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DE209628C - - Google Patents

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Publication number
DE209628C
DE209628C DENDAT209628D DE209628DA DE209628C DE 209628 C DE209628 C DE 209628C DE NDAT209628 D DENDAT209628 D DE NDAT209628D DE 209628D A DE209628D A DE 209628DA DE 209628 C DE209628 C DE 209628C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mine
water
projectile
movement
ejected
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT209628D
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English (en)
Publication of DE209628C publication Critical patent/DE209628C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
    • F42B22/08Drifting mines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B15/00Self-propelled projectiles or missiles, e.g. rockets; Guided missiles
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Cleaning Or Clearing Of The Surface Of Open Water (AREA)

Description

(ίVt ^H/nfci Il fa-ijc
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-\M 209628 KLASSE 65 <Z. GRUPPE
Geschoßartige Seemine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. April 1907 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Seemine, die durch unterhalb der Wasseroberfläche liegende Ausstoßrohre in der gleichen Weise ausgestoßen wird wie ein Torpedo. Nachdem die ihr beim Ausstoßen- erteilte Bewegung durch den Widerstand des Wassers gehemmt ist, stellt sie sich infolge ihrer Gewichtsverteilung mit ihrer Längsachse senkrecht und wird dann durch eine mittels Druckluft oder Druckgas wirkende Einrichtung innerhalb gewisser Tiefengrenzen unter der Wasseroberfläche gehalten.
Da die Mine nach dem Ausstoßen als unter der Wasseroberfläche schwimmende Treibmine wirkt, so muß sie derart eingerichtet sein, daß sie nach Ablauf einer bestimmten Zeit sinkt und dadurch unschädlich gemacht wird, damit sie nicht auf ungewisse Zeit eine Gefahr für die Schiffahrt bildet.
ao Auf der Zeichnung ist die Geschoßmine in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch die Mine in senkrechter Stellung. . ·
Die Fig. 2 und.3 zeigen in Schnitt und Oberansicht einen am Minenkörper angebrachten Schirm, der zur Mäßigung der Abwärtsbewegungen der Mine dient.
Fig. 4 zeigt eine am hinteren Teil des Minenkörpers angebrachte Steuerfläche zur Bestimmung der Bewegungsrichtung der Mine unmittelbar nach dem Ausstoßen.
Wie Fig. ι zeigt, hat der Minenkörper 1 ungefähr die Form und die Abmessungen eines Torpedos, so daß die Mine durch ein unterhalb der Wasseroberfläche gelegenes Rohr ausgestoßen werden kann. Im oberen (vorderen) Teil der Mine befindet sich die von einer zylindrischen Wandung 2 begrenzte Tiefenreglungskammer 3. Diese Kammer steht durch ein Rohr 4 oder in anderer Weise mit dem Außenwasser in Verbindung. Das Rohr 4 reicht bis fast auf den Boden der Kammer 3. Unterhalb der Tiefenreglungskammer befindet sich ein Behälter 5, der Luft oder Gas, wie z. B. Kohlensäure, unter starkem Druck enthält. Von dem Behälter 5 führt ein Rohr 6 nach einem in der Tiefenreglungskammer befindlichen Dreiweghahn 7. Das Rohr 6 ist in dem einen (unteren) Rohrstutzen des Dreiweghahnes eingeschraubt. Von den beiden übrigen Rohrstutzen gehen Rohre 8, 9 aus, von denen das Rohr 8 nach außen führt, während das Rohr 9 im oberen Teil der Tiefenreglungskammer 3 endet. Die Kanäle im Hahnküken verlaufen derart, daß der Hahn in der einen Stellung die Rohre 6 und 9 und in der anderen die Rohre 8 und 9 verbindet. Der Griff 10 des Kükens ist an eine Stange 11 angelenkt, deren anderes Ende mit einem dem äußeren Wasserdruck ausgesetzten Balg 12 oder einer anderen durch den Wasserdruck zur Wirkung gebrachten Vorrichtung verbunden ist. Die Stange 11 geht durch eine Stopfbuchse 13, die im Boden eines den Balg umgebenden Gehäuses 14 angebracht ist. Der Balg 12 wirkt in der Weise, daß er sich bei gesteigertem Wasserdruck ausdehnt und die Stange 11 nach unten schiebt,
dagegen bei vermindertem Wasserdruck sich zusammenzieht und dabei die Stange ii nach oben mitnimmt. Die durch den Wasserdruck zur Wirkung gebrachte Vorrichtung und die Vorrichtung zur Übertragung der Bewegung von der letzteren auf den Hahnkegel o. dgl. sind nicht auf die durch die Zeichnung dargestellten Konstruktionen beschränkt. Es kann zu den fraglichen Zwecken irgendeine geeignete Vorrichtung verwendet werden.
Im unteren (hinteren) Teil der Mine befindet sich die Sprengladung 15.
Die Gewichtsverteilung der einzelnen Teile der Mine ist derart getroffen, daß die Mine, wenn sie nach dem Aufhören der ihr beim Abschießen erteilten Bewegung stehen bleibt, sich mit ihrer Längsachse senkrecht stellt und die in Fig. 1 dargestellte Stellung mit der Tiefenreglungskammer 3 oben und derSprengladung 15 unten einnimmt. Durch das Rohr 4 fließt Wasser von außen in die Tiefenreglungskammer 3, wodurch die Mine schwerer wird und allmählich sinkt. Die in der Tiefenreglungskammer eingeschlossene Luft entweicht dabei durch die Rohre 9 und 8, die bei niedrigem Wasserdruck auf den Balg miteinander durch den Hahn 10 verbunden sind. Je nachdem der Wasserdruck wächst, dehnt sich der Balg 12 aus und schiebt die Stange 11 nach unten, wodurch das Hahnküken entsprechend gedreht wird. Der Hahn 7 schließt hierbei die Verbindung zwischen den Rohren 8 und 9 und öffnet beim weiteren Sinken der Mine die Verbindung zwischen den Rohren 6 und 9, so daß ein Teil der in dem Behälter 5 eingeschlossenen Druckluft in den oberen Teil der Kammer 3 ausströmt und das in der Kammer 3 befindliche Wasser durch das Rohr 4 austreibt. Dadurch wird die Mine wieder leichter und steigt, wobei der Balg 12 sich zusammenzieht und die Stange 11 nach oben mitnimmt, so daß die Verbindung zwischen den Rohren 6 und 9 wieder unterbrochen und die Verbindung zwischen den Rohren 8 und 9 wieder hergestellt wird. Auf diese Weise bewegt sich die Mine um eine gewisse Tiefengrenze pendelnd auf und ab.
Ist die Spannung der Luft in dem Behälter 5 bis auf ein Maß gesunken, das der Summe des Atmosphären- und des Wasserdruckes gleich ist, so findet keine weitere Tiefenreglung statt, sondern die Mine versinkt allmählich. Das Sinken der Mine wird erleichtert, wenn das in der Hochdruckkammer eingeschlossene Gas derart beschaffen ist, daß es vom Wasser leicht absorbiert wird. Bei Verwendung eines derartigen Gases kann auch das Vorhandensein einer Mine nicht durch aufsteigende Gasblasen verraten werden. Die Zeit, während deren die Mine sich schwimmend erhält, ist zum großen Teil von dem Inhalt des Behälters 5 und dem ursprünglichen Druck darin abhängig. Jedoch kommen auch andere.Umstände in Betracht, wie z. B. die Beschaffenheit des Hahnes, der Abstand der Tiefenlage, bei der der Behälter 5 mit der Tiefenreglungskammer in \^erbindung tritt, von derjenigen Lage, bei der die Verbindung des oberen Teiles der Tiefenreglungskammer mit dem die Mine umgebenden Wasser hergestellt wird, der Querschnitt des Gasausströmungskanals und das \7orhandensein von Vorrichtungen zur Mäßigung der senkrechten Bewegungen der Mine.
Soll die Mine eine lange Schwimmzeit haben, so kann zweckmäßig am Minenkörper ein Schirm o. dgl. angebracht werden, der beim Einführen der Mine in das Ausstoßrohr an dem Minenkörper liegt, dagegen nach dem Ausschießen der Mine sich ausdehnt und als Fallschirm dient. Der in Fig. 1 bis 3 gezeigte Schirm besteht aus einem mit dem Minenkörper drehbar verbundenen Gestell 19, auf welchem eine Bekleidung 20 (Fig. 3) aus Zeug oder anderem geeigneten Stoff befestigt ist. Das Öffnen des Schirmes im Wasser kann durch Federn 21 (Fig. 1) bewirkt werden. Wenn der Schirm aus luftdichtem Zeug hergestellt ist, so sind im oberen Teil des Schirmes Löcher anzubringen, um unter dem go Schirm etwa befindliche Luft entweichen zu lassen, um die Schwimmfähigkeit der Mine nicht unbeabsichtigt zu erhöhen.
Um die Mine zu zwingen, sich nach dem Ausstoßen in einer bestimmten Richtung zu bewegen, kann am hinteren (später unteren) Teil der Mine eine Anzahl Steuerflächen 22 (Fig. ι und 4) angebracht sein. Diese Steuerflächen verhindern, daß die Mine beim Ausstoßen durch den Gegendruck des Wassers nach hinten (in bezug auf die Fahrtrichtung des Schiffes) abgelenkt wird und überhaupt im Kurs des Schiffes bleibt, oder daß sie sich zu früh senkrecht stellt, was dann eintritt, wenn der Wasserwiderstand die der Mine erteilte Bewegung aufgehoben hat. Zur Reglung der Bewegung der Mine können die Steuerflächen einstellbar sein. Bei der auf den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform sind die Steuerflächen an ihren vorderenEnden um Zapfen 23 drehbar, die in länglichen Schlitzen 24 der Steuerflächen liegen. An dem anderen Ende sind mit Gewinde versehene Löcher angebracht, die zur Aufnahme je einer in einem drehbaren Ring 25 befindlichen Schraube 26 dienen. Die Steuerflächen können demnach durch Drehen der Schrauben 26 in einem gewünschten Winkel zur Längsachse der Mine festgestellt werden.
Es ist nicht immer erwünscht, die Vertikalbewegungen der Mine durch Schirme oder in anderer Weise zu mäßigen. Im Gegenteil kann
es zu verschiedenen Zwecken vorteilhaft sein, daß die Mine verhältnismäßig schnelle und große Vertikalbewegungen erhält, z. B. wenn die Mine zum Angriff gegen Panzerschiffe mit hinuntergelassenen Torpedonetzen verwendet werden soll. Eine zu diesem Zweck geeignete Mine kann z. B. dadurch erzielt werden, daß man den Kanal zwischen der Hochdruckkammer und der Tiefenreglung'skammer g'enügeild
ίο weit macht. Wenn die Mine derart eingerichtet ist, daß sie große Vertikalbewegungen macht, so kann sie, wie leicht verständlich, unter den Torpedonetzen o. dgl. hinweg leichter in den Raum zwischen den Netzen und den Schiffen hineinkommen und sogar verankerte Schiffe sprengen.

Claims (3)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Geschoßartige Seemine mit durch Druckluft oder Druckgas wirkender Einrichtung zur Reglung der Tauchtiefe, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Wasser auszustoßende Mine nach dem Aufhören der ihr beim Ausstoßen erteilten Bewegung sich infolge ihrer Gewichtsverteilung mit ihrer Längsachse senkrecht einstellt, in dieser Stellung unter der Wasseroberfläche selbsttätig um eine vorher bestimmbare Mittellage pendelnde Auf- und Abwärtsbewegungen ausführt und nach einer gewissen regelbaren Zeit sinkt.
  2. 2. Geschoßartige Seemine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß an ihrem hinteren Ende gegebenenfalls einstellbare Steuerflächen zur Bestimmung der Bewegungsrichtung der ausgestoßenen Mine vorgesehen sind.
  3. 3. Geschoßmine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Minenkörper ein Schirm befestigt ist, der sich im Wasser ausbreitet und zur Mäßigung der Abwärtsbewegungen der Mine dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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