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DE2046840A1 - Vorrichtung zum Verdichten von Bodenschichten - Google Patents

Vorrichtung zum Verdichten von Bodenschichten

Info

Publication number
DE2046840A1
DE2046840A1 DE19702046840 DE2046840A DE2046840A1 DE 2046840 A1 DE2046840 A1 DE 2046840A1 DE 19702046840 DE19702046840 DE 19702046840 DE 2046840 A DE2046840 A DE 2046840A DE 2046840 A1 DE2046840 A1 DE 2046840A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crank
springs
spring
power piston
compression elements
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702046840
Other languages
English (en)
Inventor
Albert 5062 Hoffnungsthal. P Linz
Original Assignee
Bopparder Maschinenbaugesellschaft Mbh (Bomag), 5407 Boppard
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19702010029 external-priority patent/DE2010029C3/de
Application filed by Bopparder Maschinenbaugesellschaft Mbh (Bomag), 5407 Boppard filed Critical Bopparder Maschinenbaugesellschaft Mbh (Bomag), 5407 Boppard
Priority to DE19702046840 priority Critical patent/DE2046840A1/de
Priority to FR7131709A priority patent/FR2107151A5/fr
Priority to US00178567A priority patent/US3834827A/en
Publication of DE2046840A1 publication Critical patent/DE2046840A1/de
Priority to US504560A priority patent/US3923412A/en
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D3/00Improving or preserving soil or rock, e.g. preserving permafrost soil
    • E02D3/02Improving by compacting
    • E02D3/046Improving by compacting by tamping or vibrating, e.g. with auxiliary watering of the soil
    • E02D3/068Vibrating apparatus operating with systems involving reciprocating masses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

  • 'Vorrichtung zum Verdichten von Bodenschichten11 Zusatz zu Patentanmeldung P 20 10 029.2 Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten von Bodenschichten mit schwingend bewegten Verdichtungswerkzeugen, die mindestens aus zwei Verdichtungselementen bestehen, die über schwenkbeweglich gelagerte, gemeinsame Parallellenker gelenkig miteinander verbunden sind, nach Patent ..... (Patentanmeldung P 20 10 029.2).
  • Als Verdichtungselemente dienen dabei Rüttelpiatten, Balken oder Walzen, die gegenüber vergleichbaren Verdichtungsgeräten mit geringerer Belastung des Gehäuses der Vorrichtung und höherer Verdichtungsleistung in einem Drehsystem im Gegentakt bewegt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung nach der Hauptanmeldung weiter auszugestalten und zu verbessern.
  • Dabei geht die Erfindung von dem allgemein bei dergleichen Vorrichtungen vorliegenden Problemen aus, daß die Verdichtungselemente durch Unwuchterreger bewegt werden, die direkt an den Verdichtungselementen befestigt sind und von einem an dem ruhenden Gehäuse der Vorrichtung befestigten Motor angetrieben werden. Zur Ubertragung der Antriebsbewegung von dem Motor auf die Unwuchterreger dienen in der Regel Riemen-, Ketten- oder Zahnradgetriebe. Diese Getriebe unterliegen erheblichen Wechselbelastungen, die sich der Antriebsgrundlast überlagern und in Abhängigkeit von dem Elastizitätsmodul des belasteten Werkstoffes ein Mehrfaches der Antriebsguundlast betragen können und dann leicht einen Getriebeschaden verursachen. Die Wechselbelastungen entstehen aus der schwingenden Bewegung der Verdichtungselemente, d.h. entstehen dadurch, daß die Unwuchterreger, die über Zahnrad-, Ketten- oder Riementriebe und über ein auf der Schwenkachse der Verdichtungselemente gelagertes Antriebsrad angetrieben werden, an den Verdichtungselementen befestigt sind und mit diesen hin- und herbewegt werden. Dieser Betriebsfall ist mit dem eines Planetengetriebes vergleichbar, das lediglich aus einem Sonnenrad den Planetenrädern und dem zugehörigen Steg besteht und dessen Steg bei umlaufendem Sonnenrad mit geringem Schwenkwinkel bewegt wird, so daß der durch das Sonnenrad verursachten Drehbewegung der Planetenräder eine zweite Drehbewegung aus der Schwenkbewegung des Steges überlagert wird.
  • Bei Zahnradgetrieben führt die Relativbewegung zudem zu einem ungleichmäßigen Abwälzen der einzelnen Zahnflanken aufeinander und damit zu einem sehr schnellen Verschleiß der Zahnräder.
  • Da die Relativbewegung bei mechanischer Übertragung der Antriebsbewegung immer proportional der Amplitude ist, mit der die Verdichtungselemente schwingen, wird zwar immer eine möglichst kleine Amplitude für die Verdichtungselemente angestrebt, läßt sich das abgesehen von dem Verdichtungsmaterial jedoch nur beim Verdichten der obersten Bodenschichten verwirklichen. Zum Verdichten tieferer Bodenschichten sind demgegenüber relativ große Amplituden erforderlich, die erfahrungsgemäß in der Regel wiederum nicht zum Verdichten der obersten Bodenschichten geeignet sind. Sinngemäß gilt das gleiche auch hinsichtlich des Verformungswiderstandes des Verdichtungsmaterials.
  • Die bekannten Vorrichtungen haben in diesem Zusammenhang den zusätzlichen Nachteil, daß sie nicht in der Amplitude verstellbar sind und deshalb entsprechenSden zeitgemäßen Forderungen nach der Verwendbarkeit für Materialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften und für die Verdichtung verschiedener Bodenschichten im allgemeinen mit einer Amplitude ausgelegt sind, mit der zwar sowohl eine Verdichtung tieferer Bodenschichten als auch eine Verdichtung der obersten Bodenschicht bzw. eine Verdichtung der vorkommenden verschiedenen Materialien möglich ist, aber in den extremen Arbeitsbereichen nur mit sehr schlechtem Wirkungsgrad erfolgt. Das heißt, bei den bekannten Vorrichtungen besteht beim Verdichten der obersten Bodenschichten bzw. beim Verdichten von Bodenschichten mit einem geringen Verformungswiderstand ein Überangebot an Energie, während die Energie der Verdichtungselemente beim Verdichten tieferer Bodenschichten meist nur bei nichtbindigen Böden zu einer geringfügigen Verdichtung der Schüttlage ausreicht.
  • Darüber hinaus bilden die Getriebe zur Ubertragung der Antriebsbewegung von dem Antriebsmotor auf die Unwuchterreger einen hohen Anteil an dem gesamten baulichen Aufwand der Vorrichtung, dessen Verringerung bereits einen wesentlichen Entwicklungsschritt darstellen würde.
  • Schließlich ergibt sich aus den Unwuchterregern und deren Getriebe zur Übertragung der Antriebsbewegung eine besondere Bauform für die Vorrichtung, d.h. sind der konstruktiven Gestaltung der Vorrichtung durch die Unwuchterreger und die zugehörigen Getriebe erhebliche Grenzen gesetzt.
  • Nach der Erfindung werden diese Nachteile in weiterer Ausbildung der Vorrichtung nach Patent ..... (Patentanmeldung P 20 10 029.2) dadurch beseitigt, daß die Verdichtungselemente der Vorrichtung von einem Kurbeltrieb über ein zwischengeschaltetes Federglied bewegt werden. Im einzelnen hat das den Vorteil, daß die Unwuchterreger und die zugehörigen Ketten-, Riemen- oder Zahnradgetriebe durch einen Antrieb ersetzt werden, der gegenüber Unwuchterregern unter gleichzeitiger Verringerung des baulichen Aufwandes der Vorrichtung die Abstandsänderung zwischen den Verdichtungselementen und dem ruhenden Antriebsmotor zum Antrieb der Verdichtungselemente ausnutzt.
  • Dabei läßt sich u.a. die Amplitude der Verdichtungselemente mit besonderem Vorteil durch Änderung der Eurbeldrehzahl in weiten Grenzen beliebig verändern. Den Verdichtungselementen und dem Federglied wird für alle Verdichtungsaufgaben, bei denen eine geringe Amplitude zweckmhßig ist, z.B. sum Verdichten der obersten Bodenschichten, wahlweise eine Schwingung aufgezwungen, die weit außerhalb des Resonanzbereiches des durch die Verdichtungselemente und das Federglied gebildeten Schwingungssystems liegt, so daß der Kurbeltrieb die Verdichtungselemente nacheinander beschleunigt und verzögert.
  • Im Resonanzfall, der bei einer der Eigenfrequenz des Schwingungssystems gleichen Kurbeldrehzahl eintritt, wirkt der Kurbeltrieb nur noch beschleunigend auf die Verdichtungselemente und vergrößert sich die Amplitude der Verdichtungselemente auf das zum Verdichten tieferer Bodenschichten erforderliche Maß. Die Größe der Amplitude ist dabei von dem als Grundabstand bezeichneten Abstand abhängig, den die beiden schwenkbeweglich gelagerten und über gemeinsame Parallellenker miteinander verbundenen Verdichtungselemente vom Boden haben, wenn sie sich in gleicher Höhe über dem Boden befinden. Je größer der Grundabstand der Verdichtungselemente ist, umso größer ist die mögliche Resonanzüberhöhung, d.h. die mögliche Annäherung der Arbeitsfrequenz der Verdichtungselemente an die Eigenfrequenz des Schwingungssystems und die erreichbare Amplitudengröße. ErfindungsgemäB ist der Grundabstand dadurch einstellbar, daß die Verdichtungselemente in einem heb- und senkbaren Hubrahmen der Vorrichtung angeordnet sind.
  • Mithin kann die Amplitude der Verdichtungselemente den jeweils gegebenen Materialien und der Verdichtungstiefe genau angepaßt werden, so daß die Verdichtung der einzelnen Bodenschichten Jeweils mit optimalem Wirkungsgrad erfolgt. Die Energie der Verdichtungselemente ist dann Jeweils gerade zur Überwindung des in dem Verdichtungsmaterial auftretenden Verformungswiderstand ausreichend.
  • Erfindurgsgemäß kann die Amplitude der Verdichtungselemente im Resonanzfall so groß gewählt werden, daß ein auftretendes elastisches Verhalten der Bodenschichten ohne nennenswerten Einfluß auf den Schwingungsvorgang der Verdichtungselemente bleibt. Dadurch bleibt die Resonanz des Schwingungssystems trotz eines elastischen Verhaltens der Bodenschichten ungestört und somit erhalten.
  • Nach der Erfindung werden die Verdichtungselemente einer Vorrichtung vorzugsweise mit zwei Kurbeltrieben über zwischengeschaltete Federglieder bewegt, wobei die beiden Kurbeltriebe mit 1800 Phasenverschiebung laufen und sich die von den Kurbeltrieben auf das Gehäuse der Vorrichtung rückwirkenden Kräfte im wesentlichen aufheben.
  • Das zwischen Jeden Kurbeltrieb und die Verdichtungselemente geschaltete Federglied wird durch eine mechanische und/oder pneumatische Federung gebildet. Die mechanische Federung besteht aus Spiralfedern, Tellerfedern, kegelförmigen Federn, Drehstabfedern oder dergleichen, während die pneumatische Federung insbesondere als pneumatischer Kraftkolben ausgebildet ist. Beide Federungen können allein und gemeinsam in einer Parallel- und/oder Hintereinanderschaltung angeordnet werden und ergeben Jeweils mit den Verdichtungselementen bzw. den schwingend bewegten Teilen ein Schwingungssystem mit bestimmter Eigenfrequenz, das bei entsprechender Kurbeldrehzahl mit dem Kurbeltrieb in Resonanz gerät.
  • Im einzelnen ist die mit mechanischen Federn parallelgeschaltete Luftfederung von besonderem Vorteil, da dann der linearen Federkennlinie der mechanischen Feder die nach einer Funktion höheren Grades verlaufende Federkennlinie der Luftfederung überlagert wird, so daß je nach der Vorspannung der Luft deren Federwirkung nur ein Bruchteil oder ein Vielfaches der Federwirkung der mechanischen Federn ist.
  • Der pneumatische Kraftkolben ist erfindungsgemäß mit Druckbegrenzungsventilen versehen, die den Druck in dem Eraftkolben sowohl nach unten als auch nach oben begrenzen. Damit wird vorteilhafterweise eine Uberlastung des Antriebes, wie sie beispielsweise durch sogenannte Prellschläge entstehen kann, verhindert. Außerdem gleichen die Druckbegrenzungsventile den an dem Kraftkolben auftretenden Leckverlust aus und ist bei Verwendung bekannter Druckbegrenzungsventile mit deren Einstellbarkeit die Möglichkeit gegeben, über den Füllungsgrad in dem Kraftkolben die Leistungsübertragung des Kurbeltriebes auf die Verdichtungselemente zu regeln bzw. beliebig einzustellen.
  • Anstelle der Druckbegrenzungsventile können dem Eraftkolben an geeigneten Einlaß- und/oder Auslaßöffnungen auch Düsen oder Stellventile vorgeschaltet bzw. nachgeschaltet werden. Insbesondere bei Verwendung von Düsen oder Stellventilen ist der Kraftkolben dann mit einem Druckbehälter verbunden, so daß sich in Abhängigkeit von dem Ausgangsfüllungsgrad des Kraftkolbens und dem des Druckbehälters während des Betriebes ein Druck in dem Druckbehälter einstellt, bei dem die während eines Kompressionsvorganges aus dem Kraftkolben strömende Luftmenge gleich der während des Entspannungsvorgange s in den Kraftkolben zurückströmenden Luftmenge ist. Durch Einstellung geeigneter Ausgangsdrücke in dem Kraftkolben und dem Druckbehälter kann dabei jeder beliebige Füllungsgrad während des Betriebes erzielt werden.
  • Des gleichen läßt sich durch Verbindung des Druckbehälters mit einem Druckspeicher über ein zwischengeschaltetes Druckminderventil auch während des Betriebes jeder gewünschte Füllungsgrad in dem Kraftkolben und damit Jede gewünschte Leistungsübertragung zwischen Übertragung der vollen Antriebsleistung des Kurbeltriebes und ruhenden Verdichtungselementen bei laufendem Kurbeltrieb erzielen.
  • Erfindungsgemäß lassen sich die Verdichtungselemente sehr leicht mit Hilfe der Stellventile stillsetzen, indem die Stellventile derart geöffnet werden, daß der durch den Strömungswiderstand der Stellventile in dem Kraftkolben verursachte Druck unter den für die Bewegung der Verdichtungselemente erforderlichen Druck in dem Kraftkolben sinkt.
  • Die gleiche Wirkung kann auch mit einer ins freie führenden und durch einen Absperrschieber verschlossenen Ein- und Auslaßöffnung an dem Kraftkolben durch Öffnen des Absperrschiebers erreicht werden. Bei doppelt wirkenden Eraftkolben befindet sich dieser Absperrschieber nach der Erfindung in einer die beiden zugehörigen Zylinderräume verbindenden Druckleitung, so daß die Luft in dem Kraftkolben nach dem Öffnen des Absperrschiebers durch die Kolbenbewegung lediglich von einem Zylinderraum in den anderen und umgekehrt gedrückt wird. Der Absperrschieber kommt infolge seiner Einfachheit und zuverlässigen Wirkungsweise sowohl mit den Druckbegrenzungsventilen als auch mit den Düsen und mit den Stellventilen zusammen zur Anwendung. Im Falle der Stellventile hat das den Vorteil, daß beispielsweise deren einmal vorgenommene Einstellung beibehalten werden kann, ähnliches gilt für den Druckapeicher, der nach der Erfindung bei Verwendung von Druckbegrensungssentilen ueber Zwischenschaltung eines Druckbehälters und eines Druckminderventiles an die Druckbegrenzungsventile angeschlossen ist und dann bei konstant eingestellten Druckbegrenzungsventilen mit dem Druckminderventil in einfacher Weise eine Regelung des Füllungsgrades in dem Kraftkolben erlaubt, d.h. die Regelung der Leistungsübertragung von dem Kraftkolben auf die Verdichtungselemente ermöglicht.
  • Bei einem von mehreren Kraftkolben gleichzeitig bewegten Verdichtungselement sind alle Kraftkolben vorteilhafterweise mit einem gemeinsamen Druckbehälter und einem gemeinsamen Druckspeicher versehen, so daß die Kraftkolben durch Änderung des Druckes in dem Druckspeicher leicht gemeinsam in der Leistungsübertragung auf das Verdichtungselement regelbar sind.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der pneumatische Kraftkolben dadurch mit einer oder mehreren Spiralfedern oder Tellerfedern oder dergleichen Federn parallelgeschaltet, daß die Federn in dem Kraftkolben angeordnet sind. Den Federn wird damit gleichzeitig eine einwandfreie seitliche Führung gegeben.
  • Ferner ist mindestens eines der schwingend bewegten Teile der Vorrichtung über ein Federglied mit deren Gehäuse verbunden. Dadurch kann ein vorauszubestimmender Anteil der von den schwingend bewegten Teilen ausgehenden Massenbeschleunigungskräften unter Umgehung der Getriebeteile direkt in das Gehäuse der Vorrichtung geleitet werden. Dasselbe gilt für die bei Prellschlägen auftretenden Belastungsspitzen. Bei einem hydraulischen Antrieb des Kurbeltriebes hat das den Vorteil, daß Druckspitzen, die sonst leicht zu einer Beschädigung des Antrieben führen, verhindert werden.
  • Konstruktiv kann die Verbindung der schwingenden Vorrichtungsteile mit dem Gehäuse der Vorrichtung beispielsweise leicht durch eine federnde Lagerung der Parallellenker der Vorrichtung verwirklicht werden. Vorzugsweise geschieht das mittels vorgespannter Druckfedern, die dann in einfachen Ausnehmungen der Parallellenker und des Gehäuses gehalten sind.
  • Bei Verwendung einer Feder mit veränderlicher Federkennlinie zwischen dem Gehäuse der Vorrichtung und deren schwingend bewegten Teilen, z . B. einer pneumatischen Feder, läßt sich außerdem die Eigenfrequenz des Schwingungssystems unabhängig von der Leistungsübertragung durch eine Änderung der Federkennlinie an dieser Feder ändern.
  • Des weiteren schließt die Erfindung ein, daß der Kurbeltrieb, mit dem die Parallellenker bewegt werden, als Kurbelschleife ausgebildet ist. Damit wird vorteilhafterweise ein Auftreten von Massenkräften zweiter Ordnung verhindert.
  • Außerdem ist zum Ausgleich der Nassenkräfte erster Ordnung an der Kurbel eine besondere Schwungmasse vorgesehen, die zusätzlich bei den aus der Massenbeschleunigung resultierenden Wechsellasten, bei Prellschlägen und dergleichen Belastungsspitzen mit ihrem Massenträgheitsmoment entlastend auf den Antrieb wirkt, d.h. zusätzlich diese Belastungsspitzen im wesentlichen kompensiert.
  • Neben den auf die Antriebsteile rtokwirkenden Massenkräften sind auch die auf das Gehäuse der Vorrichtung rückwirkenden Massenkräfte von Bedeutung. Diese Kräfte sollen das Gewicht der Vorrichtung nicht Übersteigen, um ein störendes Schwingen der gesamten Vorrichtung zu verhindern.
  • In diesem Sinne ist die Vorrichtung nach der Erfindung mlt Kompensationsmassen versehen, die in vertikaler Richtung über den Verdichtungselementen der Vorrichtung beweglich angeordnet sind und vorzugsweise von demselben gurbeltrieb wie die Verdichtungselemente . jedoch jeweils mit 1800 Phasenverschiebung zu diesen bewegt werden und dabei deren Massenkräfte weitgehend kompensieren. Bei Verwendung dieser Kompensationsmassen kann die Vorrichtung selbst vorteilhafterweise von leichter Bauweise sein.
  • Aus dem gleichen Grunde sind die Verdichtungselemente der Vorrichtung nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wahlweise hohl ausgebildet. So werden z,B Rütteiplatten verwendet, die aus einer Rahmenkonstruktion bestehen und infolge ihres geringen Gewichtes relativ geringe Massenkräfte verursachen. Darüber hinaus sind derartige Rahmenkonstruktionen wesentlich biegesteifer als volles Material und insbesondere zur Herstellung glatter Flächen, wie z.B. zur Herstellung von StraBendecken geeignet, da sie auch ein genaues Verdichten von Bitumenschichten und dergleichen für Straßendecken verwendete Materialien gewährleisten.
  • Bei Verwendung von Rüttelpiatten oder dergleichen Platten als Verdichtungselemente bestehen diese außerdem aus verschiedenen Einzelteilen, die zusammengebaut jeweils die Platten der gewünschten Größe ergeben bzw. durch Demontage verschiedener Einzelteile auf die gewünschte Größe verringert oder durch Auswechseln verschiedener Einzelteile in eine besondere Gestalt gebracht werden.
  • Im übrigen sind die Verdichtungselemente nach einem weiteren Merkmal der Erfindung mit einer profilierten Arbeitsfläche versehen. Die Profilierung besteht dabei insbesondere bei. Rütteiplatten aus gleichmäßig auf der Arbeitsfläche der Verdichtungselemente verteilten Noppen in der Form flacher, runder bis zylindrischer und oben runder Ausstülpungen. Mit den Noppen haben die Verdichtungselemente vorteilhafterweise zugleich eine Walkwirkung, die bisher nur Walzen vorbehalten war, d.h. mit den Noppen läßt sich der Buftporen- bzw. Grobporengehalt der zu verdichtenden Bodenschichten in besonderem Maße verringern.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und nachfolgend beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Bodenverdichtungsgerät in einem schematischen Längsschnitt; Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1; Fig.3 den Verlauf der Schwingung der Verdichtungselemente der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 in einem Zeit-Weg-Schaubild; Fig, 4 und 5 eine konstruktive Einzelheit des Antriebes der Verdichtungselemente der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2; Fig. 6 einen weiteren Antrieb für die Verdichtungselemente in einer schematischen Darstellung; Fig.7 ein weiteres erfindungsgeinßes Bodenverdichtungsgeräts Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 7; Fig. 9 bis 21 Einzelheiten von Antrieben für weitere erfindungsgemäße Bodenverdichtungsgeräte; Fig. 22 und 23 verschiedene Kompensationsmassen zum Ausgleich von durch die Bewegung der Verdichtungselemente verursachten Massenkräften; Fig. 24 und 25 verschiedene Ansichten eines zur Verwendung in Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis 23 bestimmten Verdichtungselementes; Fig. 26 bis 28 weitere Verdichtungselemente in schematischer Darstellung.
  • In Fig. 1 ist mit 1 ein Trägerfahrzeug bezeichnet, in dem ein Hubrahmen 2 heb- und senkbar angeordnet ist. Der Hubrahmen 2 trägt zwei Verdichtungselemente, in diesem Fall Rüttelplatten 3. Die Rütteiplatten 3 sind an den äußeren Enden von zwei übereinander und mittig schwenkbeweglich in dem Hubrahmen 2 angeordneten Parallellenkern 4 befestigt und über Federglieder 5 Jeweils mit einem Kurbeltrieb verbunden, der aus einer Kurbel 6 und einer als Pleuelstange 7 bezeichneten Schub- und Zugstange besteht.
  • Im Betriebs fall werden die Kurbeln 6 von einem in dem Hubrahmen 2 angeordneten, nicht dargestellten Antriebsmotor in bekannter Weise über ein nicht dargestelltes Getriebe bewegt, so daß die Rüttelplatten 3 in Schwingung versetst werden. Diese Schwingung der Rüttelplatten 3 ist infolge der Verbindung mit den Parallellenkern 4 gegenläufig und hat eine von der Kurbeldrehzahl bzw. von der Erregerfrequenz abhängige Amplitude, wobei die durch die Kurbelbewegung verursachten Massenkräfte sich bei dem sich aus der Gegentaktbewegung ergebenden Phasenunterschied von 180° im wesentlichen gegenseitig aufheben und das Trägerfahrzeug 1 trotz der Reaktionskräfte aus der Bewegung der Rütteiplatten 3 infolge seiner großen Massenträgheit abgesehen von seiner Fahrbewegung in der Ruhelage bleibt.
  • Die Rüttelplatten 3 bilden mit den zugehörigen Federgliedern 5, die wahlweise aus Spiral-, Teller-, Biege- oder Torsionsfedern bestehen, jeweils ein Schwingungssystem mit bestimmter Eigenfrequenz. Diesem Schwingungssystem wird durch die Kurbelbewegung eine Schwingung gegeben, die im Bedarfsfall und beim Anlaufen der Rüttelplatten 3 erzwungen ist und daher, wie an sich bekannt, eine geringe Amplitude hat, aber im Resonanzbereich eine entsprechend große Amplitude hat.
  • Angenommen, der Hubrahmen 2 ist so weit abgesenkt worden, daß beide Rüttelplatten 3 einen Abstand von 2 cm vom Boden haben, und die Kurbel 5 läuft aus der Ruhelage an bzw. zunächst mit einer unterhalb der Eigenfrequenz liegenden Drehzahl, dann führen die Rüttelplatten 3 eine erzwungene Schwingung aus, deren Amplitude so klein ist, daß sie den Boden nicht berühren. Das liegt daran, daß die Erregerkräfte bei einer ersrungenen Schwingung abwechselnd beschleunigend und verzögernd auf die RUttelplatten 3 wirken.
  • Nähert sich dagegen die Erregerfrequens, d.h. die Kurbeldrehzahl der Eigenfrequenz des schwingenden Systems, dann wirken die Erregerkräfte in sunshmendem Maße beschleunigend auf die Rüttelpiatten 3, bis sie bei der Eigenfrequenz nur noch beschleunigend auf die Rüttelpiatten 3 wirken. Der Vorgang der Annäherung der Erregerfrequenz an die Eigenfrequenz mit gleichzeitiger Vergrößerung der Amplitude wird als Resonanzüberhöhung bezeichnet.
  • Dabei ist für die erzwungene Schwingung zu berücksichtigen, daß an dem schwingenden System ein Energieverzehr vorliegt, der durch die Kräfte der inneren Reibung und des Luftwiderstandes bedingt ist und bei der Resonanzüberhöhung jeweils geringer als die im gleichen Zeitraum zugeführte Energie sein muß bzw. ist. Die maximale kinetische Energie der Rüttelplatten 3 und die maximale potentielle Energie der Federglieder 5 nehmen bei der Resonanzüberhöhung mit steigender Kurbeldrehzahl von Periode zu Periode mehr zu, was durch eine mit der Kurbeldrehzahl wachsende Amplitude gekennzeichnet ist.
  • Mit der Resonanzüberhöhung wird der Verdichtungsvorgang des Bodens eingeleitet.
  • Fig. 3 stellt den Verlauf des Schwingungsweges einer RUttelplatte 3 beim Verdichten des Bodens in Abhängigkeit von der Zeit in vereinfachter Form dar. Bei anäähernd sinusförmigem Verlauf der Zeit-Weguurve ist der Maximalbetrag der oberen Amplitude mit Aow mit Au derJenige der unteren Amplitude und mit T der Zeitraum einer Periode bezeichnet. T12 ist der Zeitraum, in dem die Rüttelplatte 3 den Boden zusammendrückt und Verdichtungsarbeit leistet, T23 der Zeitraum, in dem die Rtlttelplatte sich wieder aufwärts bewegt und der Boden entlastet wird und T34 der Zeitraum, in dem die Rüttelpiatte 3 ohne Bodenberührung ist.
  • Der Verlauf der Schwingung der Rüttelpiatte 3 ist Dabei insofern nur annähernd sinusfdrmig als die Schwingung bis zum Zeitpunkt T1 jeweils nach einer Sinusfunktion t1 verläuft, deren Amplitude durch die Eigenfrequenz, des aus den Federgliedern 5 und den beteiligten Massen bestehen den Schwingungssystems bestimmt wird, und sich das Schwingungssystem im Zeitpunkt T1 mit der Bodenberührung der Rüttelplatte 3 durch das Bodenverhalten schlagartig Andert, so daß sich der Verlauf der Schwingung der RUttelplatte 3 in dem Zeitraum T13 dem Verlauf einer Sinusfunktion f2 angleicht, deren Amplitude durch die Eigenfrequenz eines Schwingungssystems bestimmt wird, das sich aus dem Schwingungssystem der Vorrichtung und dem zu verdichtenden Boden zusammensetzt. In dem Zeitraum T3 gleicht sich der Verlauf der Schwingung dann abgesehen von dem Einfluß der zweiten Rüttelplatte 3 wieder der Punktion fi an, da die Rüttelplatte 3 im Zeitpunkt T3 wieder vom Boden abhebt Während des Zeitabschnittes T12 leistet die RUttelplatte 3 unter Zusammendrückung des Bodens und Überwindung des plastischen bzw. quasiplastischen und des elastischen Boden derstandes eine mechanische Arbeit und verliert die ihr innewohnende kinetische Energie. Beim Rückhub der Rüttel- der Rüttelplatte 3 verbleibt dann die plastische bzw. quasi-plastisch.
  • Verformung des Bodens und wird die für die elastische Formänderung des Bodens aufgewandte Energie der Rüttelplatte 3 unter Umständen, d.h. dann wenn die Rtlckverformungsg.-schwindigkeit des Bodens großer als die Geschwindigkeit der Verdichtungselemente bei deren Rückhub ißt, als auf wärts gerichtete Beschleunigung zurückgegeben. Dabei versteht sich, daß die für die elastische Formänderung des Bodens aufgewandte Energie bei lockerem Bodengefüge gering und bei dichtem iSwiiengefiige groß ist. Jedoch ist der Anteil der elastischen Verformung an der gesamten Amplitude jeweils derart gering, z.B. 5 bis 25%, d.h. ist die Amplitude der Rüttelplatte 3 insbesondere im Resonanzfall bei einer im Vergleich zu üblichen Amplituden zehn- bis hundertfachen Größe derart groß, daß die Elastizität des Bodens ohne nennenswerten Einfluß auf die Eigenfrequenz des Schwingungssystems ist und eine Änderung des Bodengefüges nicht zu einer störenden Verschiebung der Eigenfrequenz führt. Zudem ist in vielen Fällen die Rückverformungsgeschwindigkeit des Bodens langsamer als die Geschwindigkeit der Rüttelplatte 3 bei deren Rückhub und der Zeitraum T23 daher Null, so daß der Einfluß des Bodens auf den Schwingungsvorgang in der Praxis bereits erheblich kleiner als der in Fig. 3 dargestellte theoretische Einfluß ist.
  • Demgegenüber haben die Arbeitsteile vergleichbarer Vibrationsgeräte wie beispielsweise die Arbeitsteile sogenannter Auflastrüttler eine sehr viel längere Bodenberührung und ist der Einfluß der elastischen Bodenkräfte mitbestimmend für die Eigenfrequenz der Arbeitsteile dieser Geräte.
  • Da die elastischen Bodenkräfte in der Praxis nicht vorherbestimmbar sind und sich laufend ändern, erklärt sich hieraus die Tatsache, daß diese bekannten Geräte in der Regel nicht im Resonanzbereich arbeiten. Bei direkter Abhängigkeit der Resonanzlage von der Antriebsleistung ist aus diesem Grunde gegenüber den bekannten Vorrichtungen eine erheblich geringere Antriebsleistung für die erfindungsgemäße Vorrichtung erforderlich.
  • Die-Antriebsléistung wird der Rüttelplatte 3 im wesentlichen im Zeitraum T34 als kinetische Energie über den zugehörigen Kurbeltrieb und das Federglied 5 zugeführt.
  • Während das Federglied 5 nach Fig. 1 und 2 vorzugsweise aus einer einfachen Spiralfeder besteht, sind nach Fig. 4 und 5 zwei Spiralfedern 8 für Jedes Federglied vorgesehen. Die beiden Spiralfedern 8 befinden sich in einem Zylinder 9, in dessen eine Stirnwand die zugehörige Pleuelstange 7 koaxial eingeschraubt ist und der mit zwei einander diametral gegenüberliegenden und in axialer Richtung verlaufenden Öffnungen 10 versehen ist. Durch die Öffnungen 10 greift ein Riegel 11 zwischen die beiden in der in Fig. 4 gezeigten Ausgangslage vorgespannten Druckfedern 8. Der Riegel 11 ist in einer Hülse 12 befestigt, die den Zylinder 9 konzentrisch umgibt und schwenkbeweglich in zwei Blöcken 13 gelagert ist, die ihrerseits an der zugehörigen Rüttelplatte 3 befestigt sind.
  • Die Montage erfolgt im vorliegenden Ausfühungsbeispiel eines Federgliedes bei lösbar in der Hülse 12 befestigtem Riegel 11 und von dem Zylinder 9 lösbaren Zylinderstirnwänden 14 durch Ineinanderstecken des Zylinders 9 und der Hülse 12, Befestigen des Riegels 11 in der Hülse 12, Einfügen der Spiralfedern 8 in den dazu durch Entfernen der Stirnwände 14 geöffneten Zylinder 9 und erneutes Versohließen des Zylinders 9 mit den Stirnwänden 14. Zur Befestigung der? Stirnwände 14 in dem Zylinder 9 und des Riegels n in der Hülse 12 dienen Schrauben oder dergleichen Befestigungsilttel. Die schwenkbewegliche Lagerung der Hülse 12 wird mit Hilfe einfacher Gelenkzapfen 15 und Stellringe 16 bewirkt, wobei die Stellringe 16 die Hülse 12 gegen ein Verschieben in axialer Richtung der Geleiksapfen 15 sichern.
  • Bei" der onta-ge wird nach dem Einfügen der Spiralfedern a das Verschließen des Zylinders dadurch erleichtert, daß die Stirnwände 14 mit einem Zuganker wie beispielsweise einer Gewindestange oder dergleichen so weit in den Zylinder 9 gedrückt werden, bis sie sich leicht in dem Zylinder 9 befestigen lassen. Zur Befestigung des Zugankers an den Stirnwänden 14 sind sowohl in den Stirnwänden 14 als auch in dem Riegel Ii miteinander fluchtende Durchgangsbohrungen vorgesehen, von denen eine Bohrung in der der Rüttelplatte 3 abgewandten Stirnwand 14 als Gewindebohrung für die Pleuelstange 7 ausgebildet ist, so daß die zugehörige Stirnwand 14 bei geeigneter Ausbildung des Zugankers, d.h. geeignetem Außengewinde der Gewindestange zugleich als Schraubenmutter bein RPTetigen der Stirnwände 14 und Zusammendrücken der Spiralfedern 8 in dem Zylinder 9 verwendet werden kann.
  • Durch die Kurbelbewegung wird der Zylinder 9 im Betriebs fall von der Pleuelstange 7 hin- und herbewegt und illit den Spiralfedern 8 wechselweise in immer stärkerem Maße gegen den Riegel 11 gedrückt, bis die Rüttelpiatte 3 dem jeweils resultierenden 1)ruck der beiden Spiralfedern 8 at- und abschwingend folgt.
  • Bei dieser Bewegung werden die Spiralfedern 8 in entsprechend kreisförmigen Ausnehmungen 17 der Stirnwände 14 und durch entsprechend zylindrische Erhebungen auf dem Riegel 11 zentriert. Ein seitliches Auskrijoken der Spiralfedern 8 wird durch den Zylinder 9 verhindert. Außerdem erfährt der Zylinder 9 durch die Kurbelbewegung eine hin- und hergehende Schwenkbewegung, der die Hilfe 12 infolge des Verdrehungswiderstandes aus seinem Massenträgheitsmoment, dem Massenträgheitsmoment des Riegels 11 und der Zapfenreibung mit einer sogenannten relativen Winkelverdrehung folgt. Mit der Winkelverdrehung entstehen an den Berührungsflächen der Spiralfedern 8 mit dem Zylinder 9 unter anderem Biegezugspannungen, deren Absolutwert stets um einen angemessenen Sicherheitsbetrag kleiner ist ,als die durch die Federkräfte bedingten Druckspannungen. Durch Verringerung der Massenträgheitsmomente des Riegels 11 und der Hülse 12 auf ein sich aus der erforderlichen Festigkeit ergebendes minimales Maß und durch Verringerung der Zapfenreibung, d.h. Schmierung der Zapfenlager wird die Winkelverdrehung zwischen der Hülse 12 und dem Zylinder 9 vernachlässigbar klein gehalten.
  • An dem Antrieb der Rüttelplatten 3 in Fig. 1 und 2 bestimmt sich die Eigenfrequenz des Schwingungssystems aus der Masse der schwingenden Teile und den in diesem Fall zugleich als Zug- und Druckfedern wirkenden Spiralfedern der Federglieder 5, während sich nach Fig. 4 und 5 die Eigenfrequenz des Schwingungssystems aus der Masse der schwingenden Teile und den vorgespannten und lediglich als Druckfedern wirkenden Spiralfedern 8 ergibt.
  • Nach Fig. 6 können anstelle der einen Spiralfeder oder der beiden vorgespannten Spiralfedern 8 für jedes Federglied auch zwei parallelgeschaltete Spiralfedern 19 oder dergleichen Federn verwendet werden. In diesem Fall greift die Pleuelstange 7 eines Jeden Kurbeltriebes an eine Traverse 20, die über die Spiralfedern 19 mit der zugehörigen RUttelplatte 3 verbunden und in einer Vertikalführung des Hubrahmens 2 verschiebbar angeordnet ist. Die beiden Spiralfedern 19 wirken als Zug- und Druckfedern und bilden gemeinsam mit besonderem Federverhalten mit den übrigen schwingend bewegten Teilen ein Schwingungssystem, das entsprechend seiner Auslegung wahlweise die gleiche Eigenfrequenz oder eine andere Eigenfrequenz wie das Schwingungssystem der Fig. 1 und 2 bzw. 4 und 5 hat, -In einem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 und 8 ist die Erregeranordnung der Rüttelplatten 3 dahingehend modifiziert, daß die Rüttelplatten 3 einerseits über Federglieder 31 mit den Pleuelstangen 7 und andererseits über Federglieder 30 mit dem Hubrahmen 2 verbunden sind, wobei die Federglieder 31 und 30 gemeinsam das gleiche Federverhalten in bezug auf die Eigenfrequenz des Schwingungssystems haben wie das Federglied 5 in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2. Damit wird bei sonst unveränderten Systembedingungen ein Teil der durch die Plattenschwingung bedingten Federkräfte über die Federglieder 30, die vorzugsweise wie die Federglieder 31 aus Spiralfedern bestehen, direkt, also unter Umgehung des Schwingungsantriebes auf den Hubrahmen 2 übertragen. Im Resonanzfall ist das Verhältnis der direkt auf den Hubrahmen 2 übertragenen Federkräfte zu den übrigen Federkräften dem Verhältnis der Kraft der Federglieder 30 zu der der Federglieder 31 direkt proportional, d.h. Je größer das Verhältnis der Kraft der Federglieder 30 zu der der Federglieder 31 ist, desto größer ist die direkt auf den Hubrahmen 2 übertragene Kraft.
  • Ähnlich dem Federglied nach Fig. 4 und 5 ist auch bei den Federgliedern 31 eine besondere Führung der Pleuelstange 7 vorgesehen bzw. ist die Pleuelstange 7, wie in Fig. 9 schematisch dargestellt, beispielsweise mit einer Traverse 32 verbunden, die in einer Vertikalführung 33 des Hubrahmens 2 verschiebbar gelagert ist. Des gleichen ist den Federn der einzelnen Federglieder eine Führung gegeben, die ein seitliches Ausknicken der Federn bei deren Zusammendrücken verhindert.
  • Fig, 10 zeigt in einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung eine solche Führung fUr verschiedene Spiralfedern.
  • Dabei befinden sich die einzelnen Spiralfedern auf zwei Stangen 34, die an einer Rüttelplatte 3 befestigt sind und jeweils in einer Lasche 36 gleiten, die ihrerseits in einer in dem Hubrahmen 2 angeordneten Vertikalführung befestigt ist. Zwischen den Laschen 36 und der Rüttelplatte 3 gleitet eine Traverse 35 auf den beiden Stangen 34, und es befindet sich auf jeder Stange 34 zwischen der Rüttelplatte 3 und der Traverse 35 eine Spiralfeder 38, zwischen der Traverse 35 und der Lasche 36 eine Spiralfeder 39 und zwischen der Lasche 36 und einem dazu am Stangenende befestigten Anschlag 37 eine Spiralfeder 40, wobei alle Spiralfedern 38, 39 und 40 als Druckfedern wirken und in der gezeigten Ausgangsstellung vorgespannt sind.
  • Bei der mit Pfeil gekennzeichneten Kurbeldrehrichtung werden die Federn 39 unter gleichzeitiger Entlastung der Federn 38 zusammengedrückt und folgt die Rüttelplatte 3, die außer mit den Stangen 34 noch durch ihre die Vertikalführung ausfüllende Form in dieser geführt ist, unter dem Einfluß der zu den Federn 40 gehörenden Federkräfte der Traversenbewegung. Nach Überschreiten der oberen Totpunktlage werden die Federn 38 unter gleichzeitiger Entlastung der Federn 39 zusammengedrückt und folgt die Rüttelplatte 3 der Traversenbewegung gegen den Widerstand der Federn 40.
  • Mit hin- und hergehender Traversenbewegung gerät die Rüttelplatte 3 dann in eine Schwingung, die nach Erreichen der Resonanzfrequenz lediglich durch den Luftwiderstand, die innere Reibung in den Federn 38, 39 und 40 und bei entsprechender Anstellung, d.h. Absenken des Hubrahmens 2 gegen den Boden durch die beim Verdichten des Bodens geleistete Arbeit gedämpft wird.
  • In Fig. 11 ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das sich von dem nach Fig. 10 im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß mit den Federn 39 eine weitere Spiralfeder 41 parallelgeschaltet ist. Dazu ist die Rüttelplatte 3 mit einer zusätzlichen Stange 42 versehen, auf der die in dem gezeigten Ausgangazustand als Druckfeder ebenfalls vorgespannte Feder 41 angeordnet ist und die in analoger Weise zu den Stangen 34 an dem der Rüttelplatte 3 abgewandten Ende mit einem Anschlag 43 versehen ist. Bewegt, d.h. zusammengedrückt und entlastet wird die Feder 41 von einem die Stange 42 einschließlich der Feder 41 und den Anschlag 43 zylindrisch umgreifenden Teil 44 der hier mit 45 bezeichneten Traverse.
  • Nach Fig, 12 befinden sich bei entsprechend verkürzten Stangen 34 anstelle der Federn 38 zwei in dem gezeigten Aus gangs zustand ebenfalls als Druckfedern vorgespannte Spiralfedern 46 und 47 in einem zylindrischen Raum 48 der Rüttelplatte 3 und ist die Traverse als zwischen beiden Federn 46 und 47 verschiebbar angeordneter Kolben 49 mit einer Kolbenstange 50 ausgebildet, an der die Pleuelstange 7 dann befestigt ist. Die Feder 46 ist mit den Federn 39 und die Feder 47 mit den Federn 40 hintereinandergeschaltet, so daß die Rüttelplatte 3 in der mit Pfeil bezeichneten Kurbeldrehrichtung der Traversenbewegung mit der bei dem Zusammendrücken der Feder 46 entstehenden Federkraft gegen den Widerstand der Federn 39 unter Entlastung der Federn 47 und 40 folgt, während die Rüttelplatte 3 nach Uberschreiten der oberen Totpunktlage der Traversenbewegung mit der beim Zusammendrücken der Feder 47 entstehenden Federkraft gegen den Widerstand der Federn 40 unter Entlastung der Federn 39 und 46 folgt.
  • In Abwandlung des Ausführungsbeispieles nach Fig. 12 ist der zylindrische Raum der Rüttelplatte 3 nach Fig. 13 sehr viel größer ausgebildet und sind anstelle der einen Feder 46 und der einen Feder 47 jeweils zwei parallelgeschaltete Federn 60 und 61 in dem zylindrischen Raum auf den dazu bis in den zylindrischen Raum verlängerten Stangen 34 angeordnet.
  • Außerdem ist der die Traverse bildende Kolben in der gleichen Weise wie die Traverse 35 in Fig. 10 auf den Stangen 34 geführt.
  • Allen Ausfuhrungsbeispielen nach Fig. 10 bis 13 ist gemeinsam, daß über die Laschen 36 der durch die Differenzkraft zwischen der Kraft der Federn 39 und der der Feder 40 bestimmte Teil der gesamten auf den Antrieb und den Hubrahmen 2 übertragenen Federkräfte direkt, also unter Umgehung des Antriebes auf den Hubrahmen 2 übertragen wird, so daß der Antrieb bei Prellschlägen oder dergleichen Belastungen sehr geschont wird.
  • Fig. 14 und 15 zeigen ein bevorzugtes Ausführwrgsbeispiel für die unmittelbare Übertragung eines Teiles der Federkräfte auf den Hubrahmen 2e Auch dieser Vorschlag sieht die Verwendung von Spiralfedern als vorgespannte DruckSedern vor - und zwar sind zwischen starr an den Seitenwänden des Hubrahmens 2 befestigten Konsolen 62 und 63 Federn 64 und 65 angeordnet, wobei die Federn 64 und 65 in entsprechenden Ausnehmungen der Konsolen 62 und 63 zentriert und von solchem Durchmesser sind, daß ein seitliches Ausknicken nicht allein durch das Zuswnrnendrücken der Federn 64 und 65 verursacht werden kann. Zwischen den Federn 64 und 65 ist Jeweils wiederum ein Riegel 66 angeordnet, der gleichfalls entsprechende Zentrierungen für die Federn 64 und 65 aufweist und über einen Rahmen 67 wahlweise direkt mit der darunterliegenden Rüttelplatte 3 oder den Parallellenkern 4 lösbar verbunden ist. Als Verbindungselemente zwischen dem Rahmen 67 und den Rüttelplatten 3 wie auch zur Befestigung der Konsolen 62 und 63 dienen Schrauben, die eine leichte Montage und eine einfache Wartung der Vorrichtung gewährleisten.
  • Bei einer angenommenen größten Vertikalamplitude der Rüttelplatten von 40 mm und einer Gesamtamplitude von 80 mm sind die Parallellenker 4 in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 und 15 derart lang, daß die maximale Seitenauslenkung der Federn 64 und 65 nur 0,8 mm beträgt und damit keine Gefahr für ein seitliches Ausknicken der Federn 64 und 65 besteht. Für kürzere Parallellenker ist gegebenenfalls ein Gelenk zwischen jedem Rahmen 67 und der zugehörigen Rüttelplatte 3 vorgesehen.
  • Neben den mechanischen Federn der vorhergehenden AusfUhrungsbeispiele können auch zusätzlich oder ausschließlich Luftfederungen oder dergleichen Federn Verwendung finden. Fig. 16 zeigt einen pneumatischen Kraftkolben, der allein oder in Hintereinander- und/oder Parallelschaltung mit anderen pneumatischen oder mechanischen Federh und den schwingend bewegten Teilen das erfindungsgemäße Schwingungssystem bildet.
  • Der pneumatische Kraftkolben besteht aus einem Zylinder 68, in dem ein Kolben 69 mit einer Kolbenstange 70 verschiebbar angeordnet ist. Der Zylinder 68 ist mittig mit-einem Druckbegrenzungsventil 71 und dicht an den beiden Stirnflächen mit Druckbegrenzungsventilen 72 versehen. Die Druckbegrenzungsventile 72 begrenzen den maximal in dem Zylinder 68 auftretenden Druck, während das Druckbegrenzungsventil 71 den minimal-in dem Zylinder 68 auftretenden Druck begrenzt.
  • Damit ist dein pneumatischen Kraftkolben ein bestimmter Füllungsgrad und ein bestimmtes Federverhalten gegeben, das bei Verwendung üblicher Druckbegrenzungsventile einstellbar ist. Da in der Zwischenschaltung von dergleichen Federglied dern zwischen eine Pleuelstange 7 und eine Rüttelplatte 3 die von dem zugehörigen Kurbeltrieb auf die Rüttelplatte 3 übertragene Leistung von dem Füllungsgrad des Kraftkolbens abhängig ist, läßt sich mit der Einstellung der Druckbegrenzungsventile 71 und 72 somit die Leistungsübertragung auf die Rüttelplatten 3, d.h. deren Verdichtungsleistung regeln.
  • Andererseits kann die Einstellung der Druckbegrenzungsventile 71 und 72 auch dazu genutzt werden, den Kurbeltrieb bei ruhenden Rüttelplatten 3 anlaufen zu lassen oder die Rüttelplatten 3 bei laufendem Kurbeltrieb stillzusetzen.
  • Nach Fig. 17 sind die Druckbegrenzungsventile 71 und 72 darüber hinaus mit einem Druckbehälter 73 verbunden, der seinerseits über ein zwischengeschaltetes Druckminderventil 74 mit einem Druckspeicher 75 verbunden ist. Das hat den Vorteil, daß die bei einer Kolbenbewegung gegebenenfalls aus dem Zylinder entweichende Luft in den Druckbehälter 73 strömt und mit dem nächsten Kolbenhub aus dem Druckbehälter wieder angesogen werden kann. Dadurch ist der Kra-tkolben von der Umgebungsluft und deren Druck unabhängig. Auße,rdem kann dem Kraftkolben praktisch jedes beliebige Federverhalten auf der Federkennlinie für eine Luftfederung gegeben werden.
  • Zu einer Anderung des Federverhaltens bedarf es in diesem Zusammenhang bei konstanten Druckbegrenzungsventilen lediglich der Verstellung des Druckminderventils 74.
  • Fig, 18 zeigt einen weiteren pneumatischen Kraftkolben zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen Schwingungssystem, der im Unterschied zu dem Kraftkolben nach Fig. 16 und 17 aus einem rohrförmigen Zylinder«76, der mittig mit einer quer zur Zylinderlängsachse verlaufenden Zwischenwand 77 versehen ist, und aus zwei in dem Zylinder 76 beiderseits der Zwischenwand 77 und dicht an der Zwischenwand 77 mit Anschlüssen 80 und 90 an einen Druckbehälter 91 versehen, wobei sich in den Leitungen zwischen dem Kraftkolben und dem Druckbehälter 91 Düsen oder Stennventile 92 und 93 befinden und der Druckbehälter 91 seinerseits unter Zwischenschaltung eines Druckminderventils 94 mit einem Druckspeicner 95 verbunden ist.
  • Bei einer Kolbenbewegung stellt sich in dem Zylinder 76 und in dem Druckbehälter 91 in Abhängigkeit von den Ausgangsdrücken ein Zustand ein, in dem mit jedem nachfolgenden Kolbenhub genauso viel Luft in jeden Zylinderraum hineinströmt wie mit dem vorhergehenden Kolbenhub ausgeströmt ist.
  • Dieser Zustand kennzeichnet zugleich den Füllungsgrad des Kraftkolbens und die Leistungsübertragung auf die Rüttelplatten 3. Durch Verstellung des Druckminderventils 94 ändert sich der Druck in dem Druckbehälter 91 und stellt sich ein neuer Zustand mit einem neuen entsprechend geänderten Füllungsgrad in dem Kraftkolben ein, in dem die in den Kraftkolben einströmende Luftmenge gleich der vorher ausgeströmten Luftmenge ist, Mithin wird die auf die RUttelplatten 7 übertragene Leistung wie bei dem Kraftkolben nach Fig. 16 und 17 in einfacher Weise an dem in diesem Fall mit 94 bezeichneten Druckwinderventil geregelt. In diesem Zusammenhang ist wahlweise auch eine Anwendung der Düsen oder Stellventile 92 und 93 auf den in Fig. 16 und 17 gezeigten Kraftkolben vorgesehen.
  • Wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 17 lassen sich auch nach Fig. 19 durch entsprechendes Öffnen der Stellventile 92 und 93 die Rüttelpiatten 3 bei laufendem Kurbeltrieb stillsetzen bzw. kann der gurbeltrieb nach dem Öffnen der Stellventile 92 und 93 bei ruhenden Rütteiplatten 3 anlau- LenO Vorzugsweise dient jedoch dazu ein Absperrschieber 96, der in einer die beiden beiderseits der Zwischenwand 77 liegenden Zylinderräume verbindenden Leitung 97 liegt, so daß die Stellventile 92 und 93 nach einmal erfolgter Ein-Justierung unverändert bleiben können.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform eines mit mechanischen Federn parallelgeschalteten pneumatischen Kraftkolbens ist in Fig. 20 und 21 gezeigt. Dabei besteht der Kraftkolben aus einem Zylinder 98, der in auf der zugehörigen RUttelplatte 3 befestigten Böcken 99 mit Gelenkzapfen 100 schwenkbeweglich gelagert ist, aus einem Kolben 101, der mit einer zugleich die Pleuelstange 7 bildenden Kolbenstange verschiebbar in dem Zylinder 98 gelagert ist und beiderseits des Kolbens 101 in dem Zylinder 98 angeordneten Spiralfedern 102, die in der gezeigten Ausgangsstellung vorgespannt sind.
  • Zur Montage des Kraftkolbens sind die Stirnwände von dessen Zylinder 98 zweckmäßigerweise lösbar mit diesem verbunden, wobei als Verbindungsmittel Schrauben oder dergleichen vorgesehen sind.
  • Darüber hinaus ist die Pleuelstange 7 mit einem geteilten und deshalb einfach auf der hier als verkröpfte Kurbelwelle 103 ausgebildeten Kurbel montierbaren Kopf 104 versehen.
  • Im übrigen weist die Kurbelwelle i O 103 Massenausgleichgewichte 105 und Schwungscheiben 106 auf. Während die Massenausgleichgewichte 105 allein zum Ausgleich der Kurbelwucht dienen, haben insbesondere die Schwungscheiben 106 die Aufgabe, auf den Antrieb rückwirkende Beschleunigungskräfte bzw. Beschleunigungsmomente aus dem normalen Betrieb der Rüttelplatten 3 und Belastungsspitzen aus Prellschlägen oder ähnlichen Belastungen mit ihrem großen MassentrAgheitsmoment zu kompensieren. Auf diese Weise bleibt ein bedeute'-der Anteil der an der Pleuelstange 7 auftretenden Wechselkräfte auf die Pleuelstange 7 und die Kurbelwelle 103, d.h. deren Schwungscheiben 106 beschränkt und werden die empfindlicheren Getriebeteile wie beispielsweise gestrichelt dargestellte Zahnräder 107 zur Ubertragung der Antriebsbewegung auf die Kurbelwelle geschont.
  • Der Antrieb der Rüttelplatte 3 erfolgt unter Verwendung der in Fig. 16 und 17 gezeigten Zusatzeinrichtungen fUr den Kraftkolben wie Druckbegrenzungsventile, Druckbehälter und Druckspeicher in der vorstehend beschriebenen Weise.
  • In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Zylinder 98 des Kraftkolbens fest zwischen den Böcken 99 angeordnet und der Kopf 104 der Pleuelstange 7 als Schleife, d.h. als Horizontalführung ausgebildet, so daß die Kurbelwelle 103 mit dem Kopf 104 und der Pleuelstange 7 eine sogenannte Kurbelschleife bildet, die den Vorteil hat, daß keine Massenkräfte 2. Ordnung auftreten.
  • Diese Massenkräfte 2. Ordnung sind im allgemeinen jedoch vernachlässigbar klein bzw. können durch eine günstige Wahl des sogenannten Stangenverhältnisses ausreichend verkleinert werden.
  • Neben den unmittelbar aus der Kurbelbewegung entstehenden Massenkräften treten außerdem noch Massenkräfte aus der Bewegung der Rüttelplatten 3 auf. Nach Fig. 22 werden die von den Rüttelplatten 3 verursachten Massenkräfte durch zwei Kompensationsmassen 110 kompensiert, die bei entsprechend großer Masse in vertikaler Richtung beweglich über den Rüttelplatten 3 in dem Hubrahmen 2 des Trägerfahrzeuges 1 angeordnet, wie die Rüttelplatten 3 über Pleuelstangen 7 und Federglieder 5 mit den gurbeltrieben 6 verbunden sind und von diesen jeweils mit 1800 Phasenverschiebung, d.h. jeweils in der entgegengesetsten Richtung zu den Rüttelplatten 3 bewegt werden. Dadurch stehen den auf das Trägerfahrzeug 1 wirkenden Massenkräften der Rüttenplatten 3 bei entsprechender Ausbildung der Kompensationsmassen 110, die wahlweise die Anbringung von Zusatz- oder Justiergewichten oder die Auswechselbarkeit von Gewichten einschließt, jeweils gleich große und entgegengesetst gerichtete, auf das Trägerfahrzeug 1 wirkende Massenkräfte der Kompensationsmassen 110 entgegen.
  • Die konstruktive Gestaltung der Kompensationsmassenlagerung ist beliebig. So können z.B. die Kompensationsmassen 110, wie in Fig. 23 schematisch dargestellt, auf Stangen 111 verschiebbar angeordnet sein oder als Kolben in einem schwenkbeweglich angeordneten Zylinder ausgebildet sein.
  • Des gleichen können auch anstelle der Federglieder 5 die in Fig. 4 und 5 gezeigten Federglieder Verwendung finden.
  • Letzteres hat den Vorteil, daß die Kompensationsmassen 110 nach einer gegenüber dem gezeigten Ausführungsbeispiel zusätzlichen gleitbeweglichen und zugleich schwenkbeweglichen Lagerung des Zylinders 9 in einfacher Weise in Form von nicht weiter dargestellten Gewichtscheiben auf den Gelenkzapfen 15 der dann ansonsten frei auf dem Zylinder 9 beweglichen und lediglich von den Federn 8 auf dem Zylinder 9 gehaltenen Hülse 12 befestigt und durch Verwendung kleiner und/oder dünner Justierscheiben leicht auf die zum genauen Ausgleich der Massenträgheitskräfte der Rütteiplatten 3 erforderlichen Masse gebracht werden können.
  • Nach Fig. 24 und 25 wird die erforderliche Masse der gompensationsmassen 110 dadurch verringert, daß die RUttelplatten aus einer Rahmenkonstruktion mit ganz geringem Gewicht bestehen, die außerdem den Vorteil einer sehr großen Steifigkeit hat und sich daher besonders zur Herstellung glatter Flächen wie z.B. von Straßendecken eignet.
  • Zudem sind die Rüttelplatten 3 nach Fig. 24 und 25 aus verschiedenen Einzelteilen 112, 113 und 114 zusammengesetzt.
  • Dabei bilden die untereinander gleichen Teile 112 bei rechtwinkeliger Plattenform die Ecken der Rüttelplatten 3, während die vorzugsweise ebenfalls untereinander gleichen Einzelteile 113 praktisch als Distanzstücke zwischen den Teilen 112 den gezeigten Rüttelplatten 3 die gewünschte Länge und die vorzugsweise ebenfalls untereinander gleichen Einzelteile 114 als Distanzstucke zwischen den Teilen 112 und den Teilen 113 den gezeigten Ruttelplatten 3 die gewünschte Breite geben. Bei geeigneter Verbindung der Einzelteile 112, 113 und 114 miteinander, z.B. einer Schraubverbindung, kann das Format der Rüttelplatten 3 mithin beliebig verändert werden und den jeweiligen Gegebenheiten, d.h. der Leistung der Vorrichtung und der zu verdichtenden Bodenschicht angepaßt werden.
  • Alle Einzelteile 112, 113 und 114 bestehen aus einer Schweißkonstruktion oder aus Stahlguß, wobei die Einzelteile 114 die Form von oben offen, einfach herzustellenden Kästen haben, während die Einzelteile 113 lediglich aus einem an der freien Seite in der gezeigten Form etwas nach oben gezogenem Boden mit drei an den Berührungsflächen mit den benachbarten Einzelteilen aufrecht stehenden Wänden und die Einzelteile 112 aus einem gleichermaßen an der mit den freien Seiten der Einzelteile 113 fluchtenden freien Seiten nach oben gezogenen Boden und zwei an den Berührungsflächen mit den benachbarten Einzelteilen 113 und 114 aufrecht stehenden zünden zusammengesetzt sind, die als Versteifung zusätzliche Rippen 115 und 116 aufweisen.
  • Die Einzelteile 112, 113 und 114 bilden zusammen an ihrer Unter- oder Bodenseite die Arbeitsfläche der Rüttelplatten 3, die, wie in Fig. 26 im Ausschnitt dargestellt, in gleichmäßiger Verteilung mit Noppen 117 von flacher, runder Form versehen sind. Die Noppen sind angeschweißt oder angegossen und haben wahlweise zugleich eine in Fig. 27 mit 118 bezeichnete längliche, d.h. ovale Form oder sind, wie in Fig. 28 dargestellt, mit den Noppen 118 kombiniert.
  • Des gleichen können die Noppen von nicht dargestellter annähernd zylindrischer oder kegeliger, oben bzw. unten abgerundeter Form sein. Bei Verwendung von Rüttelplatten 3 mit den in den Fig. 26 bis 28 gezeigten Noppen entsteht neben dem eigentlichen Verdichtungseffekt zugleich eine Walkwirkung ähnlich der von sogenannten Schaffußwalzen.

Claims (19)

  1. Patentansprüche
    Vorrichtung züm Verdichten von Bodenschichten mit schwingend bewegten Verdichtungswerkzeugen, die mindestens aus zwei Verdichtungselementen bestehen, die über schwenkbeweglich gelagerte, gemeinsame Parallellenker gelenkig miteinander verbunden sind, nach Patentanmeldung P 20 10 029, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Schwingungsantrieb aus mindestens einem Kurbeltrieb (6, 7) besteht, der über mindestens ein Federglied (5) mit einem der schwingend bewegten Teile (3, 4) verbunden ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß das Federglied (5) durch eine mechanische und/oder pneumatische Federung (8, 19, 38, 39, 40, 41, 46, 47, 60, 61, 68, 69, 76, 77, 78, 98, 101, 102) gebildet wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h mehrere parallel und/oder hintereinandergeschaltete Federglieder (5).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und/oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die pneumatische Federung aus einem pneumatischen Kraftkolben (68, 69, 76, 77, 78, 98, 101) besteht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Kraftkolben (68, 69) mit Druckbegrenzungsventilen (71, 72) versehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e -k e n n Z e i c h n e t , daß der Kraftkolben (76, 77, 78) einen Ein- und Auslaß (80, 90) mit vor- bzw. nachgeschalteter Düse oder Stellventil (92, 93) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Kraftkolben (68, 69, 76, 77, 78) über die Druckbegrenzungsventile (71, 72), die Düse oder das Stellventil (92, 93) mit einem Druckbehälter (73, 91) verbunden ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Druckbehälter (73, 91) über ein zwischengeschaltetes Druckminderventil (74, 94) mit einem Druckspeicher (75, 95) verbunden ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß sich in dem Kraftkolben (98, 101) Spiralfedern (102) und/oder Tellerfedern oder dergleichen Federn befinden.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß mindestens eines der schwingend bewegten Teile (3, 4) über ein Federglied (30) mit dem Gehäuse der Vorrichtung verbunden ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Parallellenker (4) Federnd gelagert sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Schwingungsantrieb aus zwei mit 1800 Phasenverschiebung bewegten Kurbeltrieben (6, 7) besteht.
  13. 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, d a dur c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Kurbeltrieb durch eine Kurbelschleife gebildet wird.
  14. 14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Kurbel (6) mit die Kurbelunwucht ausgleichenden Massen (105) versehen ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden AnsprUche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Kurbel (6) mit die Beschleunigungsmomente aus der Bewegung der Verdichtungselemente (3) kompensierenden Schwungmassen (106) versehen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß den Verdichtungselementen (3) mit 1800 Phasenverschiebung von der Kurbel (6) bewegte Kompensationsmassen (110) zugeordnet sind.
  17. 17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß die Verdichtungselemente (3) aus einer Rahmenkonstruktion bestehen.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Verdichtungselemente (3) aus auswechselbaren Einzelteilen (112, 113, 114) zusammengesetzt sind.
  19. 19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Verdichtungselemente (3) an der Arbeitsfläche mit Noppen (117, 118) versehen sind.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1999005362A1 (de) 1997-07-23 1999-02-04 Wacker-Werke Gmbh & Co. Kg Bodenverdichtungsvorrichtung mit veränderbaren schwingungseigenschaften

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