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DE1558719A1 - Verfahren zum pulvermetallurgischen Herstellen chromhaltiger Legierungen - Google Patents

Verfahren zum pulvermetallurgischen Herstellen chromhaltiger Legierungen

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Publication number
DE1558719A1
DE1558719A1 DE19671558719 DE1558719A DE1558719A1 DE 1558719 A1 DE1558719 A1 DE 1558719A1 DE 19671558719 DE19671558719 DE 19671558719 DE 1558719 A DE1558719 A DE 1558719A DE 1558719 A1 DE1558719 A1 DE 1558719A1
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DE
Germany
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powder
carbon
chromium
powder mixture
sintering
Prior art date
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Pending
Application number
DE19671558719
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English (en)
Inventor
Judd James Custer
Honaker Harold Hilton
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henry Wiggin and Co Ltd
Original Assignee
Henry Wiggin and Co Ltd
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Filing date
Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
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    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
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    • B22F9/18Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds
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    • C22CALLOYS
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Description

London, S0 V. Ί, England
"Verfahren zum pulvermetallurgischen Herstellen chromhaltiger
Legierungen"
Die Erfindung "bezieht sich auf ein pulvermetallurgisches Verfahren zum Herstellen von Chromlegierungen mit einem oder mehreren Elementen der Eisengruppe, doho mit Eisen, Nickel und Kobalt sowie gegebenenfalls anderen Elementen«
Die Vorteile der pulvermetallurgischen Herstellung von Legierungen sind allgemein bekannt. Insbesondere lassen sich dabei die chemische Zusammensetzung und die Eigenschaften der Legierung leicht einstellen. Chromhaltige Legierungen bieten dennoch besondere Schwierigkeiten. So sind die handelsüblichen Chrompulver stets mit Oberfläohenoxyden verunreinigt, die einem Sauerstoffgehalt von 0,4 bis 0,8$ entsprechen. Demzufolge sind auch die durch Pressen und Sintern solcher Pulver mit oder ohne andere Metallpulver hergestellten Legierungen stets mit Chromoxyd verunreinigt. Außerdem Bind unwirtschaftlich lange Sinterzeiten erforder-
Schreiben vom ...19.-J0Zi. 1?.§..X anY£?l&k^
Htll hhlti "
Herstellen chromhaltiger
„..
1RRR719
lieh, um durch Diffusion der Teilchen eine homogene Legierung zu erhalten.Schließlich beeinträchtigt die Verunreinigung mit Oxyden auch die mechanischen Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit des Fertigteile.
Eine gewisse Verbesserung der physikalischen Eigenschaften konnte bereits durch ein unter dem Namen "aktiviertes Sintern" bekanntes Verfahren erreicht werden. Bei diesem Verfahren werden Pulverpreßlinge unter Wasserstoffatmosphäre in Kammern gesintert, die Halogene, beispielsweise Ammoniumfluorid, enthalten, das beim Erwärmen sublimiert. Dieses Verfahren hat jedoch keine große Verbreitung gefunden, da es unter den Nachteilen leidet, die sich aus dem Angriff der hochreaktiven Chemikalien auf das Ofeninnere, der Korrosion der metallischen Preßlinge, den erhöhten Kosten einer Voroxydation bei der Behandlung des Pulvers und dem Sintern der Preßlinge in einem abgeschlossenen Raum ergeben. Außerdem ist der Kohlenstoff in den Preßlingen als Gift in bezug auf die gewünschten Eigenschaften der Sinterlegierung anzusehen.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht nun darin, einen Preßling aus einem Pulvergemisch der Metalle und einer Menge an Kohlenstoff herzustellen, die das stöchiometrische Gleichgewicht mit dem Sauerstoff des Ghromoxyds übersteigt sowie mit einem Füllstoff, der beim Glühen verdampft und eine entsprechende Porosität des Preßlings gewährleistet. Der Preßling wird dann im Strom eines in bezug auf das
BAD ORKV.NAL * BAD ORIGIN*
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Zum Schreiben vom ! °. · J&9Y .· 1 ?6.I. on!.lerf εώΓβΠ.. ZUm^Υ.?-? j^jg
Herstellen chromhaltiger ..."
Ghromoxyd reduzierenden Gases "bei einer Temperatur von mindestens 10400G gesintert. Der Sinterkörper kann durch V/armverformung in die Gestalt eines Knüppels mit voller Dichte gebracht werden, "beispielsweise durch Walzen oder Strangpressen. Versuche haben ergeben, daß es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich ist, eine im wesentlichen von Ghromoxyden freie Legierung herzustellen, wobei das Verfahren wesentlich einfacher ist als die herkömmlichen Verfahren. Außerdem besitzen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Legierungen eine überraschend gute Korrosionsbeständigkeit. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können große Sinterteile, wie beispielsweise Knüppel mit einer Kantenlänge von 10 χ 15 cm und einem Gewicht von 13,5 bis 90 kg, hergestellt werden, die über ihren gesamten Querschnitt im wesentlichen oxydfrei sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auf sämtliche Chromlegierungen anwenden, die entweder zur Gänze aus Chrom bestehen oder auf Basis Chrom mit einem Metall der Eisengruppe aufgebaut sind einschließlich der binären Nickel-Chrom- und der Eisen-Nickel-Chrom-Legierungen sowie rostfreien Stähle. Eine für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Pulvermischung kann 5 bis 60?£ Chrom, 0 bis 90$ Nikkei, 0 bis 90% Eisen und 0 bis 2OfS Kobalt in Pulverform enthalten. Außerdem kann das Pulvergemisch noch Elemente enthalten, wie sie bei Nickel-Chrom- und Eisen-Chrom-Legie-
009817/0732
Schreiben vom ...1°..· E91* .....!Ml. anVjgrf.ahren zum pulv.ermej;al.lurgi s cheriBiati A..
Herstellen chromhaltiger ..."
155R719
rungen üblich sind, beispielsweise O bis 5$ Niob, O bis Kupfer, O bis 20$ Molybdän und 0 bis 1.0$ Wolfram. Vorzugsweise enthält das Pulvergemisch kein Aluminium, Titan, Silizium und Mangan, da diese Elemente bzw. ihre Oxyde die Reduktion des Chromoxyds beeinträchtigen,, Soll das Fertigprodukt jedoch eins oder mehrere dieser Elemente enthalten,
dann kann das Pulver des betreffenden Elementes zunächst mit Nickel, Eisen oder Kobalt, beispielsweise durch thermische Zersetzung der entsprechenden Metallkarbonyle, überzogen werden^ ehe es mit den übrigen Bestandteilen des Gemischs vermengt wird. Der Überzug verringert die störenden Wirkungen dieser Metalle beim Sintern, doch werden die auf dem Metallpulver vor dem Überziehen vorhandenen Oxyde nicht reduziert und sind im fertigen Sinterteil enthalten, wobei sie sich nachteilig auf die Korrosionsbeständigkeit auswirken.
Übliche Chrompulver besitzen eine Körnung von 1 bis 60 Mikron. Um eine ausreichende Diffusion beim Sintern zu gewährleisten, sollten die Teilchengrößen der einzelnen Pulverfraktionen 40 Mikron nicht übersteigen.
Das Chrompulver sollte nicht mehr als 0,02 5$ Schwefel, höchstens 0,05$ Magnesium, höchstens 0,3$ Silizium und höchstens 0,1$ Aluminium enthalten. Die Gehalte an Magnesium, Silizium und Aluminium sollten so niedrig wie möglich .sein,
BAD
009817/0732 copy
Zum Schreiben vom IQ. Nov. 1.96J.... „,i'Verfahren....zum PulvemetalljurgiBchgiiiatt £ ;....
Herstellen chromhaltiger 4.,"
1RRR719
da die Oxyde dieser Elemente nur schwer reduzierbare Spinelle mit dem Chromoxyd "bilden. Insoweit eignet sich für das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere elektrolytisch gewonnenes Chrompulver, das nur sehr geringe Gehalte an Silizium, Aluminium und Magnesium besitzt. Als Ausgangsmaterial können jedoch auch pulverförmige' Chromlegierungen, beispielsweise rostfreie Stähle, verwendet werden. Besondere Vorteile ergeben sich bei der Verwendung von Karbonylnickelpulver und !Carbonyleisenpulver mit einer Teilchengröße von 3 bis 10 Mikron.
Um die Kohlenstoffmenge im Gemisch zu bestimmen, ist es erforderlich, nicht nur die für die stöchiometrische Verbindung mit dem Sauerstoff des Chromoxyds.erforderliche Menge zu berücksichtigen, sondern außerdem den Kohlenstoffverlust, der durch MeHianbildung und Verbindung des Kohlenstoffs mit den Glühgasen wie beispielsweise dem in marichen Pulvern chemisch absorbierten Kohlendioxyd verursacht werden kann. Außerdem muß der Endkohlenstoffgehalt des fertigen Sinterteils berücksichtigt werden. Im allgemeinen empfiehlt es sich, den Kohlenstoff so einzustellen, daß er das stöchiome--trische Gleichgewicht um 20 bis 100$ übersteigt. Normalerweise muß den Metallpulvern noch Kohlenstoff zugesetzt werden, doch kann der erforderliohe Kohlenstoff dem Gemisch auch durch Verwendung kohlenstoffhaltiger Pulver, beispielsweise eines Karbonyleisenpulvers oder Karbonylniokelpulvere
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009817/Df32
m Schreiben vom ...IQ..· Έ.9Ζ.9. 1.96.7 ^Verfahren zum PAlv§™etallurgischerJb|att §
Herstellen chromhaltiger ..."
mit einem Kohlenstoffgehalt bis 196 beigegeben werden. Der Kohlenstoff kann dem Gemisch als Pulver oder als sich in der Wärme zersetzende Kohlenstoffverbindung, beispielsweise als flüssiger oder fester Kohlenwasserstoff oder Kohlenstoffhydrat zugesetzt werden. Vorteilhafterweise wird der Kohlenstoff als feines Pulver, beispielsweise als Ruß oder Graphit mit einer Teilchengröße von 0,5 bis 50 Mikron zugesetzte
Im allgemeinen sollte der Kohlenstoffgehalt des Pulvergemische mindestens 0,1$, vorzugsweise 0,8$ nicht übersteigen, da sonst der Kohlenstoffgehalt des fertigen Sinterteils zu hoch ist. Normalerweise enthält das Pulvergemisch 0,15 bis 0,25$ Kohlenstoff, was im Hinblick auf eine Reduktion des Chromoxyds und den gewünschten Endkohlenstoffgehalt ausreichend ist.
Der Füllstoff sollte bei einer Temperatur unter 65O0C verdampfen und besteht vorzugsweise aus Ammonium-Halogenen, beispielsweise Ammonium-Chlorid, da diese Salze bei Temperaturen unter 65O0O verdampfen und gasförmige Produkte ergeben, die nicht im Sinterkörper verbleiben. Die Menge des Füllstoffs sollte mindestens 0,01$ des Ausgangspulvergemisohs betragen, um beim Sintern eine gewisse Mindestporosität zu gewährleisten. Andererseits sollte der Füllstoffgehalt 0,5$ nicht übersteigen, da es sonst beim Sintern zu einer Rißbildung kommen kann. Vorteilhafterweisa
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Zu.,, Schreiben vom JU. JIov . 1 967. JJ1Verfahren zum pul^ermeiallurgi s_chenBlat,
Herstellen chromhaltiger ..."
1RR8719
beträgt der Gehalt des Pulvergemicchs an Füllstoff 0,05 bis 0,'Zi.
Die Pulverfraktionen sollten gründlich miteinander ■vermischt und dann vorzugsweise hydrostatisch in Preßlinge mit einer Porosität von 25 bis 45 Vol.-$ verpreßt werderu
Die Sintoratmosphäre besteht vorzugsweise aus trockenem Wasserstoff oder trockenem dissoziiertem Ammoniak. Versuche haben ergeben, daß im Hinblick auf eine Reduktion des Chromoxyds durch den Kohlenstoff in einer Atmosphäre aus trockenem Wasserstoff eine Sintertemperatur von mindestens 1040 0C erforderlich ist. Vorzugsweise wird jedoch vier Stunden bei etwa 1095 bis 126O0C gesintert, wobei ein Gasstrom aus beispielsweise trockenem Wasserstoff in einer Menge von 0,02 bis 0,06 m /h/kg aufrechterhalten wird.
Es ist vorteilhaft, die Preßlinge in nichtoxydie-. render Atmosphäre rasch auf die Sintertemperatur' zu erhitzen, d.h. beispielsweise in einer Atmosphäre aus 90 VoI.- io Stickstoff und 10 Vol.-# Wasserstoff. Diese Atmosphäre sollte, sobald die Sintertemperatur von I040 C erreicht ist oder auch schon früher, durch einen Strom aus trockenem Wasserstoff oder anderen reduzierenden Gasen ersetzt werden. Das Glühen bei Temperaturen über 10950C sollte in jedem Fal le bei einer geringen Aufheizgeschwindigkeit von beispielsweise 27° C/h erfolgen.*
00S817/0732 bad
Zum Schreiben vom ...IQ.'1.0Zs 1 9.6J. α'ηΥ^Ι^Μ.....!™ 5.
Herstellen, chromhaltiger ..."
Am Ende des Sinterns besitzen die Sinterkörper im allgemeinen eine Porosität von 15 bis 25$. Sie können dann direkt in einem Warmwalzwerk oder durch Warmpressen zum Herstellen hochdichter Produkte, wie beispielsweise Draht, Knüppel, Bleche oder Rohre verarbeitet werden. Hochchromhaltige Sinterkörper werden jedoch vorzugsweise durch Warmstrangpressen verdichtet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen des näheren erläutert:
Beispiel 1
Zunächst wurde ein Pulvergemisch aus 76$ Karbonylnickelpulver mit einer Teilchengröße von etwa 5 Mikron, 7$ Karbonyleisenpulver mit einer Teilchengröße von etwa 5 Mikron und 16$ elektrolytisch gewonnenem Chrompulver mit einem Sauerstoffgehalt von 0,7$ sowie etwa 0,1$ Ammoniumchlorid hergestellt. Das Chrompulver passierte noch ein 325-Mascheji-Tyler-Sieb mit öffnungen von 43 Mikron, so daß seine Körnung im wesentlichen unter 40 Mikron lag. Der Kohlenstoffgehalt des Pulvergemischs betrug 0,05$; au einer Teilmenge wurde jedoch noch Kohlenstoff zugegeben, um deren Kohlenstoffgehalt auf 0,18$ zu erhöhen. Aus den beiden Misohungen wurden bei einem Preßdruck von 21 kg/mm in einer hydrostatischen Presse Formkörper hergestellt, die 8 Stunden bei verschiedenen Temperaturen in strömendem trockenem Wasserstoff gesintert wurden. Die Preßlinge besaßen einen
009817/0732 original inspected
Zum Schreiben vom 19...1.OVo ι196 J an n VeTf ahr eigzum:....P3l ve rme t al lur gi s chejg,^ jjp
Herstellen chrömhari'i'ger ™~vi ;
quadratischen Querschnitt mit einer Kantenlänge von 6,25 cm und wogen 18 kg. In jedem Falle wurden die Preßlinge so schnell wie möglich auf die Sintertemperatur erwärmte Die Sauerstoff- und Kohlenstoffgehalte der fertigen Sinterkörper sind in der nachfolgenden Tabelle I zusammengestellt.
Tabelle I
Anfangskohlen- Anfangskohlenstoffgehalt stoffgehalt 0,05$ 0,18#
Sinter«
Temperatur Sauer- Kohlen- Sauer- Kohlen-(0C) stoff- stoff- stoff- stoffgehalt göhalt gehalt gehalt W (*) (#) W
760 0,17 0,03 0,16 0,14
980 . 0,13 0,012 0,09 0,10
1095 O9 08 0,005 0,013 0,03
1205 0,09 0,003 0,012 0,04
Aus den vorstehenden Warten ergibt sich, daß bei einem Ausgangskohlenstoffgehalt von 0,05$ der Sauerstoffgehalt nicht unter 0,0856 fiel, währaad bei einem Ausgangskohlenstoff gehalt von 0,18$ und einer Sintertemperatur über 1040°ö der Sauerstoffgahalt soweit verringert wurde, daß die betreffenden Sinterteile als im weeentlichen frei von Qxydisehan Einsohlüssen angesehen werden können·
Beispiel 2
,-·-.: Eia dem Beispiel 1 entepreoliendes PulvWgemiaoix mit 0,18^ Kohiößitoff wurde hydrostatisoh bei einem Druck
m Schreiben vom ..19..'!.9J..z 19§7 ^'Verfahren zum pulvermetallurgischeftatt VjB.
Herstellen cHrömEältigef . „o"
von 7 kg/mm verpreßt, die Preßlinge anschließend rasch auf 1O95°C gebracht sowie 12 Stunden bei 123O0C gesintert. Bis 6200C bestand die Glühatmosphäre aus 90$ Stickstoff und 10$ Wasserstoff, wonach.sie bis 1205°C durch einen trockenen Wasserstoffstrom ersetzt wurde. Während der letzten sechs Stunden bestand die Sinteratmosphäre aus strömendem dissoziierten Ammoniak. Die Sinterkörper wurden zu Flachknüppeln warmverformt und enthielten 0,001$ Sauerstoff sowie 0,05$ Kohlenstoff. An den verformten Sinterteilen bei Raumtemperatur durchgeführte Versuche ergaben eine O,2-$-Streckgrenze von 36 kg/mm , eine Zugfestigkeit von 69,6 kg/mm bei einer Dehnung von 38$ und einer Einschnürung von 64$. Im Gegensatz dazu besaßen die aus dem Pulvergemisch ohne Kohlenstoffzusatz hergestellten Sinterkörper nach dem Verformen auf volle
2 Dichte eine Streckgrenze von nur 32 kg/mm , eine Zugfestig-
keit von 64 kg/mm bei einer Dehnung von 28$ und einer Einschnürung von 24$. Die Untersuchung des Mikrogefüges dieser verformten Sinterkörper ergab zahlreiche unerwünschte Oxyd-r einschlüsse.
Verformte Sinterkörper gemäß Beispiel 2 wurden außerdem einem Korroeionsverauch unterworfen, bei dem sie 24 Stunden lang in 65$ige Salpetersäure eingetaucht wurden. Einige Probestücke wurdtn auch nach einem einstündigen Glühen bei 12050C und anschließendem Wasserabaohreckan sowie »in Seil nach einem sich anschließenden achtstündigen weiteren Glühtn bei 5950O mit Wtaierabiohrecken untersucht· Die Korro-
008817/0732 bad okiginai
Zum Schreiben vom ...IQ..·!.0..!..?.. 1.9.67 S!i&r£eJajceja. zum,....p.ulvermet:al^lurgischenBiatt M..,
; HersteTlen chrbmEaltiiger oo.."
sionsgeschwindigkeit dieser Proben sowie von erschmolzenen Vergleichslegierungen ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle II.
Tabelle II
Korrosionsge- Korrosionsgeschwindigkeit schwindigkeit (mm/Monat) (Schmelzlegierung)
(mm/Monat)
12050O, 1 h
Wasserabschreckung 0,0185 0,53
12050C, 1h
Wasserabschreckung
und 2,62 53,4
5950C, 8h
Wasserabschreckung
Beispiel 3
Pulverpreßlinge mit quadratischem Querschnitt und einer Kantenlänge von 6,25 cm sowie einem Gewicht von 9 kg wurden aus einem Pulvergemisch von etwa 77$ Nickel, 16# Chrom, 7$ Eisen, und 0,18$ Gesamtkohlenstoff bei Gehalten an Ammoniumchlorid von 0,05, 0,1 bzw· 0,2$ hergestellt. Die Preßlinge wurden neun Stunden im trockenen Wasserstoffstrom bei 12600C bzw. insgesamt vierzehn Stunden bei Temperaturen über 10950C gesintert. Anschließend wurden aus den Probestücken durch Warmverformen Knüppel mit der vollen Dichte hergestellt. Bei jeder verformten Probe wies der Gefügequerschnitt im Mittelpunkt keine Oxydeinschlüsse auf und betrug der Sauerstoffgehalt etwa O,O16#, Bei der an-
009 81770132
m Schreiben vom .J..0...·.!.?.!.· 1.9.6.1 "nV§r.£§kr.eii Zum^^ulV^ermetallurgjLs.cli.enBiatt I*...
Herstellen chromhaltiger ..."
sonsten tibereinstimmenden Probe mit O,1# Ammoniumchlorid betrug der Sauerstoffgehalt nur 0,005^ und war das Mikrogefüge völlig oxydfrei. Bei Raumtemperatur an dieser Probe durchgeführte Versuche ergaben eine Dehnung von 4-1 # und eine Einschnürung von 66$. Im Gegensatz dazu besaß ein ohne jeden Füllstoff hergestellter, im übrigen jedoch identischer Sinterkörper einen Sauerstoffgehalt von 0,03# sowie zahlreiche Oxydeinschlüsse im Gefüge. An dem füllstofffreien Sinterkörper bei Raumtemperatur durchgeführte Versuche ergaben eine Dehnung von nur 33# und eine Einschnürung von 47#o Somit ergibt sich aus dem Vergleich die Bedeutung des !füllstoffes, auch wenn der Kohlenstoffgehalt für eine Verbindung mit dem Sauerstoff des Chromoxyds ausreichend ist.
Eine theoretische Erklärung für die ausgezeichneten Ergebnisse des erfindungsgemäßen Verfahrens konnte noch nicht gefunden werden; es scheint jedoch, daß beim Verdampfen des Füllstoffs in den Preßlingen während des Sinterns Kanäle gebildet werden, die das Eindringen von Wasserstoff und damit ein Durchspülen der Preßlinge ermöglichen. In jedem Falle aber führt das erfindungsgemäße Verfahren trotz Verwendung mit Oxyden verunreinigten Chrompulvers zu einer metallurgisch reinen Chromlegierung·
OWGiHAL INSPECTED
009817/0732 0^

Claims (8)

  1. Zum Schreiben vom .J^'I0.!.· ?5§I_ ani®£fÄgn. ZUHt ^jg
  2. Herstellen chromhaltiger ..."
  3. Henry Wiggin & Company Limited, Shames House, Millbank,
  4. London,
  5. S. W· 1, England
    Patentansprüches
    ο Verfahren zum pulvermetallurgischen Herstellen chromhaltiger Legierungen mit mindestens einem Metall der Eisengruppe, "bei dem das einen bei der Sintertemperatur verdampfenden Füllstoff enthaltende Pulvergemisch verpreßt, der Preßling gesin/ert und der Sinterkörper warmverformt" wirds d a duroh gekennzeichnet, daß das Pulvergemiseh Kohlenstoff in einer das stöchiometrische Verhältnis der Verbindung des Kohlenstoffs mit dem Sauerstoff des Ohromoxyds übersteigenden Menge enthält und das Sintern im Strom eines das öhromoxyd reduzierenden Gases bei einer Temperatur von mindestens 104O0O erfolgt«
    2β Verfahren naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß ein Pulvergemisch mit 0,1 bis 0, Kohlenstoff und 0,01 bis O85$. füllstoff verpreßt wird.
    3* Verfahren nach Anspruch 2S dadurch gekenn sii ohne 1; ρ daß ein Pulvergemisch mit 6 biB 60$ Öhren und S fels 8Q$ ITiokel, Rest ei&sÄließlich Verunrei
    009811^0131
    Zum Schreiben vom JLQj. IPX.· 193.1... anwlerjjajtoen__ zum pulvermetallur^sch.ej||att
    Herstellen, chromhaltiger ..."
    Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß ein Nickelkarbonylpulver enthaltendes Pulvergemisch verpreßt wird·
    5β Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß ein Pulvergemisch mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,15 bis 0,25$ verpreßt wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet , daß ein Pulvergemisch mit 0,05 bis 0,2$ Füllstoff verpreßt wird.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß ein Ammoniumhalogene oder Ammoniumkarbonat, insbesondere Ammoniumchlorid enthaltendes Pulvergemisch verpreßt wird.
  8. 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet , daß ein Pulvergemisch mit einer Teilchengröße von höchstens 40 Mikron verpreßt wird.
    9· Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pulvergemisch mit einem Chromgehalt von 10 bis 50$ verpreßt wird.
    10, Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet durch ein vierstündiges Sintern bei 1095 bis 1260° C.
    11, Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , ■ daß das Sintern im Strom von '
    008817/0732
    Zum Schreiben vom liL*JK23DLJL26&^^ V2L
    Herstellen ohromhaltiger ..0"
    trockenem Wasserstoff oder trockenem dissoziiertem Ammoniak "bei einer Gasmenge von 0,02 tis 0,06m /h/kg erfolgt©
    009817/0732
DE19671558719 1966-11-14 1967-11-11 Verfahren zum pulvermetallurgischen Herstellen chromhaltiger Legierungen Pending DE1558719A1 (de)

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