DE2046614C - Gesinterte Titanlegierung - Google Patents
Gesinterte TitanlegierungInfo
- Publication number
- DE2046614C DE2046614C DE19702046614 DE2046614A DE2046614C DE 2046614 C DE2046614 C DE 2046614C DE 19702046614 DE19702046614 DE 19702046614 DE 2046614 A DE2046614 A DE 2046614A DE 2046614 C DE2046614 C DE 2046614C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- titanium
- titanium alloy
- hardness
- alloy
- hard material
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
wurde bei einer geringfügigen Erhöhung der Dicht« auf 4,60 g/cm3 die Härte auf 60 bis 65 HR0 gesteigert
Eine Titanlegierung mit 5,0% Aluminum. 2,5°/„
Zinn, Rest Titan und unvermeidliche Verunreinigungen besitzt eine Härte von 25 bis 30 HRc bei einer Dichte
von 4,46 g/cm*.
Durch Zugabe von 25°/0 Titankarbid zu diese-Legierung
ergaben sich nach der pulvermetallurgischen Herstellung Härtewerte von 57 bis 60 HRc bei einer
Dichte von 4,47 g/cm3.
In allen Fällen war durch den erfindungsgemäßen Zusatz von Hartstoffen bei unbeachtlicher Erhöhung
der Dichte eine deutliche Härtesteig-rung festzustellen, die zum Teil über 100 °/o betrug. Mit dieser Härte und
entsprechender Verschleißfestigkeit läßt sich die erfindungsgemäße
Titanlegierung nun auch für Teile verwenden, die neben hoher Korrosionsbeständigkeit,
insbesondere gegen oxydierende und chlorionenenthaltende Medien, eine hohe Verschleißfestigkeit und
Härte aufweisen müssen. Beispiele für die Anwendung der erfindungsgemäßen hochverschleißfesten und harten
gesinterten Titanlegierung gemäß der Erfindung sind Zerstäuber, Düsen, Stopfbuchsen, Dichtringe,
Mischerflügel, Ausgüsse, Rührer, Ventile, Halterungen usw. für die chemische Industrie, Metallindustrie,
Galvanik, Papierherstellung, Erzaufbereitung, Elektroindustrie, Fotoindustrie, Flugzeug- und Raketenbau.
Die pulvermetallurgische Herstellung der erfindungsgemäßen Titanlegierung erfolgt durch Mahlen der
trockenen Mischung von Titan- oder Titanlegurungspulver
mit dem pulverförmigea Hartstoff in schwer entflammbaren und nichtoxydierenden Flüssigkeiten
auf eine Korngröße von kleiner als 5 μΐη. Ist die Matrix
eine Titanlegierung, können auch statt der fertigen
ίο Titanlegierung ihre Ausgangskomponenten oder Vorlegierungen
in Pulverform mit dem Hartstoffpulver gemischt und gemahlen werden. Die Legierungsbildung
zwischen dem Titan und den Legierungselementen erfolgt dann bei der Sinterung.
*5 Bei der anschließenden Vakuumtrocknung der gemahlenen
Mischung zur Entfernung der Mahlflüssigkeit muß eine Selbstentzündung des feingemahlenen
Titanpulvers sorgfältig vermieden werden. Am zweckmäßigsten ist es, einen Rest von bis zu 6% der Mahl-
ao flüssigkeit im Ansatz zu belassen, die dann einen Schutz gegen Oxydation gewährleistet und als preßerleicbiernder
Zusatz dient.
Anschließend wird die Mischung zu Formkörpern gepreßt. Die Preßlinge werden dann im Vakuum oder
as unter Schutzgas gesintert, vorzugsweise im Hochvakuum
von besser als 10~3 Torr und Temperaturen von 1500 bis 160O0C, je nach Legierung.
Claims (5)
1. Gesinterte Titanlegierung mit hoher Ver- TitankarbiO, Chromkarbid,^Vanadiumkarbidj*»·
schleißfestigkeit bei einer Härte über 50 HRC, 5 nhrid und -bond. Der Hartstoff ^J™***™-dadurch
g e k e η η ζ e i c h η e t, daß sie aus schleißfesügkeit und Harie der ci*fdun^emaßen
Titanlegierung erhöhen, jedoch die niedrige Dichte und
nd i- "
■ > -·= i:_1,~:* An· laterne nAe>r AfT-
sLEsssasÄ
besteht. io Sinterung der Titanlegierung keine Reaktion mit dem
2. Titanlegierung nach Anspruch 1, dadurch ge- Titan oder Legierungselementen in der Titanlegierung
kennzeichnet, daß als Hartstoff dem Titan art- auslösen. Die oben besonders herausgestellten Hartverwandte
Stoffe, wie Titankarbid, Chromkarbid, stoffe verhalten sich in dieser Hinsicht am günstigsten.
Vanadiumkarbid, Titannitrid und -borid, zugesetzt Auch Mischungen verschiedener Hartstoffe kommen
werden. 15 in Frage.
3. Titanlegierung nach einem der Ansprüche 1 Auf Grund der hohen Affinität des Titans zum
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff muß beim
freiem Kohlenstoff im Karbid, freiem Stickstoff im ZubaU der Hartstoffe außerdem darauf geachtet wer-Nitrid,
freiem Sauerstoff im Oxyd usw. des Hart- den, daß der Hartstoff nur sehr geringe Gehalte an
Stoffs möglichst gering ist. 20 freiem Kohlenstoff, freiem Stickstoff oder freiem
4. Titanlegierung nach einem der Ansprüche 1 Sauerstoff besitzt, damit während der Sinterung der
bis 3, gekennzeichnet durch den Zusatz von im ernndungsgemäßen Legierung keine Reaktion zwischen
Vakuum stabilisiertem Hartstoff. diesen und dem Titan eintritt, die unter anderem in-
5. Verfahren zur Herstellung einer Titanlegierung folge von Volumenänderungen zur Porosität der
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn- 35 Sinterteile führen und außerdem die Zusammensetzung
zeichnet, daß der Hartstoff oder die Hartstoff- der Legierung verändern würde. Es ist daher oftmals
mischung mit dem Titan oder der Titanlegierung, zweckmäßig, nicht abgesättigte Hartstoffe zuzusetzen,
beide in Pulverform, gemischt werden, die also Hartstoffe zu verwenden, deren Sauerstoff-,
Mischung in nichtoxydierender Flüssigkeit auf eine Kohlenstoff- bzw. Stickstoffgehalt unter dem stöchio-Korngröße
von kleiner als 5 μπι gemahlen und zu 30 metrischen Sättigungswert liegt. Außerdem sollten
Formkörpern gepreßt wird, die dann im Vakuum Hartstoffe, die im Vakuum zu Zerfallserscheinungen
oder unter Schutzgas gesintert werden. neigen, wie z. B. Aluminium- und Siliziumnitrid, vor
dem Zusatz zu der Titanlegierung im Unterdruck
stabilisiert werden. Zu diesem Zweck wird beispiels-
35 weise Aluminiumnitrid im Vakuum unter Stickstoff-
atmosphäre von etwa 200 Torr nochmals bei 1200 bis
14000C geglüht.
An Hand von Beispielen wird der durch dir erfindungsgemäße
gesinterte Titanlegierung mit Hartstoff-
Die Erfindung betrifft eine gesinterte Titanlegierung 40 zusatz erzielbare Vorteil dargestellt,
mit hoher Verschleißfestigkeit bei einer Härte über
mit hoher Verschleißfestigkeit bei einer Härte über
H*c· ^. B e i s ρ i e I 1
Reines Titan und Titanlegierungen zeichnen sich
durch ein besonders günstiges Verhältnis von Dichte Die Härte von reinem Titan von etwa 15 HR0 kann
zu Festigkeit und durch eine hohe Korrosionsbestän- 45 durch Zugabe von 30°/„ Titankarbid mit einem freien
digkeit aus. Auf Grund dieser Eigenschaften werden Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,03 °/0 zu Titan bei
Titan und Titanlegierungen als Werkstoff für Flug- einer Dichte von 4,57 g/cm* auf 65 bis 70 HRC gestei-
zeug- und Raketenbauteile sowie für den chemischen gert werden.
Apparatebau eingesetzt. Beispiel 2
Titan und Titanlegierungen besitzen geringe Härte 50 >
v
und Verschleißfestigkeit. Die Härte von reinem Titan Eine Titanlegierung, bestehend aus 6,0 °/0 Aluliegt
unter 15HRC und bei bekannten ausgehärteten minium, 4,0°/0 Vanadium, Rest Titan, hat im ausge-Titanlegierungen
bei 30 bis 40 HRC. Für Verschleiß- härteten Zustand eine maximale Härte von 45 HR0 bei
teile werden aber Härten von über 50, vorzugsweise 60 einer Dichte von 4,43 g/cms.
bis 70HRc gefordert. Die mangelhafte Härte ließ 55 Durch Zusatz von 25 °/0 Titankarbid erhöhte sich die
bisher den Einsatz von Titan und Titanlegierungen für Dichte geringfügig auf 4,50 g/cm3, die Härte jedoch
Verschleißteile nicht zu. beträchtlich, nämlich auf 60 bis 62 HRC.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe
zugrunde, einen Werkstoff mit der niedrigen Dichte, Beispiel 3
der guten Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit des 60
Titans und von Titanlegierungen vorzuschlagen, der Eine Titanlegierung mit 7,0°/o Aluminium, 4,0°/„
eine höhere Verschleißfestigkeit bei einer Härte über Molybdän, Rest Titan und übliche Verunreinigungen
HR0 besitzt. zeigte nach der gebräuchlichen Verarbeitung im An-
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine gesinterte schluß an die Erschmelzung und Aushärtung eine
Titanlegierung, bestehen'1 aus 10 bis 60°/0 (Gewichts- 65 maximale Härte von 35 bis 40 HRC bei einer Dichte
Prozent) Hartstoff und 40 bis 90°/0 Titan oder einer von 4,48 g/cm3.
Titanlegierung, vorgeschlagen. Nach der pulvermetallurgischen Herstellung dieser
Unter Hartstoff werden Metallkarbide, -nitride, Titanlegierung unter Zusatz"von 25°/0 Titankarbid
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702046614 DE2046614C (de) | 1970-09-22 | Gesinterte Titanlegierung | |
| GB3964971A GB1301629A (de) | 1970-09-22 | 1971-08-24 | |
| US00175717A US3737290A (en) | 1970-09-22 | 1971-08-27 | Sintered titanium alloy |
| NL7112682A NL7112682A (de) | 1970-09-22 | 1971-09-15 | |
| FR7133348A FR2107738A5 (de) | 1970-09-22 | 1971-09-16 | |
| BE772676A BE772676A (fr) | 1970-09-22 | 1971-09-16 | Alliage de titane fritte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702046614 DE2046614C (de) | 1970-09-22 | Gesinterte Titanlegierung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2046614A1 DE2046614A1 (de) | 1972-03-30 |
| DE2046614B2 DE2046614B2 (de) | 1972-08-17 |
| DE2046614C true DE2046614C (de) | 1973-03-22 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4318699A1 (de) * | 1992-06-08 | 1993-12-09 | Nippon Tungsten | Hartgesinterte Legierung auf Titanbasis |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4318699A1 (de) * | 1992-06-08 | 1993-12-09 | Nippon Tungsten | Hartgesinterte Legierung auf Titanbasis |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2940290C2 (de) | ||
| DE2614633C2 (de) | Verfahren zum Rückgewinnen von Metallcarbiden aus Hartmetallschrott | |
| DE3932992A1 (de) | Hartmetallische verbundstoffe mittels dispersionslegierung | |
| DE3027401C2 (de) | ||
| EP0447388A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von feinkörnigen, sinteraktiven Nitrid- und Carbonitridpulvern des Titans | |
| DE1583744C3 (de) | Verfahren zur pulvermetallurgischen Herstellung poröser Zinkkörper aus oberflächlich oxydierten Zinkteilchen | |
| EP0021458A1 (de) | Elektrode für die Wasserelektrolyse | |
| DE2129789C3 (de) | Verwendung einer Hartmetallegierung als Werkstoff für die Preßmatrize eines Werkzeuges zum Pressen von Ferritpulvern in einem Magnetfeld | |
| DE2046614C (de) | Gesinterte Titanlegierung | |
| DE1533320C3 (de) | Verfahren zur pulvermetallurgischen Herstellung von porösen Metallkörpern | |
| DE1226548B (de) | Verfahren zur Herstellung von Boriden | |
| EP0368082A2 (de) | Sauerstoffhaltiges Molybdänmetallpulver sowie Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE69004286T2 (de) | Herstellung einer porösen Nickelplatte. | |
| DE2046614B2 (de) | Gesinterte titanlegierung | |
| DE2304731A1 (de) | Verfahren zur herstellung von sinterkarbiden und die dabei erhaltenen produkte | |
| DE1558719A1 (de) | Verfahren zum pulvermetallurgischen Herstellen chromhaltiger Legierungen | |
| DE1533319B1 (de) | Verfahren zur pulvermetallurgischen Herstellung poroeser Zinkkoerper aus oberflaechlich oxydierten Zinkteilchen | |
| DE1149972B (de) | Verfahren zum Herstellen einer durchlaessigen Membran | |
| DE1467737A1 (de) | Metallothermisches Gemisch | |
| DE2617225A1 (de) | Verfahren zur herstellung von molybdaenlegierungen | |
| DE690816C (de) | Verfahren zur Herstellung gesinterter harter Metallegierungen | |
| DE19936087B4 (de) | Matrix für Schmelzcarbonat-Brennstoffzellen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2230267A1 (de) | Aluminiumoxidcermets und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1533216C (de) | ||
| DE2721631A1 (de) | Verfahren zur herstellung von titancarbid-hartstoff |