DE2059007C2 - Vorrichtung zum Vereinzeln und Zählen von Münzen oder ähnlichen scheibenförmigen Gegenständen - Google Patents
Vorrichtung zum Vereinzeln und Zählen von Münzen oder ähnlichen scheibenförmigen GegenständenInfo
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Description
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Winkelring (9), über dessen
Umfang hinausragend, ein elektrischer Kontaktfühler (19) mit einer Tastschraube (20) angeordnet ist,
die über eine Vergleichsmünze (4'), eine Kontaktplatte (22) im Chassis (21) und eine Signallampe (24)
ein Signal für die Einstellung des Ringspaltes (10) abgibt.
b. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zählstrecke (26) und eine darin befindliche Durchfallöffnung (25) durch eine feste
Führungsschiene (32) und eine gegenüberliegende, an einem verstellbaren Führungsschieber (28)
vorgesehene Führungsleiste (30) gebildet ist, wobei am Fülirurgsschieber ein Schenkel (29) und am
Chaws (?!] ein fc tor Anschlag (27) zur Einstellung
der Zählstrtvke und der Durchfallöffnung mit Hilfe
der Vergleichsmünze (4') angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einlauf der Münzen (4) in die
Zählstrecke (26) eine freilaufende Druckrolle (34) vorgesehen ist, die von einer Feder (37) durch einen
Schiit/Π8" im waagerechten Teil (92) des Winkelringes
(9) hindurch gegen die Schleuderscheibe (8) gedrückt wird.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Zählen von Münzen oder ähnlicher,
scheibenförmigen Gegenständen gemäß derii Oberbe-Eriff des Pateritanspruchs 1.
Bei einer Vorrichtung dieser Art, die aus der US-PS 33 26 223 bekannt ist rutschen Münzen mit im
wesentlichen gleichen Abmessungen, also gleichen Nennwertes, aus einem zylindrischen Vorratsbehälter
mit trichterförmigen Boden auf die Schleuderscheibe, die eine dachähnliche konische Abdeckung aufweist Bei
dieser Vorrichtung ist nachteilig, daß nur Münzen eines Nennwertes verarbeitet werden können. Eine Einstellmöglichkeit
für die Zählung von Münzen eines -vnderen Nennwertes, also anderer Abmessungen, ist nicht
vorgesehen.
Es sind ferner Vorrichtungen zum Zählen von Münzen bekannt bei denen die zu zählenden Münzen in
eine Münzschale oder in tinen Vorratsbehälter eingegeben werden, auf denen sie auf eine als Schleuderscheibe
wirkende umlaufende Tellerscheibe gelangen. Von der Tellerscheibe werden die Münzen durch eine Schleuderbewegung,
die aus der Scheibendrehung resultiert, einem Zuführungskanai zugeleitet in dem sie sich
einzeln einordnen und in dem sie unter die Wirkung einer angetriebenen Vorschubrolle geraten. Von der
Vorschubrolle werden die im Zuführungskanal flach ankommenden Münzen erfaßt und in den Münzenauslauf
weiterbefördert Jede durch die Vorschubrolle erfaßte Münze betätigt bei ihrem zwangsweisen
Weitertransport den Zählstern eines Zählwerkes, welches die Anzah1· der Münzen registriert die den
Zuführungskanal, die Vorschubrolle und den Zählstern passiert haben (DE-AS 11 99 528).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde bei einer Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Art eine Einstelleinrichtung zu schaffen, die gestattet, die Vorrichtung auf die Verarbeitung von
Münzen verschiedener Nennwerte einzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen
Merkmale des Anmeldungsgegenstandes gelöst. Bei der Erfindung erfolgt die Vereinzelung der
Münzen mit Hilfe der Durchlpßöffnung, die der
Ringspalt für den Einlauf der Münzen bildet. Das waagerechte, sich oberhalb de1.· Schleuderscheibe
erstreckende Teil des Winkelringes wird bei Betätigung der Stellmittel parallel zur Oberfläche der ebenen
Schleuderscheibe verstellt.
4S Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Mit der im Anspruch 2 angegebenen Weiterbildung der Erfindung wird eine Zählleistung erreicht, die ein
Mehrfaches im Vergleich zu den bisher bekannten -o Münzzählmaschinen beträgt. Dieser Vorteil ist darauf
zurückzuführen, daß sich die Münzen in dem Ringspalt ungehindert vereinzeln können, weil die Ringspaltfläche
sehr groß ist. Die Münzen verbleiben ferner auf der Ringspaltfläche ausreichend lange Zeit, um eine hohe
Schleuderenergie von der Schleuderscheibe zu übernehmen.
Die Ausbildung der Stellmittel gemäß Anspruch 3 gestattet die Verstellung der Höhenlage des Winkelringes
und damit die Höhe des Ringspaltes von nur einer Bedienungsstelle aus.
, Mit der in den Ansprüchen 5 und 6 angegebenen Vergleichsmünze kann der Ringspalt sowie die Durchfallöffnung
für Münzen, zum Beispiel Falschmünzen, deren Durchmesser kleiner ist als die Vergleichsmünze,
besonders schnell und einfach eingestellt werden. Der elektrische Kontaktfühler und die Signallampe gestatten
eine rasche Kontrolle der richtigen Einstellung des Ringspaltes. Dadurch, daß die Zählstrecke eine Zwangs-
führung für die Münzen darstellt bleibt die hohe Schleudergeschwindigkeit der Münzen bis zum Ende
der Zählstrecke aufrecht erhalten.
Die im Anspruch 7 genannte Druckkontrolle verhindert einen Schlupf zwischen den Münzen und der
Schleuderscheibe.
Ein Ausführungsbeispie! der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Zählen von Münzen als Arbeitseinheit mit einer Münzrollen-Verpackungsmaschine,
Fig.2 die Vorrichtung zum Vereinzeln und Zählen
von Münzen nach F i g. 1 ohne Verkleidung und ohne Münzenvorratsbehälter,
Fig.3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach
Fig. 2,
Fig.4 die zentrale Bedienungsstelle für die Ringspalt-Versteilung
als Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3,
F i g. 5 die Einstellvorrichtung für die Weite des Ringspaltes als Schnitt nach der Linie V-V in F i g. 3,
F i g. 6 die Anordnung der Druckrolle als Schnitt nach
der Linie VI-VI in F i g. 3.
Die Vorrichtung 1 zum Vereinzeln und Zählen von Münzen ist auf die Münzrollenverpackungsmaschine 2
aufgesetzt, welche nicht Gegenstand der Erfindung ist. Die in F i g. 1 dargestellte Arbeitseinheit soll lediglich
auf eine häufig vorkommende Verwendung der Vorrichtung 1 hinweisen. Aus dem Vorratsbehälter 3
gelangen die Münzen 4 durch die Zählmaschine 1 über das Münzenrohr 5 in die Verpackungsmaschine 2, in der
sie zu Münzrollen 6 verpackt werden. Selbstverständlich können die gezählten Münzen anstatt in eine Verpakkungsmaschine
auch in beliebige andere Behältnisse überführt werden.
Aus dem Vorr asbehälter 3 übernimmt das Förderband 7 Münzen 4 und bringt sie auf die Schleuderscheibe
8. Die freie Fläche der Schleuderscheibe, welche die zugeführten Münzen aufnimmt, ist begrenzt durch den
Winkelring 9, der aus dem senkrechten Teil 91 und dem waagerechten Teil 92 besteht. Der waagerechte Teil 92
des Winkelringes bildet über der Schleuderscheibe 8 den Ringspalt 10 (F i g. 5 und 6), der so eingestellt wird,
daß die Münzen gerade noch freien Durchgang haben. Ungefähr die halbe Fläche der Schleuderscheibe 8 wird 4>
durch den waagerechten Teil 92 des Winkelringes 9 überdeckt. Die Verstellung und die Einstellung des
Ringspaltes 10 auf die Dicke der zu zählenden Münzen erfolgt vom Stellteil 11 aus über einen Winkeltrieb 12,
13, die Gewindewelle 14, in der der Ringfortsatz 15 läuft. >°
auf die endlose Kette 16, welche zwei andere, gleichartige Triebe 17, 18 betätigt, die am Umfang des
Winkelringes 9 verteilt angeordnet sind.
Die richtige Einstellung des Ringspaltes 10 auf die
jeweils zu zählenden Münzen 4 erfolgt über den elektrischen Kontaktfühler 19. Er ist am waagerechten
Teil 92 des Winkelringes 9 befestigt und isoliert. Am vorderen Ende des Kontaktfühler^ 19 befindet sich die
Tastschraube 20 und darunter, im Chassis 21 die Kontaktplatte 22. Der Kontaktfühler 19 und die b0
,Tastschraube 20 einerseits sowie die Kontaktplatie 22
„»,^!andererseits führen Strom Und stehen über je einen
«"Leiter 23,23' mit der Signallampe 24 in Verbindung. Zur
Einstellung des RingspaUes 10 wird eine Vergleichsmünze 4' auf die Kontaktplatte 22 gelegt und der
Stellteil 11 so lange bewegt, bis die Tastschraube 20 auf
die Münze 4' auftrifft und über diesen Kontakt die Signallampe 24 aufleuchtet. Die Tastschraube hat einen
geringen Verlauf, so daß sich im Ringspalt 10 die Münzen dann gerade noch frei bewegen können.
Die Vergleichsmünze 4' dient auch noch zur Einstellung der Weite der Falschgeldöffnung 25 in der
Zählstrecke 26. Dazu ist auf dem Chassis 21 der feste Anschlag 27 und der lose Führungsschieber 28
angeordnet Die Münze liegt gegen den Anschlag 27 an und der Schenkel 29 des Führungsschiebers wird dann
bis zur Münze herangeschoben, jetzt bildet die Führungsleiste 30 am Führungsschieber 28 und die
gegenüberliegende Führungsleiste 31 an der Führungsschiene 32 in ihrem Abstand eine Bahn, auf der sich die
Münzen 4 fortbewegen können. Sollte eine kleinere Falschmünze herankommen, dann findet dieselbe
keinen Halt auf den Führungsleisten 30, 31 und wird in die Falschgeldöffnung 25 aussortiert, von wo sie in den
Falschgeldschacht 33 gelangt (F i g. 1).
Auf dem Chassis 21 ist vor dem Einlauf der Münzen 4 von der Schleuderscheibe 8 in die Zählstrecke 26 die
Druckro'le 34 angeordnet. Sie läuft frei auf der zweiarmigen Welle 35, lagert dn- oar im Bock 36 und
wird von der Druckfeder 37 durch r'en Schütz 38 im waagerechten Teil 92 des Winkelringes 9 hindurch
gegen die auf der Schleuderscheibe 8 vereinzelten Münzen 4 gedrückt, die sich unter der Fliehkraft an der
äußeren Umfangslinie, gehalten durch die überstehende
Ringnase 39, eingeordnet haben. Durch die Druckrolle 34 wird den herangeführten Münzen 4 jeder Schlupf
gegenüber der Drehzahl der Schleuderscheibe 8 genommen. Die Münzen werden also mit Scheibengeschwindigkeit
in die Zählstrecke 26 überführt, die sich ah tangentiale, geradlinig ablaufende, umlenkungsfreie
Bahn an den Schleuderscheiben-Auslaß anschließt.
Damit auch in der Zählsirecke 26 kein Geschwindigkeitsverlust entsteht, ist diese Strecke mit dem endlosen
Keilriemen 40 überspannt, dessen Untertrum die Münzen 4 mit Schleuderscheiben-Geschwindigkeit
abfördert. Der Keilriemen 40 läuft über die Umlenkrollen 41, 42 am hochklappbaren Lagerbock 43. üne der
beiden Umlenkrollen steht mit der Antriebsrolle 44 in Verbindung, die von einem Abtrieb 45 des Antriebsmoto.
s 46 her synchron angetrieben wird. Der Antriebsmotor 46 treibt andererseits über den Riemen 47 auch die
Schleuderscheibe 8.
In der Zählstrecke 26 ist noch der ZShler-Initiator 48
angeordnet, der in bekannter Weise induktiv, ohne daß mechanische Teile bewegt werden müssen, also auch
ohne Energie- und Geschwindigkeitsverlust der durchlaufenden Münzen, den Zählvorgang übernimmt. Dazu
ist der Zähler-Initiator 48 am Rande der festen Führungsschiene 32 angebracht, so daß die Zählimpulse
durch die Lücken der über den Zähler hinweggleitenden Münzen 4, die durch die Rundung der Münzen
7wa. gsläufig entstehen, deutlich aufgenommen und zu einem sicheren Zählsignal verstärkt werden können.
Das Zählergebnis wird auf den Anzeige- und Bedienungsteil 49 an der Vorderseite des Chassis 21
übertragen. Am Ende der Zählstrecke 26 gelangen die gezählten Münzen 4 dann durch den Münzrohrhalter 50
und das Münzenrohr 5 entweder in die Verpackungsmaschine
2 odeF in einen beliebigen Sammelbehälter.
-, Die vom Förderband 7 auf die Schleuderscheibe 8 ^gelangenden Münzen werden bei hoher Scheiben-Drehzahl durch ihre Fliehkraft sofort in den Ringspalt 10 getrieben, der ungefähr die halbe Fläche der Schleuderscheibe überdeckt. Am Scheibenumfang bildet sich eine geschlossene Reihe vereinzelter Münzen 4, weiche unter der Wirkune der Druckwelle 34 ohne Srhlnnf mit
-, Die vom Förderband 7 auf die Schleuderscheibe 8 ^gelangenden Münzen werden bei hoher Scheiben-Drehzahl durch ihre Fliehkraft sofort in den Ringspalt 10 getrieben, der ungefähr die halbe Fläche der Schleuderscheibe überdeckt. Am Scheibenumfang bildet sich eine geschlossene Reihe vereinzelter Münzen 4, weiche unter der Wirkune der Druckwelle 34 ohne Srhlnnf mit
Scheiben-Umfangsgeschwindigkeit in die Zählstrecke 26 einlaufen. Hier sorgen der Keilriemen 40 und der
berührungslos arbeitende Zähler 48 für unverzögerte Durchlaufgeschwindigkeit, so daß eine überraschend
große Leistung der Vorrichtung bis zur Abgabe der Münzen gewährleistet ist.
Damit auch in der Zählstrecke 26 beim Abführen der Münzen kein Geschwindigkeiisverlust eintritt, erfolgt
hier der Austrieb über den Keilriemen 40, der vom Antriebsmotor 46 mit bewegt wird. Die Zählung selbst
geschieht, ebenfalls um Leistungsverluste durch mechanische Zählkreuze zu vermeiden, auf induktive Weise.
Außerdem schließt sich die Zählstrecke 26 tangential, ohne Änderung der natürlichen Bewegungsrichtung, an
den Schleuderscheiben-Auslaß an und verhindert damit jede Beeinträchtigung des Gesamt-Bewegungsablaufes.
Selbstverständlich können außer Münzen auch beliebige andere, scheibenförmige Gegenstände mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung gezählt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Vereinzeln und Zählen von Münzen oder ähnlichen scheibenförmigen Gegenständen,
mit einer waagerechten, ebenen Schleuderscheibe und einem die Schleuderscheibe umgebenden
Ringspalt, der durch einen Winkelring gebildet ist der aus einem senkrechten, den Rand der
Schleuderscheibe umgebenden Teil und einem waagerechten, oberhalb der Schleuderscheibe sich
erstreckenden Teil besteht dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkelring (9) durch Stellmittel (11 bis 18) in seiner Höhenlage parallel zur Ebene
der Schleuderscheibe (8) auf die Dicke der jeweils zu vereinzelnden Münzen (4) oder Gegenstände einstellbar
ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
daß der waagerechte, den Ringspalt (10) bildende Teil (92) des Winkelringes (9) so breit
ausgebildet st daß er annähernd die halbe Fläche der Schleuderscheibe (8) überdeckt
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Einstellung des Ringspaltes (10) ein Stellteil (11) auf dem Chassis (21) vorgesehen ist von
dem aus über einen Winkeltrieb (12, 13) eine Gewindewelle (14) und eine endlose Kette (16)
bewegbar sind, die mehrere gleichartige Triebe (17, 18) betätigt, weiche sich am Außenumfang des
Winkelringes (9) befinden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichartigen Triebe (17,18) sowie
die Gewindewelle (14) an einem Ringfortsatz (15) angreifen, der auf- unü abbet.egbar als Verstellteil
für den Winkelrir.g (9) ausgebildet ist und den Rand
der Schleuderscheibe (8) überrag.
Priority Applications (4)
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