DE2000075C - Verfahren zum kontinuierlichen For men eines röhrenförmigen Gegenstands und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrens - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen For men eines röhrenförmigen Gegenstands und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Ver fahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum' kontinuierlichen Formen eines röhrenförmigen Gegenstands,
der eine FaserfüUung einschließt, durch röhrenförmi- r,o
ges Strangpressen eines Werkstückes aus thermoplastischem Werkstoff mit Querschnittsabmessungen, die
wesentlich größer als die beabsichtigten Endquerschnittsabmessungen des Werkstücks sind, wobei das
röhrenförmige Werkstück von einer Extrusionsöffnung weggefordert, mit Kühlmittel beaufschlagt und
gleichzeitig die Faserfullung als Strang in das röhrenförmige Werkstück hinein und mit diesem in gleicher
Richtung bewegt wird, worauf das Werkstück gegen die Faserfullung und durch eine KaKbrieröffiiuag mit
im wesentlichen der Endaußenabmessung des Werkstücks gezogen wird. _
Ein Verfahren zum kontinuierlichen Extrudieren von röhrenförmigen Gegenständen aus thermoplastischem
Kunststoff mit einer ringfÖMiigen Extrusionsöffhung von wesenüich größerem Querschnitt wie der
beabsichtigte Endquerschnitt des endgültigen röhrenförmigen Werkstückes ist aus dem Sonderdruck aus
der Zeitschrift »Kunststoffe«, 45-Jahrg., 1955, Heft
10, Seiten 486 bis 490, bekannt
Bei der Herstellung von Zigaretten ist es ferner allgemein üblich, eine FaserfüDung in einem kontinuierlichen
Arbeitsgang dadurch zn formen, daß ein kontinuiediches
Faserkabel aus einem Ffltermedräm, gewöhnlich
Celluloseacetat, in einer kontinuierlichen PapierhüHe
eingewickelt wird.
Dieses bekannte Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfnterstranges hat jedoch Nachteile, die es
zur Verwendung in der modernen Zigarettenherstel lungstechnik, bei der sehr hohe HersteUungsgeschwin
digkeiten wünschenswert sind, ungeeignet machen. Beispielsweise begrenzt die Verwendung einer KJe
beverbindung oder Naht die Geschwindigkeit oer Fer tigungsstraße aui' einen Wert, der nicht höher als
etwa 90 m je Minute ist
Die Vorteile der Herstellung eines Mundstückstran ges dadurch, daß Kunststoff als röhrenförmiges
Werkstück über eine Faserfullung extrudiert wird, sind zahlreich, besonders hinsichtlich der genauen Re
gelung des Strangformates sowie der verbesserten Gleichmäßigkeit der Produktherstellung. Bestimmte
Verwendungsformen der Faserfullung machen es je doch wünschenswert, daß eine verbesserte Befesti
gung der Faserfullung innerhalb des röhrenförmigen Werkstücks erhalten wird, damit es einem höheren
Gasströmungsdruck, als er normalerweise beim Rau chen einer Zigarette auftritt, standhalten kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Verankerung der Faserfullung, im röhrenförmigen
Werkstück zu verbessern, ohne daß die Faserfullung in unzulässiger Weise verdichtet wird.
Dies wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Kühlmit
tel als einzelne Kühlmittelströme an umfangseitig vor
gegebenen Stellen auf die Innenwand des röhrenförmigen Werkstückes aufgebracht wird, worauf im Bereich
der hierdurch verfestigten Stellen beim Hindurchziehen des Werkstückes durch die Kalibrieröffnung
Nuten zur Verankerung der Faserfullung in die Innenwand des röhrenförmigen Werkstückes eingeformt
werden.
Der nach dem Verfahren erhaltene Gegenstand ist als Filter für gasförmige oder flüssige Medien, einschließlich
Zigarettenrauch, benutzbar, und insbesondere als Filter für Medien mit hohem Strömungsdruck. Ferner eignet sich der Gegenstand auch zur
Verwendung als Farbstoffpatrone, als antiseptischer Wegwerf-Tupfer für Krankenhäuser und für ähnliche
billig in Massenproduktion herstellbare fasermaterial gefüllte Erzeugnisse.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer stromabwärts
der Ringschlitzdüse der Strangpresse angeordneten Kalibriereinrichtung, die das rohrförmige Werkstück
außen abstützt und in einer Kühlkammer angeordnet ist.
Eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Kühlmedinins
an der Innenwand eines extrudieren röhrenförmigen Werkstückes ist durch die USA-Patentschrift
3,299,192 an sich bekannt Diese Vorrichtung kann jedoch nicht zur Verbesserung der Veraakeruna der $
Faserfüllung im röhrenförmigen Werkstück beitragen
Die Vorrichtung zur Durchführung des VefahVens
ist daher erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet daß in der Strangpresse innerhalb der Ringschlitzdüse
emc Anzahl kreisförmig verteflier, konzentrisch zum -Strang Hegender Offnungen vorgesehen ist, aus
denen über Kanäle Kühlmittel auf die Werkstücksinnenfläche aufbringbar ist
Durch das stärkere Strecken des röhrenförmigen Werkstuckes an den nicht besprühten Flächen erhält
mm kreisförmig in Abstand befindliche Nuten an der Innenwand des röhrenförmigen Werkstücks, in den
sich die Faserfüllung verankert. Die Verankerung verhindert ein Ausblasen der Faserfüllung. wenn durch
15 gen, um eine Störung in einer Zigarettenmaschine zu
vermeiden, wenn die Filtermundstücke mit den Tabakzyündern
vereinigt werden.
Fig. 1 zeigt eine Strangpresse 20, mit der ein
Strang 10 für Zigarettenfilter hergestellt werden kann. Vor dem Formen des ZigarettenfEterstrangs wird die
Faserfüflung, die bei der dargestellten Ausführungsfonn
durch CeUuloseacetatfasera gebildet wird, durch eine nicht gezeigte Beschichtungskammer geführt, in
welcher die Fasern mit einem Weichmacher beschichtet werden, der beispielsweise aus einer Lösung von
3% bis 12% (jedoch vorzugsweise 9%) Triacetin besteht Der Weichmacher wird dazu verwendet die
Bindung der Fasern untereinander im Strang an den Überkreuzungs- oder Berührungsstellen der Fasern
zu begünstigen und dadurch eine Kohäsion herbeizufuhren. Der Strang wird durch eine Fördervorrichtung
vorbewegt, um alle Spannungen mit Ausnahme einer geringen Spannung von etwa 20 bis 50 g Zug
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beispielsweise in einem Zigarettenstrang, wobei der zulässige Druck wesentlich
oberhalb des Druckes liegt, der normalerweise beim Testen und Rauchen von Zigaretten auftritt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung
näher erläutert und zwar zeigt
Fig. 1 einen vertikalen Schnitt der Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
F i g. 2 eine Ansicht des röhrenförmigen Werkstük kc beim Verlassen der Austrittsöffnung des in
F ι g. 1 dargestellten Extruders im Querschnitt nach de; Linie II-II in Fig. 1,
F i g. 3 eine schaubildliche Ansicht eines Stückes de-· nach dem Verfahren hergestellten, eine Faseriui-Iu
ig aufweisenden röhrenförmigen Gegenstands,
F i g. 4 einen Querschnitt des in F i g. 3 dargesteü
le" röhrenförmigen Gegenstands, aus dem die Nuten
zur Verankerung der Faserfüllung ersichtlich sind.
<\us Fig. 3 ist ersichtlich, daß der Strang 10 von
einem dünnwandigen röhrenförmigen Gegenstand 12 aus Kunststoff mit im wesentlichen kreisförmigem
Querschnitt umschlossen wird, wobei die Faserfüllung
14 beispielsweise aus Celluloseacetat besteht, das als Filtermedium dient.
Der Gesamtdurchmesser des röhrenförmigen Gegenstands,
insbesondere des Filtermundstücks, das zum Einfügen in eine Zigarette bestimmt istbeträgt
annähernd 7,6 mm bei einer Wanddicke der Hülse 12 im Bereich zwischen 0,13 bis 0,50 mm, obwohl natürlich
Abänderungen in diesen Abmessungen je nach dem beabsichtigten Verwendungszweck des Gegenstandes
vorgesehen werden können. Wie ersichtlich, ist die Hülse 12 an ihrer inneren Wandfläche mit abwechselnden
Nuten 5 und Stegen 6 versehen derart, daß die letzteren sich zwischen den Nuten befinden
und diese zur Aufnahme der Faserfüllung 14 sowie als Verankerungen dienen, um die Faserfüllung fester
innerhalb der Hülse zu sichern. Durch die Verwendung eines Übermaßes für den Durchmesser der Faserfüllung
kann der Filterstrang einer beträchtlichen Flüssigkeit^- oder Gasdruckströmung standhalten.
Der in Fig. 3 dargestellte Strang hat zweckmäßig eine äußere Abmessung innerhalb der vorgeschriebenen
Grenzen und sollte, wenn er als Filtermundstück für eine belüftete Zigarette verwendet wird, den Umfang
eines Kreises, der die Spitzen der Hohlkehlen 16 umschreibt, vorzugsweise 23,9 mm ± 0,05 mm betra-
Flüssigkeiisströmung 20 zur Förderung in der Längsrichtung aufzuheben, da
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10
55 es vorzuziehen ist, daß der Strang mit nur einer ge
ringstmöglichen Spannung behandelt wird. Der Strang wird sodann teilweise zusammengedrückt und
in an sich bekannter Weise zu einem kontinuierlichen zylindrischen Körper unmittelbar vor der Zufuhr
zum Spritzkopf 22 geformt. Der in den Spritzkopf 22 eintretende Strang hat einen Durchmesser, der größer
als die beabsichtigte End Innenabmessung der Hülse 12, ist jedoch aus den nachfolgend angegebenen Gründen
einen Durchmesser hat. der kleiner als der Innendurchmesser des den Spritzkopf 22 verlassenden roh
renförmigen Werkstücks ist. Der Spritzkopf 22 be
sitzt einen Bauteil 28, in welchem in an sich bekannter Weise ein Dorn 30 gelagert ist. der sich von der
Innenbohrung des Bauteils 28 im Abstand befindet, so daß er einen Ringraum begrenzt, von dem ge
schmolzener Kunststoff 32 aufgenommen wird, der in den Spritzkopf 22 seitlich aus einem nicht gezeigten
Behälter eintritt. Je nach der Geschwindigkeit, mit welcher die Extruderschnecke (nicht gezeigt), welche
den geschmolzenen Kunststoff 32 fordert, sich dreht, tritt ein röhrenförmiges Werkstück 12 aus erhitztem
Kunststoff kontinuierlich aus der Extrusionsöffnung der Ringschlitzdüse 34 aus und wird von dieser weg
durch Abziehrollen 64 unterstromseitig der Kalibrier vorrichtung gefordert, wobei das Werkstück 12 beim
Austritt aus der Extrusionsöffnung Querschnittsabmessungen hat, die wesentlich größer als die beabsichtigten
Endquerschnittsabmessungen des fertigen Filterstrangs sind, und wobei das Werkstück 12 ausreichend
erhitzt ist, um plastisch verformt zu werden, und die Werkstücksinnenfläche 35 klebrig oder in
einem plastischen Zustand ist. Ferner hat das Werkstück 12 an dieser Stelle eine Außenflächengestaltung,
die im wesentlichen mit derjenigen des fertigen Produkts übereinstimmt, für welchen Zweck der
Spritzkopf 22 mit einer geeigneten Formgebungseinrichtung ausgerüstet ist, um dem Werkstück 12 die
erforderliche äußere Gestaltung zu erteilen. Beispielsweise kann ein Zwischen- oder Paßstück 21 abnehmbar
am Bauteil 28 befestigt werden, wobei das Zwischenstück eine Extrusionsöffnung hat, mit dem, die
besondere Innen- und Außenflächengestaltung des Werkstücks 12 erzielt werden kann. Gleichzeitig mit
dem Austreten des röhrenförmigen Werkstücks 12 aus dem Spritzkopf 22, tritt der zusammengedrückte
Strang aus Faserfüllung 14 durch einen mittigen-zylindrischen
Kanal 38 im Dnrn 30 hindurch. Der
Strang bewegt sich beim Verlassen des Spritzkopfes 22 axial und in gleicher Richtung wie das extrudierte
Werkstück 12 in dieses vorwärts, wobei die Faserfüllung an dieser Stelle einen Durchmesser hat, der zumindest
geringfügig größer als der Innendurchmesser der Hülse ist, wenn die letztere voll behandelt ist.
Wie ersichtlich, ist die gleichgerichtete Bewegung des Werkstücks 12 und der Faserfüllung 14 unterstromseitig
der Austrittsstelle aus dem Spritzkopf 22 über eine kurze Strecke eine Bewegung, bei welcher das
heiße Werkstück 12 den Strang nicht berührt. Dies ist vorgesehen, damit das Werkstück in seinem Kaliber
in der genannten Bewegungsstrecke heruntergezogen werden kann derart, daß es eine erste Berührung
mit dem Strang erst erhält, wenn der zusammengesetzte röhrenförmige Gegenstand durch die verschließ
bare Öffnung der Eintrittsdichtung 42 der Kühlkammer 40 hindurchtritt. Beim Herunterziehen des erhitzten
Werkstücks können dessen Gesamtquerschnittsabmessungen bis um 100% von den anfänglichen extrudierten
Abmessungen auf die kleineren Strang-Endabmessungen herabgesetzt werden. Beispielsweise hat
bei dem Strang 10 zur Verwendung als Zigarettenbestandteil die Hülse 12 im allgemeinen beim Extrudieren
eine Wandstärke von 1,27 mm, während sie nach dem Herunterziehen an ihren dickeren Teilen im wesentlichen
eine Dicke im Bereich von 0,12 bis 0,38 mm hat.
Beim Extrudieren des röhrenförmigen Werkstücks bzw. der Hülse 12 werden die sich in der Längsrichtung
erstreckenden Nuten 5 und Stege 6 an deren Innenseite als Teil des Extrusionsvorgangs in verhältnismäßig
einfacher, jedoch hochwirksamer Weise erzielt. Der Dorn 30 ist mit einer kreisförmigen Anordnung
von Kanälen 110 versehen, die sich durch diesen von seinem einen Ende zum anderen erstrecken
und an ihrem einen Ende mit einem Sammelkanal 112 in Verbindung stehen, der in einer Platte 114 ausgebildet
ist, und an ihren anderen Enden in Kanäle 121 benachbart der Öffnung münden, aus welcher
das Werkstück 12 austritt. Der Sammelkanal 112 ist
durch eine Leitung 116 mit einer Quelle 118 für
Druckluft oder ein anderes Druckmittel verbunden. Dieses andere Druckmittel soll natürlich mit dem Gesamtformgebungsvorgang
vereinbar sein. Beispielsweise kann der Weichmacher, mit dem das Kabel bs
schichtet wird, zur Kühlung verwendet werden, obwohl zu erwähnen ist, daß gasförmige Kühlmittel bevorzugt
sind. Wie dargestellt, werden, wenn das erhitzte Werkstück 12 aus der Extrusionsöffhung austritt,
Kühlluftströme gegen die glatte innere Wandfläche desselben an einem Kreis von Stellen gerichtet,
wie in Fig. 2 gezeigt, woBei diese Stellen den Stegen
6 entsprechen und, die Ströme vorzugsweise in einer Richtung parallel zur Extmsionsachse austreten. Die
Wirkung der Kühlluftstrahlen, die aid* die erwähnten
Flächen auftreffen, besteht darin, sie abzuschrecken und eine gewisse Verfestigung oder Härtung dieser
Flächen einzuleiten. Der Grad der eingeleiteten Verfestigung ist derart, daß, wenn das Werkstück dann
heruntergezogen wird, während es sich zu der verschließbaren Öffnung und durch diese hindurch vorwärts bewegt, die Hülse unterschiedlich heruntergezogen wird, das heißt in einem geringeren Grade in der
Längsritng längs der die Stege 6 badenden Rächen als an den zwischen den Stegen liegenden Flächen. Daher wird die Hülse längs der benachbarten
Stege und Nuten heruntergezogen, wobei das stärkere Herunterziehen an den zwischenliegenden, die Nuten
5 bildenden Flächen erfolgt. Das Gesamtherunterziehen der inneren Wandflächen, welche die Nuten bilden,
ist mit unterbrochenen Linien in Fig. 2 gezeigt.
Wenn die Hülse 12 in ihrem Kaliber heruntergezogen wird, wird der Strang 10 an der Oberfläche in den
Nuten 5 festgehalten, wodurch eine Verankerung der Faserfüllung erhalten wird. Außerdem erfährt der
Strang an den klebrigen Flächen in den Nuten eine
ίο Verklebung, wodurch die Faserfüllung innerhalb der
Hülse gesichert wird. Da die Nuten einen erhöhten Flächeninhalt ergeben, über welchen dieses Verkleben
stattfinden kann, erfährt die Verankerung insgesamt eine Verbesserung. Der Strang haftet auch an den
Oberflächen der Stege 6, da diese, obwohl das Härten dieser Flächen durch Besprühen mit dem Kühlmittel
eingeleitet worden ist, eine ausreichende Klebrigkeit beibehalten, um diese zusätzliche Verklebung
zu bewirken.
Die Kühlung des zusammengesetzten röhrenförmigen Gegenstandes erfolgt bei dessen Eintritt in die
Kühlkammer 40 durch die Eintrittsdichtung 42, wobei die Kunststoffhülse ausreichend und gleichmäßig
dicht gegen den Strang und auf etwa die optimale Endabmessung, die sie beim Eintritt in die Dichtung
haben soll, heruntergezogen wird. Beim Herunterziehen der Hülse 12 wird die Faserfüllung 14 einer weiteren
und endgültigen radialen Verdichtung unterzogen. Wie bereits erwähnt, dient die Eintrittsdichtung
als verschließbare Öffnung, die im wesentlichen den gleichen Durchmesser und die gleiche Form wie der
äußere Enddurchmesser der Hülse hat. Daher um schließt bei dem fertigen Gegenstand die Hülse 12
den Strang mit einer zwangsläufigen Einengung des letzteren, so daß der Strang die durch die Nuten 5 ge
bildeten Verankerungen voll ausfüllt.
Bei seinem Durchtritt durch die Kühlkammer wird der zusammengesetzte Gegenstand im Kühlwasser
bad 46 untergetaucht, hindurchgeführt und tritt
durch eine Reihe von mit einer Öffnung versehenen Kalibrierplatten 120 zur genauen Einregelung der
Umfangsabmessung der Hülse 12 hindurch. Zum Ka
librieren der Hülse kann die Hülse einem Innendruck ausgesetzt werden, der das Bestreben hat. sie radial
aufzuweiten, um sie dicht im Kalibrierverhältnis mit den Kalibrierplatten zu halten. Die Kraft zur Aufwei
tung wird dadurch erhalten, daß die Kühlkammer 40 und das Kühlwasserbad 46 in dieser unter einem Ya
kuumzustand gehalten wird, während der von der Hülse eingeschlossene Raum mit dem Außenluft
druck in Verbindung gebracht werden kann, was zu sätzlich zu dem Vorhandensein von Druckluft gesche
hen kann, die in sie in Form von Kühlströmen zur Erhärtung der Innenfläche des Werkstücks, wie vor
·>·>
angehend beschrieben, eingeleitet wird.
Beim Verlassen der Kühlkammer 40 tritt der mit einer Hülse versehene Gegenstand zwischen den Abziehrollen 64 der Abziehvorrichtung hindurch, welche
den Gegenstand durch eine Schneideinrichtung (nicht gezeigt) fördern, in welcher der Gegenstand von kon
tinuierlicher Länge in kurze Längen, wie in Fig. 3 ge
zeigt, geschnitten wird, die zur weiteren Verarbeitung,
beispielsweise zur Verwendung in einer Zigarettenmaschine, geeignet sind.
Der auf diese Weise hergestellte röhrenförmige Gegenstand kann mit Vortefl als Mundstücktefl einer be
lüfteten Zigarette verwendet werden. Er ist ferner ge eignet zur Verwendung als Filter für andere Zwecke.
einschließlich hydraulischen Systemen, in welchen ein verhältnismäßig hoher Flüssigkeitsdruck auftritt. Ein
10 mm langer Zigarettenfiltereinsatz eines in der Weise hergestellten wurde sowohl einem Unterdruck
von fast einem absoluten Vakuum als auch einem Überdruck von 1,75 atü ausgesetzt, ohne daß ein bemerkenswertes
Ausziehen des Stranges aus der Hülse erfolgte. Das Filter wird vorzugsweise durch eine Vielzahl
von Fasern bzw. Fäden aus Celluloseacetat gebildet, die sich in der Längsrichtung erstrecken. Bei
Verwendung mit einem Polyäthylen-Mundstück für eine belüftete Zigarette soll das Celluloseacetat vorzugsweise
einen Gesamt-Filter von 25 000 bis 75 000, insbesondere von 30000 bis 50 000 Denier haben,
welche Werte auf einem Faser-Denier von etwa 1 bis 16 und vorzugsweise 3 bis 6 Denier beruhen.
Auch andere Materialien sind zur Verwendung als Füllung geeignet und können Polyalkene, Polyäthylen
und Papierstränge umfassen. Die Hülse 12 kann aus verschiedenen Arten von Thermoplasten einschließlich
Polyolefinen, Polypropylen, Celluloseacetat und Polyäthylen geformt werden und kann verschiedene
Außen- und Innenabmessungen sowie Außenflächengestaltungen je nach dem Verwendungszweck haben.
Es besteht nicht nur die Möglichkeit der Herstellung
eines Kunststoffstranges mit einer verzahnten inneren Ausbildung, wie in F i g. 4 gezeigt, sondern
auch eines Stranges mit einer glatten Innenfläche, ohne daß die Zwischen- oder Paßstücke 21 an der
Ziehform ausgewechselt werden müssen. Zur Herstellung eines Stranges mit einer glatten Innenfläche ist
ίο es lediglich erforderlich, die Luftzufuhr abzuschalten.
Beispielsweise kann auch der Druck, mit welchem die Kühlluftströme dem Sammelkanal 112 zugeführt
werden, je nach der Art des Zu extrudierenden Materials verändert werden, so lange der Druck nicht oberhalb
eines Wertes liegt, der einen Bruch des aus dem Spritzkopf austretenden Werkstückes 12 zur Folge
hat. Ferner kann der Bereich der Durchmesser des Kanals IiO je nach den besonderen Erfordernissen
verändert werden. Beispielsweise können die Kanäle für eine Hülse 12 von den vorstehend angegebenen
Abmessungen die Kanäle einen Durchmesser von 0,4 bis 0,8 mm haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Formen eines röhrenförmigen Gegenstands, der eine Faserfüllung
einschließt, durch röhrenförmiges Strangnressen eines Werkstückes aus thermoplastischem
Werkstoff mit Querschnittsabmessungen, die wesentlich größer als die beabsichtigten Endquerschnittsabmessungen
des Werkstücks sind, wobei das röhrenförmige Werkstück von einer Extrasions-Öffnung
weggefördert, mit Kühlmittel beaufschlagt und gleichzeitig die Faserfullung als Strang ia das
röhrenförmige Werkstück hinein und mit diesem in gleicher Richtung bewegt wird, worauf das Werkstück
gegen die Faserfullung und durch eine Kali- 1; brieröffhung mit im wesentlichen der Endaußenabmessung
des Werkstücks gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmittel als einzelne
Kühlmittelströme an umfangseitig vorgegebenen Stellen auf die Innenwand des röhrenförmigen Werk-Stückes
aufgebracht wird, worauf im Bereich der hierdurch verfestigten Stellen beim Hindurchziehen
des Werkstückes durch die Kalibrieröffnung Nuten zur Verankerung der Faserfüllung in die Innenwand
des röhrenförmigen Werkstückes eingeformt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Kühlmittel Luft ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft Umgebungstemperatur hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Kühlmittelströme im wesentlichen
parallel zur Achse der Extrusionsöffnung gerichtet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der thermoplastische Werkstoff Polyäthylen
und die Faserfullung Celluloseacetat ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach den Ansprüchen 1 bis 5, mit einer stromabwärts
der Ringschlitzdüse der Strangpresse angeordneten Kalibriereinrichtung, die das röhrenförmige
Werkstück außen abstützt und in einer Kühlkammer angeordnet ist dadurch gekennzeichnet,
daß in der Strangpresse (20) innerhalb der Ringschlitzdüse eine Anzahl kreisförmig verteilter, konzentrisch
zum Strang liegender Öffnungen vorgesehen ist, aus denen über Kanäle (HO) Kühlmittel
auf die Werkstücksinnenfläche (35) aufbringbar ist.
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| DE2000075B2 DE2000075B2 (de) | 1972-08-24 |
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