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DE2064384C3 - Verfahren zur Herstellung einer Polyurethanlösung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Polyurethanlösung

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Publication number
DE2064384C3
DE2064384C3 DE19702064384 DE2064384A DE2064384C3 DE 2064384 C3 DE2064384 C3 DE 2064384C3 DE 19702064384 DE19702064384 DE 19702064384 DE 2064384 A DE2064384 A DE 2064384A DE 2064384 C3 DE2064384 C3 DE 2064384C3
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DE
Germany
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solution
polyurethane
organic
chain
diisocyanate
Prior art date
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DE19702064384
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English (en)
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DE2064384A1 (de
DE2064384B2 (de
Inventor
Shizuoka Fuji
Kiyoshi Ichikawa
Kunio Kondo
Yasuji Nakahara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Kasei Corp
Original Assignee
Asahi Kasei Kogyo KK
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Filing date
Publication date
Application filed by Asahi Kasei Kogyo KK filed Critical Asahi Kasei Kogyo KK
Publication of DE2064384A1 publication Critical patent/DE2064384A1/de
Publication of DE2064384B2 publication Critical patent/DE2064384B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2064384C3 publication Critical patent/DE2064384C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/10Prepolymer processes involving reaction of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen in a first reaction step

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

Als Beispiele für ein Hydrazid einer Pyridinmono- durch Zugabe der Lösung des organischen Diamins
; carbonsäure oder ein Hydrazid einer substituierten und des Kettenabbrechers zu der Lösung des Prepoly-
,3 pyridiumonocarbonsäure, die in dem Substituentc-n meren nur eine Polyurethanlösung erhalten wird, die
kein aktives Wasserstoffatom enthält, sind Hydrazide sich nur schwierig verspinnen läßt.
der Picolinsäure, Nicotinsäure, Isonicotinsäure, 4-Me- 5 Zu den erfindungsgemäß verwendeten Kettenverflryl-2-pyridincarbonsäure und 2-Methyl-4-pyridincar- längerungsmitteln gehören üblicherweise bekannte
bonsäure zu nennen. Diese Hydrazide können für sich organische primäre und sekundäre Diamine, es sind
* allein oder als Gemisch eingesetzt werden. auch niedere aliphatische Diamine wirksam, wie ξ Bifunktionelle Polymere mit einem Molekular- Äthylendiamin und Propylendiamin.
* gewicht von 500 bis 5000 und aktiven endständigen io Wenn man Hydrazin oder ein bekanntes Dihydrazid ^ Wasserstoffatomen an beiden Kettenenden, die für das an Stelle eines organischen Diamins verwendet, so j erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden, um- zeigt das erhaltene Polymere geringe Löslichkeit, und % fassen Polyäther, wie Polyäthylenglykoläther, Poly- es ist daher schwierig, eine hochkonzentrierte PoIyp propylenglykoläther,Polytetramethylenglykolätherund urethanlösung zu erhalten. Außerdem weist eine polypentamethylenglykoläther, Polyester, die Konden- 15 solche Lösung eine instabile Viskosität auf. Darüber Ι sationsprodukte aus dibasischen Säuren, wie Adipin- hinaus zeigen die unter Verwendung von Hydrazin als säure, Bernsteinsäure und Sebacinsäure, mit nieder- Kettenverlängenmgsmittel hergestellten elastischen molekularen Glykolen darstellen, wie Äthylenglykol, Garne oder Fäden einen bemerkenswert starken Grad Propylenglykol und Butylenglykol, Polylactone, die der Verfärbung und des Abbaus durch ein cblor-
durch ringöffnende Polymerisation von Lactonen er- 20 haltifes Bleichmittel, im Vergleich mit Garnen und
f halten wurden, wie von ε-Caprolacton und δ-Valero- Fäden die unter Verwendung eines organischen
C lacton. Diamins hergestellt wurden. Beispiele für geeignete organische Diisocyanate, die Es war bekannt, daß zum Verhindern des Gelatinie-
mit den bifunktionellen Polymeren unter Bildung eines rens, das während der Kettenverlängerungsreaktion
Prepolymeren reagieren, sind aromatische Diiso- as eines Prepolymeren eintreten kann, der Zusatz eines
cyanate, wie 2,4-Toluylendüsocyanat, 2,6-Toluylen- Monoamins, wie Diäthylamin, wirksam ist. Die Vis-
l\ diisocyanat, p-Phenylendiisocyanat, 4,4'-Diphenyl- kositä*. der resultierenden Polyurethanlösung ist je-
methandiisocyanat, 4,4' - Diphenylendiisocyanat, doch nicht reproduzierbar, und die Herstellung von
* 1,5-Naphthylendiisocyanat, aliphatische Diisocyanate, elastischen Garnen und Fäden mit festgelegtem Titer wie Trimethylendiisocyanat, Tetramethylendiisocy- 30 und Modul ist daher schwierig. Außerdem zeigten
anat, Hexamethylendiisocyanat, aliphatische Diiso- Gewebe, die aus den so erhaltenen elastischen Garnen cyanate, enthaltend einen aromatischen Ring, ζ. B. hergestellt worden waren, häufig die Ausbildung un-
p-Xylylendiisocyanat, m-Xylylendiisocyanat; cyclo- gleichmäßiger Streifen.
aliphatische Diisocyanate wie Methylen-bis-4,4'-cyclo- Durch die erfindungsgemäße Mitverwendung eines
hexylisoeyanat, Isopropylen-bis^^'-cyclohexylisocy- 35 Hydrazide einer Pyridinmonocarbonsäure bei der
t> anat und Cyclohexan-l,4-diisocyanat. Auch Mischun- Kettenverlängerungsreaktion und außerdem durch
gen von zwei oder mehreren dieser Diisocyanate Erhitzen der Reaktanten auf 65 bis 1000C während
können verwendet werden. mindestens 2 Stunden, im allgemeinen während 2 bis
Bei der erfindungsgemäßen Durchführung der 20 Stunden, im letzten Abschnitt der Kettenverlänge-
Kettenverlängerungsreaktion des Prepolymeren hat 40 rungsreaktion, d. h. nach beendigtem Zusatz der das Molverhältnis des organischen Diamins zu dem Lösung des Prepolymeren, ist es möglich, eine PoIy-Hydrazid der Pyridinmonocarbonsäure einen Einfluß urethanlösung mit außerordentlich guter Reproduzierauf die Viskosität der erhaltenen Polyurethanlösung. barkeit, stabiler Viskosität und ausgezeichneter Ver-Zur Herstellung einer Spinnlösung wird ein Mol- spinnbarkeit zu erhalten. Erhitzen während mehr als Verhältnis im Bereich von 99:1 bis 90:10 bevorzugt. 45 20 Stunden erhöht jedoch die Stabilität der Viskosität Wenn der Anteil des Hydrazide höher ist als der ge- nicht über den Wert hinaus, der durch 20stündiges nannte Bereich, so wird eine Lösung mit niedrigerer Erhitzen erzielt wird.
Viskosität erzieli, die als Klebstoff verwendet werden Wenn die Heiztemperatur jedoch niedriger als 65° C
kann. Ist der Anteil geringer, so wird eine höher oder höher als 1000C ist oder wenn die Heizdauer viskose Lösung erhalten, die zur Herstellung von 50 weniger als 2 Stunden beträgt, gehen die Stabilität der Folien oder Schäumen verwendet werden kann. Wenn Viskosität und die Reproduzierbarkeit verloren, und jedoch verbesserte Lichtbeständigkeit erzielt werden die Lösung ist als Spinnlösung nicht geeignet. Der soll, wird ein Molverhältnis eines organischen Diamins Grund für dieses Tatsache ist nicht bekannt zu einem Hydrazid einer Pyridinmonocarbonsäure Als organische polare Lösungsmittel, die zur Durch-
von 99:1 oder weniger bevorzugt. 55 führung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet
Es ist vorteilhaft, wenn der Gesamtgehalt an sind, sind übliche bekannte Lösungsmittel zu nennen, aktiven Wasserstoffatomen des Kettenverlängerungs- wie Dimethylformamid, Dimethylacetamid und Dimittels und der Gehalt des Prepolymeren an -NCO- methylsulfoxyd. Es kann jedoch jedes polare organische Gruppen etwa denselben molaren Wert aufweisen. Lösungsmittel einer beliebigen Art verwendet werden,
Um zu verhindern, daß bei der Kettenverlängerungs- 60 sofern es zum gleichmäßigen Auflösen der erhaltenen reaktion der Anteil der in dem Reaktionssystem ver- Polyurethane befähigt ist.
bleibenden NCO-Gruppen einen Überschuß über den Die aus den erfindungsgemäß hergestellten PolyAnteil an aktiven Wasserstoffatomen in dem Ketten- urethanlösungen gewonnenen elastischen Garne könverlängerungsmittel annimmt, wird nach dem erfin- nen beliebige bekannte Antioxydationsmittel, Ultradungsgemäßen Verfahren die Lösung des Prepoly- 65 violettabsorber, Pigmente und Streckmittel enthalten. meren zu der Lösung des Gemisches aus dem orga- Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung
nischen Diamin und dem Hydrazid einer Pyridin- der Erfindung. In diesen Beispielen bedeuten alle Teile monocarbonsäure gegeben. Es ist zu betonen, daß Gewichtsteile.
Beispiel 1 gleichmäßigen Lösung aufgelöst Andererseits wurden
2,54 Teile Äthylendiamin und 0,74 Teile Isonicotin-
100,0 Teile Polyäthylenadipat mit einem mittleren säurehydrazid in 100 Teilen Dimethylformamid geMolekulargewicht von 1200 und 31,2 Teile 4,4'-Di- löst Bei Zugabe der Lösung des Prepolymeren zu der phenylmethandiisocyanat wurden während 90 Mi- 5 Lösung des Äthylendiamins und des Isonicotinsäurenuten bei 95° C in einem Stickstoffstrom unter Rühren hydrazids trat rasch eine Reaktion unter Bildung einer umgesetzt Dabei wurde ein Prepolymeres erhalten, hochviskosen Lösung mit einer Viskosität von 420Poise das an beiden Kettenenden Isucyanatgruppen aufwies. ein. Die Viskosität, die nach dem 5stündigen Erhitzen Das Prepolymere wurde dann auf Raumtemperatur der erhaltenen Lösung auf 85° C gemessen wurde, beabgekühlt und in 236,2 Teilen getrocknetem Dimethyl- ίο trug 182 Poise. Ferner wurde die Viskosität gemessen, formamid gelöst Der Gehalt der so erzielten Lösung nachdem die Lösung 1 Woche bei Raumtemperatur an NCO-Gruppen betrug 0,218 mMol/g. stehengelassen worden war. Der dabei erhaltene Wert
Andererseits wurden 2,28 Teile Äthylendiamin und betrug 185 Poise.
0,55 Teile Picolinsäurehydrazid in 157,4 Teilen Di- Die Lösung wurde in der im Beispiel 1 beschriebenen
methylfonnamid gelöst Zu dieser Lösung wurde die 15 Weise versponnen. Dabei wurden elastische Fäden mit
vorher bereitete Prepolymerlösung bei Raumtempe- einem Titer von 45 Denier, einer Zähfestigkeit von
ratur" zugesetzt Nach Beginn der Zugabe verlief die 0,97 g/Denier,einer Dehnung von 495% und einem
Reaktion rasch und führte zur Bildung einer hoch- Verformungsrest von 3,6% erhalten,
viskosen Polyurethanlösung. Unmittelbar nach Be- BeisDiel 3
endigung der Zugabe wurde die Lösung auf 8O0C 20 p
erhitzt und das Rühren während 8 Stunden fortgesetzt. Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Weise wurde
Die Viskosität der erzielten Lösung des hochmoleku- durch Verwendung von ^Methyl^-pyridincarbon-
laren Polyurethans bei 300C betrug 180 Poise. Ferner säurehydrazid an Stelle von Picolinsäurehydrazid eine
wurde die Viskosität nach dem Stehenlassen der Lö- Polyurethanlösung erhalten, die eine Viskosität von
sung während einer Woche gemessen. Der dabei er- as 170 Poise hatte. Die Viskosität der Lösung nach einer
haltene Wert betrug 185 Poise, das bedeutet, daß fast Woche betrug 170 Poise. Durch Verspinnen dieser
keine Viskositätsänderung eingetreten war. Lösung erhaltene elastische Fäden hatten einen Titer
Zum Nachweis des technischen Fortschritts wurden von 43 Denier, eine Zähfestigkeit von 0,86 g/Denier,
aus der Polyurethanlösung Fäden in der folgenden eine Dehnung von 530% und einen Verformungsrest
Weise hergestellt: 30 von 3,8%. Die Lösung wurde bei Raumtemperatui unter ver- Vergleichsversuch 1
mindertem Druck von 3 mm Hg entgast, bis keine ■
Blasenbildung mehr beobachtet wurde, und danach Eine Polyurethanlösung, die durch Ersetzen von mit einer Spinngeschwindigkeit von 560 m/Min. Picolinsäurehydrazid durch Diäthylamin nach dem durch Spinndüsen mit einem Durchmesser von 35 im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren erhalten worden 0,09 mm in einen Luftstrom einer Länge von 4 m und war, zeigte eine Viskosität von 3C5 Poise. Wenn die einer Temperatur von 2300C extrudiert. Auf diese Lösung jedoch bei Raumtemperatur stehengelassen Weise wurden elastische Fäden mit einem Titer von wurde, zeigte die erhaltene Lösung nach 5 Stunden 44 Denier, einer Zähfestigkeit von 0,91 g/Denier, einer eine Viskosität von 520 Poise. Die Lösung hatte daher Dehnung von 510% und einem Verformungsrest von 40 mangelnde Viskositätsstabilität
3,2% erzielt. Mit den elastischen Fäden wurde eine Die durch Verspinnen dieser Lösung erhaltenen Prüfung auf die Lichtbeständigkeit durchgeführt. Die Fäden hatten einen Titer von 46 Denier, eine Zähgleiche Prüfung wurde nach dem Waschen vorgenom- festigkeit von 0,68 g/Denier, eine Dehnung von 490% men. Die dabei erzielten Ergebnisse sind in Tabelle 1 und einen Verformungsrest von 5,2 % als Mittelwerte gezeigt. Die Prüfung der Lichtbeständigkeit erfolgt 45 von 10 Messungen, wenn auch die Fäden bei den durch Bestimmung der beibehaltenen Zähfestigkeit in Einzelmessungen der genannten physikalischen Eigen-Prozent und des Grads der Verfärbung, nachdem die schäften außerordentliche Abweichungen von diesen Fäden bzw. Garne während 30 Stunden mit Hilfe Mittelwerten zeigten. Die Ergebnisse der Prüfung der eines Fadeometers belichtet worden waren. Bei der Lichtbeständigkeit und die Ergebnisse des gleichen Waschbehandlung wurden die elastischen Garne 50 Tests, der nach der Waschbehandlung durchgeführt während 15 Minuten bei 400C in Wasser geschüttelt, wurde, sind in Tabelle 1 angegeben,
das 0,5 % Marseiller Seife enthielt, danach ausreichend ,, ... . _ ,,
ausgewaschen und an der Luft getrocknet. Als Probe Vergleichsversuche 2 und 3
für die Waschbehandlung wurden Garne verwendet, In dem wie Vergleichsversuch 1 durchgeführten die dem genannten Vorgang zehnmal unterworfen 55 Verfahren wurde unmittelbar vor dem Entgasen, in worden waren. einem Stadium, in dem die Polyadditionsreaktion vollständig abgelaufen war, ein bekannter Stabilisator,
Beispiel 2 4,4'-Butyliden-bis-(6-t?rt.-butyl-3-methylphenol) (Vergleichsversuch 2) oder Picolinsäurehydrazid (Ver-
100,0 Teile Polytetramethylenglykol mit einem mitt- 60 gleichsversuch 3) nur zugegeben und die Lösung dann
leren Molekulargewicht von 1250 und 32,0 Teile zur Bildung von elastischen Fäden versponnen. Es
4,4'-Diphenylmethandiisocyanat wurden in einen. wurde beobachtet, daß auch bei Zugabe von Picolin-
Stickstoffstrom während 120 Minuten bei 85°C unter säurehydrazid in freier Form, wie im Vergleichs- Rühren umgesetzt, wobei ein Prepolymeres mit Iso- versuch 3, die Lichtbeständigkeit durch Waschen
cyanatgruppen an beiden Kettenenden erhalten wurde. 65 außerordentlich vermindert wird und die Wirksamkeit,
Das Prepolymere wurde danach auf Raumtemperatur wie sie bei den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
abgekühlt und in 150 Teilen getrocknetem Dimethyl- erhaltenen Polyurethanlösungen auftritt, nicht erzielt
acetamid unter Rühren bei Raumtemperatur zu einer werden kann, wie aus Tabelle 1 ersichtlich ist
Tabelle 1
Unbehandelte elastische Fäden
Beibehaltene
Zähfestigkeit
o/
/o
Grad der
Verfärbung
Elastische Fäden Grad der
Verfärbung
nach Waschbehandlung keine
Beibehaltene keine
Zähfestigkeit
%
keine
100,0 Gelb
97,8 Gelb
96,4 Gelb
28,4
36,4
41,6
Beispiel I
Beispiel 2
Beispiel 3
Vergleichsversuch 1
Vergleichsversuch 2
Vergleichsversuch 3
Vergleichsversuch 4
101,8
98,2
97,6
31,1
62,1
87,3
_ Eine Polyurethanlösung, die durch Ersetzen von Äthylendiamin durch Hydrazinhydrat gemäß Vergleichsversuch 1 erhalten wurde, zeigte keine Reproduzierbarkeit und hatte schlechte Verspinnbarkeit. Diese Lösung ließ sich sehr schwierig verspinnen, unter außerordentlichen Schwierigkeiten konnten jedoch elastische Fäden mit einem Titer von 50 Denier, einer Zähfestigkeit von 0,54 g/Denier, einer Dehnung von 410% und mit einem Verformungsrest von 18,2% erhalten werden. Wie diese Daten zeigen, hatten die Fäden außerordentlich schlechte Erholungsfähigkeit. Außerdem zeigten die gemäß Beispiel 1 hergestellten elastischen Fäden eine Beibehaltung der Zähfestigkeit von 80,4% nach der Behandlung mit einer wäßrigen Lösung von 0,08 Gewichtsprozent Natriumchlorid die auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt war, während die in Vergleichsversuch 4 erhaltenen elastischen Fäden nach der gleichen Behandlung eine Beibehaltung der Zähfestigkeit von 18,1 % zeigten.
Beispiel 4
100,0Teüe Poly-e-caprolactondiol mit einem mittleren Molekulargewicht von 1150 und 35,1 Teile 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat wurden zur Bildung eines Prepolymeren wie im Beispiel 1 umgesetzt. Der nach Zusatz von 100 Teilen Dimethylacetamid zu dem Prepolymeren in der Lösung erzielte Gehalt an NCO-Gruppen betrug 0,272 mMol/g. Diese Lösung des Prepolymeren wurde bei Raumtemperatur unter Rühren zu einer Lösung eines Kettenverlängerungsmittels gegeben, die durch Auflösen von 2,69 Teilen Propylendiamin und 0,46 Teilen Picolinsäurehydrazid in 100 Teilen Dimethylacetamid erhalten worden war. Nach Beginn der Zugabe verlief die Reaktion rasch unter Bildung einer hochviskosen Polyurethanlösung.
Um die Beständigkeit der Viskosität dieser Lösung zu untersuchen, wurde die Lösung nach dem 15 Minuten dauernden Erhitzen auf 800C während 30 Minuten, !Stunde, l1/»Stunden, 2Stunden, 4Stunden und S Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen und die Änderung der Viskosität in Abhängigkeit von der Zeit gemessen. Wie in Tabelle 2 gezeigt ist, ist mehr als 2 Stunden dauerndes Erhitzen erforderlich, keine
keine
keine
Gelb
Hellgelb
Hellgelb
um eine Polyurethanlösung mit stabiler Viskosität zu erhalten, die zur Herstellung von elastischen Garnen geeignet ist.
Tabelle 2
Änderung der Viskosität in Abhängigkeit von
der Zeit bei Erhitzen auf 800C
Heiz Dauer des Stehenlassens nach dem Erhitzen (Raumtemperatur) ITag 1 Woche
dauer S Stunden >10 000 >10000
a5 Stunden 0 Stunden 7000 8 500 >10 000
0 2500 2000 1500 1600
1,0 1700 1450 1390 1400
2,0 1430 1410
30 8,0 1390
Beispiel 5
Es wurde das Verfahren des Beispiels 1 wiederholt mit der Abweichung, daß 33,5 Teile Methylen-bis-4,4'-cyclohexylisocyanat an Stelle von 31,2 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat verwendet wurden. Die Viskosität der entstandenen Polyurethanlösung, gemessen bei 300C, war 175 Poise. Nachdem man die Lösung 1 Woche stehengelassen hatte, betrug die Viskosität 178 Poise. Die aus dieser Lösung, in der gleichen Weise wie bei Beispiel 1 beschrieben, gesponnenen elastischen Garne hatten eine beibehaltene Zähfestigkeit von 98,2% und nach dem Waschen eine
89,8% und zeigten
beibehaltene Zähfestigkeit von
keine Verfärbung.
Beispiel 6
Das Verfahren des Beispiels 2 wurde wiederholt mit der Abweichung, daß 21,5 Teile Hexamethylendiisocyanat an Stelle von 32,0 Teilen 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat verwendet wurden. Die Viskosität der entstandenen Polyurethanlösung war 148 Poise, gemessen bei 300C. Nachdem man die Lösung 1 Woche lanf stehengelassen hatte, war ihre Viskosität 150 Poise.
Die aus dieser Lösung, in der gleichen Weise wie bei
Beispiel 1 angegeben, gesponnenen Garne hatten eine Zähfestigkeit von 97,8% und nach dem Waschen eint beibehaltene Zähfestigkeit von 97,5%. Sie verfärbtei sich bei Sonnenlicht nicht.
409645η 4!

Claims (2)

zu überwinden, wurde die Verwendung eines alipha- Patentansprüche: tischen Düsocyanats, wie Herru^ethylendüsocyanat, oder eines cycloaMphaüschen Düsocyanats, wie 4,4'-Al-
1. Verfahren zur Herstellung einer Polyurethan- kylidendicyclohexyldiisocyanat (beispielsweise in der lösung durch Umsetzung eines Prepolymeren mit 5 japanischen Patentschrift 26673/1969), als aufbauende endständigen Isocyanatgruppen, das durch Um- Einheit eines Polyurethans vorgeschlagen, aus dem setzen eines bifunktionellen Polymeren mit einem gegen Tageslicht relativ stabile elastische Garne erhal-Molekulargewicht von 500 bis 5000 und aktiven ten werden können. Diese elastischen Polyurethan-Wasserstoffatomen an beiden Kettenenden mit garne, welche solche konstitutionellen Einheiten beeinem Überschuß eines organischen Düsocyanats io sitzen, zeigten jedoch schlechte Eigenschaften im Hinerhalten worden ist, mit einem organischen Diamin blick auf einen niedrigen Modul oder auf eine schlechte als Kettenverlängerungsmittel im Gemisch mit Dehnungserholung, insbesondere eine schlechte augeneinem Kettenabbrecher in einem polaren orga- blickliche Dehnungserholung. Daher wurde für die nischen Lösungsmittel unter Einhaltung eines etwa meisten Zwecke ein aromatisches Polyisocyanat, insäquimolaren Verhältnisses der Gesamtmenge der 15 besondere 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat> verwenaktiven Wasserstoffatome in dem organischen det, und es wurde in zahlreichen bekannten Literatur-Diamin und dem Kettenabbrecher zu den NCO- stellen der Zusatz verschiedener Arten von Stabiii-Gruppen des Prepolymeren, dadurch ge- satoren vorgeschlagen, um den Abbau von elastischen kennzeichnet, daß man als Kettenabbrecher Polyurethangarnen, die unter Verwendung eines aroein Hydrazid einer unsubstituierten oder subsütu- 20 matischen Düsocyanats erhalten wurden, unter der ierten Pyridinmonocarbonsäure verwendet, bei der Einwirkung von Licht zu verhindern.
Umsetzung die Lösung des Prepolymeren zu der Beispielsweise wird in der japanischen Patentschrift
Lösung des Gemisches aus dem organischen 25828/1968 beschrieben, daß der Zusatz einer Ver-
Diamin und dem Hydrazid einer Pyridinmono- bindung mit einer freien Hydrazidgruppe wirksam zur
carbonsäure gibt und das Reaktionsgemisch wäh- 35 Verhinderung der Verfärbung und Oxydation ist
rend mindestens 2 Stunden auf eine Temperatur Die Wirksamkeit jedes dieser Stabilisatoren zum
von 65 bis 1000C erhitzt Verhindern der Zersetzung durch Licht ist jedoch
2. Verwendung der nach Anspruch 1 erhaltenen nicht zufriedenstellend. Darüber hinaus werden die Polyurcthanlösung zur Herstellung von Form- Stabilisatoren auf Grund ihrer geringen Waschfestigkörpern, insbesondere als Spinnlösung zur Her- 30 keit durch wiederholtes Waschen von den Garnen entstellung von elastischen Fäden. fernt, und auf diese Weise geht die Wirksamkeit zum
Verhindern der Zersetzung durch Licht nahezu verloren.
Ziel der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum
35 Herstellen einer Polyurethanlösung zu schaffen, aus der Formkörper, wie elastische Garne oder Fäden,
Es ist bekannt, elastische Polyurethangarne durch Folien, Elastomere oder Schäume, hergestellt werden Naßspinnen oder Trockenspinnen einer Lösung eines können, welche Lichtbeständigkeit auch nach wiederhochmolekularen Polyurethans herzustellen, das aus hohem Waschen aufweisen.
einem Prepolymeren durch Kettenverlängerungsreak- 40 Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
tion mit einem Diamin in Gegenwart eines organischen Herstellung einer Polyurethanlösung durch Um-
Monoamins erhalten wurde. Dabei wurde ein Pre- setzung eines Prepolymeren mit endständigen Iso-
polymeres verwendet, das durch Umsetzen eines im cyanatgruppen, das durch Umsetzen eines bifunktio-
wesentlichen linearen niedermolekularen Polymeren nellen Polymeren mit einem Molekulargewicht von
mit endständigen Wasserstoffatomen an beiden Enden 45 500 bis 5000 und aktiven Wasserstoffatomen an beiden
mit einer überschüssigen Menge eines organischen Di- Kettenenden mit einem Überschuß eines organischen
isocyanate hergestellt worden war. Es wurde jedoch Diisocyanate erhalten worden ist, mit einem orga-
festgestellt, daß die nach diesem Verfahren erhaltenen nii«chen Diamin als Kettenverlängerungsmittel im Ge-
elastischen Polyurethanfäden innerhalb kurzer Zeit misch mit einem Kettenabbrecher in einem polaren
sich verfärben, ihre mechanische Festigkeit und 50 organischen Lösungsmittel unter Einhaltung eines
Dehnung verlieren und daß sich der wirtschaftliche etwa äquimolaren Verhältnisses der Gesamtmenge
Wert dieser Fäden außerordentlich vermindert, wenn der aktiven Wasserstoff atome in dem organischen
sie Tageslicht ausgesetzt werden. Diamin und dem Kettenabbrecher zu den NCO-
Ein solches Verfahren ist in der französischen Gruppen des Prepolymeren. Das Verfahren ist da-
Patentschrift 1 360 082 beschrieben. Dabei wird ein 55 durch gekennzeichnet daß man als Kettenabbrecher
Prepolymeres mit endständigen Isocyanatgruppen mit ein Hydrazid einer unsubstituierten oder substituierten
einem Gemisch aus bifunktionellen Kettenverlänge- Pyridinmonocarbonsäure verwendet, bei der Um-
rungsmitteln und sekundären aliphatischen Aminen, setzung die Lösung des Prepolymeren zu der Lösung
wie Diäthylamin oder Butylamin, als Kettenabbrecher des Gemisches aus dem organischen Diamin und dem
umgesetzt. Es hat sich gezeigt, daß durch Verspinnen 60 Hydrazid einer Pyridinmonocarbonsäure gibt und das
einer Polyurethanlösung, die unter Verwendung von Reaktionsgemisch während mindestens 2 Stunden auf
Diäthylamin als Kettenabbrecher hergestellt wurde, eine Temperatur von 65 bis 1000C erhitzt
Fäden erhalten werden, die Verfärbung zeigen und Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren er-
ihre Zähfestigkeit nicht in ausreichendem Maß bei- haltene Lösung eines hochmolekularen Polyurethans
behalten. Diese nachteiligen Eigenschaften gehen aus 65 zeigt überlegene Stabilität der Viskosität und kann in
dem später gegebenen Vergleichsversuch 1 und der einfacher Weise in höherer Konzentration erhalten
Tabelle 1 hervor. werien, als es bei bekanntermaßen hergestellten hoch-
Um diese Nachteile der konventionellen Methoden molekularen Polyurethanen möglich war.
DE19702064384 1969-12-30 1970-12-30 Verfahren zur Herstellung einer Polyurethanlösung Expired DE2064384C3 (de)

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