mit leeren Hülsen (21) für den nächsten SpulVorgang bereitsteht. Hierbei drehen sich die beiden Spuldorne (7,8) auf einer Bogenbahn, insbesondere einer Kreisbahn, um eine zentrale, horizontale Achse. Diese Drehbewegung kann entsprechend des Dickenzuwachses der Spulen (3) erfolgen.
Wenn zwei Spulen (3) fertig bewickelt sind, wird das Fadenmaterial an der Spuleinrichtung (2) in geeigneter Weise, vorzugsweise vollautomatisch, abgeschnitten oder abgetrennt. Die zwei Spulen (3) stehen dann zum Spulenwechsel bereit. Der Hubdoffer (4) hat eine Ruheposition, in der der Schlitten (12) sich in der angehobenen Stellung befindet. Für den Spulenwechsel wird der Schlitten (12) abgesenkt und mit seinem Aufnahmedorn (14) auf Höhe des für den Wechsel bereitstehenden Spulendorn (7) gebracht. Der Aufnahmedorn (14) wird dann dicht an den Spuldorn (7) zugestellt, woraufhin die Überschiebeeinrichtung (17) die zwei Spulen (3) auf den Aufnahmedorn (14) überschiebt. Der Aufnahmedorn (14) fährt in die Ausgangsposition zurück.
Anschließend wird der Schlitten (12) ein Stück angehoben, bis das Spulenmagazin (20) und der Spulenwechsler (19) auf Höhe des nun leeren Spuldornes (7) kommen. Im Magazin (20) liegen mit Abstand unterhalb des Aufnahmedorns (14) zwei leere Hülsen (21) bereit, die nach einer entsprechenden axialen Zustellung dann vom Hülsenwechsler (19) auf den Spuldorn (7) überschoben werden. Der Hülsenwechsler (19)
hat hierbei eine Klemmeinrichtung, mit der er nach dem Positionieren der vorderen und der Spuleinrichtung (2) benachbarten Hülse (21) die hintere Hülse klemmt und sich dann mit dieser ein kleines Stück zurückbewegt. In der Spuleinrichtung (2) kann dann ein am Spuldorn (7) etwa in der Mitte befindlicher Hülsenanschlag ausgefahren werden, gegen welchen der Spulenwechsler (19) dann die hintere Hülse (21) aufschiebt. Durch eine entsprechende Spannein- : richtung am Spuldorn (7) werden dann die leeren Hülsen
(21) geklemmt und stehen für den nächsten Wickelvorgang bereit. Der Hülsenwechsler (19) schiebt sich in die Ausgangsstellung zurück, wobei vom Hülsenmagazin (20) zwei neue Hülsen (21) für den nächsten Wechselvorgang bereitgestellt werden. Der Schlitten (12) bewegt sich anschließend nach oben in die Übergabeposition zur Transporteinrichtung (5). Sobald ein Transportwagen (23) bereitsteht, fährt der Spulenhalter (18) den Aufnahmedorn (14) aus und die Abschiebeeinrichtung (16) schiebt eine oder beide Spulen (3) auf die ebenfalls mit einem Dorn versehene Spulenaufnahme (24). Wenn der Transportwagen (23) zwei in Förderrichtung nebeneinander liegende Spulenaufnahmen (24) besitzt, muss er für die Übergabe der zweiten Spule ein Stück nach vorn fahren. Sobald die Spulenübergabe beendet ist, zieht sich der Spulenhalter (18) in die Ausgangsstellung zurück und der Schlitten (12) verharrt in der angehobenen Ruheposition bis zum nächsten Wechselvorgang. Die Transporteinrichtung (5) befördert die übernommenen Spulen (3) dann in beliebig geeigneter Weise weiter zu einem Sammelplatz, einer Weiterverarbeitung oder dergleichen.
Vorzugsweise haben die Spulenwechseleinrichturg (1) mit den verschiedenen Hubdoffern (4), die Transporteinrichtung (5) und die Spuleinrichtung (2) mit den Überschiebeeinrichtungen (17)~ eine gemeinsame Steuerung (27), die in Fi-^ gur 3 schematisch dargestellt ist. An dieser Steuerung
(27) laufen die Bereitstellungssignale der Spuleneinrichtungen (2) für die fertigbewickelten Spulen (3) ein, wor-
2.4 Jt ·· ·· *·
aufhin die Steuerung (27) den zugehörigen Hubdoffer (4) und seinen Spulenwechsler (15) in Gang setzt. Von der Steuerung (27) werden zur gegebenen Zeit dann auch die Überschiebeeinrichtungen (17) an den Windern (2) gesteuert und betätigt. Über die Steuerung (27) wird für den Spulenwechsel dann auch ein Transportwagen (22) angefordert und bereitgestellt. Die Spulenübergabe an die Transporteinrichtung (5) kann dabei aber auch etwas zeitverzögert ablaufen.
Die Spulenwechseleinrichtung (1) kann eine Sicherungsvorrichtung (6) besitzen. Diese besteht in der gezeigten Ausführungsform beispielsweise aus mehreren stationären Abgrenzungen (25), z.B. Zäunen, die die Spuleinrichtungen
(2) zumindest an ihren vorderen Zugangsbereichen (9) seitlich umgeben und gegeneinander abschirmen. Die Zäune (25) ragen dabei auch bis über die Hubdoffer (4) hinaus und sind frontseitig jeweils mit einer Türe (26), vorzugsweise einer automatischen Schiebetüre, verbunden. Diese Schiebetüre (2 6) sperrt den Zugangsbereich (9) vor den Spuleinrichtungen (2) während des Spulen- und Hülsenwechsels und während der Zeit, in der sich der Schlitten (12) in der unteren Position vor den Spuldornen (7,8) befindet. Wenn der Schlitten (12) die angehobene Ruheposition einnimmt, gibt er ein entsprechendes Positionssignal an die Steuerung (27), die dann ihrerseits mit der Sicherheitsvorrichtung (6) verbunden ist und die Türe (2 6) automatisch öffnet. Ein Bediener kann dann an die frisch aufgesteckten leeren Hülsen (21) gelangen und ggf. von der Spuleinrichtung (2) erforderliche Bedienarbeiten durchführen, z.B.
den neuen Faden an den leeren Hülsen (21) festklemmen. Der Bediener muss dann rechtzeitig vor dem nächsten Spulenwechsel den Zugangsbereich (9) wieder verlassen, was ihm in geeigneter Weise von der Sicherheitsvorrichtung (6) signalisiert und nahegelegt wird. Die Türe (26) wird dann für den folgenden Spulenwechselvorgang wieder verschlossen.
Abwandlungen der gezeigten Ausführungsform sind in verschiedener Weise möglich. Zum einen kann der Hubdoffer (4) auch eine anders ausgebildete und ausgerichtete Hubführung
(10) aufweisen. Hierbei sind auch Schwenkführungen oder dergleichen möglich. Ferner kann ein Hubdoffer (4) bei geeigneter Ausbildung auch mehrere benachbarte Spuleinrichtungen (2) bedienen und hierfür eine begrenzte Zusatzachse, einen entsprechend schwenkbaren Schlitten oder dergleichen, aufweisen. Variabel ist ferner auch die Ausbildung und Anordnung der verschiedenen Komponenten des Spulenwechslers (15) und insbesondere der Einrichtungen (16,17,18). Der automatische Hülsenwechsler (19) mit dem Hülsenmagazin (20) kann ebenfalls variiert werden und ggf.
auch entfallen. Variabel ist ferner die Transporteinrichtung (5), die in beliebig anderer geeigneter Weise als Hängebahn oder dergleichen ausgebildet sein kann. In der bevorzugten Ausführungsform ist sie oberhalb des Zugangsbereichs (9) angeordnet. Je nach Ausbildung des Winders und seiner Anordnung kann sie ggf. auch seitlich neben der Spuleinrichtung (2) angeordnet sein wobei der Hubdoffer (4) mit seiner Hubführung (10) hieran entsprechend angepasst ist. Die Sicherheitsvorrichtung (6) kann ebenfalls in ihrer Ausgestaltung und Anordnung abgewandelt werden. Sie kann auch ersatzlos entfallen oder nur in Teilen ausgeführt sein. Die gemeinsame Steuerung (27) lässt sich ebenfalls anders ausbilden und anordnen. Sie kann einerseits in eine Anlage übergreifende zentrale Prozesssteuerung integriert sein. Andererseits kann auch jedem Hubdoffer (4) eine eigene Steuerung zugeordnet sein, die ihrerseits mit einer zentralen Prozesssteuerung oder dergleichen verbunden ist, um die Bereitstellungssignale für die bewickelten Spulen (3) und den Spulenwechsel zu erhalten. Desgleichen kann auch die Transporteinrichtung
(5) und die Sicherungsvorrichtung (6) eigenständig gesteuert und in entsprechend geeigneter Weise mit anderen Steuerungen verbunden bzw. in eine Steuerabfolge eingebun-
den sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Spulenwechseleinrichtung 2 Spuleinrichtung, Winder
3 Spule
4 Hubdoffer
5 Transporteinrichtung
6 Sicherungsvorrichtung 7 Spuldorn
8 Spuldorn
9 Zugangsbereich
10 Hubführung, Stützsäule
11 Hubantrieb 12 Schlitten
13 Kabelschlepp
14 Aufnahmedorn
15 Spulenwechsler
16 Abschiebeeinrichtung Hubdoffer 17 Uberschiebeeinrichtuhg Winder
18 Spulenhalter
19 Hülsenwechsler
20 Hülsenmagazin
21 Hülse
22 Förderschiene, Monorail
23 Transportwagen
24 Spulenaufnahme
25 Abgrenzung, Zaun
2 6 Türe
27 Steuerung
Claims (9)
1. Spulenwechseleinrichtung für ein oder mehrere Spuleinrichtungen, die Fadenmaterial zu Spulen wickeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenwechseleinrichtung (1) jeweils einen stationär an der Spuleinrichtung (2) angeordneten Hubdoffer (4) mit einem Spulenwechsler (15) und eine im Bereich der Spuleinrichtung(en) (2) hochliegend angeordnete Transporteinrichtung (5) für die Spulen (3) aufweist.
2. Spulenwechseleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubdoffer (4) eine neben dem Zugangsbereich (9) der Spuleinrichtung (2) angeordnete Hubführung (10) mit einem fliegend daran gelagerten Schlitten (12) und einen Hubantrieb (11) aufweist.
3. Spulenwechseleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Schlitten (12) zumindest Teile des Spulenwechslers (15) angeordnet sind.
4. Spulenwechseleinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenwechsler (15) eine an der Spuleinrichtung (2) angeordnete Überschiebeeinrichtung (17) zur Spulenübergabe an einen Spulenhalter (18) am Schlitten (15) und eine am Schlitten (15) angeordnete Abschiebevorrichtung (16) zur Spulenabgabe an die Transporteinrichtung (5) aufweist.
5. Spulenwechseleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenwechsler (15) einen am Schlitten (15) angeordneten Hülsenwechsler (19) und ein Hülsenmagazin (20) für leere Hülsen (21) aufweist.
6. Spulenwechseleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (5) als Monorailsystem ausgebildet ist und eine Förderschiene (22) mit mehreren daran eigenständig verfahrbar gelagerten Transportwagen (23) mit ein oder mehreren Spulenaufnahmen (24) aufweist.
7. Spulenwechseleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Spuleinrichtung (2) eine Sicherungsvorrichtung (6) für ihren Zugangsbereich (9) angeordnet ist.
8. Spulenwechseleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung (6) eine starre Abgrenzung (25) und eine steuerbare Türe (26) aufweist, welche mit dem Hubdoffer (4) gekoppelt ist.
9. Spulenwechseleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenwechseleinrichtung (1) mehrere Hubdoffer (4) mit einer gemeinsamen Transporteinrichtung (5) und eine gemeinsame Steuerung (27) aufweist, welche auch mit den Spuleinrichtungen (2) und den Sicherungsvorrichtung (6) verbunden ist.
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