DE20011602U1 - Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten - Google Patents
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Description
g6r
Patentanwälte Manzingerweg 7
european patent attorneys D-81241 München
EUROPEAN TRADEMARK ATTORNEYS Tel. +49 89 89 69 80
4. Juli 2000
Leicher GmbH & Co.
Feringastraße 10
Feringastraße 10
85774 Unterföhring
Unser Zeichen: L 1679 DE
HD/mr
Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten
Die Erfindung betrifft ein Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten, insbesondere Telefon-Karten für tragbare Telefone mit Vorausbezahlung.
Karten mit Vorausbezahlung für tragbare Telefone sind weit verbreitet.
Sie sind derzeit als Chipkarten nach dem GSM-Standard und in Zukunft auch nach dem UTMS-Standard ausgebildet. Beim Erwerb der Karte ist diese in der Regel mit einem Start-Guthaben ausgestattet. Wenn das Guthaben erschöpft ist, kann die Karte wieder "aufgeladen" werden. Um die Karte mit einem bestimmten Guthaben auszustatten, muß zunächst für den gewünschten Betrag ein Kärtchen im Handel erworben werden, auf dem hinter einer entfernbaren Abdeckung eine Codezahl aufgedruckt ist. Der Erwerber des Kärtchens legt die Codezahl frei, ruft dann seinen Telefon-Betreiber an und gibt die Codezahl durch, woraufhin seine Teilnehmernummer mit dem erworbenen Guthaben freigeschaltet wird.
Diese Transaktionen sind umständlich und erfordern auf der Seite des Telefon-Betreibers einen hohen Personalaufwand. Auf der Seite des Benutzers ist die unvermeidliche Wartezeit bis zur effektiven Freischaltung störend.
Durch die Erfindung wird ein Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten zur Verfugung gestellt, mit dem die Bezahlung zum "Aufladen" der Karte
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komfortabel abgewickelt werden kann, Wartezeiten bis zur Freischaltung entfallen und Personalaufwand seitens des Karten-Dienstleisters vermieden wird.
Das erfindungsgemäße Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten, insbesondere Telefon-Karten für tragbare Telefone mit Vorausbezahlung, enthält einen Einzahlungsautomaten, einen Steuerrechner, der eine graphische Benutzeroberfläche mit einem Bedienfeld zur Auswahl des zutreffenden Karten-Dienstleisters und zur Eingabe einer Karten-Nummer aufweist, sowie ein Modem zur direkten Verbindung mit dem Karten-Dienstleister, der gegen Zahlungsnachweis die mit der Zahlung verlangte Dienstleistung unmittelbar freischaltet. Der Einzahlungsautomat, an dem wahlweise mit Geldscheinen oder bargeldlos eingezahlt werden kann, gibt dem Benutzer die Möglichkeit, die gewünschten Transaktionen zu jeder Tageszeit komfortabel abzuwickeln. Die Bedienung des Einzahlungsautomaten kann analog zu den vertrauten Geldautomaten erfolgen. Wenn die Verbindung mit den Karten-Dienstleistern über das Modem zustande kommt, kann nach Überprüfung der Zahlung und Gutschrift des Zahlungsbetrages der Karten-Dienstleister die mit der Zahlung verlangte Dienstleistung automatisch freischalten. Es entfällt dann die Notwendigkeit des Anrufs beim Karten-Dienstleister zur Durchgabe einer Codenummer ebenso wie die manuelle Freischaltung durch das dafür herkömmlicherweise vorgesehene Personal.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß beim Nichtzustandekommen einer Verbindung mit dem Karten-Dienstleister über das Modem ein zuvor mit dem Karten-Dienstleister abgestimmter Code durch einen Codegenerator erzeugt wird. Dieser Code wird dem Benutzer durch optische Anzeige und/oder Ausdruck auf Papier mitgeteilt. Der Benutzer kann dann in herkömmlicher Weise mit dem Karten-Dienstleister Kontakt aufnehmen, den Code durchgeben und die Dienstleistung freigeschaltet bekommen. Dieselbe Möglichkeit besteht, wenn nach erfolgter Zahlung die Karten-Nummer nicht verfügbar ist. Im Falle des tragbaren Telefons ist dies die Telefonnummer, die dem Benutzer nicht bekannt sein muß.
Der Benutzer kann dann den Telefon-Betreiber anrufen und ihm den Code mitteilen, woraufhin das Telefon freigeschaltet wird.
Alle wert- und sicherheitsrelevanten Komponenten des Ladeterminals sind bei der bevorzugten Ausführungsform in einem Wertschutzschrank untergebracht. Das Ladeterminal hat vorzugsweise benutzerseitig die
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meisten Komponenten mit einem herkömmlichen Einzahlungsterminal gemeinsam. An dem Terminal können somit nicht nur Vorausbezahl-Karten "aufgeladen", sondern auch vielfältige Transaktionen abgewickelt werden.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des Ladeterminals und aus den beigefügten Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine schematische Perspektivansicht des Ladeterminals; Figur 2 ein Blockschaltbild des Ladeterminals; und
Figur 3 ein Flußdiagramm zur Veranschaulichung des mit dem Ladeterminal durchführbaren Ladeverfahrens.
Das in Figur 1 gezeigte Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten, insbesondere Telefon-Karten für tragbare Telefone, ist in einen Wertschutzschrank eingebaut. Der mit 10 bezeichnete Wertschutzschrank ist allgemein quaderförmig mit einem seitlich angesetzten Bedienpult 12 und einer tischartigen Ablage 14. Das Bedienpult 12 hat eine schräg geneigte Frontplatte. Am Bedienpult 12 sind ein berührungsempfindliches Anzeigefeld 16, ein Eingabefeld 18, ein Schlitz 19, an dem Quittungszettel und dergleichen ausgegeben werden, und ein Einführschlitz 20 für Bankkarten angeordnet. Im oberen Bereich der Frontseite des Wertschutzschrankes 10 sind ein Geldscheinleser 22 und eine Einwurfklappe 24 angeordnet.
Im Inneren des Wertschutzschrankes 10 befindet sich ein Steuerrechner, der vorzugsweise als Personal Computer (PC) ausgebildet ist und unter einem herkömmlichen Betriebssystem läuft. Das berührungsempfindliche Anzeigefeld 16 stellt in Verbindung mit der auf dem Steuerrechner laufenden Software eine graphische Benutzeroberfläche zur Verfügung. Das Eingabefeld 18 umfaßt einen Ziffernblock, einige Steuertasten und ein kleines Anzeigefeld. Der Einführschlitz 20 gehört zu einem Kartenleser mit motorisiertem Karteneinzug und -auswurf.
Figur 2 zeigt schematisch die Organisation der verschiedenen Komponenten des Ladeterminals. Der Steuerrechner 26 hat eine Reihe von
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Schnittstellen zur Verbindung mit den verschiedenen Funktionseinheiten des Ladeterminals. Der Kartenleser 20, der Geldscheinleser 22 und das Eingabefeld 18 sind mit dem Steuerrechner 26 jeweils über eine bidirektionale Verbindung gekoppelt. Auch das berührungsempfindliche Anzeigefeld 16 ist mit dem Steuerrechner 26 über eine bidirektionale Verbindung gekoppelt. Ein Druckwerk 28 ist über die parallele Schnittstelle an den Steuerrechner 26 angeschlossen. An eine serielle Schnittstelle des Steuerrechners 26 ist ferner ein Modem 30 angeschlossen.
Das erfmdungsgemäße Verfahren wird nun unter Bezugnahme auf Figur 3 näher erläutert.
Im Schritt 100 erfolgt anfangs eine Kundenlegitimation anhand einer in den Kartenleser 20 eingeführten Karte, beispielsweise EC-Karte, Kreditkarte oder Kundenkarte. Daraufhin wird im Schritt 102 am berührungsempfindlichen Eingabefeld 16 eine Auswahl der Karten-Dienstleister angeboten. Die Auswahl erfolgt durch Berühren und Bestätigen der zutreffenden Anzeigeinformation. Im Schritt 103 erfolgt die Entscheidung, ob in bar oder durch Abbuchung vom Konto bezahlt wird. Wird durch Abbuchung bezahlt, so wird im Schritt 104 eine Online-Verbindung über das Modem 30 zu einem Bankinstitut hergestellt. Kommt die Verbindung zustande, so wird im darauffolgenden Schritt 106 der einzuzahlende Betrag angegeben. Im Schritt 108 wird dann geprüft, ob die Zahlung erfolgreich war, insbesondere durch Überprüfen der Gültigkeit der Karte. Bei erfolgreicher Zahlung wird im Schritt 110 eine entsprechende Gutschrift für den Karten-Dienstleister vorgenommen. Im Schritt 112 wird dann die Karten-Nummer des Benutzers, also die Telefonnummer bei einem tragbaren Telefon, abgefragt. Nach Eingabe der Karten-Nummer erfolgt im Schritt 114 automatisch die Freischaltung der mit der Zahlung verlangten Dienstleistung, insbesondere also die Freischaltung des tragbaren Telefons. Abschließend erfolgt im Schritt 116 der Ausdruck einer Quittung, die am Schlitz 19 ausgegeben wird.
Wenn im Schritt 104 keine Online-Verbindung zustande gekommen ist, kann die Zahlung nur mit Bargeld erfolgen. Die Zahlung erfolgt dann im Schritt 118 durch Einführen von Geldscheinen am Geldscheinleser 22. Der Steuerrechner 26 enthält einen Codegenerator, der in diesem Fall aktiviert wird und einen mit dem Karten-Dienstleister im voraus vereinbarten Code erzeugt. Dieser Code wird im Schritt 120 an den
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Benutzer ausgegeben, vorzugsweise durch Aufdrucken auf dem Quittungszettel. Alternativ wird der Code ganz oder teilweise auf dem Anzeigefeld 16 ausgegeben; auch eine Aufteilung des Codes auf Anzeigefeld 16 und Quittungsdrucker ist möglich. Im nächsten Schritt 122 nimmt dann der Benutzer mit dem Karten-Dienstleister Kontakt auf und teilt ihm den vom Ladeterminal erzeugten und ausgegebenen Code mit. Im Schritt 124 erfolgt dann die Freischaltung der verlangten Dienstleistung durch den Dienstleister.
Auch wenn im Schritt 112 die Karten-Nummer nicht eingegeben wird, erfolgt alternativ zur automatischen Freischaltung die Erzeugung und Ausgabe eines Codes durch Verzweigen zum Schritt 120.
Wenn im Schritt 108 die bargeldlose Zahlung fehlschlägt, bleibt die Einzahlung mit Bargeld möglich. Diese erfolgt im Schritt 126, auf den dann der Schritt 104 folgt.
Bei der Durchführung des Verfahrens können Sicherheitsbelange berücksichtigt werden. So besteht bei einem Überfall die Möglichkeit des Einzugs der Bankkarte unter Auslösung eines stillen Alarms.
Ferner ist es zur Steigerung des Bedienungskomforts möglich, dem Karten-Dienstleister eine Einzugsermächtigung zu erteilen. Der Standort des nächsten Ladeterminals und dessen Betriebszustand können durch Telefonanruf beim Karten-Dienstleister in Erfahrung gebracht werden.
Überdies besteht die Möglichkeit, im Anschluß an die Kundenlegitimation im Schritt 100 eine Verbindung zu einem gewünschten Karten-Dienstleister aufzunehmen, von diesem Informationen abzurufen und beispielsweise neue Verträge abzuschließen.
Bei Barzahlung ist über den verwendeten Geldscheinleser 22 eine hohe Sicherheit gegen Falschgeld realisierbar. Bei bargeldloser Zahlung wird die gleiche Sicherheitsstufe wie bei gängigen Bankkarten oder Kreditkarten erreicht.
Claims (7)
1. Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten, insbesondere Telefon-Karten für tragbare Telefone mit Vorausbezahlung, gekennzeichnet durch
- einen Einzahlungsautomaten,
- einen Steuerrechner, der eine grafische Benutzeroberfläche mit einem Bedienfeld zur Auswahl des zutreffenden Karten-Dienstleisters und zur Eingabe einer Karten-Nummer aufweist,
- einem Modem zur direkten Verbindung mit dem Karten-Dienstleister, der gegen Zahlungsnachweis die mit der Zahlung verlangte Dienstleistung unmittelbar freischaltet.
2. Ladeterminal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Einzahlautomat wahlweise Bargeld und bargeldlose Zahlungsmittel annimmt.
3. Ladeterminal nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Codegenerator, der einen mit dem Karten-Dienstleister vereinbarten Code dann erzeugt,
- wenn über das Modem keine Verbindung zu dem Dienstleister zustandekommt,
- wenn die Karten-Nummer nicht verfügbar ist, und durch eine Ausgabeeinrichtung, über die ein so generierter Code dem Benutzer verfügbar gemacht wird.
4. Ladeterminal nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeeinrichtung einen Quittungsdrucker umfaßt.
5. Ladeterminal nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeeinrichtung zumindest teilweise durch die grafische Benutzeroberfläche gebildet ist.
6. Ladeterminal nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des generierten Codes auf der grafischen Benutzeroberfläche und ein anderer Teil auf dem Quittungsdrucker ausgegeben wird.
7. Ladeterminal nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen alle Wert- und sicherheitsrelevanten Komponenten aufnehmenden Wertschutzschrank.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20011602U DE20011602U1 (de) | 2000-07-04 | 2000-07-04 | Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20011602U DE20011602U1 (de) | 2000-07-04 | 2000-07-04 | Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20011602U1 true DE20011602U1 (de) | 2000-11-09 |
Family
ID=7943514
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20011602U Expired - Lifetime DE20011602U1 (de) | 2000-07-04 | 2000-07-04 | Ladeterminal für Vorausbezahl-Karten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20011602U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20100382U1 (de) | 2001-01-10 | 2001-04-05 | MOBIZZ International GmbH, 34117 Kassel | Vorrichtung zur Ausgabe von Codenummern für Funktelefone, Lotterielose o.dgl. |
| DE20104187U1 (de) | 2001-03-10 | 2001-07-26 | Burkhardt, Gerhard, 06667 Weißenfels | Verkaufseinrichtung für Freischaltcodes |
| US11783659B2 (en) | 2008-04-22 | 2023-10-10 | Diebold Nixdorf Systems Gmbh | Method and device for storing information about objects fed to a self-service terminal |
-
2000
- 2000-07-04 DE DE20011602U patent/DE20011602U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20100382U1 (de) | 2001-01-10 | 2001-04-05 | MOBIZZ International GmbH, 34117 Kassel | Vorrichtung zur Ausgabe von Codenummern für Funktelefone, Lotterielose o.dgl. |
| DE20104187U1 (de) | 2001-03-10 | 2001-07-26 | Burkhardt, Gerhard, 06667 Weißenfels | Verkaufseinrichtung für Freischaltcodes |
| US11783659B2 (en) | 2008-04-22 | 2023-10-10 | Diebold Nixdorf Systems Gmbh | Method and device for storing information about objects fed to a self-service terminal |
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