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DE2054940A1 - Verfahren zur Verbesserung des Visko sitatsindex und der UV Beständigkeit von Schmieröl - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung des Visko sitatsindex und der UV Beständigkeit von Schmieröl

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DE2054940A1
DE2054940A1 DE19702054940 DE2054940A DE2054940A1 DE 2054940 A1 DE2054940 A1 DE 2054940A1 DE 19702054940 DE19702054940 DE 19702054940 DE 2054940 A DE2054940 A DE 2054940A DE 2054940 A1 DE2054940 A1 DE 2054940A1
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Germany
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oil
solvent
lubricating oil
resistance
catalyst
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Billy Haroid Nederland Tex Cummins (V St A)
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Texaco Development Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

Fa tent assessor Hamburg, den 2. Ίίον. 1970
Br. G. Schupfner T 70 037 2 0 5 U 9 Λ
Deutsche Texaco A.G. D 71,129-d
2 Hamburg 22
Sechslingspforte 2
TEXACO DEVELOPMENT GORPOIiATION
135 East 42nd Street New York, N.Y. 10017
U.S.A.
Verfahren zur Verbesserung des Viskositätsindex1 und der UV-Beständigkeit von Schmieröl
Die Erfindung betrifft die Herstellung verbesserter Schmieröle und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von h.7/dro~ gecrackten Schmierölen mit hohem Viskositätsindex, die gute Beständigkeit gegen UV-Licht besitzen. In einer besonderen Ausführungsform befaßt sich die Erfindung mit der Herstellung von Schmierölen mit hohem Viskositätsindex und guter Färbsowie UV-Beständigkeit aus minderwertigem Schmierol-EinsaGzmaterial unter Verwendung eines Verfahrens, das in einer bevorzugten Ausführungsform aus Hydroerackon, Lösungsmittelraffination und anschließender Entparaffinierung bestehe.
Für die Raffination von Schmierölen sind verschiedene Verfahrensstufen wie Destillation, Lösungsmittelraffination, Lösungsmittel-Entparaffinierung, Säurebehandlung und Tonbehandlung bekannt. Wenn Rückstandsöle vorarbeitet; werden · sollen, ist im allgemeinen eine vorherige Ent asphaltic rar· g notwendig.
Unter den gc-nnrmten VerfahrOnsfstnfen wird die Deis!.:i J1 ati.on ve7·wendet, um oin Rohöl in Fraktionen verschieden',:e V?.:·Λ\ο:·Λ -
109821/1804 bad original
sitäten aufzutrennen, die Lösungsmittelraffination, z.B. mit Furfurol, SC^ oder Phenol wird gewöhnlich zur Abtrennung aromatischer Verbindungen und dementsprechender Verbesserung des Viskositätsindex1 verwendet, die Lösungsmittel-Entparaffinierung, z.B. mit einem Gemisch aus Methyläthyl-Keton und Toluol, dient dazu, die Eigenschaften bei niederer Temperatur zu verbessern, indem der Stockpunkt des Öls gesenkt wird, und die Ton-Behandlung wird gewöhnlich als letzte Stufe dazu verwendet, die Farbe des Öls weiter zu verbessern und es nach der vorangehenden Säurebehandlung zu neutralisieren.
Bei einer typischen Arbeitsweise werden aus einem Rohöl unter atmosphärischem Druck leichte Destillate abgetoppt, dabei wird ein atmosphärischer Rohölrückstand erhalten, der dann im Vakuum destilliert wird und Schmierölfraktionen ergibt. Der Rückstand dieser Vakuumdestillation wird entasphaltiert und ergibt schweres Schmieröl-Ausgangsprodukt. Die einzelnen Schmierölfraktionen werden dann wie üblich durch Lösungsmittelraffination, Entparaffinierung, Säurebehandlung und Tonbehandlung weiter verarbeitet.
Bei der üblichen Schmierölfraffination ergibt die zuerst durchgeführte Lösungsmittelextraktion etwa 45 - 90 % des Einsatzmaterials als Raffinat, wobei etwa 10 - 55 % des Einsatzmaterials als dunkelgefärbter viskoser Extrakt verworfen werden. Da der Extrakt einen verhältnismäßig hohen Prozentsatz des Einsatzmaterials darstellt und sich durch Entparaffinierung und Tonbehandlung nicht zu einem Schmieröl von befriedigender Qualität verbessern läßt, hat man die Anwendung der Lösungsmittelextraktion als erste Stufe bisher für das logischste und wirtschaftlichste gehalten. Das lösungsmittelraffinierte öl wird üblicherweise mit Ton behandelt, um seine Farbe zu verbessern, und dann entparaffiniert, wenngleich es in bestimmten Fällen wünschenswert sein kann, vor der Tonbehandlung zu entparaffinieren.
WoRen der steigenden Nachfrage nach leichteren Schmierölen hat man es für vorteilhaft gehalten, die schwereren öle in die wertvolleren J leichte reu Produkte durch Hydvocracken uinzu-
10 9 8 7 1/18 0 4 EAD ORIGINAL
v.'v r loin. Dadurch wird nicht nur die Ausbeute an erwünschten ;_:■::;■>ijierölfrakuionen größer, sondern es wurde auch der Vorschlag fracht, das Hydrocracken, ebenso wie die Hydrierbehandlung, v.'oren der hohen Wasserst off drucke, die hierbei mit im Spiel :..i:2cl, anstelle der Lösungsmittelraffination zu verwenden. Aus ni-.-l·;; völlig bekannten Gründen sind jedoch durch Hydrocracken h^z-f-satellte öle nicht beständig gegen ultraviolettes Licht v.n-3 bilden einen flockigen Niederschlag, wenn sie dem ultravioletten Licht längere Zeit ausgesetzt sind. Es ist deshalb clv veseitliches Ziel der Erfindung, durch Hydrocracken ein oo-'r duröl mit verbesserter UV-Beständigkeit herzustellen.
Ein v/eiteren Ziel besteht in der Farbverbesserung eines hydrogoorackten Schmieröls. Ein weiteres Ziel besteht darin, den Viskositätsindex eines hydrogecrackten Schmieröls zu erhöhen.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Verbesserung des Viskositätsindex1 und der UV-Beständigkeit von Schmieröl, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schmierölfraktion an einem Katalysator hydrierend gecrackt und das hydrogecrackte öl dann mit Lösungsmittel raffiniert wird.
Daß erfindungsgemäße Verfahren kann bei einer ganzen Reihe von Einsatzstoffen Verwendung finden* So kann man das Einsatzmateria] zum Beispiel dadurch erhalten, daß man einen Vakuumrückstand mit einem niedermolekularen Kohlenwasserstoff wie Propan oder Butan entasphaltiert. Danach kann der entasphaltiorbe Hackstand hydx· ο gecrackt und mit Lösungsmittel raffiniert werden. Ebenso ist es möglich, in der Hydrocrack-Stufe ein Paraffindestillat einzusetzen. Man kann das Einsatzmaterial ob man es nun durch Vakuumdestillation oder durch Entasphaltierung eines Vakuumrückstandes erhält, in einer Vorstufe mit .Lösungsmittel raffinieren, bevor man es hydrocrackt. Ilan kann als Einsatzmaterial ebenso eine Schmierölfraktion verwenden, die man durch Entasphaltierung und Lösungsmittelraffination im Simultanverfahren aus einem Rückstand, wie z.B. atmosphärischem oder Vakuumrückntand, erhält, wobei der Rückstand aber nicht mit den üblicben niedermolekularen Kohlenwasserstoffen als Entasphaltierungsmitteln behandelt wird, sondern mit einem
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EAD ORIGINAL
Lösungsmittel wie Furfurol oder N-Methyl-2-pyrrolidon, und das Raffinat mit reduziertem Aromaten- und Asphaltgehalt wird der Hydrocrackzone zugeführt.
Je nach dem gewünschten Ausmaß der Hydrocrackung und dem Einpatzmaterial lassen sich die Reaktionsbedingungen des Hydrocrackens abwandeln. Typische Reaktionsbedingungen umfassen eine Temperatur von etwa 371 - 4820C1 vorzugsweise 399 - 4-540C, Der Druck kann sich bei etwa 35»2 - 352, vorzugsweise 70,3 176 atü bewegen. Die Raumgeschwindigkeiten können schwanken zwischen etwa 0,1 und 10,0 Raumteile pro Raumteil und Stunde, wobei 0,3 - 1*5 bevorzugt sind. Das Wasserstoffverhältnis kann 28,3 - 283 Nur* pro 0,159 n? öl, vorzugsweise 85 - 283 Nnr* pro 0,159 a öl betragen.
Der Wasserstoff kann aus jeder geeigneten Quelle stammen, z.B. elektrolytisch erzeugt sein, durch partielle Verbrennung von Kohlenwasserstoffen und anschließende Konversion und Reinigung oder als Nebenprodukt der katalytischen Reformierung erhalten/, .üer Wasserstoff sollte eine Reinheit von etwa 50 - 100 %, vorzugsweise 75 - 95 Volumen-% besitzen.
öl und Wasserstoff werden in Gegenwart eines Katalysators in Berührung gebrac'ht. Der Katalysator kann die Form eines Fest-, Fließ- oder Wirbelbetts -haben oder in dem öl suspendiert werden. Der Wasserstoff kann aufwärts oder abwärts durch den Reaktor fließen, dasselbe gilt für das öl. In einer besonderen Aus führung s form v/erden öl und ein Teil des Wasserstoffs gemeinsam am Kopf des Reaktors, der ein Katalysator-Festbett enthält, eingeleitet, und der restliche Wasserstoff wird zu Kühlungszv/ecken an verschiedenen Punkten in der Mitte des Reaktors eingeführt.
Der Hydrocrack-Katalysator soll vorzugsweise ehe Verbindung eines Metalls aus der VI. Gruppe des Periodensystems, wie Molybdän, Chrom oder Wolfram oder eine Verbindung eines Metalls der VIII. Gruppe wie Kobalt, Eisen oder Nickel und deren Gemische enthalten. Der Katalysator wird gewöhnlich in Oxid-Form in den Reaktor eingegeben, es ist Jedoch zu erwar-
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ten, daß im Laufe des Verfahrens in guv.'issem Umfang eine Reduktion und Sulfidierung eintritt, so daß nach einiger Betriebszeit der Katalysator wahrscheinlich ein Gemisch des Metalls, Metallsulfids und wahrscheinlich des Oxids darstellt. Falls notwendig, läßt sich der Katalysator nach dem Einfüllen j η den Reaktor jedoch vor der Inbebriflmahme desselben wenigstens teilweise in die Sulfid-lror:u überführen, zum Beispiel durch Einwirkung eines gasförmigen Gemische von Wasserstoff und Sulfidierungsmittel wie B0S, I^thyj.nercaptan oder CSp. Das Metall der VIII. Gruppe kann, in einem Anteil von 1 - 20, vorzugsweise 2-15 Gewichts-% der? gesamten Katalysators und das Metall der VI. Gruppe in einem Anteil von etwa 5 - 4-0, vorzugsweise 7-25 Gew.-?o vorhanden sein.
Die Metallbestandteile können auf einem feuerfesten anorganischen Oxü, wie von Metallkationen befreitem Zeolith, Al0 ZrOp, SiO0, MgO oder ihren Geraischen, die ggf. mit einem sauren Material wie Boroxid oder Halogen aktiviert sind, aufgebracht sein.
Der Katalysator soll zweckmäßigerweise eine spezifische Ober-
fläche von wenigstens I50 m /g und ein Porenvolumen von wenigstens 0,5 cmVg besitzen. Die obere Grenze von spezifischer Oberfläche und Porenvolumen wird bestimmt von der Härte und Abriebfestigkeit des- Katalysators. Für technische Anlagen, die pro Tag einige Hundert Kubikmeter Eineatzöl verarbeiten, sollten die spezifische Oberfläche des Katalysators etwa
P 'S
800 m /g und sein Porenvolumen etwa 0,8 ciir/g nicht überschreiten.
Der Katalysator kann nach irgendeinem der bekannten Verfahren hergestellt werden, etwa durch Imprägnierung des Trägers mit einer Salzlösung eines der Metalle, Filtern, Trocknen und, falls erforderlich, durch/ffi?i&gÄ£§?öni mit der Salzlösung eines anderen Metalls, Filtern, Trocknen und Kalzinieren. *
Der Ablauf des Hydrocrackers wird gekühlt und daraus wasserstoffreiches Gas abgetrennt und in den Hydrocracker zurückgeführt. Dao wasaerstoffreiche Gasstrom wird zweckmäßig mit
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Wasser gewaschen, um das darin enthaltene Ammoniak zu entfernen; man kann auch einen Teilstrom aus dem System abziehen, um die Anreicherung von Ammoniak und/oder niedermolekularen Kohlenwasserstoffen zu verhindern. Dem RücRaufstrom wird frischer Wasserstoff zugesetzt, um den in der Hydrocrack-Reaktion verbrauchten zu ersetzen und etwaige sonstige Wasserstoffverluste auszugleichen. Aus dem restlichen Ablauf des Hydrocrackers werden Schmierölfraktionen durch Destillation, falls nötig bei vermindertem Druck, gewonnen.
Das hydrogecrackte öl wird nun mit einem Lösungsmittel raffiniert. Als Lösungsmittel eignen sich hierzu Furfurol, Nitrobenzol, Dimethylformamid, flüssiges SO2 und dgl. Bevorzugt wird jedoch N-Methyl-2-pyrrolidon wegen seiner chemischen Beständigkeit, seiner überlegenen Eigenschaften als Lösungsmittel und wegen der verbesserten UV-Beständigkeit des Produkts. Die eingesetzten Lösungsmittelmengen betragen im allgemeinen prozentual 100 - 600 % bei Temperaturen zwischen 48,9 - 121,10C; vorzugsweise werden Mengen von 100 - 300 % verwendet, und die Temperaturen bewegen sich zwischen 48,9 und 82,20C. überraschenderweise reicht bei dem Verfahren der Erfindung die Lösungsmittelraffination allein vor dem Hydrocracken nicht dazu aus, das öl UV-beständig zu machen; erst die Xösungsmittelraffination nach dem Hydrocracken, insbesondere bei Verwendung von N-Methyl-2-pyrrolidon, führt zu einer Verbesserung des Öls. Bei zweimaliger Lösungsmittelraffination, d.h. einmal vor und einmal nach dem Hydrocracken, brauchen die Bedingungen beim zweiten Mal nicht so scharf zu sein wie beim ersten Mal, obwohl es bei technischen Anlagen vielleicht zweckmäßiger ist, unter gleichen Bedingungen zu arbeiten.
Nachdem das hydrogecrackte öl mit Lösungsmittel raffiniert ist, kann man es entparaffinieren um seinen Stockpunkt herabzusetzen. In einer Ausführungsform der Erfindung wird das aus der Lösungsmittelraffination kommende Raffinat mit einem Katalysator zusammengebracht, der eine hydrierwirksame Komponente, wie sie im Hydrocrack-Katalysator verwendet wird, auf einem von Metallkationen befreiten Mordenit als Träger enthält.
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Dieser Träger wird vorzugsweise hergestellt, indem man einen synthetischen Mordenit mit Säure behandelt, um die Natriumionen durch Wasserstoffionen zu ersetzen. Der synthetische Mordenit wird mit Säure zweckmäßig in dem Maße behandelt, daß ein Teil der Tonerde ausgelaugt wird und ein Mordenit entsteht, der ein Molverhältnis SiC^AIpO, von wenigstens 20 und erhöhte Entparaffinierungsaktivitat besitzt. Die katalytisch^ Entparaffinierung kann bei einer Temperatur von wenigstens 2320C, einem Druck von mindestens 70,3 atü, einer Raumgeschwindigkeit von 0,2 - 5>0 Raumteilen pro Raumteil und Stunde, sowie einem Wasserstoff verhältnis von 28,3 - 283 Nnr pro 0,159 nr öl durchgeführt werden. Bevorzugte Bedingungen für die katalytische Entparaffinierung sind eine Temperatur von 232 42?°0, ein Druck von 7iO3 - I05 atü und eine Raumgeschwindigkeit von 0,2 - 2,0.
Zur Entparaffinierung kann man das öl auch zusammenbringen mit einem Gemisch aus 40 - 60 Volumen-% eines Ketons, wie Azeton, Methyläthylketon oder n-Butylketon, und 60 - 40 Volumenprozent einer aromatischen Verbindung wie Benzol oder Toluol in einem Verhältnis von etwa 3-4 Raumteilen Lösungsmittel pro Raumteil öl, Abkühlen der Mischung bis etwa - 17j8 bis - 28,9°C, und Entfernen der Paraffine durch Filtern oder Schleudern. Das Filtrat wird dann einer Flash-Destillation unterworfen und das Lösungsmittel abgestrippt. Das erhaltene Produkt ist ein Schmieröl mit hohem Viskositätsindex und guter Beständigkeit gegen UV-Licht.
Die folgenden Beispiel sollen die Erfindung~weiter erläutern.
Beispiel I
Bei diesem Beispiel wurde als Einsatzmaterial ein öl verwendet, das durch Destillation aus einem entasphaltierten Vakuumrückstand und anschließende Raffination mit Furfurol erhalten wurde. Das öl wurde über einen Katalysator hydrierend gecrackt. Dieser enthielt 2,8 % Nickel und 9,6 % Molybdän, jeweils als Sulfide, war auf einen Träger aus SiOp/AlpO, (73 % SiOp) aufgebracht und hatte ein Porenvolumen von 0,72 cm-yg und eine
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spezifische Oberfläche von 349 m /g. Das Hydrocracken wurde bei 599°C, 127 atü, einer Raumgeschwindigkeit von 0,4 Baumteilen pro Raumteil Katalysator und Stunde sowie einem Wasserstoffverhältnis von 17 Nm^ / 0,159 ts? öl durchgeführt. Die Tabelle 1 zeigt in der Spalte 1 die Eigenschaften des hydrogecrackten Öls, in Spalte 2 die des entparaffinierten hydrogecrackten Öls, in Spalte 3 die Eigenschaften eines Öls, das durch Raffination des hydrogecisckten Öls mit N-Methyl-2-pyrrolidon bei 82,2°C und einem Dosierungsverhältnis von 300 % erhalten wurde, und in Spalte 4- das Raffinat von Spalte 3· In beiden Fällen stellte das Entparaffinierungslösungsmittel eine Mischung aus Toluol und Methyläthylketon in gleichen Volumenteilen dar. Wie das Beispiel lehrt, wird die Ausflockung des hydrogecrackten Öls im UV-Licht durch die milde Lösungsmittelraffination verringert. Außerdem wird der Viskositätsindex des Öls um 12 VI-Einheiten verbessert. Es zeigt auch, daß alleinige Lösungsmittelraffination vor dem Hydrocracken kein öl erbringt, das gegenüber UV-Licht beständig ist, das aber bei Lösungsmittelraffination im Anschluß an das Hydrocracken die gewünschte BeständigkeLt aufweist.
TABELLE 1 2 3 4-
1 - - 52,4
33,1 256
50,8
260
55,7
289
54,1
225
50,8
107 140 119
129 -17,8 - -
+55,0 Aus
flockung
- keine
Ausflockung
-
Dichte, 0API
Viskosität,
SUS bei 57,80O
SUS bei 98,90C
Viskositätsindex
Pour Point, 0C
UV-Beständigkeit,
48 Std.
Beispiel II
In diesem Beispiel wurde das Einsatzmaterial, ein durch Entasphaltierung eines Vakuumrückstands mit Propan erhaltenes öl, bei 418,5°C, 162 atü, einer Raumgeschwhdigkeit von 0,4
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Raumteil/Raumteil Katalysator und Stunde und einem Wasserstoffverhältnis von I70 NmVO, 159 ^ hydrierend gecrackt und zwar über ein pelletisiertes Katalysator-Festbett, das aus 5,9 % Nickel und 18,3 % Wolfram auf einem Al^O^-Träger mit einer spezifischen Oberfläche von I7I m /g bestand, und das Hydrocrackprodukt dann mit einer 5O:5O-Mischung aus Methyläthyl-,keton und Benzol bei einer Verdünnung von 3:1 und einer Temperatur von -34,4OC entparaffiniert.
In der nachfolgenden Tabelle 2 sind in Spalte 1 die Eigenschaften des entparaffinierten hydrogecrackten Öls, in Spalte 2 die des durch chargenweise Furfurol-Raffinat ion des entparaffinierten Hydrocrack-Produkts mit einem Dosierungsverhältnis von 300 % bei 65,60C erhaltenen Raffinats und in Spalte 3 die Eigenschaften des Raffinats enthalten, das man durch chargenweise Lösungsmittelraffination des entparaffinierten hydrogecrackten Öls mit einem Dosierungsverhältnis von 300 % bei 65,60C mit N-Nethyl-2-pyrrolidon erhielt.
3LLE 2
Viskosität,
SUS bei 37,80C
SUS bei 98,90C
434
60,4
513
66,2
481
64,7
Viskositätsindex 100 104 107
Pour Point, 0C .-17,8 -20,6 -17,8
UV-Beständigkeit,
48 Std.
Aus
flockung
keine
Aus
flockung, '
aber trübe
keine
Ausflockung,
klar
Beispiel II zeigt die Überlegenheit von N-Methyl-2-pyrrolidon über Furfurol zur Erzeugung eines gegen UV-Licht beständigen Produkts. Es zeigt weiter, daß das hydrierend gecrackte öl, das nicht mit einem guten Lösungsmittel für Aromaten behandelt wurde, eine sehr schlechte UV-Beständigkeit besitzt. Außer· einer Verbesserung der UV-Beständigkeit führt die Lcsungsmittelraffination des hydrierend gecrackten Öls weiterhin zu einer Verbesserung des Viskositätsindexes.
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Beispiel III
Der hydrierend gecrackte, ent asphaltierte Vakuumrückstand aus Beispiel II wurde mit N-Methyl-2-pyrrolidon in einem Gegenstrom-Extrakt or bei einem Lösungsmittel-Dosierungsverhältnis von 176 Vol.-% und einer Extraktionstemperatur von 98,3 C unter Mischen und Absetzen raffiniert und dabei ein Raffinat von 79 Vol.-% erhalten. Die Eigenschaften des entρaraffinierten Einsatzmaterials und entparaffinieren Raffinatöls sind in den Spalten 1 bzw. 2 der Tabelle 3 wiedergegeben. Auch hieraus geht die Verbesserung von UV-Beständigkeit und Viskositätsindex hervor.
TABEIiE 3
469 5
64,
110 ,0
-15
Viskosität,
SUS bei 37,8°C 466
SUS bei 98,9°C 61,9
Viskositätsindex 98
Pour Point, 0C -28,9
UV-Beständigkeit, 48 Std. Ausflockung keine Ausflockung
Beispiel IV
In diesem Beispiel wurde der aus schwefelfreiem Louisiana-Rohöl erhaltene Vakuumrückstand mit Butan entasphaltiert und der entasphaltierte Rückstand wie in Beispiel II hydrierend gecrackt. Die Losungsmittelraffination erfolgte in einem 12-stufigen Misch-Absetz-Gegenstrom-Extraktormit I05 Vol.-% N-Methyl-2-pyrrolidon und einer Extfaktionstemperatur von 48,9°C· Das raffinierte öl wurde in einer Ausbeute von 82 Vol.-% erhalten. Die Eigenschaften des hydrierend gecrackten Öls vor und nach der Lösungsmittelraffination werden in den Spalten 1 und 2 der nachfolgenden Tabelle 4 wiedergegeben.
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- 11 - 1 2
TABELLE 4- 31.1 35.2
62,7
35,5
67,6
36,7
Dichte, 0API 106 130
Viskosität,
SUS bei 37,8 C
SUS bei 98,90C
130/12,7mm 5/152,4-mm
Viskositätsindex
Farbe, Lovibond
Diese Ergebnisse lassen die weitgehende Verbesserung der Farbe erkennen, die durch Lösungsmittelraffination des hydrierend gecrackten Öls unter Verwundung von N-Methyl-2-pyrrolidon als Lösungsmittel erzielt wird.
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Claims (6)

205494Ό PATENTANSPRÜCHE
1) Verfahren zur Verbesserung des Viskosität;sindex1 und der UV-Beständigkeit von Schmieröl, dadurch gekennzeichnet , daß eine ScLuieröl fraktion an einem Katalysator hydrierend gecrackt ν.ηά das hydrogecrackte öl dann mit Lösungsmittel raffiniert wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, d-a d u r c h gekennzeichnet , daß als Schmierolfrakti.cn ein Paraffindestillat oder ein entasphaltierter Destillationsrückstand eingesetzt wird.
3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß ein Katalysator verwendet wird, der ein Metall aus der VIII. Gruppo des Periodensystems, insbesondere Nickel, oder eine Verbindung dieses Metalls enthält.
4) Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet , daß als Lösungsmittel N-Methylpyrrolidon-(2) verwendet vdrd.
5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet , daß die Schmier öl fraktion vor der Hydrocrack-Behandlung einer Lösungsmittelraffination, insbesondere mit N-Methylpyrrolidon-(2) unterworfen wird.
6) Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5» dadurch gekennzeichnet , daß die Schmierölfraktion durch Vorbehandlung eines Erdöl--Destillationsrückstands mit einem Lösungsmittel, das Affinität zu aromatischen Kohlenwasserstoffen besitzt, insbesondere N-!1cthylpyrrolidon-(2), gewonnen wird.
BAD ORIGINAL
109821/IROi
DE2054940A 1969-11-12 1970-11-07 Verfahren zur Verbesserung des Viskositätsindex' und der UV-Beständigkeit von Schmieröl Expired DE2054940C3 (de)

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