DE1936828U - Auf einen flansch aufzusetzender randbesatz. - Google Patents
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Description
H 148 14.1.66 Men/Hi.
Auf einen Flansch aufzusetzender Randbesatz
Die Neuerung betrifft einen auf einen Flansch aufzusetzenden Randbesatz.
Der Neuerung lag die Aufgabe zugrunde, einen Randbesatz zu schaffen, der sowohl in bezug auf die Weichheit und Oberflächenbeschaffenheit
seiner Polsterung als auch hinsichtlich der Dicke des abzupolsternden Flanschrandes vielfältigen Bedarfsfällen
auf einfache Weise und mit geringem Kostenaufwand anpaßbar ist.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Randbesatz aus einem Klemmstreifen und einem Polsterstreifen besteht, die unlösbar miteinander verbunden sind. Die getrennte
Fertigung der beiden, den Randbesatz bildenden Streifen besitzt den Vorteil, daß sowohl Klemmstreifen für verschiedene Flanschdicken
und mit verschiedenen Verankerungsmitteln als auch Polsterstreifen
von unterschiedlicher Größe, Form, Nachgiebigkeit und Farbe in grösseren Lagerbeständen vorrätig gehalten und jeweils
nach Bedarf miteinander kombiniert werden können. Zur Verwirklichung
derartiger Kombinationen muß lediglich die Bedingung erfüllt sein, daß die äussere Klemmstreifenkontur im Querschnitt
in Form und Größe dem Aufnahmekanal des Polsterstreifens angepaßt ist.
Eine sehr dauerhafte sowie staub- und wasserdichte Verbindung zwischen dem Klemmstreifen und dem Polsterstreifen ist neuerungsgemäß
vorteilhafterweise durch thermoplastische Verschweißung oder durch Kleben hergestellt.
Vornehmlich dann, wenn sich aus Materialgründen eine der beiden
vorgenannten Verbindungsarten nicht anwenden läßt, können die beiden Profilstreifen neuerungsgemäß auch durch Zusammennähen
miteinander verbunden sein.
Ein besonders vorteilhaftes Merkmal des Neuerungsgegenstandes besteht darin, daß der Polsterstreifen mindestens einen in seiner
Längsrichtung sich erstreckenden Hohlkanal aufweist. Dadurch ist die elastische Verformbarkeit erhöht, so daß beispielsweise
bei Unfällen hervorgerufene, auf den Randbesatz einwirkende Stöße abgefangen werden, indem deren Wucht weitgehend in
Verformungsarbeit umgewandelt wird.
Ebenso muß es als vorteilhaft angesehen werden, wenn gemäß der Neuerung der Hohlkanal mit Polstermaterial, beispielsweise Schaumstoff
aus natürlichem oder synthetischem Gummi, ausgefüllt ist. Dadurch werden in allen möglichen Richtungen auftretende Stöße
in ihrer Wucht gedämpft, so daß sie keine lebensgefährlichen Unfallverletzungen hervorrufen können.
Eine vorteilhafte Ausbildung des Neuerungsgegenstandes ist dadurch
verwirklicht, daß bei mehreren im Polsterstreifen vorhandenen Hohlkanälen sich eine zwischen diesen angeordnete Trennwand an
einem Ende gegen den rinnenförmigen Mantelteil und am anderen Ende gegen den wulstförmigen Mantelteil des PolsterstrejJsns
abstützt. Von der Anzahl und Dicke der Trennwände sowie von der Weichheit des verwendeten Materials hängt es ab, ob der Polsterstreifen
eine mehr oder weniger große Nachgiebigkeit aufweist.
Ein weiterer Vorschlag der Neuerung ist darauf gerichtet, daß sich eine im Polsterstreifen angeordnete Trennwand an beiden
Enden gegen den wulstförmigen Mantelteil des Polsterstreifens abstützt. Dadurch ist ohne nachteilige Beeinflussung der Polsterwirkung
die Eigensteifigkeit des wulstförmigen Mantelteiles etwas erhöht.
Eine ebenfalls vorteilhafte Ausgestaltung des Neuerungsgegenstandes
ergibt sich dadurch, daß eine im Polsterstreifen angeordnete Trennwand eine Sollknickstelle aufweist. Eine solcherart ausgebildete
Trennwand hat gegenüber einer gleich dicken ebenen Trennwand den Vorteil größerer Nachgiebigkeit, ohne daß die aus
fabrikationstechnischen Gründen zulässige Mindestwandstärke unterschritten wird.
Schließlich besteht ein vorteilhaftes Merkmal des Neuerungsgegenstandes darin, daß eine im Polsterstreifen angeordnete
Trennwand im Querschnitt bogenförmig ist. Eine solche Trennwand trägt einerseits zur Stabilisierung des wulstförmigen Mantelteils
des Polsterstreifens bei, während sie zugleich ein weitgehend nachgiebiges Abfangen eines auftreffenden Unfallstoßes
gestattet.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Neuerung anhand mehrerer, in vergrössertem Maßstab wiedergegebener Ausführungsbeispiele im
Querschnitt dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen aus elastisch nachgiebigem Material bestehenden Polsterstreifen, bei welchem zwischen dem rinnenförmigen
und dem wulstförmigen Mantelteil mehrere durch ebene Wände abgetrennte Längskanäle gebildet sind,
Fig. 2 einen ebenfalls aus elastisch nachgiebigem Material bestehenden, in seiner Größe der tunnelförmigen Aussparung
des Polsterstreifens angepaßten Klemmstreifen,
Fig. 3 die durch thermoplastische Verschweißung miteinander verbundenen Profilstreifen gemäß Fig. 1 und 2,
Fig. 4 einen anderen Polsterstreifen, der zwischen seinem rinnenförmigen
und seinem wulstförmigen Mantelteil einen einzigen Längskanal aufweist,
Fig. 5 einen dritten Polsterstreifen mit einem einzigen Längskanal,
welcher mit Schaumstoff ausgefüllt ist,
Fig. 6 einen vierten Polsterstreifen mit mehreren Längskanälen, deren Trennwände je eine Sollknickstelle aufweisen,
Fig. 7 einen fünften Polsterstreifen mit zwei Längskanälen, deren bogenförmig profilierte Trennwand sich an beiden Enden
gegen den wulstförmigen Mantelteil abstützt,
Fig. 8 einen sechsten Polsterstreifen mit drei Längskanälen, deren bogenförmig profilierte Trennwand sich sowohl gegen
den rinnenförmigen als auch gegen den wulstförmigen Mantelteil abstützt, und
Fig. 9 einen auf einen Flansch aufgeklemmten Randbesatz, bei dessen
Polsterstreifen sich eine bogenförmig profilierte Trennwand an beiden Enden gegen den wulstförmigen Mantelteil abstützt
und zwei, je eine Sollknickstelle aufweisende Trennwände
— 3 —
sich einerseits gegen den rinnenförmigen und andererseits
gegen den wulstförmigen Mantelteil abstützen.
In der Zeichnung sind die verschiedenen Ausführungsformen eines
Polsterstreifens sowie das Ausführungsbeispiel eines Klemmstreifens nur im Querschnitt dargestellt. Indes besteht jeder Polsterstreifen
und jeder Klemmstreifen, die zusammen jeweils einen neuerungsgemäßen
Randbesatz bilden, aus einem ununterbrochen fortlaufenden Profil, das vorzugsweise im Strangpreßverfahren hergestellt wird.
In den Fig. 1 und 4 bis 9 sind sieben Polsterstreifen 6 - 12 mit verschiedenen Profilquerschnitten dargestellt. In ihrer äusseren Kontur
einschließlich der Form und Größe ihrer tunnelförmigen Aussparung
stimmen die Polsterstreifen 6-12 miteinander überein. In bezug auf die Nachgiebigkeit gegenüber einer Druckeinwirkung von aussen unterscheiden
sie sich jedoch voneinander. Jede Aussparung 13 dient zur Aufnähme·eines in Fig. 2 dargestellten Klemmstreifens 1.
Der U-förmig profilierte Klemmstreifen 1 besteht aus einem im Querschnitt
hufeisenförmig gebogenen Metallstreifen 4, der zur Förderung der Biegbarkeit nach Bedarf in Abständen quergeschlitzt sein kann, und
einer Ummantelung 2 aus elastisch nachgiebigem Material, vorzugsweise aus thermoplastisch verschweißbarem Kunststoff. Die Ummantelung 2
enthält zwei in das rinnenförmige Klammermaul 5 hineinragende Dichtungslippen 3, mittels derer der Klemmstreifen 1 nach Aufschieben auf
einen Flansch 34 (Fig. 9) an diesem mit Klemmwirkung festgehalten wird.
Sämtliche dargestellten Polsterstreifen 6-12 weisen einen rinnenförmigen·
Mantelteil 14 und einen wulstförmigen Mantelteil 15 auf. Beide Mantelteile bilden einen einteiligen Streifen, der aus elastisch
nachgiebigem Material, vorzugsweise aus thermoplastisch verschweißbarem Kunststoff, besteht.
Die einfachste Form eines neuerungsgemäßen Polsterstreifens stellt
der Polsterstreifen 7 gemäß Fig. 4 dar. Die Polsterwirkung dieses, einen Hohlkanal 16 enthaltenden Streifens wird durch die Wandstärke
des wulstförmigen Mantelteiles 15 sowie durch die Weichheit des Materials bestimmt.
Der Polsterstreifen 8 gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von dem
Polsterstreifen 7 dadurch, daß der Hohlkanal 16 mit einem elastisch nachgiebigen Schaumstoff aus natürlichem oder synthetischem
Gummi ausgefüllt ist.
Bei dem Polsterstreifen 6 gemäß Fig. 1 sind zwischen dem rinnenförmigen
Mantelteil 14 und dem wulstförmigen Mantelteil 15 drei ebene Trennwände 17 angeordnet, wodurch vier Hohlkanäle 18
gebildet sind. Durch thermoplastische Verschweißung des Polsterstreifens 6 mit dem Klemmstreifen 1 gemäß Fig. 2 entsteht der
in Fig. 3 dargestellte Randbesatz. Mit dem Klemmstreifen 1 kann auch jeder der übrigen Polsterstreifen unlösbar verbunden sein.
Der Polsterstreifen 9 gemäß Fig. 6 weist drei rinnenförmige Trennwände 19 mit den Sollknickstellen 2o auf. Die solcherart ausgebildeten
Trennwände 19 setzen den in Richtung der Pfeile X auf den Polsterstreifen einwirkenden Druckkräften einen geringeren
Widerstand als die Trennwände 17 des Polsterstreifens 6 gemäß Fig. 1 entgegen. Dabei ist vorausgesetzt, daß die Wandstärke
der Trennwände aus herstellungstechnischen Gründen nicht mehr verringert werden kann.
Bei dem Polsterstreifen Io gemäß Fig. 7 ist zwischen dem rinnenförmigen
Mantelteil IU und dem wulstförmigen Mantelteil 15 eine
bogenförmig profilierte Trennwand 22 angeordnet, deren Enden mit dem wulstförmigen Mantelteil 15 verbunden sind. Es sind
zwei Hohlkanäle 23 und 24 vorhanden.
Bei dem Polsterstreifen 11 gemäß Fig. 8 stützt sich die bogenförmig
profilierte Trennwand 25 mit ihren Enden ebenfalls gegen den wulstförmigen Mantelteil 15 ab. Darüber hinaus ist aber noch
ihr Scheitel 26 mit dem Scheitel des rinnenförmigen Mantelteils 14 verbunden. Dadurch sind drei Hohlkanäle 27,28 und 29 gebildet.
Bei dem Polsterstreifen 12 gemäß Fig. 9 sind die Enden der bogenförmig profilierten Trennwand 2 2 mit dem wulstförmigen Mantelteil
15 verbunden, während sich die je eine Sollknickstelle aufweisenden Trennwände 19 einerseits gegen den wulstförmigen Mantel-
teil 15 und andererseits gegen den rinnenförmigen Mantelteil 14 abstützen. Der Klemmstreifen 1, mit dem der Polsterstreifen 12
durch thermoplastische Verschweißung unlösbar verbunden ist, sitzt mit Klemmwirkung auf dem Flansch 34.
Claims (10)
1. Auf einen Flansch aufzusetzender Randbesatz, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Klemmstreifen (1) und
einem Polsterstreifen (6 - 12) besteht, die unlösbar miteinander verbunden sind.
2. Randbesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Klemmstreifen (1) und dem
Polsterstreifen (6 - 12) durch thermoplastische Verschweißung hergestellt ist.
3. Randbesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Klemmstreifen (1) und dem Polsterstreifen
(6-12) eine Klebverbindung ist.
4. Randbesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Klemmstreifen Cl) und dem
Polsterstreifen (6-12) durch Zusammennähen hergestellt ist.
5. Randbesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Polsterstreifen (6-12) mindestens einen in seiner Längsrichtung
sich erstreckenden Hohlkanal (16; 18; 21; 23,24; 27,28,29; 3o,31,32,33) aufweist.
6. Randbesatz nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkanal (16; 18; 21; 23,24; 27,28,29; 3o,31,32,33)
mit Polstermaterial, beispielsweise Schaumstoff aus natürlichem oder synthetischem Gummi, ausgefüllt ist.
7. Randbesatz nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehreren im Polsterstreifen (6,9,11,12) vorhandenen Hohlkanälen
(18;. 21; 27,28,29; 3o,31,32,33) sich eine zwischen diesen
angeordnete Trennwand (17,19,25) an einem Ende gegen den rinnenförmigen
Mantelteil (14) und am anderen Ende gegen den wulstförmigen
Mantelteil (15) des Polsterstreifens abstützt.
— 7 —
8. Randbesatz nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine im Polsterstreifen (lo) angeordnete Trennwand (22)
an beiden Enden gegen den wulstförmigen Mantelteil (15) des Polsterstreifens abstützt.
9. Randbesatz nach Anspruch 1 und 5,und 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß eine im Polsterstreifen (9,12) angeordnete
Trennwand (19) eine Sollknickstelle (2o) aufweist.
10. Randbesatz nach Anspruch 1 und 5 und 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß eine im Polsterstreifen (lo,ll,12) angeordnete Trennwand (22,25) im Querschnitt bogenförmig ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH54352U DE1936828U (de) | 1966-01-15 | 1966-01-15 | Auf einen flansch aufzusetzender randbesatz. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH54352U DE1936828U (de) | 1966-01-15 | 1966-01-15 | Auf einen flansch aufzusetzender randbesatz. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1936828U true DE1936828U (de) | 1966-04-14 |
Family
ID=33342711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH54352U Expired DE1936828U (de) | 1966-01-15 | 1966-01-15 | Auf einen flansch aufzusetzender randbesatz. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1936828U (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2846600A1 (de) * | 1978-10-26 | 1980-04-30 | Happich Gmbh Gebr | Leiste, wie zier- oder schutzleiste an fahrzeugen |
| DE3047042A1 (de) * | 1980-12-13 | 1982-07-22 | Gebr. Happich Gmbh, 5600 Wuppertal | Kantenschutzprofil |
| DE3805931A1 (de) * | 1988-02-25 | 1989-09-07 | Bayerische Motoren Werke Ag | Kantenschutzdichtung |
| DE102018102305A1 (de) * | 2018-02-01 | 2019-08-01 | Obert Gmbh | Tür-oder Fensterrahmen-Schutzpolster |
-
1966
- 1966-01-15 DE DEH54352U patent/DE1936828U/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2846600A1 (de) * | 1978-10-26 | 1980-04-30 | Happich Gmbh Gebr | Leiste, wie zier- oder schutzleiste an fahrzeugen |
| DE3047042A1 (de) * | 1980-12-13 | 1982-07-22 | Gebr. Happich Gmbh, 5600 Wuppertal | Kantenschutzprofil |
| DE3805931A1 (de) * | 1988-02-25 | 1989-09-07 | Bayerische Motoren Werke Ag | Kantenschutzdichtung |
| DE102018102305A1 (de) * | 2018-02-01 | 2019-08-01 | Obert Gmbh | Tür-oder Fensterrahmen-Schutzpolster |
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