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DE2000075C - Verfahren zum kontinuierlichen For men eines röhrenförmigen Gegenstands und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrens - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen For men eines röhrenförmigen Gegenstands und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrens

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Publication number
DE2000075C
DE2000075C DE19702000075 DE2000075A DE2000075C DE 2000075 C DE2000075 C DE 2000075C DE 19702000075 DE19702000075 DE 19702000075 DE 2000075 A DE2000075 A DE 2000075A DE 2000075 C DE2000075 C DE 2000075C
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DE
Germany
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workpiece
tubular
coolant
strand
fiber filling
Prior art date
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Expired
Application number
DE19702000075
Other languages
English (en)
Other versions
DE2000075B2 (de
DE2000075A1 (de
Inventor
George L Richmond Va Mathe (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Philip Morris USA Inc
Original Assignee
Philip Morris Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philip Morris Inc filed Critical Philip Morris Inc
Publication of DE2000075A1 publication Critical patent/DE2000075A1/de
Publication of DE2000075B2 publication Critical patent/DE2000075B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2000075C publication Critical patent/DE2000075C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum' kontinuierlichen Formen eines röhrenförmigen Gegenstands, der eine FaserfüUung einschließt, durch röhrenförmi- r,o ges Strangpressen eines Werkstückes aus thermoplastischem Werkstoff mit Querschnittsabmessungen, die wesentlich größer als die beabsichtigten Endquerschnittsabmessungen des Werkstücks sind, wobei das röhrenförmige Werkstück von einer Extrusionsöffnung weggefordert, mit Kühlmittel beaufschlagt und gleichzeitig die Faserfullung als Strang in das röhrenförmige Werkstück hinein und mit diesem in gleicher Richtung bewegt wird, worauf das Werkstück gegen die Faserfullung und durch eine KaKbrieröffiiuag mit im wesentlichen der Endaußenabmessung des Werkstücks gezogen wird. _
Ein Verfahren zum kontinuierlichen Extrudieren von röhrenförmigen Gegenständen aus thermoplastischem Kunststoff mit einer ringfÖMiigen Extrusionsöffhung von wesenüich größerem Querschnitt wie der beabsichtigte Endquerschnitt des endgültigen röhrenförmigen Werkstückes ist aus dem Sonderdruck aus der Zeitschrift »Kunststoffe«, 45-Jahrg., 1955, Heft 10, Seiten 486 bis 490, bekannt
Bei der Herstellung von Zigaretten ist es ferner allgemein üblich, eine FaserfüDung in einem kontinuierlichen Arbeitsgang dadurch zn formen, daß ein kontinuiediches Faserkabel aus einem Ffltermedräm, gewöhnlich Celluloseacetat, in einer kontinuierlichen PapierhüHe eingewickelt wird.
Dieses bekannte Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfnterstranges hat jedoch Nachteile, die es zur Verwendung in der modernen Zigarettenherstel lungstechnik, bei der sehr hohe HersteUungsgeschwin digkeiten wünschenswert sind, ungeeignet machen. Beispielsweise begrenzt die Verwendung einer KJe beverbindung oder Naht die Geschwindigkeit oer Fer tigungsstraße aui' einen Wert, der nicht höher als etwa 90 m je Minute ist
Die Vorteile der Herstellung eines Mundstückstran ges dadurch, daß Kunststoff als röhrenförmiges Werkstück über eine Faserfullung extrudiert wird, sind zahlreich, besonders hinsichtlich der genauen Re gelung des Strangformates sowie der verbesserten Gleichmäßigkeit der Produktherstellung. Bestimmte Verwendungsformen der Faserfullung machen es je doch wünschenswert, daß eine verbesserte Befesti gung der Faserfullung innerhalb des röhrenförmigen Werkstücks erhalten wird, damit es einem höheren Gasströmungsdruck, als er normalerweise beim Rau chen einer Zigarette auftritt, standhalten kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Verankerung der Faserfullung, im röhrenförmigen Werkstück zu verbessern, ohne daß die Faserfullung in unzulässiger Weise verdichtet wird.
Dies wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Kühlmit tel als einzelne Kühlmittelströme an umfangseitig vor gegebenen Stellen auf die Innenwand des röhrenförmigen Werkstückes aufgebracht wird, worauf im Bereich der hierdurch verfestigten Stellen beim Hindurchziehen des Werkstückes durch die Kalibrieröffnung Nuten zur Verankerung der Faserfullung in die Innenwand des röhrenförmigen Werkstückes eingeformt werden.
Der nach dem Verfahren erhaltene Gegenstand ist als Filter für gasförmige oder flüssige Medien, einschließlich Zigarettenrauch, benutzbar, und insbesondere als Filter für Medien mit hohem Strömungsdruck. Ferner eignet sich der Gegenstand auch zur Verwendung als Farbstoffpatrone, als antiseptischer Wegwerf-Tupfer für Krankenhäuser und für ähnliche billig in Massenproduktion herstellbare fasermaterial gefüllte Erzeugnisse.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer stromabwärts der Ringschlitzdüse der Strangpresse angeordneten Kalibriereinrichtung, die das rohrförmige Werkstück außen abstützt und in einer Kühlkammer angeordnet ist.
Eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Kühlmedinins an der Innenwand eines extrudieren röhrenförmigen Werkstückes ist durch die USA-Patentschrift 3,299,192 an sich bekannt Diese Vorrichtung kann jedoch nicht zur Verbesserung der Veraakeruna der $ Faserfüllung im röhrenförmigen Werkstück beitragen
Die Vorrichtung zur Durchführung des VefahVens ist daher erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet daß in der Strangpresse innerhalb der Ringschlitzdüse emc Anzahl kreisförmig verteflier, konzentrisch zum -Strang Hegender Offnungen vorgesehen ist, aus denen über Kanäle Kühlmittel auf die Werkstücksinnenfläche aufbringbar ist
Durch das stärkere Strecken des röhrenförmigen Werkstuckes an den nicht besprühten Flächen erhält mm kreisförmig in Abstand befindliche Nuten an der Innenwand des röhrenförmigen Werkstücks, in den sich die Faserfüllung verankert. Die Verankerung verhindert ein Ausblasen der Faserfüllung. wenn durch
15 gen, um eine Störung in einer Zigarettenmaschine zu vermeiden, wenn die Filtermundstücke mit den Tabakzyündern vereinigt werden.
Fig. 1 zeigt eine Strangpresse 20, mit der ein Strang 10 für Zigarettenfilter hergestellt werden kann. Vor dem Formen des ZigarettenfEterstrangs wird die Faserfüflung, die bei der dargestellten Ausführungsfonn durch CeUuloseacetatfasera gebildet wird, durch eine nicht gezeigte Beschichtungskammer geführt, in welcher die Fasern mit einem Weichmacher beschichtet werden, der beispielsweise aus einer Lösung von 3% bis 12% (jedoch vorzugsweise 9%) Triacetin besteht Der Weichmacher wird dazu verwendet die Bindung der Fasern untereinander im Strang an den Überkreuzungs- oder Berührungsstellen der Fasern zu begünstigen und dadurch eine Kohäsion herbeizufuhren. Der Strang wird durch eine Fördervorrichtung vorbewegt, um alle Spannungen mit Ausnahme einer geringen Spannung von etwa 20 bis 50 g Zug
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beispielsweise in einem Zigarettenstrang, wobei der zulässige Druck wesentlich oberhalb des Druckes liegt, der normalerweise beim Testen und Rauchen von Zigaretten auftritt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert und zwar zeigt
Fig. 1 einen vertikalen Schnitt der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
F i g. 2 eine Ansicht des röhrenförmigen Werkstük kc beim Verlassen der Austrittsöffnung des in F ι g. 1 dargestellten Extruders im Querschnitt nach de; Linie II-II in Fig. 1,
F i g. 3 eine schaubildliche Ansicht eines Stückes de-· nach dem Verfahren hergestellten, eine Faseriui-Iu ig aufweisenden röhrenförmigen Gegenstands,
F i g. 4 einen Querschnitt des in F i g. 3 dargesteü le" röhrenförmigen Gegenstands, aus dem die Nuten zur Verankerung der Faserfüllung ersichtlich sind.
<\us Fig. 3 ist ersichtlich, daß der Strang 10 von einem dünnwandigen röhrenförmigen Gegenstand 12 aus Kunststoff mit im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt umschlossen wird, wobei die Faserfüllung 14 beispielsweise aus Celluloseacetat besteht, das als Filtermedium dient.
Der Gesamtdurchmesser des röhrenförmigen Gegenstands, insbesondere des Filtermundstücks, das zum Einfügen in eine Zigarette bestimmt istbeträgt annähernd 7,6 mm bei einer Wanddicke der Hülse 12 im Bereich zwischen 0,13 bis 0,50 mm, obwohl natürlich Abänderungen in diesen Abmessungen je nach dem beabsichtigten Verwendungszweck des Gegenstandes vorgesehen werden können. Wie ersichtlich, ist die Hülse 12 an ihrer inneren Wandfläche mit abwechselnden Nuten 5 und Stegen 6 versehen derart, daß die letzteren sich zwischen den Nuten befinden und diese zur Aufnahme der Faserfüllung 14 sowie als Verankerungen dienen, um die Faserfüllung fester innerhalb der Hülse zu sichern. Durch die Verwendung eines Übermaßes für den Durchmesser der Faserfüllung kann der Filterstrang einer beträchtlichen Flüssigkeit^- oder Gasdruckströmung standhalten.
Der in Fig. 3 dargestellte Strang hat zweckmäßig eine äußere Abmessung innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen und sollte, wenn er als Filtermundstück für eine belüftete Zigarette verwendet wird, den Umfang eines Kreises, der die Spitzen der Hohlkehlen 16 umschreibt, vorzugsweise 23,9 mm ± 0,05 mm betra-
Flüssigkeiisströmung 20 zur Förderung in der Längsrichtung aufzuheben, da
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55 es vorzuziehen ist, daß der Strang mit nur einer ge ringstmöglichen Spannung behandelt wird. Der Strang wird sodann teilweise zusammengedrückt und in an sich bekannter Weise zu einem kontinuierlichen zylindrischen Körper unmittelbar vor der Zufuhr zum Spritzkopf 22 geformt. Der in den Spritzkopf 22 eintretende Strang hat einen Durchmesser, der größer als die beabsichtigte End Innenabmessung der Hülse 12, ist jedoch aus den nachfolgend angegebenen Gründen einen Durchmesser hat. der kleiner als der Innendurchmesser des den Spritzkopf 22 verlassenden roh renförmigen Werkstücks ist. Der Spritzkopf 22 be sitzt einen Bauteil 28, in welchem in an sich bekannter Weise ein Dorn 30 gelagert ist. der sich von der Innenbohrung des Bauteils 28 im Abstand befindet, so daß er einen Ringraum begrenzt, von dem ge schmolzener Kunststoff 32 aufgenommen wird, der in den Spritzkopf 22 seitlich aus einem nicht gezeigten Behälter eintritt. Je nach der Geschwindigkeit, mit welcher die Extruderschnecke (nicht gezeigt), welche den geschmolzenen Kunststoff 32 fordert, sich dreht, tritt ein röhrenförmiges Werkstück 12 aus erhitztem Kunststoff kontinuierlich aus der Extrusionsöffnung der Ringschlitzdüse 34 aus und wird von dieser weg durch Abziehrollen 64 unterstromseitig der Kalibrier vorrichtung gefordert, wobei das Werkstück 12 beim Austritt aus der Extrusionsöffnung Querschnittsabmessungen hat, die wesentlich größer als die beabsichtigten Endquerschnittsabmessungen des fertigen Filterstrangs sind, und wobei das Werkstück 12 ausreichend erhitzt ist, um plastisch verformt zu werden, und die Werkstücksinnenfläche 35 klebrig oder in einem plastischen Zustand ist. Ferner hat das Werkstück 12 an dieser Stelle eine Außenflächengestaltung, die im wesentlichen mit derjenigen des fertigen Produkts übereinstimmt, für welchen Zweck der Spritzkopf 22 mit einer geeigneten Formgebungseinrichtung ausgerüstet ist, um dem Werkstück 12 die erforderliche äußere Gestaltung zu erteilen. Beispielsweise kann ein Zwischen- oder Paßstück 21 abnehmbar am Bauteil 28 befestigt werden, wobei das Zwischenstück eine Extrusionsöffnung hat, mit dem, die besondere Innen- und Außenflächengestaltung des Werkstücks 12 erzielt werden kann. Gleichzeitig mit dem Austreten des röhrenförmigen Werkstücks 12 aus dem Spritzkopf 22, tritt der zusammengedrückte Strang aus Faserfüllung 14 durch einen mittigen-zylindrischen Kanal 38 im Dnrn 30 hindurch. Der
Strang bewegt sich beim Verlassen des Spritzkopfes 22 axial und in gleicher Richtung wie das extrudierte Werkstück 12 in dieses vorwärts, wobei die Faserfüllung an dieser Stelle einen Durchmesser hat, der zumindest geringfügig größer als der Innendurchmesser der Hülse ist, wenn die letztere voll behandelt ist. Wie ersichtlich, ist die gleichgerichtete Bewegung des Werkstücks 12 und der Faserfüllung 14 unterstromseitig der Austrittsstelle aus dem Spritzkopf 22 über eine kurze Strecke eine Bewegung, bei welcher das heiße Werkstück 12 den Strang nicht berührt. Dies ist vorgesehen, damit das Werkstück in seinem Kaliber in der genannten Bewegungsstrecke heruntergezogen werden kann derart, daß es eine erste Berührung mit dem Strang erst erhält, wenn der zusammengesetzte röhrenförmige Gegenstand durch die verschließ bare Öffnung der Eintrittsdichtung 42 der Kühlkammer 40 hindurchtritt. Beim Herunterziehen des erhitzten Werkstücks können dessen Gesamtquerschnittsabmessungen bis um 100% von den anfänglichen extrudierten Abmessungen auf die kleineren Strang-Endabmessungen herabgesetzt werden. Beispielsweise hat bei dem Strang 10 zur Verwendung als Zigarettenbestandteil die Hülse 12 im allgemeinen beim Extrudieren eine Wandstärke von 1,27 mm, während sie nach dem Herunterziehen an ihren dickeren Teilen im wesentlichen eine Dicke im Bereich von 0,12 bis 0,38 mm hat.
Beim Extrudieren des röhrenförmigen Werkstücks bzw. der Hülse 12 werden die sich in der Längsrichtung erstreckenden Nuten 5 und Stege 6 an deren Innenseite als Teil des Extrusionsvorgangs in verhältnismäßig einfacher, jedoch hochwirksamer Weise erzielt. Der Dorn 30 ist mit einer kreisförmigen Anordnung von Kanälen 110 versehen, die sich durch diesen von seinem einen Ende zum anderen erstrecken und an ihrem einen Ende mit einem Sammelkanal 112 in Verbindung stehen, der in einer Platte 114 ausgebildet ist, und an ihren anderen Enden in Kanäle 121 benachbart der Öffnung münden, aus welcher das Werkstück 12 austritt. Der Sammelkanal 112 ist durch eine Leitung 116 mit einer Quelle 118 für Druckluft oder ein anderes Druckmittel verbunden. Dieses andere Druckmittel soll natürlich mit dem Gesamtformgebungsvorgang vereinbar sein. Beispielsweise kann der Weichmacher, mit dem das Kabel bs schichtet wird, zur Kühlung verwendet werden, obwohl zu erwähnen ist, daß gasförmige Kühlmittel bevorzugt sind. Wie dargestellt, werden, wenn das erhitzte Werkstück 12 aus der Extrusionsöffhung austritt, Kühlluftströme gegen die glatte innere Wandfläche desselben an einem Kreis von Stellen gerichtet, wie in Fig. 2 gezeigt, woBei diese Stellen den Stegen 6 entsprechen und, die Ströme vorzugsweise in einer Richtung parallel zur Extmsionsachse austreten. Die Wirkung der Kühlluftstrahlen, die aid* die erwähnten Flächen auftreffen, besteht darin, sie abzuschrecken und eine gewisse Verfestigung oder Härtung dieser Flächen einzuleiten. Der Grad der eingeleiteten Verfestigung ist derart, daß, wenn das Werkstück dann heruntergezogen wird, während es sich zu der verschließbaren Öffnung und durch diese hindurch vorwärts bewegt, die Hülse unterschiedlich heruntergezogen wird, das heißt in einem geringeren Grade in der Längsritng längs der die Stege 6 badenden Rächen als an den zwischen den Stegen liegenden Flächen. Daher wird die Hülse längs der benachbarten Stege und Nuten heruntergezogen, wobei das stärkere Herunterziehen an den zwischenliegenden, die Nuten 5 bildenden Flächen erfolgt. Das Gesamtherunterziehen der inneren Wandflächen, welche die Nuten bilden, ist mit unterbrochenen Linien in Fig. 2 gezeigt.
Wenn die Hülse 12 in ihrem Kaliber heruntergezogen wird, wird der Strang 10 an der Oberfläche in den Nuten 5 festgehalten, wodurch eine Verankerung der Faserfüllung erhalten wird. Außerdem erfährt der Strang an den klebrigen Flächen in den Nuten eine
ίο Verklebung, wodurch die Faserfüllung innerhalb der Hülse gesichert wird. Da die Nuten einen erhöhten Flächeninhalt ergeben, über welchen dieses Verkleben stattfinden kann, erfährt die Verankerung insgesamt eine Verbesserung. Der Strang haftet auch an den Oberflächen der Stege 6, da diese, obwohl das Härten dieser Flächen durch Besprühen mit dem Kühlmittel eingeleitet worden ist, eine ausreichende Klebrigkeit beibehalten, um diese zusätzliche Verklebung zu bewirken.
Die Kühlung des zusammengesetzten röhrenförmigen Gegenstandes erfolgt bei dessen Eintritt in die Kühlkammer 40 durch die Eintrittsdichtung 42, wobei die Kunststoffhülse ausreichend und gleichmäßig dicht gegen den Strang und auf etwa die optimale Endabmessung, die sie beim Eintritt in die Dichtung haben soll, heruntergezogen wird. Beim Herunterziehen der Hülse 12 wird die Faserfüllung 14 einer weiteren und endgültigen radialen Verdichtung unterzogen. Wie bereits erwähnt, dient die Eintrittsdichtung
als verschließbare Öffnung, die im wesentlichen den gleichen Durchmesser und die gleiche Form wie der äußere Enddurchmesser der Hülse hat. Daher um schließt bei dem fertigen Gegenstand die Hülse 12 den Strang mit einer zwangsläufigen Einengung des letzteren, so daß der Strang die durch die Nuten 5 ge bildeten Verankerungen voll ausfüllt.
Bei seinem Durchtritt durch die Kühlkammer wird der zusammengesetzte Gegenstand im Kühlwasser bad 46 untergetaucht, hindurchgeführt und tritt
durch eine Reihe von mit einer Öffnung versehenen Kalibrierplatten 120 zur genauen Einregelung der Umfangsabmessung der Hülse 12 hindurch. Zum Ka librieren der Hülse kann die Hülse einem Innendruck ausgesetzt werden, der das Bestreben hat. sie radial aufzuweiten, um sie dicht im Kalibrierverhältnis mit den Kalibrierplatten zu halten. Die Kraft zur Aufwei tung wird dadurch erhalten, daß die Kühlkammer 40 und das Kühlwasserbad 46 in dieser unter einem Ya kuumzustand gehalten wird, während der von der Hülse eingeschlossene Raum mit dem Außenluft druck in Verbindung gebracht werden kann, was zu sätzlich zu dem Vorhandensein von Druckluft gesche hen kann, die in sie in Form von Kühlströmen zur Erhärtung der Innenfläche des Werkstücks, wie vor
·>·> angehend beschrieben, eingeleitet wird.
Beim Verlassen der Kühlkammer 40 tritt der mit einer Hülse versehene Gegenstand zwischen den Abziehrollen 64 der Abziehvorrichtung hindurch, welche den Gegenstand durch eine Schneideinrichtung (nicht gezeigt) fördern, in welcher der Gegenstand von kon tinuierlicher Länge in kurze Längen, wie in Fig. 3 ge zeigt, geschnitten wird, die zur weiteren Verarbeitung, beispielsweise zur Verwendung in einer Zigarettenmaschine, geeignet sind.
Der auf diese Weise hergestellte röhrenförmige Gegenstand kann mit Vortefl als Mundstücktefl einer be lüfteten Zigarette verwendet werden. Er ist ferner ge eignet zur Verwendung als Filter für andere Zwecke.
einschließlich hydraulischen Systemen, in welchen ein verhältnismäßig hoher Flüssigkeitsdruck auftritt. Ein 10 mm langer Zigarettenfiltereinsatz eines in der Weise hergestellten wurde sowohl einem Unterdruck von fast einem absoluten Vakuum als auch einem Überdruck von 1,75 atü ausgesetzt, ohne daß ein bemerkenswertes Ausziehen des Stranges aus der Hülse erfolgte. Das Filter wird vorzugsweise durch eine Vielzahl von Fasern bzw. Fäden aus Celluloseacetat gebildet, die sich in der Längsrichtung erstrecken. Bei Verwendung mit einem Polyäthylen-Mundstück für eine belüftete Zigarette soll das Celluloseacetat vorzugsweise einen Gesamt-Filter von 25 000 bis 75 000, insbesondere von 30000 bis 50 000 Denier haben, welche Werte auf einem Faser-Denier von etwa 1 bis 16 und vorzugsweise 3 bis 6 Denier beruhen. Auch andere Materialien sind zur Verwendung als Füllung geeignet und können Polyalkene, Polyäthylen und Papierstränge umfassen. Die Hülse 12 kann aus verschiedenen Arten von Thermoplasten einschließlich Polyolefinen, Polypropylen, Celluloseacetat und Polyäthylen geformt werden und kann verschiedene Außen- und Innenabmessungen sowie Außenflächengestaltungen je nach dem Verwendungszweck haben.
Es besteht nicht nur die Möglichkeit der Herstellung eines Kunststoffstranges mit einer verzahnten inneren Ausbildung, wie in F i g. 4 gezeigt, sondern auch eines Stranges mit einer glatten Innenfläche, ohne daß die Zwischen- oder Paßstücke 21 an der Ziehform ausgewechselt werden müssen. Zur Herstellung eines Stranges mit einer glatten Innenfläche ist ίο es lediglich erforderlich, die Luftzufuhr abzuschalten.
Beispielsweise kann auch der Druck, mit welchem die Kühlluftströme dem Sammelkanal 112 zugeführt werden, je nach der Art des Zu extrudierenden Materials verändert werden, so lange der Druck nicht oberhalb eines Wertes liegt, der einen Bruch des aus dem Spritzkopf austretenden Werkstückes 12 zur Folge hat. Ferner kann der Bereich der Durchmesser des Kanals IiO je nach den besonderen Erfordernissen verändert werden. Beispielsweise können die Kanäle für eine Hülse 12 von den vorstehend angegebenen Abmessungen die Kanäle einen Durchmesser von 0,4 bis 0,8 mm haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum kontinuierlichen Formen eines röhrenförmigen Gegenstands, der eine Faserfüllung einschließt, durch röhrenförmiges Strangnressen eines Werkstückes aus thermoplastischem Werkstoff mit Querschnittsabmessungen, die wesentlich größer als die beabsichtigten Endquerschnittsabmessungen des Werkstücks sind, wobei das röhrenförmige Werkstück von einer Extrasions-Öffnung weggefördert, mit Kühlmittel beaufschlagt und gleichzeitig die Faserfullung als Strang ia das röhrenförmige Werkstück hinein und mit diesem in gleicher Richtung bewegt wird, worauf das Werkstück gegen die Faserfullung und durch eine Kali- 1; brieröffhung mit im wesentlichen der Endaußenabmessung des Werkstücks gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmittel als einzelne Kühlmittelströme an umfangseitig vorgegebenen Stellen auf die Innenwand des röhrenförmigen Werk-Stückes aufgebracht wird, worauf im Bereich der hierdurch verfestigten Stellen beim Hindurchziehen des Werkstückes durch die Kalibrieröffnung Nuten zur Verankerung der Faserfüllung in die Innenwand des röhrenförmigen Werkstückes eingeformt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Kühlmittel Luft ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft Umgebungstemperatur hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Kühlmittelströme im wesentlichen parallel zur Achse der Extrusionsöffnung gerichtet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der thermoplastische Werkstoff Polyäthylen und die Faserfullung Celluloseacetat ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach den Ansprüchen 1 bis 5, mit einer stromabwärts der Ringschlitzdüse der Strangpresse angeordneten Kalibriereinrichtung, die das röhrenförmige Werkstück außen abstützt und in einer Kühlkammer angeordnet ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Strangpresse (20) innerhalb der Ringschlitzdüse eine Anzahl kreisförmig verteilter, konzentrisch zum Strang liegender Öffnungen vorgesehen ist, aus denen über Kanäle (HO) Kühlmittel auf die Werkstücksinnenfläche (35) aufbringbar ist.
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DE19702000075 1969-01-03 1970-01-02 Verfahren zum kontinuierlichen For men eines röhrenförmigen Gegenstands und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrens Expired DE2000075C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US78890369A 1969-01-03 1969-01-03
US78890369 1969-01-03

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2000075A1 DE2000075A1 (de) 1970-08-27
DE2000075B2 DE2000075B2 (de) 1972-08-24
DE2000075C true DE2000075C (de) 1973-03-22

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