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Verfahren zum satten Anschließen eines Beton körpers an eine unregelmäßig
geformte Fläche unter Verwendung elastischer Schalungen Die vorliegende Erfindung
betrifft ein Verfahren zum satten Anschließen eines Betonkörpers an eine unregelmäßig
geformte Fläche unter Verwendung elastischer Schalungen.
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Es ist bekannt, Sohlen und Erdböschungen durch betongefüllte Matten
aus elastischen Geweben zu sichern, Diese Matten liegen jedoch lediglich unter der
Einwirkung ihres Eigengewichtes auf dem Untergrund auf und sind auch grundsätzlich
auf diesen Anwendungsfall beschränkt. Spezielle Schritte, um eine weitestgehend
konturengetreue Anlage am Untergrund zu erhalten, sind nicht vorgesehen, und insbesondere
bietet der bekannte Einsatz betongefüll ter Matten keine Möglichkeit, Anschlüsse
an nicht horizontal verlaufende Flächen, auf die das Eigengewicht also nicht einwirken
kann, herzustellen.
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Die deutsche Patentschrift 1 135 381 zeigt eine Schalung zum Herstellen
von Betonwänden unter Wasser, beispielsweise von Molen, mit wasserdichten, unstarren
Wänden in Form einer sack- oder schlauchförmigen Hülle
, bei der eine oben offene Hülle an einem Eialterahmen aufgehängt ist und ihre Winde
durch Einschnürungen
oder Abstandshalter von oben nach unten in
Längsstreifen unterteilt sind, deren Breite etwa der Stärke der herzustellenden
Betonwand entspricht. Diese bekannte Schalung ermöglicht das Herstellen senkrechter
Wände auch unter Wasser, ist jedoch auf Spezialzwecke dieser Art beschränkt und
bietet nicht auch allgemein die Möglichkeit, Betonkörper beliebiger Formgebung an
Flächen beliebiger, insbesondere unregelmäßiger Gestalt anzuschließen. Außerdem
ist es in Verbindung mit dieser bekannten Schalung stets erforderlich, das gesamte
Volumen der zu errichtenden Betonwände vor Ort mit Beton aufzufüllen. Besondere
Maßnahmen zur Erzielung eines satten Anschlusses der Betonwände an die vom Wassergrund
gebildete unregelmäßige Fläche werden auch hier nicht getroffen.
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Ferner ist es bekannt, ausgekolkte Stelle, wie sie sich beispielsweise
an Ufermauern finden, in der Weise auszubessern, daß in den ausgekolkten Bereich
zwischen Wassergrund und Oberseite der ausgekolkten Stelle eine geschlossene elastische
Schalung eingebracht und diese dann mit einem Spezialbeton gefüllt wird, so daß
die Ufermauer wieder in der erforderlichen Weise abgestdtzt wird. Diese bekannte
Lösung ist jedoch ebenfalls auf einen Spezialfall beschränkt, nämlich bereits vorhandene
Hohlräume auszufüllen, während ein allgemeiner Einsatz nicht infrage kommt.
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Aufgabe vorliegender Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens,
das es ganz allgemein ermöglicht, Betonkörper von im wesentlichen beliebiger Größe
an Flächen praktisch jeder Gestalt mit einem Minimum an Aufwand und Kosten satt
anschließen zu können, unabhängig davon, ob diese Flächen Bestandteile von Böden,
Wänden oder Gewölben sind, und gegebenenfalls auch mit Füllvolumina auszukommen,
die kleiner als die insgesamt anzuschließende Anordnung sind.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß in den gewünschten
Abmessungen
des Betonkörpers entsprechendem Abstand von der unregelmäßig geformten Fläche ein
Festkörper fixiert, sodann eine mindestens den freien Raum zwischen der unregelmäßig
geformten Fläche-und dem Festkörper überspannende Schalung aus elastischem Gewebe
mit der Oberfläche des gewünschten Betonkörpers außerhalb des Bereiches des Festkörpers
und der unregelmäßigen Fläche entsprechender sowie der zulässigen Flächenpressung
der unregelmäßig geformten Fläche angepaßt Formgebung dicht angebracht wird, so
daß sie einen durchweg dicht abgeschlossenen Hohlraum begrenzt, und hierauf in diese
Schalung unter gleichzeitiger kontinuierlicher Anpassung der Füllung sowohl an die
unregelmäßig geformte Fläche als auch den gegenüberliegenden Beton Bereich des Festkörpers
in die elastische Schalung/eingefüllt wird.
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Durch diese Verwendung einer an sich bekannten, elastischen Schalung
in Kombination mit dem gegenüber der unregelmäßig geformten Fläche fixierten Festkörper
hat die in die elastische Schalung eingefüllte Betonmasse die Möglichkeit, sich
praktisch an jede Art von Oberflächen - auch solche, die vertikal verlaufen oder
die Unterseiten von Decken bilden - satt anzulegen, wobei die elastische Schalung
dann für die Anpaßmöglichkeit, der fixierte Festkörper dagegen für den erforderlichen
Anlagedruck sorgt.
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Das erfindungsgemäße Verfahren bietet die Möglichkeit, als Festkörper
eine Stützschalung oder aber auch ein Fertigbauteil zu verwenden. Dient als Festkörper
eine Stützschalung, so kann die elastische Schalung dann so gestaltet sein, daß
sie die eingefüllte Betonmasse allseitig umschließt. Nach Abbinden der Betonfüllung
kann die Stützschalung wieder entfernt werden, während der von der elastischen Schalung
umschlossene Betonkörper beisAlielsweise zur Abstützung der angrenzenden unregelmäßig
geformten Fläche zurückbleibt.
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Zweckmäßigerweise können seitliche, zwischen der unregelmäßigen Fläche
und der Stützschalung verlaufende Bereiche der elastischein Schalung im Verhältnis
zu der Stützschalung mittels Leisten o. dgl. etwa rechtwinklig festgelegt werden,
so daß der
von der elastischen Schalung umschlossene Betonkörper
eine weitgehend quaderförmige Gestalt erhält.
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Wenn die unregelmäßige Fläche beispielsweise einem gewölbeartigen
Gebirgsausbruch angehört, so kann der Boden dieses Gebirgsausbruches zunächst mit
einem Sohlgewölbe versehen und dann auf dem Sohlgewölbe als Festkörper im Abstand
von dem Gebirgsausbruch eine ringförmige Stützschalung fixiert werden, deren Umfang
einen ähnlichen Verlauf wie der Querschnitt des Gebirgsausbruches hat, worauf der
Zwischenraum zwischen ringförmiger Stützschalung und Gebirgsausbruchswandung sich
wieder mit einer elastischen, jeweils bis zu dem Sohlgewölbe reichenden Schalung
auskleiden läßt, die anschließend mit Beton gefüllt werden kann. Nach Abbinden der
Betonmasse kann die Stützschalung entfernt werden, so daß die Gebirgswand eine intensive
Abstützung erhält, insbesondere dann, wenn die Betonmasse mit einem bestimmten Überdruck
in die elastische Schalung eingepreßt worden ist. Auf die schwierige und hohen Aufwand
erfordernde Stirnschalung zwischen Sttzschalung und unregelmäßigem Gebirgsausbruch
kann dabei verzichtet werden.
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Besonders vorteilhafte Ergebnisse lassen sich mit Hilfe des erfindungsgemißen
Verfahrens erzielen, wenn der Festkörper von einem Fertigbauteil gebildet wird.
In diesem Fall kann das Fertig bauteil an seinem der unregelmäßigen Fläche zugewandten
Ende von der elastischen Schalung dicht und gegen Verschiebungen gesichert umschlossen
werden. Der von der elastischen Schalung eingeschlossene Bereich des Fertigbauteils
kann in diesem Fall unmittelbar als Bestandteil der Schalung wirksam werden, so
daß der eingefüllte Beton unmittelbar mit dem eingeschlossenen Ende des Fertigbauteils
in Berührung kommt, Auf diese Weise ist es möglich, Fertigbauteile besonders einfach
an einen unebenen Untergrund, wie er sich etwa bei Flußbetten findet, anzuschließen,
Gegebenenfalls kann auch die unregelmäßig geformte Fläche von einem Fertigteil gebildet
und dieses ebenfalls mittels der elastischen Schalung dicht und gegen Verschiebungen
gesichert umschlossen werden, so daß das erfindungsgemäße Verfahren sich dann auch
für
die Verbindung zweier Fertigteile an Stoßstellen einsetzen läßt.
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Die Erfindung wird nachstehend zusammen mit weiteren Merkmalen anhand
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der zugehörigen Zeichnung erläutert.
In der Zeichnung zeigen: Fig, 1 schematisch eine Seitenansicht einer unregelmäßig
geformten Fläche mit einem erfindungsgemäß daran angeschlossenen Betonkörper, der
von einem als StUtzschalung ausgebildeten Festkörper gehalten wird; Fig. 2 eine
Draufsicht auf Fig, 1; Fig, 2a ausschnittweise eine etwas abgewandelte, an sich
nicht erwünschte Ausführungsmöglichkeit der Fig. 2; Fig. 3 einen (uerschnitt durch
einen erfindungsgemäß abgesetzten Gebirgsausbruch, wobei als Festkörper wiederum
eine Ausschalung vorgesehen worden ist; Fig. 4 einen Längsschnitt durch Fig. 3 etwa
längs der Linie IV-IV; Fig. 5 als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß mit einem Baugrund verbundenen Fundamentkörpers;
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem als Festkörper ein
Fertigbauteil Verwendung findet; Fig. 7 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt
aus Fig, 6; Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ähnlich Fig, 6
zur GrUndung eines Flußpfeilers; Fig, 9 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, nach
dem sich zwei Fertigteile miteinander verbinden lassen;
Fig. 10
eine Seitenansicht der Fig. 9 in wichtung des Pfeiles Xa; Fig. 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung sur Unterquerung von Gewässern; Fig. 12 in vergrößertem Maßstab einen
Ausschnitt aus Fig. 11; und Fig, 12a in weiter vergrößertem Maßstab einen Querschnitt
durch Fig, 12 längs der Linie XIIa-XIIa.
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Im einzelnen läßt Fig. 1 eine vertikale Wand 10 mit einer stark unregelmäßig
geformten Oberfläche erkennen, an die erfindungsgemäß ein Betonkörper 14 angeschlossen
iste Dazu wird - auf dem hier ebenfalls eine unregelmäßige Oberfläche aufweisenden
Boden 102 - in einem den gewünschten Abmessungen des Betonkörpers 14 entsprechenden
Abstand von der Wand 10 als Festkörper eine Stützschalung 12 festgelegt. In den
zwischen der Wand 10 und der Stützschalung 12 begrenzten freien Raum wird eine einen
geschlossenen Hohlraum einschließende elastische Schalung 16 aus einem geeigneten
Gewebe gebracht, die den freien Raum zwischen der Wand 10 und der fixierten Stützschalung
12 überspannen kann.
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In die elastische Schalung 16 wird Beton (oder auch Mörtel) eingefüllt,
so daß die Schalung sich unter Abstützung an der Stützschalung mit der eingefüllten
Betonmasse satt an die unregelmässige Oberfläche der Wand 10, gleichzeitig auch
des Bodens 109 an legt. Nach ausreichender Abbindung der Betonmasse und Erstarrung
zu dem Betonkörper 14 kann die Stützschalung 12 wieder entfernt und an anderer Stelle
erneut in analoger Weise eingesetzt werden. Man erkennt, daß in vorteilhafter Weise
ohne die jeweils nur unter Schwierigkeiten und mit hohem Aufwand erriehtbare Stirnschalung
zwischen Stützschalung und unregelmäßigem Gebirgsausbruch ausgekommen werden kann.
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Vorzugsweise kann, sofern der durch das Eigengewicht der Betonmasse
sich ergebende Anpreßdruck nicht als ausreichend fü eine satte Anlage angesehen
wird, beim Einfüllen ein zusätzliclier Überdruck auf die Betonmasse ausgeübt werden.
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Die elastische Schalung 16 kann vor der Füllung mit Beton an der Frontplatte
der Stützschalung 12 in der mit Fig. 1 und 2 veranschaulichten Weise durch Hilfsmittel
wie Leisten 18 festgelegt werden, die dafür sorgen, daß die horizontale Deckfläche
bzw, die beiden seitlichen Abschlußflächen der Schalung 16 jeweils einen zu der
Frontplatte etwa rechtwinkligen Verlauf haben. Dadurch wird inbesondere vermieden,
daß die den Raum zwischen der Wand 10 und der Stützschalung 12 überspannenden Bereiche
der elastischen Schalung sich ballonförmig einziehen, wie das mit Fig. 2a angedeutet
ist. Werden nämlich mehrere Betonkörper 14 zntsprechend Fig. 1 bzw. Fig. 2 nebeneinander
angeordnet und sollen die dazwischen verbleibenden Zwischenräume nachträglich noch
mit - --sue r-5 q t werden, so ergeben sich bei der Situation entsprechend Fig,
2a relativ ungünstige Verhältnisse, die der nachträglichen Ausfüllung mit Beton
nur wenig mechanischen Halt bieten würden.
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Mit Fig> 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht,
nach dem sich ein gewölbeartiger Gebirgsausbruch in besonders günstiger und bequemer
Weise abstützen läßt -sofern die Gebirgswand 22 vorübergehend eine ausreichende
Standfähigkeit aufweist, die über eine ausreichende Streckenlänge einen Vollausbruch
des Gesteins zuläßt. Am Boden des Gebirgsausbruchs kann dazu ein Sohlgewölbe24 entsprechend
Fig. 3 herges1lt werden. Auf diesem Sohlgewölbe 24 wird eine ringförmige Stützschalung
26 abgesetzt, deren Umfang ähnlich der Gebirgswand 22, jedoch in einem bestimmten
Abstand davon verläuft. In den freien Raum zwischen der den fixierten Festkörper
bildenden Stützschalung 26 und der die unregelmäßig geformte Fläche bildenden Gebirgswand
22 wird eine elastische Schalung 28 eingebracht, in die dann in ähnlicher Weise
wie in die Schalung 16 der Fig. 1 bzw. 2 Beton eidngefüllt werden kann, der sich
mit der elastischen Schalung 28 satt an die Gebirgswand 22 anlegt und dann zu dem
Betonkörper 30 erstarrt. Nach der Abbindung kann die Stützschalung 26 wieder entfernt
werden. Solche Betonkörper 30 können - wie mit Fig. 4 angedeutet - mit Zwischenräumen
32 nacheinander als Stützkörper errichtet werden, wobei die Zwischenraulne 32 zwischen
den Stützgewölben anschließend in herkömmlicher
Weise geschlossen
werden können Auch hier kann durch Leisten 189 o. dgl. erreicht werden, daß die
sich zwischen Gebirgswand 22 und Stützschalung 26 erstreckenden Wandungsteile der
elastischen Schalung 28 etwa rechtwinklig zu der Gebirgswand 22 ausgerichtet sind*
Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht es wiederum, eine
Gewölbeabstützung mit geringem Aufwand und in kurzer Zeit errichten zu können, ohne
dazu einen besonders großen Streckenabschnitt abschalen oder jeweils noch teure
Stirnschalungen anbringen zu müssen Eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung
zeigt Fig. 5.
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Danach wird auf dem Untergrund 36 einer Ausschachtung 37 eine elastische
Schalung 40 angeordnet, ein Fundamentkörper 38 in seiner gewünschten Lage zunächst
durch äußere Hilfsmittel wie einen Kran, Abstützungen o. dgl. fixiert und sodann
die elastische Schalung 40 mit Beton ausgepreßt, so daß sich der Betonkörper 42
ergibt, auf dem der Fundamentkörper 38 satt und mit im wesentlichen gleichförmiger
Flächenpressung aufruht und der seinerseits den Fundamentkörper satt auf dem Untergrund
36 aufliegen läßt. Sobald der eingefüllte Beton zu dem Betonkörper erstarrt ist,
können die äußeren Hilfsmittel wieder entfernt werden.
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Mit Fig. 6 ist veranschaulicht, wie das erfindungsgemäße Verfahren
sich vorteilhaft auch dazu einsetzen läßt, ein Fertigbauteil mit einer unregelmäßig
begrenzten Fläche zu verbinden. Das hier den Festkörper bildende Fertigbauteil 47
wird mit Hilfe eines Krans oder von Abstützungen in seine gewünschte Lage relativ
zu einem unregelmäßig geformten Untergrund 46 gebracht. Das freie Ende des Fertigbauteils
47 wird von einer elastischen Schalung 48 umschlossen, die in diesem Fall dicht
und gegen Verschiebungen gesichert mit dem Fertigbauteil 47 verbunden wird. Dazu
kann -wie insbesondere aus Fig. 7 ersichtlich - an der Außenseite des Fertigbauteils
47 eine Hohlnut 50 angeordnet sein, in die die elastische Schalung 48 mit einem
einen Stab 54 umfassenden Hohlsaum 52 eingehängt werden kann. Damit ist gewährleistet,
daß die elastische Schalung 48 sich im Verhältnis zu dem Fertigbauteil nicht verschieben
kann, andererseits mit diesem aber auch dicht
verbunden ist, so
daß der Beton an dieser Stelle nicht entweichen kann. Statt mittels Hohlnut und
eingehängtem bzw. eingeschobenem Stab kann die Schalung an dem Fertigbauteil 47
auch mit Hilfe einer Klemmvorrichtung wie etwa einerRohrschelle befestigt werden.
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Durch einen etwa als Injektionsrohr ausgebildeten Kanal 56 kann der
Beton unmittelbar durch das Fertigbauteil 47 in den Hohlraum der elastischen Schalung
48 eingeführt werden, so daß die elastische Schalung 48 sich aufweitet und die mit
Fig. 6 angedeutete Gestalt annimmt Innerhalb der Schalung 48 entsteht der Betonkörper
6O, der sich mit großer Konturentreue an den Untergrund 46 anliegt0 Diese Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich insbesondere für Situationen, in denen
die unregelmäßige Fläche sich unter Wasser befindet. Die erfindungsgemäß vorgesehene
Anpassung der Formgebung der elastischen Schalung an die für die unregelmäßig geformte
Fläche zulässige Flächenpressung, wie das in Fig, 6 durch die breite Ausbildung
des Betonkörpers 60 geschehen ist, erweist sich in diesem Zusammenhang als besonders
vorteilhaft. Dadurch wird nicht nur gewährleistet, daß das schmale Fertigteile 47
satt an den Untergrund 46 angeschlossen wird, sondern diesen auch nicht zu stark
belastet, wie das leicht der Fall sein könnte, wenn der Untergrund 46 aus Kies bestechen
würde und dann die relativ kleine Grundfläche des Fertigteiles unmittelbar abstützen
sollte.
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Gegebenenfalls können an dem unteren Ende des Fertigbauteils 56, das
in diesem Fall mit seiner Oberfläche einen unmittelbaren Bestandteil der Schalung
für den Betonkörper 60 bildet - blattartige Federn 62 befestigt sein, die auf die
elastische Schalung 48 eine Spreizwirkung ausüben und damit für eine Vorformung
der Schalung 48 vor dem Einfüllen des Betons sorgen. Das gleiche gilt grundsätzlich
auch für die übrigen in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten
elastischen Schalungen.
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In S lickler Weise können außerdem auf der Außenseite der
elastischen
Schalungen Sparschalungen angebracht werden, die gleichfalls für eine Vorformung
der elastischen Schalungen sorgen. Ferner können sich von dem durch die Schalung
eingeschlossenen Ende des Fertigteils aus Armierungsstäbe oder ein Armierungskorb
erstrecken, Entsprechend Fig. 8 kann das Fertigbauteil 47 Bestandteil eines kastenartigen
Rahmens 47a sein, der sich mit Hilfe zweier Betonkörper 60 entsprechend Fig. 6 auf
dem Untergrund 46 eines Flusses oder eines sonstigen Gewässers abstützen läßt0 Durch
die besonders innige Anschließung der Betonkörper 60 an den unregelmäßigen Verlauf
des Untergrundes 46 ist dabei auch weitgehend für eine wasserdichte Verbindung gesorgt,
Nach dieser Aufstellung des ersten Rahmens 47a können auf diesen weitere Rahmen
47b, 47c.....
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aufgesetzt werden, so daß sich ein huber den Wasserspiegel hinausragender
Kasten ergibt, Der so hergestellte Kasten kann entweder unmittelbar mit Unterwasserbeton
gefüllt werden und dan; die Außenwand eines Flußpfeilers bilden oder aber als Baugrubenum
schließung dienen, in deren Schutz die Gründungssohle für einen Pfeiler 64 freigelegt
und sodann der Pfeiler 64 in herkömmlicher Weise gegründet werden kann, Statt Kästen
können naturgemäß in analoger Weise ebenso Platten oder sonstige Konstruktionsteile
verwendet werden. Wesentlich ist bei dieser Lösung - ähnlich wie bei den übrigen
Anwendungsfällen unter Wasser -, daß ohne Famfflarbeiten ausgekommen werden kann,
was vor allem dann bedeutsam ist, wenn kein rammfähiger Untergrund gegeben ist oder
aber Hammarbeiten bspw. aus Gründen der Geräuschbelästigung vermi eden werden müssen.
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Fig. 9 zeigt eine weitere interessante Ausführungsmöglichkeit der
Erfindung, bei der sowohl der Festkörper als auch die unregelmäßig geformte Fläche
von zwei gleichartigen Fertigbauteilen 47a' und 47ate gebildet werden. Die beiden
Fertigbauteile bildet eine Stoßstelle, die beispielsweise SinscllnitteAlaben kanu
in dellen sich ein Bügelkorb 68 erstreckt. Ähnlich wie das lertigbauteil {t7 der
Fig, 6 sind die Iertigbauteile 17a1 und 47a'' mit seitlichen ilohlnuten 72 versehen,
in die beiderseits der Stoßstelle elastisehe
Schalungen 73 eingehängt
werden können, so daß sie dicht und gegen Verschiebungen gesichert festgelegt sind.
Der so von den Konturen der Fertigteile 47a', 47arzt in Verbindung mit den elastischen
Schalungen 73 begrenzte Hohlraum wird mit einer Betonfüllung 74 beschickt, die die
beiden Fertigbauteile an der Stoßstelle verbindet, Wegen der dichten Verbindung
der Schalung 73 mit den Fertigbauteilen 46at, 47a" kann auch in diesem Fall ohne
Schwierigkeiten eine Füllung der Schalung mit Beton unter Wasser erfolgen.
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Mit Fig. 10 ist eine Seitenansicht der mit Fig. 9 veranschaulichv
ten Stoßstelle wiedergegeben.
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Mit den Fig. 11 - 12a ist gezeigt, wie erfindungsgemäß auf sehr einfache
und wirtschaftliche Weise ein Flußbett 76 so unterquert werden kann, daß beispielsweise
unterhalb des Flußbettes 76 geführte Holirleitungen auch nach ihrer Verlegung noch
kontrolliert und gewartet werden können (wobei das Problem der Unterquerung von
Flußläufen bzw. ganz allgemein von Gewässern sich nicht nur in Verbindung mit der
Errichtung von ohrleitungen (Pipelines), sondern auch im Zusammenhang mit dem Ausbau
von Verkehrssystemen aller Art stellt). Erfindungsgemäß wird quer zum Flußbett 76
ein Graben (nicht dargestellt) ausgebaggert, in den Tunnelstücke 80 eingebracht
werden. An den Unterseiten der Tunnelstücke 80 sind, wie insbesondere mit Fig. 12a
gezeigt, in ähnlicher Weise wie die elastischen Schalungen 48 an den Unterseiten
der Fertigteile 47 der Fig. 6 elastische Schalungen 82 befestigt, in die - während
die Tunnelstücke zunächst noch mittels eines Krans oder mittels Abstützungen in
der gewünschten Endlage gehalten werden - Beton eingepreßt wird, so daß die Betonkörper
84 entstehen, mit denen vorab eine genaue Höhenjustierung vorgenommen werden kann
(vgl.
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Fig. 12), Anschließend kann in zwischen den Betonkörpern 84 befindliche
weitere elastische Schalungen 86 ebenfalls Beton eingepreßt werden, der wiederum
sich satt an den Untergrund 78 anlegende Betonkörper 88 bildet, die zusammen mit
den zur Höhenjustierung verwendeten Betonkörpern 84 für eine durbehgehende, gleich
massige Auflagefläche der Tunnelstücke 80 sorgen.
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Anschließend kann wieder der Grabenquerschnitt aufgefüllt und das
ursprüngliche Flußprofil hergestellt werden, so daß die Anschlußarbeiten an beiden
Enden der Tunnelröhre vorgenommen werden können0 Die die Rohrleitungen aufnehmenden
Tunnelstücke lassen sich begehbar ausbilden, so daß eine bequeme Wartung der Rohrleitungen
auch in dem ein Flußbett o. dgl. unterquerenden Bereich möglich ist.
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Durch diese erfindungsgemäße Tunnelbildung kann auch für die Flußbettunterquerung
die schwierige Herstellung einer ebenen Gründungssohle unter Wasser nach bisher
üblichen Verfahren bzw.
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im Trockenen im Schutze von Baugrubenumschließungen entfallen.
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Patentansprüche: