DE2311192A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von tuben - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung von tubenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tuben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Tuben mit einem Tubenmantel, bestehend aus einer beidseits von Kunststoff umgebenen Metallfolie und einem Tubenkopf aus Kunststoff, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
- Es sind Tuben bekannt, deren Tubenmantel aus drei Schichten bestehen. Die innere und die äußere Schicht ist aus Kunststoff, während die Mittelschicht zwischen den beiden Kunststoffschichten aus einer Metallfolie besteht. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um eine Aluminiumfolie. Die beiden Kunststoffschichten haften hierbei fest auf der Metallfolie. Der Tubenkopf selbst besteht ganz aus Kunststoff. Diese Tuben weisen eine ganze Reihe von Gebrauchsvorteilen auf, d.h.
- sie vereinigen in sich die Vorteile der Metalltube mit denjenigen der Kunststofftube. Diese Tuben sind aufrollbar, absolut dicht, brauchen weder außen noch innen lackiert zu werden, können mit gegenüber Metall aggressiven Medien gefüllt werden usw.
- Die bekannten Tuben dieser Art werden aus einem flächigen Material hergestellt, d.h. aus beidseits mit Kunststoff beschichteten Metallfolien. Aus diesen Folien werden rechteckige Teile ausgeschnitten, die jeweils zu einem Rohr umgelegt und deren Ränder miteinander verschweißt werden. Der Tubenkopf wird sodann spritztechnisch aus Kunststoff auf das so erzeugte Rohr aufgesetzt. Nachteilig ist hierbei das sehr teuere Herstellverfahren und der Nachteil einer in Längsrichtung des Tubenmantels verlaufenden Schweißnaht.
- Zur Herstellung von Rohren ist es bekannt, über eine Ringdüse ein Iunststoff-Innenrohr herzustellen, auf welches sodann wendelförmig ein Metallband aufgewickelt wird. In einem weiteren Extruderkopf wird über eine Ringdüse ein Außenrohr auf das Metallband aufgebracht (DT-OS 1 504 495). Dieses Verfahren ist zur Herstellung von- Tubenmänteln nicht geeignet, da die Kunststoffschichten und die Metallfolie äusserst dünn sind, so daß ein Aufwickeln der Metallfolie auf das extrem dünne Innenrohr nicht möglich ist.
- Zur Herstellung von Rohren ist es weiterhin bekannt, einen Extruderkopf mit drei Ringdüsen zu verwenden, wobei bei der inneren und äußeren Ringdüse Kunststoff und bei der mittleren Ringdüse ein flüssiges Metall austritt. Hierbei wird nach dem Folienblasverfahren gearbeitet. Auch dieses Verfahren ist zur Herstellung von Tubenmänteln nicht geeignet, da die Durchmesser des so erhaltenen Schlauchs stark variieren, was nachteilig für das spätere Anbringen des Tubenkopfes ist. Außerdem ist man in der Wahl der Materialien, sowohl für den Kunststoff als auch für das Metall stark eingeengt (DT-PS 1 275 765).
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Tubenmänteln zu finden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, -daß einem Extruderkopf die streifenförmige Metallfolie zugeführt und im Extruderkopf zu einem Rohr geformt wird, wobei das Rohr bei bzw. kurz nach seiner Entstehung innen und außen von Kunststoff umspritzt wird, sodann das Rohr in Abschnitte geteilt und diese mit dem Tubenkopf versehen werden.
- Vorzugsweise wird die streifenförmige Metallfolie zu einem Rohr mit in Achsrichtung verlaufenden Stoß der Metailfolienränder umgeformt.
- Vorzugsweise wird eine bereits bedruckte Metallfolie verwendet, so daß das spätere Bedrucken des zylindrischen Tubenmantels entfallen kann.
- Bei dieser bevorzugten Ausführungsform verlaufen die aneinanderstoßenden und sich gegebenenfalls geringfügig überlappenden Folienränder in Längsrichtung, d.h. die so gebildete Metallfoliennaht ist kürzer wie die Metallfoliennaht bei einer zweiten Ausführungsform, bei welcher die streifenförmige Metallfolie im Extruderkopf zu einem aus einer Wendel bestehenden Rohr geformt wird.
- Das Durchziehen der sehr dünnen Metallfolie durch den Extruderkopf bedarf keiner besonderen Maßnahmen. Vielmehr wird die Metallfolie infolge des auf sie ausgeübten Zugs am Ausgang des Extruderkopfes mitgenommen.
- Ein Ausführungsbeispiel einer Vo-rlchtung zur Durchführung des Verfahrens ist in der hier beigefügten Figur gezeigt.
- Von einer Schneckenpresse 1 wird der Kunststoff unter Druck zu einer Extruderkopf 2 gefördert. Im Extruderkopf 2 ist ein Einsatzstück 3 angeordnet, das einen zentralen Kanal 5 aufweist. Zwischen dem Einsatzstück 3 und dem xtruderkopf 2 wird ein ringförmiger Kanal 4 gebildet. Der r#ingförmige Kanal 4 mündet in einer äußeren Ringdüse 7. Im zentralen Kanal 5 ist ein Dorn 6 angeordnet, so daß sich eine innere Ringdüse 8 bildet. Zwischen der inneren Ringdüse 8 und der äußeren Ringdüse 7 ist ein kreisförmiger Austrittsschlitz 9 für die Metallfolie 11 vorgesehen. Die beiden Ringdüsen 7 und 8 sind sehr nahe an der Austrittsöffnung 9 angeordnet. In der Zeichnung sind der besseren Übersichtlichkeit halber relativ große Abstände zwischen den Ringdüsen 7, 8 und der Austrittsöffnungen 9 vorhanden. Vorzugsweise verlaufen die Austrittskanäle der Ringdüsen 7 und 8 geneigt in Richtung der kreisförmigen Austrittsöffnungen 9 für die Metallfolie 11.
- Die Metallfolie 11, vorzugsweise eine Aluminiumfolie, wird von der Rolle 12 abgewickelt und einem anfänglich kreisbogenförmigen Schlitz 10 im Extruderkopf 2 zugeführt. Während des Durchgangs durch den Extruderkopf 2 wird die Metallfolie zunehmend in Längsrichtung in Kreisform gebracht, so daß bei der Metallfolie vor dem Austritt aus der kreisförmigen Öffnung, 9 die Folienränder aneinander stoßen oder sich geringfügig überlappen. Bei oder genauer gesagt kurz nach der Entstehung des Folienrohres wird innen und außen über die Düsen 7 und 8 eine Kunststoffschicht aufgespritzt. Durch das Aufspritzen des Kunststoffes wird, insbesondere wenn die Vereinigung mit der Folie noch innerhalb des Extruderkopfes erfolgt (der besseren Übersichtlichkeit halber auf der Zeichnung nicht dargestellt) ein Zug in Spritzrichtung auf die Folie 11 ausgeübt, so daß besondere Maßnahmen zum Hindurchziehen der Folie 11 durch den Extruderkopf 2 nicht erforderlich sind.
- Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, die Metallfolie leicht wendelförmig durch den Extruderkopf 2 zu ziehen. Die Metallfolie verläßt die Austrittsöffnung 9 in Form eines aus einer Wendel bestehenden Rohres, wobei die Wendel eine relativ sehr große Steigung aufweist.
- Über die Gesamtlänge der fertigen Tube beschreibt die Wendel beispielsweise 1800. Auf diese Weise ist es auch bei einer wendelförmig gewickelten Metallfolie möglich, diese vor der Bearbeitung zu bedrucken, so daß ein späteres Bedrucken des zylindrischen Tubenmantels entfallen kann.
- Bei der ersten Herstellungsvariante weist der Kanal 10, der in der kreisförmigen Austrittsöffnung 9 mündet, eine in Richtung der Austrittsöffnung 9 zunehmende Krümmung auf. Bei der zweiten ilerstellungsart ist ein wendelförmiger Kanal 10 vorgesehen, bei dem die Steigung in Richtung der Austrittsöffnung abnimmt, bei dem jedoch gleichzeitig die Krümmung in Richtung auf die Austrittsöffnung 9 zunimmt.
- Auf der Zeichnung ist im Schnitt eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Austrittsöffnungen des Extruderkopfes gezeigt. Hierbei vereinigt sich die zu einem Rohr geformte Metallfolie im Inneren des Extruderkopfes mit der inneren und äußeren Kunststoffschicht. Längs des Weges 13 verläuft die zu einem Rohr umgeformte Metallfolie 11 bereits innen und außen mit einer Kunststoffschicht versehen. Gegebenenfalls kann hierdurch, insbesondere wenn der Extruderkopf längs des Wegs 13 stark gekühlt wird, die auf die Folie 11 wirkende Zugkraft erhöht werden. Am Extruderkopf ist also der aus den Ringdüsen 7' und 8' austretende Kunststoff bereits erkaltet und der nachgedrückte Kunststoff übt einen entsprechend starken Druck in Austrittsrichtung aus, der ein gutes Mitführen der Metallfolie gewährleistet.
- ansprüche
Claims (10)
- Ansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Tuben mit einem Tubenmantel,bestehend aus einer beidseits von Kunststoff umgebenen Metallfolie und einem Tubenkopf aus Kunststoff, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß einem Extruderkopf die streifenförmige Metallfolie zugeführt und im Extruderkopf zu einem Rohr geformt wird, wobei das Rohr bei bzw. kurz nach seiner Entstehung innen und außen vom Kunststoff umspritzt wird, sodann das Rohr in Abschnitte geteilt und diese mit dem Tubenkopf versehen werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die streifenförmige Metallfolie zu einem Rohr mit in Achsrichtung verlaufendem Stoß der Metallfolienränder umgeformt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die streifenförmige Metallfolie zu einem aus einer Wendel bestehenden Rohr umgeformt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die streifenförmige Metallfolie in Spritzrichtung in den Extruderkopf gezogen wird.
- 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Extruderkopf zwei zueinander konzentrische Ringdüsen und zwischen diesen Düsen eine konzentrische Austrittsöffnung für die Metallfolie aufweist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch. 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß von der Austrittsöffnung nach hinten ein Kanal verläuft, dessen Krümmung im Querschnitt in Richtung der Austrittsöffnung zunimmt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß von der Austrittsöffnung nach hinten ein wendelförmiger Kanal verläuft.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Steigung des wendelförmigen Kanals in Richtung der.Austrittsöffnung abnimmt.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die beiden Ringdüsen an einem gemeinsamen Speisekanal angeschlossen sind.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die beiden Ringdüsen vor dem Extruderkopfende auf die Austrittsöffnung treffen und von dieser Stelle bis zum Extruderkopfende eine starke Kühlung vorgesehen ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE2311192A1 true DE2311192A1 (de) | 1974-09-12 |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0024220A1 (de) * | 1979-08-21 | 1981-02-25 | Ollivier, Jean | Verfahren zum Herstellen eines aus Metall-Kunststoff bestehenden Verbundrohres und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
| EP0191911A3 (en) * | 1985-02-22 | 1987-12-02 | The Firestone Tire & Rubber Company | Coextrusion apparatus, method and article |
| FR2599667A1 (fr) * | 1986-06-04 | 1987-12-11 | Moeller Hubert | Procede pour realiser un profile creux en matiere plastique extrudee a armature incorporee, dispositif pour sa mise en oeuvre, et profile creux ainsi obtenu |
| US5580405A (en) * | 1993-09-20 | 1996-12-03 | Avondale Property (Holdings) Limited | Extrusion of laminate pipes |
-
1973
- 1973-03-07 DE DE19732311192 patent/DE2311192A1/de active Pending
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| EP0024220A1 (de) * | 1979-08-21 | 1981-02-25 | Ollivier, Jean | Verfahren zum Herstellen eines aus Metall-Kunststoff bestehenden Verbundrohres und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
| FR2463673A1 (fr) * | 1979-08-21 | 1981-02-27 | Ollivier Jean | Procede de fabrication d'un tube composite metal-matiere plastique et appareillage pour sa mise en oeuvre |
| EP0191911A3 (en) * | 1985-02-22 | 1987-12-02 | The Firestone Tire & Rubber Company | Coextrusion apparatus, method and article |
| FR2599667A1 (fr) * | 1986-06-04 | 1987-12-11 | Moeller Hubert | Procede pour realiser un profile creux en matiere plastique extrudee a armature incorporee, dispositif pour sa mise en oeuvre, et profile creux ainsi obtenu |
| US5580405A (en) * | 1993-09-20 | 1996-12-03 | Avondale Property (Holdings) Limited | Extrusion of laminate pipes |
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