DE20010444U1 - Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation - Google Patents
Quaderförmiger Montageblock für die SanitärinstallationInfo
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Description
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DiPL ing. CONRAD KÖCHLING
DlPL-ING. CONRAD-JOACHIM KÖCHLING Sser-Geräte GmbH
P.O. Box 20 69 - D-58020 Hagen Max-Planck-Str. 20
Beyer Straße 135 - D-58097 Hagen
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Lfd. Nr. 13497/00 CJK/R.
09.06.00
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09.06.00
Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation
Die Erfindung betrifft einen quaderförmigen Montageblock für die Sanitärinstallation, wobei in den Montageblock mindestens ein Leitungsabschnitt eingebettet ist, der mit seinen Enden stirnseitig aus dem Montageblock vorragt, und in den Leitungsabschnitt jeweils Armaturen integriert sind, insbesondere eine Absperrarmatur und ein Zählerunterteil, wobei die Anschlüsse für die Armaturen durch frontseitige Aussparungen des Montageblocks zugänglich sind und das Material des Montageblocks alle Leitungsabschnitte und Armaturen umgibt und die Außenfläche des Montageblocks bildet.
Montageblöcke dieser Art sind im Stand der Technik vielfältig bekannt, wozu beispielsweise auf die EP 0 753 Bl verwiesen wird. Die dort beschriebenen Montagebausteine werden aus Polyurethanschaum (2-Komponenten-Material) hergestellt. Solches Material ist
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hinsichtlich des Herstellungsaufwandes relativ aufwendig, da das Schaummaterial in einer geschlossenen Form geschäumt werden muss und die Form entsprechende Verklammerungen oder Verspannungen aufweisen muss, um die Form während des Schäumvorganges geschlossen zu halten. Zudem ist bei dem angegebenen Material nachteilig, dass dieses Material nur begrenzt temperaturbeständig ist, so dass dieses Material und damit der komplette Montageblock nicht schwer entflammbar ist und somit für bestimmte Bedingungen, in denen eine schwere Entflammbarkeit oder sogar eine sehr schwere Entflammbarkeit erforderlich ist, unbrauchbar ist. Desweiteren ist bei dem angegebenen Material nachteilig, dass es beim Verputzen des Montageblockes nach dessen Installation in dem entsprechenden Bauwerk häufig zu Abrissen zwischen dem Putz und dem Montageblock kommt, da das Verputzmaterial keinen festen Halt auf dem PU-Material findet.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Montageblock gattungsgemäßer Art zu schaffen, der äußerst beständig gegen aggressive Medien ist, der mindestens schwer entflammbar, vorzugsweise sehr schwer entflammbar ist, der einfach und kostengünstig gefertigt werden kann und bei dessen Herstellung auf einfache und preiswert zu erhaltende Rohstoffe zurückgegriffen werden kann.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Montageblock aus Blähglasgranulat, welches mit Bindemittel verpresst ist, besteht.
Blähglasgranulat ist an sich im Stand der Technik bekannt. Ein zum erfindungsgemäßen Zweck besonders geeignetes Material ist beispielsweise in der DE 43 42 996 C2 beschrieben.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird ein Montageblock geschaffen, der hinsichtlich des Herstellungsmaterials schwer entflammbar ist und ggf. sogar sehr schwer entflammbar ist, so dass er der Brandklasse Bl entspricht. Die Herstellung eines solchen Montageblocks ist äußerst einfach zu bewerkstelligen. Zudem kann als Grundmaterial für die Herstellung Blähglasgranulat verwendet werden, welches aus Altglas recycelt ist. Das Herstellungsmaterial ist somit äußerst kostengünstig zu erhalten. Als Bindemittel können geeignete chemische Bindemittel oder auch Klebstoffe eingesetzt werden. Insgesamt wird ein Montageblock zur Verfügung gestellt, der äußerst formstabil ist und den Einsatzzwecken in jeglicher Weise hervorragend genügt. Dabei ist besonders vorteilhaft, dass durch die Ausbildung aus Blähglasgranulat eine körnige bis rauhe Oberflächenstruktur des Montageblockes erreicht ist, so dass das anschließende Verputzen des Montageblockes,
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wenn dieser gebäudeseitig installiert ist, ohne Probleme zu vollziehen ist, da das Putzmaterial eine ausgezeichnete Verbindung mit dem Werkstoff des Montageblockes eingeht.
Der erfindungsgemäße Montageblock ist nahezu unverrottbar und weist äußerst geringes Gewicht auf. Zudem ist der Montageblock in einfacher Weise wieder zu recyceln.
Eine bevorzugte Weiterbildung wird darin gesehen, dass der Montageblock aus einer Mischung von Blähglasgranulat mit folgenden Bestandteilen besteht: Blähglasgranulat Körnung 0,2 bis 0,5 mm Blähglasgranulat Körnung 0,5 bis 1,0 mm.
Vorzugsweise wird Blähglasgranulat einer Körnung von 0,2 bis 0,5 mm mit solchem Material von einer Körnung mit 0,5 bis 1,0 mm in gleichen Teilen homogen vermischt und mit dem entsprechenden Bindemittel oder Klebmittel ebenso homogen vermischt. Durch Pressen und Erhitzen in einer entsprechenden Form kann der Montageblock in einfacher Weise gefertigt werden, wobei die entsprechenden Armaturen und Leitungsabschnitte in die Form eingelegt werden können, ebenso wie Befestigungselemente, die in den Montageblock integriert werden können, um diesen in einfacher Weise an bestehenden Installationen befestigen zu können.
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Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass das Blähglasgranulat aus einer homogenen Mischung in gleichen Teilen der angegebenen Körnung besteht.
Desweiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass das Bindemittel bis zu 15-Masse % enthalten ist.
Auch ist bevorzugt, dass mindestens 8-Masse % Bindemittel enthalten sind.
Zudem kann bevorzugt sein, dass als Bindemittel Polyurethan, Epoxidharz, Latex oder eine Mischung daraus vorgesehen ist.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Blähglasgranulat eine vorwiegend geschlossenporige Oberfläche und im Kern Poren im Durchmesserbereich von 0,0001 bis 0,5 mm aufweist.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Montageblockes nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet: die Leitungsabschnitte mit integrierten Armaturen werden in eine Pressform eingelegt und lagerichtig gehalten, Blähglasgranulat wird aus unterschiedlicher Körnung gleichmäßig gemischt und mit chemischem Bindemittel versetzt,
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so gemischte Material wird in die Pressform eingefüllt,
so gemischte Material wird in die Pressform eingefüllt,
anschließend wird die Pressform geschlossen und das Material verpresst,
nach dem Verpressen wird die Pressform geöffnet und der Montageblock entnommen.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Verpressung unter gegenüber Raumtemperatur erhöhter Temperatur erfolgt.
Die Aussparungen im Montageblock können durch den Einsatz von topfartigen Hülsen oder dergleichen hergestellt werden, so dass die Aussparungen frei von Blähglasgranulat bleiben.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines schematisierten Ausführungsbeispieles beschrieben.
In der Zeichnung ist ein quaderförmiger Montageblock gezeigt, der für die Sanitärinstallation dient. In den Montageblock sind vorzugsweise mittig zwischen dessen Vorder- und Rückseite Leitungsabschnitte 2 eingebettet, die zu Armaturensträngen gehören, die parallel zueinander im Montageblock angeordnet sind. Jeder Leitungsabschnitt 2 ragt oberseitig und unterseitig stirnseitig aus dem Montageblock hervor und weist Anschlüsse auf, beispielsweise Schraubanschlüsse oder
auch Lötanschlüsse. Auch eine Verklebung der Anschlüsse mit entsprechenden Anschlußleitungen ist möglich. Zudem sind in die Leitungsabschnitte Armaturen 3,4 integriert, deren Anschlüsse durch frontseitige Aussparungen des Montageblocks 1 zugänglich sind, so dass entsprechende Anschlußarmaturen angeschlossen werden können. Das Material des Montageblocks 1 umgibt alle Leitungsabschnitte 2 sowie darin eingebettete Armaturen mit Ausnahme der entsprechenden Ausschnitte, wobei das Material gleichzeitig die Außenfläche des Montageblocks bildet. Dieser ist also nicht zusätzlich mit einem Gehäuse oder dergleichen umgeben.
Erfindungsgemäß besteht der Montageblock 1 aus Blähglasgranulat, welches mit Bindemittel versetzt und verpresst ist. Vorzugsweise kann in einen solchen Montageblock 1 die Integration von zwei parallelen Leitungssträngen 3 nebst Armaturenanschlüssen 3,4 vorgesehen sein. Dabei ist mittig des Montageblocks 1 eine Trennfuge 5 vorgesehen, so dass der Montageblock 1 auch in zwei gleiche Teile zerlegbar ist, die jeweils nur einen Leitungsstrang 2 mit Armaturen 3,4 aufweisen.
Vorzugsweise ist der Montageblock 1 aus einer Mischung von Blähglasgranulat mit folgenden Bestandteilen gefertigt:
Blähglasgranulat mit der Körnung 0,2 bis 0,5 mm, Blähglasgranulat mit einer Körnung von 0,5 bis 1,0 mm.
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Dabei sind die angegebenen Materialien mit der unterschiedlichen Körnung zu einer homogenen Mischung aus gleichen Teilen der angegebenen Körnung vermischt. Das Bindemittel kann wenigstens 8-Masse % bis zu 15-Masse % eingesetzt werden, wobei als Bindemittel beliebige geeignete Stoffe in Betracht kommen. Vorzugsweise kann Polyurethan, Epoxidharz, Latex oder eine Mischung daraus vorgesehen sein. Das Blähglasgranulat weist eine vorwiegend geschlossenporige Oberfläche und im Kern Poren im Durchmesserbereich von 0,0001 bis 0,5 mm auf. Der derart ausgebildete Montageblock 1 ist relativ leichtgewichtig und unverrottbar. Das Material ist wieder recycelbar. Das Material kann eine gute Bindung zu Putzmaterial eingehen. Zudem ist das Material schwer entflammbar und bei Einsatz von entsprechendem Binde- oder Klebmittel sogar sehr schwer entflammbar, so dass er der Brandklasse B2 oder sogar der Brandklasse Bl unterliegt. Aufgrund der entsprechenden Ausbildung ist der Montageblock 1 nur gering wärmeleitfähig, also im Wesentlichen isolierend. Dabei ist der Montageblock 1 äußerst druckfest. Zur Herstellung eines solchen Montageblockes können die zueinander parallelen Leitungsabschnitte 2 samt integrierten Armaturenteilen 3,4 lagerichtig in eine Form eingelegt und auf Abstand gehalten werden, wobei zudem noch Befestigungselemente 6, beispielsweise in Form von Gewindehülsen, in die Form eingelegt und gehalten werden können. Anschließend wird
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das Gemisch, aus Blähglasgranulat unterschiedlicher Körnung und Bindemittel oder Klebmittel in die Form eingebracht. Nachfolgend kann die Pressform mit einer entsprechenden Platte oder mit einer Platte, die Formteile trägt, die die Ausnehmungen im Bereich 3,4 begrenzen, geschlossen werden und das Material vorzugsweise unter Temperatureinwirkung verpresst werden. Anschließend kann der fertige Montageblock 1 aus der Form entnommen werden, wenn die Form geöffnet ist.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (7)
1. Quaderförmiger Montageblock (1) für die Sanitärinstallation, wobei in den Montageblock (1) mindestens ein Leitungsabschnitt (2) eingebettet ist, der mit seinen Enden stirnseitig aus dem Montageblock (1) vorragt, und in den Leitungsabschnitt (2) jeweils Armaturen (3, 4) integriert sind, insbesondere eine Absperrarmatur und ein Zählerunterteil, wobei die Anschlüsse für die Armaturen durch frontseitige Aussparungen des Montageblocks (1) zugänglich sind und das Material des Montageblocks (1) alle Leitungsabschnitte (2) und Armaturen (3, 4) umgibt und die Außenfläche des Montageblocks (1) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Montageblock (1) aus Blähglasgranulat, welches mit Bindemittel verpresst ist, besteht.
2. Montageblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Montageblock (1) aus einer Mischung von Blähglasgranulat mit folgenden Bestandteilen besteht:
Blähglasgranulat Körnung 0,2 bis 0,5 mm
Blähglasgranulat Körnung 0,5 bis 1,0 mm.
Blähglasgranulat Körnung 0,2 bis 0,5 mm
Blähglasgranulat Körnung 0,5 bis 1,0 mm.
3. Montageblock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blähglasgranulat aus einer homogenen Mischung in gleichen Teilen der angegebenen Körnung besteht.
4. Montageblock nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel bis zu 15-Masse % enthalten ist.
5. Montageblock nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens 8-Masse % Bindemittel enthalten sind.
6. Montageblock nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel Polyurethan, Epoxidharz, Latex oder eine Mischung daraus vorgesehen ist.
7. Montageblock nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Blähglasgranulat eine vorwiegend geschlossenporige Oberfläche und im Kern Poren im Durchmesserbereich von 0,0001 bis 0,5 mm aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20010444U DE20010444U1 (de) | 2000-06-10 | 2000-06-10 | Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation |
| DE10120313A DE10120313A1 (de) | 2000-06-10 | 2001-04-26 | Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20010444U DE20010444U1 (de) | 2000-06-10 | 2000-06-10 | Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20010444U1 true DE20010444U1 (de) | 2000-09-28 |
Family
ID=7942742
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20010444U Expired - Lifetime DE20010444U1 (de) | 2000-06-10 | 2000-06-10 | Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation |
| DE10120313A Withdrawn DE10120313A1 (de) | 2000-06-10 | 2001-04-26 | Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10120313A Withdrawn DE10120313A1 (de) | 2000-06-10 | 2001-04-26 | Quaderförmiger Montageblock für die Sanitärinstallation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE20010444U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20107038U1 (de) * | 2001-03-20 | 2002-08-01 | SKV-Verteilersysteme GmbH, 87700 Memmingen | Vorrichtung für die Wasserverteilung bei Wasserinstallationen |
-
2000
- 2000-06-10 DE DE20010444U patent/DE20010444U1/de not_active Expired - Lifetime
-
2001
- 2001-04-26 DE DE10120313A patent/DE10120313A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20107038U1 (de) * | 2001-03-20 | 2002-08-01 | SKV-Verteilersysteme GmbH, 87700 Memmingen | Vorrichtung für die Wasserverteilung bei Wasserinstallationen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10120313A1 (de) | 2001-12-13 |
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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