DE2059283A1 - Bandfuehrungs- und -dehnvorrichtung - Google Patents
Bandfuehrungs- und -dehnvorrichtungInfo
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- D06C3/00—Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
- D06C3/06—Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics by rotary disc, roller, or like apparatus
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Description
47 313
Alexeff-Snyder Enterprises Inc., 13000 Triskett Road
OLEVELAM), Ohio 44111 (USA)
Bandführungs- und -dehnvorrichtung
Die Erfindung betrifft gewisse Verbesserungen bei Bandführungsund
-dehnvorrichtungen, die zum mittigen Halten von Band- oder Strangmaterial in einer Materialbearbeitungsstrecke
dienen, wobei die Materialseitenkanten je nach. Erfordernis einer gewissen Dehnung unterzogen werden, indem eine in der
Nähe jeder Seitenkante des Bandmaterials angeordnete einzelne Dehnrolle verwendet wird.
Einzelne Dehnrollen sind selbstverständlich bereits zum Steuern und Führen von Bandmaterial, wie z. B. Reifengewebematerial,
bei der Bewegung durch eine Bearbeitungsstrecke verwendet worden. Hierfür wird zum Beispiel Bezug genommen auf
die US-Patentschrift 3 414 954, die eine einzelne Dehnrolle
in der Nähe jeder Seitenkante des Bandmaterials beschreibt, deren Winkelausrichtung zum Vergrößern und Verkleinern des
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Anlage- oder ÜmBchlingungswinkels des Bandmaterials an der
Rolle einstellbar ist, wie dies durch die Größe der vom Bandmaterial geforderten seitlichen Bewegung erforderlich ist.
In diesem Patent wird die Winkeleinstellung vorzugsweise dadurch ermöglicht, daß jede Dehnrolle so befestigt wird, daß
deren inneres Ende, welches der Mittellinie des Bandmaterials am nächsten liegt, währaid der Senkrechtbewegung des äußeren
Endes in Richtung auf die und von der benachbarten Bandseitenkante
weg im wesentlichen stationär bleibt. Dies hat den Vorteil, daß der Angriff der Rolle am Bandmaterial immer an der
Seitenkante, wo das Dehnen und Führen am ehesten erforderlich ist, am größten ist und in Richtung auf die Bandmittellinie
progressiv abnimmt. Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit verschiedenen anderen Vorrichtungen, mit denen die Bewegungen
der Dehnrollen gesteuert werden können, um die notwendige Führung und Dehnung des Bandmaterials sicherzustellen.
Die erfindungsgemäße Bandführungs- und -dehnungsvorrichtung,
zeichnet sich aus durch ein Paar von Rollensätzen zur Steuerung der Kantenstellung von zwischen den Rollensätzen hindurchlaufendem
Bandmaterial, wobei jeder der Rollensätze eine durch eine Welle gehalterte Dehnrolle sowie einen schwenkbaren Traghebel
für das eine Ende der Welle aufweist, wodurch eine Verschiebung der Dehnrolle in Richtung auf die und von der Ebene
des Bandmaterials weg ermöglicht wird, um den Angriffswinkel der Dehnrolle am Bandmaterial in der ilähe von dessen Seitenkante
zu verkleinern oder zu vergrößern, durch einen relativ feststehenden Tragbauteil für das andere Ende der Welle und
durch an den Enden der Welle vorgesehene, sphärisch einstellbare Gelenklager, die eine Winkelbewegung der Welle während
der Bewegung des schwenkbaren Traghebels und des von diesem gehalterten Endes der Welle ermöglichen.
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Wie im folgenden noch näher beschrieben wird, ist ein Ende
der Dehnrolle für die erfindungsgemäße Vorrichtung vorzugsweise
an einem Schwenkhebel zum Anheben und Absenken der Rolle in und außer Anlage am Bandmaterial gelagert, während
das andere Ende der Rolle sich entweder frei bewegen kann oder mit Ausnahme einer Winkelbewegung relativ feststeht.
Ein Ende der Rollen kann auch relativ zum anderen Ende seitlich bewegbar sein, um den Schrägungswinkel der Rollen einstellen
zu können.
Bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kann der gesamte die Rollen tragende Rahmen schwenkbar um eine senkrecht zur normalen Bewegungsbahn des Bandmaterials verlaufenden Achse gelagert sein, um eine Einstellung
der Schrägungswinkel der Rollen zu gestatten, und die senkrechte Stellung der Rollen im Rahmen kann ebenfalls relativ
zum Bandmaterial eingestellt werden, um das Angreifen der Rollen am Bandmaterial zu variieren.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung von mehreren Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher
erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bandführungs- und
-dehnvorrichtung;
Pig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
wie sie sich von der durch die Linie 2-2 bestimmten Ebene aus in Bandbewegungsrichtung
darstellt;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1
entlang der linie 3-3 an der rechten Seite des Bandmaterials;
Fig. 4 eine Vorderansicht einer abgewandelten Aus-
führungsform der erfindungsgemäßen Bandführungsund -dehnvorrichtung;
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-A-
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach
Fig. 4, wobei Teile des Tragrahmens für die Rollen weggebrochen sind;
Fig. 6 einen Teilquerschnitt durch einen der Lagerböcke der Vorrichtung nach Fig. 5 entlang
der Linie 6-6 in dieser Figur;
Fig. 7 einen vergrößerten Teillängsschnitt durch die Lagerung der inneren Enden der Rollen der Figuren
4 und 5 S
Fig. 8 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bandführungs- und
-dehnvorrichtung;
Fig. 9 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 8;
Fig.10 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 9,
wie sie sich von der durch die Linie 10-10 gekennzeichneten Ebene aus an der linken Seite
des Bandmaterials darstellt;
Fig.11 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bandführungs- und
-dehnvorrichtung;
Fig.12 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 11
gesehen in Richtung der Linie 12-12 auf der rechten Seite des Bandmaterials;
Fig.13 einen Teillängsschnitt durch die Lagerung einer
der Dehnrollen nach Fig. 11, entlang der Linie 13-13; und
Fig.14 einen vergrößerten senkrechten Schnitt durch die schwenkbare Lagerung des Hauptrahmens der
Vorrichtung nach Fig. 11, entlang der Linie 14-14.
In den Figuren 1 bis 3 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bandführungs- und -dehnvorrichtung 1 gezeigt, die einen vorzugsweise in der Nähe jeder Seitenkante 3 des Bandmaterials
4 angeordneten Rollensatz 2 aufweist, wobei nur einer dieser Rollensätze 2 dargestellt ist, da der andere einen identischen
Aufbau haben kann. Der Tragkörper 5 jedes Rollensatzes kann, um diesen innerhalb einer Materialbehandlungsstrecke
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richtig zu plazieren, an einem geeigneten Tragglied 6, z. B. einem Profileisen an irgendeiner Stelle von dessen Iiängserstreckung
angeschraubt oder auf andere Weise "befestigt werden. Vorzugsweise liegt jeder Rollensatz in Bandbewegungsrichtung
etwas oberhalb einer stationären Führungsrolle 8 in der Materialbehandlungsstrecke, um mit dieser in einer im
folgenden noch zu beschreibenden Weise zusammenzuwirken. Am Tragkörper 5 des Rollensatzes 2 ist ein Tragbauteil 9 schwenkbar
befestigt, welches das eine Ende einer Welle 10 trägt, auf der eine Dehnrolle 11 drehbar gelagert ist. Die Schwenkachse
12 des Tragbauteils 9 liegt in einer im wesentlichen parallel zur Ebene des Bandmaterial liegenden Ebene und erstreckt
sich quer zum Bandmaterial, während die Welle 10 für die Dehnrolle 11- unter einem Mchten Winkel relativ zur Ebene
des Bandmaterials steht, so daß das innere Ende 15 der Dehnrolle 11 einen größeren Abstand von der Ebene des Bandmaterials
hat, als dessen äußeres Ende 16, wodurch der Andruck der Dehnrolle
11 am Bandmaterial, wenn der Tragbauteil 9 so verschwenkt wird, daß die Dehnrolle 11 sich am Bandmaterial anlegt,
am größten an der Seitenkante 3 ist, wo die Dehnung am ehesten erforderlich ist, während er sich in Richtung auf
die Bandmittellinie progressiv vermindert.
Die Welle 10 ist, wie aus Fig. 1 hervorgeht, ebenfalls in
Bandbewegungsrichtung leicht schräg gestellt, was erforderlieh
ist,um eine Bewegung des Bandmaterials nach außen zu verursachei,
wenn die Dehnrolle in der gerade beschriebenen Weise zur Anlage an das Band verschoben wird. Der Schrägungswinkel bestimmt die
maximale Strecke, um die sich das Material nach außen bewegen kann, und die Stärke' des Andrucks der Dehnrolle am Bandmaterial
bestimmt die Größe der Reibkräfte, die erforderlich sind, μα die Seitenkanten in einer gewünschten Stellung an
der Dehnrolle zu halten. Wenn das Bandmaterial unter genügender
Spannung gehalten wird, sind keine zusätzlichen Rollen erforderlich, um den notwendigen Anlage- oder Umschlingungs-
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winkel des Bandmaterial um die Dehnrolle zur Einstellung der Kantensteilung zu erhalten. Aus praktischen Gründen werden
jedoch im allgemeinen eine oder zwei stationäre Rollen in unmittelbarer
Nähe der Dehnrollen 11 angeordnet, umpfas Bandmaterial
abzustützen, wenn es von den Dehnrollen berührt wird. Eine dieser Rollen kann die im vorstehenden erwähnte, stationäre
Führungsrolle 8 sein, deren Anordnung in der Nähe der Dehnrolle durch genaue Ausrichtung des Rollensatzes 2 auf dem
Tragbauteil 6 eingestellt werden kann. Eine zweite stationäre Rolle 18 ist vorzugsweise auf der der stationären Rolle 8
gegenüberliegenden Seite der Dehnrolle 11 auf einer am Tragkörper 5 des Rollensatzes 2 befestigten Welle 19 gelagert, ·
so daß die Dehnrolle 11 sich zwische-n diesen stationären Rollen bewegen kann.
Diese Bewegungen der Dehnrolle 11 können durch einen Mambran-Druckluftzylinder
oder eine andere Betätigungsvorrichtung 21 gesteuert werden, der auf dem Tragkörper 5 des Rollensatzes
befestigt ist, und dessen Kolbenstange 22 am schwenkbaren Tragbauteil 9 über einen ersten schwenkbar an einer stationären
Tragkonsole 24 gelagerten Hebels 23 und einen zweiten Hebel 25, deren entgegengesetzte Enden am ersten Hebel bzw.
dem schwenkbaren Tragbauteil befestigt sind, angeschlossen ist. Die Betätigung des Zylinders 21 kann durch einen Kantenfühler
ges-teuert werden, der auf dem Tragkörper des Rollensatzes so
befestigt ist, daß er mit der nächstliegenden Kante des Bandmaterials in Eingriff steht. Der Kantenfühler 26 ist vorzugsweise
als pneumatischer Kontaktfühler ausgebildet, aber es ist offensichtlich, daß andere Fühlerbauarten ebenfalls Verwendung
finden können.
Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 3 siai die stationären Rollen 8 un~d 18 so dargestellt, daß ihre Drehachsen
sich im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsbahn des Bandmaterials erstrecken, wodurch lediglich die Dehnrolle 11
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eine begrenzte Dehnkraft auf die Bandmaterialkanten ausübt,
wenn die Dehnrolle zur Anlage an diesem gebracht wird. Es ist jedoch klar, daß auch die stationären Sollen geneigt werden
können, um die Größe der Dehnkraft, wenn gewünscht, zu erhöhen. *
In den Figuren 4 bis 7 ist eine abgewandelte Ausführungsfarm einer Bandführungs- und -dehnvorrichtung 30 gezeigt,
die wie zuvor zwei Rollensätze 31 aufweist, von denen jeweils einer zur Steuerung der Längsstellung jeder Seitenkante des
Bandmateriales dient. Anstelle eines besonderen Rahmens für
jeden Rollensatz ist jedoch ein einziger Rahmen 32 für beide
Rollensätze vorgesehen, der sich über die volle Breite des Bandmateriäls 4 erstreckt.
Jeder Rollensatz kann aus einer relativ festen Führungsrolle
33-UI1Ci einer beweglichen Dehnrolle 34 bestehen, die in und
außer Anlage an das Bandmaterial gebracht werden kann, um . den Anlage- oder Umschlingungswinkel' des Bandmaterials um
die Rollen, zwischen denen es durchtritt, zu vergrößern und zu verkleinern. Die relativ feststehende Führungsrolle 33
ist ähnlich der beweglichen Dehnrolle 34 jedes Rollensatzes 31 vorzugsweise schräg gestellt, um die von den Rollen bei
gegebener Größe der Umschlingung des Bandmaterials um diese
herum auf die Seitenkanten des Bandmaterials ausgeübte Dehnkraft zu erhöhen.
Die Einstellung'des Schrägungswinkels der feststehenden Führungsrollen
33 kann durch Lagerung des einen Endes ihrer zugehörigen Wellen 35 in der Mitte des Rahmens 32 und durch Befestigung
des anderen Endes der Wellen an seitlich verschiebbaren Platten 38 erfolgen, die in stationären Führungen 39
in der Nähe der gegenüberliegenden Längskanten des Bandmaterials geführt sind, um eine begrenzte seitliche Verschiebung
des äußeren Endes der Führungsrollen 33 relativ zu deren
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inneren Enden zu ermöglichen. Für die Enden der Wellen 35
können die in Fig. 7 im einzelnen gezeigten sphärisch verstellbaren Gelenklager 40 vorgesehen sein, um eine Winkelbewegung
der Wellen während der Einstellung des Schrägungswinkels
zu ermöglichen. Am stationären Rahmen 32 kann weiter ein Handrad 41 zum Antrieb einer in Gewindeeingriff mit den Platten
38 stehenden Schraubenspindel 42 vorgesehen sein, um eine manuelle Einstellung des Schrägungswinkels der Führungsrollen
33 au erhalten.
Die inneren Enden der Wellen 36 für die Dehnrollen 34 können
ebenfalls in der Mitte des Rahmens 32 in sphärischen Gelenklagern 40 gelagert sein, um eine Winkeleinstellung des Schrägungswinkels
der Dehnrollen während der seitlichen Verschiebung der äußeren Enden der Wellen zusammen mit den beweglichen
Platten 38 zu ermöglichen. Die äußeren Enden der Dehnrollenwellen 3.6 sind jedoch nicht direkt an den Platten 38 befestigt
wie die äußeren Enden der Wellen 35 der Führungsrollen. Statt dessen ist an jeder der seitlich verschieblichen Platten 38
ein schwenkbar gelagerter Hebel 43 vorgesehen, und die äußeren Enden der Wellen 36 der Dehnrollen sind unter Verwendung sphärischer
Gelenklager 40 an solchen Hebeln angeschlossen, um eine Einstellung des Angriffswinkels der Dehnrollen 34 relativ
zu den Seitenkanten des Bandmaterials zu ermöglichen. Die Kolbenstangen 45 von schwenkbar an jedem Ende des Hauptrahmens 32
gelagerten Druckmittelzylindern 44 können an den schwenkbaren Hebeln 43 angeschlossen sein, um die gewünschten Bewegungen
der Dehnrollen zu erzeugen. Während dieser Bewegungen der äußeren Enden der Wellen 36 der Dehnrollen in Richtung auf das
und vom Bandmaterial weg bleiben die inneren Enden der Wellen 36 mit Ausnahme einer durch die sphärischen Gelenklager 40
ermöglichten Winkeleinstellung relativ feststehend, wodurch der Andruck der Dehnrollen 34, am Bandmaterial an dessen Seitenkanten
jeweils am stärksten ist und sich in Richtung auf die Bandmittellinie progressiv vermindert. Zur Steuerung des
"Arbeitens der Druckmittelzylinder 44 in bekannter Weise können
nicht gezeigte Kantenfühler verwendet werden, um den Angriffswinkel entsprechend den Erfordernissen zu vergrößern
und zu verkleinern und dadurch, die Kantenstellung des Bandmaterials während der Längsbewegung zu steuern.
Die Figuren 8 bis 10 zeigen eine weiter abgewandelte Ausführungsform
einer Bandführungs- und -dehnvorrichtung 46, welche der Ausführungsform nach den Figuren 4 bis 7 im wesentlichen
ähnlich ist, mit der Ausnahme, daß anstelle einer Führungsrolle zwei relativ feststehende Führungsrollen 47» 48
für jeden Rollensatz 49 vorgesehen sind. Die Dehnrolle 50
jedes Rollensatzes 49 ist zwischen diesen Führungsrollen 47i 48 angeordnet und das eine Ende der Dehnrolle 50 ist in Richtung auf und vom Bandmaterial weg beweglich, um den Angriffswinkel
der Rollen an den zugehörigen Kanten des zwischen den Führungsrollen 47, 48 und der Dehnrolle 50 hindurchlaufenden
Bandmaterials zu vergrößern und zu verkleinern. Vorzugsweise erstrecken sich alle Rollen 47, 48 und 50 über die gesamte
Breite des Bandmaterials und nicht nur über etwa die Hälfte
wie beim Ausführungsbeispiel.nach den Figuren 4 bis 7, um die
Lagerung der Enden der Rollenwellen zu erleichtern. Die Rollen jedes Rollensatzes greifen jedoch selbstverständlich nur an
einer Seitenkante des Bandmateriales an, und alle Rollen jedes
Rollensatzes sind vorzugsweise schräg gestellt, um die Kantenstellung beider Längskanten des Bandmaterials einzustellen.
Die Einstellung des Schrägungswinkels der Rollen 47, 48 und
jedes Rollensatzes 49 wird ermöglicht durch gleitend verschiebbare
Platten 51 für die Wellen der Rollen, die in Führungen 52 in der Nähe der gegenüberliegenden Seitenkanten des Bandmaterials eingesetzt sind. Das eine Ende der Wellen 53, 54
und 55 jedes Rollensatzes 49 ist unter Verwendung geeigneter sphärischer Gelenklager 56 in einer der Platten 51 drehbar
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gelagert, wodurch eine Winkeleinstellung der Wellen während
der seitlichen Verschiebung ihres einen Endes relativ zum anderen ermöglicht wird. Zum Antrieb von mit den zugehörigen
gleitend verschiebbaren Platten 51 in Gewindeeingriff stehenden Schraubenspindeln 48 können Handräder 57 vorgesehen sein,
um eine manuelle Einstellung des Schrägungswinkels der Rollen
zu erhalten.
Die anderen Enden der Wellen 53, 54 der Führungsrollen sind mit Ausnahme einer Winkelbewegung relativ feststehend, wobei
die Winkelbewegung durch sphärische Gelenklager 56 ermöglicht wird, mit denen diese anderen Enden der Wellen an Lagerplatten
59 auf Rollensatz-Gehäusen 60 angeschlossen sind. Die anderen Enden der Wellen 55 der Dehnrollen sind jedoch - ebenfalls
unter Verwendung* von sphärischen Gelenklagern 56 - in schwenkbar gelagerten Hebeln 61 angeordnet, um das Anheben und Absenken
der entsprechenden Enden der Dehnrollen in Richtung auf und von den zugehörigen Seitenkanten des Bandmaterials weg
zu erleichtern, und so den Angriffswinkel der Dehnrollen an den zugehörigen Seitenkanten des Bandmaterials zu vergrößern
und zu verkleinern« An den zugehörigen Hebeln 61 in geeigneter Weise angeschlossene Druckmittelzylinder 62 (siehe Fig. 10)
für die Wellen 55 der Dehnrollen steuern deren Stellung in Abhängigkeit von Signalen von Kantenfühlern 62a, wie dies im
Stand der Technik bekannt ist. Die Einstellung der Rollensätze 49 auf eine Seitenkante kann durch Verschiebung des jeweiligen
Rollensatzes entlang eines Kopfträgers 63 erreicht werden, der quer über die Bandbehandlungsstrecke verläuft.
In den Figuren 11 bis 14 ist noch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bandführungs- und -dehnvorrichtung
gezeigt, welche eine erste, sich quer über die gesamte Breite des Bandmaterials 4 erstreckende, im wesentlichen senkrecht
zu dessen Kanten angeordnete Führungsrolle 66 aufweist, die an einer Seite des Bandmaterials anliegt. Weiter ist eine
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einzelne Dehnrolle 67 in der Nähe jeder Seitenkante des Bandmaterials
vorgesehen, die an der entgegengesetzten Seite des Bandmaterials angreift und in Bandbewegungsriohtung kurz vor
der Führungsrolle 66 sitzt. Vorzugsweise ist sowohl der Schrägungswinkel als auch der Angriffswinkel der Dehnrollen 67 in
geeigneter Weise fest eingestellt, wobei eine sphärisch verstellbare, Muttern und Scheiben aufweisende Einstellvorrichtung
68 zur Befestigung der äußeren Enden der Wellen 69 der Dehnrollen am Hauptrahmen 70 der Vorrichtung 65 Verwendung
findet. Im Hauptrahmen 70 kann eine schlitzförmige Öffnung 71 für jede Welle 69 der Dehnrollen vorgesehen sein, um, wie in
Fig. 13 gezeigt ist, eine begrenzte Einstellung des Angriffs der Dehnrollen 67 zu ermöglichen.
Die Enden der Wellen 72 der Führungsrolle sind ebenfalls
vorzugsweise am Hauptrahmen 70 der Vorrichtung befestigt, wobei keine Einrichtungen für eine separate Einstellung"ihres
Schrägungswinkels vorgesehen sind. Eine mit der ersten Fun- ·
rungsrolle 66 im wesentlichen identische zweite Führungsrolle 73 kann ebenfalls am Hauptrahmen 70 der Vorrichtung in Bandbewegungsrichtung
hinter der ersten Führungsrolle angeordnet sein, um den Anlage- oder Umschlingungswinkel des zwischen
den Führungsrollen 66, 73 hindurchlaufenden Bandmaterials zu vergrößern, wie dies in Fig. 12 deutlich gezeigt ist.
Obgleich die Stellungen der Dehnrollen 67 und der Führungsrollen 66, 73 im Betrieb zum Hauptrahmen 70 der Vorrichtung
relativ feststehen, kann der Hauptrahmen einen mittleren Schwenkzapfen 74 aufweisen, der senkrecht zur Hauptebene des
Bandmaterials und auf dessen Mittellinie steht, um eine Schwenkbewegung des Hauptrahmens und dadurch eine Schwenkbewegung
der von diesem gehalterten Dehnrollen und Führungsrollen zu ermöglichen. Diese Schwenkbewegung erfolgt durch
Betätigung eines in geeigneter Weise, beispielsweise durch einen Hebelmechanismus 76, am Hauptrahmen 70 angeschlossenen
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Druckmittelzylinder 75. Die Betätigung des Druckmittelzylin- '
ders 75 kann in bekannter Weise durch, ein Paar von in der Nähe der gegenüberliegenden Seitenkanten des Bandmaterials
angeordneten Kantenfühlern 77 gesteuert werden. Falls das Bandmaterial auf einer Seite abgelenkt und überdehnt wird,
veranlaßt der Druckmittelzylinder 75 ein Schwenken des Hauptrahmens 70 in eine Richtung, in der die Führungsrollen 66, 73
in entgegengesetzter Richtung leicht schräg gestellt sind, um das Bandmaterial in die mittige Stellung zurückzuführen.
Gleichzeitig vermindert sich der Schrägungswinkel der Dehnrolle 67 in der Nähe solch einer Seitenkante des Bandmaterials
leicht, wodurch die Dehnung an dieser Seitenkante geringfügig reduziert wird, während der Schrägungswinkel der Dehnrolle 67
an der gegenüberliegenden Seitenkante des Bandmaterials etwas größer wird, so daß an der anderen Kante eine größere Dehnung
stattfindet, usw.
Aus dem im vorstehenden Dargelegten ist es klar, daß unterschiedliche
Ausführungsformen der offenbarten Bandführungsund -dehnvorrichtungen das Bandmaterial während seiner Längsbewegung
in einer Behandlungsstrecke mittig führen, während eine gewünschte Dehnung an den Seitenkanten des Bandmaterials
erfolgt. Der Schrägungswinkel von einer oder mehreren Rollen jedes Rollensatzes kann in gewünschter Weise geändert werden,
um dadurch die maximal zulässige Dehnung des Bandmaterials in Kantennähe zu variieren, und der Angriffswinkel oder Umschlingungswinkel
des Bandmaterials um die Rollen kann ebenfalls durch Anheben und Absenken der Dehnrollen in Richtung
auf und vom Bandmaterial weg variiert werden, um eine Gewebekantenstellung beizubehalten.
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Claims (17)
1. Bandführungs- und -dehnvorrichtung gekennzeichnet durch eir
Paar von Rollensätzen (yß'i; 49) zur Steuerung der Kantenstellung
von zwischen den Rollensätzen hindurehlaufendem Bandmaterial
(4), wobei jeder der Rollensätze (31; 49) eine erste, durch eine Welle (36; 55) gehalterte Dehnrolle (34; 50) sowie
einen schwenkbaren Traghebel (43; 61) für das eine Ende der Welle aufweist, wodurch eine Verschiebung der Dehnrolle (34,50
in Richtung auf die und von der Ebene des Bandmaterials (4) weg ermöglicht wird, um den Angriffswinkel der Dehhrolle (34»
50) am Bandmaterial (4) in der Nähe von dessen Seitenkante zu verkleinern oder zu vergrößern; durch einen relativ feststehen
den Tragbauteil für das andere Ende der Welle (36; 55); und
durch an den Enden der Welle (36; 55) vorgesehene sphärisch einstellbare Gelenklager (40), die eine Winkelbewegung der
Welle während der Bewegung des schwenkbaren Uraghebels (43; 61) und des von diesem gehalterten Endes der Welle ermöglichen
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einstellen des Schrägungswinkels der Dehnrolle
(34; 50) mit einer seitlich verschiebbaren Platte (38; 51)/ Führungen (39; 52) für die Verschiebebewegung der Plattejund
durch Einrichtungen zum Befestigen des schwenkbaren !Draghebels (43; 61) auf der Platte, so daß er mit dieser verschoben
wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schraubenspindel (42; 58) zur Einstellung der Stellung
der verschieblichen Platte (38; 51) vorgesehen ist.
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4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite von einer zweiten Welle (35; 53) gehalterte Rolle (33» 47) vorgesehen ist, deren eines Ende in der verschiebbaren
Platte (38; 51) gelagert und gleichzeitig mit dieser verschiebbar ist, und deren anderes Ende mit Ausnahme
einer Winkelbewegung relativ feststehend ist»
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet,
daß der schwenkbare Traghebel (43) in der Nähe einer Seitenkante des Bandmaterials (4) und der feste Tragbauteil
im Bereich zwischen den Seitenkanten des Bandmaterial
angeordnet ist, und daß die Länge der Dehnrolle (34) und der Welle (36) deshalb so bemessen sind, daß sie zwischen den
Traghebel (43) und den Tragbauteil passen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Rollensatz (31) ebenfalls eine von einer Welle (36)
gehalterte, in der Nähe der gegenüberliegenden Seitenkante des Bandmaterials (4) angeordnete Dehnrolle (34) sowie einen
schwenkbaren Traghebel (43) für das eine Ende der Welle (36) aufweist, wodurch eine Verschiebung dieser Dahnrolle (34)
in Richtung auf die und von der Ebene des Bandmaterials weg ermöglicht wird, um den Angriffswinkel der Dehnrolle am Bandmaterial
in der Nähe von dessen ihr zugeordneter Seitenkante zu vergrößern und zu verkleinern und daß ein feststehender
gemeinsamer Tragbauteil für die anderen Enden der Wellen (36) der Dehnrollen (34) des ersten und des zweiten Rollensatzes
(31) im Bereich zwischen den Seitenkanten des Bandmaterials (4) vorgesehen ist, wobei die Längen der Dehnrollen (34) des
ersten und des zweiten Rollensatzes (31) etwa gleich der halben Breite des Bandmaterials (4) sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 gekennzeichnet durch einen sich über die volle Breite des Bandmaterials (4) erstreckenden gemeinsamen
Rahmen (32) für die Rollensätse (31), zwischen dessefi
Endabschnitten der gemeinsame Tragbauteil gehaltert ist.
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8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der schwenkbare Traghebel (61) in der Nähe einer Seitenkante des Bandmaterials (4) angeordnet ist, und
daß die Länge der Dehnrolle (50) und der zugehörigen Welle (55) deshalb größer als die Breite des Bandmaterials (4) ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe der gegenüberliegenden Seitenkanten des Bandmaterials
(4) Gehäuse (60) für den den schwenkbaren Traghebel (61) und den relativ feststehenden Tragbauteil (59) und sich
quer über das Bandmaterial erstreckende Kopfträger (63) vorgesehen
sind, an denen entlang die Gehäuse φ) zur Einstellung
des Rollensatzes (49) auf die Seitenkanten des Bandmaterials (4) verschiebbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9 gekennzeichnet durch zweite und (Ütte, auf an gegenüberliegenden Seiten der Dehnrolle
(50) angeordneten Wellen (53,54) gehalterte Rollen (47, 48), wobei jeweils ein Ende der Wellen (53,54) relativ feststeht,
während ihr jeweils anderes Ende seitlich beweglich aus gebildet ist, um eine Einstellung des Schrägungswinkel sämtlicher
Rollen zu ermöglichen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch eine Einrichtung
zur Befestigung des relativ festen Tragbauteils derart, daß es zur Ermöglichung einer Einstellung des Schrägungswinkels
der Dehnrolle eine begrenzte seitliche Verschiebung ausführen kann.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rollensatz des Paars von Rollensätzen (2) zur Steuerung
der Kantenstellung von zwischen ihnen durchlaufendem Bandmaterials (4) eine durch eine Welle (10) gehalterte Dehnrolle
(11) sowie eine Vorrichtung (9,23,24,25,21) zur derartigen Befestigung eines Endes der Welle (10), daß diese eine Bewegun
in Richtung auf die und von der Ebene des Bandmaterials in
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der Nähere ssen Seitenkante weg ausführen kann, um den Angriffswinkel
der Dehnrole (11) am Bandmaterial zu vergrößern oder zu verkleinern, umfißt, und daß die Vorrichtung zur Befestigung
der Welle einen schwenkbaren Tragbauteil (9) für das eine Ende der Welle (10), einen ersten schwenkbar befestigten
Hebel(23), einen zweiten an seinen Enden schwenkbar am ersten Hebel (23) bzw. dem Tragbauteil (9) angeschlossenen Hebel (25)
und eine Betätigungsvorrichtung (21) aufweist, deren Betätigungsstange (22) mit dem ersten Hebel (23) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch ein sich längs der Bandmaterial-Behandlungsstrecke entlang einer
Seitenkante des Bandmaterials (4) erstreckendes Tragglied (6) für den Rollensatz (2), eine in der Bandbehandlungsstrecke
vorgesehene stationäre Führungsrolle (8) und durch einen Tragkörper (5) zur derartigen Befestigung des Rollensatzes (2) am
Tragglied (6), daß die Dehnrolle relativ zur stationären Führungsrolle (8) genau ausrichtbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß der Rollensatz (2) eine v/eitere stationäre Führungsrolle (18)
aufweist, die auf der der ersten stationären Führungsrolle (8) gegenüberliegenden Seite der Dehnrolle (11) liegt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen gemeinsamen Hauptrahmen (70) für ein Paar von Rollensätzen (2,31,49) mit einem zentralen, senkrecht
auf der Hauptebene des Bandmaterials (4) und auf der Mittellinie der Bandmaterial-Behandlungsstrecke stehenden
Schwenkzapfen (74) und Einrichtungen (75,76) zum Verschwenken
des Hauptrahmens (70) in eine von der seitlichen Bewegung des Bandmaterials (4) abhängige Richtung umfaßt, um den
Schrägungswinkel jedes Rollensatzes zu variieren und so eine seitliche Bewegung des Bandmaterials in umgekehrter Rich-
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-■1.7 -
' tung zu verursachen, wodurch das Bandmaterial mittig auf der
Bandmaterial-Behandlungsstrecke gehalten wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
das.Paar von EoIlensatζen jeweils eine Dehnrolle (67 ) aufweis
die in Bewegungsrichtung des Bandmaterials sehräggestellt und außerdem unter einem solchen Winkel angeordnet ist, daß sie
in Sichtung auf die zugehörigen Seitenkanten progressiv zunehmenlin
das Bandmaterial (4) eindrückt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hollensätze wenigstens eine zusätzliche Führungsrolle (66)
aufweisen, die sich in Bandbewegungsrichtung oberhalb der Dehnrollen
und in deren Nähe quer über die gesamte Breite des Bandmaterialg (4) erstreckt und vom Hauptrahmen (70) mit
diesem schwenkbar gehaltert ist.
109844/15 37
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