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DE2000424A1 - Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform enthaltenden polychlorierten AEthanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform enthaltenden polychlorierten AEthanen

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Publication number
DE2000424A1
DE2000424A1 DE19702000424 DE2000424A DE2000424A1 DE 2000424 A1 DE2000424 A1 DE 2000424A1 DE 19702000424 DE19702000424 DE 19702000424 DE 2000424 A DE2000424 A DE 2000424A DE 2000424 A1 DE2000424 A1 DE 2000424A1
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DE
Germany
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ethylene
chlorine
reaction
dichloroethane
methyl chloroform
Prior art date
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Granted
Application number
DE19702000424
Other languages
English (en)
Other versions
DE2000424C3 (de
DE2000424B2 (de
Inventor
Tatsuhiko Hattori
Takeo Kawaguchi
Koichi Nakanishi
Reiji Saito
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Toagosei Co Ltd
Original Assignee
Toagosei Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Toagosei Co Ltd filed Critical Toagosei Co Ltd
Publication of DE2000424A1 publication Critical patent/DE2000424A1/de
Publication of DE2000424B2 publication Critical patent/DE2000424B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2000424C3 publication Critical patent/DE2000424C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

PATl NTANWXLTE
DIPL.-ING. GÜNTHER KOCH DR. TINO HAIBACH
8 MÜNCHEN 2,
unser zeichen: 12435 - Dr.Rei/Re
TOAGOSEl CHEMICAL INDUSTRY CO. , Ltd., Tokio, Japan
Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform enthaltenden polychlorierten Athanen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform enthaltenden polychlo rierten Äthanen.
Methylchloroform (1,1,1-Trichloräthan) wird gewöhnlich aus 1,1,2-.TrU chloräthan durch Dehydrochlorierung mit Alkalien, hauptsächlich mit
Kalkmilch, zu Vinylidenchlorid und anschließender Hydrochlorierung -
dieser Verbindung hergestellt. Dieses Verfahren ist jedoch wegen der Verluste an Chlorwasserstoffsäure und Alkali auf der Delrydrochlorierungsstufe unwirtschaftlich.
Es ist weiterhin ein Verfahren bekannt, bei dem die Dehydrochlorierung thermisch durchgeführt wird, doch ist auch dieses Verfahren infolge der großen Menge des als Nebenprodukt anfallenden 1,2-Dichloräthylens, das gewerblich kaum verwertbar ist, unwirtschaftlich.
Weiterhin ist ein Verfahren bekannt, bei dem Äthylchlorid oder I5I-Di^ chloräthan chloriert werden, wodurch die vorstehend angegebenen Nach-
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teile behoben werden. Bei diesem Verfahren findet jedoch eine photochemische Reaktion statt, deren Reaktionsgeschwindigkeit niedrig ist; weiterhin sind die Anlage- und Betriebskosten verhältnismäßig hoch.
Erfindungsgemäß soll nun ein Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform enthaltenden Polychloräthanen ohne Verwendung einer Lichtquelle geschaffen werden. Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur einfachen Herstellung von Methylchloroform enthaltenden Polychloräthanen durch Umsetzung von Chlor mit Äthan, Äthylchlorid oder 1,1-Diehloräthan oder eines Gemisches aus zwei oder mehreren dieser Verbindungen, in flüssiger Phase in Gegenwart von Äthylen, ohne daß Licht oder dergleichen angewendet zu werden braucht.
Werden niedrige, normale, gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe oder ihre chlorierten Derivate in flüssiger Phase nur mit Chlor umgesetzt, so verläuft die Umsetzung im allgemeinen für industrielle Zwecke zu langsam, was auch für Äthan, Äthyl chloride, 1,1-Die hlorä than usw. zutrifft. Zur Behebung dieses Nachteils wurde deshalb im allgemeinen eine photochemische Umsetzung angewendet. Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß bei der Umsetzung von Chlor und Äthan, Äthylchlorid oder 1,1-DichLoräthan bzw. deren Gemischen, in Gegenwart von Äthylen die substituierende Chlorierung des Äthans oder der chLorierten Äthane glatt verläuft und zu Methylchloroform enthaltenden Polychloräthanen führt.
Die Bedeutung der vorliegenden Erfindung ist nachstehend erläutert, wobei ein von den Erfindern durchgeführter Versuch als Beispiel dienon soll.
Es wurden 60 Lüer/Std. Chlor, 230 g/Std. ÄthyLchlorid und wechselnde Mengen Äthylen von unten her in einen Glasreaktor nut einem Innendurchmesser von 35 min und einer Höhe von 250 mm eingeleitet; die Umsetzung
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wurde bei 60 C in den flüssigen Reaktionsprodukten als Lösungsmittel durchgeführt, wobei die nachstehend angegebenen Ergebnisse erhalten wurden:
Zugabeverhältnis Äthylen/ n n 9 „.,
Äthylchlorid in Mol U Ujl U'
Umwandlung des Chlors (%) 15 78 97
Molverhältnis zwischen umgesetztem Chlor und umgesetztem 0,15 0,72 0,77 Äthylen einerseits und eingesetztem Chlor andererseits
Umwandlung von Äthylen (%) - 99 98
Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, nimmt das Molverhältnis (umgesetztes Chlor+umgesetztes Äthylen)/(eingesetztes Chlor) beträchtlich zu, wenn gleichzeitig Äthylen zugesetzt wird, verglichen mit dem Fall, in dem nur Chlor und Äthylchlorid ohne Äthylen zugesetzt werden. Das bedeutet, daß in Gegenwart von Äthylen die außer der für die Addition an Äthylen verbrauchte Chlormenge zunimmt. Mit anderen Worten: Die Substitutions reaktion des Chlors wird wesentlich gefördert, was auch der Fall ist, wenn statt Äthylchlorid Äthan oder 1,1-Diehloräthan verwendet wird. Das Äthylen soll in einem Verhältnis von mindestens 0,02 Mol, vorzugsweise von mehr als 0,1 Mol je Mol Äthan bzw. eines Gemisches aus chlorierten Äthanen zugesetzt werden.
Die Selektivität gegenüber Methylchloroform läßt sich am besten wie folgt erklären:
Die bei der Chlorierung von Äthan, Äthylchlorid oder 1,1-Dichloräthan oder dergleichen auftretende Reaktion ist eine Folgereaktion, wobei
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im Verlaufe der Reaktion Methylchloroform als Zwischenprodukt gebildet wird.
Äthan
1,1-Dichloräthan k.
Methylchloroform
Äthylchlorid
1,1,1,2-Tetrachloräthan
1, 2Dichloräthan
I k6 1,1,2- Trichloräthan
1,1,2,2- Tetrachloräthan
Bei der Herstellung von Methylchloroform durch Chlorierung von Äthan, Äthylchlorid, 1,1-Dichloräthan und dergleichen fallen also immer Nebenprodukte, wie 1,2-Dichloräthan (ausgenommen wenn 1,1-Dichloräthan als Ausgangsmaterial verwendet wird), 1,1,2-Trichloräthan, 1,1,1,2-Tetrachloräthan, 1,1,2,2-Tetrachloräthan usw. an. Nach den von den Erfindern durchgeführten kinetischen Untersuchungen ist die Substitutionsreaktion im Reaktionssystem gemäß der Erfindung offenbar eine Folgereaktion erster Ordnung bezüglich der Konzentration der Chloräthane, wobei folgende Werte für die relativen Reaktionsgeschwindigkeiten erhalten wurden:
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Vk6 = 30 Vk6 = 5'7 Vk6 = 2'8
k /kg = 0,36 k-/k6 = 0,13 k /kg = 0,02
kg/kg = 0,08 kg/kg = 0,09
Diese Werte stimmen gut mit den Werten für die photochemische Reaktion überein, d.h. die Selektivität gegenüber Methylchloroform ist bei dem vorliegenden Verfahren praktisch identisch mit der des photochemischen Verfahrens. Die Herstellung von Methylchloroform aus billigem Äthylen und billigen Ausgangsstoffen, wie Äthan, Äthylchlorid, 1,1-Dichloräthan usw. ist also mit einer Reaktionsgeschwindigkeit möglich, die fast so groß ist wie die des photochemischen Verfahrens, ohne daß die Selektivität dieses Verfahrens verlorengeht.
Das Äthylen, das zur Förderung der Umsetzung verwendet wird, nimmt selbst an einer Additions reaktion mit Chlor unter Bildung von 1,2-Dichloräthan teil, das seinerseits wieder an einer Substitutionsreaktion unter Bildung von 1,1,2-Trichloräthan, Tetrachloräthan usw. teilnimmt. Diese Polychloräthane sind jedoch dieselben Verbindungen, die als Nebenprodukte aus den Ausgangs substanzen wie Äthan, 1,1-Dichloräthan usw. gebildet werden, und können in wirksamer Weise als Ausgangssubstanzen zur Herstellung von wertvollen Verbindungen, wie Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Trichloräthylen usw. verwendet werden.
Die Ausgangs substanzen, wie Äthan, Äthylchlorid oder 1,1-Dichloräthan können einzeln oder im Gemisch verwendet werden. Die theoretische Menge an Chlor, die zur Herstellung eines Mols Methylchloroform aus diesen Substanzen benötigt wird, beträgt 3 Mol für Äthan, 2 Mol für Äthylchlorid und 1 Mol für 1,1-Dichloräthan. Jeder dieser theoretischen Werte diente als Standardmenge des im allgemeinen, jedoch nicht notwendigerweise verwendeten Chlors. Da die Umsetzung, wie schon gesagt, eine Folgereaktion ist, werden andere niedrig chlorierte Äthane als Methylchloroform gewöhnlich in die Reaktionszone zurück-
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geleitet. Nimmt der Anteil des Chlors zu, so nimmt die Menge der zurückgeleiteten niedrigchlorierten Äthane ab und die Menge der höherchlorierten Äthane zu, und umgekehrt. Es ist natürlich möglich, die niedrigchlorierten Äthane, wie 1,1-DichloräthanCaus Äthylchlorid) oder Äthylchlorid und 1,1-Dichloräthan (aus Äthan) zu isolieren. Andererseits wird ein Mol Chlor für jedes Mol Äthylen benötigt, da das Äthylen, das zur Förderung der Umsetzung zugegeben wird, selbst mit Chlor eine Additions reaktion eingeht. Wird jedoch das Chlor in Form von höher chlorierten Äthanen gewonnen, so kann das Chlor in einer Menge von ΛΖ mehr als ein Mol je Mol. Äthylen verwendet werden. Berücksichtigt man
diese Beziehungen, so ist der zu verwendende Chloranteil hauptsächlich durch wirtschaftliche Gesichtspunkte bestimmt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann entweder kontinuierlich oder ansatzweise durchgeführt werden, wobei jedoch im allgemeinen ein kontinuierlicher Betrieb vorgezogen wird. Als Reaktoren können alle Arten, die in Gegenwart eines Reaktionslösungsmittels arbeiten, verwendet werden, z.B. Blasenkolonnen, Sprühtürme, Türme mit benetzten Wänden und andere. Obwohl keine Beschränkung hinsichtlich der Lösungsmittel besteht, sind Chloräthane im allgemeinen brauchbar. Das Äthan, die ^ Chloräthane, das Äthylen und das Chlor können auf verschiedene Weise
in den Reaktor eingeleitet werden. Um die besonderen Vorteile der Erfindung besser zur Geltung zu bringen, wird das Äthylen vorzugsweise im ganzen Reaktionssystem verteilt. Zu diesem Zweck wird das Äthylen am besten durch mehr als eine Zuleitung in unterteilten Strömen eingeleitet. Beispielsweise wird das Äthylen durch eine Reihe von Zuleitungen, die entlang der Achse eines Blasenreaktors angeordnet sind, eingeUuiet. Wird das Chlor in einer verhältnismäßig kleinen Menge gegenüber d · ι Äthylen verwendet, so hat das Äthylen die Neigung, durch den Reaktor zu gehen, ohne vollständig mit dem Chlor zu reagieren. In einem solchen Fall wird das Chlor in der gleichen Weise wie das Äthylen an mehreren Stellen eingeleitet.
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Die substituierende Chlorierung im Reaktions system gemäß der Erfindung wird offenbar durch Katalysatoren, die im allgemeinen für die additive Chlorierung von Olefinen verwendet werden, z.B. durch die Chloride des Eisens, Antimons, Selens, Wismuts und Aluminiums oder durch Sauerstoff unterdrückt. Deshalb werden diese Katalysatoren bei dem Verfahren gemäß der Erfindung im allgemeinen nicht verwendet. In gewissen Fällen aber, beispielsweise wenn das Chlor in einer verhältnismäßig kleinen Menge gegenüber dem Äthylen verwendet wird, überwiegt die Geschwindigkeit der substituierenden Chlorierung des Athans oder der chlorierten Äthane gegenüber der additiven Chlorierung des Äthylens, \
weshalb nicht umgesetztes Äthylen in den aus dem Reaktor austretenden Gasen gefunden wird. In diesem Fall kann sowohl die Additions reaktion als auch die Substitutionsreaktion durch Zusatz einer kleinen Menge der vorstehend angegebenen Katalysatoren gesteuert werden, wobei man von deren Aktivitäten Gebrauch macht.
Die Reaktionstemperatur liegt vorzugsweise im Bereich vom Siedepunkt des Lösemittels beim Betriebsdruck bis herab zu 20 C; unterhalb dieser Temperatur nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit ab. Obgleich es bezüglich des Reaktionsdruckes keine Einschränkungen gibt, ist die Reaktionsgeschwindigkeit bei Überdruck größer, und das Volumen des Reaktors M kann in diesem Fall verkleinert werden. Insbesondere bei Verwendung von Ausgangs substanzen mit hohem Dampfdruck, wie Äthan oder Äthylchlorid können günstige Ergebnisse bei höheren Drucken erzielt werden, da die Löslichkeit dieser Substanzen in Lösungsmitteln dann höher wird.
Auf ein Mol substituiertes Chlor wird ein Mol Chlorwasserstoff gebildet. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung erfolgt die substituierende Chlorierung so rasch, daß das Verfahren leicht derart durchgeführt werden kann, daß in dem als Nebenprodukt anfallenden Chlorwasserstoff kein nicht umgesetztes Chlor nachgewiesen werden kann. Deshalb kann der
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Chlorwasserstoff unmittelbar ohne Reinigung weiterverwendet werden. Die Erfindung ist durch die nachstehenden Beispiele noch näher erläutert.
Beispiel 1
Die Reaktionsflüssigkeit, die in einem früheren Versuch erhalten worden war und die als Hauptbestandteile 1,1-Dichloräthan, 1,2-Dichloräthan und 1,1,2-Trichloräthan enthielt, wurde in einen Reaktor mit einem Innendurchmesser von 70 mm und einer Höhe von 1 m eingefüllt. In den JL Reaktor wurden kontinuierlich 301 g/Std. Äthylchlorid, 157 1/Std. Äthylen und 720 1/Std. Chlor bei 100 °C und 6 atü eingeleitet. Die Reaktionsflüssigkeit wurde fraktioniert, wobei 3130 g/Std. einer Fraktion erhalten wurden, die 0,4- Gew.-% Äthylchlorid, 7,3 Gew.-% 1,1-Dichloräthan, 9,4 Gew.-% 1,2-Dichloräthan und 82,9 Gew.-% 1,1,2-Trichloräthan enthielt. Daneben wurden 1790 g/Std. Produkt erhalten, das als Hauptbestandteile Methylchloroform, Tetrachloräthan und Pentachloräthan enthielt. Die erste Fraktion wurde vollständig in den Reaktor zurückgeleitet. 577 1/Std. gasförmiger Chlorwasserstoff mit einem Äthylengehalt von 2,4-% traten aus den Reaktor aus.
^ Die Zusammensetzung des erhaltenen Produktes war wie folgt:
Methylchloroform 15,9 Gew.-%
1,1,1,2-Tetrachloräthan 36,1
1,1,2,2-Tetrachloräthan 36,0
P entac hlo r äthan 11,0
Hexachloräthan 1,0
ti
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~9" 200042A
Beispiel 2
In den gleichen Reaktor wie in Beispiel 1 wurden 2210 g/Std. 1,1-Dichloräthan, 58 1/Std. Äthylen und 720 1/Std. Chlor bei 120 °C und 6 atü eingeleitet. Die Reaktionsftiissigkeit wurde fraktioniert, wobei 1330 g/Std. nichtumgesetztes 1,1-Dichloräthan und 3340 g/Std. Produkt erhalten wurden, das aus verschiedenen Polychloräthanen bestand. Das nicht umgesetzte 1,1-Dichloräthan wurde vollständig in den Reaktor zurückgeleitet. Weiterhin wurden 655 1/Std. gasförmiger Chlorwasserstoff mit einem Äthylengehalt von 0,4- % und einem Chlorgehalt von 3,6 % erhalten.
Die Zusammensetzung des erhaltenen Produktes war wie folgt:
1,2-Dichloräthan 1,7 Gew.-%
Methylchloroform 60,0 Il
1,1,2- Trichloräthan 19,5 Il
1,1,1,2~Tetrachloräthan 10,1 Il
1,1,2,2-Tetrachloräthan 6,1 Il
Pentachloräthan 2,5 Il
Hexachloräthan 0,1 Il
Beispiel 3
In den gleichen Reaktor wie in Beispiel 1 wurden 63 Liter/Std Äthan, 150 g/Std. Äthylchlorid, 156 Liter/Std. Äthylen und 775 Liter/Std. Chlor kontinuierlich bei 100 C eingeleitet. Die Reaktionsflüssigkeit wurde fraktioniert, wobei 3200 g/Std. einer Fraktion, bestehend aus 0,5 Gew.-% Äthylchlorid, 7,5 Gew.-% 1,1-Dichloräthan, 9,2 Gew.-% 1,2-Dichloräthan und 82,8 Gev.-% 1,1,2-Trichloräthan sowie 1770 g/Std. Produkt erhalten wurden, das als Hauptbestandteile Methylchloroform, Tetrachloräthan und Pentachloräthan enthielt. Die erste
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Fraktion wurde vollständig in den Reaktor zurückgeleitet. Aus dem Reaktor traten 640 Liter/Std. gasförmiger Chlorwasserstoff mit einem Athangehalt von 1,7 % und einem Athylengehalt von 2,2 % aus.
Die Zusammensetzung des erhaltenen Produktes var wie folgt:
Methylchloroform 15,5 Gew.-?»
1,1,1,2-Tetrachloräthan 36,4· "
1,1,2,2-Tetrachloräthan 36,1 "
P entac hlo räthan 11,2 " Hexachlo räthan 0,8 "
- Patentansprüche -
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Claims (3)

  1. Patentansprüche :
    ( 1·) Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform enthaltenden polychlorierten Äthanen, dadurch gekennzeichnet, daß man Äthan, Äthylchlorid oder 1,1-Dichloräthan in flüssiger Phase mit Chlor in Gegenwart von Äthylen als Katalysator chloriert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß man polychlorierte Äthane als Reaktionslösungsmittel ver« wendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion bei einer Temperatur im Bereich von 20 °C bis zur Siedetemperatur beim Betriebsdruck durchführt.
    009829/190^
DE19702000424 1969-01-09 1970-01-07 Verfahren zur Herstellung von 1,1,1 Tnchlorathan enthaltenden polychlorierten Athanen Expired DE2000424C3 (de)

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DE2000424B2 DE2000424B2 (de) 1973-02-22
DE2000424C3 DE2000424C3 (de) 1973-09-20

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2364093A1 (de) * 1972-12-27 1974-07-11 Rhone Progil Verfahren zur umwandlung von trichloraethylen, das in 1,2-dichloraethan enthalten ist

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FR2028000A1 (en) 1970-10-02
FR2028000B1 (de) 1973-03-16
DE2000424C3 (de) 1973-09-20
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DE2000424B2 (de) 1973-02-22

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