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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine aus Blechen gefertigte sogenannte Breitstegdecke, die aus zu
Kassetten zusammenfügbaren
Elementen besteht, wie sie insbesondere in Verkaufshallen z. B. von
Möbelhäusern Verwendung
finden. Diese Breitstegdecken werden aus Metall gefertigt, die eine
gestreckte rechteckige Form aufweisen und an ihren quer dazu von
der Gebäudedecke
abgehängten
Enden rechtwinklige Stöße aufweisen.
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Der Stand der Technik verwendet im
wesentlichen zwei Lösungen
für diese
Knoten. Einmal werden Elemente mit quadratischem Grundriss mit der Decke
verbunden und in diese die Elemente in dafür vorgesehene Schlitze eingehängt. Dies
hat neben einer aufwendigen Montage den Nachteil, dass extra anzufertigende
Teile vorgehalten werden und zum zweiten, dass die Quadratflächen über die
Stöße ragen,
so dass ein unruhiges Erscheinungsbild entsteht.
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Die andere Möglichkeit besteht darin, die Elemente
nicht an den Enden sondern mittig an quer dazu verlegten zu stoßen. Dies
bringt Nachteile bei der Montage mit sich, da mehr Abhängungsstäbe vorgesehen
werden müssen
und quadratische Raster nur mit ungleich langen Elementen herstellbar sind.
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Aus der
JP 05044293 ist eine Breitstegdecke bekannt,
welche eine Bodenplatte mit seitlichen Wangen und Abhängemitteln
aufweist, bei welchem sich an die Wangen dreiecksförmige Fortsätze anschließen die
sich nach dem Zusammenbau zu einem Deckenknoten ergänzen. Die
Abhängung
erfolgt über
Gewindestäbe
und eine Trägerplatte
sowie einer den Knoten untergreifenden Andruckscheibe.
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Nachteilig an dieser Lösung ist
die relativ komplizierte Verbindung zwischen der Tragplatte und den
Elementen, die ineinander eingreifende Paare von Knebeln in der
Tragplatte und Bohrungen in den Elementen aufweisen müssen. Zusätzlich ist
ein aufwendig geformtes Sicherungselement (40) erforderlich,
dass mit Krallen versehen ist, die in entsprechende Schlitze der
Elemente einzuhaken sind, so dass auch die Montage hierdurch kompliziert
wird. Die Teile müssen
sehr exakt geschnitten sein, um ineinander eingepasst werden zu
können.
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Die vorliegende Erfindung hat sich
daher die Aufgabe gestellt, eine Breitstegdecke zu schaffen, die
die vorgenannten Nachteile nicht aufweist, die insbesondere Vorteile
bei der Montage aufweist, die aus einem Blechzuschnitt herstellbar
und die optisch ansprechend ist. Außerdem soll ein sehr einfacher Niveauausgleich
möglich
sein.
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Die Lösung dieser Aufgabe gelingt
durch eine Breitstegdecke bestehend aus rechtwinklig zueinander
angeordneten Elementen mit einer Bodenplatte mit seitlichen Wangen
und Mitteln zur Abhängung
von einer Gebäudedecke,
wobei sich an die Wangen mindestens ein spitzzulaufender gleichschenkliger
Dreiecksbereich der Bodenplatte anschließt. Die Aussenkanten des Dreiecksbereiches weisen
abgewinkelte Seitenflächen
auf, mit einer Anschlagkante sowie einem davor liegenden Lappen, die
zusammen einen Einhängeschlitz
bilden, wobei die Winkel der Spitzen, der zu einem Deckenknoten zusammenstoßenden Elemente
sich zu 360° C
ergänzen.
Die Abhängung
besteht aus einem Gewindestab mit einer mit dessen Gewinde kämmenden Trägerplatte
sowie einer Andruckscheibe wobei die Trägerplatte einen in den Einhängeschlitz
einfügbaren
Rand besitzt.
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Die Montage einer solchen Kassettendecke ist
sehr einfach. Zunächst
werden die hinsichtlich der Trägerplatte
und der Andruckscheibe vormontierten Gewindestäbe an den vorgesehenen Stellen
an der Decke befestigt, z. B. verdübelt. Danach werden die Elemente über ihre
Einhängeschlitze
auf den Tellern angebracht, wobei die Tellerränder an beiden Enden der Elemente
in diese eingreifen. Danach ist das Element bereits abgehängt.
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In gleicher Weise wird mit den drei
weiteren Elementen des Knotens vorgegangen, bis dieser vollständig geschlossen
ist. Danach greift man von oben in den Knoten ein und senkt die
Andruckplatte auf die abgewinkelten Seitenflächen ab, um damit gleichzeitig
alle vier Elemente niederzuhalten und dadurch bündig auszurichten.
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Auf diese Weise entsteht ein Knoten,
der übergangslos
die Elemente verbindet, es entstehen keine Sprünge, die Dreiecksflächen, deren
Winkel an der Spitze vorzugsweise jeweils gleich und 45° C ist, ergänzen die
Stege harmonisch und symmetrisch, wie dies bei Breitstegdecken bisher
nicht möglich war.
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Eine weitere Montageerleichterung
kann dadurch bewirkt werden, dass man den Bereich zwischen der Dreiecksspitze
und der Anschlagkante schräg
schneidet, d. h. insbesondere zur Spitze auslaufen lässt, so
dass hierdurch eine Aufgleitkante entsteht. Man führt bei
einem solchen Produkt das Dreieck unter die Unterkante der Trägerplatte
und schiebt das Element in Richtung auf den Gewindestab zu, wobei
die Plattenunterkante zwangsweise zum Einhängeschlitz bis zum Anschlag
geführt
wird, wonach das Element lediglich abgesenkt zu werden braucht, um
den Plattenrand in den Einhängeschlitz
einzufügen.
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Um die Elemente auszusteifen wird
vorgeschlagen, an die Wangen obere Längsfalze anzuformen, die als
Sicken wirken.
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Die Andruckscheibe kann selbst ein
Gewinde aufweisen und auf die Lappen durch Drehen abgesenkt werden,
vorgezogen wird jedoch eine Ausführungsform
ohne Gewinde, wobei oberhalb der Scheibe eine Flügelmutter angeordnet ist, die
auf die Scheibe geschraubt wird, um einen starren Verbund herzustellen.
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Vorteilhafterweise ist der Einhängeschlitz keilförmig ausgebildet
und weist an der Verjüngung ein
geringfügiges
Untermaß gegenüber der
Blechstärke
auf, so dass eine Klemmwirkung entsteht, die die Elemente vor dem
Aufpressen der Andruckplatte gegen zu leichtes Abheben aus dem Trägerplattenrand
sichert.
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Letztlich wird vorgeschlagen, die
Lappen mit oberen waagerechten Anlagekanten zu versehen, um eine
größere definierte
Auflagefläche
für die
Andruckscheibe zu schaffen.
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Anhand der beiliegenden Figuren wird
die vorliegende Erfindung näher
erläutert.
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Dabei zeigen:
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1 eine
dreidimensionale Darstellung eines Elements, 2 die Abhängung und
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3 eine
Ansicht auf den Knoten von oben und 4 einen
Zuschnitt.
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1 stellt
einen Endbereich eines Elements einer Breitstegdecke für z. B.
Ausstellungsräume
dar.
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Sie besteht aus der Bodenplatte (1)
sowie den Seitenflächen
(5), an die oben die Längsfalze (16)
als Sicken zur Versteifung angeformt sind. Die Bodenplatte (1)
läuft zu
einem gleichschenkligen Dreieck (3) aus, dessen Winkel
an der Spitze (6) vorzugsweise 45° C beträgt. Andere Winkel sind möglich, wenn
das benachbarte Dreieck mit diesem 180° C einschließt, so dass die benachbarten
Elemente zueinander rechtwinklig stehen.
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An die Aussenkanten (4)
der Bodenplatte (1) schließen sich senkrechte Lappen
(9) an, in die die Einhängeschlitze
(10) eingeschnitten sind. Der rückwärtige Bereich der Einhängeschlitze
bildet dabei eine Anschlagkante (8) (für den Trägerplattenrand (14), 3), an die die Aufgleitkante
(15) anschließt.
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Die Lappen (9) besitzen
vorteilhaft waagerechte Abschnitte als Anlagekanten (17).
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Die in 2 gezeigte
Abhängung
(7) besteht aus dem Gewindestab (11), der Trägerplatte
(12), der Andruckscheibe (13) und der Flügelmutter
(18).
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Die Trägerplatte (12) weist
ebenfalls ein Gewinde auf, so dass diese zu einem Niveauausgleich höhenverstellbar
ist. Die Trägerplatte
(12) besitzt einen Rand (14), der sich mit dem
Einhängeschlitz
(10) der Lappen (9) verhakt und die Elemente gegeneinander
sichert. Die Andruckscheibe liegt nach der Elementenmontage auf
den Anlagekanten (17) der Lappen (9) auf (1) und wird durch die Flügelmutter (18)
niedergedrückt,
so dass die Lappen (9) zwischen Andruckscheibe (13)
und Trägerplatte
(12) eingezwängt
sind.
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In 3 ist
gezeigt, wie die Elemente sich zu einem Deckenknoten zusammenfügen lassen,
die Dreiecksflächen
(3) stoßen
spaltlos aneinander, so dass ein geschlossenes Bild des Knotens
ohne Vorsprünge
entsteht, lediglich das zentrale Kreuz der sich ergänzenden
Aussenkanten (4) ist zu sehen.
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In 4 ist
gezeigt, dass die Elemente aus einem Blechzuschnitt durch einfaches
Abkanten hergestellt werden können.
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Zusätzlich ist dargestellt, dass
an die Anlagekanten (17) ebenso Falze (19) angeformt
sein können,
um die Lappen (9) auszusteifen.
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- 1
- Bodenplatte
- 2
- Wangen
- 3
- Dreiecksbereich
- 4
- Aussenkanten
- 5
- Seitenflächen
- 6
- Spitze
- 7
- Abhängung
- 8
- Anschlagkante
- 9
- Lappen
- 10
- Einhängeschlitz
- 11
- Gewindestab
- 12
- Trägerplatte
- 13
- Andruckscheibe
- 14
- Rand
- 15
- Aufgleitkanten
- 16
- Längsfalze
- 17
- Anlagekanten
- 18
- Flügelmutter