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Längs- oder Querelement für den Deckenaufbau von Messeständen od.
dgl.
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(Ausscheidungsanmeldung aus P 20 25 556.5-25) Die Erfindung liegt
auf dem Gebiet von aus Wellpappe, Pappe od. dgl. bestehenden Messeständon oder ähnlichen
Aufbauten.
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Aufbauten für Messen- Ausstellungsstände, Verkaufspavillions oder
Informationsbüros werden üblicherweise aus relativ teuren Materialien hergestellt,
um den Ständen ein entsprechend representatives Aussehen zu geben und eine hinreichende
Stabilität zu verleihen. Derartige Stande werden üblicherweise im Systemaufbau,
d.h. aus einer mehr oder weniger großen Zahl von vorgefertigten Normteilen erstellt.
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Die bekannten Standaufbauten werden von den Firmen gekauft und dann
auf den verschiedensten Messen und Ausstellungen mehrmals verwendet; nach den jeweiligen
Ausstellungen werden die Stande abgeschlagen und die Bauteile abtransportiert und
eingelagertq Iiiermit sind nicht nur, über die erheblichen Anschaffungskosten hinaus,
weitere Ausgaben verbunden, das aussehen des Standes leidet auch unter dem mehrmaligen
Auf- und Abbau, dem Transport und der Lagerung. Die
Verbindungselemente
können beispielsweise beim Auf- und Abbau beschädigt und funktionsuntauglich werden,
die Wände werden schmutzig oder verkratzt und können sich beim feucht werden verziehen.
Die gleichen Probleme treten auch mit den häufig benutzten Leihständen auf, die
nicht von den Firmen selbst gebaut, sondern für die Messe- bzw. Ausstellungszeit
gemietet werden. Nachteilig bei der Verwendung der bisher bekannten Ausstellungsstände
ist auch, daß die Firmen bei selbstgekauftem Stand diesen, auch wenn er bereits
veraltet oder gestaltungsmäßig überholt ist, wegen der hohen Anschaffungskosten
längere Zeit benutzen müssen. Bei den Leihständen sind die Firmen auf die von dem
Verleiher angebotenen Standausgestaltungen angewiesen, so daß eine gewünschte individuelle
Aufmachung in der Praxis nicht realisierbar ist.
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Die Erfindung betrifft ein Längs- oder Querelement, wie beispielsweise
einen Deckenbalken od. dgl., der zur Verwendung in derartigen Aufbauten bestimmt
ist.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die bisher aufgrund teurer
Materialien sehr aufwendigen Längs- oder Querelemente durch die Verwendung von insbesondere
Wellpappe, Pappe und dergleichen derart zu verbilligen, daß nach Beendigung der
Benutzung des Standes mit den gesamten Aufbau auch diese Elemente abgerissen und
weggeworfen werden. kann. Hierbei kannen nicht nur die teuren Herstellungs- bzw.
Anschaffungskosten vermieden werden, sondern auch: diejenigen fUr Transport, Lagerung
und so weiter. Die einzelnen vorgefertigten Elemente sollen in ein System passen,
so daß der Aufbau auch von ungeschultem Hilfspersonal und in kurzer Zeit einfach
zusammengefügt werden kann. Das Aussehen soll dabei den
üblichen
Gestaltungen ählich sein können, andererseits soll die Möglichkeit einer individuellen
Ausgestaltung bestehen.
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rin Hauptproblem bei der Verwendung billiger, rclativ flexibler Materialien,
wie Wellpappe, Pappe und dergleichen, für Messe-, Ausstellungs- bzw. Informationsstände,
stellt die Stabilisierung der Elemente des Aufbaues bei einem Minimum an notwendigen
Bauteilen dar.
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Die Auf gabe wird erfindungsgemäß bei Aufbauten, insbesondere für
Messestände, dadurch gelöst, daß die Längs-oder Querelemente aus im wesentlichen
rechteckigen Zuschnitten bestehen, die jeweils durch mehrere Biegekanten in im wesentlichen
parallele Längsabschnitte unterteilt sind, die im eingebauten Zustand des Elementes
ganz oder teilweise zur Bildung einer hohlen Säule umgebo, die Stütz- und Tragfunktion
übernehmen.
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Durch die so ausgebildeten Bauelemente wird eine überraschende Stabilität
des gesanten Aufbaues erreicht. Der gesamte Grundaufbau der Decke läßt sich auf
diese Weise durch im wesentlichen gleiche Bauelemente herstellen, die mit den übrigen
Bauelementen für den gesamten Stand von beispielsweise 50 oder 100 qm, in einer
einzigen, gut handlichen Verpackung angeliefert werden kann, wo der Stand erstellt
werden soll. Abänderungen der Bauelemente und Anpassungen dieser Elemente an die
örtlichen Gegebenheiten lasse sich an Ort und Stelle, beispiels weise mit einem
Messer, vornehmen. Im einfachsten Fall ist für den Zusammenbau des Standes nur noch
ein Kleber, doppelseitiger klebestreifen od. dgl. erfordelich.
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Es ist zwar schon bekannt, bestimmte Aufbauten, beispielsweise Möbel
stücke, aus Wellpappe herzustellen, dort bestehen jedoch ganz andersartige Anforderungen
hinsichtlich der Stabilität.
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Die ein Deckenraster bildenden Längs- und Querlemente sind durch Biegekanten
in Langsabschnitte unterteilt, wobei die Längsabschnitte im umgebogenen Zustand
einen im wesentlichen gleichschenkligen Längskeil mit im Inneren im eingebauten.
Zustand. etwa senkrecht verlaufender, doppelter Mittelwand bilden.
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Damit die Längs- oder Querelemente in einen Schlitz eines oberen Abschlußelementes
oder einer oberen Abschlußhülse der Wand des Aufbaues eingesteckt werden können,
weist die obere Wand des jeweiligen Elementes an mindestens einem Ende einen dreieckigen
Abschnitt und die Mittelwand eine Nase auf. Im eingesteckten Zustand liegt die Nase
in dem Schlitz des Abschlußelementes oder der Abschlußhülse und der dreieckige Abschnitt
stützt sich auf der Oberseite des Abschlußelementes oder der Abschlußhülse ab.
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Damit die Längs- oder Querelemente in einen Schlitz in einer Seitenwand
eines anderen Längs- oder Querelementes eingesetzt werden können, weist deren Mittelwand
mindestens an einem Ende eine entsprechende Nase auf.
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Die Seitenwsinde der Längs- oder Querelemente sind an dem die in einen
Seitenwandschlitz passende Nase aufweisenden Ende entsprechend der Neigung der keilförmig
zusmumenlaufenden Seitenwände der Längs- oder Querelemente abgeschrägt. Auf diese
Weise passen sich die Enden der entsprechenden Längs- oder Querelemente an die Seitenwände
der jeweils anderen Längs- oder Querelemente, in die sie eingehängt sind, formschltissig
an.
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Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Brfindung
ergeben sich aus den beiliegenden Darstellungen von Ausführungsbeispielen sowie
der folgenden Beschreibung.
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Es zeigen: Fig. la schematisch den Querschnitt eines erfindungsgemäßen
Längs- bzw. Querelementes eines Deckenrasters, Fig. lb die perspektivische Darstellung
eines Endteiles eines Längs- oder Querelementes nach Fig. la, mit einer Nase, die
in Schlitze oberer Abschlußelemente oder Abschlußhülsen eingesteckt werden kann,
Fig. lc die Seitenansicht eines Endabschnittes eines Längs- oder Querelementes nach
Figuren la und lb, Fig. ld die Draufsicht eines Endabschnittes eines Längs- oder
Querelementes nach Figuren la, lb und lc, Fig. 2a die Seitenansicht eines'Endabschnittes
eines Längs- oder Querelementes nach Fig. la, mit einer Nase, die in einen Schlitz
in einer Seitenwand eines anderen Langs- oder Querelementes eingesteckt werden kann,
Fig. 2b die perspektivische Ansicht eines Endteiles eines Längs- oder Querelementes
nach Fig. la und 2a, und
Fig. 3 schematisch den Querschnitt eines
Schriftblendenelementes nach der Erfindung.
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Die für einen esse-, Ausstellungs- oder Informationsstand üblicherweise
vorgesehenen Deckenraster zur Aufnahme der Abdeckplatten werden durch Längs- und
Querelemente 50 und 60 nach Figuren la bis ld und 2a, 2b gebildet.
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In Fig. la ist schematisch ein Querschnitt eines ebenfalls aus einem
aus Wellpappe, Pappe od. dgl. bestehenden, im wesentlichen rechteckförmigen Zuschnitt
gebildeten Längs-bzw. Querelement 50 bzw. 60 dargestellt. Der Zuschnitt für die
Quer- und Längselemente 50, 60 des Deckenrasters weisen je sechs im wesentlichen
parallel verlaufende Biegekanten auf, die den im wesentli,chen rechteckförmigen
Zuschnitt in sieben Abschnitte unterteilen. Im gefalteten Zustand bilden diese Abschnitte
ein etwa keilförmiges Längs- bzw. Querelement mit einer doppelten Mittelwand 61.
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Die Mittelwand 61 kann am einen Ende eine Nase 65 aufweisen, die in
Schlitze eines oberen Abschlußelementes bzw einer oberen Abschlußhülse am Messestand
passt. Die Länge der Nase entspricht etwa der Länge der Jeweiligen Schlitze derart,
daß ein dreiecksförmiger Abschnitt 67 an dem Ende der oberen Wand 62 im eingebauten
Zustand auf dem oberen Abschlußelement oder der oberen Abschluhülse aufliegt und
die Nase sich in der Unterkante des Schlitzes abstützt.
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Die Seitenwände 63 der Längs- un4 Querelemeute 50,60 können im beliebigen
Abstand ang;eordnete Schlitze bzw. Stanzungen oder Vormarkierungen 69 aufweisen,
in die beim Zusammenbau Nasen 68 der Mittelwand 61 des senkrecht dazu verlaufenden
Längs-
oder Querelementes passen. Die die Nasen 68 aufweisenden Elemente werden beim Zusammenbau
in Höhe der Schlitze 69 zwischen zwei benachbarten Elementen nach oben geschoben,
bis die Nase 68 in den Schlitz 69 gleitet und durch eine Bewegung nach unten der
Wandabschnitt unmittelbar unter dem Schlitz 69 in den zwischen Nase 68 und Mittelwand
61 gebildeten Spalt 64 gleitet und so einrastet Auf diese Weise werden die Längs-
und Querelemente genau im richtigen Abstand voneinander gehalten. Die Seitenwände
63 sind an dem eine Nase 68 aufweisenden Ende des Elementes vorzugsweise derart
abgeschrägt, daß sie im eingebauten Zustand an den Seitenwänden 63 der quer dazu
verlaufenden Längs- bzw. Querelemente formschlüssig anliegen.
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In Fig. 3 ist schematisch im Querschnitt ein erfindung gemäßes Schriftblendenelement
70 dargestellt. Es wird vorzugsweise wie die übrigen Bauelemente aus einem im wesentlichen
rechteckigen oder quadratischen Zuschnitt gebildet, der durch sechs Biegekanten
in sieben Längsabschnitte unterteilt ist. Die Längsabsehnitte sind im eingebauten
Zustand derart umgebogen, daß das Blendenelement 70 mit der einen Seitenfläche einer
am einen Rand gebildeten dreieckigen Säule auf der oberen Wand 62 eines Deckenelementes
50,60 aufliegt. Die Randabsehnitte der in eingebauten Zustand unteren Seite des
Schriftblendenelementes 70 sind ebenfalls zu einer nahezu drei eckigen Säule umgebogen,
deren eine Seitenwand vorzugsweise parallel zu der einen Seitenwand des keilförmigen
Deckenelementes 50,0 verläuft. Entsprechende, aneinandergrenzencle Fläche können,
wenn erforderlich, wiederum miteinander verklebt oder anderweitig miteinander verbunden
werden.
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Durch die Erfindung wird ein Deckenrasterelement für einen Aufbau
für Messe-, Ausstellungs- oder Informationsstände geschaffen, das wegen des verwendetenian
sich flexiblen, billigen Materials, wie Wellpappe, Pappe od. dgl. sehr wirtschaftlich
hergestellt werden kann.
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Trotz der Flexibilitä;t des verwendeten Materials ist aufgrund der
erfindungsgemäß ausgebildeten Bauelemente der Aufbau sehr stabil. Durch die Verwendung
des billigen Materials können mit dem gesamten Stand nach Beendigung der Messer
oder Ausstellung auch die Deckenelemente einfach weggeworfen werden. Die bisher
anfallenden Kosten für Transport und Lagerung werden hierdurch eingespart. Das verwendete
Material kann durch entsprechende Imprägnierung, Lackierung oder Beschichtung feuersicher
gemacht werden, um den Sicherheitsvorschriften zu entsprechene