DE1635345A1 - Vorrichtung zum faltenfreien Waermebehandeln von bahnfoermigem Textilgut - Google Patents
Vorrichtung zum faltenfreien Waermebehandeln von bahnfoermigem TextilgutInfo
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Description
VEPA AO . 2-11-1966
Basel / SCHWEIZ V 207
Vorrichtung zum faltenfreien Wärmebehandeln von bahnförmigem
Textilgut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum faltenfreien Wärmebehandeln
mit Luft, Gas, Dampf oder einem Gemisch dieser Medien
von bahnförmigem Textilgut wie Gewebe, Gewirke, Faserverbundstoffe
USWo mit einer Behandlungskammer, in der zur Führung des Gutes
insbesondere zylindrische Transportelemente, vorzugsweise unter . Saugzug stehende SiebtrommeJLn, und am Einlauf ein Warenbahnfuhrer
sowie eine Ausbreiteinrichtung angeordnet sind,,
Es sind Vorrichtungen zum Trocknen, Dämpfen, Thermosolieren, Thermofixieren,
Kondensieren von Gewebe und anderen bahnförmigen Textilgütern bekannt. Eine besonders schonende und faltenfreie Warenführung
wird mit einer Vorrichtung erreicht, welche unter Saugzug stehende Siebtrommeln als Transportelemente besitzt. Bei dieser
Vorrichtung ist es auch möglich, stark schrumpfende Textilgüter
spannungsfrei zu führen, indem das Material auf die Siebtrommeln mit einer der Schrumpfung entsprechenden Voreilung aufgetragen
wird. Bei einer bekannten Vorrichtung ist zu diesem Zweck am Einlauf ein Walzenpaar der ersten unter Saugzug stehenden Siebtrommel
zugeordnet. In der Behandlungskammer kann zur Führung eine unter
Saugzug stehende Siebtrommel vorgesehen sein oder es können mehrere Siebtrommeln in einer oder zwei Reihen zueinander angeordnet sein.
Durch den Saugzug in den Siebtrommeln wird das Material sicher am
Siebtrommelmantel festgehalten. Die materialfreien Seiten sind
durch vorzugsweise in den Siebtrommeln angeordnete Abdeckbleche vom Saugzug abgeschirmt, wobei die Abdeekbleche so ausgebildet und
angeordnet sind, daß der Saugzug der einen Siebtrommel dort aufhört,
wo der Saugzug der folgenden Siebtrommel beginnt, so daß das
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Material selbsttätig von einer auf die nachfolgende Siebtrommel
übergeben wird.
Anstelle von Siebtrommeln können jedoch auch Walzen vorgesehen sein,
welche lediglich als Führungswalzen ausgebildet sind oder beheizt sind, um dadurch die Wärmebehandlung des Gutes zu bewirken bzw. zu
intensivieren. Bei unter Saugzug stehenden Siebtrommeln wird das Behandlungsmedium durch die Warenbahn gesaugt, es sind jedoch auch
Vorrichtungen bekannt, bei denen die Warenbahn lediglich bedüst
wird.
Ein Nachteil der bekannten Vorrichtungen ist, daß diese nur für
eine bestimmte Arbeitsbreite ausgelegt sind, und zwar für die breiteste in dem jeweiligen Betrieb vorkommende Warenbahn,, Bei schmälere]
Warenbahnen ist die Vorrichtung nur teilweise ausgenutzt. Bei Anwendung
unter Saugzug stehender Siebtrommeln wird hierbei ein großer Teil des in der Behandlungskammer umgewälzten Behandlungsmediums
in die Siebtrommeln gesaugt, ohne daß es mit dem Textilgut in Berührung
gelangte Der Saugzug, welcher vorzugsweise durch stirnseitig
den Ventilatoren zugeordnete Ventilatoren erzeugt wird, wird nicht voll ausgenutzt. Die Ventilatorleistung dient in diesem Fall nur zum
Teil für die Behandlung, z.B. Trocknung. Es wurde daher schon vorgeschlagen, die freie Fläche auf den Siebtrommeln z.B. durch Manschett
abzudichten. Bei Änderung der Arbeitsbreiten sind dabei entsprechende
Rüstzeiten zum Anbringen und Abnehmen der Manschetten notwendig.
Ähnliche Schwierigkeiten ergeben sich bei Vorrichtungen, welche mit Materialbedüsung arbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, möglichst eine Vorrichtung zu schaffen, welche auch bei stark unterschiedlichen Warenbahnbreiten
äußerst wirtschaftlich arbeitet.
Erfindungsgemäß wird dies in einfacher Weise mit einer Vorrichtung
der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß die Vorrichtung wahlweise ein- oder mehrbahnig, vorzugsweise mit zwei Materialbahnen
nebeneinander befahrbar 1st', Indem die Zuführaggregate am
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Einlauf der Vorrichtung wahlweise für eine oder zwei Materialbahnen
verwendbar ausgebildet sind. Für eine faltenfreie Behandlung sind derartige Zuführaggregate unbedingt notwendig. Eine Vorrichtung,
welche z.B. als Transportelemente unter Saugzug stehende
Siebtrommeln in der Behandlungskammer besitzt, hat im allgemeinen
einen Einlaufgalgen mit feststehenden und/oder sich drehenden Walzen
sowie einen Warenbahnführer und möglichst unmittelbar vor den Einzugswalzen
eine Ausbreiteinrichtung.
In Ausgestaltung der Erfindu&g wird vorgeschlagen,· bei dieser Vorrichtung
das Textilgut vor dem Einlauf über eine Strecke von vor-,
zugsweise mehr als 1 m Länge frei zu führen und gegen seitliches
Verlaufen durch einen Warenbaimführer zu sichern, der für ein- und
zweibahnigen Betrieb geeignet ist und als Ausbreiteinrichtung
hintereinander und/oder übereinander angeordnete Ausbreitelemente,
vorzugsweise Ausbreitwalzen, vorzusehen, von denen eine für eine
und die andere bzw. anderen für zwei Materialbahnen verwendbar sind.
Als Warenbahnführer können bekannte Aggregate mit an den Warenbahnrändern
angreifenden Führungselementen, z.B. schräg zur Warenlaufriehtung gestellte Walzenpaare, verwendet werden, welche für zwei
nebeneinander laufende Warentmhnen ausgelegt sind. Um bei diesen
Warenbahnführern einen eiabahnigen Betrieb zu ermöglichen, wird
vorgeschlagen, die beiden, mittleren Führungselemente, z.B. Walzenpaare,
aus dem Warenlauf ausschwenkbar zu lagern, so daß bei einer
breiten Warenbahn nur die äußeren Führungswalzenpaare zur Anwendung kommen. Mit dieser Vorrichtung ist es nunmehr möglich, entweder
eine breite Warenbahn zu behandeln oder zwei schmale Warenbahnen nebeneinander. Ein kleiner Abstand zwischen den beiden Warenbahnen
ist nicht schädlich. Es ist auch möglich, den Einlauf entsprechend
für 3 Warenbahnen auszubilden,, Durch gleichzeitige Behandlung
mehrerer schmaler Warenhahnen werden Vorrichtungen mit großen Arbeitsbreiten
voll genutzt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen:
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_ 4 —
Fig. I - den Einlauf einer Behandlungsvorrichtung im Längsschnitt
und
Fig. 2 - die vor dem Einlauf angeordneten Aggregate in Vorderansicht»
Die Vorrichtung besitzt ein wärmeisoliertes Gehäuse 1, in dem eine
oder mehrere unter Saugzug stehende Siebtrommeln 2 angeordnet ist bzw. sind» In jeder Siebtrommel ist die materialfreie Seite durch
eine Abdeckung 3 vom Säugzüg abgeschirmt. Am Einlauf besitzt die
Vorrichtung einen Galgen Vmit feststehenden Walzen 5 sowie ein
feststehendes, schwenkbar gelagertes Walzenpaar 6 zum Einstellen der jeweils gewünschten Warenbahnspannung. Die Warenbahn 7 wird
danach über eine längere Strecke senkrecht geführt. Die angrenzenden Führungswalzen 8 sind vorzugsweise drehbar gelagert» Gegen seitliches
Verlaufen der Warenbahn ist in der freien Strecke ein Waren-_
bahnführer 9 vorgesehen, welcher schräg zur Warenlaufrichtung ange- ■
ordnete Führungswalzenpaare 10 besitzt. Diese Walzenpaare sind auf
einem Träger 11 gelagert und können zur Anpassung an unterschiedliche
Arbeitsbreiten mit Hilfe von Handrädern 12 auf dem Träger 11
verstellt werden. Die beiden mittleren Walzenpaare 10 sind auf dem Träger schwenkbar gelagert und können aus dem Warenlauf herausgeschwenkt
werden. Die herausgeschwenkte Lage ist gestrichelt eingezeichnet .
Als Ausbreiteinrichtung sind bei dieser Ausführung gebogene Ausbreitwalzen
13 und 14 vorgesehen. Anstelle von gebogenen Ausbreitwalzen können auch Walzen mit von der Mitte aus nach beiden Seiten
laufenden Ausbreitspiralen verwendet werden oder andere an sich bekannte Ausbreitelemente. Für den zweibahnigen Betrieb sind
nebeneinander zwei gebogene Ausbreitwalzen 13 vorgesehen, über die
die beiden Warenbahnen 7 geführt werden, ehe sie zum Einzugswalzenpaar
15 gelangen. Wird die Vorrichtung mit einer breiten Warenbahn befahren, so wird diese über die dahinter angeordnete, sich über
die gesamte Arbeitsbreite erstreckende Ausbreitwalze 14 geführt wie
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gestrichelt in Fig. 1 angedeutet. Diese Ausbreitwalze 14 ist
zur Vereinfachung in Pig« 2 nicht eingezeichnet. Die Warenbahn 7 kann hierbei direkt von der Walze 8 zur Ausbreitwalze 14 und danach
zum Einzugswalzenpaar 15 geführt sein oder wie in Fig. i
gezeigt, über zwei zusätzliche Walzen 16.
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Claims (3)
1. Vorrichtung zum faltenfreien Wärmebehandeln mit Luft, Gas,
Dampf und/oder einem Gemisch dieser Medien von bahnförmigem
Textilgut wie Gewebe, Gewirke, Faserverbundstoffe usw. mit einer Behandlungskammer, in der zur Führung des Gutes insbesondere
zylindrische Transportelemente, vorzugsweise unter Saugzug stehende Siebtrommeln und am Einlauf ein WarenbahnfUhrer
sowie eine Ausbreiteinrichtung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung wahlweise ein— oder mehrbahnig,
vorzugsweise mit zwei Materiälbahnen nebeneinander befahrbar ist, indem die Zuführaggregate am Einlauf der Vorrichtung
wahlweise für eine oder zwei Materialbahnen verwendbar
ausgebildet bzw. vorhanden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem Einlaufgalgen mit feststehenden
und/oder sieh drehenden Walzen, dadurch, gekennzeichnet, daß das Textilgut vor dem Einlauf über eine Strecke von vorzugsweise
mehr als 1 m Länge frei geführt und gegen seitliches Verlaufen
durch einen Warenbahnführer gesichert istt der für ein-
und zweibahnigen Betrieb geeignet ist und als Ausbreiteinrichtung hintereinander und/oder übereinander angeordnete Ausbreitelemente
vorzugsweise Ausbreitwalzen, vorgesehen sind, von denen eine für
eine und die andere bzw. anderen für zwei Materialbahnen verwendbar
s ind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit einem Warenbahnführer, der an
den Warenbahnrädern angreifende Führungselemente, z.B. schräg in
Warenlaufrichtung gestellte Walzenpaare, besitzt und für zwei
nebeneinander laufende Warenbahnen ausgelegt ist» dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden mittleren Führungselemente, z.B. Walzenpaare,
für einbahnigen Betrieb aus dem Warenlauf ausschwenkbar
gelagert sind.
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